SV Hundsangen e.V. 1926

17.10.2016, 06:24, Alter: 1 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 10.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

TuS Montabaur ist ein wenig wacher und einen Tick cleverer

Mit Sieg in Hundsangen auf den zweiten Platz vorgerückt

 

 

Der TuS Montabaur bleibt in der Spitzengruppe der Bezirksliga Ost und rückt nach dem 3:2 (2:1)-Auswärtssieg bei der SG Hundsangen auf Tabellenplatz zwei, punktgleich mit Tabellenführer SG Emmerichenhain. „Hier musst du erst einmal gewinnen“, erkannte TuS-Trainer Benedikt Lauer den kampfstarken Auftritt der SG Hundsangen an. Dass dieser für die Gastgeber am Ende nicht mit Zählbarem belohnt wurde, lag daran, dass die Kreisstädter einen Tick cleverer waren und insgesamt nicht unverdient die Punkte mitnahmen.

 

Die 120 Zuschauer bekamen bereits in den beiden ersten Spielminuten die ersten Aufreger geboten, als zunächst Chihiro Nogi nach einer Unsicherheit in der TuS-Abwehr aus kurzer Entfernung an Gäste-Schlussmann Felix Fußel scheiterte (1.), bevor auf der Gegenseite Hundsangens Nummer eins Lukas Litzinger einen satten 20-Meter-Schuss von Dennis Orentsis parierte. Ins Tornetz gelangte der Ball erstmalig in der 8. Minute, als zunächst wieder Litzinger glänzend gegen den alleine vor ihm auftauchenden Arthur Henich klärte, im Nachsetzen aber Mario Denker seinen Torriecher bewies und die Aktion mit der 1:0- Führung für den TuS abschloss.

Nun wurde die Lauer-Elf zunehmend tonangebender, fand aber bei sehr gefährlichen Schüssen von Sven Baldus (30.) und Karol Obrebski (44.) wiederum in Litzinger ihren Meister.

„Montabaur hat das sehr gut gemacht und geschickt die Räume zugestellt“, befand SG-Spielertrainer Martin Schlimm, „aber wir haben heute dagegengehalten, wurden jedoch für unseren Kampf nicht belohnt.“ Sein Team hatte durch Nogi in der 39. Minute ausgeglichen. Der schön freigespielte Fabian Steinebach hob den Ball über Fußel, wo zunächst der Innenpfosten im Wege stand, ehe Nogi den Abpraller aus kurzer Entfernung ins Tornetz donnerte.

„Wir bestrafen uns selbst, nach dem Ausgleich machen wir uns die Tore fast selbst rein. Da hat unsere Zuordnung nicht gestimmt“, hatte Martin Schlimm ausgemacht, warum seine Mannschaft im weiteren Verlauf auf die Verliererstraße geriet. Sowohl bei der erneuten TuS-Führung durch Arthur Henich (45.+1), als auch beim 1:3 durch Simon Schwickert (57.) war die Hundsangener Defensive nicht wach, agierte zu sorglos und nicht konsequent genug. Die routinierten Gäste nutzten dies gnadenlos.

 

„In der zweiten Halbzeit haben wir das eine halbe Stunde lang richtig gut gemacht“, war Benedikt Lauer mit dem Spiel seiner Elf bis zur Schlussphase einverstanden. Der TuS kontrollierte das Geschehen auf dem Rasen, schien nichts mehr anbrennen zu lassen, ehe Hundsangens Doppeltorschütze Nogi nach einer maßgerechten Flanke von Daniel Hannappel goldrichtig stand (86.) und mit dem 2:3 noch mal Spannung aufkommen ließ. Am Ende brachte der TuS den Dreier aber sicher ins Ziel.

 

 

 

Elbert landet Coup gegen Weitefeld

Elf von Michael Diel schlägt das Spitzenteam mit 4:0 – Einsatz stimmt

 

Nach einer Serie von Spielen gegen Mannschaften auf tabellarischer Augenhöhe hatte es die SG Elbert/Welschneudorf/ Stahlhofen in der Bezirksliga Ost nun mit der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen zu tun – einem Gegner also, der bei einem Sieg die Spitze übernommen hätte. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit hoher taktischer Disziplin schafften die Elberter jedoch die Überraschung und gingen beim 4:0 (0:0) als verdienter Sieger vom Welschneudorfer Rasenplatz.

Dies bestätigte auch Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt: „Der Elberter Sieg geht in Ordnung, wenn er auch um zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Meine Mannschaft hat nicht zu ihrem gewohnten Spiel gefunden und sich bei den Gegentoren unbeholfen angestellt.“ Die Gäste drängten auch gleich zu Beginn immer wieder in die gegnerische Hälfte, wo sie jedoch auf eine aufmerksame Elberter Abwehr trafen, die große Unterstützung durch das eigene Mittelfeld erfuhr. Hohe Laufbereitschaft und geschicktes Stellungsspiel ließen die Weitefelder Offensive kaum zur Geltung kommen, allen voran überzeugte Franz Müller, der Weitefelds Antreiber Sascha Cichowlas gut im Griff hatte. So wurde im ersten Durchgang auf beiden Seiten keine nennenswerte Torraumszene verzeichnet.

Das sollte sich jedoch nach der Pause ändern. Zunächst hatten die Gäste eine gute Chance, als Dominik Neitzerts Freistoß von Julian Aguilar per Kopf knapp über das Tor gesetzt wurde (50.). Zwei Minuten später tankte sich auf der Gegenseite Kevin Kexel kraftvoll auf der rechten Außenbahn durch, doch seine scharfe Flanke konnte noch von Weitefelds Torwart Sören Trippler geklärt werden. In der 60. Minute musste der Schlussmann jedoch erstmals hinter sich greifen. Marius Otto brachte einen Freistoß hoch in den gegnerischen Strafraum, wo er letztlich von Alexander Gombert zum 1:0 für die SG Elbert verwertet wurde. Weitefeld wehrte sich gegen den Rückstand, brachte aber nichts Zählbares zustande.

In der letzten Viertelstunde ging es dann Schlag auf Schlag: Alexander Stera setzte sich im Strafraum des Gegners geschickt durch, passte zu seinem Bruder Matthias, der mit dem Kopf auf Tobias Brand verlängerte. Dieser schob mühelos zum 2:0 ein (76.). Die beiden nächsten Treffer fielen nach dem gleichen Muster. Marius Höber startete einen Angriff aus der eigenen Hälfte, lief allein auf den Torwart zu und verwandelte sicher zum 3:0 (77.). In der 83. Minute war es dann Alexander Stera vorbehalten, den Endstand von 4:0 zu besorgen.

Elberts Trainer Michael Diel war nicht nur mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Meine Mannschaft hat sehr diszipliniert gespielt“, lobte er. „Waren die Jungs in der ersten Halbzeit noch etwas ängstlich, so geht der Sieg dank einer guten kämpferischen Leistung absolut in Ordnung.“

 

 

 

SG Müschenbach gibt Sieg nach Ecke aus der Hand

1:1 in durchwachsener Partie am Rhein

 

Gestochert und irgendwie abgefälscht, so fiel am Sonntag nach einer Ecke der 1:1-Endstand im Bezirksliga-Spiel zwischen der FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen und der SG Müschenbach/Hachenburg. Der Treffer, den der rechte Verteidiger Felix Lemler für die Gastgeber erzielte, passte zu einer zähen Begegnung, die den Zuschauern wenige Kombinationen und Strafraumszenen bot.

„Den Eckball müssen wir besser verteidigen“, ärgerte sich Müschenbachs Trainer Volker Heun, für den die gesamte Partie in die Kategorie „weder Fisch noch Fleisch“ gehörte. „Es gab auf beiden Seiten wenig Zwingendes“, schloss sich Osterspais Coach Nico Helbach an. Dabei hatten die Anfangsminuten Hoffnung gemacht auf mehr Spielfreude, denn prompt war ein frühes Tor zu bewundern.

Der öffnende Diagonalpass Andreas Bleichs auf Gerrit Oettgen, der auf dem rechten Flügel mit seiner Hereingabe das 0:1 durch Jan Nauroth vorbereitete, darf als fußballerisches Glanzlicht des Tages gelten. Die Gäste schafften es aber nicht, auf diesem Treffer aufzubauen, wenngleich Nauroth vor der Pause noch zwei sehr gute Chancen hatte und im zweiten Fall auf Vorlage Bleichs nur am Pfosten scheiterte (45.).

Die FSV fand für ihre Flanken kaum Abnehmer und erzeugte mit ihren Standards keine Gefahr. „Müschenbach hat gut verteidigt“, erkannte Helbach an. Zwei Schüsse Florian Lemlers waren alles, was seine Schützlinge im ersten Durchgang in der Offensive zustande brachten (12., 39.).

Wer auf mehr Unterhaltung im zweiten Durchgang gesetzt hatte, musste sich mit einem noch mäßigeren Angebot begnügen. Je eine Torhüter-Parade war noch am ehesten dazu geeignet, etwas Spannung zu empfinden. Erst wehrte Müschenbachs Keeper Jan Böhning einen Freistoß Thomas Lemlers ab (59.). Vier Minuten darauf war Osterspais Nummer eins Daniel Voß bei einem Distanzschuss Oettgens zur Stelle. Beide Tormänner sind erst 19 Jahre alt und werden in ihrer Laufbahn nicht mehr oft derart ruhige Nachmittage erleben.

Letztlich war es dann doch ein Standard, aus dem das finale 1:1 resultierte. „Wir haben es versäumt, unsere Angriffe vernünftig zu Ende zu spielen“, räumte Heun ein, der außerdem auf die bekannt schlechten Platzverhältnisse in Kamp-Bornhofen hinwies: „Wer hier Fußball spielen will, ist arg im Nachteil.“ Zugleich äußerte er Respekt vor der FSV, die mit einfachen Mitteln einiges erreiche. „Wir müssen mit dem 1:1 zufrieden sein“, meinte auf der Gegenseite Nico Helbach, der das Ergebnis letztlich als nicht unverdient empfand trotz des verschlafenen Starts. Zwar habe man sich ursprünglich drei Punkte gewünscht, doch ein Zähler hellte die Stimmung bei den Osterspaiern und Kamp-Bornhofenern auch ein wenig auf nach dem 0:8-Debakel, das sie zuvor in Weitefeld erlitten hatten.

 

 

SV Fortuna Nauort holt einen Zähler gegen Linz

VfB versiebt reihenweise Torchancen

 

Mit einer besonders in kämpferischer Hinsicht starken Leistung verdiente sich der SV Fortuna Nauort im Heimspiel in der Bezirksliga Ost gegen den mit seinen Torchancen grob fahrlässig umgehenden VfB Linz beim 1:1 (1:1) einen Zähler.

Wie zu erwarten waren die Gäste in der Anfangsphase die spielbestimmende Mannschaft und fuhren Angriff auf Angriff in Richtung des Fortuna-Tores. Bereits in der 19. Spielminute wurde der Linzer Offensivdrang mit der 1:0-Führung durch Leonor Tolaj belohnt, der nach langem Ball von Dustin Friese nur noch Nauorts Torhüter Jürgen Ebert umkurven musste und im Anschluss lässig einschob. Nur zwei Minuten später verhinderte Ebert das 0:2, als er einen Distanzschuss von Yannic Böcking gerade noch entschärfen konnte.

Durch diesen Weckruf fand der Aufsteiger aus Nauort deutlich besser in die Begegnung und erzielte kurz vor der Pause durch einen sehenswerten Sololauf von Michael Kulachmetow über den halben Platz den Ausgleich (44.). Glück hatten die Gastgeber, als in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs Valerian Skorobogatko und Leonor Tolaj noch Großchancen zur erneuten Führung für Linz vergaben.

Auch in der zweiten Spielhälfte war der VfB zunächst tonangebend und versiebte in der 53. Minute den nächsten Hochkaräter. Dustin Fries, Dreh- und Angelpunkt im Linzer Spiel, bediente Skorobogatko, der allerdings aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf. Danach passierte in den Strafräumen auf beiden Seiten nicht mehr allzu viel, sodass es bei einer insgesamt gerechten Punkteteilung auf dem Nauorter Kunstrasen blieb.

Mit dem einen Zähler war Nauorts Trainer Olaf Klee nach der Partie zufrieden: „Wir haben zwar erst nach dem Rückstand zu unserem Spiel gefunden, doch mit Glück und Geschick haben wir gegen einen der Großen den einen Punkt geholt.“ VfB-Trainer Paul Becker war wegen der Vielzahl an vergebenen Chancen nicht ganz glücklich mit dem Remis und meinte: „Bis zum 1:0 haben wir das Spiel kontrolliert. Danach haben wir es aber völlig unnötig aus der Hand gegeben.“

 

 

 

Westerburg und Ellingen bieten eine Nullnummer

Trainer sind mit Punktgewinn zufrieden

 

Irgendwie passend zum bisherigen Saisonverlauf der Bezirksliga Ost trennten sich die SG Westerburg/Gemünden und die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth mit einer trostlosen Nullnummer.

Die chronische Heimschwäche der Westerburger hielt an. Im fünften Anlauf vor eigenem Publikum sprang erst zum zweiten Mal ein mageres Pünktchen heraus. Allerdings war die Personaldecke aufgrund gesperrter und verletzter Spieler mehr als dünn. Auch der letztjährige Vizemeister trat nicht in Besetzung an. Auf dem ungeliebten Hartplatz gab es nichts für Fußballästheten zu beobachten.

Das Geschehen spielte sich weitgehend zwischen beiden Strafräumen ab. Die Gäste lagen zwar etwas mehr in der Vorwärtsbewegung, zwingend war das aber nicht. Die Einheimischen strahlten Sicherheit in der Viererkette aus, nach vorne ging denkbar wenig. So reichte es nach 25 Minuten nur zu einer Halbchance Matthias Wengenroths, während Ellingens Patrick Hümmerich per Dropkick nach der Flanke Mazlum Saris (34.) für größere Gefahr sorgte.

Nach Wiederbeginn waren die Hausherren anfangs zu passiv bei Standards des Gegners. Claudio Schmitz war zu überrascht (49.), nach dem Versuch Mazlum Saris war Westerburgs Schlussmann Carsten Wolf in der bedrohten Ecke (50.). Des weiteren war Wolf beim Schuss von Philipp Drees auf dem Posten (74.), ehe Ungenauigkeiten hüben wie drüben in der Endphase keine großen Torszenen mehr ermöglichten.

„Das Spiel lief entsprechend der Tabellenplätze. Wir wollten wenig Fehler machen und können mit dem Punkt zufrieden sein“, war Westerburgs Co-Trainer Michael Huber erleichtert. „Trotz holprigem Spiel hatten wir vier glasklare Chancen und größere Spielanteile. Wir machen weiter Schritt für Schritt“, fand auch Ellingens Trainer Thomas Kahler das 0:0 unter dem Strich okay.

 

 

 

Bad Ems führt früh und verliert

Nach guter erster Halbzeit kommt beim 1:3 in Hamm zu wenig

 

 

Sieben Tage lagen zwischen den beiden Heimspielen des VfL Hamm gegen die SG Elbert und den VfL Bad Ems in der Fußball-Bezirksliga Ost, in Bezug auf die Leistung jedoch Welten. Das drückte sich am Sonntagnachmittag auch im Ergebnis aus. Die Hämmscher besiegten die Kurstädter mit 3:1 (0:1) und sorgten für gute Laune bei ihrem Trainer Philipp Höhner: „Das war eine bärenstarken Leistung der Mannschaft, die sich ein großes Kompliment verdient hat.“

Die steckte einen denkbar ungünstigen Auftakt bestens weg. Keine drei Minuten war die Begegnung alt, da erfuhr Julian Bär auf der rechten Bad Emser Angriffsseite zu wenig Gegenwehr und traf zum 0:1. Die Gastgeber offenbarten nicht nur bei dieser Aktion Schwächen bei lang geschlagenen Bällen der Lahnstädter. Das sorgte zwei-, dreimal für flotte Angriffe der Bad Emser, die im mauen ersten Abschnitt insgesamt entschlossener zum Tor zogen und bei Cosmin Lorin Laurentius Versuch von der linken Seite nach einer Freistoßvariante die Führung hätten ausbauen können (25.). Hamm fand zwar nach einer halben Stunde besser in die Partie, ernsthaft geriet das von Marvin Rixen gehütete Gehäuse aber nicht in Gefahr.

Im zweiten Durchgang gab's es für die Heimelf kein Halten mehr. Die zeigte nun auch spielerisch deutlich mehr Klasse und nutzte ihr Tempo in der Offensive aus. „Wir haben angesprochen, dass wir uns leichter tun, wenn wir unsere schnellen Leute ins Spiel bringen. Das hat die Mannschaft heute eingesehen“, sagte Höhner. Vor allem Simon Langemann und Michael Weyer waren von der Bad Emser Defensive kaum in den Griff zu bekommen. Es entsprach ihrer starken Leistung, dass sie an allen drei Toren beteiligt waren. Weyer verwandelte in der 63. Minute einen Strafstoß souverän, nachdem Langemann von Francisco Wink Blas im Strafraum zu Fall gebracht worden war. „Der Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen, aber bei dieser Entscheidung war ich anderer Meinung“, kommentierte der Bad Emser Spielertrainer Kay Ludwig den Pfiff des Unparteiischen Lukas Heep. Sechs Minuten später steckte Weyer den Ball durch auf Langemann, der sich diese Möglichkeit nicht entgehen ließ und sein Team in Führung brachte. „Da wussten wir, dass es ganz schwierig wird, noch einmal zurückzukommen“, gestand Ludwig. Nun machte sich auch die lange Liste der Ausfälle bei den Kurstädtern bemerkbar.

„Ernesto Victor musste nach vier Wochen ohne Training durchspielen, Hassan Jaber habe ich aus der zweiten Mannschaft hochgezogen und John Melvile Ziegert spielt noch in der A-Jugend“, macht Ludwig deutlich, wie groß seine Probleme derzeit sind, eine fitte Mannschaft auf den Platz zu bringen. „Trotzdem wäre meiner Meinung nach ein 1:1 verdient gewesen.“

Aufgrund der ersten Halbzeit vielleicht, in der zweiten konnten die Gäste aus Bad Ems jedoch froh sein, nicht wesentlich höher verloren zu haben. In der besaßen Höhners Schützlinge nicht weniger als zehn gute Möglichkeiten. Weil unter anderem aber Michael Trautmann per Freistoß (69.) und Langemann mit einem Flachschuss (82.) nur die Latte beziehungsweise den Pfosten trafen, stand der Sieg der Gastgeber bis zur Nachspielzeit auf der Kippe. Dann konterte Hamm, und Michael Weyer schoss ins leere Tor, weil Keeper Rixen ebenfalls mit nach vorne gegangen war.

 

 

 

Nur ein Punkt beim Schlusslicht

 Tabellenführer Emmerichenhain gleicht in Birlenbach erst spät zum 1:1 aus

 

 

Zum Auftakt des zehnten Spieltags in der Fußball-Bezirksliga Ost und zum Start der Kirmes hat die SG Birlenbach/Balduinstein am Freitagabend die große Überraschung knapp verpasst. Im ungleichen Duell zweier Aufsteiger trotzte der Tabellenletzte dem Spitzenreiter SG Emmerichenhain/Niederroßbach ein 1:1 (0:0) ab. Matthias Arnolds brachte die engagiert zu Werke gehenden Gastgeber mit dem ersten Vorstoß in Führung (55.), Torjäger David Quandel egalisiert in der Schlussphase per Freistoß (82.). Nach zuletzt schwachen Auftritten hatten sich die Birlenbacher das Kirmesbier also redlich verdient, wie hinterher auch Spielertrainer Wladimir Stumpf bestätigte: „Wir haben diese schwere Aufgabe mit taktischer Disziplin sehr gut gelöst.“

 

Die Hausherren legten sich von Beginn an ins Zeug. Dass die Gäste aus dem hohen Westerwald nicht zuletzt wegen ihres brandgefährlichen Offensivtrios die Liga aufmischen, scheint sich auch bis an die Lahn herumgesprochen zu haben. Das offenbarte zumindest eine taktische Maßnahme aufseiten der Birlenbacher, die in Zeiten von ballorientiertem Verschieben eigentlich kaum mehr angewandt wird: die der Manndeckung. Und die praktizierten die Gastgeber gleich dreifach. Dennis Grontzki knöpfte sich den hinter den Spitzen lauernden Keigo Matsuda vor, Wladimir Stumpf heftete sich an die Fersen von Mario Pavelic und Jens Berg machte Torjäger David Quandel das Leben schwer.

Doch die erhebliche Steigerung des Schlusslichts, das in drei Spielen zuvor 17 Gegentreffer hinnehmen musste, war nicht nur an seinen Manndeckern festzumachen. Generell agierten die Gastgeber mit viel Herzblut und kauften dem Tabellenführer damit schon früh den Schneid ab. Ebenso zogen sie sich nach Ballverlust in Windeseile zurück und machten die Räume eng. Zwingende Chancen für Emmerichenhain: Fehlanzeige. Bis zur Pause hatte sich der haushohe Favorit bei aller Spielkontrolle nicht eine nennenswerte Torgelegenheit erspielt. Das sollte sich im zweiten Durchgang jedoch ändern.

Für die erste Torannäherung der Gäste sorgte Marko Zelenika, der mit einem Freistoß Birlenbachs Torwart Mario Nöllge prüfte (48.). In der Folge verzeichnete Emmerichenhain einige Abschlüsse, von denen allerdings keiner bis zum Tor durchdringen konnte. Immer wieder wurden die Schussversuche von einem Abwehrbein der Gastgeber geblockt.

So kam es, wie es meistens kommt, wenn der Ball vorne nicht reingehen will. Birlenbachs Matthias Arnolds entwischte der Gästeabwehr, stürmte allein auf Schlussmann Timon Topitsch zu, gab diesem mit einem gefühlvollen Heber das Nachsehen – und der Favorit lief fortan einem Rückstand hinterher (55.).

Nur zwei Minuten später hätte Matsuda beinahe ausgeglichen. Doch der flinke Japaner scheiterte im Anschluss an einen Sololauf mit einem strammen Schuss am Pfosten. Auch eine Doppelchance durch Pavelic (72.) und Michael Sehner, der nach einer Quandel-Ecke zum Kopfball kam (73.), brachte nichts ein. Erst in der 82. Minute kamen die Gäste zum Ausgleich, als Quandel einen Freistoß von der Strafraumgrenze aus um die Mauer herum ins Netz zirkelte.

Die Schlussminuten überstanden die Einheimischen zwar nicht schadlos, dafür aber ohne weiteren Gegentreffer: Daniel Krekel musste kurz vor dem Abpfiff mit Gelb-Rot vom Platz. Doch das war für die Birlenbacher hinterher freilich zu verschmerzen. Am Ende hatte selbst Gästetrainer Nihad Mujakic Lob für den Gegner übrig: „Birlenbach hat gut gekämpft. Dennoch ist das Remis für uns unglücklich.“

 

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[ Letzte Änderung: 18. Januar 2018 ]