SV Hundsangen e.V. 1926

07.11.2011, 06:36, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 14.Spieltag

Von: rhein zeitung

Treffer von Waldemar Pineker ist der Türöffner beim 3:0 gegen Westerburg



In der Bezirksliga Ost gelangen der SG Hundsangen/ Obererbach beim 3:0 (0:0)-Sieg gegen die SG Westerburg/Gemünden sowohl die Wiedergutmachung für die vermeidbare Niederlage in Fernthal aus der vergangenen Woche als auch die Rückkehr an die Tabellenspitze, weil Neitersen erneut verlor.

Das Ergebnis ist zwar „standes gemäß“, aber bis zur 60. Minute war es für Hundsangen ein hartes Stück Arbeit, die sehr kompakt stehenden Gäste auf die Verliererstraße zu bringen. „ Heute war Geduld gefragt“, analysierte Hund-sangens Trainer Ralf Hannappel nach Spielende. „Man hat gesehen, dass wir nach der Pleite vom letzten Spieltag noch nicht wieder mit einem riesigen Selbstvertrauen ausgestattet waren.“

Seine Mannschaft verbuchte die größeren Spielanteile und kam zu den besseren Torgelegenheiten. Leutrimm Husaj zirkelte aber von der Strafraumgrenze knapp am Torwinkel vorbei (15.) und traf in der 30. Minute nur Westerburgs Torpfosten, während Simon Fein mit zwei satten Schüssen an Gäste- Schlussmann Carsten Wolf (23./ 43.) scheiterte. Knacken konnte die Hannappel-Elf bis zur Pause den Tabellenvierzehnten nicht.

Die von Oliver Meuer trainierten Westerburger beschränkten sich auf gelegentliche Konterversuche, die zwar im Ansatz ordentlich vorgetragen wurden, aber keine echte Torgefahr brachten. Ein satter Schuss von Björn Weber, der Philip Kraft im Hundsangener Gehäuse zu einer reaktionsschnellen Glanzparade zwang (19.), war die gefährlichste Tormöglichkeit für das Meuer-Team.

Auch im zweiten Spielabschnitt bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Nachdem Fein in der 56. Minute mit einem schönen Drehschuss nur knapp neben das Gästetor gezielt hatte, sollte die 68. Spielminute dann zum Türöffner für Hundsangen werden. Ein kompletter Blackout (Torhüter Wolf hatte sich mit seinen Vorderleuten völlig missverstanden) in der bis dahin sattelfesten Westerburger Abwehr ließ eine ungefährliche Hereingabe von Waldemar Pineker zur 1:0-Führung ins Tor kullern.

„Dieses unnötige Tor hat uns heute das Genick gebrochen“, wusste Olver Meuer. In der Tat lief nun bei den Gastgebern alles, bei den Gästen nichts mehr.

„ Nach dem Tor waren wir plötzlich zweikampfstärker“, freute sich Ralf Hannappel, „und wir hätten dann auch durchaus noch höher gewinnen können.“ Seine Mannschaft erspielte sich nämlich viele weitere gute Torgelegenheiten. Fein per Abstauber (75.) und der eingewechselte Tim Steinebach (87.) machten dann den Sack zu.

„Für einen Abstiegskandidaten haben wir uns eine Stunde lang ordentlich präsentiert. Dann hat Hundsangen gezeigt, dass es ein Spitzenteam ist. Wir müssen nun in zwei Heimspielen gegen Nievern und Bruchertseifen unbedingt punkten“, bilanzierte Meuer.





SG Bruchertseifen gewinnt mit 3:1 gegen Guckheim



Vor der Partie der Bezirksliga Ost zwischen der SG Brucherseifen und der SG Guckheim/Kölbingen schienen die Kräfteverhältnisse klar verteilt. Während die Guckheimer nur drei Punkte hinter Tabellenführer SG Neitersen lauerten, war die Elf von Trainer Marc Odink nur einen Punkt von den Abstiegsrängen entfernt. Im Spiel war von diesem Unterschied allerdings nichts zu merken. Ganz im Gegenteil, denn die Hausherren gewannen verdientermaßen mit 3:1 (1:1).

Bruchertseifen ging engagierter in die Zweikämpfe und übernahm das Kommando. Nach nur zehn Minuten fiel das 1:0: Der auffällig spielende Marcus Meyer zog von der linken Seite in die Mitte, traf mit seinem Schuss zwar nur den Pfosten, den Abpraller nutzte Heiko Schnabel aber zur Führung.

Guckheim wirkte anfällig in der Abwehr und machte einige Fehler. Die Gastgeber hatten ein spielerisches Übergewicht im Mittelfeld, schlugen daraus aber kein weiteres Kapital in Form von Toren. Die Chance dazu hatte René Meyer nach Zuspiel von Daniel Singhateh, er scheiterte aber an Gästetorhüter Patrick Henschel (19.). Auf der anderen Seite flankte Tobias Kuch auf Stefan Schäfer, der sowohl mit dem ersten Schuss als auch mit dem Nachschuss am glänzend reagierenden Torwart Ralf Schupp nicht vorbei kam (26.). Mit dem Pausenpfiff fiel der Ausgleich: Einen weiten Freistoß aus der eigenen Hälfte von Niclas Schneider legte Schäfer ab, Michael Sehner markierte das 1:1 (45.).

Von dem Gegentreffer ließen sich die Hausherren aber nicht aus dem Konzept bringen. Nur drei Minuten nach der Pause legte Marcus Meyer per Hacke für Fehd Mestiri auf, der aus 22 Metern traf. Henschel rutschte dabei der Ball unter den Armen hindurch. Kurz darauf versuchte es Mestiri erneut aus der Distanz, diesmal wehrte Henschel aber erfolgreich ab (50.).

Danach waren die Gäste dran: Erst traf Schneider aus der Distanz die Latte (53.), dann reagierte Schupp stark gegen Tobias Kuch (59.). Eine missglückte Freistoßvariante der Guckheimer nutzte Mestiri aus. Er leitete den Konter ein, den Marcus Meyer zum 3:1 abschloss (70).

Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer resümierte: „Wir haben zu oft die Bälle nur hinten raus gebolzt und den Sieg gegen sicherlich nicht überragende Bruchertseifener hergeschenkt.“ deb

Guckheim/K.: Henschel – Thoma, Fröhlich, Kloft, Kuch – Sehner (77. Pehl), Bode, Lenzen (76. Schilling), Schneider – Schäfer, Wasna.

Schiedsrichter: Jan Schönfeld (Alfter). - Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Heiko Schnabel (10.), 1:1 Michael Sehner (45.), 2:1 Fehd Mestiri (48.), 3.1 Marcus Meyer (70.).





SG Herdorf unterliegt mit 0:1 gegen SG Weitefeld-Langenbach



Die SG Weitefeld-Langenbach kann nicht nur Hurra-Fußball spielen: Beim ungewohnt minimalistischen 1:0 (1:0)-Erfolg über enttäuschende Herdorfer gingen die Gäste zwar durch einen glücklichen Handelfmeter in Führung, am Ende aber trotzdem nicht unverdient als Sieger vom Platz und verdrängten Herdorf von Rang drei der Tabelle. So richtig Pfeffer bekam das Derby erst nach dem Schlusspfiff: Kenny Scherreiks sah die Rote Karte, und die Trainer Volker Heun und Andreas Krämer lieferten sich verbale Scharmützel.

Unter anderem über eben diese Rote Karte gegen Kenny Scherreiks, der Gegenspieler Serdal Can beleidigt hatte. Krämer sah sein Team durch Heun als Wiederholungs-Rot-Sünder verunglimpft. „Dabei ging dem Ganzen eine Provokation Cans voraus“, ärgerte sich der Spielertrainer, um wenig später zuzugeben, „dass so was dumm und unnötig ist und Kenny nicht passieren darf“.

Viel Aufregung um ein Spiel, das so viel Wirbel eigentlich gar nicht unbedingt verdient hatte. Während Herdorf die erste Hälfte fast komplett verschlief – Krämer sprach von „vielen Totalausfällen“ – war bei den Gästen eine Spielanlage zu erkennen, und sie erarbeiteten sich auch die erste Chance: Einen Müller-Kopfball klärte Arthur Berwanger vor der Linie (10.). Weitefeld rettete Torwart Sören Trippler: Kenny Scherreiks traf den Ball aus der Drehung im Strafraum perfekt – Trippler lenkte ihn mit den Fingerspitzen an die Latte (15.).

Dann folgte der Aufreger der ersten Hälfte: Eine Flanke von Thomas Ross flog Bastian Utsch an den angelegten Arm. Eine unglückliche Aktion, den Handelfmeter verwandelte Michael Kleinhenz flach zum 1:0 (30.). „Ein Geschenk“, urteilte Krämer, der mit einem halbhohen Freistoß aus 18 Metern knapp das 1:1 verfehlte (37.).

Herdorf erhöhte im zweiten Durchgang den Druck und schnürte Weitefeld bisweilen am Strafraum ein, ohne Zwingendes dabei herauszuspielen. Zwar bemängelte Heun, dass seine Defensive „zu viele unnötige Freistöße produziert“ habe, aber Herdorf vergab auch seine Chancen nach Standards: Joscha Vetter köpfte aus drei Metern am Tor vorbei (51.). Nachdem Trippler erneut stark gegen Krämer aus rund 20 Metern pariert hatte (63.), versuchte der durchsichtig einen Elfmeter zu schinden (70.).

Weitefeld brachte danach den Sieg clever über die Zeit, ohne bei seinen Kontern die gewohnten Nadelstiche zu setzten. „Sicher kann so ein Spiel auch Remis ausgehen“, gab Heun später zu. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, wobei wir gerade in der ersten Hälfte den Kampf überhaupt nicht angenommen haben, und das in einem Derby“, ärgerte sich Krämer.

Weitefeld-Langenbach: Trippler – Can, Müller, Aguilar, Germann – Reifenrath (87. Grahn), Weisang – Neitzert (61. Schmidt), Kleinhenz (76. Ermert) – Lopata, Ross.

Schiedsrichter: Luca Schlosser (Stahlhofen).

Zuschauer: 235.

Tor: 0:1 Michael Kleinhenz (30., Handelfmeter).

Besonderheit: Rote Karte gegen Herdorfs Kenny Scherreiks (90. +3, Unsportlichkeit/Beleidigung)





Der TuS Montabaur blamiert sich in Miehlen



Der TuS Montabaur bleibt die Wundertüte der Bezirksliga Ost. Eine Woche nach dem 5:2-Sieg beim Tabellenführer in Neitersen gab es für die Kreisstädter eine 0:6 (0:3)-Packung bei der SG Miehlen/Nastätten.

Das Ergebnis war verdient, weil „wir von der ersten bis zur letzten Minute fußballerische Tugenden wie Leidenschaft und Ehrgeiz und auch spielerisches Können gezeigt haben“, fasste Miehlens Spielertrainer Rüdiger Graden zusammen. Sein Team musste auf den erkrankten Michele Saal verzichten und bewies diesmal dennoch Cleverness im Abschluss, was speziell für den ersten Durchgang galt. „Da waren wir eiskalt vor dem Tor“, so Graden.

So ließen die Treffer nicht lange auf sich warten. David Hübel machte nach Doppelpass mit Graden den Anfang. Vor dem 2:0 nahm der Spielertrainer TuS-Verteidiger Hamit Dinler den Ball vom Fuß, passte auf Hübel, der wiederum Lars Leibig bediente. Die Gäste bemühten sich um einen Aufbau mit kurzen, flachen Zuspielen, kamen damit aber nicht zurande, weil die SG früh störte. Einen Freistoß von Hübel von halblinks verwandelte Leibig per Kopfball. Seinen dritten Tagestreffer erzielte der 20-Jährige nach weiträumiger Kombination über Steffen Richter und Hübel.

„Ich bin froh, dass sich Lars heute selbst für seinen Einsatz belohnt hat“, sagte Graden zu Leibigs Leistung. Auf Vorlage Hübels vollendete Richter zum 5:0. Der Passgeber machte anschließend dank Leibigs Vorarbeit das halbe Dutzend voll. Dabei standen die Gastgeber bei den letzten beiden Toren in Unterzahl auf dem Feld, weil Graden die „Ampelkarte“ gesehen hatte.

Die Montabaurer zwangen erst in der Schlussviertelstunde SG-Tormann Bastian Hofmann zu zwei Paraden. Der hielt die Schüsse Patrick Zinsers und Wjatscheslaw Stoppels, sodass der Vorletzte erstmals ohne Gegentreffer blieb. TuS-Trainer Gerd Schenkelberg wollte erst gar nichts zur Vorstellung seiner Mannschaft sagen, ehe er sich ein einziges kommentierendes Wort entlocken ließ: „Indiskutabel.“ ths

Montabaur: Faller – Leisenheimer (63. Zinser), Böhm, Dinler, Akgün (70. Pineker) – Atzinger, Stoppel – Bichert, Schenkelberg, Wincek – Victor (66. Kettler).

Schiedsrichter: Rainer Wulftange (Wölferlingen).

Zuschauer: 140.

Tore: 1:0 David Hübel (7.), 2:0, 3:0, 4:0 Lars Leibig (25., 44., 61.), 5:0 Steffen Richter (85.), 6:0 David Hübel (88.).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Rüdiger Graden (Miehlen, 78.), Spielverzögerung und Foulspiel.



Neitzerts Treffer bezwingt FSG Stahlhofen/Holler

 

In einer umkämpften Begegnung behielt die SG Puderbach am 14. Spieltag der Bezirksliga Ost gegen die FSG Stahlhofen/Holler nach einer packenden Schlussphase durch ein spätes Tor von Kapitän André Neitzert mit 1:0 die Oberhand. Auch dadurch begünstigt, dass der vermeintliche Ausgleichstreffer durch Stahlhofens Kim Ortseifen nicht die Anerkennung des Unparteiischen Raphael Busenkell fand. „Der Torwart springt auf den eigenen Mann drauf, lässt den Ball fallen, und ich schieße ihn rein“, beschrieb Ortseifen die Situation hinterher. Sein Trainer Timo Kelterbach sah das ähnlich: „Das war ganz klar ein reguläres Tor, das hat jeder so gesehen, nur der Schiedsrichter leider nicht.“ Puderbachs Trainer Michael Roos hingegen wollte die Szene nicht kommentieren, gab aber zu: „Glück für uns, dass das Tor nicht gegeben wurde.“

Wie dem auch sei. Die mit 120 Zuschauern gut besuchte Bezirksligapartie auf dem bestens bespielbaren Puderbacher Kunstrasen bot im ersten Durchgang nur wenig Spektakuläres. Während auf Seiten der Gäste einzig und allein Ismayil Barut für Belebung in der Offensive sorgte, waren es in den ersten 45 Minuten überwiegend die Hausherren, die sich Torchancen herausspielten – wenngleich die FSG-Hintermannschaft auch ein ums andere Mal zu unbedarft zu Werke ging. So geschehen nach zehn Minuten, als Puderbachs Daniel Seuser frei zum Schuss kam, sowie bei Aktionen von Andreas Heringer und Jan Erik Grunewald, die nach über einer halben Stunde jeweils völlig blank zum Kopfball kamen. Zuvor hätte es bereits 1:0 für die Gastgeber stehen können, doch Andr Neitzert traf nach sehenswerter Vorarbeit Heringers nur den Pfosten (25.).

Nach dem ´Wechsel kamen dann auch die Gäste auf den Geschmack, mehr am Spiel teilzunehmen. Zwar war die Partie auch im zweiten Durchgang kein Leckerbissen, es entwickelte sich jedoch mit der Zeit ein offener Schlagabtausch, der für reichlich Spannung sorgte. Beispielsweise in der 55. Minute, als Fatmir Malici für Stahlhofen aus spitzem Winkel an SG-Torwart Julian Schmitz scheiterte und Alexander Lo Iacono im direkten Gegenzug die Führung auf dem Kopf hatte. Schließlich sollte aber nur ein Treffer fallen: Neitzert ließ seinen Gegenspieler mit einer schnellen Drehung alt aussehen, zog vorbei und schloss trocken zur Führung ab (82.). Nachdem fünf Minuten später Ortseifens Treffer aberkannt wurde, ließ Recep Barut in der Nachspielzeit eine weitere Großchance ungenutzt, sodass es beim knappen Resultat blieb. ahu

Stahlhofen/H.: Leinweber – Ismajli, Stera, Kutrieb (53. Ortseifen), Fatmir Malici, Gombert, Marius Otto (71. Doguz Ergüzel), Ismayil Barut, Recep Barut, Ilir Malici, Bardhaj.

Schiedsrichter: Raphael Busenkell (Andernach).

Zuschauer: 120.

Tor: 1:0 André Neitzert (82.).



SC Berod deklassiert den Spitzenreiter aus Neitersen



Im Derby der Fußball-Bezirksliga Ost gewann der SC Berod/Wahlrod überraschend deutlich mit 3:0 (0:0) gegen die restlos enttäuschende SG Neitersen/Altenkirchen. Diese Niederlage bedeutet für die Gäste gleichzeitig den Verlust der Tabellenführung.

Beide Teams hatten am vergangenen Spieltag derbe Heimniederlagen einstecken müssen. Aber während Berod eine positive Reaktion zeigte, versagte Neitersen auf ganzer Linie. Berod stand sofort unter Volldampf, bestimmte das Geschehen fast nach Belieben und ging folgerichtig nach 24 Minuten in Führung. Wieder einmal war es Spielertrainer Thomas Schäfer, der sich nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte im gegnerischen Strafraum durchsetzte und Jan Humberg im SG-Tor mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 1:0 keine Chance ließ.

Der gut aufgelegte Schäfer holte nach einer halben Stunde gegen Johannes Enke einen Elfmeter heraus, den er selbst sicher zum 2:0 verwandelte. Am 3:0 in der 37. Minute war Schäfer dann ausnahmsweise nicht beteiligt. Martin Müller fasste sich gegen seine alten Kameraden ein Herz, zog am linken Flügel unwiderstehlich auf und davon und überwand den bedauernswerten Humberg mit einem weiteren Schuss ins lange Eck.

Im zweiten Abschnitt hatte Neitersen zwar mehr Ballbesitz, dennoch lag ein Ehren- oder gar ein Anschlusstor nicht in der Luft. Berod beschränkte sich jetzt weitgehend auf die Verwaltung des Vorsprungs, hätte jedoch durch Schäfers Solo in der 50. Minute nachlegen müssen, aber der Torjäger scheiterte alleine vor Humberg.

Neitersen rundete seine indiskutable Vorstellung mit einem Platzverweis in der 68. Minute ab. Carsten Rein, der erst zwei Minuten zuvor Glück gehabt hatte, dass er wegen einer versuchten Tätlichkeit nur verwarnt worden war, meckerte mit Schiedsrichter Richard Kochanetzki und sah die Gelb-Rote Karte.

Neitersens Trainer Torsten Gerhardt saß nach dem Schlusspfiff deprimiert auf der Trainerbank und klagte: "Ich bin jetzt schon längere Zeit als Trainer unterwegs, aber eine so schlechte Leistung musste ich noch nie kommentieren. Uns fehlte von der ersten bis zur letzten Minute die richtige Einstellung. Da lohnte es nicht einmal, in der Kabine zur Halbzeit laut zu werden. Wir müssen die Ereignisse jetzt aufarbeiten." Thomas Schäfer dagegen gab den Strahlemann: "Ich hatte meinen Jungs gesagt, sie sollen sich freuen, bei solch herrlichem Wetter gegen den Spitzenreiter ein Derby bestreiten zu dürfen und das Spiel genießen. Das haben wir getan. Wir haben über 90 Minuten Engagement gezeigt. Die Mannschaft konnte heute sehen, was bei Ausschöpfung unserer Möglichkeiten alles machbar ist."



Nievern verschenkt Heimsieg



Da war mehr drin für die SG Nievern/Fachbach - mal wieder, ist man geneigt zu sagen. Die Gastgeber kamen in der Bezirksliga Ost gegen das Tabellenschlusslicht DJK Neustadt-Fernthal über ein 3:3 (1:2) nicht hinaus. "Da waren wir einfach nicht cool genug, die Führung einfach mal über die Zeit zu bringen", sagte Nieverns Trainer Björn Wickert enttäuscht.

Dabei lief es zunächst so ganz nach dem Geschmack der SG-Sympathisanten unter den 120 Zuschauern: Bereits nach elf Minuten brachte Fabian Schupp die Gastgeber in Führung. Eine Führung, die jedoch nicht die erhoffte Sicherheit brachte. Vielmehr kamen die Gäste nach rund einer halben Stunde immer besser ins Spiel und auch zu Treffern.

Maximilian Stopperich besorgte für den Tabellenletzten den Ausgleich (31.), nur fünf Minuten später überwand Hakan Yacici SG-Keeper Dennis Preuschoff mit einem sehenswerten Linksschuss fast von der Außenlinie zur Führung der Gäste (36.).

Fernthals Trainer Joachim Weißenfels musste dennoch zur Pause reagieren, brachte Christian Greindl für den angeschlagenen Daniel Feldheiser. Es mag an diesem Wechsel gelegen haben, dass bei der DJK nun kurzzeitig die Ordnung völlig verloren ging. Ganz zur Freude der Gastgeber, die sich zunächst über den Ausgleich freuten. Den besorgte Gästespieler Jan Meurer per Kopf (49.), als er eine scharfe Hereingabe ins Toraus klären wollte. Drei Minuten später hob der aufgerückte Timo Hoffmeyer das Leder vom rechten Strafraumeck über den herauseilenden DJK-Keeper Tobias Buslei - Florian Panny musste das Leder aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken (51.).

"Diese wenigen Minuten Tiefschlaf haben uns um den Lohn gebracht", ärgerte sich Weißenfels. Denn danach entwickelte sich wie in der ersten Hälfte eine ausgeglichene Partie. Die beste Chance der Gastgeber vergab der eingewechselte Stefan Deusner nach einer Hereingabe Felix Waldorfs, Gästekeeper Buslei aber konnte den Flachschuss parieren.

Sieben Minuten vor dem Ende setzten die Gäste alles auf eine Karte, stellten defensiv auf eine Dreierkette um und brachten den A-Jugendlichen Jan Marius Feldheiser. Der rückte in die Abwehrkette, Innenverteidiger Florian Wirths dafür in die Spitze. Wickert beorderte den ebenfalls groß gewachsenen Florian Panny als "Aufpasser", doch eine Minute vor dem regulären Spielende konnte auch er den enteilten Wirths nicht stoppen. Dessen satter Schuss von der Strafraumkante prallte vom Innenpfosten zum 3:3 hinter die Torlinie (89.).

"Ich bin enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben", sagte Weißenfels. "Nievern war heute zu packen. Auch wenn der Ausgleich spät und damit ein wenig glücklich gefallen ist: ein Sieg war definitiv möglich." Das galt ohne Zweifel jedoch auch für die Gastgeber. "Wir haben uns wieder nicht belohnt", sagte Wickert. "Wir haben über weite Strecken aber nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten. Wir müssen jetzt in Westerburg gewinnen, sonst wird's schwer für uns.





Dreifacher Liefke sichert Bad Ems die drei Punkte



Der VfL Bad Ems kann also beides: am Abend Geburtstage feiern und am Tag danach einen Dreier in der Bezirksliga Ost einfahren. Die Mannschaft von Trainer Frank Wendland gewann das Heimspiel gegen die Siegtaler Sportfreunde Oppertsau mit 4:2 (2:2), ließ sich dabei auch von einer Schwächephase kurz vor der Pause nicht aus der Ruhe bringen.

Bereits nach elf Minuten roch es im Stadion Silberau nach einem Heimsieg. Nicholas Liefke (8.) und Renard Remschel (11.) hatten die Gastgeber schon früh mit zwei Toren in Front geschossen. Gegentreffer, die Gästetrainer Heiko Bedranowsky mächtig stinkig machten. "Das kann nicht sein, zumal ich vor solchen Situationen gewarnt habe. Ich habe gesagt, lasst euch nicht auf irgendwelche Rückpässe ein. Doch dann lädt die Mannschaft den Gegner genau so zum Toreschießen ein."

Doch auch der VfL machte einen Fehler: Bad Ems verpasste es schon früh, die Partie noch deutlicher für sich zu entscheiden. Stattdessen fiel auf der Gegenseite wie aus dem Nichts das 1:2 durch Rene Pascal Nagel (25.).

"Die klaren Chancen müssen wir einfach nutzen, dann ist das Spiel schon zur Pause entschieden", sagte auch VfL-Trainer Frank Wendland, der sich nach einer vergebenen Chance von Renard Remschel mit ausgebreiteten Armen von seinem Stuhl erhob, ein paar Meter die Linie entlang ging und immer wieder ungläubig sagte: "Schieß ihn doch rein. Schieß ihn doch einfach rein." Remschel hatte nach 36 Minuten aus gut fünf Metern das Leder freistehend über das Gästetor geschossen.

Statt des beruhigenden dritten Treffers kassierten die Gastgeber in der 42. Minute sogar noch den Ausgleich. Bei ein, zwei Situationen stimmte die Zuordnung nicht auf der rechten Abwehrseite des VfL, Sebastian Girresser hatte so flanken können und Dennis Kohl vom rechten Strafraumeck den Ball in Richtung Tor befördert. Halb Flanke, halb Schuss senkte sich der Ball unglücklich für VfL-Keeper Sandro Kalkbrenner zum 2:2 ins Netz. Kalkbrenner ersetzte den verletzten Bastian Staudt.

Glück hatte der Mann zwischen den Pfosten jedoch in der 53. Minute, als Andrzej Schindler einen Foulelfmeter über die Querlatte schoss. Zuvor hatte Kalkbrenner den heraneilenden Dennis Kohl elfmeterreif gefoult. "Der verschossene Elfmeter war der Knackpunkt", sagte Bedranowsky.

Bei Bad Ems machte Nicholas Liefke mit seinen Treffern zwei und drei (60., 88.) den Heimsieg endgültig perfekt. "Wir habe heute vieles richtig gemacht", freute sich Wendland. "Einen solchen Sieg nehmen wir als Aufsteiger natürlich gerne mit. Wenn wir noch konzentrierter gespielt hätten, dann hätten wir auch nicht den Ausgleich kassiert."

Sein Gegenüber Heiko Bedranowsky ärgerte sich vor allem über "eine erste halbe Stunde, mit der ich nicht zufrieden sein kann". Der Gästetrainer beklagte zudem wichtige personelle Ausfälle. Sohn Philipp Bedranowsky stand mit muskulären Problemen nur "Pro forma" auf dem Spielberichtsbogen, Routinier Slobodan Kresovic war kurzfristig komplett ausgefallen.



Vereinsportal ]  [ Impressum ]  [ Datenschutzerklärung ]  [ Kontakt ]   © 2018 SV Hundsangen
[ Letzte Änderung: 18. Juni 2018 ]