SV Hundsangen e.V. 1926

17.10.2011, 06:45, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 11.Spieltag

Von: rhein zeitung

SG Hundsangen/Obererbach erteilt Gastgebern eine Lehrstunde

 

SG Weitefeld-Langenbach unterliegt zu Hause mit 0:5 Toren

 

Eine Lehrstunde der bitteren Art setzte es für die SG Weitefeld-Langenbach auf eigenem Platz gegen die SG Hundsangen/Obererbacj: Mit 0:5 (0:4) fiel die Niederlage am elften Spieltag der Bezirksliga Ost nicht nur deutlich aus, sondern war faktisch auch schon zur Pause besiegelt.

Beide Teams starteten mit hohem Tempo. Es zeigte sich jedoch schnell, dass Hundsangen eben nicht nur, wie Weitefelds Trainer Volker Heun später feststellte, gedanklich stets einen Schritt schneller war. Auch läuferisch waren die Gäste überlegen und kauften Weitefeld gerade im Mittelfeld so Stück für Stück den Schneid ab. Die Hundsangener Führung war folglich nur eine Frage der Zeit. Simon Fein schlug eine scharfe Flanke in die Mitte, wo Benjamin Lüpke flach aus zehn Metern einschoss (17.).

Vom Rückstand ein wenig wachgerüttelt folgte nun die beste Phase im Weitefelder Spiel: Thomas Ross verpasste aus kurzer Distanz den Ausgleich (26.). Weitefeld half den Gästen weiter beim Toreschießen: Lüpke zog einen Freistoß von rechts aufs Tor; wieder herrschte Unordnung in der SG-Abwehr, diesmal nutzte dies David Leonardi – 0:2 (30.). Auch das dritte Tor servierten die Hausherren den Gästen: Erneut bekam Weitefeld den Ball nicht aus der Gefahrenzone, sondern brachte Simon Werner in Schussposition – 0:3 (39.). So war Lüpkes 16-Meter-Schuss in den Winkel nicht nur das 0:4 (40.), sondern auch das erste Tor, an dessen Entstehung Weitefeld nicht tatkräftig mitgeholfen hatte.

Mit dem Halbzeitpfiff bereits entschieden, plätscherte die Partie danach dahin. Julian Aguilar traf nach Eckball für Weitefeld nur die Latte (50.), für Hundsangen vergaben Simon Fein und Tim Steinebach fahrlässig zahlreiche gute Konterchancen (52., 62., 70.). So setzte Fein mit einem umstrittenen Foulelfmeter den 5:0-Schlusspunkt (73.) hinter ein Spiel, in dem für Weitefeld gar nichts ging – wie Joshua Wellers vergebene Großchance aus fünf Metern verdeutlichte (85.).

„Mein junges Team hat heute Lehrgeld gezahlt. Hätten wir das 1:1 gemacht, wäre die Partie vielleicht anders gelaufen. Aber defensiv waren wir total desorientiert und haben die Tore zu leicht und zu schnell kassiert“, sagte Volker Heun. Sein Hundsangener Kollege Ralf Hannappel meinte: „Dass wir in Weitefelds Druckphase kein Gegentor kassiert haben, war der Knackpunkt. Dieser Sieg tut richtig gut, jetzt freuen wir uns auf das Heimspiel gegen Guckheim.“

 

 

Spitzenreiter SG Guckheim/Kölbingen patzt vor eigenem Publikum

 

Auch bei der SG Guckheim/Kölbingen wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Erstmals in dieser Saison konnte die Elf um Spielertrainer Stefan Schäfer einen Heimvorteil nicht nutzen und unterlag dem starken Aufsteiger SG Puderbach nach einer 1:0-Pausenführung am Ende noch mit 1:3.

Stefan Schäfer eröffnete die Begegnung mit einem Drehschuss, nach zehn Minuten machte aber der Neuling erstmals auf sich aufmerksam und deutete an, dass er nicht gewillt war, beim Spitzenreiter die Punkte herzuschenken. Auf Flanke Christoph Hartstangs stand Henrik Sawadsky mutterseelenallein, köpfte aber über das Tor.

Dann schien aber zunächst alles planmäßig zu laufen. Einen langen Ball über die Gästeabwehr hatte sich Mario Wasna erlaufen und erzielte mit einem gefühlvollen Heber die Guckheimer Führung (17).

Das Spiel lebte von packenden Zweikämpfen, wobei die SG Puderbach jederzeit auf Augenhöhe war und dem Ausgleich nahe war, als Guckheims Torwart Lars Henning beim Schuss Vadim Puchas mit den Fingerspitzen noch dran war.

In einer dramatischen und turbulenten Viertelstunde drehte der Aufsteiger nach Wiederbeginn das Spiel. Zunächst gab es nach einem Missverständnis in der Puderbacher Hintermannschaft zwei Riesenchancen für Guckheim durch Stefan Schäfer und Niclas Schneider, im Gegenzug fiel durch Alexander Hartstang der Ausgleich (63.). Zwei Minuten danach parierte Puderbachs Keeper Maik Seuser den Foulelfmeter Niclas Schneiders und gab seinen Vorderleuten den nötigen Schub.

Dies zeigte sich bei einem herrlichen Linksschuss Christian Schusters, der unhaltbar im linken Toreck einschlug (70.). Nach der Ampelkarte gegen Michael Sehner konnte Guckheim den Hebel nicht mehr umlegen, wenngleich Tobias Kuch auf Zuspiel Stefan Schäfers noch einmal nah am Ausgleich dran war. Auf der Gegenseite behielt André Neitzert in der Nachspielzeit die Nerven und machte die Sensation perfekt.

„Unsere vergebenen Chancen haben uns das Genick gebrochen. Wenn wir die Tore machen, gewinnen wir das Spiel. Vielleicht tut es gut, dass wir wieder geerdet sind“, nahm Guckheims spielender Trainer Stefan Schäfer die erste Heimpleite kritisch unter die Lupe.

„Die Schlüsselszene war der gehaltene Elfer. In der zweiten Halbzeit haben wir eine tolle Moral bewiesen und gezeigt, dass wir auch Fußball spielen können“, war Puderbachs Michael Roos einfach nur glücklich.

Guckheim: Henning - Thoma, Kuch, Fröhlich, Bode - Zacher, Schäfer, Schneider, Krjutschkov - Sehner, Wasna (46. Lenzen).

Schiedsrichter: Dirk Huster (Kasdorf)

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Mario Wasna (17.), 1:1 Alexander Hartstang (63.), 1:2 Christian Schuster (70.), 1:3 André Neitzert (90.+4.).

Besonderheiten: Puderbachs Torwart Maik Seuser hält Foulelfmeter von Niclas Schneider (65.); Gelb-Rote Karte für Michael Sehner (Guckheim, 78.), wiederholtes Foulspiel.

 

 

Stahlhofen kontert Montabaur aus

 

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Nach diesem Motto handelten die Spieler der FSG Stahlhofen/Holler und setzten sich im Derby der Bezirksliga Ost verdient mit 3:1 (1:1) vor 140 Zuschauern gegen den TuS Montabaur durch. Ein Erfolg, den FSG-Trainer Timo Kelterbach als letztlich verdient ansah, obwohl seine Mannschaft sich meist Montabaurer Angriffsversuchen ausgesetzt sah.

Und bei diesen Angriffsversuchen stellten die TuS-Spieler das oben genannte Motto auf den Kopf und lieferten die Gründe für die Niederlage deutlich sichtbar auf dem Stahlhofener Kunstrasen ab: Warum einfach, wenn alles doch auch kompliziert geht? Technische Feinheiten, gestern jedenfalls meist jenseits ihres fußballerischen Potenzials, setzten die Gäste aus der Kreisstadt dem einfachen, aber erfolgreichen Spiel der Gastgeber entgegen. Das sah zwar im Mittelfeld wenigstens ansatzweise ganz ordentlich aus, wurde aber in Strafraumnähe einfach zu kompliziert, um erfolgreich zu sein.

So geriet die Stahlhofener Abwehr um den besten Mann auf dem Platz, Ilmi Ismajli, nur ein einziges Mal wirklich in Verlegenheit, und da traf Viktor Bichert für den TuS zum 1:1-Ausgleich ins Netz (31.). Zuvor hatte Ismayil Barut den zu weit vor seinem Tor weilenden TuS-Torwart André Faller mit einem Heber aus 30 Metern zum 1:0 (13.) überlupft.

Dieser Ausgleichstreffer war dann auch der einzige Lichtblick aus Sicht der Gäste, die der Einfachheit des Fußballspiels nach dem Wechsel überhaupt nichts mehr entgegensetzen konnten. Kein Spieler im TuS-Trikot war bereit, Verantwortung zu übernehmen. Alibi-Fußball ohne jeden Biss wurde geboten und auf den Schiedsrichter Jörg Langenhuysen (Niederwerth) grundlos geschimpft. Und nebenbei durften die Gäste noch zusehen, wie Recep und Ismayil Barut alleine aus der sicheren Abwehr heraus ihre Defensive auseinander nahmen. Beide waren maßgeblich an den weiteren Treffern (50., 78.) beteiligt – Recep als Vorbereiter, Ismayil als Torschütze zum 2:1 und zum 3:1.

„Solche Gegner liegen uns“, meinte nach den 90 Minuten Timo Kelterbach. „Es kommt uns entgegen, wenn wir nicht selbst das Spiel machen müssen. Wir haben in der Abwehr gut gestanden und die Räume eng gemacht. Im Angriff haben wir die Konter gut gesetzt und hätten durchaus noch nachlegen können.“

Restlos bedient war TuS-Trainer Gerd Schenkelberg: „Gar keine Frage – nach so einer Niederlage bleibt nur die Unzufriedenheit. Wir haben den Derbycharakter erst gar nicht angenommen und sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Nach der Pause haben wir dadurch den Gastgebern noch Chancen ermöglicht, die die kulanterweise nicht angenommen haben. Meine Mannschaft ist technisch gut, aber sie setzt das nicht um und macht alles kompliziert, was eigentlich einfach ist.“ Und dann hängt der Trainer an: „Durch diese Niederlage haben wir den Anschluss zur Spitze verloren. Jetzt sind wir da, wo wir hingehören: im Mittelfeld.“

 

 

SC Berod-Wahlrod macht vorn und hinten Fehler

 

In einem äußerst unterhaltsamen Spiel der Bezirksliga Ost trennten sich der SC Berod-Wahlrod und die SG Nievern/ Fachbach 2:2 (1:0). Unglücksrabe des Tages war Berods Spielertrainer Thomas Schäfer, der erst mehrere klare Torchancen zur Vorentscheidung vergab und dann auch noch so lange meckerte, bis er Gelb-Rot sah.

Berod-Wahlrod wurde seiner Favoritenrolle zunächst gerecht und ging schon nach zehn Minuten durch Martin Müller in Führung, weil er alleine vor dem Tor die Nerven behielt und SG-Torhüter Dennis Preuschoff zum 1:0 tunnelte.

Vor der Pause hätten die Gastgeber diesen Vorsprung zwingend ausbauen müssen. Aber in der 40. Minute kratzte Maximilian Schupp einen Schuss Alexander Schneiders von der Linie, und unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff schob Thomas Schäfer den Ball freistehend am Tor vorbei.

Nachdem Schäfer in der 50. Minute eine weitere Riesengelegenheit versiebt hatte, gab es eine Minute später die Quittung in Form des Ausgleichs. Und der war sehenswert. Stefan Deusner jagte den Ball nach Bastian Schupps Vorarbeit aus 18 Metern genau in den Winkel. Aber Berod steckte den Rückschlag gut weg und kam direkt nach dem Anstoß zum 2:1 durch Mario Pavelic (52.), der davon profitierte, dass Nieverns Hintermannschaft vergeblich auf Abseits spekulierte.

Auf Nieverns Seite verpasste Christoph Schupp nach 57 Minuten eine hervorragende Ausgleichsmöglichkeit, bevor erneut Schäfer (70.) und Martin Müller (71.) den Sack nicht zumachten. Wieder ließ die Strafe nicht lange auf sich warten. In der 82. Minute hielt der zuvor angeschlagene Deniz Sakalakoglu einen Weitschuss nicht fest, und Joker Felix Waldorf staubte für Nievern/Fachbach zum 2:2-Endstand ab.

Nach dem Schlusspfiff war Thomas Schäfer über drei Dinge verärgert: „Erstens bin ich sehr unzufrieden darüber, dass ich so viele Chancen vergeben habe, zweitens war die Chancenverwertung der gesamten Mannschaft unbefriedigend und drittens hat der Schiedsrichter sehr schlecht gepfiffen. Aber trotz allem waren wir klar besser und hätten gegen eine Mannschaft wie Nievern nie zwei Tore kassieren dürfen.“ tho

Berod-Wahlrod: Sakalakoglu - Jakobi, Hähr, Henzel - Neumann, Müller, Land, Kuhfeld, Schneider (75. Keeler) - Pavelic, Schäfer.

Schiedsrichter: Berkan Kaya (Koblenz).

Zuschauer: 85.

Tore: 1:0 Martin Müller (10.), 1:1 Stefan Deusner (51.), 2:1 Mario Pavelic (52.), 2:2 Marvin Waldorf (82.).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Berod-Wahlrods Thomas Schäfer (85., unsportliches Verhalten und Meckern).

 

 

Westerburg/Gemünden landet Befreiungsschlag

 

Mit einem deutlich klingenden 4:0 (1:0) trennten sich in Gemünden die Mannschaften der SG Westerburg/Gemünden und der SG Miehlen voneinander. Das Ergebnis des Spiels der Bezirksliga Ost, welches gleichzeitig als Partie im Rheinlandpokal gewertet wird, hingegen verzerrt den Spielverlauf – da waren sich die Spielertrainer Oliver Meuer auf Westerburger Seite sowie Rüdiger Graden auf Seiten der Miehlener einig.

„Das Ergebnis stellt den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf“, so Graden. Meuer war mit dem Ergebnis zufrieden und machte deutlich: „Letzte Woche haben wir gut gespielt, aber unglücklich verloren. Heute hingegen haben wir schlecht gespielt und 4:0 gewonnen. Das ist mir am Ende natürlich lieber.“

Die Gäste aus Miehlen spielten zu Beginn mit viel Tempo und kamen in der fünften Minute zur ersten Großchance: Lars Leibig scheiterte am Westerburger Schlussmann Carsten Wolf, Graden kam im Nachsetzen nur knapp zu spät.

Wenig später gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung: David Gläser trat einen Freistoß aus 30 Metern hoch in den Strafraum. Miehlens Torhüter Bastian Hofmann signalisierte seinen Verteidigern per Zuruf zurückzubleiben, bekam das Spielgerät jedoch nicht zu fassen und verlängerte unglücklich ins eigene Gehäuse (10.).

Nach der Halbzeitpause begannen die Gäste ähnlich wie im ersten Durchgang furios: Michele Saal scheiterte an Torhüter Wolf (49.). Wenig später verhinderte der Pfosten den Miehlener Ausgleichtreffer per Freistoß von David Hübel.

Westerburg bestrafte die mangelnde Chancenverwertung Miehlens eiskalt: Nach einem Konter war es Matthias Wengenroth, der per Flachschuss ins rechte Eck aus 20 Metern die Führung auf 2:0 ausbaute. „Das war sehr wichtig, denn vor dem 2:0 war Miehlen eigentlich am Drücker“, so Oliver Meuer.

Noch verunsichert vom überraschenden 2:0 ließen die Gäste nur acht Minuten später sogar das 3:0 zu. Ein punktgenaues Zuspiel von Oliver Meuer nutzte Björn Weber und ließ Torhüter Hofmann keine Chance (68.).

Nach einer teils ruppigen Schlussphase schienen die Gäste aus Miehlen noch zu ihrem „Ehrentreffer“ zu gelangen, doch selbst per Elfmeter wollte die Kugel nicht im Tor landen: Carsten Wolf wehrte den Strafstoß von Michele Saal zur Seite ab, und nahezu im direkten Gegenzug stellte erneut Björn Weber nach langem Ball von Meuer den 4:0-Endstand her (90.).

Westerburg: Wolf – Heinen, Kreckel, Neubert (49. N. Weber) – Reßmann, Beutgen (13. Wagener, 89. Menges), Hartmann, Wengenroth – Gläser – O. Meuer, B. Weber.

Schiedsrichter: Chris Schneider (Neuhäusel).

Zuschauer: 110.

Tore: 1:0 David Gläser (10.), 2:0 Matthias Wengenroth (58.), 3:0, 4:0 Björn Weber (68., 90.).

Besonderheit: Wolf hält Foulelfmeter von Miehlens Saal (89.).

 

 

Neitersen feiert glanzlosen Erfolg gegen Siegtal

 

Bei dem ein oder anderen Fan aus Neitersen dürften sicher Erinnerungen an die Saison 2006/2007 wach werden, als die Mannschaft, insbesondere zu Saisonbeginn, ihre Spiele häufig "nur" mit 1:0 gewann - und am Ende in die Rheinlandliga aufstieg. Die SG Neitersen/Altenkirchen hat diese Saison in Weitefeld mit einem 3:3 begonnen - wie schon in der Aufstiegssaison - und seitdem nur ein Spiel verloren. Gestern gewann die SG das Derby gegen die Siegtaler Sportfreunde in der Fußball-Bezirksliga Ost auch mit 1:0 (0:0). Zum bereits sechsten Mal in dieser Saison lautete so das Endergebnis zu Gunsten der vor der Saison neu gegründeten Spielgemeinschaft.

Für die Entscheidung sorgte Nico Hees mit einem sehenswerten Treffer in der 32. Minute. Tobias Sander hatte nach einem Abschlag von Siegtals Torwart Uwe Schupp das Kopfballduell im Mittelfeld gewonnen. Mario Marth leitete den Ball auf rechts zu Hees weiter, der den Ball aus 20 Metern über Schupp hinweg in die lange Ecke lupfte. Bereits fünf Minuten zuvor hatte Hees eine gute Möglichkeit per Freistoß, Schupp lenkte den Ball aber über das Tor (27.).

Ansonsten gab es nur wenige Strafraumszenen in der Partie, die von Zweikampfduellen im Mittelfeld geprägt war. Torchancen waren selten: René Nagel köpfte links am Tor vorbei (6.); auf der anderen Seite schoss Marth über das Tor (8.). Kurz nach dem 1:0 scheiterte Nagel mit einem Schuss an SG-Schlussmann Jan Humberg (34.).

Nach der Pause kam es hüben wie drüben kaum noch zu sehenswerten Offensivaktionen. Die Hausherren spielten die sich ergebenden Kontermöglichkeiten zu selten konsequent zu Ende. Die Gäste rannten zwar noch einmal an, kamen aber nicht zu gefährlichen Torchancen. Auch hatten sie zu wenige Standardsituationen, um den kopfballstarken Slobodan Kresovic in Szene zu setzen, der allerdings auch bei dem ebenso kopfballstarken Frank Bischoff in guten Händen war. Dennis Kohl versuchte es kurz vor dem Ende aus der Distanz, Humberg lenkte den Ball aber über das Tor (85.), so dass es beim knappen 1:0 Sieg blieb.

Siegtals Trainer Heiko Bedranowsky war trotz der Niederlage nicht unzufrieden. "Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Von einem Spitzenreiter habe ich etwas mehr erwartet. Ich hatte jetzt im elften Spiel die elfte Startaufstellung. Es läuft zwar dadurch noch einiges schief, aber ich bin optimistisch für die Zukunft." Sein Gegenüber Thorsten Gerhardt freute sich in erster Linie über das Ergebnis, das aufgrund der Niederlage von Guckheim die Tabellenführung mit drei Punkten Vorsprung bedeutet. "Heute war ich mit der zweiten Hälfte nicht zufrieden. Hinten standen wir besser als im ersten Abschnitt, nach vorne lief es dafür aber umso schlechter."

 

 

Verletzung überschattet Herdorfer 3:2-Derbysieg

 

In einer turbulenten und äußerst zerfahrenen Partie hat sich die SG Herdorf drei wichtige Punkte gesichert. Trotz zweimaligen Rückstands gewannen die Gastgeber das Derby der Fußball-Bezirksliga Ost gegen die SG Bruchertseifen/Eichelhardt 3:2 (1:1).

Überschattet wurde die Partie aber von der schweren Verletzung des Gäste-Torhüters Ralf Schupp. Nach einem Luftkampf in der 42. Minute mit Kenny Scherreiks und Robert Kotlinski fiel Schupp unglücklich auf Kopf und Rücken. Er blieb zunächst regungslos liegen, kam aber wieder zu Bewusstsein und wurde mit dem Krankenwagen in die Neurologie des Siegener Jung-Stilling-Krankenhauses gefahren. Neben einer Gehirnerschütterung besteht Verdacht auf eine Nacken- und Rückenverletzung.

Die Gastgeber boten daraufhin an, die Partie abzubrechen, doch die Gäste entschieden sich, das Spiel fortzusetzen. Für Schupp ging Abwehrspieler Kotlinski zwischen die Pfosten, da Ersatztorwart Mark Schuster kurzfristig ausgefallen war.

Bis zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste 1:0. Marcus Meyer hatte einen Foulelfmeter sicher verwandelt, nachdem Tristan Zok Valdet Krasniqi zu Fall gebracht hatte (39.). Nur zwei Minuten nach der Spielunterbrechung kamen die Gastgeber zum Ausgleich. Eine Flanke von Steffen Busch köpfte Spielertrainer Andreas Krämer aus kurzer Distanz in die Maschen.

Nach dem Seitenwechsel ging es turbulent weiter. Mit dem ersten Angriff erzielte erneut Marcus Meyer die Gästeführung (46.). Und wieder Krämer markierte nur drei Minuten später per Freistoß den Ausgleich. Danach verflachte das Spiel etwas - bis zur 67. Minute: Kenny Scherreiks flankte von rechts, Kotlinski kam mit der Hand noch dran und verhinderte den dritten Treffer von Krämer, aber der Ball landete vor dem eingewechselten Ömer Saftekin, der aus 16 Metern per Direktabnahme traf.

Danach schickte Schiedsrichter Matthias Vogel Farbe sowohl Krämer (77.) als auch Heiko Schnabel (84.) vorzeitig mit Gelb-Roter Karte vom Feld. Zwei Minuten vor dem Ende vergab dann Marcus Meyer die große Chance zum Ausgleich. Marvin Scherreiks im Herdorfer Gehäuse parierte seinen Elfmeter mit glänzender Fußabwehr. Nach einem Foul von René Meyer an Kenny Scherreiks kam es dann zu Tumulten. Hierbei sah Gästeakteur Fehd Mestiri die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit (88.).

Gästetrainer Marc Odink meinte: "Wir hatten die große Chance zum Ausgleich und müssen diese nutzen. Wir haben uns entschieden weiterzuspielen, und wer A sagt muss auch B sagen." Herdorfs Spielertrainer Dirk Spornhauer bekannte trotz des Sieges seiner Mannschaft: "Ein Spielabbruch wäre besser gewesen, aber mehr als anbieten können wir das nicht. Kenny Scherreiks war für sie der Sündenbock und wurde nur noch attackiert. Am Ende zählen für uns die drei Punkte. Wir wünschen Ralf Schupp gute Besserung."

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[ Letzte Änderung: 19. Dezember 2018 ]