SV Hundsangen e.V. 1926

21.11.2016, 07:05, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 14.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

Hundsangen knabbert am Heimkomplex

 

Aufsteiger SG Birlenbach verdient sich redlich einen Punkt

 

 

Zum Kehraus der Hinrunde in der Bezirksliga Ost enttäuschte die SG Hundsangen/ Obererbach einmal mehr auf eigenem Platz. Im Spiel gegen den Tabellenletzten SG Birlenbach/Balduinstein kam der Rangfünfte über ein 2:2 (1:0)-Unentschieden nicht hinaus.

Dabei begann alles wie geplant. Den ersten Fehler des Klassenneulings bestrafte Sebastian Schneider (3.) gnadenlos zum 1:0. Wer glaubte, die heimische SG würde nun ein ähnliches Feuerwerk abbrennen wie in der Vorwoche beim 9:1 in Nauort, sah sich getäuscht. Hundsangen entwickelte keine Ideen. Die taktisch klug aufgestellten Gäste zogen sich zurück und schalteten nach gewonnenen Zweikämpfen immer wieder schnell um. Dabei zeigte der Aufsteiger gute Ansätze. Omed Chulies Freistoß strich knapp über den Kasten (15.).

In ihrer eigenen Hälfte waren die Gäste stets dicht dran und nahmen den ratlosen Hausherren den Wind aus den Segeln. In der 25. Minute war Mathias Arnolds durch, rutschte nach dem Pass von Marcel Hannappel aber aus. Auf der Gegenseite rettete Moritz Detrois für seinen schon geschlagenen Torwart Mario Nöllge nach Sebastian Schneiders Schuss (30.).

Nach Wiederbeginn bekamen die Gastgeber schnell die Quittung für ihre unbefriedigende Leistung. Mathias Arnolds setzte sich im Strafraum durch und vollendete völlig verdient zum 1:1 (46.).

Doch schon im Gegenzug war die kurze Freude dahin. Etwas glücklich senkte sich die gedachte Flanke Niklas Nolls im langen Tor-eck zur Hundsangener 2:1-Führung. Trotz des erneuten Rückstandes gaben die Gäste nie auf. So war es Mathias Arnolds, der mit einem Kopfball auf Flanke Daniel Krekels wieder den Ausgleich markierte (53.). In dieser Phase war mehr los vor beiden Toren. Julian Jung scheiterte am Außennetz (55.). Bei Daniel Hannappels direktem Freistoß hatte Birlenbachs Schlussmann Mario Nöllge aufgepasst (63.). Des weiteren rannten sich die Platzherren immer wieder fest in der kampfstarken Defensive des Gegners. Die Gäste ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und behielten die Übersicht. Die letzte Schrecksekunde überstand der Neuling schadlos. Nach dem vergebenen Kopfball David Leonardis auf Ecke Daniel Hannappels gab es bei der heimischen SG lange Gesichter.

 

„Wenn man den Kampf nicht annimmt, muss man sich nicht wundern. Wir haben ohne Mut zu kompliziert gespielt und hatten ein Einstellungsproblem“, erkannte Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm die Problematik.

„Ich bin sehr angetan von der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben immer wieder Kontersituationen geschaffen und auch nach zweimaligem Rückstand super weitergekämpft. Der Schiedsrichter war gut, und auch der Gegner hat für seine Fairness ein Lob verdient“, meinte sein Birlenbacher Kollege Bernd Moos.

 

 

Westerburg schlägt Bad Ems und zieht in der Tabelle vorbei

 

Das Team von Trainer Oliver Meuer präsentiert sich in der Kurstadt

zwingender und effizienter

 

Die Spieler des VfL Bad Ems hatten noch gar nicht richtig in ihr System hineingefunden, als sie am Sonntag aufgrund zweier früher Tore des Gegners schon so gut wie verloren hatten. Am Ende hieß es 0:3 (0:2) auf der Silberau, was Konsequenzen hat in der Tabelle der Bezirksliga Ost hat: Die SG Westerburg/Gemünden ist an den Kreisstädtern vorbeigezogen und schöpft neues Selbstvertrauen.

Beide Mannschaften hatten bereits lange keinen Liga-Treffer mehr erzielt. Die Gäste beendeten diese Durststrecke beeindruckend und mit ein wenig Hilfe der Einheimischen. Westerburgs Julian Gläser sorgte erst mit einem Eckball für Gefahr und trat dann zu einem Freistoß an, den er aus dem linken Halbfeld mit dem rechten Fuß hereinbrachte. Der Ball setzte auf und landete in den Maschen.

Der Bad Emser Torwart Konstantin Smirnov machte in dieser neunten Spielminute nicht die beste Figur, zumal ihm die Kugel durch die Beine sprang. Sein Trainer Kay Ludwig formulierte dennoch keine Vorwürfe: Der Wind, die versperrte Sicht – „aber so etwas sieht immer doof aus“, erklärte er. Zumal der SG das Erfolgserlebnis nach sechs Wochen Tor-Flaute Auftrieb verlieh und zum Nachlegen motivierte.

Die Platzherren hatten sich noch nicht sortiert, als es schon 0:2 stand. Tamas Major tauchte frei vor Smirnov auf und verwandelte unhaltbar per Flachschuss (11.). Zwei Minuten darauf hätte Cosmin-Lorin Laurentiu auf Flanke Philipp Seimels per Kopfball verkürzen können, doch die Westerburger Defensive wehrte ab. In der Folgezeit hatte die SG das geschehen weitgehend im Griff und musste nicht zittern.

 

„Man hat heute von Anfang an gesehen, dass die Mannschaft wollte“, lobte SG-Trainer Oliver Meuer seine Leute. Die Spielanteile hielten sich in etwa die Waage, doch letztlich agierten die Gäste zwingender und effizienter. „Wir wollten zu oft den Ball ins Tor tragen“, kommentierte Ludwig, dabei ging das Tempo in den Aktionen nach vorne verloren. Die Bad Emser reagierten mit taktischen Umstellungen nach der Pause.

Stefan Fuselbach, der über die Latte schoss, ein abgefälschter Schuss von Andreas Stoffels und ein flatternder Fernschuss Laurentius – das waren die nennenswerten Abschlüsse der Gastgeber im zweiten Durchgang. Alles in allem viel zu wenig, um das Ergebnis drehen zu können. Zumal Westerburg nach einer knappen Stunde erhöhte, doch zuerst traf Matthias Wengenroth mit einem Freistoß den Pfosten.

Kurz darauf markierte Jannik Schmidt nach Zusammenspiel mit Justin Keeler den 0:3-Endstand. „Wir haben das heute über 90 Minuten gut abgearbeitet“, fasste Meuer zusammen nach dem Dreier, der sehr wichtig war für sein Team, denn „wir standen mit dem Rücken zur Wand“. „Der Sieg ist verdient für Westerburg“, erkannte Ludwig ebenso an.

 

 

Quandels früher Treffer reicht aus

 

Favorit Emmerichenhain feiert glanzlosen Sieg gegen gute Müschenbacher

 

 

Auf einen 2:1-Sieg seiner Mannschaft hatte Müschenbachs Trainer Volker Heun vor dem Auftritt in Niederroßbach getippt. Zu seinem Glück musste er dazu keinen Wetteinsatz erbringen. Das Geld wäre nämlich spätestens nach drei Minuten schon in Gefahr geraten. Da hatte Torgarant David Quandel die SG Emmerichenhain/Niederroßbach bereits in Führung geschossen. Nach einem Pass aus dem Halbfeld war sein Gegenspieler nicht eng genug am Mann. Quandel steuerte allein auf den Torwart zu und hob den Ball gefühlvoll über Jan Böhning hinweg zum 1:0 ins linke obere Toreck. Wer aber jetzt eine Torflut der Heimelf erwartet hatte, sah sich getäuscht. Am Ende setzte sich der Bezirksliga-Neuling zwar durch – aber eben nur mit 1:0 (1:0).

Die SG Müschenbach/Hachenburg gestaltete die Partie in der Folge ausgeglichen, was Trainer Heun nach den 90 Minuten auch zu der Feststellung veranlasste: „Es hätte wohl niemanden überrascht, wenn wir hier heute einen Punkt mitgenommen hätten.“ Dem wird der neutrale Beobachter zustimmen, auch wenn Trainer Nihad Mujakic einen verdienten Sieg seiner Elf gesehen hatte. Doch zufrieden mit der Leistung war er nicht: „Wir haben nie einen Zugriff aufs Spiel bekommen. Es mangelte an der richtigen Einstellung.“ Von der Dominanz vorangegangener Heimspiele war nichts zu sehen. Die Gäste standen gut und ließen die ansonsten so gefürchteten Angreifer Quandel und Mario Pavelic kaum zur Entfaltung kommen.

Ganz auszuschalten sind Quandel und Co. allerdings nie. Die erste Chance ließ Keigo Matsuda schon nach zwei Minuten liegen. Weitere vergaben Quandel selbst (24.) und nochmals Matsuda (41.) nach Pass von Mario Pavelic. Doch auch Müschenbach hatte seine Möglichkeiten. Im ersten Abschnitt scheiterte David Rystwej aus kurzer Entfernung an Timon Topitsch (22.), und nach 69 Minuten hatte Gerrit Oettgen den Ausgleichstreffer auf dem Fuß, fand aber ebenfalls in Topitsch seinen Meister. Volker Heun hatte seine Mannschaft sehr gut eingestellt. Diese trat völlig angstfrei auf und störte den Favoriten schon ganz früh im Aufbauspiel, was man ansonsten eher von den Gastgebern kennt. Hinzu kam, dass bei Emmerichenhain viele Bälle nicht ankamen, obwohl der Trainer fast händeringend bat: „Spielt endlich richtigen Fußball.“ Schon zur Pause war Mujakic entsprechend „angefressen“. Es wurde laut in der Kabine, ein Wechsel folgte. Doch am Spielgeschehen änderte sich wenig.

Was zunahm, waren die Ruppigkeiten. Im Minutentakt klagten die Akteure beiderseits über Verletzungen, sodass Schiedsrichter Ehsan Amirian zunehmend gefordert war und vermehrt Gelbe Karten zücken musste.

Volker Heun wollte nach dem Spiel von Lob wenig hören: „Was nützen uns alle Komplimente? Wir haben gegen alle Spitzenteams gut ausgesehen. Aber wir belohnen uns einfach nicht mit Punkten.“

 

 

SV Nauort mutiert auch in Wissen zur Schießbude

 

Trainer Olaf Klee ist nach der 2:7-Klatsche des Neulings an der Sieg restlos bedient

 

Von einem Aufbäumen angesichts der Tabellensituation war beim SV Fortuna Nauort nichts zu sehen. Im Gegenteil: Mit 2:7 (1:3) geriet das Schlusslicht der Bezirksliga Ost beim VfB Wissen unter die Räder. In dieser Verfassung wird der Aufsteiger die Rote Laterne wohl kaum mehr los.

Im ersten Durchgang hatten die Gastgeber eine nahezu hundertprozentige Chancenverwertung. In der sechsten Minute erkämpfte sich Dennis Ferfort auf den Ball, zog in den Strafraum, legte sich den Ball an Gästekeeper Jürgen Ebert vorbei und dabei eigentlich zu weit vor. Doch Cem Cakatay war zur Stelle und und drückte den Ball über die Linie. Fünf Minuten später gab es 30 Meter vor dem Gästetor einen Freistoß für den VfB, den Torben Wäschenbach ins linke Eck nagelte.

Dadurch hatten die Gastgeber früh für klare Verhältnisse gesorgt, kontrollierten das Spiel und ließen hinten nichts anbrennen. Nach einer Ecke von Sebastian Zimmermann köpfte Rüdiger Schulz aus kurzer Distanz zum dritten VfB-Treffer ein (29.). Danach plätscherte das Spiel etwas vor sich hin, Wissen machte nicht mehr als nötig, während die Gäste in ihren Möglichkeiten bescheiden blieben. Der vierte Treffer durch Philipp Bedranowsky wurde von Schiedsrichter Jens Hülpüsch wegen angeblicher Abseitsposition nicht gegeben, stattdessen kamen die Gäste mit dem Pausenpfiff zum Anschlusstreffer. Christian Kulachmetow passte schön in den Lauf von Philip Weiler, der Marvin Scherreiks im Wissener Gehäuse keine Chance ließ.

 

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild: Die Gastgeber waren spielbestimmend, und auf beiden Seiten waren Torchancen auch zugleich Tore. Zunächst erhöhte der eingewechselte Maik Schnell nach Zuspiel von Schulz auf 4:1 (67.), ehe auf der Gegenseite Kulachmetow nach einem Ball über die Abwehr schneller schaltete als die VfB-Hintermannschaft und einnetzte (67.). Ein erneuter Freistoßtreffer von Wäschenbach (71.) stellte den alten Abstand wieder her, ehe Alexander Rosin einen an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter sicher zum 6:2 verwandelte (86.) und Schulz in der Nachspielzeit den Endstand herstellte (90.+1).

Gästetrainer Olaf Klee, der sich zur zweiten Halbzeit notgedrungen selbst eingewechselt hatte, war nach dem Spiel bedient und beließ es in Sachen Statement zum Spiel bei einem „Ohne Worte!“. Doch auch VfB-Trainer Dennis Reder war nicht komplett zufrieden: „Die frühen Tore waren sehr wichtig, und das Ergebnis stimmt. Wie wir das aber insgesamt runtergespielt und die Art und Weise, wie wir die Gegentore bekommen haben, das war keineswegs souverän. Wir hatten ein paar Phasen, in denen wir zu hektisch agiert haben.“

 

 

Lohmar sichert Weitefeld spät den Punkt in Linz

 

1:1 im Verfolgerduell – Elfmeter glücklich

 

Keinen Sieger gab es im Verfolgerduell der Fußball-Bezirksliga Ost. Auf dem Linzer Kaiserberg trennten sich der heimische VfB und die SG Weitefeld mit 1:1 (1:0). Der Tabellendritte gegen den Vierten, das versprach eine flotte Partie. Und die bekamen die Zuschauer auch geboten. Beide Teams fanden gut ins Spiel, es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Die erste Torchance hatten die Gastgeber, als Mario Seitz sein Ziel nur knapp verfehlte (16.).

Mit zunehmender Spieldauer bestimmte der VfB das Geschehen. In der 28. Minute stürmte Michael Fiebiger auf den erst kurz zuvor für den erkrankten Sören Trippler eingewechselten Weitefelder Ersatzkeeper Lukas Hammer zu, der das Leder nur abklatschen konnte. Mario Seitz ergatterte den Ball und ließ Hammer mit einem strammen Schuss keine Chance. Michael Krupp hatte nur wenig später das zweite Tor auf dem Fuß, doch diesmal parierte Hammer (34.).

Nach dem Seitenwechsel fand auch Weitefeld wieder besser ins Spiel und tauchte nun auch gefährlich vor dem VfB-Tor auf. Nach Vorarbeit von Luca Thom zog Maximilian Strauch aus aussichtsreicher Position ab, doch Keeper Sebastian Seitz lenkte das Spielgerät mit den Fingerspitzen über die Latte (57.). Vor allem Mario Seitz hatte mehrmals die Möglichkeit auf dem Fuß, die Führung auszubauen (68., 74., 78.). „Wir sind es natürlich ein Stück weit selbst Schuld, wenn wir solche Chancen liegen lassen“, ärgerte sich VfB-Trainer Paul Becker. Während Linz den Schlusspfiff herbeisehnte, entschied Schiedsrichter Alexander Mürtz nach einem Zweikampf zwischen Maik Oliver Seibel und Seitz auf Strafstoß für die Gäste. Fabian Lohmar verwandelte zum 1:1 (87.). „Das Unentschieden ist okay, wir haben nach einem guten Beginn total den Fluss verloren. Die zweite Hälfte war von unserer Seite besser, der Elfmeter allerdings auch ein bisschen glücklich“, sagte Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt.

 

 

Daueroffensive führt zum Montabaurer Sieg

 

TuS bezwingt FSV Osterspai mit 2:0

 

Der TuS Montabaur holte sich durch einen ungefährdeten 2:0 (1:0)-Erfolg über die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen die Tabellenführung in der Bezirksliga Ost von der SG Emmerichenhain/Niederroßbach zurück.

 

Die Partie war gerade mal eine Minute alt, da hätten die Kreisstädter bereits in Führung gehen müssen. Der stark aufspielende Maximilian Acquah war auf der rechten Außenbahn durchgezogen, hatte präzise in die Strafraummitte auf Karol Obrebski geflankt, der den Ball aber völlig frei neben das Gästegehäuse setzte. „Wir hätten das Spiel heute früher für uns entscheiden müssen“, meinte der aber ansonsten mit dem Sieg zufriedene TuS-Coach Benedikt Lauer. Seine Elf legte weiter dynamisch nach, mehrere ähnlich gefährliche Acquah-Flanken wurden im Sturmzentrum nicht zählbar verwertet.

„In der ersten Halbzeit haben wir gut gegen den Ball gearbeitet“, wusste Osterspais Trainer Nico Helbach, „nach vorne waren wir aber vor allem in der zweiten Hälfte zu schwach, um hier etwas mitzunehmen.“ Sein Team sah sich gegen über 90 Minuten dominierende Montabaurer weiteren Angriffswellen ausgesetzt. Dennoch hielt die gut stehende Defensive der Gäste vom Rhein bis zur 33. Minute. Dann „erlöste“ Simon Schwickert die drückend überlegenen Gastgeber mit einem 25 Meter-Hammer in den Winkel zum 1:0. Nur zwei Minuten später zeigte das Helbach-Team mit seiner besten Spielchance einen Hauch von Offensiv-Gefährlichkeit. Thomas Lemler hatte sich trickreich im Strafraum durchgesetzt, scheiterte aber am ansonsten kaum geprüften Felix Fußel im TuS-Kasten (35.). Auch in der zweiten Halbzeit lief die Partie fast nur in Richtung Gästegehäuse. Pascal Tillmanns 2:0 in der 56. Minute stellte den Endstand her.

 

 

SG Ellingen verspielt 2:0-Führung

 

2:2 gegen Hamm – Weißenfels sieht die Ampelkarte – Raasch vergibt Foulelfmeter

 

Zwei verschiedene Spielabschnitte waren der Grund für das leistungsgerechte 2:2 (2:0) zwischen der SG Ellingen/Bonefeld und dem VfLHamm im Spiel der Fußball-Bezirksliga Ost. Damit blieben die Gastgeber auch im siebten Spiel in Folge ohne Niederlage, die Gäste tankten eine Menge Selbstvertrauen für ihre nächsten Aufgaben.

 

So schnell wie der Sturm die bedrohlichen, dunklen Wolken am Himmel über dem Kunstrasenplatz in Straßenhaus hinwegjagte, so schnell wollten die Spieler der SG Ellingen die Partie gegen die zuletzt nicht so erfolgreiche Hammer Mannschaft unter Dach und Fach bringen. Nach wenigen Minuten waren drei Ecken, von denen die letzte auf die Querlatte prallte, ein deutliches Signal in Richtung Heimsieg. Bei windigen Verhältnissen war flach spielen das Gebot der Stunde. Die SGE beherzigte das, ließ Ball und Gegner laufen, was der VfL-Coach Philipp Höhner später so kommentierte: „Wir haben in dieser Phase keinen Zugriff auf die Ellinger Angriffsmaschinerie bekommen.“

 

Die lief ab der 20. Minute richtig rund. Eine Direktannahme von Florian Raasch nach einem schönen Angriff über die linke Seite konnte vom guten Hammer Torwart Mert Zeycan gerade noch um den Pfosten gedreht werden. Ellingen verstärkte seine Bemühungen und wurde belohnt. Christian Weißenfels deckte im gegnerischen Strafraum Ball und Gegenspieler ab, so entstand Freiheit für Raasch, der den Ball entschlossen zum 1:0 über die Linie brachte. Der Torschütze glänzte knapp zehn Minuten später erneut. Als habe er es geahnt, dass ein langer Ball über den VfL-Verteidiger Fabian Molzberger hinweg springen würde, wartete er die Situation ab und hatte plötzlich freie Bahn. Die Ecke konnte er sich locker aussuchen um das 2:0 zu erzielen. Was sollte jetzt noch passieren?

Gleich nach der Pause lief das Spiel jedoch andersherum. Das hatte zwei wichtige Gründe. Der Hammer Coach hatte sein Team auf zwei Positionen und das Spielsystem verändert. Das allein wäre für die SG ja noch reparabel gewesen, aber aus heiteren Himmel (die dunklen Wolken waren gerade mal eben verschwunden) traf Schiedsrichter Alexander Mroß eine folgenschwere Entscheidung. Ellingens Kapitän Weißenfels, der in der ersten Hälfte mit einem leichten Bodycheck einen Gegenspieler über die Bande befördert und dafür die Gelbe Karte gesehen hatte, erhielt die Ampelkarte. Nach einer Berührung im Strafraum legte der Schiri Weißenfels' Fall als „Schwalbe“ aus. Ellingen fehlte fortan das Herzstück.

„Nicht nur der Schiedsrichter, sondern auch wir haben vollkommen den Faden verloren“, beurteilte Trainer Thomas Kahler diese Situation und das weitere Geschehen. Dem Gast spielte das in die Karten, Hamm agierte nun frecher. Angetrieben von ihrem Kapitän Michael Trautmann drückte der VfL die SGE in deren Hälfte zurück. Ein sehenswerter Schuss aus der Distanz, von Manuel Plath abgezogen, passte genau ins Eck – 2:1.

Nur langsam erholte sich das Kahler- Team und mühte sich zurück ins Spiel. Joscha Lindenau scheiterte am toll reagierenden Hammer Keeper (69.). Der schockte in der 80. Minute die SG erneut. Der eingewechselte Mazlum Sari wuselte sich in den Strafraum, wurde gefoult und es gab Elfmeter. Florian Raasch übernahm die Verantwortung, schoss den Strafstoß aber zu mittig, sodass Schlussmann Zeycan die Kugel sogar festhalten konnte. Damit nicht genug. Nach einem Stellungsfehler machte sich VfL- Goalgetter Michael Weyer auf und davon und spitzelte den Ball unter Ellingens Torwart Pete Neuendorff zum 2:2-Ausgleich ins Netz.

„Diese Punkteteilung war für uns sehr wichtig“, war der VfL-Trainer Höhler extrem zufrieden. Thomas Kahler dagegen verständlicherweise nicht: „Es fühlt sich doch wie eine Niederlage an. Aber wir stehen wieder auf.“

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[ Letzte Änderung: 19. Oktober 2018 ]