SV Hundsangen e.V. 1926

21.11.2011, 11:54, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Allgemein

Bezirksliga 16.Spieltag

Von: rhein zeitung

Weitefeld unterliegt trotz Überlegenheit

Neitersen bleibt nach 3:1 auf Rang zwei

 

In der Bezirksliga Ost bezwang die SG Neitersen/Altenkirchen die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald mit 3:1 (2:1). Für die spielstarken Gäste wäre jedoch deutlich mehr zu holen gewesen.

Weitefeld begann selbstbewusst und trumpfte im Stil einer Heimmannschaft auf. In den ersten 20 Minuten musste Jan Humberg Neitersen bei Chancen für Joshua Weller und Julian Aguilar mit seinen Paraden im Spiel halten.

 

Völlig überraschend fiel das erste Tor dann auf der Gegenseite: Geburtstagskind Florian Tilhard schloss Neitersens erste nennenswerte Angriffsaktion mit einem haltbaren Schuss ins kurze Eck zum 1:0 ab (25.). Weitefeld blieb weiter überlegen, das nächste Tor schoss aber erneut Neitersen. In der 42. Minute sah Nicolai Hees, dass Weitefelds Torhüter Sören Trippler zu weit vor seinem Kasten stand und überraschte ihn aus 25 Metern zum 2:0. Erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff gelang Weitefeld der Treffer, der schon lange in der Luft gelegen hatte. Nach einem Freistoß spielte Weller den Ball im Strafraum quer auf den aufgerückten Tim Müller, der Humberg aus 14 Metern zum 2:1-Halbzeitstand überwand.

Nach dem Seitenwechsel rechneten alle mit einem Sturmlauf der Weitefelder, doch es sollte anders kommen: Tim Müller spielte einen unbedachten Rückpass, ohne zu schauen, wo genau sein Torwart stand. So passierte der Ball den perplexen Trippler und rollte zum 3:1 ins Netz (46.). Damit war die Partie entschieden, denn von dem abermaligen Rückschlag erholte sich Weitefeld nicht mehr. Neitersens Trainer Thorsten Gerhardt erkannte die anfängliche Weitefelder Überlegenheit neidlos an und sprach von einem effizienten Auftritt seiner Mannen. Weitefelds Trainer Volker Heun hatte allen Grund, sich zu ärgern: „Wir haben in der ersten halben Stunde das Spiel diktiert. Ich möchte sogar von einem Klassenunterschied sprechen. Das 3:1 hat uns dann aber das Genick gebrochen.“

Weitefeld-L.: Trippler - Grahn, Müller, Aguilar - Ross, Reifenrath (55. Neitzert), Weisang, Ermert, Germann - Weller, Lopata.

Schiedsrichter: Irhad Tresnjo (Bad Neuenahr).

Zuschauer: 119.

Tore: 1:0 Florian Tilhard (25.), 2:0 Nicolai Hees (42.), 2:1 Tim Müller (45.), 3:1 Tim Müller (46., Eigentor).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Neitersens Hees (90., Foulspiel und Freistoß zu früh ausgeführt).

 

 

Stahlhofen gewinnt das Sechs-Punkte-Spiel

Torreiche Partie gegen Nievern endet 4:3

 

Erleichterung bei der FSG Stahlhofen/Holler. Mit einem 4:3 (4:2)-Arbeitssieg gegen die SG Nievern/Fachbach konnte sich die Elf von Trainer Timo Kelterbach erst einmal aus dem unteren Tabellendrittel verabschieden.

Seine Elf gab vom Anpfiff weg den Ton an, und nach zwanzig Minuten lief alles planmäßig. Bis dahin hatten Kim Ortseifen (9.) und Regjep Krasniqi auf Zuspiel seines Bruders Mentor zwei Mal getroffen. Nievern trat bis dahin kaum in Erscheinung, meldete sich aber nach einer halben Stunde zu Wort.

Bastian Schupp war nach einem Sololauf Felix Waldorfs der Anschluss geglückt. Die Gäste fanden ihren Rhythmus und standen durch Florian Panny nach Diagonalpass Timo Hoffmeyers sogar dicht vor dem Ausgleich.

In dieser Phase holte auf der Gegenseite Ismayil Barut die Doppelführung zurück (39.), ehe die Tore praktisch im Minutentakt fielen. Stefan Deusners erneutem Anschlusstreffer (43.) setzte Regjep Krasniqi das 4:2 entgegen (44.).

Nieverns Trainer Björn Wickert hatte genug gesehen und handelte. Mit einem Doppelwechsel wollte er die Defensive stärken, und Salvatore Mayer sollte den Angriff beleben. Stahlhofens schnelle Stürmer Ismayil Barut und Recep Krasniqi sorgten ständig für Unruhe und waren kaum zu bremsen. In der temporeichen Begegnung scheiterte Regjep Krasniqi (53.) an Nieverns Torwart Dennis Preuschoff, der später auch noch einen Distanzschuss Recep Baruts parierte (68.). Dazwischen lag noch das Nieverner 4:3 durch Freistoßspezialist Timo Hoffmeyer in der 59. Minute. Offenbar hatten sich die Rivalen mit dem Toreschießen in der ersten Halbzeit verausgabt, denn mit fortschreitender Spieldauer passierte nicht mehr viel.

Recep Barut holte sich mit Gelb-Rot in der ohnehin farbigen Partie den letzten Tupfer ab (84.).

„In diesem Sechs-Punkte-Spiel haben wir gut vorgelegt, hatten aber auch unsere Schwächephasen. Immerhin hatten wir das glücklichere Ende für uns, obwohl es eine enge Kiste war“, bekannte Timo Kelterbach erleichtert.

„Kein Kommentar“, mehr war Nieverns geknicktem Trainer Björn Wickert nicht zu entlocken.

Stahlhofen: Leinweber - Ismajli, Gombert, Otto, R. Krasniqi - M. Krasniqi (90. S. Ergüzel), I. Barut, Ortseifen, R. Barut - D. Ergüzel, Bardhaj.

Schiedsrichter: Richard Kochanetzki (Koblenz).

Zuschauer: 90.

Tore: 1:0 Kim Ortseifen (9.), 2:0 Regjep Krasniqi (20.), 2:1 Bastian Schupp (30.), 3:1 Ismayil Barut (39.), 3:2 Stefan Deusner (43.), 4:2 Regjep Krasniqi (44.), 4:3 Timo Hoffmeyer (59.).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Recep Barut (Stahlhofen, 84.), wiederholtes Reklamieren.

 

 

SG Guckheim gleicht ganz spät aus

Der SC Berod-Wahlrod führt bis in Nachspielzeit - Sehner nervenstark

In der Bezirksliga Ost trennten sich die SG Guckheim/Kölbingen und der SC Berod-Wahlrod in einem bis zum Schluss spannenden Spiel mit 2:2 (1:1).

 

Die brüderliche Punkteteilung im Duell der Schäfer-Zwillinge war für Thomas mit seinem Gästeteam äußerst unglücklich, denn der SC Berod-Wahlrod führte bis in die Nachspielzeit mit 2:1 und war dem Auswärtssieg sehr nahe. „Das war für uns heute eine gefühlte Niederlage“, meinte der sehr enttäuschte Beroder Spielertrainer nach Spielende. „Mir tut meine Mannschaft leid. Wir haben toll gekämpft, alles gegeben und kassieren dann in der meiner Meinung nach zu langen Nachspielzeit per Handelfmeter den Ausgleich.“

In der kampfbetonten, aber jederzeit fairen Partie prüften zunächst Berods Martin Müller den Guckheimer Schlussmann Lars Henning (16.) und auf der Gegenseite Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer den Beroder Keeper Deniz Sakalakoglu (18.), ehe Michael Sehner einen schönen Freistoß von Stefan Schäfer zur Guckheimer Führung ins Netz köpfte (20.). Die Gäste zeigten sich aber keinesfalls geschockt, sondern konnten bereits fünf Minuten später den Ausgleichstreffer markieren, als Justin Keeler einen zuvor von Henning abgewehrten Ball ins Guckheimer Tornetz donnerte.

In der zweiten Hälfte spielte sich das Geschehen überwiegend im Mittelfeld ab, beide Teams schenkten sich nichts. In der 63. Minute zirkelte Stefan Schäfer einen schönen Freistoß aus 20 Metern nur knapp über das Gästegehäuse und scheiterte in der 74. aus guter Schussposition. In der spannenden Schlussphase bauten dann die Gäste mehr Druck auf, vergaben aber eine Riesengelegenheit, als Alexander Schneider aus kurzer Entfernung nur die Torlatte traf (78.). Zwei Minuten später klingelte es aber dann doch im Guckheimer Gehäuse. Thomas Schäfer sorgte persönlich für die Führung seines Teams, als er aus etwa elf Metern den Ball zum zweiten Mal im SG-Gehäuse versenkte. (80.). „Nach dem Führungstreffer haben wir es versäumt, mit einem dritten Treffer nachzulegen“, haderte der Torschütze später, „und dann werden wir durch unglaubliches Pech auch noch bestraft.“ Die Gastgeber stemmten sich den letzten Minuten mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage. Als aber zwei Spieler eine gefährliche Hereingabe von Niclas Schneider verpassten, schien diese nicht mehr zu verhindern. Erst Michael Sehner erlöste das Team von Stefan Schäfer mit einem verwandelten Handelfmeter in der Nachspielzeit. Entsprechend zufrieden war der Guckheimer Spielertrainer:„Wir haben nach der Gelb-Roten Karte für Nils Fröhlich über 25 Minuten in Unterzahl gespielt und hervorragend gekämpft. Meine Mannschaft hat sich diesen Punkt verdient, auch wenn er glücklich zustande kam.“

 

 

In Westerburg fallen alle drei Tore in drei Minuten

Gastgeber überholen SG Bruchertseifen – Björn Weber gelingen wieder die entscheidenden Treffer

Die SG Westerburg/ Gemünden hat am 16. Spieltag der Bezirksliga Ost den Abstand zu den Abstiegsrängen durch ein 2:1 (0:0) ausgebaut und steht damit nun mit zwei Zählern Vorsprung vor der Gastmannschaft, der SG Bruchertseifen/Eichelhardt.

 

Torsten Ratzi, der Marc Odink beim Spiel in Westerburg auf der Trainerbank vertrat, war nach dem Spiel bedient und sagte: „Das war heute eine traurige und unglückliche Niederlage, weil wir eigentlich mit 2:0 führen mussten. Man kann der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Wir haben gut gekämpft.“

In der ersten Halbzeit waren nennenswerte Chancen lange Zeit Mangelware. Erst in der 37. Minute kamen die Gäste erstmals gefährlich vor den Kasten der Heimmannschaft. Zunächst scheiterte Jeton Murici aus wenigen Metern, weil die Westerburger Abwehr in höchster Not noch zur Ecke klärte, bevor Daniel Singhateh nach deren Ausführung am langen Pfosten nur knapp zu spät kam.

Wesentlich mehr zu bieten hatte die zweite Spielhälfte: Erst fünf Minuten waren gespielt, als der eingewechselte Valdet Krasniqi zu Christoph Lichtenfeld durchsteckte. Nur noch den Westerburger Torhüter Carsten Wolf vor sich, schoss Lichtenfeld aus kurzer Distanz fünf Meter am Tor vorbei.

Nach einer Stunde brachte Björn Weber die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Mit einem sehenswerten Torabschluss aus der Drehung aus halblinker Position im Strafraum ließ er Bruchertseifens Torhüter Ralf Schupp keine Chance (60.). Noch während die Westerburger jubelten, nutzte Heiko Schnabel im direkten Gegenzug einen Abwehrfehler der Heimmannschaft eiskalt zum 1:1 aus (61.). Wiederum nur zwei Minuten später erzielte Björn Weber das entscheidende Tor zum 2:1 zugunsten der Gastgeber. Nach Vorlage von David Gläser hob Weber den Ball aus spitzem Winkel über Schupp, der erneut ohne Chance war (63.).

In der Folge ergaben sich für die Heimmannschaft viele Räume, die Chancenverwertung ließ jedoch zu wünschen übrig. In der 69.Minute befand sich Ferhat Alici allein vorm Tor und vergab. Nur zwei Minuten später scheiterte David Gläser am Pfosten. Westerburgs Spielertrainer Oliver Meuer war zufrieden über drei Punkte: „Nach der schwachen ersten Hälfte haben wir uns vorgenommen, in der zweiten Halbzeit mehr Tempo zu machen. Björn Weber spielt momentan wirklich überragend und macht dann aus zwei Chancen zwei Tore. Man hat aber gesehen, dass wir an unserer Chancenverwertung arbeiten müssen.“

Westerburg/G.: Wolf – Neubert, Kreckel, Heinen – Johanns (90. N. Weber), Hartmann, Beutgen, Wengenroth – Alici (71. Wagener), Gläser – B. Weber (83. Reßmann).

Schiedsrichter: Marco Huber (Eppenrod).

Zuschauer: 110.

Tore: 1:0 Björn Weber (60.), 1:1 Heiko Schnabel (61.), 2:1 Björn Weber (63.).

 

Montabaur findet zu spät die richtige Einstellung zum Spiel

Der TuS unterliegt Puderbach 1:2

Der TuS Montabaur bleibt seinem Ruf als „launische Diva“ der Bezirksliga Ost treu. Nach einer desolaten ersten Halbzeit begannen die Kreisstädter erst ab der 70. Minute mehr in die Partie zu investieren – letztendlich aber zu spät, um beim 1:2 gegen die SG Puderbach doch noch etwas Zählbares ergattern zu können.

Viel zu unbedarft gingen die TuS-Akteure gerade in der Anfangsphase der Begegnung zu Werke und sahen sich nach nur sechs Minuten bereits im Hintertreffen: Eine Freistoßhereingabe Vadim Puchas aus rund 40 Metern segelte in gefühltem Zeitlupentempo in den Montabaurer Strafraum, wo sich keiner für Sebastian Carrillo verantwortlich fühlte, der zum Führungstreffer für Puderbach einköpfte. Und auch in der Folge waren es die Gäste, die für die drei Punkte alles in die Waagschale warfen, während der TuS, ohne jegliches Tempo agierend, nur selten in die Nähe des gegnerischen Tores kam. Und nicht einmal Gastgeschenke wollten die Hausherren annehmen: Nach einem vollkommen missglückten Abschlag von SG-Torwart Maik Seuser wurde Sergej Kettler wenig später im Strafraum zu Fall gebracht. Zum fälligen Elfmeter trat Routinier Wjatscheslaw Stoppel an, doch Seuser bügelte seinen Patzer aus und kratzte den Ball aus dem unteren linken Eck (22.). Nur drei Minuten darauf machte es Puderbachs Kapitän André Neitzert auf der Gegenseite besser und verwandelte einen Strafstoß, verursacht am starken Daniel Seuser, zum 2:0. Für einen Aufreger der anderen Art sorgte dann Schiedsrichter Michel Lehmann: 35 Minuten waren gespielt, da pfiff der junge Unparteiische plötzlich zur Halbzeit. Nachdem er aber auf seinen Fauxpas hingewiesen worden war, ging's mit einem Schiedsrichterball weiter und zehn Minuten später dann doch in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich erst einmal nicht viel. Eine weitere Einladung zum Toreschießen lehnte Kettler ab (49.), ansonsten hatte Puderbach alles im Griff. Mit der Zeit zog sich der Aufsteiger aber unerklärlicherweise immer mehr zurück, brachte die Montabaurer somit ins Spiel und gewährte ihnen auch den Anschlusstreffer durch Hamit Dinler (77.). Ein Punktgewinn wäre aber wohl des Guten zu viel gewesen, und so blieb es bis zum Ende beim knappen 1:2. „Allein eine gute Schlussphase reicht nicht“, war TuS-Trainer Gerd Schenkelberg hinterher bedient. Sein Gegenüber Michael Roos resümierte: „In der zweiten Halbzeit standen wir zu tief, haben aber dennoch verdient gewonnen.“

Montabaur: Scheid – Leisenheimer, Zinser (63. Schenkelberg), Böhm, Atzinger, Dinler, Wincek, Bichert, Kettler, Pineker, Stoppel.

Schiedsrichter: Michel Lehmann (Hahnstätten).

Zuschauer: 70.

Tore: 0:1 Sebastian Carrillo (6.), André Neitzert (25., Foulelfmeter), 1:2 Hamit Dinler (77.).

Besonderheiten: Wjatscheslaw Stoppel (Montabaur) scheitert per Foulelfmeter an Maik Seuser (22.); Gelb-Rote Karte gegen Waldemar Pineker (81., Montabaur) wegen wiederholten Foulspiels; Rote Karte gegen Yannik Leisenheimer (85., Montabaur) wegen groben Foulspiels.

 

 

SG Neustadt-Fernthal muss der SG Herdorf die Punkte überlassen

Eine gute Halbzeit reichte der SG DJK Neustadt-Fernthal im Spiel gegen die SG Herdorf nicht: Nach einer spannenden zweiten Halbzeit, in der der Punktgewinn für die Neustädter zum Greifen nah war, mussten sie am Ende doch eine 1:3 (0:2)-Heimniederlage hinnehmen. So bleibt die personell angeschlagenen Mannschaft von Trainer Joachim Weißenfels auch nach dem 16. Spieltag Tabellenschlusslicht in der Bezirksliga Ost.

Die erste Halbzeit der Partie ist schnell erzählt. Neustadt fand kaum ins Spiel, Herdorf hingegen machte von Beginn an viel Tempo. Immer wieder sorgten die Gäste für ordentlich Beschäftigung im Neustädter Strafraum. Die Platzherren kamen kaum aus der eigenen Hälfte raus. Und wenn, dann ließen die Herdorfer nur selten etwas zu.

So war es zu diesem Zeitpunkt nicht verwunderlich, dass das erste Tor für die Gäste fiel: Spielertrainer Andreas Krämer verwandelte nach einer knappen halben Stunde. Auf der anderen Seite hatte Hakan Yazici zwar im Anschluss eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, doch er flog an der Flanke von Maximilian Stopperich vorbei (30.). Die Herdorfer waren auch weiterhin überlegen und ließen die Neustädter selten gefährlich vors Tor kommen. Kurz vor der Pause erhöhte Steffen Busch zum bis dahin verdienten 0:2, dabei hatten DJK Torwart Tobias Buslei und Daniel Feldheiser bis zuletzt versucht den Ball zu klären (41.).

Die Partie schien für die gut 100 Zuschauer auf dem Fernthaler Kunstrasenplatz schon so gut wie entschieden. Doch nach dem Seitenwechsel bewiesen die Neustädter Kampfgeist. Ihnen kam dabei auch zugute, dass Herdorf gute Tormöglichkeiten liegen ließ. Weder Yigit Bünyamin noch Steffen Busch gelang es, den Ball aus kurzer Entfernung im gegnerischen Tor unterzubringen (59./62.).

Die Gastgeber wurden zusehends gestärkt und hatten gleich zwei gute Möglichkeiten. Aber Maximilian und Oliver Stopperich vergeben beide (66. und 68.). Erst Christian Greindl gelang es, den Ball zum 1:2-Anschlusstreffer im Tor unterzubringen (72.). Die Gastgeber erhielten dadurch neue Hoffnung und setzten alles daran, doch noch einen Punkt in Neustadt zu behalten.

Aber Herdorf wollte sich den Sieg nicht so einfach aus der Hand reißen lassen. Die letzte Viertelstunde des Spiels war hart umkämpft. Doch kurz vor Schluss machte Andreas Krämer die Hoffnungen der gastgebenden SG zunichte. Mit seinem Distanzschuss aus gut 20 Metern markierte er den 3:1-Endstand für seine SG Herdorf.

Joachim Weißenfels lobte nach dem Spiel vor allem das Auftreten seiner Jungs: „Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen, die Einstellung hat gestimmt.“ Für ihn ging der Sieg der Herdorfer in Ordnung: „Wir haben zwar in der zweiten Halbzeit noch einmal alles versucht, aber sie waren spielstärker, der Sieg ist verdient.“ Das sah sein Gegenüber, Herdorfs Andreas Krämer, ähnlich: „Wir haben heute verdient gewonnen. Allerdings haben wir spielerisch mehr drauf als das, was wir gezeigt haben.“

 

Saal scheitert in der Nachspielzeit am Pfosten

Der VfL Bad Ems gewinnt 2:1 bei der SG Miehlen/Nastätten und entscheidet so auch das dritte Derby für sich

 

Noch einmal warfen die Bezirksliga-Fußballer der SG Miehlen/Nastätten alles nach vorne, die vierte Minute der Nachspielzeit lief bereits. Der junge Phaitun Murahan hatte den Ball im Mittelfeld erobert, diesen sauber auf seinen Spielertrainer Rüdiger Graden weitergegeben, der direkt auf seinen Kollegen Michele Saal spielte. Ein toller Spielzug am Ende eines rassigen Derbys – doch der Pfosten war im Weg. „Hätte ich quer spielen können?“, fragte Saal hinterher. Er wollte es genau wissen, denn: Es war die letzte Chance, gegen den VfL Bad Ems noch einen Punkt zu holen. Doch aus der Traum, der Rhein-Lahn-Rivale aus der Kurstadt behielt auch im dritten Derby der Saison die Oberhand, siegte mit 2:1 (1:0) im Miehlener Ehrlich und kann sich gedanklich schon einmal auf Weihnachten vorbereiten.

Es war ein packendes Spiel, das beide Mannschaften den 250 Zuschauern boten. Ein Spiel, an dessen Ende Miehlen sehr viel investiert hatte, aber nicht für seinen unermüdlichen Kampf in der zweiten Halbzeit belohnt worden ist. Während ihn die Darbietung seiner Elf nach dem Wechsel versöhnlich stimmte, war Michele Saal angefressen darüber, was einige Miehlener Spieler in Durchgang eins abgeliefert haben. „Ich verstehe das nicht“, sagte der Spielertrainer. „Wenn ich mich nicht für ein Derby motivieren kann, wofür denn dann?“ Denn die Gastgeber, die mittendrin im dicksten Abstiegsschlamassel stecken, hätten sich nicht beschweren dürfen, wäre die Partie schon in den ersten 45 Minuten entschieden gewesen.

Es waren gerade einmal 20 Sekunden gespielt, da tauchte VfL-Torjäger Nicholas Liefke zum ersten Mal ungestört vor SG-Schlussmann Bastian Hofmann auf. Der Angreifer agierte entgegen seiner sonstigen Gepflogenheiten zögerlich, während Hofmann zweimal entschlossen klärte. Erstmals jubelten die Bad Emser Fans keine drei Minuten später, allerdings zu voreilig: Nach einer Ecke fand der Ball den Weg aus dem Getümmel über die Linie, doch Schiedsrichter Roman Herberich hatte zuvor eine Regelwidrigkeit gesehen.

Das Bild blieb auch in der Folge unverändert: Miehlen fand keinen Zugang zum Derby, was die Bad Emser dankend annahmen. Torsten Kreuter bewies sein gutes Auge, schickte seinen Sturmpartner Nicholas Liefke Richtung Tor, und dieser blieb diesmal eiskalt und legte sicher an Hofmann vorbei (8.). Kreuter selbst hatte das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte bei seinem Distanzschuss aber an dem spektakulär parierenden Miehlener Schlussmann. Und die Gastgeber? Erst nachdem der VfL einen Gang zurückgeschaltet hatte, gab’s die ersten Möglichkeiten. Saals Kopfball aus 16 Metern verfehlte sein Ziel knapp (19.), bei Fabian Künzels Schuss nach schönem Pass von Vakkas Soyudogan war die Latte im Weg (34.), und Rüdiger Graden war nicht entschlossen genug, als er für Lars Leibig quer legte, statt selbst zu schießen (44.).

Immerhin: Miehlen hatte vor dem Gang in die Kabine ein Lebenszeichen abgegeben und war auch nach der Rückkehr fest gewillt, den Ausgleich zu erzwingen, der letztlich auch nur vier Minuten auf sich warten ließ. Flanke David Hübel von links, Volleyabnahme Saal in der Mitte – 1:1 (49.). Manchmal kann Fußball so einfach sein. Davon war in der Folge jedoch nicht mehr viel zu sehen. Das Derby, von beiden Seiten leidenschaftlich bis hart geführt, nahm Fahrt auf. Darunter litt vielleicht die Spielkultur, der Unterhaltungswert litt mitnichten. Auch die Gelb-Rote Karte gegen Miehlens Kapitän André Müller machte sich kaum bemerkbar, „denn danach sind wir erst richtig wach geworden“, wie Michele Saal feststellte.

Die Bad Emser waren zu nachlässig darin, die Räume konsequent zu nutzen, kamen aber auch so zu guten Chancen. Die beste davon entschärften Keeper Hofmann und Hübel in Co-Produktion, als sie den von Kreuter prima freigespielten Liefke stoppten. Dumm nur für die Gastgeber, dass die Mittel des Duos alles andere als regelkonform waren, wie auch Schiedsrichter Herberich fand. Vernatius Emeka, der in der Vorwoche beim 1:3 in Montabaur verschossen hatte, hielt sich diesmal vornehm zurück. Dafür übernahm der stark spielende Torsten Kreuter Verantwortung und verwandelte sicher (67.). In der Folge riskierte Miehlen alles, doch wie gesagt: Mehr als der Pfostenschuss war der Elf des Duos Graden/Saal nicht vergönnt. „Wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen“, sagte der Bad Emser Trainer Frank Wendland, der dennoch zufrieden war: „Kämpferisch haben wir ein klasse Spiel gezeigt und nach dem Ausgleich die Ruhe bewahrt.“

 

 

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[ Letzte Änderung: 20. Juni 2018 ]