SV Hundsangen e.V. 1926

30.04.2012, 08:26, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Allgemein

26.Spieltag Bezirksliga

Von: rhein zeitung

Die SG Hundsangen/Obererbach zeigt Nerven im Titelrennen der Bezirksliga Ost. Im Topspiel des Tages unterlag die Elf von Ralf Hannappel dem Verfolger SG Weitefeld/Langenbach mit 1:3 (1:2) und muss nach der zweiten Niederlage in Folge um den Aufstieg in die Rheinlandliga bangen.


Bei idealen äußeren Bedingungen legte der Rangdritte einen Traumstart hin. Erstmals in Tornähe, gelang Thomas Ross gleich die Führung für die Oberwesterwälder (2.). Zwei Minuten später traten die Einheimischen in Erscheinung. Dimitri Bartsch, der nach einer guten halben Stunde verletzt passen musste, setzte nach einer kurzen Drehung am Strafraum einen Flachschuss am langen Eck vorbei. "Unser Lazarett wird von Woche zu Woche größer", haderte Ralf Hannappel mit dem Schicksal.

Fast hätte es nach acht Minuten erneut im Hundsangener Kasten geklingelt, doch der freistehende Michael Kleinhenz legte sich den Ball auf den stärkeren rechten Fuß - Chance vertan. Überhaupt präsentierte sich Weitefeld sehr energisch und technisch abgeklärter. Beim Spitzenreiter war zwar der Wille spürbar, trotz verstärkter Initiative fehlte aber die Präzision im Passspiel.

So besaßen die Gäste bei ihren Vorstößen die gefährlicheren Aktionen. Auf Ecke Dominik Neitzerts köpfte Kapitän Julian Aguilar an die Latte (31.). Weitefelds kompakte Defensive ließ nichts anbrennen, zumal Hundsangen kaum flüssige Aktionen lieferte. Das Fehlen von Leistungsträgern machte sich beim Spitzenreiter vor allem im Angriff bemerkbar. Fünf Minuten vor der Pause musste die heimische SG erneut einen Niederschlag einstecken. Michael Kleinhenz hatte drei Gegner auf engstem Raum vernascht, Torwart Simon Gerharz holte den Angreifer schließlich von den Beinen. Den Strafstoß verwandelte Julian Aguilar sicher. Nach einer feinen Einzelleistung brachte Leutrimm Husaj mit dem 1:2 (45.) die Gastgeber zum richtigen Zeitpunkt zurück ins Spiel. Die guten Vorsätze, in Halbzeit zwei das Ruder noch herumzureißen, wurden im Keim erstickt. 30 Sekunden waren exakt gespielt, da gelang Dominik Neitzert auf Flanke Kevin Lopatas ein herrlicher Treffer zum 1:3. Nach dem leicht überzogenen Platzverweis gegen Leutrimm Husaj (51.) schwammen den Einheimischen die Felle endgültig davon. "Der Sieg war hochverdient. Von der Taktik her waren wir sehr diszipliniert. Lediglich die Chancenverwertung war zu bemängeln", befand Weitefelds Trainer Volker Heun. "Die zwei schnellen Tore zum Beginn beider Halbzeiten haben uns zurückgeworfen. Ansonsten hat die Defensive gut funktioniert. Nach vorne konnten wir aber keinen Zug zum Tor entwickeln", konnte Hundsangens Ralf Hannappel die Niedergeschlagenheit nicht verbergen.

 

 

 

Die SG Bruchertseifen/Eichelhardt hat durch das 3:1 (1:0) gegen die SG Herdorf drei wichtige Punkt im Kampf um den Klassenverbleib geholt. Der Sieg war auf der einen Seite umso wichtiger, da auch die direkten Konkurrenten aus Miehlen und Nievern ihre Heimspiele gewonnen haben. Auf der anderen Seite gelang es der Ratzi-Elf dadurch aber auch nicht, die Konkurrenz abzuschütteln.


Im ersten Durchgang gaben zunächst die Hausherren den Ton an und kamen zu guten Chancen durch René Meyer (13., 22.) und Philipp Höhner (23.). Erst als Herdorfs Bastian Utsch (35.) einen Pass von Marcus Meyer ins eigene Tor "rettete", gingen die Gastgeber in Front. Im direkten Gegenzug köpfte Kenny Scherreiks nach einem Freistoß an den Pfosten (36.) und auch Michael Adanic (40.) traf nur Alu. Nach dem Seitenwechsel hätte Marcus Meyer erhöhen können, scheiterte aber an Scherreiks (57.). Jetzt verliehen die Gäste ihren Aktionen mehr Nachdruck, ein Freistoß von Andreas Krämer flog knapp über das Tor (66.). Auf der anderen Seite lenkte Scherreiks einen strammen 30-Meter-Distanzschuss des eingewechselten Tim Steinhauer über das Gebälk (68.). Für Verwirrung sorgte dann Referee Depken. Nach einem Handspiel im Strafraum zeigte er auf den Punkt und Daniel Frohn die Gelbe Karte. Nach Ansicht vieler Zuschauer und auch des "Übeltäters" selbst, hatte der aber bereits kurz zuvor nach einem Foulspiel die Gelbe Karte gesehen. Trotzdem durfte er weiter spielen. "Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, dass ich schon verwarnt war. Er hat gesagt, er hätte sich nichts notiert. Mehr kann ich ja nicht machen", so Frohn. Von der Verwirrung ließ sich Bruchertseifens Torhüter Ralf Schupp nicht beirren, er parierte den Strafstoß von Kenny Scherreiks (76.). Die Schlussminuten hatten es dann in sich. Nach einem Freistoß von Utsch glich Dirk Spornhauer per Kopf aus (82.).

In der letzten Minute und in der Nachspielzeit zeigte Höhner seine Klasse bei ruhenden Bällen. Einen Freistoß von der Strafraumgrenze wuchtete er mit einem beherzten Schuss zum 2:1 ins Tor (90.) und zwei Minuten später verwandelte er einen Elfmeter zum Endstand.

In der Spielanalyse kamen die beiden Spielertrainer zu folgenden Ergebnissen. Krämer sagte: "Von den Chancen her hat Bruchertseifen nicht verdient gewonnen, das ging klar an uns. In der zweiten Hälfte waren wir die bessere Mannschaft. Dazu kam dann noch der verschossene Elfmeter und zwei Fehlentscheidungen des Schiedsrichters". Ratzi war natürlich zufrieden und heilfroh über die Punkte: "Wir haben verdient gewonnen, die Mannschaft hat Moral bewiesen. In der ersten Hälfte sind wir etwas fahrlässig mit den Chancen umgegangen. Dann hatten wir natürlich bei den Pfostentreffern auch das nötige Quäntchen Glück".

 

 

 

Durch einen 4:3 (2:0)-Sieg im Heimspiel gegen die SG Guckheim versöhnte die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufen-bach/Raubach ihre Fans nach so mancher Magerkost in den vergangenen Wochen. Der Aufsteiger hat damit alle Trümpfe für ein weiteres Jahr Fußball-Bezirksliga in der Hand.


Auf dem Urbacher Kunstrasenplatz entwickelte sich von Beginn an eine abwechslungsreiche und kurzweilige Begegnung. Mit vielen Zweikämpfen und kämpferischen Elementen schenkten sich die Kontrahenten kaum etwas. Der 18-jährige Schiedsrichter Philipp Bodewing (Altendiez) hatte in seinem ersten Bezirksligaspiel alle Hände voll zu tun. Nachdem Daniel Seuser in der 17. Minute einen tollen Angriff über Sebastian Carillo, Andre Neitzert und Henrik Sawadsky mit einem sehenswerten Kopfballtreffer die Führung der Gastgeber erzielt hatte, blieben diese zunächst überlegen. Der bestens aufgelegte Torschütze avancierte zum Mann der ersten Halbzeit. "Meine Kollegen haben aber auch dafür gesorgt, dass ich die notwendigen Wege gehen konnte", gab Seuser das Kompliment an sein Team weiter.

Den kurz zuvor "verloren gegangenen" Spielball forderte SG-Trainer Michael Roos in der 30. Minute wieder zurück. Er wusste wohl, warum: Den schnappte sich Seuser und knallte ihn an den Innenpfosten des Gästetores, von wo aus er zum 2:0 ins Netz sprang. Kurz vor dem Pausenpfiff blieb Seuser ein Hattrick verwehrt, als er den Ball nicht unterbringen konnte. Trainer Roos meinte später: "Das wäre wohl schon die Entscheidung gewesen."

So kam es aber anders. Mehrere Unachtsamkeiten der Puderbacher Defensive nutzte Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer (52.) nicht nur zum Anschlusstor, sondern wenig später sogar zum Ausgleich, als er einen Freistoß genau auf Michael Thoma legte, dessen Schuss zielgenau im SGP-Tor einschlug. Nachdem Daniel Seuser in der 64. Minute am Guckheimer Torwart Lars Henning gescheitert war, ging Puderbach mit dem nächsten Spielzug wieder in Führung. Eine Flanke von links, geschlagen von Sawadsky, fand den am langen Pfosten lauernden Christian Schreiber, der keine Mühe hatte.

Auch jetzt bäumte sich Guckheim wieder auf. Mit einem leicht und locker verwandelten Freistoß machte Schäfer (70.) die Angelegenheit erneut spannend. Der Siegtreffer hatte dann ein "kleines" Vorspiel. Roos kritisierte Innenverteidiger Jan Erik Grunewald, dessen Einsatz zu den zwei Freistößen mit Folgen geführt hatte. Doch Grunewald beantwortete die Kritik auf seine Art, als er eine Viertelstunde vor Schluss am gegnerischen Tor auftauchte und mit einem wuchtigen Kopfball erfolgreich war.

Nach diesem Tor hätten die Gastgeber den Erfolg noch mehrfach ausbauen können. Guckheims Spielertrainer Schäfer analysierte enttäuscht: "Wir haben großen Aufwand betrieben und sind zurückgekommen. Die Partie dürfen wir danach nicht so einfach her- schenken."

"Den Zuschauern ist sicherlich etwas geboten worden. Das wir das Spiel letztendlich auf Grund der Mehrzahl an Chancen verdient gewinnen konnten zeigt, dass wir eine intakte Truppe haben. Besonders in Hälfte eins waren wir richtig gut, haben später aber leider den Gegner aufgebaut", konnte Puderbachs Trainer Roos mit seiner Mannschaft zufrieden sein.

 

 

 

Wenn die SG Nievern/ Fachbach an jedem Wochenende auf heimischem Platz spielen könnte, die Mannschaft von Trainer Murat Saricicek hätte wahrscheinlich keine Abstiegssorgen in der Bezirksliga Ost. Am Sonntagnachmittag feierten die Grünen an der Früchter Straße den fünften Heimsieg in Folge, schlugen den SC Berod-Wahlrod hochverdient mit 2:0 (0:0). Die Gäste aus dem Westerwald machten es der SG allerdings auch nicht schwer.


"Das war unsere mit Abstand schwächste Saisonleistung", sagte SC-Spielertrainer Thomas Schäfer. "Kein Wille, keine Einstellung, keine Körpersprache. So kannst du hier nicht gewinnen." Dabei sah das in den ersten Minuten gar nicht so schlecht aus, was Berod da im Spielaufbau versuchte. Doch spätestens, wenn der Ball es in des Gegners Hälfte schaffte, fehlten bei den Westerwäldern die Präzision und die Kreativität.

Überaus kreativ war zwar auch das, was Nievern zunächst zeigte, nicht - aber zumindest sorgte es für Gefahr. Mit langen Bällen auf die Sturmspitze Salvatore Mayer oder über die Außen brachte man die SC-Abwehr immer wieder in Schwierigkeiten. Die besten Chancen hatten Stefan Deusner, der eine Hereingabe von Florian Panny aus halbrechter Position volley nahm und das Tor nur knapp verfehlte (9.), und Salvatore Mayer, der den Ball nach starker Vorarbeit von Matthias Hoffmann jedoch in Richtung Tal beförderte.

Als die Platzherren dann endlich getroffen hatten, pfiff Schiedsrichter Ronny Jäckel den direkt verwandelten Freistoß aus halblinker Position von Timo Hoffmeyer ab (34.). Beide Trainer waren sich nach Spielende einig: "Korrektes Tor." Jäckel hatte ein Foul abseits des eigentlichen Geschehens gesehen. Überhaupt fehlte es dem Referee an einer klaren Linie in der Spielführung. Auch das bemängelten beide Trainer nach Spielende. "Wir spielen schon Fußball, oder? Da muss Körperkontakt erlaubt sein", ärgerte sich Schäfer. "Aber deshalb haben wir nicht verloren."

Verloren hatten die Gäste, weil Nievern am Ende den stärkeren Willen hatte und mit Florian Panny einen Mann mit Torriecher in den eigenen Reihen. Nach 56 Minuten brachte er die SG mit einem Schuss aus 13 Metern in Führung und besorgte nach Zuspiel von Timo Hoffmeyer nur sieben Minuten später aus halblinker Position das 2:0 (63.) - die Entscheidung.

Die Gäste stellten in der Folge um, lösten die Viererkette auf, um mehr Offensivkraft entwickeln zu können. Doch für ein echtes Aufbäumen reichte es nicht mehr. Vielmehr hatte der SC auch noch Pech, als sich Timo Jakobi in der 72. Minute verletzte und eine stark blutende Platzwunde am Kopf zuzog. Jakobi war nach einem fairen Duell mit SG-Keeper Dennis Preuschoff an der Torauslinie mit dem Kopf auf den Boden geprallt und wurde zur weiteren Untersuchung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. "Alles in Ordnung, ich war nur zu blöd, das Tor zu machen", gab Jakobi aber noch auf dem Platz Entwarnung.

"Kompliment an die Mannschaft, wie sie alle 14 Tage diesen Druck aushält", sagte Nieverns Trainer Saricicek. "Ein verdienter Sieg." Wäre doch nur öfter ein Heimspiel in Nievern ...

 

 

 

So deutlich, wie es das Endergebnis in der Bezirksliga Ost aussehen lässt, war der Unterschied zwischen dem Tabellensiebten von der Lahn und dem Tabellenvorletzten nicht. Der VfL Bad Ems schickte bei sommerlichen Temperaturen im Stadion Silberau die DJK Neustadt-Fernthal mit einem 5:1 (0:0)-Kantersieg ins Wiedtal zurück.


"Ein überzeugender Sieg", war VfL-Trainer Frank Wendland nach dem Abpfiff zufrieden. "Das Spiel hat gezeigt, dass die Harmonie in der Mannschaft stimmt." Seine Elf hatte aber zumindest eine Stunde lang gegen einen in der Tabelle schon abgeschlagenen Gegner Schwerstarbeit zu verrichten. Die Partie passte sich bis zur Pause den Temperaturen an und quälte sich mühsam dahin. Die Gastgeber waren zwar spielbestimmend, vergaben aber zweimal durch Nicholas Liefke (4., 29.), während die Gäste ihre Gelegenheit durch Christopher Salz (15.) ausließen. Die Folge war ein eher bescheidenes 0:0 zur Pause.

Nach Wiederbeginn war dann aber alles anders. Das Spiel schaukelte sich zu einem hohen Unterhaltungswert mit satten sechs Toren hoch. Zunächst kam die DJK, die zumindest theoretisch noch eine Restchance auf ein Happy End besessen hatte und dafür unbedingt dreifach punkten musste, sehr druckvoll aus den Kabinen.

VfL-Keeper Bastian Staudt musste sein ganzes Können aufbieten, um gegen den völlig frei vor ihm aufgetauchten Hakan Yacici klären zu können (48.). Nur sechs Minuten später landete dann aber eine unglückliche Kopfabwehr der Gäste aus dem Getümmel im eigenen Tornetz. Nicht geschockt, antwortete der DJK mit dem Ausgleich durch Florian Wirths (58.). Die vom Spielverlauf durchaus berechtigte Hoffnung der Fernthaler auf etwas Zählbares zerstörte sich in der 64. Minute, als Marco Jockel den Ball flach zum 2:1 ins Gästetor schoss. Was nun folgte, war eine VfL-Demonstration von absoluter Effektivität, vor allem durch den alle überragenden Liefke, der mit einem Hattrick (70., 85., 90.) den tapfer kämpfenden Tabellenvorletzten alleine aus dem Stadion schoss.

Gästetrainer Joachim Weißenfels konnte einem nach Spielende leid tun. "Wir sind heute klar unter Wert geschlagen worden. Wir haben viele Überzahlsituationen nicht genutzt, der letzte Pass hat stellenweise gefehlt. Aber eine derart hohe Niederlage haben wir aufgrund unserer insgesamt ordentlichen Leistung einfach nicht verdient." Im Wiedtal können die schon laufenden Planungen für die A-Klasse forciert werden, beim VfL zeichnet sich mit jetzt schon 41 Punkten eine tolle Aufsteigersaison ab.

 

 

 

Die SG Miehlen/Nastätten holt in der Bezirksliga Ost weiter auf und macht es dabei phasenweise recht spannend. Beim 5:2 (2:0) über die SG Westerburg/Gemünden drohte nach klarer Pausenführung der Sieg in der Viertelstunde nach Wiederanpfiff in Gefahr zu geraten. Die Gäste verkürzten durch ihren Torjäger Björn Weber, der sich energisch im Zentrum durchsetzte.


Kurz darauf vergab David Gläser freistehend den Ausgleich, und Weber kam erneut zum Schuss. Miehlens Spielertrainer Rüdiger Graden beendete schließlich die heikle Phase, in dem er nach Doppelpass mit Lars Leibig zum 3:1 traf. "Wir hatten wieder Angst vor der eigenen Courage", meinte der Coach, der nach engagierter Leistung seiner Elf ebenso festhielt: "Wir haben uns selbst belohnt."

Die SG Westerburg half im ersten Durchgang mit. Erst brachte Torwart Carsten Wolf den heraneilenden Leibig unnötig zu Fall - Steffen Schmidt verwandelte sicher den Strafstoß. Dann bugsierte Matthias Wengenroth eine Hereingabe David Hübels ins eigene Gehäuse. Oliver Meuer, der Spielertrainer der Westerwälder, war da wegen einer Bänderverletzung schon nicht mehr auf dem Feld.

Nicht nur wegen seiner Blessur war er nach dem Abpfiff bedient. Trotz anfänglicher Feldüberlegenheit hatte sich seine Mannschaft in der ersten Halbzeit keine Torchance erarbeitet. "Was wir hier geboten haben, war eine absolute Frechheit", schimpfte Meuer. "Wir haben zu keiner Zeit an die gute Leistung aus der vorigen Woche angeknüpft." So könne keiner im Abstiegskampf bestehen, leichtfertig habe man einem Konkurrenten drei Punkte geschenkt.

Die Miehlener und Nastättener ließen nach Gradens 3:1 nicht nach. Leibig netzte zweifach ein, zunächst mit einem sehenswerten Heber nach Steilpass Julian Walters. Abschließend war er nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Sven Crecelius erfolgreich. Zwischendrin hatte Weber erneut getroffen, wieder stimmte bei den Einheimischen die Abstimmung in der Abwehrmitte nicht.

Auch sonst erkämpfte sich Gradens Team ein Chancenplus. Im ersten Abschnitt stand beispielsweise Stefan Müller kurz vor seinem ersten Bezirksligator; der junge Außenverteidiger erhielt dank seiner Zweikampfstärke und seinen immer wertvolleren Beiträgen zum Offensivspiel ein Sonderlob von Graden. In der Schlussphase flog ein Schuss Schmidts an die Latte.

"Teilweise haben wir sehr ansehnlich kombiniert", befand der Spielertrainer. Wichtiger noch waren natürlich das Resultat und die Auswirkungen in der Tabelle. "Vielleicht haben wir den Gegner jetzt ein wenig ins Grübeln gebracht und ein Stück weit unten mit reingezogen", hoffte Graden nach dem "zweiten Schritt" - der erste war der Auswärtssieg in Fernthal - im Kampf um den Verbleib in der Bezirksliga. Mittlerweile hat Miehlen im neuen Jahr mehr Punkte gesammelt als in den Partien bis Weihnachten.

 

 

 

Seine Mannschaft hatte nach der Pause mächtig Dampf gemacht und sich den Ausgleich redlich verdient. So richtig freuen konnte sich Manfred Otto, Trainer der FSG Stahlhofen/Holler, darüber aber nicht. Zu sehr wurmte ihn das frühe Gegentor, das sich seine Mannschaft im Derby der Fußball-Bezirksliga Ost beim Nachbarn TuS Montabaur eingefangen hatte. "Diesem Ding sind wir das gesamte Spiel lang hinterher gerannt. Darüber kann ich mich jetzt noch aufregen", sagte Otto nach dem 1:1 (1:0), das sich am Freitagabend bei strömendem Regen immerhin 80 tapfere Zuschauer ansahen.


Die Kreisstädter erwischten den besseren Start. Tim Schenkelberg eroberte den Ball und setzte Ernesto Victor auf der linken Seite in Szene. Dessen Hereingabe war für Sergej Kettler allerdings nicht richtig zu erreichen (6.). Besagte Führung der Gastgeber ließ aber nicht lange auf sich warten. Hamit Dinler setzte sich auf der rechten Seite durch, wuselte sehr zu Manfred Ottos Ärger durch den Strafraum, bis er vor FSG-Schlussmann Andrej Leinweber stand. Dann bewies Dinler Überblick, bediente den mitgelaufenen Victor, der keine Mühe hatte, die Kugel halbhoch im Stahlhofener Gehäuse zu platzieren (17.).

Die Gäste waren zwar bemüht, ohne Torjäger Ismayil Barut jedoch viel zu harmlos. Im Mittelfeld fehlten die Ideen, die beiden Krasniqi-Brüder Regjep und Mentor hingen vorne in der Luft. Bezeichnend: Nur Fernschüsse brachten nennenswerte Chancen. Bei einem 25-Meter-Knaller Regjep Krasniqis aus dem Nichts hätte TuS-Keeper Florian Scheid keine Abwehrchance gehabt, das Spielgerät krachte jedoch an den Pfosten (29.).

Auch nach Wiederbeginn ging auf beiden Seiten wenig aus dem Spiel heraus. Marius Ottos Freistoß aus 30 Metern senkte sich auf die Latte des TuS-Gehäuses (48.). Bei einem kuriosen Distanztreffer des Montabaurers Matthias Wincek aus der eigenen Hälfte entschied der Unparteiische Marco Huber auf Abseits (56.). In der Folge konnten sich die Gastgeber immer weniger in der Offensive entfalten. Stahlhofen machte Druck, eroberte Meter um Meter. Doch die letzte Konsequenz fehlte, der entscheidende Ball wurde zu spät gespielt - oder gar nicht. Gut für die Gäste, dass es Standards gibt. Zunächst hatte Florian Scheid im TuS-Tor nach einem Freistoß Glück, dass Franz Müller seine kurze Abwehr nicht bestrafte und den Ball am Kasten vorbeisetzte (70.). Dann verfehlte auch Mentor Krasniqis Freistoß das Ziel denkbar knapp (72.). Die Vorentscheidung für Montabaur hatte der aufgerückte Linksverteidiger Yannick Leisenheimer auf dem Fuß, doch er traf den Ball nach Ernesto Victors Sturmlauf über die linke Seite nicht richtig (78.).

Das sollte sich rächen. Nachdem Scheid Ilir Malicis Schuss nur abklatschen konnte, war Marius Otto zur Stelle und beförderte den Ball per Kopf über die Linie (84.). Da hatten die Gastgeber kollektiv gepennt. "Wir haben zu wenig gemacht, keine Frage", sagte TuS-Trainer Wolfram Kohns. "Wir wollten nach der Führung die Ordnung halten und den Sieg sicher nach Hause bringen. Das ist uns nicht gelungen." Kollege Manfred Otto fand letztlich versöhnliche Worte: "In der zweiten Halbzeit war unsere Leistung kämpferisch in Ordnung."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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[ Letzte Änderung: 21. April 2018 ]