SV Hundsangen e.V. 1926

10.10.2011, 07:12, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Beziksliga 10.Spieltag

Von: Frank Höhn und rhein zeitung

SG Hundsangen/Obererbach   -   SC Berod-Wahlrod   2 :  2 (  2  :  1 )

 

Auch im dritten Heimspiel in Folge verpasste die SG Hundsangen einen Erfolg auf eigenem Platz und verliert damit immer mehr den Anschluss an die Tabellenspitze der Bezirksliga. Dabei starteten die Gastgeber furios in die Partie. Nur fünf Minuten waren gespielt, als Simon Fein von der rechten Seite eine weite Flanke in den Strafraum schlug und Benjamin Lüpke mit einer sehenswerten Direktabnahme die frühe Führung markieren konnte. Hundsangen hielt das Tempo sehr hoch und erzielte in der 20.Minute den zweiten Treffer. Wiederum war es der agile Lüpke, der in dieser Situation mit einem Freistoß aus halbrechter Position an Freund und Feind vorbei den Ball ins lange Eck platzierte. Nach einem Abseitstor von Fein (23.) kamen die Gäste in der 34.Minute erstmals gefährlich vors Tor, ein Kopfball von Velten streifte hier nur die Latte. Trotz dieser Gelegenheit fiel der Anschlusstreffer von Müller in der 40.Minute eher zufällig, als die Abwehr der Einheimischen den Ball nicht konsequent aus dem Strafraum geschlagen hatte und Müller aus gut 18 Metern den Ball ins rechte Eck zielte. Noch vor und vor allem in der Phase nach der Pause ver-säumten es die Hausherren, bei vielen hochkarätigen Torchancen den alten Abstand wieder herzustellen. Fein (Kopfball, 45.), Steinebach (Lattenschuss, 58.), Daniel Hannappel (64.) und zweimal Lüpke (67.) ließen diese Gelegenheiten aber aus und scheiterten meist am starken Gästetorwart Sakalakoglu, der mit tollen Paraden die Entscheidung verhinderte. In der Schlussphase zog sich Hundsangen leider immer mehr zurück und Berod schöpfte neuen Mut. Nachdem der ehemalige Hundsänger Thomas Schäfer in der 83.Minute noch knapp das Tor verfehlte, setzte sich der Spielertrainer der Gäste drei Minuten vor Spielende geschickt im Strafraum durch und markierte den nun insgesamt verdienten Ausgleich. Während Hundsangen nichts mehr nachlegen konnte, hatte Berod sogar noch die Chance zum 2:3, der Schuss von Pavelic strich in der Nachspielzeit aber zum Glück knapp am linken Pfosten vorbei.

 

Tore:

1 : 0    Lüpke            (5.)                              2 : 0    Lüpke            (20.)

2 : 1    Müller            (40.)                           2 : 2    Schäfer         (87.)

 

SG Hundsangen/Obererbach:

Kraft - Sprenger, Reiner, Leonardi, Husaj, Steinebach, Pineker (ab 67. Loch), D. Hannappel, Fein (ab 77. Fonzo), Lüpke, Werner (ab 57. Bartsch)

 

Schiedsrichter: Dirk Huster (Kasdorf)

 

Zuschauer: 130

 

 

Die SG Guckheim/ Kölbingen ist mit drei Punkten im Gepäck von der Lahn in den Westerwald zurückgekehrt und bleibt nach dem 4:2 (2:0) Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga Ost. Der VfL Bad Ems agierte konzentriert und engagiert, brachte sich gegen effektive Gäste aber früh selbst auf die Verliererstraße.

Erstmals gefährlich wurde es nach gut 20 Minuten. VfL-Keeper Sandro Kalkbrenner reagierte gut gegen Mario Wasna (22.). Im Gegenzug deutete die VfL-Offensive ihr Potenzial an: Ein langer Freistoß von Etienne Kecskemeti, den die beiden Angreifer Renard Remschel und Nicholas Liefke noch leicht berührten, landete am Pfosten.

Das Spiel wurde munterer. Guckheims Niclas Schneider hatte binnen einer Minute zwei gute Gelegenheiten. Nach einem Freistoß von Stefan Schäfer scheiterte er per Kopf und anschließend freistehend vor Kalkbrenner. Die sehr gut besetzte SG-Sturmreihe kam auf dem kleinen Platz langsam, aber sicher ins Rollen. Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer netzte eiskalt zur Führung ein (33.), die Mario Wasna nur wenige Sekunden später mit dem linkem Außenrist ausbaute. Für Schäfer war es bereits Saisontreffer neun. Der VfL war geschockt nach diesem Doppelschlag, kam aber mit neuem Schwung aus der Kabine.

Matthias Staudts Schuss verpasste knapp sein Ziel (47.). Nicholas Liefke und Torsten Kreuter kamen nach einem langem Einwurf von Kay Ludwig (50.) nur einen Bruchteil zu spät. Bad Ems steckte nicht auf – und der Tabellenführer lauerte auf Konter. Einem Treffer von Renard Remschel verweigerte Schiedsrichter Sören Müller die Anerkennung (68.). Trotzdem Hoffnung schöpfen konnte der VfL nach dem Anschlusstreffer von Spielführer Nicholas Liefke, der seinen eigenen Schuss gegen den Pfosten abstauben konnte (69.). Guckheim blieb unbeeindruckt und erhöhte im Gegenzug auf 1:3. Lukas Bode war per Dropkick erfolgreich. Nach einem Foul an Mario Wasna erhöhte Niclas Schneider per Foulelfmeter auf 1:4 (76.).

Auch Guckheim fiel im eigenen Strafraum unangenehm auf. Liefke wurde zu Fall gebracht, und Torsten Kreuter verkürzte erneut (85.). Schmankerl in der Schlussminute: Wasna, Schäfer und Schneider schoben sich freistehend vor dem VfL-Tor den Ball fröhlich hin und her – und trafen abschließend nur den Pfosten. „Genau solche Dinger müssen wir dann richtig ausspielen und so ein Spiel auch mal mit 6:1 oder 7:1 gewinnen“, forderte Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer.

SG Guckheim/Kölbingen: Henning - Kloft - Thoma (68. Fröhlich), Kuch - Lenzen (81. Pehl), Zacher, Schneider, Sehner (65. Bode) - Schäfer - Krjutschkov, Wasna.

Schiedsrichter: Sören Müller (Oberneisen).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Stefan Schäfer (33.), 0:2 Mario Wasna (34.), 1:2 Nicholas Liefke (69.), 1:3 Lukas Bode (71.), 1:4 Niklas Schneider (76., Foulelfmeter), 2:4 Torsten Kreuter (85., Foulelfmeter).

Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen den Bad Emser Matthias Staudt (87., wiederholtes Foulspiel).

 

 

Es sind bittere Wochen, die Heiko Bedranowsky zurzeit als Trainer des Fußball-Bezirksligisten Siegtaler Sportfreunde Oppertsau durchlebt. „Das Pech bleibt uns treu“, hat er vor einer Woche nach dem 2:6 bei der SG Westerburg gesagt. Nach dem 1:3 (1:0) am Samstagnachmittag auf eigenem Platz – den die Gemeinde trotz Dauerregens nicht gesperrt hatte – gegen die FSG Stahlhofen/Holler meinte er: „In der zweiten Hälfte ist meine Mannschaft in sich zusammengefallen.“

Während der eine Übungsleiter mit seiner von einer Verletzungsserie geplagten Elf leidet, hat der andere allen Grund, zufrieden zu sein mit seinen Spielern. „Was die Jungs nach der Pause gezeigt haben, war das Beste, das ich in dieser Saison von ihnen gesehen habe“, lobte der bestens gelaunte Stahlhofener Coach Timo Kelterbach nach dem Auswärtssieg.

Die Gäste waren von Beginn an die bessere Mannschaft. Das einzige Manko: Die offensiv bekanntermaßen gut besetzten Stahlhofener nutzten ihre Chancen nicht. Was Effektivität ist, demonstrierte indes die Elf von Heiko Bedranowsky. Trainersohn Philipp warf mit Flankenqualität ein, Sebastian Girresser war per Kopf zum 1:0 zur Stelle – schon war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt (25.).

„Spielerisch war uns Stahlhofen zwar da schon überlegen, ich hätte jedoch nie gedacht, dass wir später so untergehen“, sagte der Sportfreunde-Trainer. „Aber uns fehlen einfach die Leute.“ Was Bedranowsky damit meinte, zeigte sich in der zweiten Halbzeit. Recep Barut hatte inzwischen für Stahlhofen ausgeglichen (52.), als Libero Detlef Lemke völlig ausgepumpt das Spielfeld verlassen musste. Der 45-Jährige, der seit zwei Jahren nicht wirklich trainiert geschweige denn regelmäßig gespielt hat, war unbestritten einer der Besten auf Seiten der Gastgeber – aber zu diesem Zeitpunkt einfach platt.

Mit dem Routinier ging die Ordnung verloren beim Team aus Oppertsau. Was folgte, war die große Gala der FSG Stahlhofen/Holler. „Auch wenn wir hinten liegen, sind wir immer in der Lage, drei oder vier Tore zu machen“, weiß Timo Kelterbach, dass auf seine Offensivabteilung Verlass ist. Und das war auch am Samstagnachmittag der Fall. Diesmal stach Joker Doguz Inan Ergüzel. Zur zweiten Halbzeit eingewechselt, schoss der Offensivmann mit einer überragenden Leistung und zwei Treffern (60., 75.) die Siegtaler förmlich im Alleingang ab.

„Er war neben Abwehrchef Ilmi Ismajli der überragende Mann auf dem Platz“, lobte Kelterbach seinen Doppeltorschützen. „Für ihn freut es mich besonders, weil er eigentlich nicht zur Stammbesetzung zählt.“ Die FSG Stahlhofen nimmt – analog zur Vorsaison – wieder Fahrt auf. Beim Vorjahreszweiten Siegtal hingegen ist Besserung nicht in Sicht. „Wir müssen hoffen, dass wir bis zur Winterpause halbwegs ohne weitere Verletzungen durchkommen“, blickt Heiko Bedranowsky den nächsten bitteren Wochen entgegen.

 

 

Der TuS Montabaur hat in der Bezirksliga Ost das Derby gegen den Aufsteiger SG Westerburg/Gemünden denkbar knapp mit 2:1 für sich entschieden und kletterte in der Tabelle um einen auf den achten Rang nach oben. Die SG Westerburg bleibt auch nach der Niederlage auf Platz 14.

Die ersten 30 Minuten im Mons-Tabor-Stadion standen auf einem nicht sonderlich hohen Niveau, denn beide Seiten neutralisierten sich weitgehend schon im Spielaufbau. Der TuS Montabaur hatte zwar mehr Spielanteile, konnte aber das Westerburger Gehäuse nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Mitte des ersten Durchgangs nahmen nun auch die Gäste zunehmend am Spielgeschehen teil und wagten sich das ein oder andere Mal in die gegnerische Hälfte.

Kurz vor dem Seitenwechsel dann doch ein echter Aufreger in dem bis dahin eher zähen Spielverlauf: Montabaurs Tim Schenkelberg hatte aus kurzer Distanz per Drehschuss abgezogen, doch sein satter Linksschuss wurde durch eine reflexartige Bewegung von Westerburgs Torhüter Carsten Wolf gerade noch entschärft (45.).

Im zweiten Durchgang war es erneut der Sohn des Montabaurer Trainers, der in Erscheinung trat, aber auch diesmal fand Schenkelberg seinen Meister in Westerburgs Schlussmann (52.) Auf der Gegenseite war es Westerburgs Torjäger Björn Weber, der das Leder bei der ersten Torchance des Neulings überhaupt, am rechten Pfosten vorbeizirkelte (66.). Im Anschluss an einen Eckstoß sorgte der Westerburger Spielertrainer Oliver Meuer nur eine Minute später für die 1:0-Führung der Gäste. Sträflich frei und ungehindert konnte der mittlerweile 36-Jährige einnicken. Die vorausgegangene Szene vor dem 1:1-Ausgleichstreffer für Montabaur dürfte Meuer die Zornesröte ins Gesicht getrieben haben: Die Westerburger Hintermannschaft war nicht im Bilde, sodass sich TuS-Akteur Wjatscheslav Stoppel letztendlich den Ball nahm, den Torhüter umkurvte und sich mit dem 1:1 bedankte (73.). Auf der Gegenseite hatte Björn Weber Pech, als sein fulminanter Schuss vom rechten Strafraumeck nur gegen die Querlatte des Montabaurer Kastens krachte und von dort eindeutig vor der Torlinie wieder aufkam. Die spielentscheidende Szene zugunsten des TuS Montabaur ereignete sich im Gegenzug. Der TuS bekam von Schiedsrichter Michel Lehmann einen Freistoß an der Strafraumlinie zugesprochen. Elver Ismajli zielte etwas genauer als Westerburgs Weber und donnerte die Kugel, die vom Innenpfosten den Weg Westerburger Tor fand, zum 2:1-Siegtreffer ins Netz (80.).

Fünf Minuten vor dem Abpfiff hatte der Westerburger Christian Hartmann noch eine Großchance, doch sein Roller aus kürzester Distanz wurde von einem Montabaurer Abwehrbein noch von der Linie geholt. Oliver Meuer hatte kurz vor Spielende ebenfalls noch den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein verunglückter Linksschuss ging weit am Tor vorbei (88.).

Nach Spielende war TuS-Trainer Gerd Schenkelberg mit den drei Punkten, aber weniger mit der Art und Weise des Zustandekommens zufrieden: „Vom Anspruch, den bei uns einige haben, sind wir noch meilenweit entfernt. Trotzdem ein verdienter Sieg“, so Schenkelberg. Westerburgs Spielertrainer Oliver Meuer sagte: „Das ist wieder sehr ärgerlich. Die Mannschaft hätte sich heute etwas verdient gehabt. Aber so stehen wir wieder mit leeren Händen da.“

 

 

Nach der kämpferisch geprägten Bezirksliga-Partie, die die SG Nievern/Fachbach gegen die SG Herdorf mit 2:1 (2:0) gewann, ging es richtig zur Sache. Kaum hatte der souveräne Unparteiische zum letzten Mal in seine Pfeife gepustet und damit den knappen Erfolg der gastgebenden Kombinierten aktenkundig gemacht, bildete sich ein Rudel an in Grün und Blau gedressten Kickern, die offen-sichtlich großes Bedürfnis an einem intensiven Meinungsaustausch im Mittelkreis hatten. Yigit Bünyamin übertrieb es dabei, schubste einen Nieverner weg und sah dafür Rot.

Anschließend standen sich die Übungsleiter im „verbalen Nahkampf“ gegenüber. „Mich fuchst, dass mein Kollege die Rote Karte fordert, nachdem sich die Stichelei hochgeschaukelt und ein Wort das andere ergeben hatte“, ärgerte sich Herdorfs 40-jähriger Routinier Andreas Krämer über das Theater. Björn Wickert wollte das so nicht gelten lassen. „Wenn man nicht verlieren kann, muss man trotzdem nicht handgreiflich werden. Anstelle der Herdorfer würde ich mich eher fragen, warum es schon wieder einen Platzverweis gegeben hat. Das spricht doch für sich.“

In den vorangegangenen knapp 93 Minuten hatten sich die Teams auf dem Hartplatz an der Früchter Straße zwar nichts geschenkt, doch die Partie verlief bis auf die eine oder andere Nickligkeit fair. Die mit dem Bus angereisten Hellerstädter kamen besser in die Partie. Nach einer Viertelstunde scheiterte Kenny Scherreiks nach Krämers Super-Pass in die Gasse aus spitzem Winkel am Pfosten, nachdem er Nieverns Keeper Dennis Preuschoff schon umkurvt hatte, aber dabei zu weit nach außen geraten war.

Wie aus dem Nichts, so analysierte es Krämer, musste der Gast dann einem Rückstand hinterherlaufen. Timo Hoffmeyer überraschte mit einem wahrlich nicht sonderlich hart oder platziert getretenen Freistoß in die kurze Ecke den jungen Keeper Marvin Scherreiks (17.), dann schob Matthias Hoffmann eine Flanke Christoph Schupps flach zum 2:0 ein (30.).

Nach der Pause stand die Partie vor allem nach dem schnellen Anschluss durch Kenny Scherreiks, der einen langen Ball gegen die in dieser Szene schlecht postierte Nieverner über den herausgelaufenen Preuschoff hinweg einköpfte (52.), auf des Messers Schneide. Die klarste Gelegenheit zum Ausgleich vereitelte Preuschoff beim von Krämer über die Mauer gezirkelten Freistoß mit einer Glanzparade (82.). Die galliger und konsequenter wirkenden Einheimischen brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. „Wir haben nach verschlafenem Beginn die meisten Zweikämpfe gewonnen und super nach vorne gespielt“, lobte Wickert und freute sich über die „geschlossene Mannschaftsleistung“.

 

 

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[ Letzte Änderung: 20. Juni 2018 ]