SV Hundsangen e.V. 1926

26.11.2012, 08:56, Alter: 5 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 15.Spieltag

Von: rhein zeitung

Weitefelder sind nach 5:4-Sieg Herbstmeister


Gegen "Angstgegner" SG Hundsangen erlebten die Anhänger der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald beim 5:4 (0:1)-Erfolg ein Wechselbad der Gefühle: 0:2 lag das Heun-Team bereits zurück, stellte dann mit fünf Toren binnen zehn Minuten das Spiel komplett auf den Kopf und musste am Ende doch noch gehörig zittern, bevor es die starke Hinrunde mit dem Herbstmeistertitel krönen konnte.

"Eine schöne Momentaufnahme, mehr nicht" sei das, sagte Trainer Volker Heun und versuchte damit erneut, die ständig wachsende Erwartungshaltung auf und neben dem Platz zu dämpfen. Dass das momentan seine schwierigste Aufgabe ist, beweist die Tatsache, dass seinem Team zuvor rund 25 (herbst)meisterliche Minuten gereicht hatten, um Hundsangen auch einmal auf eigenem Platz zu schlagen. Dieser Vorsatz war den Weitefeldern von Beginn an anzumerken: Kevin Lopata hatte in Minute eins bereits die erste Großchance. Doch nachdem Weitefelds Innenverteidiger Tim Müller bei Abschlag Hundsangen ein kapitaler Stellungsfehler unterlief, wodurch Janik Hannappel allein vor Sören Trippler ohne Mühe zur Gäste-Führung einschießen konnte (25.), kam es zum Bruch im bis dato guten Weitefelder Spiel: Die Hausherren leisteten sich nun viele Ballverluste, und die "bissigen" Gäste erkämpften sich im Mittelfeld ein deutliches Übergewicht.

Auch die zweite Hälfte begann für Weitefeld schlecht: Lyudmil Kirov hebelte mit einem Pass die Abwehr aus, Trippler konnte Janik Hannappel nur noch per Foul stoppen. Kirov verwandelte den Elfmeter sicher zum 2:0 (47.).

 

"Ich habe in der Kabine gesagt, dass wir heute entscheiden, wer das Spiel gewinnt - und das haben wir auch getan", blickte Ralf Hannappel mit beißender Ironie auf den nun folgenden Blackout der Gäste zurück. Denn sein Team half bei den schnellen Weitefelder Toren mit teils haarsträubenden Fehlern kräftig mit, so zum Beispiel bei Joshua Wellers Anschlusstreffer per Kopf nach Lohmar-Freistoß (49.). Nur zwei Minuten später stocherte der nachsetzende Weller gegen Torwart Kesseler nach Lopata-Vorarbeit den Ball zum 2:2 über die Linie (51.). Weitere drei Minuten später rechneten alle mit einer Flanke Lopatas, doch sein Abschluss senkte sich zum 3:2 ins linke Toreck (54.). Und gleich zwei kapitale Schnitzer von Innenverteidiger Andreas Loch nutzten zunächst erneut Lopata und dann Dominik Neitzert per Doppelpass mit ebendiesem zum 4:2 und 5:2 (57., 59.).

So sehr Weitefeld in dieser Phase auch offensiv die Muskeln spielen ließ - was die SG danach defensiv ablieferte, war gar nicht meisterlich. Schlampig und mit schlechtem Zweikampfverhalten ließen sie zunächst Dennis Melbaum das 3:5 (75.) und kurz vor Schluss Kirov per Kopf das 4:5 (88.) erzielen und hatten gehörig Glück, dass dessen Volleyabnahme kurz zuvor vom Innenpfosten zurück ins Feld gesprungen war (77.). Hundsangens Ralf Hannappel sprach von "einer ganz bitteren Niederlage", wohl wissend was für sein Team zuvor drin gewesen war. Und Volker Heun gab zu, "dass ein Remis für Hundsangen nicht unverdient gewesen wäre".

Nach 1:3 gegen Herdorf: Miehlens Trainer Rüdiger Graden denkt schon an Rücktritt

Das Spiel begann für die Einheimischen schon richtig schlecht und wurde auch nicht mehr wirklich besser. Durch das 1:3 (1:2) gegen die SG Herdorf hat die SG Miehlen/Nastätten am Sonntagnachmittag auf eigenem Platz einen herben Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bezirksliga Ost erlitten. Bereits in der Anfangsminute geriet die Elf des Spielertrainers Rüdiger Graden in Rückstand.

Gerade einmal 58 Sekunden waren vorüber, als ein langer Ball in den Strafraum der Miehlener segelte. Herdorfs Daniel Singhateh erwischte die Kugel mit dem Kopf, und nach Kontakt mit dem Innenpfosten bewegte sie sich zum 0:1 hinter die Linie. "Ein Torwart-Fehler - ganz klar", sagte Graden, denn Bastian Hofmann war ohne Not aus seinem Gehäuse geeilt, ohne die Flanke zu erreichen.

Immerhin erlebten die Miehlener und Nastättener anschließend ihre beste Phase. Lars Leibig besaß die erste große Chance zum Ausgleich (4.). Besser lief es für Dominic Kaiser, der nach schöner Kombination und Flanke Andre Müllers per Kopfball vollendete (17.). "Wir führen 1:0 und lassen es dann schleifen. Miehlen war da agiler und in den Zweikämpfen giftiger", sagte Gäste-Spielertrainer Dirk Spornhauer. So war das 1:1 zwischenzeitlich verdient, wenngleich die Herdorfer selbst zwei hervorragende Chancen hatten: Kenny Scherreiks scheiterte an Hofmann, Steffen Busch schoss freistehend über das Tor (22., 30.). Dafür hatte Busch am 1:2 entscheidenden Anteil, als er sich energisch über die halbrechte Seite durchsetzte, sodass Kevin Denter per Abstauber treffen konnte (44.).

"Die Herdorfer haben zu guten Zeiten ihre Tore gemacht", fand Graden hinterher zähneknirschend angesichts der Gegentreffer ganz am Anfang und am Ende der ersten Halbzeit. Mehr noch ärgerte er sich über taktische Stellungsfehler und "Befreiungsschläge, die nur sieben Meter weit kommen". Trotz hohem Einsatz waren bei seiner Mannschaft Defensiv-Defizite und individuelle Fehler unübersehbar - bis hin zu drei falschen Einwürfen.

Nach der Pause kam selten Spielfluss auf. Graden vergab in der 50. Minuten, als er vorbeischoss, Kenny Scherreiks hätte auf der Gegenseite erhöhen können (58.). Dann leitete er ungewollt die Entscheidung mit ein, als er von Fabian Künzel gefoult wurde. Den Elfmeter verwandelte ausgerechnet der erst 18 Jahre alte Herdorfer Tormann Marvin Scherreiks - und das souverän (73.).

Erst nach dem 1:3 bauten die Gastgeber noch einmal größeren Druck auf. Kaiser sorgte mit einem Aufsetzer für die größte Gefahr, doch Scherreiks parierte mit einer Faust (79.). Kurz darauf ging es nach einem Eckball hoch her. Gäste-Verteidiger Bastian Utsch lag verletzt im eigenen Tor, und sein Teamgefährte Stefan Häßler musste nach allgemeinem Tumult mit der Ampelkarte vom Feld (81.).

Geändert hat das am Ausgang letztlich nichts mehr. "Die drei Punkte waren das Wichtigste für uns", fasste Spornhauer nach dem Kampfspiel zusammen. "Wir sind qualitativ einen Tick besser besetzt, und das haben wir ausgespielt. Am Ende haben wir verdient gewonnen", führte der Coach der Hellertaler weiter aus. Rüdiger Graden war so frustriert, dass er gar einen Rücktritt zur Diskussion stellte. "Ich muss mich hinterfragen", sagte er. "Vielleicht ist es besser, wenn in der Winterpause ein neuer Trainer hier neue Strukturen reinbringt."

 

 

FV Engers schwächelt auf dem Acker

 

Fußball - Von wegen Heimvorteil! Der holprige Rasenplatz am Wasserturm wird für den FV Engers eher zur Belastung. Beim 2:2 (1:1) gegen den SC Berod-Wahlrod blieb der Tabellenzweite der Bezirksliga Ost nach dem 0:1 gegen Müschenbach vor zwei Wochen im zweiten Heimspiel in Folge ohne Sieg. Was durchaus auch mit dem holprigen Geläuf zusammenhing, das kaum ein konstruktives Kombinationsspiel erlaubte.

"Wenn wir auswärts auf Kunstrasen spielen, können wir spielerisch mehr zeigen", räumte FVE-Spielertrainer Sascha Watzlawik ein, wollte das magere Resultat aber nicht auf den Untergrund schieben: "Ich bin das Gerede von der Spitzenmannschaft leid", schimpfte der Innenverteidiger nach dem Schlusspfiff. "Ein Spitzenteam schaukelt so ein Ding heim, aber wir verteilen hinten Gastgeschenke und machen vorn unsere Chancen nicht rein. Am Ende müssen wir froh sein, dass wir noch den Ausgleich geschafft haben."

Das sah sein Beroder Kollege Thomas Schäfer ähnlich: "Eigentlich bin ich mit dem Punkt hochzufrieden, aber ich habe auch ein weinendes Auge. Wenn wir nach dem 1:2 unsere Konterchancen besser ausgespielt hätten, wäre auch ein Sieg möglich gewesen." Doppeltorschütze Schäfer verschwieg nicht, dass er selbst zwei noch erstklassige Chancen ausgelassen hatte.

"Auf der anderen Seite hat unser Torwart Constantin Redel ein paar tolle Bälle gehalten", räumte er ein. Den letzten in der dritten Minute der insgesamt siebeneinhalbminütigen Nachspielzeit, als er einen platzierten Kopfball des zu diesem Zwecke eingewechselten Sascha Lücker aus dem Eck boxte. Das war der spektakuläre Schlusspunkt eines Spiels, das über weite Strecken auf dem "grausamen Acker"(Schäfer) nur gepflegte Langeweile geboten hatte.

Erst mit Daniel Fieges Führungstreffer für die Gastgeber nach gut einer halben Stunde nahm die Partie Fahrt auf. Nur zwei Minuten später stand Routinier Schäfer nach einem abgewehrten Freistoß mutterseelenallein vor dem Engerer Tor und erzielte den Ausgleich - aus klarer Abseitsstellung, wie ein paar Engerser Zuschauer meinten.

Deren verbale Scharmützel mit Schiedsrichter Richard Kochanetzki eskalierten nach einer Stunde Spielzeit, als der Unparteiische die unliebsamen Zwischenrufer hinter den Stadionzaun verbannen ließ. Minutenlang war die Partie unterbrochen, und der Schiri mit den empfindlichen Ohren drohte sogar mit Abbruch. Dabei hatte er, objektiv betrachtet, sehr anständig gepfiffen - und die vermeintlichen Verbalinjurien von außen unterschieden sich nicht wirklich von dem, was man auf Sportplätzen so zu hören bekommt. Für beide Mannschaften wirkte diese Unterbrechung wie ein Weckruf. In der Schlussphase entwickelte sich ein verbissenes Kampfspiel, in dem die Westerwälder das bessere Ende für sich zu haben schienen, als Thomas Schäfer ein Missverständnis zwischen Engers-Keeper Andreas Pütz und Dennis Lücker clever zum Führungstreffer ausnutzte. Doch dann passten die ansonsten kopfballstarken Beroder Abwehrrecken einen Moment nicht auf, und FVE-Kapitän Dennis Lücker köpfte freistehend den Ausgleich.

Die Engerser "Verbal-Hooligans" erlebten den Schlusspfiff übrigens wieder auf ihren Stammplätzen. Und Referee Kochanetzki kam unbeschimpft in seine Schiedsrichterkabine.

 

 

Mit Licht und Schatten: TuS Montabaur quält sich zum Sieg

 

Fußball - Spiele bei schönem Novemberwetter beginnen häufig im Sonnenschein, ehe mehr und mehr Schatten den Platz bedeckt. Von Licht, aber einigen auch weniger erhellenden Momenten war auch das Spiel des TuS Montabaur geprägt. Dass es am Ende in der Bezirksliga Ost zu einem 3:0 (2:0) gegen die SG Nievern/Fachbach reichte, hatten die Westerwälder den Gästen von der Lahn zu verdanken, die auch in ihren besten Phasen nicht in der Lage waren, ihre Möglichkeiten zu nutzen.

Wenn am Dienstag Heiko Weidenfeller, der ältere Bruder des Dortmunder Bundesligatorwarts Roman, als neuer Trainer das Interimsduo Tim Schenkelberg/Kurt Atzinger ablöst, dürfte ein Schwerpunkt seiner Arbeit darin liegen, den Fußballern an seiner früheren Wirkungsstätte Konstanz beizubringen. "Ich bin mir sicher, dass er der richtige Mann für uns ist", sagt Atzinger, der sich künftig wieder auf seine Rolle als Sportlicher Leiter konzentriert. "Er bringt große fußballerische Kompetenz mit und wird zu unserer Mannschaft passen."

Die Leistung, die Montabaur in der ersten Viertelstunde gegen Nievern zeigte, lieferte nur wenige Ansätze, bei denen ein neuer Übungsleiter ansetzen müsste. Nach starker Vorarbeit seines Sturmpartners Nico Weber, der auf der linken Seite bis an die Grundlinie ging, um dann zurückzuspielen, traf Dominic Reusch so, wie es die Zuschauer von einem Vollblutstürmer erwarten: Zur Not darf's eben auch mal die Picke sein (5.).

Auch in der Folge waren die Gäste in erster Linie damit beschäftigt, sich auf dem für sie ungewohnt großen Spielfeld zu orientieren. Das änderte sich, als Montabaur das zielstrebige Fußballspiel einstellte. "Spannung hochhalten", forderte Atzinger. "Tempo hochhalten!" Seine Rufe verhallten ungehört. Später sagte er: "Wir haben zu selten so gespielt, wie wir es können und wie ich mir Fußball vorstelle." Einen Beweis dafür, dass sie es können, lieferten die Montabaurer vor der Pause noch: Mit einem Spielzug, der dem vor dem 1:0 sehr nahe kam, erhöhte der TuS. Diesmal war es Matthias Wincek, der sich über links durchsetzte und zurücklegte, und Niklas Wörsdörfer schob sicher zum 2:0 ein (36.).

Für Nievern war das bitter. Die Elf von Murat Saricicek hatte sich gerade in die Partie gekämpft und mit Standardsituationen auf sich aufmerksam gemacht. "Wir wollten Nadelstiche setzen", sagte der SG-Trainer. "Das ist uns gelungen. Leider sind wir nicht in der Lage, aus wenigen Möglichkeiten Tore zu machen." Wie das geht, zeigte Hamit Dinler: Nach einer Ecke schien die Gefahr aus Nieverner Sicht schon gebannt, als der TuS-Verteidiger aus der zweiten Reihe traf (61.). Es war einer der Lichtblicke im Spiel der Montabaurer.

Arndt gleicht spät aus für die SG Puderbach gegen die SG Guckheim

In einer intensiven Begegnung der Bezirksliga Ost trennten sich die SG Puderbach und die SG Guckheim 3:3 (1:2). Unter dem Strich geht das Unentschieden in Ordnung, aber Guckheim hatte lange Zeit geführt und die Vorentscheidung verpasst.

Der Torreigen wurde bereits in der fünften Minute eröffnet, als Puderbachs Kapitän Daniel Seuser einen Eckball von Vadim Pucha per Kopf zum 1:0 ins Tor verlängerte. Nur zwei Minuten wähnte sich Mario Wasna schon auf dem Weg zum Ausgleich, kam jedoch nach einem Schubser ins Straucheln und schoss knapp vorbei. In der 13. Minute machte es Michael Sehner dann besser. Nach einem Angriff über den linken Flügel schoss er aus zentraler Position technisch anspruchsvoll zum 1:1 ein. Guckheim nahm den Schwung mit und legte nach einer Viertelstunde nach. Der dynamische Eike Becher flankte von rechts in den Strafraum, wo der Ball auf Umwegen zu Spielertrainer Stefan Schäfer gelangte. Dieser hatte keine Mühe, seine Mannschaft aus kurzer Distanz in Führung zu schießen.

Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts begnügten sich die Gäste damit, das Spiel zu kontrollieren, um zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder aufs Gaspedal zu treten. Aber vor allem Schäfer nutzte seine Chancen nicht konsequent und konnte Julian Schmitz im Tor der Gastgeber weder in der 57. noch in der 60. Minute bezwingen.

Bei Puderbach machte sich unterdessen die Hereinnahme von Florian Raasch bezahlt. Eine Minute nach seiner Einwechslung (48.) hatte Raasch noch knapp das Tor verfehlt, in der 62. Minute traf er aber mit einem Flachschuss aus 18 Metern zum 2:2. Und um ein Haar hätte Raasch Puderbach sogar wieder auf die Siegerstraße gebracht, doch dem möglichen 3:2 stand in der 62. Minute der Pfosten im Weg. Und auch in der 68. Minute hatte Guckheim Glück, dass Christian Schuster mit einem knallharten Schuss den auf der Torlinie postierten Alexander Gombert am Kopf traf.

Guckheim kam erst wieder besser ins Spiel, nachdem Puderbach eine Viertelstunde vor Schluss Pucha nach wiederholtem Foulspiel durch Platzverweis verloren hatte. Als Joker Björn Zacher in der 87. Minute nach Eckball von Schäfer zum 2:3 eingeköpft hatte, glaubte Guckheim, gegen zehn Puderbacher den Sieg endlich in der Tasche zu haben. Aber in der buchstäblich letzten Sekunde der Nachspielzeit schaufelte Schuster einen Freistoß von der Mittellinie hoch vor das Tor, wo mit Michael Arndt ausgerechnet dem kleinsten Spieler ein Kopfballtor zum 3:3-Endstand gelang.

Puderbachs Trainer Michael Roos bilanzierte: "Nach unserem gelungenen Start waren wir nicht mehr fleißig genug. Dafür hatten wir nach dem 2:2 aber auch mehrere Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden."

Wirgeser Reserve bleibt ruhig und schafft die Wende

Beim 4:1 (0:1)-Erfolg gegen den VfL Bad Ems fuhr die zweite Mannschaft der Spvgg EGC Wirges wichtige Punkte in der Spitzengruppe der Bezirksliga Ost ein.

Vor allem bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Ralf Volk war es für die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Waßmann gegen die mit arger Personalnot angereisten Kurstädter ein hartes Stück Arbeit. "Die erste Halbzeit war nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte", war Waßmann entsprechend bis zum Seitenwechsel nicht zufrieden. Sein Team hatte zwar wesentlich mehr Spielanteile, tat sich aber schwer, gegen die gut gestaffelte Gästeabwehr, die zudem mit Bastian Staudt einen erfahrenen und glänzend aufgelegten Torhüter zwischen den Pfosten hatte. So rettete die Bad Emser Nummer eins gegen Marvin Binge (17.) und Alexander Frank (19.) mit Glanzparaden. Die dickste Gelegenheit vergab dann Jonas Hannappel, sein Flachschuss von der Strafraumgrenze strich nur hauchdünn am Bad Emser Torpfosten vorbei (31.) Die Gäste hielten aber forsch dagegen, waren bei ihren Kontern immer brandgefährlich und stellten den Spielverlauf sechs Minuten vor der Pause auf den Kopf. Ein Kunstschuss von David Hübel aus halblinker Position senkte sich genau in den Wirgeser Torwinkel zur 1:0-Führung für die Mannschaft von Spielertrainer Frank Wendland. "Wir haben ordentlich gespielt", bilanzierte er, "und lange gut mitgehalten. Dann gerieten wir durch individuelle Fehler in Rückstand und hatten keine Chance mehr gegen spielstarke Wirgeser."

Die Westerwälder stellten ihren Coach nach dem Seitenwechsel zufrieden ("Da lief der Ball wesentlich besser") und korrigierten das 0:1 eindrucksvoll. Jonas Hannappel überwand Staudt erstmalig mit einem schönen Heber (48.), der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Dennis Friedhofen traf mit dem Hinterkopf aus kurzer Entfernung zur EGC-Führung (59.). Nun lief es richtig rund bei der Waßmann-Elf, und der ebenfalls eingewechselte Daniel Günster markierte nach tollem Sololauf durch die Gästeabwehr nur sieben Minuten nach seiner Hereinnahme flach das 3:1. "Das hat mich richtig gefreut für die Beiden", erklärte Waßmann, "wir müssen schon mal rotieren, beide kamen heute von der Bank und haben getroffen." Marco Poppe drückte vier Minuten vor Spiel-ende den Ball nach guter Vorarbeit von Binge aus kurzer Distanz über die Linie, und setzte damit den Schlusspunkt. "Wir sind ruhig geblieben und haben nach dem Wechsel Druck aufgebaut, dann hat sich unsere Qualität durchgesetzt", so Waßmann.

 

 

Westerburg dreht Spiel gegen Müschenbach

 

Nach dem 3:1 (0:1)-Heimsieg gegen die SG Müschenbach/Hachenburg bleibt die SG Westerburg/Gemünden zum Ende der Hinrunde in der Bezirksliga Ost weiterhin als einzige Elf zu Hause ungeschlagen. Allerdings sah es lange Zeit nicht so aus, als würden die Punkte im Westerburger Stadion bleiben. Der Klassenneuling wollte seinen derzeit guten Lauf mit zuletzt drei Siegen in Folge durch eine vornehmlich in der ersten Halbzeit engagierte Vorstellung fortsetzen.

Die SG Westerburg tat sich enorm schwer, ins Spiel zu finden, während die Gäste ohne Ball mehr unterwegs waren und die größere Spielfreude entwickelten. Westerburg kam nicht in die Zweikämpfe, ließ dem Neuling zu viel Spielraum und ließ keine klare Struktur erkennen.

Völlig verdient hatte der Aufsteiger nach 23 Minuten die Nase vorn, als Steffen Ecker einen direkten Freistoß um die Abwehrmauer gedreht hatte. Die Mannschaft um Spielertrainer Marco Schnell trat als geschlossene Einheit auf und und wirkte in der Defensive sehr konzentriert. In der 38. Minute verzog der Müschenbacher Torschütze, nachdem er zwei Gegner versetzt hatte.

Unmittelbar nach Wiederbeginn zog Fisnik Blakaj aus kurzer Distanz ab, Westerburgs Schlussmann Carsten Wolf klärte per Fußabwehr. Die Gastgeber leisteten sich viele Fehler im Passspiel, eine gewisse Unruhe machte sich breit.

Spielertrainer Oliver Meuer hatte genug gesehen. Kaum im Spiel, holte er clever einen Strafstoß heraus. "Ein fragwürdiger Elfmeter hat das Spiel gedreht", ließ Müschenbachs spielender Übungsleiter Marco Schnell seine Enttäuschung nach der Schlüsselszene der Begegnung freien Lauf, nachdem sich einer seiner Nebenleute im Zweikampf ungeschickt angestellt hatte. Danach ging ein Ruck durch Westerburgs Elf, die binnen sieben Minuten mit zwei herrlichen Treffern den Aufwärtstrend des Gegners stoppte. Die Hausherren erhöhten den Einsatz, ihr Spiel gewann an Sicherheit, während sich beim Aufsteiger Resignation breit machte.

"Es war eine unverdiente Niederlage. Wir waren 60 Minuten klar überlegen und haben unsere Chancen nicht genutzt. Auf die Einwechslung von Oliver Meuer konnte ich angesichts unserer Personalnot nicht reagieren", war Marco Schnell ziemlich bedient. "In einer ganz schlimmen ersten Halbzeit haben wir alles vermissen lassen. Nach der Standpauke wurde es nach einer Stunde besser, und die Tore haben wir schön herausgespielt", war Meuer zumindest mit dem Ergebnis am Ende zufrieden

 

 

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[ Letzte Änderung: 18. Januar 2018 ]