SV Hundsangen e.V. 1926

16.10.2017, 07:02, Alter: 1 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 10.Spieltag

Von: rhein zeitung

                                           

Heißer Beginn im Derby: Ahrbach stellt früh die Weichen auf Sieg

Aufsteiger feiert 2:1-Heimsieg gegen die SG Hundsangen

Auch nach dem fünften Bezirksliga-Heimspiel wollte Aufsteiger SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod ungeschlagen den Rasenplatz in Ruppach-Goldhausen verlassen. Nach vier siegreichen Spielen hatte die Mannschaft von Trainer Peter Olbrich zuletzt bei Emmerichenhain verloren. Das sollte wieder besser werden, doch nach dem Heimsieg gegen Osterspai war auch die SG Hundsangen/Obererbach mit breiter Brust angetreten. Am Ende behauptete sich der Neuling, Ahrbach behielt mit 2:1 (2:1) die Oberhand. Kurios: Die Treffer waren bereits nach neun Minuten gefallen.

Ahrbach begann engagiert und erzielte bereits in der ersten Minute die Führung. Niklas Wörsdörfer musste beim mustergültigen Zuspiel durch Tim Kuhn nur noch den Fuß hinhalten, um zu vollstrecken. Kaum war der Torjubel der 195 Zuschauer verklungen, erhöhte Steffen Wittelsberger in der achten Minute auf 2:0. „Wir wollten hier kompakt stehen und den Sieg der Vorwoche vergolden, leider haben wir die Anfangsphase aber total verpennt“, fand Hundsangens Co-Trainer Daniel Hannappel.

Ahrbach schaltete einen Gang zurück und bekam prompt die Quittung dafür. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld hämmerte Sebastian Schneider den Ball freistehend in die Maschen und verkürzte (9.). Nach der turbulenten Anfangsphase verflachte das Spiel zusehends. Hundsangen agierte zwar agiler als die Heimelf, ohne sich jedoch zwingende Torchancen herauszuspielen. Einzig Markus Rausch auf Seiten der Heimelf hatte noch eine Gelegenheit, die Leon Schmitt mit einer tollen Parade vereitelte (33.). Nach der Pause agierten beide Teams nur noch mit langen Bällen und kamen kaum noch zu Torchancen. Die einzig aufregende Szene in der zweiten Hälfte gab's in der 89. Minute zu sehen, als der gut leitende Schiedsrichter Jens Hülpüsch auf indirekten Freistoß für Hundsangen entschied. Vorausgegangen war ein gefährliches Spiel eines Ahrbacher Akteurs. Aber auch diese Chance für Daniel Hannappel sollte ungenutzt bleiben. Sebastian Schneider holte sich im Anschluss noch die Ampelkarte und besiegelte so die Niederlage der Gäste.

Den Grund für das sehr zerfahrene Spiel hatten beide Trainer nach dem Abpfiff schnell gefunden: Der tiefe Rasenplatz habe das Geschehen sehr beeinflusst und kein normales Spiel zugelassen, meinten sie unisono. Peter Olbrich war dennoch zufrieden mit dem schmeichelhaften Sieg seiner Jungs. „Wir haben weitere drei Punkte gegen den Abstieg geholt, da lassen wir uns nicht beirren. Die Favoriten warten allesamt noch auf uns, da sind wir für jeden bereits geholten Punkt mehr als dankbar.“ Daniel Hannappel ärgerte sich, weil nach schwachem Beginn mehr drin war: „Die Situation wird nicht leichter, da mit Montabaur und Wirges schwere Gegner warten.“

 

Wallmenroths Plan geht in Oberelbert perfekt auf

Aufsteiger bezwing SG Elbert mit 2:0

 „Der Gegner war nicht besser, aber er wollte einfach mehr“, brachte Michael Diel, Trainer der SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen, die Sache nach der 0:2 (0:1)-Niederlage seiner Mannschaft in der Bezirksliga Ost gegen die SG Wallmenroth/Scheuerfeld auf den Punkt. Die Niederlage sei verdient gewesen, fand Diel, der anerkannte, dass die Gäste „mit einfachen, aber wirksamen Mitteln drei Punkte geholt“ hätten.

Die Aufsteiger aus Wallmenroth wussten genau, wie sie bei ihrem ersten Gastspiel in Oberelbert zum Erfolg kommen wollten. Früh stören, Elbert nicht ins Spiel kommen lassen, kontern und möglichst oft den Abschluss suchen, um auszunutzen, dass bei den Einheimischen Feldspieler Tobias Brand für den verletzten Moritz Weißenborn im Tor stand. Das Rezept ging durchaus auf. Diels Mannschaft versuchte zwar, die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen, hatte dabei aber massive Probleme. Da passte es ins Bild, dass die Führung der Gäste aus einem Elberter Eckball resultierte. Wallmenroth wehrte den Versuch ab und drang mit einem langen Ball auf den starken Nils Germann bis in die Gefahrenzone vor. Der Linksaußen bediente Michael Leis präzise, dessen Kopfball die 1:0-Führung für die Gäste bedeutete (13.). „Das Spiel fing natürlich gut für uns an“, sagte Wallmenroths Trainer Stefan Häßler. „Das war ein perfekter Konter zu einem perfekten Zeitpunkt.“

Elbert ließ sich vom Rückstand aber nicht beeindrucken und sorgte in der Folge mehrfach nach Standardsituationen (Häßler: „Davor hatten wir Respekt“) für Gefahr. Bei seinem ersten Freistoß musste sich Sean Murphy Wallmenroths Keeper Jonas Prudlo geschlagen geben (18.), beim zweiten zirkelte er den Ball haarscharf über den rechten Winkel (20.). Nach Murphys Pass auf Alexander Gombert zeigte sich die Defensive der Gäste auf der Höhe (32.). Dass er auch als Feldspieler durchaus in der Lage ist, im Tor gute Paraden zu zeigen, demonstrierte Brand bei einem Weitschuss von Steven Moosakhani. Der sonst als Innenverteidiger gesetzte Elberter parierte sicher (35.).

Nach der Pause hatten die Gastgeber durch Mario Schaaf zwar die erste Chance (25., Distanzschuss), doch Wallmenroth ließ nicht locker und hätte in der zunehmend hektischer werdenden Partie erhöhen können. Alex Eberhard (53.), Peter Bayer (60.) und Nils Germann (67.) ließen gute Möglichkeiten liegen. So fiel die Entscheidung erst in der 90. Minute – erneut nach einem Konter, erneut nach einem Pass von Germann. Joker Tim Lück vollendete drei Minuten nach seiner Einwechslung.

 

Emmerichenhain festigt Rang eins

TuS Montabaur darf nach Denkers Anschlusstor nur kurzzeitig hoffen

Im Spitzenspiel der Bezirksliga Ost unterlag der TuS Montabaur der SG Emmerichenhain/Niederroßbach nach unterhaltsamen 90 Minuten mit 1:3 (0:1), was für das Team vom Hohen Westerwald die Festigung der Tabellenführung bedeutet.

Schon nach vier Minuten traf Emmerichenhains Top-Torjäger David Quandel per leicht abgefälschtem Freistoß von der Strafraumgrenze zur frühen Gästeführung. Nun zog die SG aus einer sicheren Abwehr ihr Spiel auf. Marko Zelenika hätte die Führung in der 25. Minute eigentlich ausbauen müssen, scheiterte aber nach einem tollen Quandel-Zuspiel alleine vor dem glänzend reagierenden Marcel Kemper im TuS-Kasten.

Den Gastgebern fehlte es in der Offensive an Kreativität, was TuS-Trainer Sven Baldus veranlasste, die offensivstarken Maximilian Acquah und seinen Bruder Alexander Baldus nach einer halben Stunde zum Warmmachen zu schicken. Wie auf ein Zeichen gab es just drei Minuten später plötzlich eine dicke Torgelegenheit für die Kreisstädter. Jung Hun Kim, bis dahin auf Platz zwei härtester Quandel-Verfolger in der Torjägerliste, war plötzlich frei vor Filippos Papadopoulos aufgetaucht, scheiterte aber am SG-Schlussmann, der trotz vorheriger Beschäftigungslosigkeit hellwach klärte (33.). „In der ersten Halbzeit haben wir einiges vermissen lassen“, beklagte Sven Baldus. „Emmerichenhain war laufstärker, agiler und hat den Sieg verdient.“

Sein Team, nach dem Seitenwechsel mit Acquah und Alexander Baldus plötzlich deutlich gefährlicher, bekam schon zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff die dicke Ausgleichchance. Kim war im Strafraumgetümmel zu Fall gebracht worden, den fälligen Foulelfmeter schoss TuS-Kapitän Pascal Tillmanns zu schwach und unplatziert, sodass Papadopoulos parieren konnte (47.) Der Tabellenführer blieb abgeklärt und baute durch Marko Zelenika seine Führung aus (52.).

„Ich bin stolz auf das Team“ freute sich Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic. „Wir haben eine tolle Kameradschaft in der Mannschaft und heute auch verdient gewonnen.“ Seine Elf brachte sich selbst noch mal in Gefahr, weil Sora Terada (58.), Quandel (69.) und Zelenika (72.) dickste Gelegenheiten ausließen. Als der torgefährliche Mario Denker zum 1:2- Anschluss traf (84.), keimte bei den Kreisstädtern kurz die Hoffnung auf etwas Zählbares auf, aber Mario Kulmer machte nur zwei Minuten den Sack für die SG endgültig zu.

 

Wirgeser kennen kein Erbarmen mit Hamm

Vier Röhrig-Tore beim 8:0-Kantersieg

Die Spvgg EGC Wirges etabliert sich in der Spitzengruppe, während der VfL Hamm auf dem letzten Platz festhängt und die rote Laterne trägt. Das ist das Fazit von 90 temporeichen, aber einseitigen Minuten in der Fußball-Bezirksliga Ost, die die Wirgeser mit einem 8:0 (3:0)-Kantersieg für sich entschieden. Die Partie war gerade eine Minute alt, als Mert Zeycan den Ball bereits zum ersten Mal aus seinem Hammer Tor holen musste. Ihm war es aber am Ende zu verdanken, dass die VfL-Packung nicht noch deftiger ausfiel. „Der Blitzstart spielte uns in die Karten, es lässt sich dann einfach ruhiger angehen“, freute sich EGC-Trainer Nikolai Foroutan. Auch sein Gegenüber, Hamms Trainer Philipp Höhner, sah den frühen Rückstand ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Partie. „Gegen einen solch starken Gegner war das Spiel da schon so gut wie erledigt.“

Verantwortlich für diese Szene war David Röhrig, der aus 16 Metern getroffen hatte. Aber es sollte erst der Anfang sein des Röhrig-Festivals. Mit zwei weiteren Treffern (14., 22.) legte der Torjäger einen Hattrick hin und schoss die hoffnungslos unterlegenen Gäste fast im Alleingang ab. Zudem waren Ozan Altin (11.) und Jannik Sturm (13.) mit gefährlichen Schüssen hauchdünn gescheitert, sodass das Tabellenschlusslicht mit dem 0:3-Halbzeitrückstand noch gut bedient war.

Die Glas-Chemiker kannten kein Erbamen mit dem VfL, agierten auch nach dem Seitenwechsel druckvoll und konzentriert weiter. Röhrigs Torhunger war noch nicht gestillt, bei seinem vierten Treffer tanzte er die komplette Abwehrreihe der Hämmscher aus und schob den Ball ins Netz (56.) „Wir haben bis zum Schluss, trotz aussichtslosem Rückstand gekämpft, aber bei Gegnern diesen Kalibers fehlt uns einfach die Qualität“, resümierte Höhner.

Seine Elf bekam in der 58. Minute den endgültigen K.o. versetzt, diesmal hatte Mirko Kerch wuchtig von der Strafraumgrenze getroffen, auch der ebenfalls eingewechselte Grace Balegamire trug sich noch in die Torschützenliste ein (80.). Damit noch nicht genug für bemitleidenswerte Hämmscher, die ihrerseits die Wirgeser Abwehr kaum einmal in Verlegenheit bringen konnten. Leonardo Kolak (85.) und Jannik Sturm mit dem schönsten Tagestreffer aus 25 Metern in den Torwinkel (90.) sorgten für den klaren 8:0-Endstand.

„Respekt an den Gegner, der bis zum Schluss gekämpft hat. Wir wollten auch Druck auf die Mitbewerber in der Spitzengruppe aufbauen – das passte heute“, kommentierte Foroutan, dessen Team bestens gerüstet zu scheint für den kommenden Sonntag, wenn die EGC zum Spitzenspiel nach Niederroßbach fährt.

 

Müschenbach gibt Auswärtssieg in Gemünden aus der Hand

Lange Zeit überlegene Gäste verlieren in der Schlussphase die Übersicht – Westerburg kommt mit Moral zu einem Punkt

Beim 2:2 (0:1)-Unentschieden gegen die SG Müschenbach/Hachenburg kam die SG Westerburg/Gemünden in der Bezirksliga Ost mit einem blauen Auge davon.

Die Hausherren zeigten sich ziemlich ratlos und ließen jegliche Kreativität vermissen. Besser aufgestellt waren die Gäste. In der Rückwärtsbewegung fügte die Elf von Trainer Volker Heun ihrer Viererkette stets weitere Glieder hinzu. Diese Maßnahme gab den Westerburgern unlösbare Rätsel auf. Entweder fuhren die Gäste frühzeitig dazwischen, oder die ungenauen Versuche von Lupfern über die Kette schlugen fehl. Der Mangel an Anspielmöglichkeiten führte teils sogar zu hilflosen Querpässen in der eigenen Spielhälfte.

Die SG Müschenbach schaltete bei Balleroberung kompakt schnell um, dem Anspiel in die Spitze fehlte aber ebenfalls die Präzision. Was die Einheimischen anboten, war nicht mehr als brotlose Kunst.

So schien die Taktik der Gäste aufzugehen. Auf Freistoß Philipp Klöckners erwischte Gerrit Oettgen nach Westerburger Abwehr den zweiten Ball perfekt volley zum 0:1 (26.). Die Gäste verließen sich ganz auf ihre klug organisierte Defensive mit rechtzeitigem Zugriff. So gelang es den diszipliniert auftretenden Müschenbachern durchweg, den Gegner vom eigenen Tor fern zu halten. Die einzig nennenswerte Aktion der heimischen SG verzeichnete David Gläser per Freistoß, den Gästetorwart Jan Böhning parierte (32.). Aus dem Spiel heraus passierte herzlich wenig.

Die beste Gelegenheit der Gastgeber ergab sich aus einer unfreiwilligen Aktion des Müschenbacher Abwehrrecken Lukas Kessler. Seine verunglückte Abwehr wäre nach Julian Gläsers Ecke um ein Haar im falschen Kasten eingeschlagen (47.). Nachdem erneut Oettgen einen Fehler zum 0:2 bestraft hatte (55.), setzte keiner mehr auch nur einen Cent auf die SG Westerburg. Gegen Ende verloren die Gäste aber etwas die Übersicht. Die gute Moral brachte den Remis-Spezialisten aus Westerburg und Gemünden nach Toren von Tamas Major (75.) und Matthias Wengenroth (82.) doch noch einen Punkt ein. „Gegen einen tief stehenden Gegner haben wir in der ersten Halbzeit alles falsch gemacht. Nach dem Spielverlauf stimmte lediglich das Ergebnis“, atmete Westerburgs Coach Dobri Kaltchev tief durch. „Für uns war es eine gefühlte Niederlage. Über weite Strecken haben wir das Spiel kontrolliert. Bei den Gegentoren waren wir im Ansatz zu dilettantisch“, war Volker Heuns Ärger verständlich.

 

Einstellung allein bringt der FSV keine Punkte

Osterpai/Kamp-Bornhofen unterliegt dem Tabellenzweiten Wissen leistungsgerecht mit 0:3 (0:2)

Über die Außenbahnen ereilte die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen gestern beim 0:3 (0:2) in der Bezirksliga Ost gegen den VfB Wissen das Unheil. Erst war es Lukas Becher, der sich auf dem linken Flügel durchsetzte, sodass Maik Schnell am langen Pfosten recht bequem verwandeln durfte (28.). Dann machte sich Schnell auf seiner Seite als Vorbereiter verdient, und Hüseyin Samurkas erhöhte aus der Mitte auf 0:2 (36.), was bereits der Vorentscheidung gleichkam.

Damit hatten die Wissener neben Stärken auf den Außenbahnen zugleich Effizienz bewiesen. „Die machen in der ersten Halbzeit aus drei Chancen zwei Tore“, meinte Osterspais Trainer Nico Helbach. Nicht gefallen hatte ihm dabei das Zweikampfverhalten auf den Außen. Die Einstellung stimmte hingegen bei den Gastgebern, die sich 90 Minuten lang bemühten: „Da haben wir uns nichts vorzuwerfen.“

Es zeigte sich jedoch, dass die Osterspaier zumindest gegen die Spitzenvereine der Liga eher im Spiel gegen den Ball überzeugen als mit ihm. So war der Sieg des VfB hochverdient, wenngleich dessen Trainer Walter Reitz einschränkte: „Wir haben sicherlich schon bessere Spiele gemacht.“ Mit den drei Punkten vom Rhein hat der Ex-Regionalligist seinen zweiten Platz in der Tabelle gefestigt.

Abstiegskampf ist hingegen bei der FSV wieder einmal angesagt. Die Einheimischen gingen stark ersatzgeschwächt in die Begegnung, wobei der 18 Jahre alte Noah Schneider zu seinem Startelf-Debüt in der Ersten kam. „Das war ein guter Einstand“, lobte Helbach. Doch das änderte nichts daran, dass die Kombinierten selten in der Lage waren, eigene Chancen herauszuspielen und zum Abschluss zu gelangen.

Einen Fernschuss von Adrian Knop meisterte VfB-Torwart Philipp Klappert (19.). Ansonsten hatte die stärkste Abwehr der Bezirksliga den Torjäger gut im Griff. Zwei Freistöße von Florian Lemler waren anschließend die Offensiv-Höhepunkte der Osterspaier (39./74.). „Wenn, dann haben wir uns selbst in Gefahr gebracht“, monierte Reitz, dem einige unnötige Ballverluste seiner Leute missfielen.

„Wir haben auf unebenem Boden zu kompliziert gespielt“, befand Reitz. Und im Angriff trafen seine Spieler dann öfters falsche Entscheidungen, sodass sie bei aller Überlegenheit und Kontrolle über das Geschehen ebenso nicht übermäßig oft aufs Tor schossen. Fation Foniq und der eingewechselte Florian Jaeger scheiterten wiederum bei ihren Versuchen am guten Torwart Stefan Schwarz im FSV-Gehäuse.

Zur Disposition stand der Auswärtserfolg des VfB Wissen am Rhein aber zu keiner Zeit. Daher milderte Reitz seine Kritik ab. „Das ist Jammern auf hohem Niveau“, erklärte der A-Schein-Inhaber versöhnlich. Obendrein durften er und die Anhänger seiner Mannschaft doch noch einmal jubeln. In der Schlussminute markierte Lukas Becher nach einer energischen Einzelleistung im Strafraum den 0:3-Endstand.

 

Torjäger Florian Raasch überragt bei Ellingens 6:0-Kantersieg

Aufsteiger TuS Burgschwalbach wird in Straßenhaus vorgeführt – Trainer Torsten Baier: „Schlimmste Partie meiner Amtszeit“

Erleichterung bei der SG Ellingen/Bonefeld/Willroth: Die Elf von Trainer Thomas Kahler hat im richtungsweisenden Kellerduell der Fußball-Bezirksliga Ost gegen den Tabellennachbarn TuS Burgschwalbach die Nerven behalten und den Abstand auf die Abstiegsränge vergrößert. Beim deutlichen und nie gefährdeten 6:0 (2:0)-Heimerfolg zeigten die Ellinger dem enttäuschenden Aufsteiger die Grenzen auf – auch dank einer starken Vorstellung des vierfachen Torschützen Florian Raasch. Die seit nunmehr sechs Spielen sieglosen und in akuter Abstiegsgefahr befindlichen Gäste ließen ihren Trainer Torsten Baier ratlos zurück, der nach der deftigen Klatsche von einer „Vorführung“ seiner Mannschaft sprach.

Schon früh nahm das Unheil für Burgschwalbach seinen Lauf. Einen riskanten Querpass der TuS-Abwehr vor dem eigenen Strafraum sicherte sich Kevin Wranik, der seinen Offensivkollegen Raasch zum Führungstor bediente (12.). Nur wenige Minuten später schoss Wranik auf Vorarbeit Raaschs eine komfortable Ausgangsposition heraus (15.).

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Gastgeber in Torlaune. Raasch und Wranik sorgten mit ihrem jeweils zweiten Treffer der Partie die frühe Entscheidung (52., 61.). In der Schlussphase stellte Raasch gegen die völlig überforderten Gäste mit seinen Toren drei und vier den deutlichen 6:0-Endstand her (70., 77.).

„Wir haben unter der Woche viele Gespräche geführt. Heute haben wir dann die Tugenden gezeigt, die in unserer Situation von Nöten sind“, erklärte ein zufriedener SG-Trainer Kahler, der mit seinem Team durch den dritten Saisonsieg auf Tabellenplatz zehn springt. Für seine beiden Offensivspieler Wranik und Raasch, die gegen die heillos überforderte TuS-Defensive leichtes Spiel hatten, hatte der Ellinger Coach nach dem wichtigen Erfolg Lob übrig: „Sie haben sich sehr gut ergänzt. Wir wissen, dass wir trotz unserer Verletzten noch einige Qualität in der Mannschaft haben.“

Dabei wurde die Qualität der Heimelf zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefordert. Einem vielversprechenden Beginn der Burgschwalbacher folgten Auflösungserscheinungen nach den beiden frühen Gegentreffern. „Danach konnte man sich nur noch schämen“, sagte der Gästetrainer, der nach dem Schlusspfiff noch minutenlang auf seiner Bank verweilte. Von der bislang „schlimmsten Partie“ seiner dreijährigen Amtszeit sprach Baier, dessen Team sich in der kompletten Spielzeit nur einen einzigen nennenswerten Torabschluss durch Tim Heimann erspielte (75.).

Den Ellingern genügte dagegen eine solide Leistung für den Sieg, der in der Schlussphase noch höher hätte ausfallen können, doch Torjäger Raasch zielte zwei Mal zu ungenau (69., 88.) „Spielerisch war das noch nicht das Gelbe vom Ei, aber wir haben gekämpft und unsere Fehler ausgebadet“, stellte Kahler erleichtert fest, der den Sieg kurz genießen, den Fokus aber dann schon wieder auf die nächste Woche richten wollte.

 

Weitefeld holt vor Thomas Tuchels Augen einen Punkt

Mockenhaupt-Elf trennt sich 1:1 vom VfL Bad Ems – Weisang profitiert beim Ausgangstreffer von Benders Patzer

Die malerische Kurstadt Bad Ems gehörte zuletzt nicht gerade zu den bevorzugten Spielorten der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen: Nachdem die von Jörg Mockenhaupt trainierten Kombinierten aus dem Westerwald im Stadion auf der Insel Silberau in den beiden Vorjahren mit 1:2 und 2:3 gänzlich leer ausgegangen waren, reichte es zum Auftakt des 10. Spieltags der Bezirksliga Ost am Freitagabend an der unteren Lahn immerhin zu einem 1:1 (0:1), womit die SG auswärts ungeschlagen bleibt und die Bad Emser ihre neu gewonnene Heimstärke einmal mehr dokumentierten.

Die Partie begann vor nur 75 Zuschauern – darunter Thomas Tuchel, der aus privaten Gründen in Bad Ems weilende frühere Trainer der Bundesligisten Mainz 05 und Borussia Dortmund – recht ausgeglichen. Die Bad Emser machten die Räume geschickt eng, leisteten ein enormes Laufpensum und versuchten mit häufigen Positionswechseln Unruhe und Lücken in der Defensive der Gäste zu provozieren.

Allerdings kam die SG zu den ersten Torannäherungen. Nachdem Luca Thom den Ball zunächst am VfL-Gehäuse vorbeigesetzt hatte (14.), boten sich der Elf von Trainer Jörg Mockenhaupt binnen weniger Augenblicke zwei weitere Gelegenheiten. Thoms Chance konnte jedoch von einem Bad Emser Verteidiger geklärt werden (25.), ehe Dennis Bender, der Vertreter des frisch gebackenen Vaters Marvin Rixen, gegen Dominik Neitzert rettete (26.).

Just in diese Phase setzten die Bad Emser den ersten Akzent: Nach der von Cosmin-Lorin Laurentiu mit dem linken Fuß vor den Kasten geschlagenen ersten Ecke war „Sechser“ Andreas Stoffels zur Stelle und brachte die Einheimischen per Kopf in Führung (29.). Und um ein Haar hätte der VfL noch vor der Pause nachgelegt. Der allein in vorderster Linie agierende Micha Krohmann hatte erfolgreich auf den Fehler der Weitefelder Abwehr spekuliert, schoss den Ball dann aber über das Gehäuse (41.) – bei Mockenhaupt und Co. war Durchatmen angesagt.

In Durchgang zwei bot sich zunächst das gleiche Bild. Neben der einen oder anderen „Halb-Chance“ trat erneut Stoffels in Erscheinung, der den Ball aus der Drehung nahm, das Spielgerät jedoch nicht richtig traf (52.).

Weitefeld drängte mit zunehmender Spieldauer auf den Ausgleich. Und der gelang tatsächlich noch mit ebenso tatkräftiger wie unfreiwilliger Unterstützung des VfL-Keepers Bender, der einen aus 20 Metern abgegebenen aufsetzenden Schuss Nicolai Weisangs unter dem Körper hindurch in die Maschen passieren ließ. Fast hätte der VfL dennoch den Dreier mitgenommen, doch ein Kopfball Stoffels nach Laurentius Flanke strich nur knapp an Sören Tripplers Tor vorbei (90.+1).

„Wir müssen das Ding gemessen an unseren Chancen mit 4:1 oder sogar 5:1 gewinnen. Doch wir treffen derzeit vorne einfach zu viele falsche Entscheidungen“, so SG-Trainer Jörg Mockenhaupt. Sein VfL-Kollege Kay Ludwig bilanzierte: „Das 1:1 geht zwar in Ordnung. Wie es jedoch gefallen ist, ist für uns sehr bitter. Wir haben es aber wieder sehr gut gemacht und können am nächsten Samstag mit breiter Brust nach Burgschwalbach fahren.“

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[ Letzte Änderung: 12. Dezember 2018 ]