SV Hundsangen e.V. 1926

04.06.2017, 13:32, Alter: 321 Tage
Kategorie: Fussball

Bekommt Hoeneß seine roten Sitzschalen?

Von: Abendzeitung

Es sieht ganz danach aus, als wäre Rekordmeister Bayern München bald alleiniger Nutzer der Allianz Arena. Dann wird der Traum von Uli Hoeneß endlich wahr.

Auf der Liste des FC Bayern München steht dieser eine Punkt wohl ganz oben: Sobald 1860 München seine Spiele nicht mehr in der Allianz Arena austrägt, wird der Rekordmeister mit dem Austausch der grauen Sitzschalen beginnen. Dann erstrahlt die Spielstätte des Deutschen Meisters außen wie innen – in Rot.

Ob der Stadtrivale künftig in diesem Stadion spielen wird, ist völlig offen. Vertraglich haben die Löwen ein Recht darauf, auch in der Regional- oder der Bayernliga ihre Heimspiele auszutragen. Denn der Mietvertrag, den 1860 München abgeschlossen hat, läuft noch bis 2025. Dafür zahlt der Zweitliga-Absteiger eine jährliche Miete von 3,5 Millionen Euro. Es ist schwer vorstellbar, dass der Klub diesen Betrag aufbringen kann. Zumal die Heimspiele in der nächsten Saison wohl nur noch einen Bruchteil der Zuschauer in der vergangenen Spielzeit anziehen dürften. Denn bekanntlich haben die Löwen keine Lizenz für die 3. Liga erhalten. Somit müssen sie in einer Amateurliga starten.

 

"Nebulöse" Zustände bei den Löwen

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß gibt sich in der Stadionfrage noch völlig entspannt, obwohl er zu den Personen gehört, die einen Auszug der Sechziger noch am ehesten befürworten würden. „Wir warten in der Stadionfrage ab, bis die oder von 1860 zuständige Frau oder Mann auf Jan-Christian Dreesen zukommt, um die Sachlage zu erörtern“, erklärte Hoeneß dem Münchener Merkur. Dass noch niemand auf den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dreesen zugekommen sei, mache ihn nicht nervös. Schließlich seien die Zustände bei 1860 München derzeit „nebulös“.

 

2012 hatte sich Hoeneß deutlicher zu einem Auszug der Löwen geäußert. „Ich schließe den Wunsch der Sechziger, ein neues Stadion zu bauen, jeden Tag in mein Nachtgebet mit ein. Wenn Sechzig aus der Allianz Arena auszieht, werde ich den Defilliermarsch anführen“, hatte der FCB-Präsident der Abendzeitung gesagt.

Die Allianz Arena dient den beiden Münchner Klubs seit der Saison 2005/06 als Heimspielstätte. 2006 musste 1860 seine Anteile an der Stadiongesellschaft aufgrund finanzieller Probleme an den FC Bayern verkaufen. Somit ist der Rekordmeister seit gut elf Jahren alleiniger Eigner der Stadiongesellschaft – und somit auch der Allianz Arena.

Und es sieht ganz danach aus, als würde sich das nicht nur auf dem Papier, sondern bald auch durch die Farbe der Sitzschalen ausdrücken.

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[ Letzte Änderung: 22. April 2018 ]