SV Hundsangen e.V. 1926

18.11.2012, 22:16, Alter: 5 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 14.Spieltag

Von: rhein Zeitung

In einem unterhaltsamen Fußballspiel der Bezirksliga Ost trennten sich die SG Hundsangen/Obererbach und die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/ Daufenbach/Raubach mit einem 3:3 (2:2)-Unentschieden.


Es ging gleich munter los: Dominik Hartstang (2.) und Fabian Steinebach (3.) setzten für ihre Farben erste Duftmarken. Danach wurde es aber ruhiger vor beiden Toren. Die Gäste schienen etwas besser in der Partie. Nach 27 Minuten wurde der Torreigen eröffnet. Einen Eckstoß Christian Schusters beförderte Hundsangens Torwart Tobias Kesseler in die Mitte des Spielfeldes, wo Vadim Pucha goldrichtig stand und den Ball unhaltbar zum 0:1 einhämmerte.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag: Andreas Loch köpfte die Ecke Lyudmil Kirovs zum Ausgleich ein (30.), eine Minute später klingelte es gleich zweimal. Auf Doppelpass mit Dominik Hartstang erzielte Gästekapitän Daniel Seuser das 1:2, im Gegenzug nutzte Janik Hannappel einen kapitalen Bock in Puderbachs Defensive zum 2:2. Hundsangen hatte sich gefangen und besaß mehr Spielkontrolle, was sich auch im zweiten Durchgang nahtlos fortsetzte. Allerdings spielten bei den Einheimischen im Mittelfeld einige Akteure unter Normalform, sodass die Elf "keine große Torgefahr" ausstrahlte, wie Trainer Ralf Hannappel erkannte.

Lediglich nach Fabian Steinebachs Einzelleistung (58.) und Lyudmil Kirovs Schuss mit dem schwächeren rechten Fuß, der am langen Pfosten vorbeihuschte (73.), wurde es brenzlig.

 

Erst in der spannenden Schlussphase wurde es noch einmal richtig turbulent. Die Gäste schienen doch noch den längeren Atem zu haben. Dominik Hartstang verwandelte einen Handelfmeter zum 2:3. "Der Schiedsrichter hat uns ein Tor geklaut, und auch der Eckball vor dem Elfer war keiner", war Hundsangens Trainer Ralf Hannappel nicht glücklich über diese Entscheidungen. Zunächst reagierte Puderbachs Schlussmann Julian Schmitz glänzend bei der Ausgleichschance Janik Hannappels (88.). Auf Flanke Fabian Steinebachs köpfte Joker Dennis Melbaum vier Minuten nach seiner Einwechslung dann doch noch zum 3:3 ein (90.).

"Es war ein verdientes 3:3. Gut, dass die Mannschaft sich noch einmal aufgebäumt hat, obwohl von der Spielfreude aus dem Pokalspiel nicht mehr viel zu sehen war", spürte Ralf Hannappel nach dem Last-Minute-Tor Erleichterung.

"Wir haben extrem viele Fehler gemacht und unsere Konter nicht gut zu Ende gespielt. Der Ausgleich zum Schluss ist bitter, aber wenn man den Gegner so frei flanken lässt, hat man auch nicht mehr verdient", bemerkte Puderbachs Trainer Michael Roos kritisch.

 

 

 

 

Eine Halbzeit lang konnte der VfL Bad Ems in der Bezirksliga Ost gegen den Spitzenreiter SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald mithalten, musste sich am Ende aber dennoch mit 1:3 (1:1) geschlagen geben. Ein Doppelpack von SG-Torjäger Kevin Lopata innerhalb von fünf Minuten besiegelte schon früh in der zweiten Halbzeit die Niederlage. Weitefeld verteidigte damit die Tabellenführung, ohne jedoch vollends überzeugen zu müssen.

 

Frank Wendland ist genervt. Genervt von der Tatsache, dass der Trainer des VfL derzeit mit 44 Jahren wieder auf dem Platz stehen muss. Als Teil der Bad Emser Viererkette. "Das geht mir tierisch auf den Keks, weil ich überhaupt keine Lust mehr habe zu spielen", sagt Wendland. "Aber da kann ja niemand etwas dafür. Wir sind personell am absoluten Minimum angelangt, da müssen wir jetzt gemeinsam durch."

Der personellen Situation ist es auch geschuldet, dass beim VfL offensiv gegen einen starken Gegner wie Weitefeld nicht viel geht. Und wenn der Spitzenreiter obendrein mit einer direkt verwandelten Ecke durch Fabian Lohmar schon nach vier Minuten in Führung geht, dann ist eigentlich programmiert, in welche Richtung die Partie läuft. Umso überraschender, dass die Gastgeber mit einer der wenigen Offensivaktionen prompt zum Ausgleich kamen. Nicholas Liefke, der eigentlich verletzt ist und gar nicht auf dem Platz stehen dürfte, glich nach 24 Minuten mit einem Flachschuss aus.

Zwei Dinge gilt es aus Hälfte eins noch zu notieren: Die letzte nennenswerte Chance hatte Joshua Weller, der einen Freistoß aus 18 Metern jedoch über das Tor setzte. Und Schiedsrichter Marco Christmann hätte nach dem einen oder anderen Foul durchaus den gelben Karton zeigen können, beließ es aber zumeist nur bei einer Verwarnung der "Übeltäter".

Dass Weitefeld die Partie am Ende recht souverän gewann, lag an einer starken Phase in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit. Zunächst nutzte Kevin Lopata eine Hereingabe von Dominik Neitzert zur erneuten Führung (49.), nachdem die Zuordnung in der VfL-Abwehr nicht gestimmt hatte. Wenig später traf Lopata erneut, diesmal aus abseitsverdächtiger Position - der Stürmer tauchte alleine vor Keeper Bastian Staudt auf und schob das Leder aus zehn Metern souverän in die Maschen (54.).

Überraschend war lediglich, dass die Westerwälder danach ihre Offensivbemühungen nahezu einstellten. Einzig ein Schuss von Fabian Lohmar (77.), stark pariert von Staudt, schaffte es noch in den Notizblock. Mehr war auch nicht nötig, weil Bad Ems offensiv kaum zum Zuge kam. Dennoch sah auch Weitefelds Trainer Volker Heun darin die einzige Gefahr in diesem Spiel. "Wenn ich etwas bemängeln müsste, dann sicherlich die Tatsache, dass wir das vierte Tor nicht nachgelegt haben. Das kann schnell mal nach hinten losgehen." Für Frank Wendland ging das Ergebnis "am Ende in Ordnung. Bei uns ging nach vorne nicht viel zusammen. Was aber sicherlich auch an unserer personellen Situation liegt. Bei den Gegentoren haben wir uns allerdings auch selbst geschlagen, da haben wir es dem Gegner zu einfach gemacht."

Für Volker Heun war der Dreier auf der Silberau ein "hochverdienter" Sieg. "Wir waren heute in allen Belangen die bessere Mannschaft. Das 1:1 fiel wie aus dem Nichts. Wir haben Glück gehabt, mit dem Doppelschlag nach der Pause nachlegen zu können. Unterm Strich bin ich froh, in Bad Ems gewonnen zu haben."

 

 

 

Für die SG Herdorf bleibt es dabei: Das 1:3 (0:0) gegen den FV Engers - die fünfte Niederlage in Folge - lässt die Mannschaft von Trainer Dirk Spornhauer immer weiter in eine Krise schlittern. Im Gegenzug bleibt der Gegner nach dem Sieg weiter in Reichweite der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga Ost.

 

"Wir haben uns einfach blöd angestellt", resümierte Spornhauer nach der Partie. Damit ging er auf die spielentscheidende Phase rund 15 Minuten vor Schluss ein: Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gastgeber durch einen kuriosen Treffer von Daniel Novakovic nach "Vorlage" von Gäste-Torwart Andreas Pütz vorne (60.), die Engerser aber zeigten sich dadurch keineswegs beeindruckt.

Nur fünf Minuten reichten, um das Spiel komplett auf den Kopf zu stellen: Erst gelang Vitalij Karpov nach einem Zuspiel von Björn Kremer der Ausgleich (73.), kurze Zeit später markierte Kremer per Kopf selbst das Führungstor (77.), und direkt nach Wiederanpfiff machte Mario Schneeweis mit dem Tor zum 1:3 alles klar (78.).

Den Leistungsabfall nach dem Ausgleichstreffer konnte sich Spornhauer nur so erklären: "Das Tor für uns war nicht unverdient, aber nach dem Gegentor sind wir zusammengebrochen und haben die Köpfe hängen lassen. Die Situation wird für uns nun immer ernster."

Dabei hatte es in einer höhepunktarmen Partie, die aufgrund der Witterungsverhältnisse in der Ludwig-Wolker-Sportanlage stattfand, bis zur Pause eher nach einem Unentschieden ausgesehen. Zwar zeigten beide Mannschaften durchaus den Willen, in Tornähe zu kommen, aber nur dem quirligen Herdorfer Torschützen Novakovic, der immer wieder Flankenabnehmer im Strafraum suchte und FV-Akteur Dennis Lücker, der SG-Schlussmann Marvin Scherreiks mehrmals aus der Distanz prüfte, gelang es, dies umzusetzen.

Erst nach der Pause machte der Favorit vom Rhein Druck, so dass die Gastgeber trotz einer insgesamt engagierten Leistung alle drei Punkte abgeben mussten. Gäste-Trainer Sascha Watzlawik konnte nur mit der zweiten Spielhälfte wirklich zufrieden sein: "Im ersten Durchgang waren wir noch nicht richtig wach, dafür haben wir nach der Pause einen Gang zugelegt und gegen einen starken Gegner eine tolle Leistung gezeigt."

 

 

Auch im letzten Heimspiel der Hinrunde ist der FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen nicht der erste Heimsieg in der Bezirksliga Ost gelungen. Dabei kam der Aufsteiger einem Dreier recht nahe und führte lange gegen die SG Westerburg/Gemünden. Am Ende standen die Gastgeber aber beim 1:2 (1:0) mit leeren Händen da. Drei Minuten vor dem Abpfiff kassierten sie das zweite Gegentor.


"Ärgerlicher geht es kaum", fasste FSV-Trainer Marc Mies zusammen. In der ersten Halbzeit keimten dagegen Hoffnungen im Abstiegskampf. In einer mäßigen Begegnung mit sehr wenigen herausgespielten Chancen brauchten sich die Rheinischen gegen den Fünften nicht zu verstecken. Florian Lemler leitete kurz vor der Pause die Führung ein mit einem Diagonalball, Adrian Knop war schneller als Keeper Carsten Wolf und traf wie gegen Engers (43.).

Westerburgs Spielertrainer Oliver Meuer, der sich nicht in die Startelf beordert hatte, widmete sich zu diesem Zeitpunkt längst seinem Aufwärmprogramm an der Seitenlinie. Das zahlte sich aus, denn der 37-jährige Routinier bereitete in Durchgang zwei beide Treffer der Gäste vor. "Ich habe gemerkt, dass wir etwas verändern müssen. Wir mussten heute das Spiel machen, und damit haben wir uns schon in der vorigen Saison schwer getan", erklärte Meuer.

Erst legte er in zentraler Position für David Gläser auf, dessen Schuss FSV-Torwart Kai Weiler zwar noch berührte, aber nicht mehr klären konnte (72.). Später war es dann Torjäger Björn Weber, der von der Übersicht seines Übungsleiters profitierte und aus halbrechter Position mit einem Flachschuss den Sieg für die Gäste sicherte (87.). "Ich wollte mehr Robustheit ins Spiel bringen, dazu bin ich aufgrund meiner Körperstatur geeignet", sagte Meuer zu seiner Rolle.

Weber hat mittlerweile 13 Saisontore erzielt, das ist mehr als die Trefferausbeute des gesamten Osterspaier Kaders. "Uns fehlt Qualität vor dem Tor", erkannte Mies. Seine Leute kämpften aufopferungsvoll und setzten vor allem im Flügelspiel einige Akzente, doch fehlte letztlich Durchschlagskraft. Den Willen zum Sieg dokumentiert auch, dass die Einheimischen nach dem Ausgleich Nico Helbach brachten - einen zweiten Stürmer. Ein Punkt hätte nämlich nicht viel genutzt im Abstiegskampf.

Auf der Gegenseite blieb Meuer außer der Freude über drei Zähler noch die Erleichterung, dass "wir in der zweiten Halbzeit endlich ein bisschen Fußball gespielt haben". "So läuft es, wenn du hinten stehst, es ist bitter", meinte Mies, der betonte, dass es keine Illusionen gibt: "Wir wissen, dass wir an unsere Grenzen gehen müssen."

 

 

 

Neblig, nass, kalt, matschig - kurzum: bestes Fußballerwetter am Sonntagnachmittag an der Früchter Straße in Nievern. Die heimische SG musste am Ende von 90 intensiven Minuten in der Bezirksliga Ost der Reserve der Spvgg EGC Wirges zum Sieg gratulieren. "Wir haben den Kampf angenommen und auch verdient gewonnen", sagte EGC-Trainer Stefan Waßmann nach dem 4:0 (1:0)-Erfolg auf dem Hartplatz in Nievern. "Wir haben zu undiszipliniert gespielt", ärgerte sich hingegen Nieverns Trainer Murat Saricicek.

 

Knapp sieben Minuten waren gespielt, da hatten die meisten der 80 Zuschauer bereits den Torschrei auf den Lippen, als ein Schuss von Fabian Schupp an die Latte klatschte. Und nach 19 Minuten lief Salvatore Mayer alleine auf das Gästetor zu, scheiterte aber an EGC-Keeper Thorsten Schmidt. "Wenn wir diese ersten Chancen nutzen, dann läuft das Spiel vielleicht anders", sagte Saricicek. Doch seine Mannschaft ließ die Chancen liegen, und kassierte nach einer guten halben Stunde auf der Gegenseite den Rückstand. Einen direkten Freistoß von Marco Poppe ließ Nieverns Keeper Florian Lindner nach vorne abprallen, Jonas Hannappel staubte zur Führung der Gäste ab (27.).

Auch in der zweiten Hälfte gehörte die erste Chance den Gastgebern, doch Salvatore Mayer konnte das Zuspiel des eingewechselten Felix Waldorf nicht verwerten (54.). Statt weiterer Tore gab es in der Folge erst mal reichlich gelbe Karten. Zunächst beschwerte sich Nieverns Kapitän Maximilian Schupp nach einer Fehlentscheidung von Rainer Wulftange derart heftig beim Unparteiischen, dass er innerhalb von wenigen Sekunden erst die gelbe, dann die Gelb-Rote Karte sah (58.). Nur eine Minute später leistete sich der bereits verwarnte Wirgeser Mittelfeldspieler Marco Poppe ein Foulspiel und sah ebenfalls die Ampelkarte (59.). Ebenfalls in kurzem Abstand fielen dann die entscheidenden Tore in dieser Partie. Binnen vier Minuten machte die EGC drei Tore und entschied damit das Spiel. Zunächst traf Marvin Binge im Doppelpack (68., 69.), danach war Alexander Frank mit einem direkten Freistoß aus 18 Metern erfolgreich (71.).

"Ich ärgere mich darüber, dass wir uns durch die Undiszipliniertheiten selbst geschadet haben", sagte Saricicek. "Das bin ich von uns eigentlich gar nicht gewohnt. Wirges war aber abgeklärter und hat das Spiel verdient gewonnen."

"Es war entscheidend, dass wir hier von Beginn an dagegen gehalten haben", sagte EGC-Trainer Stefan Waßmann. "Wir haben gekämpft wie die Verrückten. Am Ende hat sich aber auch die spielerische Überlegenheit durchgesetzt."

 

 

Durch einen 3:2-Erfolg am 14. Spieltag über Aufsteiger SV Rheinbreitbach behauptet die SG Guckheim/Kölbingen den vierten Tabellenplatz in der Fußball-Bezirksliga Ost und bleibt weiterhin in Reichweite zur Spitze. Für die Rheinbreitbacher, die mit nur sieben Punkten am Tabellenende stehen, wird die Luft im Kampf gegen den Abstieg hingegen immer dünner. "Wir machen einfach zu viele Fehler", musste SV-Trainer Michael Blankenheim zum wiederholten Male feststellen, dass seine junge Mannschaft zwar durchaus Bezirksligaformat hat, in den entscheidenden Situationen aber noch nicht reif genug ist.

 

Vor allem die Abwehrreihe der Gäste offenbarte immer wieder Lücken und hatte große Probleme bei hohen Bällen. Zudem stimmte oftmals die Abstimmung nicht. So auch beim Guckheimer Führungstreffer durch Niclas Schneider, der freistehend von Mario Wasna bedient wurde und mit einem geschickten Heber nach zwölf Minuten zum 1:0 traf. Zwar rückte Enes Özbek das Ergebnis kurz darauf wieder gerade, nachdem er ein Missverständnis zwischen Alexander Gombert und Björn Zacher ausgenutzt und zum Ausgleich eingenetzt hatte (16.). Doch nur eine Minute später unterlief die Rheinbreitbacher Innenverteidigung einen langen Diagonalbach Tobias Kuchs, den sein älterer Bruder Lukas mustergültig mitnahm. Wie zuvor Schneider erzielte er per Heber die erneute Führung. In der Folge hatten die Gastgeber die Partie im Griff und mit Niclas Schneider einen Linksaußen auf dem Feld, der mit der nötigen Ruhe am Ball das Guckheimer Spiel lenkte und an diesem Tag immer die richtige Idee parat hatte. Gefährlich wurden die Gäste eigentlich nur dann, wenn die Hausherren unkonzentriert wurden und dadurch Fehler im Spielaufbau produzierten.

Im zweiten Durchgang änderte sich daran kaum etwas. Glück hatten die Einheimischen in der 56. Minute, als Fabrizio Unterpertinger um ein Haar mit einer Bogenlampe SG-Schlussmann Lars Henning auf dem falschen Fuß erwischt hätte. Nachdem sich der grippegeschwächte Guckheimer Spielertrainer Stefan Schäfer nach gut einer Stunde selbst eingewechselt hatte, entwickelten die Gastgeber wieder mehr Druck in Richtung gegnerisches Tor und drängten auf die Entscheidung. Von Schneider bedient, nahm Schäfer den Ball technisch versiert mit dem Außenrist mit, traf anschließend mit seinem Schlenzer aber nur die Latte (71.). Besser machte es dann Schneider eine Minute später, als er an der Strafraumgrenze drei Gegenspieler stehen ließ und zum 3:1 einschoss. In der Schlussphase vergab die SG dann gleich reihenweise beste Gelegenheiten und musste nach dem Anschlusstreffer durch Matthias Bärm (90.) sogar noch einmal zittern. "Wir haben uns durch Unkonzentriertheiten das Leben heute selbst schwer gemacht", fasste Schäfer hinterher zusammen.

 

 

 

Im letzten Heimspiel der Hinrunde konnte das Team von Spielertrainer Marco Schnell den positiven Trend der letzten Wochen bestätigen und einen wichtigen Dreier gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib einfahren. Nach 90 Minuten hieß es: Müschenbach 4, Miehlen 1.


Bei trübem Novemberwetter ist der erste Durchgang schnell erzählt. Während es Müschenbach kaum gelang, spielerische Akzente zu setzen und Kombinationen über mehrere Stationen Mangelware waren, hatten die Miehlener Spieler noch elementarere Schwierigkeiten. Auf dem rutschigen Geläuf im Hachenburger Stadion waren die Mannen um Spielertrainer Rüdiger Graden hauptsächlich damit beschäftigt, die Bodenhaftung nicht zu verlieren.

So war es nur wenig verwunderlich, dass ausschließlich Standardsituationen für Torgefahr sorgten. Dass Müschenbach mit Steffen Ecker einen ausgewiesenen Spezialisten in den eigenen Reihen hat, zeigte sich bereits nach 16 Minuten. Von der Kante des Strafraums zog er ab und ließ Bastian Hofmann im Miehlener Tor keine Chance, 1:0. Das 2:0 fiel dann erneut durch eine Standardsituation: Michael Merz hatte mit einem Eckball Maximilian Mies mustergültig bedient und dieser köpfte unbedrängt ein. Trainer Graden analysierte anschließend treffend: "Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, überhaupt nicht ins Spiel gefunden und nicht eine einzige Torchance herausgespielt."

An der Tatsache, dass die Mannschaft aus dem Taunus sich keine klare Torchance herausspielte, sollte sich jedoch auch bis zum Ende der 90 Minuten nichts ändern. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Bennet Hofmann fiel - wie sollte es anders sein - nach einem Standard. Aus knapp 30 Metern nahm sich der 20-jährige ein Herz und hielt einfach mal drauf, 2:1 (62.) In der Folge kam Miehlen zwar besser ins Spiel, zeigte aber nur selten gelungene Aktionen in Richtung des Tores der Hausherren. Als Andre Müller eine Viertelstunde vor Schluss wegen wiederholten Foulspiels vorzeitig zum Duschen musste, nutzte die heimische SG die sich bietenden Freiräume und schraubte das Ergebnis in die Höhe. In der 83. Minute traf erneut Mies, und kurz vor Ende der regulären Spielzeit setzte sich der eingewechselte Altgeld gegen eine nur zuschauende Miehlener Abwehr energisch durch, 4:1 (89.).

Nach 90 Minuten Krampf und Kampf war auch Spielertrainer Schnell nur bedingt zufrieden. "Mund abwischen und weiter", kommentierte er den dritten Sieg seiner Elf in Folge - betonte aber gleichzeitig, dass es vor allem im spielerischen Bereich noch Luft nach oben gibt.

Sein Gegenüber Graden resümierte: "Müschenbach hatte über die gesamte Dauer mehr Spielanteile, war aggressiver und reifer. Der Überraschungserfolg gegen Engers kommt nicht von ungefähr."

 

 

 

Der TuS Montabaur gewann verdient mit 4:3 (1:2) beim SC Berod/Wahlrod. Dabei ließen die Gäste noch zahlreiche beste Möglichkeiten zu einem deutlicheren Erfolg ungenutzt.

 

Bereits in der fünften Minute hebelte Lucas Atzinger mit einem weiten Ball die gesamte Abwehr der Gäste aus. Zwar konnte SC-Torwart Constantin Redel den Schuss von Dominic Reusch noch abwehren, gegen Tim Schenkelbergs entschlossenen Nachschuss war er aber machtlos. Nur zwei Minuten später hätte René Nagel schon ausgleichen können, scheiterte aber an André Faller im TuS-Tor. Auf der Gegenseite vergab Schenkelberg alleine vor dem Tor die Chance zum möglichen 0:2 (20.). Das rächte sich im Gegenzug, als Martin Müller dank gütiger Mithilfe von Torwart Faller einen Freistoß aus 24 Metern zum 1:1 nutzte.

Montabaur stürmte unbeeindruckt weiter, versagte aber in Person von Schenkelberg (27.) und Niklas Wörsdörfer (29.) jeweils alleine vor Redel. Und wiederum folgte postwendend die Quittung. In der 34. Minute hob Müller den Ball in den gegnerischen Strafraum, Nagel überlistete Torhüter Faller und brachte Berod glücklich in Führung. Trotzdem hätte es zur Pause 2:2 stehen müssen, aber Schenkelberg scheiterte erneut im Duell mit Redel (43.).

War bei Schenkelberg einiges Unvermögen im Spiel, so hatte Hamit Dinler nur Pech, denn nach einer Ecke landete sein Schuss zunächst an der Unterkante der Latte, dann am Innenpfosten und sprang von dort zurück ins Spielfeld (51.). Aber der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit und fiel in der 58. Minute durch Reusch, der einen Angriff über den linken Flügel erfolgreich abschloss.

Überraschend ging Berod gegen die überlegenen Gäste erneut die Führung. Nagel flankte von rechts vor das Tor, wo sich Simon Oberender behauptete und zum 3:2 einköpfte (67.). Diesmal hielt der Vorsprung nur zwei Minuten, dann traf Yannik Leisenheimer ebenfalls per Kopf nach einer Ecke von Wörsdörfer, weil Timo Lands Rettungsversuch auf der Linie scheiterte. Die Entscheidung zu Gunsten der besseren Mannschaft fiel in Minute 81: Berods überforderte Abwehr bekam nach einem Freistoß von Schenkelberg den Ball nicht weg, und Wörsdörfer traf aus dem Gewühl zum 3:4-Endstand.

Dem maßlos enttäuschten Beroder Spielertrainer Thomas Schäfer fiel anschließend nicht viel zur Vorstellung seines Teams ein: "Wir haben vor allem bei Standardsituationen geschlafen und beim 0:1 auf Abseits reklamiert, statt zu verteidigen. Nach dem 3:3 hätten wir den einen Punkt sichern sollen." Montabaurs sportlicher Leiter Kurt Atzinger meinte: "Wir haben verdient gewonnen, denn schon in der ersten Halbzeit waren wir mit unseren gefährlichen Pässen in die Tiefe weitaus gefährlicher. Allerdings haben wir das Spiel unnötig spannend gemacht, indem wir viele Chancen ausgelassen haben."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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[ Letzte Änderung: 17. Januar 2018 ]