SV Hundsangen e.V. 1926

06.03.2017, 06:56, Alter: 1 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 19.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

Fehlstart und Abschlussschwäche kosten Hundsangen Zählbares

Weitefeld feiert 3:1-Heimsieg

 

Start nach Maß in der Fußball-Bezirksliga Ost für die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen – zumindest am Ergebnis gemessen. Die Mannschaft von Jörg Mockenhaupt besiegte auf dem Langenbacher Kunstrasenplatz die SG Hundsangen/Obererbach mit 3:1 (2:0). „Wir haben ab der 20. Minute nicht mehr klar genug gespielt und Hundsangen zurück in die Partie geholt. Am Ende wäre ein Unentschieden in Ordnung gewesen“, gestand Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt.

Vom strammen Winter, der hinter ihnen liegt, ließen sich die Weitefelder in den ersten 20 Minuten nichts anmerken, während Hundsangens Coach Martin Schlimm eine Halbzeit lang den Eindruck hatte, seine Elf befände sich noch in der Pause: „Es gab 45 Minuten lang keine Laufbereitschaft, kein Engagement und viele Fehler.“

 

Von Beginn an waren die Hausherren präsent und dabei höchst effektiv. Schon die erste Chance des Jahres brachte den ersten Treffer in 2017. Allerdings leistete Hundsangen ordentlich Schützenhilfe in der Entstehung: Nach einem Weitefelder Freistoß, den Dominik Neitzert von der rechten Seite hereinbrachte, köpfte Außenverteidiger Lukas Faulhaber Richtung eigenes Tor – ein grober Fehler. Hundsangens Schlussmann Leon Schmitt parierte noch großartig, aber der Abpraller landete vor den Füßen von Mario Weisang. Der machte das, was ein Stürmer in solchen Momenten zu tun pflegt: Er dachte nicht lange nach, sondern brachte seine Mannschaft in Führung (13.).

Mit dem Treffer im Rücken schien die Partie endgültig unter Weitefelder Kontrolle zu sein. Die Gastgeber trugen ihr Spiel mit Schwung vor und legten flott das 2:0 nach. Schmitt verhinderte zunächst zweimal innerhalb weniger Sekunden gegen Mario Weisang und Jan Niklas Mockenhaupt den Gegentreffer, den dritten Anlauf nutzte Luca Thom (19.).

Erst nach diesem doppelten Rückschlag fand Hundsangen besser ins Spielgeschehen und sorgte in der 26. Minute erstmals für Gefahr, als Fabian Steinebach nach einer verunglückten Weitefelder Abwehraktion unbedrängt zum Abschluss kam. Sein Schuss aus 16 Metern ging allerdings knapp links am Tor vorbei. Ebenfalls aus der Distanz versuchte es Marcel Hürter. Den Schuss ließ Weitefelds Keeper Sören Trippler vor die Füße von Chihiro Nogi abprallen, doch der Stürmer nutzte diesen Hochkaräter aus der Nahdistanz nicht (39.).

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Spiel. Hundsangen nahm unmittelbar nach dem Wiederanpfiff das Heft in die Hand und hatte unter anderem durch Sebastian Schneider (47., 50., 86.) sowie Fabian Steinebach (80.) etliche gute Gelegenheiten. Die Einheimischen waren bei weitem nicht mehr so dicht dran am Gegner und gerieten immer wieder in Bedrängnis. „Dann war die Abschlussschwäche leider unser Problem“, beklagte Martin Schlimm, dass nicht mehr gelang als der zwischenzeitliche Anschlusstreffer. Weitefelds Innenverteidiger Julian Aguilar lenkte eine Flanke Niklas Nolls mit dem Kopf unglücklich ins eigene Netz (71.). Für die Entscheidung sorgte in der Schlussminute Jan Niklas Mockenhaupt, der einen von Lukas Faulhaber verursachten Foulelfmeter zum 3:1-Endstand verwandelte.

 

 

 

Montabaur setzt in Müschenbach ein Zeichen

Heun-Elf ist gegen den TuS überfordert

 

Der TuS aus Montabaur hat direkt im ersten Spiel des Jahres seine Titelambitionen in der Bezirksliga Ost untermauert. Der Tabellenneunte, die SG Müschenbach/Hachenburg, hatte beim 0:4 (0:0) gegen die Kreisstädter nichts entgegenzusetzen. Mit diesem überzeugenden Auswärtserfolg zieht das Team von Montabaurs Trainer Benedikt Lauer mit dem bisherigen Tabellenführer SG Emmerichenhain nach Punkten gleich. Allerdings hat der Primus zwei Spiele weniger bestritten.

„Montabaur war von der Körpersprache her wesentlich präsenter“, war Müschenbachs Coach Volker Heun maßlos enttäuscht. „Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Mit solch einer Vorstellung kannst du in der Bezirksliga keine Punkte machen.“ Das Lauer-Team dominierte die Partie von Beginn an, und der bärenstarke Maximilian Acquah hätte die Gäste bereits in den ersten zehn Minuten in Führung bringen können. Müschenbachs Schlussmann Jan Böhning rettete aber zweimal glänzend (4. und 8.). Im weiteren Spielverlauf zog der TuS mit ruhigem Aufbau und sicherem Passspiel weiter die Fäden, während sich Heuns Mannschaft kaum einmal mit Entlastungsangriffen Luft verschaffen konnte.

Acquah zeigte dann in der 29. Minute sein ganzes Können. Trickreich hatte er sich durch den Strafraum gespielt, seinen Abschluss aus spitzem Winkel fegte Stuart Dykewicz aber in letzter Sekunde von der Torlinie. Da Karol Obrebski in der 42. Minute aus elf Metern knapp neben das Torgehäuse schoss, blieb es für die Gäste trotz klarer Überlegenheit beim torlosen Unentschieden. „In der ersten Halbzeit war ich mit unserer Spielanlage zufrieden“, meinte Benedikt Lauer nach Spielende. „Was uns gefehlt hat, war das Zwingende im Abschluss. Das haben wir dann nach dem Wechsel besser gemacht und auch den verdienten Sieg eingefahren.“

Lauers Mannschaft blieb geduldig und arbeitete sich gegen weiterhin chancenlose Gastgeber langsam an den Sieg heran. Obrebski war es dann in der 52. Minute, der den Knoten platzen ließ. Aus halblinker Position donnerte er den Ball ins lange Toreck zum 0:1. Mit einer sehenswerten Aktion legte der TuS nur zwölf Minuten später nach. Ein perfekter Freistoß Mario Denkers von halbrechts über die gesamte Abwehr auf den langen Torpfosten war die Einleitung. Dort hatte bei Müschenbach niemand Pascal Tillmanns auf dem Schirm, der per Kopf das Spielgerät für Alexander Baldus in die Mitte ablegte, wo dieser den Ball über die Linie bugsierte. Das große Aufbäumen der Gastgeber blieb aber weiterhin aus – auch, weil der TuS die Partie konzentriert zu Ende spielte. Erneut Obrebski (83.) und Tillmanns per Foulelfmeter (89.) besiegelten den klaren TuS-Sieg.

 

 

 

Gombert macht's per Fallrückzieher

Elbert nutzt Chancen besser und schlägt Westerburg in einem offenen Spiel

 

 

Im ersten Spiel nach der Winterpause behielt die SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen in kampfbetonten 90 Minuten gegen die SG Westerburg/Gemünden mit 2:0 (0:0) die Oberhand. Elberts Trainer Michael Diel sprach dann auch von einer „engen Begegnung, bei der der erste Treffer den Ausschlag geben wird“.

Zunächst entwickelte sich auf dem Kunstrasen in Stahlhofen ein Spiel, bei dem beide Teams ihren Rhythmus suchten. Dies war nicht so einfach, weil der starke Wind viele Aktionen beeinträchtigte und unberechenbar machte. In der 9. Minute kam die SG Elbert zu ihrer ersten nennenswerten Chance, als Christian Stera nach einer Freistoßvariante am Westerburger Torwart Carsten Wolf scheiterte. Mitte der ersten Halbzeit wurde die SG Westerburg aggressiver und hatte leichte Feldvorteile, doch die Spieler von Trainer Oliver Meuer wussten ihre Chancen nicht zu nutzen. Vor allem waren es individuelle Fehler der Elberter in der Vorwärtsbewegung, die dem Gegner in die Karten spielten.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hatte: mit verteiltem Spiel und vom starken Wind abhängigen Aktionen. In der 54. Minute gelang den Westerburgern ein Treffer, dem Schiedsrichter Fuat Yalcinkaya wegen Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte. Im unmittelbaren Gegenstoß tankte sich Christian Stera gekonnt durch die Westerburger Abwehrreihe und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Elberts Flügelstürmer schoss den fälligen Freistoß in die Mauer, den Abpraller nutzte Kapitän Alexander Gombert mit einem sehenswerten Fallrückzieher aus halblinker Position zum Führungstreffer für die Elberter (56.). Nun setzte Gästetrainer Oliver Meuer alles auf eine Karte und wechselte Steven Groß und Tim Niedermowe ein, die auch sogleich viel Druck machten. Vor allem waren es die langen Einwürfe von Niedermowe, die für Gefahr sorgten. Zwischenzeitlich hatte auch Elberts Michael Diel gewechselt und mit Alexander und Matthias Stera das Brüdertrio komplettiert.

Scheiterte Matthias Stera in der 70. Minute noch mit einem Schuss an Westerburgs Torwart, machte er es kurz vor Schluss besser. Er umspielte auf der rechten Seite mehrere Gegner und traf aus halbrechter Position mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 2:0-Endstand (89.). Zwei Minuten später hätte Christian Stera noch erhöhen können, doch Wolf parierte gekonnt. So konstatierte Oliver Meuer nach der Begegnung: „Das war ein bitteres Spiel für uns, wir waren nicht schlechter als die Elberter und haben über weite Strecken dominiert. Leider haben wir unsere guten Chancen nicht zu einem Treffer genutzt. Das machte dann auch den Unterschied aus.“ Außerdem erkannte er neidlos an: „Der Sonntagsschuss von Alexander Gombert war sehenswert.“

Meuers Gegenüber, der Elberter Trainer Michael Diel, war vor allem mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Meine Mannschaft hat den Kampf angenommen und war körperlich stets präsent. Mir war klar, dass der erste Treffer entscheiden würde. Und so kam es auch.“

Franz Müller, der zuverlässige Mittelfeldstratege der Elberter, verabschiedete sich mit einer guten Leistung von seiner Mannschaft. Er kehrt in seine Heimat nach Leipzig zurück.

 

 

Kaum Chancen, keine Punkte: Nauort geht leer aus

Mannschaft von Trainer Olaf Klee verliert das Kellerduell bei der FSV Osterspai

 

Auf der Suche nach positiven Eindrücken aus 90 Minuten Abstiegskampf in der Bezirksliga Ost gab es am Sonntagnachmittag nicht viel mehr zu registrieren, als dass die Chancenverwertung recht ordentlich war. Immerhin fielen drei Tore, obwohl klare Abschlüsse echte Raritäten waren zwischen der FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen und dem SV Fortuna Nauort. Mit 2:1 (1:0) setzen sich die Gastgeber durch.

Die Einheimischen haben somit wichtige Punkte für den Klassenverbleib gesammelt und den letzten Tabellenplatz verlassen. Nach der Winterpause war die Aufstellung des FSV auf etlichen Positionen anders als bisher gewohnt, so bildeten Antony Henrykowski und Felix Lemler die neue Innenverteidigung. Dass die Laufwege selten passten, war wohl eher fehlendem Training auf dem Platz geschuldet. Der Hartplatz war übrigens sehr schwierig zu bespielen, „aber das gilt für beide Mannschaften“, betonte Nauorts Trainer Olaf Klee. Osterspais Coach Nico Helbach erklärte weiterhin, dass beide Teams es eher gewohnt sind, innerhalb eines Spiels zu reagieren statt die Initiative zu ergreifen. Das deutet auf das mangelnde Niveau hin, wobei die Gäste zu Beginn ballsicherer auftraten, dann jedoch sehr tief standen.

Die erste klare Chance überhaupt führte nach 36 Minuten zum 1:0. Osterspais Thomas Lemler hatte den Ball erobert, der über Adrian Knop zum starken Florian Lemler gelangte, der aus rund 23 Metern unhaltbar in den Winkel traf. Nauort wechselte nach der Pause aus und stellte um, Hüseyin Ünal rückte für Waldemar Pineker in die Spitze. Phasenweise entstand nun höherer Druck auf die Platzherren.

Mit 7:1 lagen die Westerwälder am Ende in der Ecken-Statistik vorne. Genutzt haben allerdings die Osterspaier einen Standard: Bei einem Freistoß Thomas Lemlers war Adrian Knop mit dem Kopf am zweiten Pfosten zur Stelle und erhöhte auf 2:0 (75.). Der Anschlusstreffer fiel nur vier Minuten später. Jason Machenheimer hatte Semin Beyazoglu, der schon am Tor vorbeigeschossen hatte, im Strafraum zu Fall gebracht. Hüseyin Ünal verwandelte den Elfmeter sicher. Der ebenfalls eingewechselte Stephan Weber kam dem Ausgleich mit einem Kopfball nahe, als Andreas Funda einen Freistoß hereingebracht hatte (86.). Letztlich überstand die FSV diese Szene sowie drei Minuten Nachspielzeit schadlos. „Osterspai hat das in die Waagschale geworfen, was sie können“, erkannte Olaf Klee den Einsatz des Gegners an. Die eigenen Versuche, fußballerische Qualitäten zur Geltung zu bringen, scheiterten hingegen. „Wir haben unter dem Strich verdient verloren“, meinte Nauorts Trainer und ärgerte sich: „Wenn man hier nicht gewinnt, dann darf man wenigstens nicht verlieren.“

 

 

 

Arnolds Verletzung trifft SG Birlenbach bis ins Mark

1:2-Niederlage beim VfL Bad Ems wird überschattet

 

Gefühlte sechs Punkte waren es, die der VfL Bad Ems beim 2:1 (2:1)-Erfolg im Krisengipfel der Bezirksliga Ost gegen die SG Birlenbach/Balduinstein zu seinen Gunsten verbuchte.

Nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie beendeten die Kurstädter ihre schwarze Serie in der richtungsweisenden Partie dank einer starken ersten Halbzeit.

Für die Gäste hingegen kam es schon in den Anfangsminuten knüppeldick. Für Sturmführer Mathias Arnolds war das Spiel schon nach zehn Minuten nach einem Zweikampf zu Ende. Der Gästetorjäger musste vom Krankenwagen abgeholt werden.

Dieser Schock saß beim Aufsteiger tief. Denn zwei Minuten nach der Auswechslung bedankte sich Andreas Stoffels für ein Missverständnis in der Box des Gegners mit dem 1:0.

Danach ließen die Gastgeber Gästekapitän Marcel Hannappel im Zentrum ein einziges Mal aus den Augen. Dieser umkurvte VfL-Schlussmann Marvin Rixen und konnte von diesem nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte SG-Spielertrainer Wladimir Stumpf zum zwischenzeitlichen Gleichstand (17.).

Die Freude im Gästelager war aber nur von kurzer Dauer. Auch der zweite Bad Emser Stürmer traf. Julian Nicolas Bär holte mit einem verdeckten Schuss von der Strafraumgrenze die Führung der Einheimischen zurück (19.).

Die spielfreudigen Bad Emser erarbeiteten sich Vorteile, während unkontrollierte Birlenbacher Versuche im Spiel nach vorne zumeist im Keim erstickt wurden.

Bei Etienne Kecskemetis Schuss aus spitzem Winkel hatte Gästetorwart Mario Nöllge aufgepasst (24.), ehe nach einer halben Stunde der Schwung etwas raus war.

Den Gästen bot sich sogar die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch Hannappels Versuch fehlte die Schärfe (39.).

Danach hatten die Hausherren noch zwei Mal die Möglichkeit, zu erhöhen. Erneut fehlte beim Gast in einer unübersichtlichen Aktion die Abstimmung. Jan Zimmermann weigerte sich, das Geschenk anzunehmen und beförderte das Spielgerät am leeren Tor vorbei (42.). Auch Bär konnte das Zuspiel Christian Richters (45.) nicht verwerten.

Trotz des Handicaps, ohne ihren verletzten Torjäger auskommen zu müssen, kehrte die SG Birlenbach/Balduinstein mit frischem Mut aus der Kabine zurück und erhöhte den Einsatz.

Die Mannschaft präsentierte sich kämpferisch und nahm das Heft in die Hand. Einige Male konnte sich der VfL nur durch Fouls helfen. Die Ausführung der Standards bei den Gästen war allerdings kläglich und ohne Präzision. Die Kurstädter hatten über weite Strecken der zweiten Halbzeit den Sparmodus eingeschaltet, ließen den Gegner aber zu keiner Phase torgefährlich werden.

Erst in der Schlussphase rappelten sich die Schützlinge Kay Ludwigs noch einmal auf und sorgten für Entlastung. Der eingewechselte Johann Imgrund setzte noch den einen oder anderen Konter. Am Spielstand sollte sich aber nichts mehr ändern.

„Es war kein schönes Spiel. Wichtig waren die drei Punkte. Wir sind als Einheit aufgetreten, haben es souverän runtergespielt. Ich bin zufrieden“, freute sich der Emser Trainer Ludwig nach dem zweiten Heimsieg der Saison.

„Die erste Halbzeit haben wir total verschlafen. Da hat Ems gut Druck gemacht. Danach waren wir ziemlich überlegen, haben aber keinen zwingenden Abschluss gesucht“, so Birlenbachs Spielertrainer Stumpf abschließend.

 

 

 

Ellingens Kahler schockt Linz mit spätem Siegtor

SGE gewinnt Derby beim Titelkandidaten VfB 1:0

 

 

Zum Start nach der Winterpause setzte die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth im Neuwieder Kreisderby der Fußball-Bezirksliga Ost beim VfB Linz ein Ausrufezeichen. Mit 1:0 (0:0) siegten die Ellinger auf dem Linzer Kaiserberg mit dem gleichen Resultat, mit dem der VfB in der Hinrunde in Straßenhaus gewonnen hatte. „Mann des Spiels“ war ausgerechnet Ellingens Trainer Thomas Kahler, dem nach seiner eigenen Einwechslung vier Minuten vor dem Abpfiff der entscheidende Treffer gelang.

Das war bitter für den VfB Linz. Die Gastgeber wollten mit einem Heimsieg an die Tabellenspitze der stürmen. Doch sie mussten nicht nur ihre zweite Saisonniederlage verkraften, sondern rutschten in der Tabelle sogar auf Platz drei ab. Der TuS Montabaur zog am Team von VfB-Trainer Paul Becker durch seinen 4:0-Auswärtssieg bei der SG Müschenbach locker vorbei.

Der VfB fand über die gesamten 90 Minuten nicht zu seinem gewohnten Spiel. Schon im ersten Spielabschnitt taten sich die Linzer im Spielaufbau sehr schwer. Sie mussten nicht nur gegen eine sehr kompakte und aufmerksame SGE-Abwehrreihe anlaufen, sondern zunächst auch gegen den starken Wind auf dem Kaiserberg spielen. Immer wieder machten aufkommende Windböen einen Strich durch einen vernünftigen Spielaufbau. Beiden Mannschaften war darüber hinaus die lange Zeit ohne Pflichtspiele deutlich anzumerken. In den ersten 45 Minuten war viel dem Zufall überlassen. Klare Torchancen waren Fehlanzeige.

In der Halbzeit lockerte der Ellinger Trainer Kahler etwas die defensive Ausrichtung seines Teams und brachte in Person des Ex-Puderbachers Henrik Sawadsky einen spielstarken Offensivspieler. Der hatte gleich die erste Riesenchance in dieser Partie, als er völlig alleine auf den VfB-Torhüter Sebastian Seitz losstürmte. Mit einer starken Fußabwehr verhinderte Seitz (52.) jedoch den Führungstreffer für die Gäste. Wenig später hatte Ellingens Routinier Christian Weißenfels eine gute Möglichkeit aus halblinker Position. Doch der Winkel war etwas zu spitz. Der Ball trudelte am Pfosten vorbei (57.).

Linz wirkte im Spielaufbau – jetzt mit kräftiger Windunterstützung – ohne Ideen. Immer wieder versuchten die Gastgeber um den agilen Yannik Becker spielerisch zum Erfolg zu kommen. Doch die Ellinger Abwehr stand sicher. Lediglich bei einem Freistoß von Michael Krupp (61.), einem Kopfball von Michael Fiebiger (58.) und einem Fernschuss von Leonor Tolaj (78.) kam etwas Gefahr auf.

Doch waren die Angriffsbemühungen des VfB zu statisch. Auch die Einwechslung von Torjäger Mario Seitz verpuffte schnell. Die Stürmer warteten vorne vergeblich auf gute Zuspiele. Dagegen spielten die Gäste gradlinig und hatten durch Weißenfels eine weitere Großchance. Sein Heber senkte sich knapp hinter dem VfB-Gehäuse ins Toraus (74.).

Als sich die Spieler, Trainer und Zuschauer schon mit dem torlosen Unentschieden abgefunden hatten, kam der große Auftritt von Kahler. Der ehemalige Oberliga-Torjäger stellte erneut unter Beweis, dass er von seiner Torgefährlichkeit noch nichts verloren hat. Aus acht Metern knallte Kahler den Ball nach einem schönen Zuspiel von Weißenfels zum 0:1 in die Maschen. Damit hatten sich für ihn auch die vielen Mühen der vergangenen Wochen gelohnt, als er sich aufgrund des Ellinger Minikaders im Training wieder selbst in Form brachte.

„Ich bin viel gelaufen, habe gut trainiert und einige Pfunde verloren. Das hat sich gelohnt“, freute sich Kahler über sein Siegtor. Er sprach von einem gerechten Auswärtserfolg aufgrund der Mehrzahl von guten Tormöglichkeiten. „Wir hatten eine gute Vorbereitung und sind noch enger zusammengerückt. Heute hat sich die Mannschaft dafür belohnt“, sagte Kahler. Auch der Linzer Trainer Paul Becker sprach von einem verdienten Ellinger Sieg: „Uns hat der direkte Weg zum Tor gefehlt. Das ist ein schwerer Rückschlag, aber noch ist nichts entschieden. Wir werden weiter um die Meisterschaft kämpfen.“

 

 

 

Wissen zerstört früh den Plan des VfLHamm

Bezirksliga Ost VfB gewinnt Prestigeduell deutlich

 

Bereits am Freitagabend läuteten der VfLHamm und der VfB Wissen das Jahr 2017 in der Fußball-Bezirksliga Ost ein. Das prestigeträchtige Derby der alten Rivalen war letztlich eine klare Angelegenheit: Die Gäste aus Wissen entschieden das Duell am Ende deutlich mit 4:0 (1:0) für sich.

Der im Vorfeld angekündigte Plan von Hamms Trainer Philipp Höhner, möglichst lange ohne Gegentor bleiben zu wollen, wurde bereits nach acht Minuten über den Haufen geworfen. Nach einem Freistoß von Sebastian Zimmermann legte Alexander Rosin für Torben Wäschenbach auf. Dessen Drehschuss aus zehn Metern bedeutete die frühe VfB-Führung.

Von dem Rückstand zeigten sich die Hausherren zunächst jedoch nicht beeindruckt und hatten in der Folge ein Plus an Ballbesitz und Spielanteilen.

Der VfL betrieb zwar einen recht hohen Aufwand, konnte sich letztlich aber über 90 Minuten keine zwingenden Torchancen erarbeiten. Mit der Führung im Rücken spielten die Gäste im ersten Abschnitt noch abwartend, kamen aber dennoch noch zweimal vielversprechend vor das gegnerische Tor. Nach einem schönen Zuspiel von Zimmermann, der im VfB-Mittelfeld die Fäden zog, legte sich Max Ebach den Ball einen Tick zu weit vor (20.), und Philipp Bedranowsky schoss aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbei (31.).

„Wir sind gut ins Spiel gekommen, kassieren aber nach einem Standard früh das 0:1. Und wenn man gegen Wissen zurückliegt , wird es natürlich schwierig“, sagte Höhner – und sollte mit dieser Aussage recht behalten.

Denn nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste zielstrebiger und übernahmen mehr und mehr das Kommando. Einen Lupfer Zimmermanns konnte VfL-Keeper Mert Zeycan noch über die Latte lenken. Bei der anschließenden Ecke köpfte Mario Weitershagen knapp über das Tor (53.). Kurz darauf erhöhten die Wissener. Eine Flanke Bedranowskys köpfte Rosin unbedrängt in die Maschen (57.). Das dritte VfB-Tor war zwar nicht unumstritten, bedeutete aber nichtsdestotrotz die Vorentscheidung des Derbys. Nach einem Getümmel im Strafraum reklamierten die Gastgeber vergeblich ein Handspiel, doch ein Pfiff blieb aus, sodass aus dem Gewühl heraus Max Ebach den Ball zum 0:3 über die Linie drücken konnte (69.). Nach schöner Vorarbeit von Sebastian Zimmermann erzielte Lucas Brenner den Endstand (83.). „Der Sieg ist sicherlich etwas zu hoch ausgefallen. Nach der Pause haben wir das gut gemacht“, freute sich der Wissener Trainer Dennis Reder über den gelungenen Auftakt seiner Mannschaft im ersten Spiel nach der Winterpause.

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[ Letzte Änderung: 18. Juni 2018 ]