SV Hundsangen e.V. 1926

24.10.2011, 07:23, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 12.Spieltag

Von: rhein zeitung

Guckheim in Personalnot chancenlos


Hundsangen feiert vor 250 Zuschauern einen verdienten 3:1-Erfolg

 

Für die SG Hundsangen/Obererbach hat am Sonntagnachmittag alles gepasst: herrliches Herbstwetter, tolle Kulisse und dazu noch ein verdienter 3:1 (2:0)-Erfolg im Bezirksligaderby gegen die SG Guckheim/Kölbingen, der die Elf von Trainer Ralf Hannappel an den Gästen vorbei auf Tabellenplatz zwei ziehen lässt.

 

Die Partie begann mit einem Paukenschlag, als der Ball bereits nach 40 Sekunden zum ersten Mal im Gästegehäuse landete. Beim ersten Angriff hatte zunächst Dimitri Bartsch für Benjamin Lüpke schön aufgelegt, der mit einem satten Schuss Guckheims Schlussmann Patrick Henschel zu einer Glanztat zwang. Pech für Henschel, dass der Ball nach seiner Abwehr bei Simon Fein landete, der sich nicht lange bitten ließ und den Ball per Kopf über die Linie drückte.

Die personell arg gebeutelte Gäste – neben dem gesperrten Spielertrainer Stefan Schäfer mussten Mario Wasna nach dem Aufwärmen passen und Eike Becher in der Halbzeit mit einer allergischen Reaktion ausscheiden – mussten mit ansehen, wie das Hannappel- Team klar dominierte und bereits in der 16. Minute durch Bartsch das 2:0 nachlegte. Vorher hatten sich die beiden Torhüter auszeichnen können: Henschel parierte einen Flachschuss von Fabian Steinebach (8.), Philip Kraft war bei der einzigen Guckheimer Chance im ersten Abschnitt, einem Fernschuss von Michael Sehner, zur Stelle (10.). Bei Guckheim machte sich vor allem das Fehlen von Stefan Schäfer (mit neun Treffern Zweiter der Torschützenliste) bemerkbar. Da auch Wasna fehlte, fand Offensive im weiteren Verlauf praktisch nicht statt.

 

 

Foto: rhein zeitung

 

Die Gastgeber setzten weiter energisch nach, hatten das Spiel klar im Griff und sorgten in der 58. Minute für die Vorentscheidung: Leutrimm Husaj hatte Henschel mit einem Schuss, der wie ein Strahl kam, von der Strafraumgrenze nicht den Hauch einer Chance gelassen. Sebastian Bersch köpfte nur sieben Minuten später freistehend aus kurzer Entfernung über das Gästegehäuse. Aus dem Nichts markierte Guckheim in 75. Minute durch einen Freistoß von Timo Pehl zwar noch den Ehrentreffer, mehr war aber für das Schäfer-Team nicht mehr zu holen. „Eine solche personelle Situation habe ich bisher weder als Spieler noch als Trainer erlebt“, wusste Schäfer, warum seine Mannschaft ohne Zählbares den Heimweg antreten musste. „Dennoch haben wir uns gewehrt, aber nach den beiden frühen Gegentoren war die Partie gelaufen.“

Hundsangens Ralf Hannappel freute sich zwar über den Derbysieg, wusste den Erfolg aber auch richtig einzuschätzen: „Der Gegner war heute arg gebeutelt. Doch wir haben nach der frühen Führung nicht nachgelassen. Das war heute eine klare Angelegenheit.“

 

 

Elfmeter-Frust: Oliver Meuer ist nach 1:3 in Bad Ems angefressen


Eine 1:3 (1:1)-Pleite handelte sich die SG Westerburg/ Gemünden im Aufsteiger- und Kellerduell der Fußball-Bezirksliga Ost beim VfL Bad Ems ein. In den Anfangsminuten störte Westerburg früh.

Spielertrainer Oliver Meuer im Angriffszentrum sorgte mit scharf geschossenem Freistoß aus halblinker Position erstmals für Gefahr (14.). Mächtig strecken musste sich VfL-Keeper Bastian Staudt, als Spielmacher David Gläser zum Abschluss kam (38.).

Das Spiel der Kurstädter war bis zur Strafraumgrenze recht gefällig, was aber fehlte, war der letzte Wille beim Abschluss. Oftmals lief das Spielgerät an der Strafraumlinie hin und her. David Gläser vergab mit dem Halbzeitpfiff die größte Möglichkeit. „Das war noch schlechter als gegen Weitefeld“, kommentierte Frank Wendland die Leistung seiner Elf in den ersten 45 Minuten. Eine schöne Einzelleistung zeigte Gläser bei einem Solo über den halben Platz, bei dem ihm allerdings die Kräfte zum erfolgreichen Abschluss fehlten (48.). Besser machte es der VfL drei Minuten später: Vernatius Emeka nutzte ein Fehler der SG-Abwehr und traf aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung. Diese hielt allerdings nicht lange.

Mit dem Gegenzug traf der zwei Minuten zuvor eingewechselte Ferhat Alici flach aus halbrechter Position zum Ausgleich (53.). Ebenfalls gerade mal zwei Minuten im Spiel war der Ex-Nassauer im Emser Trikot, Micha Krohmann, als er sich schön lösen konnte, aber freistehend verzog (63.). „Der war schwerer vorbei zu schießen als rein“, war von Experten im Publikum zu hören.

Das Spiel wurde besser, hüben wie drüben häuften sich die Chancen. Die Westerwälder konterten schnell, waren beim Abschluss aber zu ungenau. Bei der Emser Führung fälschte ein Westerburger die scharfe Hereingabe Micha Krohmanns unhaltbar für Keeper Carsten Wolf ab ins Tor (80.). Der Konter entstand nach einem Angriff von Westerburg, bei dem viele ein Foul an Björn Weber gesehen hatten und vehement Elfmeter forderten. Emeka machte dann auf der Gegenseite per Strafstoß den Dreier endgültig perfekt (87.), Nicholas Liefke war von Niko Weber gefoult worden.

Wendland war erleichtert: „Es war ein wichtiger Sieg für uns, nicht mehr und nicht weniger.“ Kollege Oliver Meuer fand klare Worte: „Wir hatten die besseren Chancen, haben aber die Konter schlecht ausgespielt. Uns wurde nach einem klaren Foul kein Elfer gepfiffen, und im Gegenzug fiel das 2:1. Dies war die Schlüsselszene, die ein Spiel entscheidet.“

Westerburg/G.: C. Wolf - Kreckel - N. Weber, Heinen (68. Hartmann) - Beutgen, Wagener (51. Alici), Wengenroth, Gläser, Ressmann (84. Schilling) - Meuer, B. Weber.

Schiedsrichter: Andreas Egenolf (Nentershausen) – Zuschauer: 140.

Tore: 1:0 Vernatius Emeka (51.), 1:1 Ferhat Alici (53.), 2:1 Micha Krohmann (80.), 3:1 Vernatius Emeka (87., Foulelfmeter).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Oliver Meuer (Westerburg, wegen Meckerns nach Spielende).

 

 

Montabaur bricht nach früher Führung völlig ein


TuS mit 2:6 bei Siegtal noch gut bedient

 

In einem äußerst unterhaltsamen wie torreichen Spiel der Fußball-Bezirksliga Ost bezwangen die Siegtaler Sportfreunde den TuS Montabaur mit 6:2 (2:2). Selbst ein zweistelliger Sieg war möglich. Die Gäste eröffneten das Torfestival bereits in der zweiten Minute durch Matthias Wincek, der eine Flanke von Ernesto Victor zum frühen 0:1 verwertete. Siegtal zeigte sich jedoch unbeeindruckt und kam schnell zum Ausgleich, als Slobodan Kresovic nach Kopfballablage von Ahmet-Ali Suicmez zum 1:1 (15.) traf. Mit einem spektakulären Treffer eroberte sich der TuS die Führung zurück. Uwe Schupp konnte außerhalb des Strafraums noch gegen Tim Schenkelberg klären, war aber nicht rechtzeitig wieder zwischen den Pfosten, um das 1:2 durch Wjatscheslaw Stoppel aus rund 40 Metern zu verhindern (24.).

Doch erneut bäumte sich Siegtal auf und glich durch den enorm eifrigen René Nagel ein zweites Mal aus (30.). Für die Vorarbeit zeichnete wiederum Suicmez verantwortlich. Die hässlichste Szene des Spiels ereignete sich in der 43. Minute. Christian Hüsch senste Stoppel von hinten um, und auch Siegtals Trainer Heiko Bedranowsky hätte sich nicht beschwert, wenn Schiedsrichter Marco Huber einen Platzverweis ausgesprochen hätte. So aber konnte Siegtal vollzählig in den zweiten Abschnitt gehen, während der TuS-Spielmacher ausgewechselt werden musste (60.).

Kurz nach der Pause gingen die Gastgeber erstmals in Front. Der schnelle Nagel lief allen davon, umkurvte Torwart André Faller und schob zum 3:2 ein (48.). Ein Doppelschlag in der 57. und 58. Minute entschied dann die Partie. Erst war es Kohl, der nach Philipp Bedranowskys Ecke zum 4:2 traf. Dann wuchtete Suicmez per Flugkopfball zum 5:2 unter die Latte. Damit waren die Punkte verteilt. Montabaur ergab sich in sein Schicksal, während Siegtal Angriff auf Angriff fuhr. Es grenzt an ein Wunder, dass außer Nagels Kopfball zum 6:2 keine weiteren Treffer für Siegtal heraussprangen.

Siegtals Trainer Bedranowsky war happy: „Man sieht, was möglich ist, wenn wir in zwei aufeinanderfolgenden Spielen in gleicher Besetzung auflaufen können. Die heutige Leistung macht mir Mut für die Rückrunde.“ Gerd Schenkelberg, Trainer des TuS Montabaur, verstand dagegen die Welt nicht mehr: „Was kann man sich noch mehr wünschen als ein Führungstor nach zwei Minuten? Später haben wir unterirdisch und überheblich gespielt, deshalb hätten wir noch mehr als sechs Gegentore kassieren können.“

TuS Montabaur: Faller - Akgün, Ismajli, Böhm, Leisenheimer (66. Atzinger) - Dinler - Wincek, Stoppel (60. Kettler), Bichert - Tim Schenkelberg (60. Pineker), Victor.

Schiedsrichter: Marco Huber (Eppenrod) – Zuschauer: 74.

Tore: 0:1 Matthias Wincek (2.), 1:1 Slobodan Kresovic (15.), 1:2 Wjatscheslaw Stoppel (24.), 2:2, 3:2 René Nagel (30., 48.) 4:2 Dennis Kohl (57.), 5:2 Ahmet-Ali Suicmez (58.), 6:2 René Nagel (72.).

 

 

 

Nievern verschläft die erste Halbzeit und verliert klar


Gastgeber Nievern liegen bereits nach einer halben Stunde gegen Weitefeld mit 0:3 zurück – SG verpasst nach dem 1:3 den Anschlusstreffer

 

Es dauerte exakt 14 Sekunden, da machte sich Dennis Preuschoff ein erstes Mal lang. Der Keeper des Fußball-Bezirksligisten SG Nievern/Fachbach musste einen Schuss von Weitefelds Joshua Weller parieren. Eigentlich hätte das der Weckruf sein müssen für die Gastgeber, doch die schlummerten auch den Rest der ersten Hälfte vor sich hin und verloren so am Ende die Partie gegen die Gäste aus dem Westerwald mit 1:5 (0:3).

Eine knappe Viertelstunde war gespielt, da ging Weitefeld sehenswert in Führung. Michael Kleinhenz wechselte mit einem präzisen Pass die Seite, Dominik Neitzert nahm das Leder kurz an, legte dann in den Strafraum, wo Joshua Weller aus sechs Metern volley vollendete. Auch das hätte man noch als Weckruf gelten lassen können, doch eine Reaktion der Gastgeber blieb aus. „Wir haben keinen Fußball gespielt, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen“, sagte Nieverns Trainer Björn Wickert. „Da haben wir geschlafen.“

So hatten Jens Reifenrath (22.) und Thomas Ross (30.) leichtes Spiel, sorgten schon nach einer halben Stunde für die Vorentscheidung. „Ich denke, speziell in der ersten Hälfte haben wir hervorragend gespielt“, freute sich Weitefelds Trainer Volker Heun. Nennenswerte Offensivaktionen der SG Nievern gab es bis zur Pause nicht.

Nieverns Trainer reagierte bereits zur Pause, brachte im offensiven Mittelfeld Fabian Schupp für Florian Panny. Eine Maßnahme, die phasenweise das Spiel nach vorne bei den Grünen beleben sollte – und sogar zum einzigen Treffer der Gastgeber führte. Eine Ballstafette brachte das Leder über Fabian Schupp zu Bastian Schupp, der aus halblinker Position über den herauseilenden Gästekeeper Sören Trippler den Ball ins Netz lupfte (63.). Das Tor sollte die Gastgeber noch einmal beflügeln, die sich in der Folge und über rund 20 Minuten ein spielerisches Übergewicht erarbeiteten. Doch je näher es in Richtung Gästetor ging, umso unpräziser wurden die Aktionen. Zahlreiche Ecken und Freistöße wurden nicht zu Chancen genutzt.

„Ich denke, in der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft“, sagte Wickert. „Ich weiß nicht, warum uns das nicht in Hälfte eins gelungen ist. Vielleicht war es den Jungs einfach zu kalt. Ich fand aber auch nicht, dass Weitefeld eine Übermannschaft war. Die haben ihre Chance nur genutzt.“

Sein Gegenüber Volker Heun wünscht sich nach dem erneuten Erfolg auf fremdem Platz mehr Konstanz. „Ich glaube, wir sind mit die erfolgreichste Auswärtsmannschaft der Liga. Jetzt müssen wir es hinbekommen, diese Leistung auch in den Heimspielen zu zeigen.“

 

 

Spitzenreiter Neitersen wankt in Herdorf


Der Tabellenführer wankte, aber er fiel nicht: Im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga Ost musste sich die SG Neitersen/ Altenkirchen in der Glück-Auf-Kampfbahn mit einem 1:1 (1:1) zufrieden geben. Nach dem Spielverlauf der zweiten Hälfte hätte Gastgeber SG Herdorf sogar mehr als nur den einen Punkt verdient. "Wir hatten die besseren Torchancen", stellte Herdorfs Spielertrainer Andreas Krämer treffend fest, "wir haben sehr viel investiert."

 

Spitzenreiter Neitersen ging als Favorit beim personell arg gerupften Ligavierten, dem nur noch ein Auswechselspieler zur Verfügung stand, ins Rennen: Doch bereits nach acht Minuten lagen die Gäste im Hintertreffen: Bei einem langen Flankenschlag von Joscha Vetter in Richtung Gästetor verschätzte sich Neitersens Libero Stefan Bischoff, wollte den Ball zu seinem Torwart weiterlaufen lassen - und übersah dabei den in seinem Rücken postierten Steffen Busch. Der bedankte sich auf seine Weise, netzte zum 1:0 für Herdorf ein.

"Dieses Tor war ein Geschenk", ärgerte sich Gästetrainer Thorsten Gerhardt, der danach aber bis zum Pausenpfiff mit der spielerischen Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein konnte. Denn nach dem frühen Rückstand übernahmen die Gäste die Initiative, bestimmten das Spielgeschehen und kamen zu Chancen. Die logische Folge der Dominanz: der Ausgleich in Minute 29. Ecke Mario Marth von rechts auf den langen Pfosten - Sascha Dugandzic per Kopf in die Strafraummitte, wo Frank Bischoff zum 1:1 einköpfte.

Neitersen blieb am Drücker, agierte ab der 36. Minute (Rote Karte gegen Herdorfs Ömer Saftekin nach Foul an Marth) sogar in Überzahl: Doch genau dieses Überzahlspiel sollte dem Gast (fast) zum Verhängnis werden. "Es war für uns schwerer, gegen zehn als gegen elf Mann zu spielen", erkannte Gerhardt, "die Strategie der Herdorfer, in Unterzahl unser Spiel zu zerstören, ist leider aufgegangen".

In der Tat: Die Gastgeber kamen ins Spiel zurück, kämpften den immer zerfahrener agierenden Gästen den Schneid ab, hatten in einer jetzt hektischen Partie ein klares Chancen-Plus. Doch Krämer (45., Freistoß) und der agile Kenny Scherreiks (47.) scheiterten an Keeper Jan Humberg, weitere Schüsse verfehlten knapp ihr Ziel. Die größte Herdorfer Chance in Minute 77: Kenny Scherreiks zu Sturmpartner Busch, der Humberg schon überwunden hatte - doch Stefan Bischoff klärte auf der Linie. "Da hat er seinen Fehler zum 0:1 wieder gutgemacht", sagte Gerhardt.

Erst als die Herdorfer müde wurden, kamen die Neiterser wieder zu Chancen. Die beste in der Nachspielzeit: Scharfe Flanke von Markus Sander auf Nicolai Hees, der frei zum Kopfball hochstieg, aber Torwart Marvin Scherreiks parierte. Ein Neiterser Sieg wäre auch des Guten zu viel gewesen

 

 

Puderbach gewinnt Derby verdient


In der Fußball-Bezirksliga Ost hat die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach/Rau-bach erwartungsgemäß das Neuwieder Kreisderby gegen die SG DJK Neustadt-Fernthal gewonnen. Der Kreisliga-A-Meister des Jahres 2011 besiegte gestern vor 175 Zuschauern in Daufenbach seinen Vorgänger aus dem Jahr 2010, die SG DJK Neustadt-Fernthal, verdient mit 2:0 (1:0).

 

In der Meisterschaft hatten Fußballer der SG Puderbach und der SG DJK Neustadt-Fernthal in den vergangenen drei Jahren nicht mehr gegeneinander gespielt. Und als sich die Trainer der beiden Klubs, Puderbachs Michael Roos und Neustadts Joachim Weißenfels, nach dem Derby-Hinspiel dieser Saison gestern Nachmittag die Hände reichten, hatte das nicht nur den gewohnten "Fair-Play-Gedanken" unter Kollegen. Weißenfels und das Schlusslicht Neustadt werden zwar auch in der Rückserie nochmals auf auf Roos' Puderbacher treffen, doch die Rückkehr der DJK in die Kreisliga A ist schon so gut wie beschlossen. Dagegen hat sich der Aufsteiger Puderbach nach zwölf von 30 Spieltagen fest in der Liga etabliert und besitzt seinerseits sehr gute Chancen, auch in der Spielzeit 2012/2013 Bezirksligist zu sein.

"Wir haben für unsere Verhältnisse ordentlich gespielt. Ich kann meiner Mannschaft mal wieder keinen Vorwurf machen. Es fehlt einfach an Qualität für diese Spielklasse", sagte Weißenfels nach 90 mehr oder weniger einseitigen Minuten. "Es ist völlig verdient, dass Puderbach gewonnen hat", so Weißenfels. Das sah auch Roos so. "Wir waren haushoch überlegen und haben hochverdient gewonnen", lautete sein Fazit.

Dazu bedurfte es keiner besonderen fußballerischen Leistung, weil die Gastgeber klar dominierten. Früh ging Puderbach in Führung, als DJK-Schlussmann Tobias Buslei einen strammen Schuss von Alexander Hartstang nicht festhalten konnte und Andreas Heringer schneller schaltete als die gesamte Neustadter Abwehr (7.). Mit der Führung im Rücken boten sich weitere Chancen, doch die Gäste hielten den knappen Torabstand bis in die zweite Hälfte hinein mit viel Kampfkraft aufrecht. Jedoch auch, weil die Gastgeber durch André Neitzert (14.), Heringer (35.) und vor allem durch Christian Schuster (45.) gute Chancen ausließen. Schuster scheiterte vor dem von Buslei verlassenen Tor an Feldspieler Nils Neuendorff, der auf der Linie klärte.

Nach der Pause verlor das Roos-Team kurzzeitig den Faden, um durch Schuster nach Vorarbeit von Christoph Hartstang doch früh alles klar zu machen (2:0 - 67.). Florian Wirths hätte auf der Gegenseite verkürzen müssen, doch er scheiterte an Torwart Maik Seuser (83.).

 

 

Das Derby in der Fußball-Bezirksliga Ost zwischen der SG Bruchertseifen/Eichelhardt und dem SC Berod-Wahlrod hatte keinen Sieger.


Den Gästen fehlte am Ende nur eine Minute für den nächsten Dreier, sie mussten sich beim 1:1 (0:0) mit einem Punkt begnügen. Spielertrainer Thomas Schäfer ärgerte sich: "In letzter Minute dürfen wir uns kein Kontertor fangen. Bis dahin haben wir sehr gut gestanden, nichts zugelassen." SG-Trainer Marc Odink stellte fest: "Das Ergebnis ist am Ende gerecht."

Die Gastgeber wollten die Partie aufgrund von Spielermangel eigentlich verlegen, doch die Beroder stimmten dem kurzfristigen Gesuch am Donnerstagnachmittag nicht zu. Dennoch stellte die SG noch elf Bezirksliga-Spieler in die Startelf, auf der Ersatzbank sah es allerdings schon anders aus. So musste sich Trainer Odink - früher als Torhüter in niederländischen Jugendauswahlteams aktiv - als Ersatz für Schlussmann Marc Schuster bereithalten. Stammtorwart Ralf Schupp war nach seiner Verletzung vom vergangenen Wochenende aber schon wieder unter den Zuschauern.

Gemeinsam mit den rund 100 Betrachtern der Partie bekam Schupp allerdings zunächst wenig Sehenswertes geboten. Beide Mannschaften taten sich schwer, Berod agierte zumindest leicht feldüberlegen. Die beste Chance der ersten Hälfte bot sich dann auch den Gästen. Spielertrainer Thomas Schäfer startete einen Sololauf und setzte 15 Meter vor dem Tor zu einem Schuss an, doch der war nicht hart genug und für Schuster kein Problem.

Erst nach der Pause kamen dann auch die Gastgeber zu ihrer ersten Gelegenheit: Tim Steinhauer köpfte nach einer Ecke aufs Tor, den Ball holte ein Abwehrspieler von der Linie (48.).

Als sich Schäfer dann in der 64. Minute den Ball 27 Meter vor dem Tor zum Freistoß zurechtlegte, stellte Schuster am rechten Pfosten stehend seine Mauer. Der Beroder Spielertrainer hob den Ball umgehend über die Mauer in die andere Torecke. Die Gäste jubelten, Bruchertseifen protestierte und Schiedsrichter Florian Ochs zeigte zum Mittelkreis - 0:1. SG-Trainer Odink meinte dazu: "Das war clever, so muss man das machen."

Chancen ergaben sich auch in der Folge kaum, einen Schuss von Viktor Kuhfeld klärte die SG zur Ecke (79.). Als die Gäste den Dreier schon sicher wähnten, schlugen die Gastgeber in der Schlussminute doch noch zurück: Luan Muriqi ließ bei einem Konter am rechten Flügel alle stehen und lupfte den Ball über Torwart Deniz Sakalakoglu hinweg zum 1:1 ins Netz. Spielertrainer Schäfer kritisierte: "Wir hätten mehr Tore schießen müssen. Aber wir sind jetzt acht Spiele ungeschlagen."

 

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