SV Hundsangen e.V. 1926

20.11.2017, 06:24, Alter: 310 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 15.Spieltag

Von: rhein zeitung

                                          

SG Hundsangen bringt Vorsprung nicht ins Ziel

Packende Endphase bei 1:1 gegen Ellingen

Fast hätte es im zweiten Spiel unter dem Trainergespann Dominik Pistor und Daniel Hannappel den zweiten Sieg gegeben, aber als der Ball in der 88. Minute zum zweiten Mal im Ellinger Netz lag, hatte das Schiedsrichtergespann unter Leitung von Julian Jung auf Abseits entschieden und das Tor nicht anerkannt. So blieb es auf dem Ausweichplatz in Nentershausen am Ende beim 1:1 (0:0) zwischen der SG Hund-sangen/Obererbach und der SG Ellingen/Bonefeld/Willroth im Spiel der Bezirksliga Ost.

„Schade, am Ende haben wir uns dann nicht für eine geschlossen gute Mannschaftsleistung belohnt“, fand Pistor, der dennoch mit dem engagierten Auftritt seiner Elf zufrieden war. „Auf die heutige Leistung können wir aufbauen.“

Bei ungemütlichen Witterungsverhältnissen versuchten beide Teams in der Anfangsviertelstunde, aus sicheren Abwehrreihen ins Spiel zu finden, ohne aber für nennenswerte Torgefahr zu sorgen. Die ergab sich dann in der Folgezeit für die Gastgeber, doch Tommy Brühl (19.) und Marco Poppe (22.) scheiterten mit ihren Torschüssen. Aber auch die Gäste zeigten sich dann in der 28. Minute gefährlich vor des Gegners Tor. Kevin Wranik hatte sich über die linke Seite gut durchgesetzt, den Ball an Hundsangens Keeper Leon Schmitt vorbeigespitzelt. Janik Hannappel, der ein gutes Spiel zeigte, hatte aber hellwach aufgepasst und für seinen schon geschlagenen Torhüter vor der Torlinie geklärt. Nach torlosem Kabinengang ging es dann im zweiten Spielabschnitt so richtig zur Sache, beide Teams legten temporeich los. Hundsangen tat mehr für die Offensive und belohnte sich zunächst mit der 1:0-Führung durch Lukas Tuchscherer (57.), der aus dem Strafraumgetümmel wuchtig ins Netz getroffen hatte. Die Gäste antworteten wütend, und Luan Muriqi glich schon acht Minuten später aus. Ebenfalls im dicht besiedelten Strafraum hatte er überlegt aus der Drehung an der vielbeinigen Hundsangener Abwehr vorbei den Ball ins Tornetz befördert.

In der packenden Schlussphase scheiterte Ellingens Florian Raasch zunächst alleine vor Schlussmann Schmitt (71.), bei der Pistor-Elf war Daniel Hannappel zweimal per Freistoß brandgefährlich. Rettete zunächst das Lattenkreuz beim 25-Meter-Schuss (74.), verhinderte Krokowski drei Minuten später mit einer Glanzparade den Torerfolg. „Wichtig für die Moral“, freute sich Ellingens Trainer Thomas Kahler, „wir sind wie zuletzt nach einem Rückstand zurückgekommen und haben die Tabellendistanz zu Hundsangen gehalten.“

 

Wissen ist nach Pokalerfolg auch in der Liga wieder obenauf

Der VfB schlägt die SG Elbert dank eines späten Doppelschlags mit 2:0

Der VfB Wissen hat den Spagat zwischen glanzvoller Pokal-Bühne und gewöhnlichem Liga-Alltag gemeistert. Nach dem Einzug ins Rheinlandpokal-Halbfinale am Mittwochabend beendeten die Siegstädter am Sonntag den Negativlauf in der Bezirksliga von drei sieglosen Spielen mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen die SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen.

Zwar musste Walter Reitz lange auf die erlösenden Treffer warten, doch der VfB-Trainer gab hinterher an, zu keiner Zeit daran gezweifelt zu haben, dass sich seine Elf für einen engagierten Auftritt belohnen würde. „Der Gegner hat es uns mit seinen zwei Vierer-Abwehrreihen schwer gemacht“, beschrieb Reitz die Herausforderung, der sich seine Mannschaft stellen musste – und war entsprechend zufrieden, dass es ihr gelungen war, die Aufgabe zu lösen.

Mit einem späten Doppelschlag entschieden die Einheimischen auf dem Hartplatz im Dr.-Grosse-Sieg-Stadion die Begegnung, auch wenn zumindest am Zustandekommen des ersten Treffers Zweifel aufkamen. „Der Elfmeter war eine 50:50-Entscheidung“, meinte Elberts Trainer Michael Diel hinterher. Doch was war passiert? Als der Ball im Elberter Strafraum zwischen SG-Spieler Alexander Gombert und VfB-Akteur Fation Foniq herunterfiel, rangelten beide mit allem, was sie hatten, um die bessere Position. Letztlich ahndete Schiedsrichter Marvin Engelbertz einen Trikotzupfer Gomberts als Foulspiel und entschied auf Strafstoß, den Torben Wäschenbach sicher zur Wissener Führung verwandelte (79.).

Beim zweiten Treffer nur wenige Augenblicke später gab es hingegen nichts zu beanstanden: Eine Flanke von Hüseyin Samurkas nickte der kurz zuvor eingewechselte Cem Cakatay mit seinem ersten Ballkontakt zum 2:0 ein (81.).

Schon im ersten Durchgang waren die Wissener spielbestimmend, doch abgesehen von einer Kopfball-Stafette nach einem Einwurf von Philipp Bedranowsky, bei der Mario Weitershagen letztlich im Elberter Schlussmann Moritz Weißenborn seinen Meister fand (20.), hatten die Gastgeber an echten Torchancen nichts zu bieten. Anders die SG Elbert, die vorwiegend durch Marius Otto dreimal in die Nähe einer Führung kam. Fast hätte der Standardspezialist einen Eckball direkt verwandelt (18.), und nachdem Gombert im Anschuss an einen lang gezogenen Otto-Freistoß übers Tor geköpft hatte (41.), bot sich dem auffälligsten Gästespieler wenige Sekunden vor der Pause die größte Chance. Doch seinen 16-Meter-Schuss lenkte VfB-Keeper Philipp Klappert stark zur Seite ab (45.).

Im zweiten Abschnitt tauchten die Elberter zwar kein weiteres Mal vor dem Wissener Tor auf, doch darüber sah SG-Coach in Anbetracht des Kräfteverschleißes, den die anhaltenden Personalsorgen mit sich brachten, hinweg. Erst eine Stunde vor Anpfiff hatte sich mit A-Junior Tizian Tries ein zweiter Ersatzspieler zu Sean Murphy hinzugesellt, sieben Stammspieler zählte Diel nach dem Schlusspfiff, die ihm verletzungsbedingt nicht zur Verfügung gestanden haben. „Dafür haben das die Jungs heute gut gemacht“, lobte er und streute Zuversicht: „Wenn wir solche Leistungen auch in den restlichen Spielen bis zur Winterpause bringen, werden wir auf jeden Fall noch punkten.“

 

Joker sticht: Niedermowe kommt und trifft doppelt

Westerburg siegt auf Osterspaier Asche

Der Umzug auf ihren Hartplatz hat die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen nicht davor bewahrt, ausgerechnet am Volkstrauertag auf den letzten Tabellenplatz in der Bezirksliga Ost abzurutschen. Beim 0:2 (0:0) gegen die SG Westerburg/Gemünden bahnte sich die Entscheidung an, als die Gäste nach 53 Minuten doppelt auswechselten und zeitweilig ihr taktisches System umstellten.

Fortan agierten die Westerwälder in einer 4:1:4:1-Ordnung mit dem frisch aufs Feld gekommenen Tim Niedermowe als Mittelstürmer. Der traf schließlich zweifach in einer Begegnung, die vorher nicht besonders viele Höhepunkte zu bieten hatte. „Man muss auch mal solche dreckigen Spiele gewinnen“, meinte Westerburgs Trainer Dobri Kaltchev, der von einem letztlich verdienten Sieg sprach.

Anfangs hatten ihm allerdings beide Mannschaften nicht gut gefallen. Äußerst zäh ging es zu auf der Asche, es entwickelte sich ein Geduldsspiel – vor allem für die Zuschauer. Die Westerburger verzeichneten im ersten Durchgang überhaupt keinen Abschluss gegen gut organisierte Osterspaier. Die sorgten immerhin in zwei Szenen für Gefahr und gingen mit gefühltem Chancenplus in die Pause.

Florian Lemler kam einem Tor am nächsten, doch SG-Torwart Niklas Leukel lenkte seinen Schuss gerade noch zur Ecke (10.). Adrian Knop verzog nach 41 Minuten und besaß kurz nach Wiederanpfiff die beste Gelegenheit zur Führung. Doch er scheiterte mit seinem Kopfball nach schöner Flanke von Josip Topic erneut. „Das war eine Hundertprozentige“, sagte FSV-Trainer Nico Helbach.

Effizienter präsentierten sich die Westerburger. Abgesehen von einem Nachschuss Tom Holzhäusers kurz zuvor nutzten sie ihre erste Möglichkeit direkt zum 0:1. Kapitän Matthias Wengenroth leitete den Treffer mit einem Antritt und einem geschickten Pass auf den eingewechselten Tim Niedermowe ein. Der verwandelte mit einem Flachschuss souverän und ließ Tormann Moritz Köhl keine Chance.

Helbach ärgerte sich über dieses Schicksal, das typisch erscheint für eine Elf, die in den Abstiegskampf verstrickt ist. Anschließend ließ jedoch Kaltchevs Team einige Konter ungenutzt. Niedermowe und der mit ihm in die Partie gekommene Tjark Benner hätten erhöhen können. Am dichtesten stand David Gläser vor dem 0:2, der den Torwart umspielt hatte und aus spitzem Winkel den Pfosten traf.

So gerieten die Westerburger in den letzten Minuten nochmals unter Druck. Die Versuche von Josip Topic und Marvin Huss vereitelte aber jeweils Keeper Niklas Leukel mit seinen Paraden. In der Nachspielzeit enteilte Niedermowe der entblößten Deckung der Einheimischen und erzielte das Tor zum Endstand. Dabei hatte er alle Freiheiten und hätte genauso David Gläser bedienen können.

„Wir hatten uns viel vorgenommen“, berichtete Nico Helbach hinterher. Drei Akteure – Antony Henrykowski, Josip Topic und Bej Ali Simbargov – waren in die Startelf zurückgekehrt nach dem 2:10-Debakel bei der EGC Wirges. „Wir können an einiges anknüpfen“, machte ihr Trainer Mut.

 

SG Ahrbach trotzt dem Tabellenführer

Der Neuling bleibt auch nach dem 1:1 gegen die Spvgg EGC Wirges zu Hause ungeschlagen

Im Duell „Dorf gegen Stadt“, wie Peter Olbrich, Trainer der SG Ahrbach/Girod/Heiligenroth, vor dem Spiel sagte, konnte seine Mannschaft den Heimnimbus wahren und gegen den Bezirksliga-Tabellenführer Spvgg EGC Wirges ein 1:1 (0:0) erreichen.

Man merkte den Spielern beider Mannschaften von Anfang an an, dass es sich nicht um ein normales Meisterschaftsspiel handelt. Die EGC Wirges war um Spielkontrolle bemüht, jedoch schlichen sich immer wieder Fehlpässe in die Aktionen der Gäste ein. Der Gastgeber stand nach den Niederlagen in den letzten beiden Spielen zunächst einmal sicher gestaffelt und ließ den Wirgesern keine Räume zum Kombinieren. So gab es in den ersten 15 Minuten nur wenige Szenen vor den beiden Toren. Wirges wirkte zwar gefährlicher, aber außer bei einem Kopfball von Yannik Haas nach einem Einwurf bekam Florian Weimar, der Torhüter der Ahrbacher, nicht viel zu tun.

Die Spieler der SG Ahrbach wurden dann mit jeder Minute selbstbewusster und kamen ihrerseits nach 18 Minuten durch Niklas Wörsdörfer zu ihrer ersten Torgelegenheit. Ahrbach war in der Folgezeit vor allem durch Konter gefährlich. Bei Ballgewinnen wurde schnell umgeschaltet, und so kamen die Kombinierten zu einigen guten Abschlüssen. In der 23. Minute landete eine verunglückte Flanke von Noah Quirmbach auf dem Tor. Sebastian Franks Flachschuss hielt der Wirgeser Torwart Petrit Tahiri (28.). Wirges hatte seine beste Chance in der 40. Minute, als Ozan Altin einen Freistoß ausführte, während die Ahrbacher noch ihre Mauer stellten. Doch Florian Weimer war hellwach und konnte parieren. Folgerichtig ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Wirges kam gut aus der Kabine und erhöhte nochmals das Tempo, ohne zu großen Chancen zu kommen. In einer ausgeglichenen Phase mit Halbchancen hüben wie drüben wurde zunächst ein Kopfball von Jannis Meuer auf der Linie geklärt. Im Gegenzug fiel dann das 0:1 durch den gerade eingewechselten Leonardo Kolak, der nach einem Ballgewinn von Joachim Akwapay ins linke untere Eck einschob.

Peter Olbrich wechselte nun Niklas Klar ein, um die Offensive zu stärken (72.), zunächst blieb aber Wirges am Drücker.

Einen indirekten Freistoß, der von Marvin Severin flach aufs Tor geschossen wurde, parierte Florian Weimar sicher. Seine beste Szene folgte nur kurze Zeit später, als wiederum Kolak über die rechte Seite freigespielt wurde. Er fand jedoch bei seinem Schuss aus acht Metern in Weimar seinen Meister.

Ahrbach war nach diesen engen Szenen nun wacher und erspielte sich Feldvorteile. Nach einer Ecke fiel der Ball Markus Rausch vor die Füße, der mit rechts diesen unhaltbar zum 1:1 im Tor versenkte (79.). In den letzten zehn Minuten hatten die Gastgeber noch die Chance, das Spiel ganz zu drehen, doch Niklas Klar scheiterte mit seinem Schuss in der 85. Minute.

Der Wirgeser Trainer Nikolai Foroutan sprach von einem „gerechten Unentschieden, bei dem vor allem in der ersten Halbzeit keiner einen Fehler machen wollte. Der Gegner hat richtig gekämpft und auch eine spielerische Qualität gehabt. Kompliment, wir können mit dem 1:1 in Ahrbach leben.“

Peter Olbrich war „hoch zufrieden, dass wir nach den beiden Niederlagen wieder ein Erfolgserlebnis haben.Wir haben uns den Punkt mit Mut und Leidenschaft erarbeitet. Für diesen Verein sind das besondere Spiele, in denen die Mannschaft mit voller Leidenschaft zu Werke geht.“

 

Schneider sorgt spät für den gerechten Ausgleich

Müschenbach spielt 1:1 gegen Wallmenroth

In der Bezirksliga Ost trennten sich die SG Müschenbach/Hachenburg und die SG Wallmenroth/Scheuerfeld im Stadion in Hachenburg mit 1:1. Auf dem tiefen Geläuf versuchten beide Teams erst einmal den nötigen Stand zu finden. So dauerte es bis zur 20. Minute, bis zum ersten Mal einer der beiden Torhüter eingreifen musste. Müschenbachs Keeper Jan Böhning musste sich nach einem Schuss von Sascha Mertens lang machen und verhinderte die Gästeführung. Wie ein Weckzeichen sollte diese Chance auf die Heimelf wirken. Nach einem langen Abstoß war es Jannick Kessler, der vor Wallmenroths Keeper Jonas Prudlo mit dem Kopf am Ball war, jedoch strich das Spielgerät knapp am Tor vorbei. Die größte Chance zur Führung hatte drei Minuten vor der Pause wiederum Kessler, als Dawid Rystwej mustergültig querlegte und der Müschenbacher Stürmer die Wolken grüßte. Mit einem gerechten Remis ging es nach in die Pause.

Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff gelang es der Heimelf bei einer Doppelchance nicht, den Ball im Tor der Gäste unterzubringen, was sich im Gegenzug rächen sollte. Torjäger Sascha Mertens sorgte mit seinem achten Saisontreffer für die Gästeführung. Nach einem langen Ball über die gesamte Abwehr der Heimelf hinweg überlistete Mertens mit einem tollen Heber Keeper Böhning zur Führung. Derselbe Spieler verpasste in der Folge mehrmals (54., 60. und 62.) zu erhöhen. Zunehmend wurde die Partie zu einem offenen Schlagabtausch. Verpasste Fabian Hüsch (72.) freistehend aus fünf Metern den Ausgleich, so stand ihm Nikolai Heidrich auf der anderen Seite in nichts nach und haute den Ball aus zwölf Metern an die Latte. „Hätte Heidrich in dieser Situation das 2:0 gemacht, wäre das Spiel gelaufen gewesen“, meinte Müschenbachs Trainer Volker Heun.

Als eine Minute vor dem Spielende der wohl unglücklichste Spieler auf dem Platz, Jannick Kessler, den Ball aus einem Meter nicht zum Ausgleich unterbrachte, glaubte wohl keiner der heimischen Anhänger mehr an Zählbares. Doch dann machte es sein Teamkollege Jan Lucca Schneider in der vierten Minute der Nachspielzeit besser und verwandelte Fabian Hüschs Hereingabe zum umjubelten Ausgleich. „Wir ärgern uns jetzt kurz über den verpassten Sieg, aber wir können damit gut leben. Das Ergebnis ist gerecht und geht voll in Ordnung“, so Wallmenroths Trainer Stefan Häßler.

 

Mockenhaupt entscheidet Topspiel

Weitefelds Joker sticht in der 88. Minute – Montabaur lange in Unterzahl

Zum Hinrunden-Abschluss in der Bezirksliga Ost hat die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen ihre Erfolgsserie auf vier Siege in Folge ausgebaut und den TuS Montabaur durch ein Tor in letzter Minute mit 1:0 (0:0) bezwungen. Als schon alles auf ein torloses Unentschieden hinauszulaufen schien, erzielte Jan Niklas Mockenhaupt nach Vorarbeit von Fabian Lohmar den entscheidenden Treffer (88.). „Wir sind auf einem guten Weg. Der Sieg gibt uns hoffentlich noch mal Auftrieb für die letzten beiden Partien vor der Winterpause“, freute sich SG-Trainer Jörg Mockenhaupt über den deutlichen Aufwärtstrend bei seinem Team.

Beide Mannschaften waren zunächst darauf bedacht, ihre Defensivaufgaben zu erfüllen. De Abwehrreihen standen sicher. Allerdings wurden sie auch kaum ernsthaft geprüft, denn hüben wie drüben fehlten die zündenden Ideen. So spielte sich das Geschehen fast ausschließlich zwischen den Strafräumen ab. „In der ersten Hälfte war das Spiel von der Taktik geprägt“, meinte Mockenhaupt, dessen Gegenüber Sven Baldus feststellte, dass beiden Teams zunächst der Respekt voreinander anzumerken gewesen sei. Die einzige nennenswerte Torchance im ersten Durchgang hatten die Gäste. Steffen Kempf verlängerte einen Kopfball unglücklich nach hinten, in seinem Rücken war TuS-Stümer Jay Takahashi alleine durch, scheiterte aber im Abschluss am gut reagierenden Weitefelder Schlussmann Sören Trippler (31.).

Kurz vor der Pause erwies Takayuki Omi seinem Team einen Bärendienst: Bereits verwarnt, foulte er in der eigenen Hälfte Maik Oliver Seibel und sah folgerichtig Gelb-Rot (40.). „Das war natürlich eine dumme Aktion. Er weiß selbst, dass er das anders klären muss“, meinte Baldus.

Nach dem Seitenwechsel kam dann mehr Leben in die Partie. Jay Takahashi schickte den schnellen Maximilian Acquah mit einem Steilpass auf die Reise, dessen Schuss klärte Trippler zur Ecke (50.). Im direkten Gegenzug lupfte Luca Thom nach Zuspiel von Mario Weisang den Ball übers Tor (51.). In Überzahl hatten die Hausherren mehr Ballbesitz und entwickelten mehr Zug zum Tor. Thom verfehlte das Ziel allerdings aus der Distanz (72.), und bei einem Schuss von Dominik Neitzert tauchte TuS-Keeper Jonathan Kloft gerade noch rechtzeitig ab und klärte zur Ecke (75.).

Zwei Minuten vor dem Ende hatten die SG-Anhänger dann doch noch Grund zum Jubeln, als der eingewechselte Mockenhaupt mit einem trockenen Schuss aus kurzer Distanz ins linke Eck den Siegtreffer erzielte, den Baldus als „nicht unverdient“ bezeichnete.

 

Hamm gleicht auch in Unterzahl aus

VFL legt im Kellerduell zu – Spielertrainer Trautmann ärgert sich über sich selbst

Ein Punkt für jeden – doch als Gewinn werten das weder der VFL Hamm  noch die TuS Burgschwalbach. Denn so recht weiterhelfen kann ein Remis im Kampf gegen den Abstieg aus der Bezirksliga Ost nicht. Immerhin einen richtig guten Aspekt sah VFL -Spielertrainer Michael Trautmann nach dem 2:2 (0:1). „In Unterzahl war das eine starke kämpferische Leistung“, sagte er. Weniger schön für den neuen Coach, der zuletzt mit seinem Team zweimal gewonnen hatte: Er selbst hatte sein Team durch wiederholtes Meckern in die missliche Lage gebracht. „Das kostet, da ist was für die Mannschaftskasse fällig“, sagte Trautmann, dem klar war, „dass mir so etwas nicht passieren darf.“

Das Spiel in Hamm  war keine zwei Minuten alt, da setzte es für die Gastgeber den ersten Dämpfer. Nach einem Pass von der rechten Angriffsseite kam der Ball zu Julian Ohlemacher. Der Stürmer wurde nicht entschlossen genug gestört, sodass er aus 16 Metern zum Abschluss kam – und links unten traf. Die Mannschaft aus dem Rhein-Lahn-Kreis nahm den Schwung mit und agierte mit mehr Biss und Zug zum Tor. Erneut Ohlemacher hatte den zweiten Treffer auf dem Fuß, doch sein zweiter Versuch ging knapp rechts am Tor von VFL -Keeper Mert Zeycan vorbei (17.). Der Schlussmann stand dann im Fokus, als Sandro Fuchs von halblinks in den Strafraum drang und allein auf Zeycan zustürmte, dann aber zu früh abschloss und statt ins Tor nur an den Fuß seines Widersachers traf. Gespielt war da knapp eine halbe Stunde – und Hamm hatte noch nicht ernsthaft für Gefahr gesorgt. „Da hätten wir den zweiten Treffer nachlegen müssen“, ärgerte sich TuS-Trainer Torsten Baier, der fand: „Eigentlich waren wir in der ersten Hälfte sehr gut im Spiel.“

Nach Zeycans Parade fand Hamm  zumindest etwas besser in die Partie. Wirklich zwingend in der Bewegung nach vorne sah das aber noch lange nicht aus. So stand bis zur Pause nur ein einziger Torschuss für die Einheimischen zu Buche: Simon Langemann beförderte den Ball in der 21. Minute Richtung TuS-Gehäuse, stellte Gäste-Keeper Luca Wischmann damit aber vor keine allzu schwere Prüfung.

War Durchgang eins aus Sicht der Hämmscher an Harmlosigkeit kaum zu überbieten, begann der zweite vielversprechend. Ordentlich Elan hatte der VFL mit aus der Kabine gebracht und glich schnell aus. Einen Burgschwalbacher Abschlag fingen die Gastgeber an der Mittellinie ab und zogen dann einen starken Angriff auf. Im Gleichschritt stürmten Langemann und Pascal Binneweiß Richtung TuS-Tor. Als alle mit einem Abschluss von Binneweiß rechneten, passte dieser quer auf Langemann, für den der Rest Formsache war (49.).

Was das Team von der Sieg nun zeigte, sah durchaus vielversprechend aus, was auch am eingewechselten Robin Nachtigal lag. Wenig machte der VFL indes aus seinem Übergewicht – was Burgschwalbach bestrafte. Nach einem Freistoß von Niclas Breuer bediente Fabian Haas Julian Kohl, dessen Kopfball die erneute Gästeführung brachte (63.). Weil sie den Ball an der Mittellinie vertändelten, handelte sich der Aufsteiger aber wenig später erneut den Ausgleich ein. Diesmal bediente Artur Pleis VFL -Stürmer Langemann, der allein aufs Tor stürmte und sicher verwandelte (71). Spielertrainer Trautmann stand da schon nicht mehr auf dem Platz, was aber zur Überraschung seines Kollegen ohne Folgen blieb. „Ich hatte gehofft, dass wir das nutzen können“, sagte Baier. „Er hatte ja gefühlt 2000 Ballkontakte.“

Vereinsportal ]  [ Impressum ]  [ Datenschutzerklärung ]  [ Kontakt ]   © 2018 SV Hundsangen
[ Letzte Änderung: 26. September 2018 ]