SV Hundsangen e.V. 1926

15.11.2011, 06:49, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

4.Pokalrunde

Von: nnp

Rheinlandpokal

Schöne Zugabe oder lästige Pflicht?

 

An Wochentag-Spielen im Fußball-Rheinlandpokal scheiden sich in der dunklen Jahreszeit die Geister. „Wenn es kalt und neblig ist, muss man froh sein, wenn man die Schiedsrichterkosten erwirtschaftet“, sagt etwa Jörg Nicolaus, der Präsident des TuS Montabaur, dessen Mannschaft mit dem Oberligisten SV Roßbach/Verscheid sogar eines der attraktiven Lose gezogen hat. Ebenfalls gegen ein Team aus der Oberliga geht es für die Eisbachtaler Sportfreunde, während die SG Weitefeld-Langenbach gegen einen Bezirksliga-Rivalen um den Einzug ins Achtelfinale kämpft.

 

 

Spfr Eisbachtal - SG 06 Betzdorf (Mi., 19.30 Uhr, Ruppach-Goldhausen).

Kurz muss Dirk Hannappel überlegen, doch dann bricht es aus ihm heraus: „Vollgas oder nicht? Es gibt für Vollgas keine Alternative.“ Was der Eisbachtaler Trainer meint: Nach der Niederlage des Rheinlandligisten in Trier-Tarforst und vor dem Heimspiel gegen Bad Breisig wäre es durchaus nachzuvollziehen, würden die Sportfreunde gegen den langjährigen Oberliga-Rivalen aus Betzdorf mit angezogener Handbremse spielen, um keine weiteren Ausfälle zu riskieren. „Doch das ist nichts für mich“, sagt Hannappel. „Spiele im Pokal sind einfach geil. Wer an diesem Tag mehr will, der kommt weiter.“ Und der Trainer will, unbedingt. „Betzdorf hat uns in der vergangenen Saison zweimal vorgeführt. Da gibt's noch offene Rechnungen.“ Und dies ist nicht der einzige Grund, warum Hannappel die Chance, die er auf 50:50 beziffert, nutzen will. „Wir haben einiges gutzumachen nach der bitteren Niederlage in Trier. Ich bin froh, dass wir so schnell die Möglichkeit dazu haben.“ Und nicht nur die Eisbachtaler wollen zeigen, dass sie mehr zu bieten haben als sie am vergangenen Wochenende gezeigt haben. Auch für die vom ehemaligen Sportfreunde-Coach Walter Reitz trainierten Betzdorfer ist es nicht optimal gelaufen. Gegen Angstgegner Waldalgesheim blieb die SG 06 einiges schuldig und unterlag mit 0:1. Insbesondere die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig.

 

 

TuS Montabaur - SV Roßbach-Verscheid (Mi., 19.30 Uhr).

Das Ergebnis hat gestimmt beim 3:1 gegen den VfL Bad Ems. Viel mehr aber auch nicht. Das weiß TuS-Trainer Gerd Schenkelberg, dem auch bewusst ist, dass gegen den Oberligisten SV Roßbach/Verscheid mehr kommen muss, will seine Mannschaft ins Achtelfinale einziehen. „Wir haben Bad Ems nach der Pause zum Toreschießen eingeladen“, kritisiert Schenkelberg jene Phase in der Bezirksligapartie, die beinahe die Wende gebracht hätte. „Solche Fehler dürfen nicht passieren“, sagt Montabaurs Trainer. „Vorne verlieren wir den Ball, lassen den Gegner in der Mitte laufen und geraten dann hinten in Not.“ Derlei Fehler sind tabu, wenn das Oberligateam aus Roßbach und Verscheid im Mons-Tabor-Stadion aufschlägt. Nach fünf Niederlagen in Folge hat die Mannschaft von Trainer Achim Schmickler am Wochenende die Talfahrt gestoppt. Beim 1:0 gegen Borussia Neunkirchen war aus SV-Sicht nicht nur das Ergebnis wichtig. Leistungsträger wie Dennis Ochs, der 80 Sekunden nach seiner Einwechslung das Tor des Tages markierte, oder Jan-Patrick Kadiata meldeten sich nach ihren Verletzungspausen zurück – und demonstrierten, dass sie eine wesentliche Verstärkung für den Oberligisten sind.

 

 

SG Weitefeld-Langenbach - DJK Neustadt-Fernthal (Mi., 19.30 Uhr).

In dem Duell der beiden Bezirksligisten scheinen die Rollen klar verteilt, wenn der Tabellendritte das Schlusslicht empfängt. Doch SG-Trainer Volker Heun mahnt zur Vorsicht: „Es gibt keinen Grund, irgendeinen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Spieler sollten nicht glauben, dass das ein Selbstläufer wird.“ Zuletzt feierte Weitefeld vier Siege in Folge, nach mäßigem Start scheint sich die Mannschaft stabilisiert zu haben. „Ich habe das Gefühl, dass wir zu Hause nach dem 0:5 gegen Hund-sangen überlegter spielen“, sagt Heun, der im Heimspiel einen kleinen Vorteil für seine Elf sieht. Zu Meisterschaftsbeginn reichte der beim 3:3 gegen Neustadt noch nicht zum Sieg. „Danach hätte ich nicht erwartet, dass Neustadt jetzt ganz unten steht“, so Heun, der der Meisterschaft zwar Vorrang einräumt, aber gerne „im Pokal überwintern“ würde. Elfmeterschießen lässt er nicht trainieren. „Das können wir, das haben wir gegen Guckheim gezeigt.“

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