SV Hundsangen e.V. 1926

28.10.2012, 20:25, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 11. Spieltag

Von: rhein Zeitung

Überraschung: SG Miehlen kämpft SG Hundsangen beim 3:1 nieder und gibt die Rote Laterne ab

Erstmals seit August steht die SG Miehlen/Nastätten nicht mehr auf dem letzten Platz der Tabelle in der Bezirksliga Ost. Beim gestrigen 3:1 (1:0) über die SG Hundsangen/Obererbach waren Einsatz und Kampf die Erfolgsgaranten im heimischen Ehrlich. "In unserer Situation sollte man auch nicht versuchen, mit Schönspielerei etwas zu erreichen", meinte hinterher Spielertrainer Rüdiger Graden. Dabei plagten die Miehlener und Nastättener einige Verletzungssorgen, was zu Umstellungen führte, die sich durchaus auszahlten. So sprang Daniel Körfer in der Innenverteidigung ein und sicherte "Kopfballhoheit", wie Graden sagte, überhaupt "haben wir in der Zentrale bombig gestanden". Fabian Künzel rückte erstmals ins defensive Mittelfeld vor neben seinen Spielertrainer.

 

Dass Patrick Schneider diesmal auf dem linken Flügel zum Einsatz kam, erwies sich ebenfalls als kluge Variante. Dem schnellen Offensivmann gelang durchsetzungs-stark das 1:0 mit einem herrlichen Schuss in den Winkel - "ein klasse Tor", lobte Graden den ersten Treffer in der Bezirksliga des 21-Jährigen überhaupt. Zuvor hatte Lars Leibig knapp vergeben, doch näher an der Führung schienen eigentlich die Gäste zu sein. Ein halbes Dutzend Chancen besaßen die Westerwälder bis zur Pause. Gleich zwei Mal scheiterten sie an der Latte, erst Benjamin Lüpke bei einem Kopfball (16.), dann Christopher Reusch bei einem Freistoß (44.). 8:0 lautete nach Spielschluss die Eckenbilanz für Hundsangen, aber lediglich ein strittiger Foulelfmeter - Körfer lieferte sich einen Zweikampf mit Jannik Hannappel - führte zu einem Tor.

 

Selbst über diesen zwischenzeitlichen Ausgleich konnte sich Trainer Ralf Hannappel nicht freuen. "Das war symptomatisch", sagte er dazu, dass Lyudmil Kirov zwei Anläufe brauchte. Beim ersten schoss er vorbei, der Schiedsrichter entschied jedoch auf Wiederholung, weil angeblich jemand zu früh in den Strafraum gerannt war. Die Chancenverwertung bereitete generell Kopfzerbrechen.

 

Dazu gesellten sich Mängel in der Abwehr Hundsangens, so dass fast jeder Miehlener Abschluss einen Treffer nach sich zog. In der Summe stellte Hannappel sein Engagement als Übungsleiter zur Disposition: "Wir sind vom Mittelfeld-Aspiranten zum Abstiegskandidaten geworden. Ich muss mich fragen, ob es noch Sinn macht". Die Frage wollte er auch an die Mannschaft richten.

 

Anerkennung gab es uneingeschränkt für den Miehlener Kampfgeist, aufgrund dessen Graden den Sieg als verdient bezeichnete. Der mit 17 Jahren Jüngste im Kader leitete den dreifachen Punktgewinn ein: Der eingewechselte Jannik Fischer war nach Kombination über Murahan und Leibig zur Stelle und netzte erstmals in der Liga ein - "so, wie wir es im Training geübt haben", analysierte sein Trainer.

Hundsangen besaß nun keine klaren Torchancen mehr. Als Waldemar Pineker kurz vor dem Ende Leibig zu Fall brachte, verwandelte Künzel den Elfmeter souverän im ersten Versuch und der Sprung weg vom letzten Tabellenplatz war gelungen.

 

 

Die SG Nievern/Fachbach hat eine ganze Halbzeit lang geradezu um den Ausgleich gebettelt, doch die eigentlich dringend auf Punkte angewiesene SG Müschenbach/Hachenburg wollte den Gastgebern diesen vermeintlichen Wunsch einfach nicht erfüllen. So behielten die Mannen von Trainer Murat Saricicek nach einem durchwachsenen Kick in der Bezirksliga Ost beim 1:0 (1:0) gegen die Westerwälder alle drei Punkte an der Früchter Straße und rückten auf den sechsten Tabellenplatz vor.

 

Klare Überlegenheit, deutlich mehr Spielanteile, hochkarätige Torchancen - eigentlich machten die gastgebenden Kombinierten vor der Pause nahezu alles richtig. Auch, nachdem Stefan Deusner in der Anfangsviertelstunde gleich eine Großchance ausließ. Doch weil er es nach 19 Minuten besser machte, war bei den in Grün gekleideten Nievernern und Fachbachern zu diesem Zeitpunkt noch alles im grünen Bereich. Die Gäste hatten nach einem Schussversuch den Ball zu kurz abgewehrt, der erfahrene Mittelfeldmann Deusner versenkte das Leder aus 13 Metern entschlossen zur Führung in den Tormaschen.

Das 1:0 behielt bis zur Pause seine Gültigkeit, was den Gästen mehr schmeichelte als den Einheimischen. Bei einem langen Pass auf Salvatore Mayer kam Gästekeeper Markus Zenz einen Tick früher an den Ball als der Stürmer (30.). Als nur eine Minute später, wieder war es ein tiefer Ball, Matthias Hoffmann gefährlich im Strafraum aufkreuzte, ging der Ball nach einem schwachen Abschluss links neben das Tor. Hoffmann war es auch, der quasi mit dem Pausenpfiff eine Hereingabe von Florian Panny nicht voll erwischte und der Ball so leichte Beute von Zenz wurde.

Die SG Müschenbach/Hachenburg fand auch statt, aber nicht gerade gefährlich. Ein Freistoß von Andreas Bleich (33.) landete mitten vor dem Tor und damit ohne Probleme in den Armen von Nieverns bis dahin wenig beschäftigtem Keeper Florian Lindner.

Nach der Pause hingegen stellte Nievern den Spielbetrieb ein, überließ den Gästen das Feld. Die waren jedoch nur zu selten in der Lage, den Ball gefährlich an den Strafraum der Grünen zu bringen. Bei einem Kopfball des eingewechselten Maximilian Mies war noch ein Bein der Gastgeber dazwischen (66.), ein Freistoß von Steffen Ecker landete in Lindners Armen.

So blieb es auch nach vier hektischen Minuten Nachspielzeit beim 1:0 für die Gastgeber - doch selten dürfte man einen Sieger gesehen haben, der derart unzufrieden den Platz verließ. "Wir haben nicht gut gespielt", sagte Nieverns Trainer Murat Saricicek. "Dennoch hatten wir ausreichend Chancen in der ersten Hälfte, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Am Ende haben wir uns einfach zu naiv angestellt, haben viel zu überhastet agiert." Immerhin reichte die Leistung zu drei Punkten. Sariciceks Gegenüber Marco Schnell musste indes ohne Ausbeute zurück in den Westerwald reisen. "Insgesamt hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, wir haben gekämpft, wurden aber nicht dafür belohnt. Es war eine deutliche Steigerung unserer Leistung im Vergleich zur Vorwoche erkennbar, aber am Ende stehen wir wieder mit leeren Händen auf dem Platz."

 

 

 

Durch das 1:1 (1:1) zwischen der Spvgg EGC Wirges II und der SG Puderbach verloren beide Teams in der Spitzengruppe der Bezirksliga Ost zwar zwei Punkte auf Weitefeld und Engers, boten den Zuschauern aber ein unterhaltsames Spiel und stellten ihre Trainer zufrieden.

 

"Nach der kleinen Talfahrt der letzten drei Wochen", war Puderbachs Trainer Michael Roos erst einmal erleichtert, Zählbares aus dem Westerwald mitzunehmen. "Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel. Meine Mannschaft hat heute gut gearbeitet und sich das gerechte Unentschieden verdient."

Sein Team sorgte in der von Beginn an flotten Partie für die ersten Aufreger, als Vadim Pucha aus etwa zehn Metern nur hauchdünn über die Torlatte zielte (5.) und Benny Walkenbach diese mit einer verunglückten Flanke direkt traf (13.). Für die Gastgeber kam es dann knüppeldick: Stefan Szymczak aus dem Oberliga-Kader, der Spielpraxis sammeln sollte, verletzte sich schon nach einer Viertelstunde. Aber die Elf von Spielertrainer Stefan Waßmann reagierte nicht geschockt und traf nur drei Minuten später ins Puderbacher Tornetz. Daniel Günster hatte ein schönes Dribbling mit einem präzisen Flachschuss abgeschlossen.

Die Gäste standen in der Folgezeit weiter ziemlich hoch und hatten zunächst in diesem Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe die zwingenderen Torchancen. Daniel Seuser konnte aber EGC-Torhüter Thorsten Schmidt nicht bezwingen (25.), und Alexander Hartstang vergab aus 20 Metern leichtfertig (33.). Eine Minute vor der Pause belohnte sich das Roos- Team aber dann doch. Eine weite Hereingabe köpfte Jan Erik Grunewald per Hinterkopf zum Ausgleich in die Wirgeser Maschen.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie weiter spannend und vor allem unterhaltsam, denn beide Mannschaften erarbeiteten sich gute Torgelegenheiten, sodass sich die Zuschauer an interessanten Strafraumszenen erfreuen konnten. Für die Gäste scheiterte aber sowohl Florian Raasch (63.) als auch Christian Schuster (69.) aus kurzer Distanz am gut reagierenden Thorsten Schmidt. Das Waßmann- Team hätte aber ebenso gewinnen können: Marco Poppe (60.) und der eingewechselte Fabio Scumaci (77.) zielten nur knapp am Gehäuse vorbei, bei einem gefährlichen Schuss von Alexander Frank reagierte Puderbachs Schlussmann Julian Schmitz glänzend (75.). "So ausgeglichen wie das Spiel verlaufen ist, bin ich zufrieden. Wir haben den Punkt nachher festgehalten. Beide Teams haben offensiv einiges geboten", konnte auch EGC-Spielertrainer Stefan Waßmann mit dem Unentschieden gut leben.

 

 

 

Der SV Rheinbreitbach wartet weiter auf seinen dritten Dreier in der Fußball-Bezirksliga Ost. Gegen den Tabellenführer SG Weitefeld kassierte das Team von Trainer Michael Blankenheim eine 1:2 (1:2)-Niederlage.

 

Seine Mannschaft erwischte einen denkbar ungünstigen Start. Bereits bei der ersten Balleroberung der Gäste brachten diese den Ball durch Fabian Lohmar über die linke Seite Richtung SVR-Kasten. Ungehindert legte Lohmar auf Joshua Weller ab, der zur frühen Weitefelder Führung einnetzte (1.).

Der Treffer verlieh der Partie gleich eine gute Portion Feuer, und es entwickelte sich eine ansehnliche und schnelle Begegnung. Beide Teams waren aktiv im Spiel nach vorne und überbrückten durch schnelle Pässe das Mittelfeld, ohne jedoch ernsthaft für Gefahr vor einem der Tore zu sorgen. So benötigten die Gäste eine Standardsituation, um ihre Führung auszubauen. Nach einem Freistoß von Lohmar war Kevin Lopata zur Stelle und versenkte die Kugel im zum 0:2 oberen rechten Eck (17.).

Doch auch der zweite Gegentreffer ließ die Gastgeber mehr oder weniger unbeeindruckt. Durch gegenseitige Anfeuerungsrufe im Team motiviert, fasste sich Fabrizio Unterpertinger in der 20. Minute ein Herz und zog aus 35 Metern ab, doch sein Schuss krachte an den Pfosten des Weitefelder Gehäuses. Besser machte es Matthias Bärm, der mit einem platzierten Schuss zum 1:2-Anschluss traf (37.).

Nach dem Wechsel blieb das Tempo der Partie weiter hoch. Rheinbreitbach drückte auf den Anschlusstreffer, doch ein zweites Tor wollte einfach nicht fallen. Die besten Möglichkeiten hatte Deni Galijas, doch sowohl sein Kopfball als auch sein Weitschuss aus 20 Metern verfehlten ihr Ziel knapp (63., 68.).

Die Gäste taten sich zunehmend schwerer mit dem stärker werdenden SVR, der nun früh attackierte und den Spielaufbau des Tabellenführers erschwerte. "Wir hatten einen super Start und haben uns das Leben dann unnötig schwer gemacht und mussten bis zur letzten Sekunde zittern. Wie ein Spitzenreiter sind wir jedenfalls nicht aufgetreten", war SGW-Trainer Volker Heun unzufrieden mit dem Auftritt seiner Elf.

Zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, jedoch mit leeren Händen, blickte Michael Blankenheim auf die 90 Minuten zurück: "Die Mannschaft hat gekämpft und gut gespielt, da kann ich ihr keinen Vorwurf machen. Wir wollten nach dem Wechsel kein schnelles Tor mehr kassieren. Das ist uns gelungen, aber leider haben wir auch keins mehr geschossen." Und er fügte mit Blick auf die aktuelle Tabellensituation hinzu: "Langsam ist es nervig, dass wir immer auf Augenhöhe mitspielen, aber keine Punkte einfahren. Aber wir werden weitermachen, irgendwann werden wir das Quäntchen Glück auch wieder haben."

 

 

Nach einem den Platzverhältnissen entsprechend holprigen Kick feierte die SG Westerburg/Gemünden am elften Spieltag der Bezirksliga Ost einen 4:0 (2:0)-Heimsieg gegen den ersatzgeschwächt angetretenen VfL Bad Ems. Dabei wurde bei den Gästen die Schwere der Personalsorgen deutlich. Vor allem der kurzfristige Ausfall von Spielmacher Matthias Staudt (Rückenprobleme) machte sich klar bemerkbar.

 

So beorderte sich Trainer Frank Wendland kurzerhand selbst in die Startformation. Spät, aber dennoch pünktlich schaffte es VfL-Innenverteidiger Vernatius Emeka nach Gemünden. Dass es jedoch auch in den unteren Klassen einer gewissen Spielvorbereitung bedarf, wurde in Minute sechs deutlich: Einen langen Abschlag von Westerburgs Torwart Carsten Wolf traf Kay Jockel nur unzureichend mit dem Kopf. Emeka schaltete viel zu spät, und Westerburgs Torjäger Björn Weber bedankte sich volley mit dem Führungstor für die Hausherren.

Mit der Zeit fanden Emeka und seine Emser Kollegen zwar besser in die Partie, den geradlinigeren Fußball spielten aber die Westerburger. Während die SG-Spieler den Ball weitgehend flach durch die eigenen Reihen laufen ließen, suchte die Elf um "Spielertrainer" Wendland ihr Heil überwiegend in langen Bällen nach vorne. Doch auch so kann man sich Torchancen erarbeiten. So hatte Marco Jockel binnen zwei Minuten gleich zweimal Pech, als er zuerst mit seinem ansatzlosen Flachschuss am stark reagierenden Wolf scheiterte (20.) und wenig später nach guter Vorarbeit von Micha Krohmann nur um Haaresbreite dessen flache Hereingabe verpasste (22.). Umso bitterer also, dass es wiederum nur zwei Minuten später auf der anderen Seite klingelte und Björn Weber mit einem geschickten Heber auf 2:0 erhöhte (24.).

Im zweiten Durchgang änderte sich nicht viel. Zwar kamen die Gäste schwungvoller aus der Kabine als noch zu Beginn des Spiels, doch das große Anrennen auf das Westerburger Tor blieb aus - ebenso wie Tore für den VfL. Denn die waren an diesem Tag den Gastgebern vorbehalten, die die Begegnung nach gut einer Stunde endgültig entschieden hatten. David Gläser (55.) und Matthias Wengenroth mit einem Freistoßhammer à la Cristiano Ronaldo (59.) besorgten den 4:0-Endstand. "Spielerisch war unsere Leistung vielleicht ein wenig dürftig. Bei vier Toren will ich hier nichts schlechtreden", meinte SG-Trainer Oliver Meuer nach dem Schlusspfiff. "Wir haben gut gekämpft", konstatierte Wendland.

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