SV Hundsangen e.V. 1926

28.11.2011, 05:51, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 17.Spieltag

Von: rhein zeitung

Für „Null-Leistung“ noch belohnt

TuS Montabaur holt in Unterzahl einen Punkt beim Tabellenführer

 

In der Bezirksliga Ost trennten sich die SG Hundsangen/Obererbach und der TuS Montabaur nach spannenden 90 Minuten 1:1 (1:1), für den gastgebenden Tabellenführer bedeutet dies dank Schützenhilfe aus Bad Ems (2:1-Sieg gegen Neitersen) weiterhin die Tabellenspitze.

Das Derby im Westerwald begann munter. Nach noch nicht einmal zehn Spielminuten hatte es bereits zweimal in den Tornetzen geklingelt. Hundsangen ging nach drei Minuten in Führung, als Dimitri Bartsch nach einer schönen Flanke von Daniel Hannappel traf. Die Gäste aus der Kreisstadt schockte das aber wenig. Nur vier Minuten später markierte Matthias Wincek nach Vorarbeit von Agron Dervishay bereits den Ausgleich.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit behielt die Partie aber nicht den nach diesem Auftakt erwarteten Unterhaltungswert. Den Gastgebern fiel gegen einen stark und kompakt auftretenden TuS nicht viel Kreatives ein. Die Rote Karte für Patrik Zinser – sein Foulspiel an Hundsangens Daniel Hannappel wertete Schiedsrichter Marco Huber als Notbremse – in der 28. und eine freistehend vergebene Torchance von SG-Stürmer Simon Fein in der 34. Minute blieben bis zum Kabinengang die einzigen größeren Aufreger.

Der zweite Spielabschnitt wurde dann spannender, ohne dass der Spitzenreiter die nummerische Überlegenheit gegen die in Unterzahl äußerst kampfstarken Gäste ausnutzen konnte. Im Gegenteil, die dickste Torgelegenheit hatten zunächst die Kreisstädter: Nach einem Eckball von Wincek köpfte der Spielführer und Ex-Hundsangener Viktor Bichert brandgefährlich gegen die Laufrichtung von SG-Schlussmann Philip Kraft – Fabian Steinebach fegte in letzter Sekunde per Kopf für seinen bereits geschlagenen Torhüter den Ball von der Linie (69.). Nun wogte das Spiel hin und her, beide Teams gaben sich nicht mit dem Punkt zufrieden und wollten mehr. Für die aber weiter im Spielaufbau einfallslos agierende SG vergaben Fabian Steinebach (73.) und David Leonardi (83.), auf TuS-Seite nutzten Tim Schenkelberg (75.) und Agron Dervishay (85.) ihre Gelegenheiten nicht.

Hundsangens Trainer Ralf Hannappel war nach der Partie restlos bedient: „Normalerweise hat man für solch eine fußballerische Null-Leistung nichts verdient, wir bekommen also noch einen Punkt geschenkt.“ Sein Gegenüber, TuS-Spielertrainer Gerd Schenkelberg, lobte sein Team: „Nach den letzten beiden Pleiten war das heute spielerisch und kämpferisch ein toller Auftritt.“

 

 

 

 

In der Fußball-Bezirksliga Ost landete der SC Berod-Wahlrod einen souveränen 6:0 (2:0)-Kantersieg über die DJK Neustadt/Fernthal. Bei Berod trugen sich gleich drei Akteure doppelt in die Torschützenliste ein, während auf Seiten der Gäste zwei Spieler des Feldes verwiesen wurden.



Nachdem Maximilian Stopperich in der vierten Minute nach Hakan Yacicis Vorarbeit eine frühe Führung für Fernthal vergab, spielte anschließend nur noch Berod. Schon in der sechsten Minute gelang Martin Müller mit einem sehenswerten Seitfallzieher zum 1:0 das schönste Tor des Tages.

Schlüsselszene für den weiteren Verlauf der Partie war die Gelb-Rote Karte gegen Maximilian Stopperich (21.) wegen wiederholten Foulspiels. In Unterzahl war Fernthal nicht mehr in der Lage, den groß aufspielenden Berodern Paroli zu bieten. Diesen gelang noch vor der Pause das 2:0. Nach einem weiten Einwurf ließ die DJK-Abwehr Timo Land zum Schuss kommen. Torwart Tobias Buslei konnte abwehren, gegen Lands Nachschuss war er aber machtlos (40.).

Das Schlusslicht versuchte es nach dem Seitenwechsel mit einer taktischen Umstellung. Florian Wirths ging in die Spitze, doch die mutige Maßnahme blieb ohne Wirkung. Im Gegenteil, die torhungrigen Beroder gaben sich nicht mit der Verwaltung des Resultats zufrieden, sondern griffen unermüdlich an. Mit Erfolg, denn in der 53. Minute holte Thomas Schäfer einen Elfmeter gegen Nicolay Dinspel heraus, den der Beroder Spielertrainer dann auch gleich selbst überlegt zum 3:0 verwandelte.

In der 59. Minute zeigte Berod erneut, wie man in Überzahl spielt. Schäfer und Land hebelten die Fernthaler Abwehr mit einem gekonnten Doppelpass aus, und Land schloss zum 4:0 ab. Auch das 5:0 entsprang einem mustergültigen Angriff. Verteidiger Ugur Ünal flankte von links und Müller überwand Buslei mit einem gefühlvollen Kopfball (67.).

Bei den bedauernswerten Fernthalern flog in der 78. Minute auch noch Simon Kick vom Platz. Zwar war sein Foul am eingewechselten Mario Pavelic keineswegs brutal, vereitelte allerdings eine klare Torchance. Neun Fernthaler mussten dann in der Schlussminute noch das 6:0 durch Schäfer nach Zuspiel von Müller hinnehmen.

"Ich freue mich, dass wir bis zum Schluss konzentriert gespielt haben. Auch nach unserer klaren Führung haben wir uns weiter mit Erfolg bemüht, guten Fußball zu spielen", erklärte Schäfer hinterher zufrieden.



 

Die Bezirksligisten SG Herdorf und SG Westerburg/Gemünden teilten sich am Freitagabend auf dem Kunstrasenplatz der Ludwig-Wolker-Sportanlage beim 1:1 (0:1) leistungsgerecht die Punkte.


Unterschiedlich fielen hinterher die Reaktionen aus. Während die Gastgeber zwei verlorenen Zählern nachtrauerten, bejubelte der Aufsteiger den nicht erwarteten Punktgewinn. Gästetrainer Oliver Meuer sprach von einem verdienten Remis, Kollege Andreas Krämer gab zu, das sein Team insgesamt zu wenig investiert hatte, um sich den Sieg auch zu verdienen.

Die Gastgeber mussten eigentlich bereits nach vier Minuten in Führung gehen. Nach einem kapitalen Schnitzer von Gästekeeper Carsten Wolf, der Kenny Scherreiks das Leder vor die Füße spielte, scheiterte dieser aus kurzer Distanz an Wolf. Danach plätscherte die Partie so vor sich hin, die Gästeabwehr hatte aber Probleme, wenn Herdorf das Spiel schnell machte und die schnellen Spitzen Kenny Scherreiks und Steffen Busch an den Ball kamen.

Meuer reagierte und spielte fortan einen klassischen Libero. Der Aufsteiger stand nun besser und ging gleich mit seiner ersten echten Torchance in Führung. Nach einem unnötigen Ballverlust in der Herdorfer Hintermannschaft erkämpfte sich Goalgetter Björn Weber den Ball, legte von der Torauslinie überlegt zurück auf den heranstürmenden David Gläser, der mit rechts in die rechte untere Ecke vollstreckte (28.).

Die große Chance, noch vor dem Wechsel zum Ausgleich zu kommen, vergab dann wieder Scherreiks. Nach einer klasse Hereingabe von Sascha Cichowlas traf er am Fünfmeterraum freistehend den Ball nicht (36.).

Nach einer Standpauke von Krämer in der Halbzeit kamen die Gastgeber dann hochmotiviert aus der Kabine, drängten auf den Ausgleich und hatten gleich Erfolg. Scherreiks köpfte eine Ecke von Cichowlas aus fünf Metern unbedrängt ein (47.). Nur fünf Minuten später zeigte Herdorfs junger Keeper Marvin Scherreiks bei einem Schuss Webers sein großes Können. Nach offensivem Beginn verflachte die Partie, erst in der Schlussphase hatten beide Teams noch Chancen zum Siegtreffer.

Krämer bilanzierte: "Wir haben es versäumt, drei Punkte zu holen. In der zweiten Halbzeit waren wir sehr bemüht, aber der finale Pass oder der entsprechende Abschluss fehlten." Meuer war hingegen zufrieden: "Wir haben gegen ein Team aus dem oberen Drittel gespielt. Nach dem Tiefschlaf direkt nach der Pause hatten wir Glück, dass Herdorf das Spiel nicht gedreht hat. Mit dem Punkt haben wir unser Ziel erreicht."

Die Statistik

Herdorf: M. Scherreiks - Vetter, Zok, Spornhauer, Utsch - Pracht, Berwanger (67. Gerhardus) Krämer, Cichowlas - Busch, K. Scherreiks.

Westerburg/Gemünden: Wolf - Beutgen, Johanns, Heinen, Neubert - O.Meuer, Hartmann, Alici, Wengenroth - Gläser, Weber.

Schiedsrichter: Rainer Wulftange (Wölferlingen) - Zuschauer: 90.

Tore: 0:1 Gläser (28.), 1:1 Scherreiks (47.).

 

 

Gnadenlos effizient: Guckheim fertigt Weitefeld im Verfolgerduell ab

Gästen macht die Unterzahl nichts aus – Mannschaft von Volker Heun geht fahrlässig mit ihren vielen guten Chancen um

0:3 (0:1) im Verfolgerduell: Unerwartet deutlich unterlag die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald dem gnadenlos effizienten Tabellennachbarn aus Guckheim. Im letzten Heimspiel vor der Winterpause in der Fußball-Bezirksliga Ost fehlten dem Team von Volker Heun nicht nur Leistungsträger (unter anderem Kleinhenz und Can), sondern gegen einen Gegner in Unterzahl vor allem Laufbereitschaft sowie Konsequenz vor dem Tor.

Nachdem das Spiel mit rund 20-minütiger Verspätung angepfiffen worden war – Schiedsrichter Amir Amirian hatte sich verfahren –, startete auch Weitefeld orientierungslos: 0:1 nach nur fünf Minuten. Davor hatte auf Weitefelds linker Seite ein großes Loch geklafft, Mario Wasna durfte in Ruhe flanken, und auch Lukas Bode hatte im Strafraum zu viel Platz – er traf aus der Drehung ins lange Eck. „15 Minuten spielen wir so, wie wir es uns vorgenommen haben. Warum wir danach damit aufhören, weiß ich nicht“, ärgerte sich Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer über die bis zur Halbzeitpause anhaltende Schwächephase seiner SG.

Gegen nun optisch überlegene, druckvollere Weitefelder hatte Guckheim zunächst Glück, dass Paco Lenzen bei seinem Foul als letzter Mann gegen Kevin Lopata nicht einmal die Gelbe Karte sah (19.). Kurz vor der Pause erwischte es dann aber Björn Zacher – Gelb-Rot (40. wiederholtes Foulspiel). Weitefeld spielte in dieser Phase zwar bis zum Strafraum gefällig, kam aber nicht oder zu harmlos (36., Ermert; 38., Ross) zum Abschluss. Einen Kopfball von Joshua Weller nach Ross-Flanke hielt Lars Henning stark (41.).

Stefan Schäfer erinnerte sein Team in der Pause an seine Stärken – mit Erfolg: Guckheim stand kompakt und stellte die Räume gut zu, von der nummerischen Unterzahl war nichts zu sehen. „Das haben wir ganz schlecht gemacht, eine Überzahl muss man besser ausspielen“, haderte Heun. Mit und ohne Ball war zu wenig Bewegung im SGW-Spiel, die Anspielstationen fehlten, und vorne scheiterte Weitefeld oft am guten Lars Henning (58., Doppelchance Lopata; 89., Weller). Abgezockt und schnörkellos dagegen die Gäste: Flanke Wasna, Kopfballtor Michael Sehner (70.). 2:0, das war die Vorentscheidung. Doch es passte zum Spiel, dass Guckheim auch seine dritte Möglichkeit durch Sehner eiskalt nutzte (82.). Spielertrainer Schäfer freute sich: „Das war eine bärenstarke zweite Hälfte. Daher ist der Sieg – wenn auch um ein Tor zu hoch ausgefallen – trotzdem verdient.“ Heun sagte: „Hätten wir unsere Chancen besser genutzt, wäre mehr drin gewesen. Dass der ein oder andere junge Spieler mal in ein Loch fällt, ist aber normal.“

 

 

 

Kelterbach: Wir durften das Spiel nicht gewinnen

FSG unterliegt Bruchertseifen erneut 1:4

Die Begegnung zwischen der SG Bruchertseifen/Eichelhardt und der FSG Stahlhofen/Holler in der Fußball-Bezirksliga Ost endete, wie schon im Hinspiel, mit 4:1 (2:1) zu Gunsten der Elf von Marc Odink. Bruchertseifens Trainer resümierte nach dem Sieg seiner Elf knapp: „Für uns waren die drei Punkte wichtig. Wenn wir am Freitag gegen Siegtal nachlegen, endet das Jahr noch einigermaßen versöhnlich. Das wird aber mit Sicherheit schwieriger als heute.“

Schon nach sieben Minuten fiel das 1:0. Daniel Singhateh traf nach Ecke von Jeton Murici per Kopf. Allerdings hatte die Führung nicht lange Zeit Bestand. Nur drei Minuten später eroberte Recep Barut den Ball im Mittelfeld, leitete weiter auf seinen Zwillingsbruder Ismayil, der den Ball über SG-Keeper Ralf Schupp hinweg ins Tor lupfte.

Dann kam die erste Szene, die auf Seiten der Gäste für Aufregung sorgte. Nach einem weiten Ball liefen Valdet Krasniqi und Gegenspieler Aarber Bardhaj in Richtung FSG-Tor. Bardhajs leichten Schubser gegen Krasniqi wertete der Schiedsrichter als Notbremse und zeigte dem Stahlhofener die Rote Karte – eine harte Entscheidung (21.). Zunächst war von dem personellen Ungleichgewicht jedoch nichts zu merken. Die Gäste hatten nach einem Konter sogar die Chance zur Führung. Mentor Krasniqi schoss aber über das Tor (28.).

Kurz vor der Pause sorgte der Unparteiische erneut für Unmut bei den Gästen. Nach vermeintlichem Foulspiel von Alexander Gombert an Christoph Lichtenfeld entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Philipp Höhner trat an und traf im Nachschuss zum 2:1 (39.).

In der Folge waren die FSG-Akteure mehr damit beschäftigt, mit dem Schiedsrichter zu diskutieren, als Fußball zu spielen. Spätestens nach dem 3:1 durch Daniel Singhateh (55.) per Abstauber und der Gelb-Roten Karte gegen Stahlhofens Regjep Krasniqi wegen wiederholten Meckerns (60.) war die Partie gelaufen. Nach Freistoß von René Meyer erhöhte Valdet Krasniqi auf 4:1 (65.). Die Gäste kamen im zweiten Abschnitt nicht mehr vor das SG-Tor, stattdessen kassierte Fatmir Malici (90., Schiedsrichterbeleidigung) den dritten Platzverweis des Tages.

Stahlhofens Trainer Timo Kelterbach war nach der Niederlage erbost: „Heute hat der Schiedsrichter uns auf die Verliererstraße gebracht. Ab viertel vor drei war klar, dass wir das Spiel hier heute nicht gewinnen dürfen.“

Stahlhofen/Holler: Leinweber - Ismajli - Bardhaj, Ilir Malici - Ortseifen (46. Stera), Recep Barut, Gombert (62. Kutrieb), Otto (46. Fatmir Malici) - Mentor Krasniqi - Regjep Krasniqi, Ismayil Barut.

Schiedsrichter: Fabian Schneider (Grafschaft).

Zuschauer: 55.

Tore: 1:0 Daniel Singhateh (7.), 1:1 Ismayil Barut (10.), 2:1 Philipp Höhner (39.), 3:1 Daniel Singhateh (55.), 4:1 Valdet Krasniqi (65.).

Vorkommnisse: Rote Karten gegen die FSG-Spieler Aarber Bardhaj (18., Notbremse) und Fatmir Malici (90., Schiedsrichterbeleidigung); Gelb-Rote Karte gegen den FSG-Spieler Regjep Krasniqi (60., wiederholtes Meckern).





Salvatore Mayer schießt Nievern zum Heimsieg

Stürmer sichert mit drei Treffern wichtigen Erfolg – Oppertsau ohne Einstellung

Zehn ansprechende Minuten reichen in der Bezirksliga Ost nicht zum Sieg. Erst Recht nicht, wenn man bei der SG Nievern/Fachbach zu Gast ist. Diese Erfahrung mussten die Siegtaler Sporfreunde Oppertsau scheinbar erst noch machen. Anders ist das, was die Mannschaft von Trainer Heiko Bedranowsky an der Früchter Straße ablieferte, kaum zu erklären. Die Gastgeber freuten sich ihrerseits über einen verdienten 3:1 (2:1)-Heimsieg und mit dem dreifachen Torschützen Salvatore Mayer. „Er ist halt ein waschechter Stürmer. Es ist wichtig, dass er jetzt dabei ist“, sagte Nieverns Trainer Björn Wickert.

Schon früh gab es bei den Gästen deutliche Anzeichen dafür, dass sie einen „gebrauchten“ Tag erwischt hatten: Stürmer Rene Volberg musste nach fünf Minuten mit einer Muskelverletzung vom Platz, für ihn kam Ahmet-Ali Suicmez. Den zweiten Nackenschlag kassierten sie nach 19 Minuten, als Mayer eine Hereingabe von Bastian Schupp volley aus 12 Metern in die Maschen drosch. Technisch anspruchsvoll – das können in der Bezirksliga nicht viele.

Das beste Gegenbeispiel bot Gästeakteur Rene Pascal Nagel: Bis zum Schuss des Siegtaler Stürmers war es wie eine Kopie des Nieverner Führungstreffers, Nagel aber traf die Hereingabe von Philipp Bedranowsky nicht richtig und schoss den Ball eher hoch, denn weit – und schon gar nicht in Richtung SG-Tor.

Dass die Gäste trotzdem zum Ausgleich kamen, hatten sie einer starken Phase kurz vor der Pause zu verdanken. Routinier Slobodan Kresovic hatte das Leder im Strafraum aufgelegt, Jürgen Kindgen aus zehn Metern zum 1:1 getroffen (41.). Es waren jene zehn Minuten, in denen die Sportfreunde Fußball spielten. Kresovic selbst aber vergab nur eine Minute später die größte Chance, sein Team sogar in Führung zu bringen: SG-Keeper Dennis Preuschoff parierte seinen Schuss aus kürzester Distanz.

Auf der Gegenseite beendete Mayer die Drangphase der Gäste mit dem 2:1 kurz vor der Pause. Stefan Deusner hatte sich stark am gegnerischen Strafraum den Ball erkämpft, zwei Gegner ausgespielt und auf den frei stehenden Mayer gepasst. Der scheiterte zweimal an Gäste-Keeper Uwe Schupp, schob das Leder dann aber in die Maschen. Aller guten Dinge sind eben drei – es sollte Mayers Tagesmotto werden. „Wir hatten uns in der Pause vorgenommen, noch einmal zu kämpfen und alles zu geben“, sagte Bedranowsky. „Aber so schlecht habe ich die Mannschaft noch nie gesehen.“ Vielleicht lag es auch an der SG, die sich an diesem Tag keine Fehler mehr leistete. Schon früh machte Mayer, der Mann des Tages, mit seinem dritten Treffer (52.) den Sieg perfekt und wurde nach getaner Arbeit vorzeitig ausgewechselt.

„Ich freue mich natürlich, dass ich mit meinen Toren der Mannschaft helfen kann“, sagte Mayer, der erst sein drittes Saisonspiel für die Erste machte und ansonsten für die Reserve in der Kreisliga B Tore schießt. Dort ist er Torschützenkönig der Liga, drei Tore in einem Spiel hat er auch dort schon gemacht. Auch deshalb hatte Wickert ihn „nach oben“ geholt.

„Salvatore trifft und opfert sich für die Mannschaft. Das ist wichtig“, sagte Nieverns Trainer. „Der Sieg heute ist verdient, wir hatten mehr vom Spiel. Wenn wir so kämpfen und arbeiten, haben wir im Abstiegskampf keine Probleme. Wir müssen aber jetzt in Montabaur die Leistung bestätigen.“





Bad Ems bleibt cool und gewinnt

VfL setzt sich in einem hitzigen Gefecht mit 2:1 gegen Neitersen durch

Als auf der Silberau der Ball schon ruhte, kehrte keine adventliche Ruhe auf dem Rasen ein. Beim 2:1 (0:1) des VfL Bad Ems über die SG Neitersen/Altenkirchen in der Bezirksliga Ost ging es hoch her. Nach drei Platzverweisen gegen ihre Mannschaft war der Ärger der Gäste groß. „Der Schiedsrichter hat den Faden total verloren und uns zumindest um einen Punkt gebracht“, schimpfte ihr Trainer Torsten Gerhardt.

Schon in den ersten Minuten habe sich die Entwicklung abgezeichnet, meinte der Coach. In der Tat war schon der Beginn der Partie mit frühen Gelben Karten hektisch und nicht erst die Schlussviertelstunde. Sportlich setzte der VfL mehr Akzente. Nicholas Liefke stand frei und kurz vor dem Führungstor, doch Gäste-Keeper Jan Humberg bekam noch vor einem Schuss die Hand an den Ball (32.). Fast aus dem Nichts erzielte die SG das 0:1: Florian Tilhard traf, vielleicht etwas vom Wind unterstützt, ins lange Eck. „Wir waren trotzdem in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft“, fand der Bad Emser Trainer Frank Wendland. Im zweiten Durchgang machten die Einheimischen erst recht Druck, zumal sie sich in Überzahl befanden. „Wir haben gut nach vorne gespielt und die Ordnung behalten“, lobte ihr Coach. Das zahlte sich aus: Matthias Staudt wurde von SG-Verteidiger Carsten Rein zu Fall gebracht, Torsten Kreuter verwandelte den Foulelfmeter sicher. „Zweifelhaft“ fand Gerhardt diese Entscheidung. Auf unstrittige Weise fiel das 2:1: Die Bad Emser setzten sich mit einer Kopfballserie im Mittelfeld durch, Liefke legte für Kay Jockel auf, der mit herrlichem Schuss in den Winkel traf.

Ihre Gegner machten erst nach ihrem Rückstand in der Offensive auf sich aufmerksam. Als der aufgerückte Stefan Bischoff sich gefoult fühlte, reklamierte er so heftig, dass auch er die Ampelkarte sah. Schließlich musste Mario Marth mit Rot vom Feld, weil er beim harten Einsteigen Vernatius Emeka am Kopf verletzt hatte.

Derart dezimiert, war die Stimmung im Lager der Spielgemeinschaft endgültig verdorben. „Der Schiedsrichter hatte maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis, daher kann ich die eine oder andere Reaktion meiner Spieler verstehen, aber nicht jede“, erklärte Gerhardt. Eines räume er zugleich ein: „Wir haben kein gutes Spiel gemacht.“

Wendland sprach von einer „sehr emotionsgeladenen Begegnung“ mit etlichen strittigen Situationen und bekannte, dass „das Glück auf unserer Seite war – da bin ich ganz ehrlich“. Seiner Elf bescheinigte er, dass sie verdient gewonnen habe. Der VfL profiliert sich als positive Überraschung der Bezirksliga.





Individuelle Fehler kosten Miehlen Zählbares

Graden-Elf unterliegt 1:2 in Urbach

Mit dem 2:1 (1:0) über die vom Abstieg bedrohte SG Mieh-len/Nastätten hat die SG Puderbach einen Spieltag vor der Winterpause ihr Soll mehr als erfüllt.

Alles hatte ganz im Sinne der Gastgeber begonnen. „Wir wollten ein schnelles Tor machen, um Ruhe in unsere Aktionen zu bringen“, meinte Trainer Michael Roos. Das gelang Vadim Pucha, der nach einem Freistoß André Neitzerts abstaubte. Hätte wenig später Daniel Seuser ein exaktes Zuspiel nicht leichtfertig in die Arme des Miehlener Torwarts Bastian Hofmann geschossen, sondern ins Tor, hätte das der Sicherheit im Puderbacher Spiel gewiss gut getan.

Die Gäste, die besser agierten, als es ihr Tabellenstand vermuten ließ, provozierten durch Pressing Abspielfehler der Gastgeber. Dies führte in der 16. Minute zu einer guten Chance, die David Hübel vergab. Auch nach einer knappen halben Stunde spielten sie munter mit, Puderbach verlor den Faden und leistete sich viele Fehler.

Da war Roos nicht zufrieden: „In dieser Phase haben wir einfach zu viel zugelassen und etliche Zweikämpfe verloren.“ Nach einem Fehler von Michael Lo Iacono nahm Miehlens Torjäger Michele Saal die Einladung zum Ausgleich nicht an (44.).

Die zweite Halbzeit begann wie die erste: mit einem schnellen Treffer für den Aufsteiger, dessen Entstehung unter die Rubrik „kurios“ einzuordnen ist. André Neitzert sah Gästekeeper Hofmann zu weit vor seinem Tor stehen und lupfte den Ball über ihn. Zwischen Querlatte und zurückgeeiltem Torwart landete die Kugel im Netz.

Duplizität der Ereignisse sofort danach: SGP-Torwart Maik Seuser wollte es wohl seinem Kollegen gleich tun und musste im direkten Gegenzug das Leder ebenfalls aus dem Netz holen. Der Miehlener Kapitän André Müller zog kurz hinter der Mittellinie einen Freistoß in den Strafraum, Seuser packte zu, und die nasse Kugel flutschte ihm aus den Armen.

Die beste Szene der Begegnung konnten sich dann die Puderbacher gutschreiben lassen. Aus der eigenen Hälfte heraus gelang ihnen eine schön anzusehende Kombination (70.) über den kurz zuvor eingewechselten Christoph Hartstang, dessen Zuspiel Daniel Seuser knapp am Tor vorbei legte.

„Eigentlich waren wir zum Schluss dem Ausgleich näher als die Puderbacher dem dritten Tor“, analysierte Miehlens Spielertrainer Rüdiger Graden, der ein Vorbild an Einsatz für seine Mannschaft war, die letzte Viertelstunde. Lars Leibig (88.) und Fabian Künzel (90.) nutzten die Möglichkeiten zum Ausgleich jedoch nicht. Dass für sein Team auch mehr drin war, wollte Graden schon gar nicht mehr wissen: „Das höre ich schon seit Wochen. Wir spielen immer mit, kämpfen bis zum Ende und können doch durch individuelle Fehler nichts Zählbares mit nach Hause nehmen.“

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[ Letzte Änderung: 23. September 2018 ]