SV Hundsangen e.V. 1926

13.11.2017, 06:16, Alter: 71 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 14.Spieltag

Von: rhein zeitung

                                         

Hundsangen dreht gegen Elbert auf

3:1-Sieg nach Pausenrückstand – Gastgeber kommen nicht ins Spiel

Gelungener Einstand für Dominik Pistor und Daniel Hannappel als Trainerduo der SG Hundsangen/Obererbach: Der Abstiegskandidat der Bezirksliga Ost überzeugte im ersten Spiel nach der Trennung von seinem bisherigen Coach Martin Scherer und schöpft durch den 3:1 (0:1)-Erfolg bei der SG Elbert/Welschneudorf/ Stahlhofen neuen Mut. „Endlich sind wir mal für eine tolle Leistung belohnt worden“, sagte Pistor, der nach eigenen Angaben auch am Dienstag das Training leiten wird. „Wie es danach weitergeht, muss der Verein entscheiden.“

Die Gäste demonstrierten von der ersten Sekunde an, dass sie die Botschaft des Trainerwechsels verstanden haben. So, wie es der geneigte Zuschauer von einer Mannschaft erwartet, die sich mit aller Macht aus dem Abstiegskampf befreien will, zeigte Hundsangen eine immens hohe Laufbereitschaft, ging aggressiv zu Werke und machte es den Elbertern schwer, ins Spiel zu finden. Bis zum Pausenpfiff agierte das Team von Trainer Michael Diel nur selten wie ein Gastgeber – was aber nicht nur am Gegner lag, sondern vielleicht auch am ungewohnten Untergrund im ersten Spiel seit langem auf dem Platz in Stahlhofen.

Bei Hundsangen machten vor allem Marcel Hürter über die rechte Seite und im Zentrum Tommy Brühl Betrieb. Die erste Chance für die Gäste hatte Daniel Hannappel, der nach einem Fehlpass zum Abschluss kam, sein Ziel aber knapp verfehlte (14.). Die Elberter brauchten eine Standardsituation, um für Gefahr zu sorgen. Doch gleich der erste Versuch saß: Nach einem Eckball herrschte bei fast allen Beteiligten Verwirrung. Den Durchblick behielt nur Leon Simon, der den Ball aus acht Metern zum 1:0 unter die Latte donnerte (17.). Hundsangen ließ sich von dem Treffer nicht aus der Bahn werfen und blieb die etwas engagiertere Mannschaft. Die beste Gelegenheit, den Ausgleich zu erzielen, hatte an alter Wirkungsstätte Sebastian Schneider. Der frühere Elberter stürmte allein Richtung Tor, blieb aber im Duell gegen den herauseilenden Routinier Patrick Henschel nur zweiter Sieger (30.).

Was Schneider nicht gelang, holte Luca Heinz nach dem Wechsel nach. Durchgang zwei war keine sieben Minuten alt, da fing Hundsangen nach einem von zahlreichen Fehlern aufseiten der Elberter den Ball ab. Heinz behielt von der Strafraumgrenze die Übersicht und besorgte per Schlenzer das 1:1 (52.). Der Schreck bei den Gastgebern hatte sich noch nicht gelegt, da stand es schon 1:2: Nach Lars Bodes Foul an Lukas Tuchscherer verwandelte Daniel Hannappel den fälligen Foulelfmeter sicher (55.). „Dieser Doppelschlag war natürlich bitter für uns“, sagte Elberts Trainer Michael Diel, der dieses Spiel „nicht gut einsortieren“ kann. „Wir haben viele Fehler gemacht und waren nicht immer wach.“ Anders die Gäste: Hundsangen ließ nicht locker. Der Abpraller nach einem Freistoß aus 30 Metern landete bei Luca Heinz, der auch seine zweite Chance nutzte (64.) – 1:3, das Spiel war endgültig gedreht, die Vorentscheidung gefallen. Von der Diel-Elf kam weiter zu wenig, auch Christian Steras Freistoß konnte nicht wirklich für Gefahr sorgen (70.). In der hektischen Schlussphase gab es noch Gelegenheiten auf beiden Seiten, am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr.

 

Jan Lucca Schneider rettet Müschenbachs Punkt in Burgschwalbach

In den „Wochen der Wahrheit“ hat die TuS Burgschwalbach in der Bezirksliga Ost den ersten Matchball vergeben. Im Spiel gegen die SG Müschenbach/Hachenburg fehlten dem Neuling beim 1:1 (0:0) lediglich drei Minuten zum ersten Heimsieg.

Der Aufsteiger präsentierte sich im Duell der Kellerkinder mutig und ergriff sofort die Initiative. Willensstark und mit großer Laufbereitschaft schien die Heimelf zu spüren, was die Stunde geschlagen hat. „Sieht gut aus, Männer“, war TuS-Trainer Torsten Baier vom Auftritt seiner in Teilen umgebauten Mannschaft begeistert. Die beste Möglichkeit durch Thomas Liguori kratzte Müschenbachs Andreas Bleich von der Linie (8.). Die Platzherren waren schneller, kamen sofort gut in die Zweikämpfe und gaben den Ton an.

Die Gäste aus dem Westerwald wurden zunächst schon im Mittelfeld in ihren Aktionen ausgebremst. Dies änderte sich nach gut 20 Minuten, als der Schwung der Hausherren nachließ.

Die SG kam nun stärker zur Geltung und übte vornehmlich über die rechte Angriffsseite mehr Druck aus. Jannick Kessler verpasste die Hereingabe seines Kapitäns Tim Zeiler nur ganz knapp (32.). Burgschwalbach verlor die Linie – abgesehen von Julian Ohlemachers Torschuss (33.) – durch ungenaues Passspiel, so dass die Kombinierten dichter vor der Führung standen. Gerrit Oettgen kam jedoch an TuS-Torwart Luca Wischmann nicht vorbei (41.). Tim Zeilers gefährlicher Freistoß rauschte an allen vorbei (43.).

Nach weiteren Möglichkeiten durch Julian Ohlemacher (49.) für die TuS und Tim Zeiler auf der anderen Seite (55.) wollten es die Hausherren wissen. Hatte Julian Kohl im Abschluss zunächst noch die Konzentration vermissen lassen (60.), erzielte sein Teamkollege Sandro Fuchs auf Vorarbeit seines Sturmpartners Ohlemacher das 1:0 (63.). Die Gäste wirkten nun minutenlang ziemlich angeschlagen, der Klassenneuling setzte alles daran, schnell nachzulegen. Fabian Kunz (65.) und Ohlemacher (66., 68., 70.) fehlte das Glück. Vor allem beim letzten starken Abschluss des TuS-Stürmers hielt SG-Keeper Jan Böhning seine Farben mit einer Glanzparade im Spiel.

Nach einem Doppelwechsel (72.) drängten die Gäste gegen Ende die führende Elf hinten rein. Mit dem Tor zum 1:1 riss Jan Lucca Schneider das neue Schlusslicht aus allen Träumen (87.).

„Wir sind schlecht ins Spiel reingekommen. Nach 20 Minuten war es dann besser, und wir besaßen auch unsere Chancen. Nach dem Rückstand hatten wir das nötige Quäntchen Glück. Aber am Ende konnten wir den Abstand zum Gegner halten“, klang SG-Trainer Volker Heun nicht unzufrieden. „Mit einem guten Spielzug haben wir die Führung erzielt, danach allerdings vergessen, den Sack zuzumachen. Wir hatten mehr vom Spiel. Der späte Ausgleich war ein richtiger Nackenschlag für meine Jungs“, verstand sein Burgschwalbacher Kollege Baier die Welt nicht mehr.

 

Spvgg EGC Wirges deklassiert FSV Osterspai

Tabellenführer feiert 10:2-Kantersieg – Harmlose Gäste sind Foroutans Team in allen Belangen unterlegen

In der Bezirksliga Ost marschiert die Spvgg Eintracht Glas-Chemie Wirges nach dem 10:2-Kantersieg gegen die FSV Osterspai/Kamp Bornhofen weiterhin an der Tabellenspitze. Nach dem überraschenden Punktgewinn gegen den TuS Montabaur war der Gast diesmal in allen Belangen unterlegen und chancenlos. Die Befürchtung von EGC-Trainer Nikolai Foroutan, gegen eine schwächer platzierte Mannschaft zum wiederholten Mal zu patzen, sollte sich nicht bestätigen. Bereits nach sieben Minuten eröffnete Leonardo Kolak den Torreigen. Von Beginn an zeigte die Heimelf einen tollen Kombinationsfußball und beherrschte das Spiel ohne große Gegenwehr der Gäste. Jannik Sturm (14.) und Sturmpartner David Röhrig (19.) erhöhten schnell auf 3:0. Sehenswert war dabei besonders der zweite Treffer, als Mirko Kerch mit einen maßgenauen Steilpass Kolak auf die Reise schickte, dieser den Torhüter im Osterspaier Gehäuse umkurvte und mustergültig quer auf den herangeeilten Sturm legte, sodass dieser den Ball nur noch einschieben musste.

„Der Gast hat es uns heute sehr leicht gemacht. Wir hatten einen sehr starken Offensivdrang und haben gut kombiniert“ sagte Foroutan. Die wenigen Zuschauer bekamen bei nasskaltem Wetter Einbahnstraßenfußball in Richtung Tor der Gäste mit Chancen im Minutentakt geboten. Eine dieser Gelegenheiten nutzte erneut Jannik Sturm zum 4:0 (28.). Hatte Moritz Kühl im Tor der Gäste bei diesem Tor noch Pech, als der Ball nach dem Schuss von Sturm nur den Weg ins Tor fand, weil sein Mitspieler Tobias Schneider unhaltbar abfälschte, so muss er wohl den fünften Treffer auf seine Kappe nehmen, als ihm ein Freistoß von Marlin Schmidt aus gut 30 Metern durchrutschte. Nach dem Seitenwechsel schraubte Wirges das Resultat durch die Tore von Kolak (52.), Schwarz (55.) und Röhrig (55.) schnell auf 8:0, ehe Leonardo Kolak mit seinem dritten Tagestreffer (65.) auf 9:0 erhöhte. Osterspai zeigte trotz des klaren Rückstandes Moral und versuchte sich in Ergebniskosmetik. Nach einem Leichtsinnsfehler von Carsten Schwarz eroberte sich Marvin Huss das Leder und verkürzte auf 1:9, ehe Florian Lemler auf 2:9 stellte. Zweistellig wurde es vier Minuten vor dem Ende, als Carsten Schwarz den Ball aus der Distanz ins Netz wuchtete. Nico Helbach, Trainer der Gäste, war nach dem Spiel sichtlich gefrustet: „Wir waren in allen Belangen unterlegen und einfach gedanklich zu langsam. Wir kamen gar nicht in die Zweikämpfe und haben auch in der Höhe verdient verloren. Egal, wer vor dem Spiel noch zur Verfügung stand, zehn Tore darf man nicht bekommen.“Foroutan geht nach diesem klaren Erfolg sehr zuversichtlich in die letzten drei Spiele vor der Winterpause, ließ aber deutlich erkennen, dass ihn der Treffer zum 1:9 ärgerte, als Carsten Schwarz unbedrängt patzte.

 

Westerburg freut sich über wunderbaren Punkt gegen Wissen

Auf dem Hartplatz gibt es beim leistungsgerechten Remis keine Treffer zu sehen

Die SG Westerburg/Gemünden hat nach drei Siegen in Folge in der Bezirksliga Ost einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen. In einer an Höhepunkten recht armen Partie reichte es für die Elf von Trainer Dobri Kaltchev gegen den VfB Wissen immerhin zu einem 0:0-Remis.

Beide Mannschaften legten zu Beginn der Partie auf dem Westerburger Hartplatz ein beachtliches Tempo vor und kamen schon früh zu ersten Torchancen. Auf Seiten der Gastgeber scheiterte jedoch Tamas Major (5.), im Gegenzug vergab VfB-Akteur Max Ebach aus aussichtsreicher Position die mögliche Wissener 1:0-Führung (6.).

Danach ließen es sowohl die SG Westerburg/Gemünden als auch der VfB Wissen deutlich ruhiger angehen und verlagerten das Spielgeschehen meist zwischen die beiden Strafraumgrenzen. Lediglich ein Distanzschuss aus knapp 30 Metern des Wisseners Cem Cakatay (23.) und die vergebene Möglichkeit seines Mitspielers Hüseyin Samurkas kurz vor dem Seitenwechsel standen zu Buche (44.).

Auch im zweiten Durchgang änderte sich nicht sonderlich viel an der Art und Weise des Spiels. Die Gäste waren nach der Pause zunächst spielbestimmend, doch auch ihre sonst gefährlichen Standardsituationen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Entweder fanden diese Eckbälle oder Freistöße nicht den eigenen Mitspieler als Abnehmer oder sie wurden zur Beute der dicht gestaffelten SG-Abwehr. Die größte Möglichkeit zur 1:0-Führung für die SG Westerburg/Gemünden vergab dann David Gläser, der nach starker Vorarbeit des kurz zuvor eingewechselten Tim Niedermowe die Kugel weit über das Gehäuse jagte (62.). In der Folge schafften es weder die Gastgeber noch die Mannschaft von Trainer Walter Reitz, das gegnerische Tor noch einmal ernsthaft zu gefährden und aus dem einen drei Zähler zu machen. Erst kurz vor dem Spielende bot sich dem VfB Wissen doch noch die Möglichkeit zum siegbringenden Treffer, doch mit dem Rücken zum Westerburger Tor stehend traf Stürmer Fation Foniq nach einer präzisen Flanke den Ball nicht (86.) und sorgte mit dafür, dass sich beide Mannschaften mit diesem leistungsgerechten und torlosen Remis einverstanden erklären mussten.

Nach der Partie waren VfB-Trainer Walter Reitz und sein Gegenüber, Westerburgs Dobri Kaltchev, nicht einmal unzufrieden mit dem Unentschieden. Reitz sagte: „Wir hatten einen recht schwierigen Einstieg in die Partie. Danach hatten wir zwar permanent Oberwasser, doch besonders bei unserer Vielzahl von Standardsituationen waren wir nicht gefährlich genug.“

Kaltchev meinte zum Punktgewinn gegen die mit nur 13 Gegentreffern beste Abwehr der Bezirksliga Ost: „Wir wussten, dass der VfB Wissen besonders bei Standardsituationen sehr gefährlich ist. Zu unserem Glück kamen diese heute nicht so gut. Mit dem einen Punkt gegen diese Spitzenmannschaft können wir alle sehr zufrieden sein und wunderbar leben.“

 

Zimmermanns Pech ist Nagels Glück

Weitefeld gewinnt in Wallmenroth

Die Serie der SG Wallmenroth/Scheuerfeld ist gerissen. Auf dem Scheuerfelder Hartplatz musste sich der Bezirksliga-Aufsteiger nach zuvor fünf ungeschlagenen Spielen der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/ Neunkhausen mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. „Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, aber nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Alex Eberhard kam ein Bruch in unser Spiel, während Weitefeld immer stärker wurde“, fasste Wallmenroths Trainer Stefan Häßler zusammen.

Genauso wie schon in den zurückliegenden Wochen gegen Burgschwalbach, Bad Ems, Ellingen und Elbert standen die Wallmenrother auch diesmal wieder stabil in der Deckung und ließen die Angriffsbemühungen der durchaus offensiv ausgerichteten Weitefelder zunächst spätestens auf Höhe der Strafraumlinie an sich abprallen. Folglich musste Jonas Prudlo, der Schlussmann der Gastgeber, in den ersten 45 Minuten kein einziges Mal richtig eingreifen. Die Einheimischen strahlten bei einigen Angriffen über die Flügel Gefahr aus. So traf Sascha Mertens nach einer Flanke Philipp Freudenbergs von der rechten Seite in der zehnten Minuten nur den Außenpfosten des Weitefelder Gehäuses, und als Nils Germann nach einer halben Stunde von links auf Nikolai Heidrich zurücklegte, setzte der ehemalige Malberger seinen Schuss zu hoch an. Ins Tor traf Heidrich nach Freudenbergs Vorlage von der rechten Seite, aber der junge Assistent von Schiedsrichter Felix Eliah Salzmann sah Wallmenroths Angreifer im Gegensatz zu vielen Zuschauern im Abseits und erkannte den vermeintlichen Führungstreffer nicht an.

In der zweiten Hälfte bekam Weitefeld mit zunehmender Spieldauer Oberwasser und ging in der 71. Minute durch Maik Oliver Seibels Volleyschuss nach Dominik Neitzerts Vorarbeit in Führung. „Wallmenroth ließ nach, und wir haben uns gesteigert“, erklärte Gästetrainer Jörg Mockenhaupt das Kräfteverhältnis im zweiten Abschnitt. Sein Sohn Jan Niklas hatte zweimal die Vorentscheidung auf dem Fuß, aber sowohl in der 75. als auch in der 88. Minute klärte mit dem eingewechselten Manuel Plath beziehungsweise Jan Michel Grossert ein Wallmenrother Feldspieler für den bereits geschlagenen Prudlo in höchster Not.

Die Einheimischen warfen in der Schlussminute alles nach vorne – auch ihren Schlussmann, als sie noch einen Eckstoß bekamen. Eine Situation, in der Glück und Pech ganz nahe zusammen lagen. Wallmenroths Dominik Zimmermann hatte Pech, dass sein Kopfball an die Latte klatschte – das ergab im Konter die Gelegenheit für den eingewechselten Justin Nagel, der seinen Alleingang mit einem Schuss ins leere Tore zum „verdienten Sieg“ (Jörg Mockenhaupt) abschloss.

 

Elfer geben dem Derby die Richtung

TuS Montabaur setzt sich gegen den Aufsteiger SG Ahrbach durch

Als Schiedsrichter Pascal Lichtenthäler nach sicherer Spielleitung das Derby der Bezirksliga Ost zwischen dem TuS Montabaur und der SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod abgepfiffen hatte, waren es zwei entscheidende Szenen, die letztlich den am Ende klaren und verdienten 3:0 (0:0)-Erfolg der TuS ausgemacht hatten.

„Wir wollten hinten sicher stehen und Nadelstiche nach vorne setzen“, hatte Ahrbachs Trainer Peter Olbrich sein taktisches Konzept zunächst klar auf Defensive ausgerichtet. Sein Team wurde aber schon nach vier Minuten gefährlich, als Sebastian Frank bei einem der schnellen Vorstöße aus 20 Metern einen Flachschuss nur knapp neben das Tor setzte. Die Gastgeber, in der Folgezeit die Lücke im dichten Abwehrriegel der Ahrbacher suchend, erspielten sich dabei klare Feldvorteile und kamen auch zu guten Torgelegenheiten. So scheiterten zunächst Tobias Schulz (4.) und Fabio Scumaci (20.), ehe Mario Denker den Ball schon an Ahrbachs Schlussmann Florian Weimer vorbeispitzelte und dieser Richtung leeres Tor trudelte. Allerdings hätte die Kugel einen Tick mehr Fahrt benötigt, denn so erwischte Ahrbachs Kapitän Simon Trumm sie noch vor der Torlinie und klärte (22.). Als auf der Gegenseite Simon Schwickert Ahrbachs Christopher Laux im Strafraum foulte, bekam das Olbrich-Team den klaren Foulelfmeter und die Riesenchance zur Führung. TuS-Keeper Marcel Kemper hatte etwas dagegen und hielt den von Trumm geschossenen Strafstoß (35.). „Schade, mit dieser möglichen Führung hätten wir unser Konzept noch besser durchspielen können“, ärgerte sich Peter Olbrich. Nach der ersten folgte nach dem Wiederanpfiff die zweite Schlüsselszene: Ahrbachs Torsteher Weimar hatte auf dem sehr schwer zu bespielenden, tiefen Rasen bei einer Abwehraktion TuS-Stürmer Denker zu Fall gebracht (50.). Die Gastgeber machten es besser, Pascal Tillmanns verwandelte sicher und brachte sein Team mit 1:0 in Führung. „Das Tor war sicher der Türöffner für uns“, freute sich Montabaurs Co-Trainer Alexander Baldus. „Danach haben wir das super hinbekommen und uns den Sieg verdient.“ Die Gäste, kamen jetzt zwangsläufig mehr aus der Defensive, konnten aber keine nennenswerte Gefahr nach vorne entwickeln. „Da fehlen uns dann mit Steffen Wittelsberger und Niklas Wörsdörfer wichtige Offensivspieler“, erklärte Olbrich.

Die Freiräume, die sich ergaben, nutzte der TuS bestens: Torjäger Jung Hun Kim stockte mit dem 2:0 sein Torkonto auf (58.), der nach seiner Einwechslung glänzend aufspielende Jay Takahashi machte mit dem 3:0 den Deckel auf den verdienten TuS-Sieg (82.).

 

Ellingen bietet Spitzenteam Emmerichenhain Paroli

Quandel verschießt beim 1:1 Elfmeter

Spitzenteam SG Emmerichenhain/Niederroßbach musste sich in der Bezirksliga Ost mit einem 1:1 (0:0) bei der SG Ellingen/Bonefeld/Willroth begnügen. Während die Ellinger den Punkt im Kampf gegen den Abstieg gut gebrauchen können, traten die Gäste durch das Remis ihren bisherigen zweiten Tabellenplatz an TuS Montabaur ab und sind nur noch Dritter.

Beide Teams gingen mit großen Verletzungsproblemen in diese Partie. Während Ellingen schon seit Wochen auf einige Leistungsträger verzichten muss, beklagte Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic nicht nur den Ausfall seiner Innenverteidigung, sondern er musste auch Offensivkräfte ersetzen. „Wir hatten keine Alternativen auf der Bank mehr. Da kann man nicht mehr groß nachlegen“, fehlten Mujakic die Alternativen.

Trotz aller Probleme entwickelte sich im ersten Abschnitt eine ansehnliche und ausgeglichene Partie. Ellingen stand tief und ließ bis auf einen Aussetzer seines Abwehrspielers Oliver Panfil (24.) nichts zu. Panfil grätschte seinen Gegenspieler Oleg Bese im Strafraum völlig übermotiviert um, Schiedsrichter Michael Lehmann entschied auf Elfmeter. David Quandel, normal Mister Zuverlässig im Ausnutzen von solchen Standards, donnerte den Ball gegen die Latte. Kurz vor dem Wechsel wurde es dann richtig spannend, als die Ellinger Luan Muriqi (41.) und Patrick Hümmerich (44.) ebenso knapp scheiterten wie auf der Gegenseite Quandel (43.).

Im zweiten Abschnitt hatte Emmerichenhain zwar etwas mehr Spielanteile, doch die Ellinger Defensive bemühte sich um Fehlerminimierung. Nach einem tollen Pass von Quandel kamen die Gäste durch Sora Terada (53.) trotzdem zum 1:0. Wenig später hätte Terada (62.) alles klar machen können, doch Keeper Philipp Krokowski verhinderte das 0:2. Die Gastgeber drängten in der Folge auf den Ausgleich. „Da hat die Mannschaft eine gute Moral gezeigt. Das hat mir richtig gut gefallen“, freute sich Ellingens Trainer Thomas Kahler über die Reaktion seiner Elf. Die wurde mit einem „Sonntagsschuss“ von Hümmerich belohnt (70.). Sein Schuss prallte vom Innenpfosten unhaltbar ins Tor.

Gefährlich wurde es in der Schlussphase für Ellingen nur durch Fouls in der Strafraumnähe. Doch es war nicht der Tag des David Quandel. Seine Schüsse verfehlten das Tor jeweils knapp. „Wir waren die aktivere Mannschaft. Ellingen stand als Heimelf sehr tief. Da haben wir uns schwergetan“, analysierte Mujakic das 1:1. „Heute hat meine Mannschaft gezeigt, dass sie auch gegen Spitzenteams mithalten kann“, fand sein Kollege Kahler.

 

Bad Ems pennt, Hamm schlägt zu

VfL holt wichtigen Dreier – Trautmann bleibt bis zum Saisonende Trainer

Beim VfL Bad Ems fallen die Gegentore derzeit so eifrig wie das welke Herbstlaub von den Bäumen. Drei Niederlagen in Folge mit insgesamt 14 Gegentreffern haben die Kurstädter in Folge kassiert. Am Sonntag genügten drei eigene Tore nicht, um zu punkten: 3:4 (0:3) hieß es am Ende gegen den VfL Hamm, der dank seiner ersten Auswärtszähler überhaupt den letzten Tabellenplatz verlässt.

„Die erste Halbzeit haben wir komplett verpennt“, monierte der Bad Emser Trainer Kay Ludwig, „das war ganz bitter“. Für die Gäste begann die Partie hingegen direkt richtig gut: Simon Langemann kam aus halbrechter Position zum Schuss und erzielte die frühe Führung für seine Elf (2.). „Da waren wir endlich mal in einer etwas komfortableren Lage“, freute sich Hamms Spielertrainer Michael Trautmann.

Die Gäste schafften es, das Spiel in der Folge von ihrem Strafraum fernzuhalten. Schließlich legten sie nach. Trautmann erhöhte mit einem kapitalen und flatternden Fernschuss aus rund 30 Metern (35.). Langemann gelang sogar kurz darauf das 0:3 nach schöner Vorarbeit durch Markus Giesbrecht. Die Einheimischen boten hingegen nichts Zwingendes und agierten meist zu umständlich.

Erst nach dem Wiederanpfiff änderten sich die Kräfteverhältnisse. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel in die Hand genommen“, sagte Ludwig, doch der Rückstand war letztlich schon zu groß. Zudem dauerte es lange, ehe der Anschlusstreffer glückte: Marco Lorch traf mit einem Nachschuss bei einer Ecke.

Spannend schien es zu werden, als Darius Werner einen Ball in die Spitze schlug und Andreas Stoffels mit einem Kopfball weiter verkürzte (79.). Aber auf dem kleinen Kunstrasen auf der Silberau wogt das Geschehen gerne hin und her. So stellte erneut Langemann den alten Abstand wieder her, als Artur Pleis ihn bediente. Ein Kunstschuss Christian Richters zum 3:4 schenkte den Emser Resthoffnung (83.).

Marco Lorch, der aufgerückte Kay Tups per Kopfball und Darius Werner besaßen Chancen zum Ausgleich. Ein Unentschieden wäre durchaus gerecht gewesen, fand Ludwig. Am Ende musste sich sei Team fragen lassen, weshalb es nicht eher aufgewacht war: „Es ist ärgerlich, dass wir nicht früher so aufgetreten sind.“ Michael Trautmann gefiel die Darbietung seiner Leute nach der Pause nicht mehr durchgängig, denn „da sind einige wieder in den alten Trott verfallen“. Dennoch stimmt der Trend. Axel Mast, der VfL-Vorsitzende, hat mitgeteilt, dass der Verein bis Saisonende mit Trautmann als Spielertrainer arbeiten will.

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[ Letzte Änderung: 22. Januar 2018 ]