SV Hundsangen e.V. 1926

19.03.2012, 08:30, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 20.Spieltag

Von: rhein zeitung

Guckheim schlägt ganz spät zu

Keine fußballerischen Leckerbissen bekamen die 200 Zuschauer beim 0:2 (0:0) im Lokalderby der Bezirksliga Ost zwischen der SG Westerburg/Gemünden und der SG Guckheim/ Kölbingen auf dem Hartplatz in Westerburg zu sehen.

Erst kurz vor Schluss gelangen den Gästen nach einer umkämpften Partie unter der souveränen Spielleitung von Schiedsrichter Amir Amirian die spielentscheidenden Treffer. Entsprechend angefressen zeigte sich Westerburgs Spielertrainer Oliver Meuer nach Spielende: "Wir haben heute viel mehr investiert als Guckheim. Das war meiner Meinung nach eine absolut unverdiente Niederlage."

Dabei kamen die Gäste zu Beginn der Partie besser ins Spiel: Nach einem Freistoß von Stefan Schäfer scheiterte Paco Lenzen nur an der Latte des Westerburger Kastens (2.).

In der Folge hatte Westerburg gleich drei vielversprechende Gelegenheiten. Einen Freistoß von Oliver Meuer wehrte der Guckheimer Schlussmann Lars Henning zur Ecke ab (23.). Lars Neubert setzte einen Kopfball nur knapp über das Tor (25.), und David Gläser brachte das Spielgerät nach einem langen Ball, frei vor dem Tor stehend, nicht unter Kontrolle (29.).

Spätestens in der 33. Minute hätten die Gastgeber dann in Führung gehen müssen: Nach einem Foulspiel im Strafraum von Guckheims Verteidiger Michael Thoma an Matthias Wengenroth war die logische Konsequenz Strafstoß. Zum Leidwesen der Westerburger zeigte ausgerechnet Spielertrainer Meuer Nerven und schoss die Kugel links am Tor vorbei, nachdem Schlussmann Henning bereits in die andere Ecke unterwegs war.

Meuer nahm die Niederlage dementsprechend auch auf seine Kappe und gab zu: "Beim Elfmeter muss ich das Ding natürlich reinmachen. Der Torwart ist bereits in der falschen Ecke. Im Vergleich zum Spiel in Weitefeld war das heute trotz der Niederlage aber eine eindeutige Leistungssteigerung."

In der zweiten Spielhälfte waren Torchancen lange Zeit Mangelware. Die vergebenen Chancen auf Seiten der Gastgeber durch Gläser und Björn Weber (69., 88.) bestrafte die SG Guckheim kurz vor dem Spielende eiskalt: Stefan Schäfer trat einen Freistoß weit in den Westerburger Strafraum, wo Björn Zacher per Kopf zum 0:1 verlängerte und Schlussmann Carsten Wolf keine Chance ließ (90.). Wenig später nutzte Schäfer den nun vorhandenen Freiraum in der Westerburger Verteidigung und netzte unbedrängt zum 0:2-Endstand ein (90.+1).

Entsprechend glücklich war dieser nach Spielschluss: "Das war heute eigentlich ein typisches 0:0. Zum Schluss hatten wir dann aber einfach den größeren Willen, was den Unterschied gemacht hat. Wir freuen uns riesig, dass wir das Lokalderby für uns entschieden haben, aber drücken Westerburg nun die Daumen im Abstiegskampf, um in der kommenden Saison wieder ein Derby spielen zu können.

 

TuS Montabaur dreht das Spiel nach der Pause

Fußball - Es war das erste Heimspiel des neuen Trainers Wolfram Kohns - und der Sieg war so wichtig. Mit 4:1 (0:1) gewann der TuS Montabaur sein Bezirksliga-Heimspiel gegen die SG Herdorf und schob sich dadurch in der Tabelle auf Platz sieben vor.

Dabei wäre für die Gäste durchaus mehr drin gewesen. Denn nach rund einer Viertelstunde hatten sie das Heft zunächst in die Hand genommen. Ein Missverständnis zwischen dem Montabaurer Torwart Florian Scheid und Abwehrspieler Christian Böhm nutzte Kenny Scherreiks in der 37. Minute zur verdienten Pausenführung.

Und wer weiß, wie das Spiel geendet hätte, hätten die Herdorfer nach der Pause ihre gute Möglichkeit zum 2:0 genutzt. Bünyamin Yigit scheiterte aber knapp. "Wir hatten sicher die weitaus besseren Chancen", ärgerte sich Herdorfs Trainer Dirk Spornhauer.

Montabaur blieb so aber im Spiel und nutzte dies. Fast im Gegenzug bekamen die Herdorfer den Ball nach einer Ecke nicht aus der Gefahrenzone, Wjatscheslaw Stoppel war per Kopf zur Stelle und markierte den wichtigen Ausgleich (48.). Danach spielten die Montabaurer genau so, wie es Kohns unter der Woche avisiert und gefordert hatte: diszipliniert. Aus der geordneten Defensive heraus ergaben sich die Konterchancen automatisch. Und die nutzte der TuS gnadenlos. Zunächst schloss Sergej Kettler eine schöne Kombination über Stoppel und Waldemar Pineker zum 2:1 ab (66.). Dann überlupfte Stoppel den weit aufgerückten Herdorfer Schlussmann Marvin Scherreiks per Kopf, um danach ins leere Tor zum 3:1 abzuschließen (85.). Beide Tore fielen aus Sicht der Herdorfer aus abseitsverdächtiger Position. Und so handelte sich Spielertrainer Andreas Krämer, nachdem er seiner Verärgerung gegenüber Schiedsrichter Aslan Basibüyük Luft gemacht hatte, auch noch die Gelb-Rote Karte ein. Unumstritten war dann der vierte Montabaurer Treffer nach einer Standardsituation. Hamit Dinler war nach der Hereingabe von Matthias Wincek mit dem Kopf zur Stelle gewesen (89.). Auch TuS-Präsident Jörg Nicolaus freute sich über den Dreier: "Das Spiel war sicher umkämpfter als es das Ergebnis sagt", so sein Fazit.

Und wie das so ist, wenn es einmal nicht so läuft, versagte am Ende auch der Herdorfer Mannschaftsbus seinen Dienst. Und so mussten Trainer, Spieler und Anhang noch einige Zeit warten, ehe sie ein anderer Bus von einem Ort abholte, den sie am liebsten gleich nach Spielende verlassen hätten.

TuS Montabaur: Scheid - Atzinger (30. Malici), Zinser, Böhm, Ismajli, Dinler, Wincek, Bichert (70. Leisenheimer), Pineker, Stoppel, Kettler (71. Victor).

Schiedsrichter: Aslan Basibüyük (Dachsenhausen). - Zuschauer: 50.

Tore: 0:1 Kevin Scherreiks (37.), 1:1 Wjatscheslaw Stoppel (48.), 2:1 Sergej Kettler (66.), 3:1 Wjatscheslaw Stoppel (85.), 4:1 Hamit Dinler (89.).

 

Ilir Malicis Treffer bringt Stahlhofen drei Punkte

Fußball - Als eigentlich keiner damit gerechnet hatte, da schlug Ilir Malici für die FSG Stahlhofen/Holler zu und sicherte seiner Mannschaft mit dem Treffer zum 1:0 gegen den Tabellendritten SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald drei Punkte im Abstiegskampf. Und obwohl sich beide Trainer, Stahlhofens Manfred Otto und Weitefelds Volker Heun, nach dem kampfbetonten Bezirksliga-Spiel freundschaftlich die Hände schüttelten, schien sich Heun mit dem "wir brauchen die Punkte notwendiger als ihr" seines Kollegen nicht ganz anfreunden zu können.

Es wurde schnell offensichtlich, dass es nicht die Niederlage selbst war, die Heun erst einmal verarbeiten musste, sondern die Art und Weise, wie es dazu gekommen war: "In der ersten Halbzeit sah das noch teilweise ganz gut aus, was wir auf dem ungewohnten Kunstrasen geboten haben. Da hatten wir die besseren Chancen und waren einer Führung sicherlich näher als die Gastgeber. Nach dem Wechsel deutete eigentlich alles auf ein typisches 0:0-Spiel hin."

In der Tat war das, was der Tabellendritte vor der Pause zeigte, in Momentaufnahmen dazu angetan, von einem Bezirksliga-Spitzenteam zu sprechen. Aber das waren wirklich nur Momentaufnahmen mit keinerlei Effizienz. Zu wenig, um ein kämpferisch starkes Team wie die Gastgeber nachhaltig zu beeindrucken.

Die nahmen ihrerseits nach der Pause das Heft in die Hand und tummelten sich nun etwas mehr in Weitefelder Strafraumnähe. Bis zur 67. Minute, da ging es per Freistoß in den Strafraum, ein Abpraller landete bei Ilir Malici und der Ball anschließend hinter Weitefelds machtlosem Torwart Sören Trippler im Netz.

Wer jetzt allerdings ein Aufbäumen der Gäste erwartet hatte, der sah sich getäuscht, und genau das war es, woran Volker Heun zu knabbern hatte. Mit dem Rückstand fand die SG Weitefeld in Stahlhofen eigentlich nicht mehr statt. Die Mannschaft stellte das Fußballspielen ein und mühte sich redlich, den Rest der Spielzeit über die Zeit zu bringen. Wobei die Gastgeber gerne halfen und ihrerseits das Spiel in die Weitefelder Hälfte verlagerten.

So blieb SG-Torwart Andrej Leinweber bis zum Schlusspfiff nahezu ohne Beschäftigung, sehr zur Freude von Manfred Otto: "Wir haben aufopferungsvoll gekämpft und die Mehrzahl der Zweikämpfe gewonnen. Außerdem haben wir doch die Torfabrik der Liga kontrolliert und kaum eine nennenswerte Chance zugelassen. Schon deshalb hat sich meine Mannschaft die drei Punkte verdient, die sich künftig im Kampf gegen den Abstieg noch als äußerst wichtig erweisen können." har

Stahlhofen: Leinweber - Stera, Ismajli, Gombert, Malici - Müller, Bardhaj, R. Barut, M. Krasnigi (75. Kutrieb) - I. Barut, R. Krasnigi.

Weitefeld-Langenbach: Trippler - Ross, Aguilar, Can, Weisang - Reifenrath (70. Germann), Weller (61. Ermert), Müller - Kleinhenz, Lopata, Neitzert.

Schiedsrichter: Alexander Ebert (Holzhausen)

Zuschauer: 80

Tor: 1:0 Ilir Malici (67.).

 

3:0 gegen die SG Bruchertseifen: Miehlener Jungschar punktet gegen den Abstieg

Fußball - Im Miehlener Ehrlich gedeihen nicht nur die ersten Triebe an Sträuchern und Bäumen, sondern auch neue Hoffnungen auf den Klassenverbleib in der Bezirksliga Ost. In der Partie gegen die SG Bruchertseifen/Eichelhardt feierte die SG Miehlen/Nastätten gestern einen klaren 3:0 (2:0)-Sieg. Von Frühjahrsmüdigkeit war bei den Gastgebern nichts zu spüren, gleich zu Beginn waren sie hellwach.

Erst acht Minuten waren vorüber, als der Gästeabwehr ein Befreiungsschlag misslang und Miehlens Spielertrainer Rüdiger Graden energisch dazwischen ging. Er vollendete zum frühen 1:0 und freute sich nach dem Schlusspfiff: "Da habe ich mal aufgepasst." Nicht lange dauerte es bis zum nächsten Treffer. Steffen Schmidt trat einen Freistoß, Norman Wölfinger legte per Kopf quer und Sven Crecelius traf (24.).

Für den Schützen war es das erste Bezirksligator. Auch Vorlagengeber Wölfinger hatte bislang keinen Stammplatz in der Ersten Mannschaft und war zugleich mit seinen 23 Jahren der Zweitälteste in der Startelf der Miehlener und Nastättener, denen David Hübel wegen einer Erkrankung fehlte. Nur Spielertrainer Graden, der in der Winterpause seinen 40. Geburtstag gefeiert hat, verkörperte große Routine in der Jungschar.

Nicht nur dank seines Treffers verdiente sich Eigengewächs Crecelius ein Sonderlob seines Coaches. "Er ist viele Wege gegangen und hat die Bälle gut weitergeleitet", erkannte Graden an und folgerte: "Sven hat sich im Training und in der Zweiten angeboten und seine Chance absolut genutzt." Die Heim-Elf spielte im ersten Durchgang insgesamt phasenweise ansehnlichen Kombinationsfußball.

Bruchertseifen kam zunächst nur zu zwei Schüssen durch den zur Pause verletzt ausgewechselten Marcus Meyer, die Torwart Bastian Hofmann aber sicher hielt. Die Westerwälder bauten dann zwar stärkeren Druck auf, blieben aber recht harmlos und konnten mit ihren hohen Bällen in die Spitze die Defensive der Einheimischen kaum schrecken. Erst zum zweiten Mal in der Saison kassierte Miehlen kein Gegentor.

"Wir haben die ersten 20 Minuten komplett verschlafen", ärgerte sich Torsten Ratzi, der Spielertrainer aus Bruchertseifen. Die zwei bis drei Chancen im zweiten Abschnitt von Daniel Frohn, Christoph Lichtenfeld und René Meyer trösteten ihn nicht, denn "wir hatten einfach keine Ideen im Spiel nach vorne". André Müller und Graden hätten auf der Gegenseite schon früher auf 3:0 erhöhen können.

Ratzi haderte am Ende aber weniger mit dem Resultat. "Das Traurigste ist die Rote Karte und nicht das verlorene Spiel", meinte er nach 90 Minuten auf tiefem Boden. Luan Muriqui musste vom Feld, nachdem er André Müller von hinten in die Beine getreten hatte (65.). Die drohende Sperre dürfte die Gäste-SG weiter schwächen, zumal ihr Trainer bereits über Personallücken klagt.

Für Miehlen erzielte der aufgerückte Fabian Künzel mit einem Kopfball den Endstand, Julian Walter hatte ihn mit einer sehr schönen Flanke vom linken Flügel bedient (74.). Der Vorbereiter vergab gut fünf Minuten darauf selbst eine gute Gelegenheit. "Das 3:0 ist verdient", fand Rüdiger Graden. Gelegentlich allerdings scheine seine junge Mannschaft noch "Angst vor dem Gewinnen" zu haben. Bruchertseifen dürften andere Befürchtungen plagen, denn die Abstiegszone ist nicht mehr weit.

Miehlen/Nastätten: Hofmann - Walter (86. Hahn), Körfer, Künzel, S. Müller - A. Müller, Schmidt - Leibig, Wölfinger (81. Soyudogan) - Graden (79. S. Richter), Crecelius.

Bruchertseifen/Eichelhardt: Keller - Lichtenfeld, Höhner, Frohn, Kotlinski - Murici (77. Kessler), Ratzi, Muriqi, Mestiri - M. Meyer (46. Schnabl), R. Meyer.

Schiedsrichter: Marco Huber (Eppenrod) - Zuschauer: 130.

Tore: 1:0 Rüdiger Graden (8.), 2:0 Sven Crecelius (24.), 3:0 Fabian Künzel (74.).

Vorkommnis: Rote Karte gegen Bruchertseifens Luan Muriqi wegen groben Foulspiels (65.).

 

Nicholas Liefkes Doppelschlag bringt den VfL Bad Ems gegen die SG Nievern/Fachbach auf Kurs

Mit dem 3:1 (2:0)-Derbysieg gegen die SG Nievern/ Fachbach ist der VfL Bad Ems dem Klassenverbleib in der Bezirksliga Ost ein gutes Stück nähergekommen.

Recht zerfahren verlief die Anfangsphase, in der die Nervosität in beiden Lagern angesichts der Bedeutung des brisanten Nachbarschaftsduells deutlich spürbar wurde. Die erste gefährliche Szene gehörte den Gästen. Doch symptomatisch für den weiteren Verlauf ging der versuchte Schlenzer Matthias Hoffmanns (12.) auf Vorarbeit Timo Hoffmeyers sprichwörtlich daneben. Viel Leerlauf, kein Spielfluss und wenig Tempo, die 300 Besucher im Stadion Silberau hatten sich zwischen den Rivalen wesentlich mehr erhofft.

Auch nach der einheimischen Führung in der 25. Minute kam keine große Stimmung auf. Torsten Kreuter spielte nach einem Nieverner Ballverlust im Mittelfeld in den freien Raum, und Nicholas Liefke bewies trotz Behinderung beim 1:0 gegen seine ehemaligen Kameraden aus spitzem Winkel seine Klasse als Vollstrecker. Dies machte am verregneten Sonntag den Unterschied aus.

Denn auch bei der zweiten guten Nieverner Gelegenheit war der Abschluss Salvatore Mayers, der Abwehrchef Vernatius Emeka entwischt war, eher harmlos (35.). Praktisch im Gegenzug zeigte Nicholas Liefke Entschlossenheit und sorgte mit seinem zweiten Streich für Ernüchterung beim Gegner.

Überhaupt agierten die Kombinierten von der Früchter Straße insgesamt zu zaghaft, um den großen Rivalen richtig ärgern zu können. In den Zweikämpfen schienen die körperbetont auftretenden Badestädter doch wesentlich erfolgreicher als die Leichtgewichte in Reihen des Nachbarn. Auch die letzte Möglichkeit vor der Pause vergab Nieverns Mario Vogels, der keinen Druck hinter den Ball bringen konnte.

Ganz anders traten die Hausherren vor dem Tor des Gegners in Erscheinung. Nach einem Freistoß Etienne Kecskemetis schoss Kay Jockel den zweiten Ball kompromisslos in die Maschen (48.) und sorgte schon früh für die Vorentscheidung. Die Effektivität wäre bei kurzzeitiger Ratlosigkeit der Nieverner erneut zum Tragen gekommen, doch blieb Keeper Dennis Preuschoff nach einer Einzelleistung Nicholas Liefkes Herr der Lage (53.).

Während Bad Ems angesichts der klaren Führung befreit aufspielte, fehlte den Gästen einfach die Zielstrebigkeit und das Durchsetzungsvermögen. Es war schon haaresträubend, welche Chancen die Gäste in den letzten 25 Minuten liegen ließen: ein typisches Merkmal eines Abstiegskandidaten. Vor allem Felix Waldorf (70.) und Christoph Schupp per Kopfball (75.) auf Ecke Waldorfs versagten unbedrängt kläglich, als beim späteren Sieger die Konzentration im Defensivverhalten doch ziemlich nachgelassen hatte. Einige verletzungsbedingte Unterbrechungen hemmten den Spielfluss, der eingewechselte Sebastian Renger hatte sogar für die Hausherren das 4:0 auf dem Fuß. Dies wäre aber des Guten zu viel gewesen. Auf Nieverner Seite köpfte René Lehmler eine Ecke Fabian Schupps an die Latte, ehe die Bemühungen der Gäste schließlich durch den Ehrentreffer Matthias Hoffmanns nach feiner Vorarbeit Timo Hoffmeyers in der sechsminütigen Nachspielzeit belohnt wurden. "Die Mannschaft hat unserem Vorsitzenden Uli Schneider zu seinem 60. Geburtsgeschenk ein verfrühtes Geschenk gemacht. Nach dem 3:0 war das Spiel entschieden. Spielerisch war es kein gutes Niveau, wichtig waren einzig und allein die drei Punkte, die uns dem Klassenerhalt einen kleinen Schritt nähergebracht haben", bilanzierte Frank Wendland vom VfL Bad Ems gelassen.

"Wir haben aus eigenem Ballbesitz zwei Gegentreffer bekommen. Dabei haben wir zu viele leichte Fehler gemacht. Vorne haben wir die Chancen nicht reingemacht, daran müssen wir arbeiten", analysierte Nieverns Trainer Murat Saricicek in seinem zweiten Spiel an der Seitenlinie kritisch die 90 Derbyminuten.

Die Statistik

Bad Ems: B. Staudt - Ludwig, D. Liefke (73. Secker), Emeka - K. Jockel, Imgrund, Remschel, Kecskemeti, Kreuter - M. Jockel (57. Wagner), N. Liefke (82. Renger).

Nievern/Fachbach: Preuschoff - Vogels, Hoffmeyer, Krämer - F. Schupp, Baulig (82. Lehmler), M. Schupp, Hoffmann, C. Schupp - Panny (52. B. Schupp), Mayer (63. F. Waldorf).

Schiedsrichter: Jörg Langenhuysen (Niederwerth) - Zuschauer: 300.

Tore: 1:0, 2:0 Nicholas Liefke (25., 35.), 3:0 Kay Jockel (48.), 3:1 Matthias Hoffmann (90 + 4.).

 

Schlusslicht DJK Neustadt-Fernthal belohnt sich mit fünf Toren

Faustdicke Überraschung in der Fußball-Bezirksliga Ost: Schlusslicht DJK Neustadt-Fernthal besiegte den Tabellenzweiten SG Neitersen auf dem heimischen Kunstrasen mit 5:2 (1:1). Zwar hatte die SG Puderbach zuletzt gezeigt, was gegen die SG aus Neitersen möglich ist, aber so wirklich hatte keiner dem Schlusslicht den großen Coup zugetraut. Umso überraschender gingen die Gastgeber bereits nach einer Viertelstunde in Führung. Hakan Yacici nutzte ein Missverständnis zwischen SGN-Keeper Jan Humberg und Frank Bischoff zum Ballgewinn und traf zum 1:0.

Die Gäste fanden nur schwer in ihr Spiel und hatten erst in der 32. Minute die erste Chance. Doch DJK-Torwart Tobias Buslei klärte souverän gegen Frank Bischoff. In der 41. Minute musste Buslei jedoch nach dem Schuss von Maxim Hermann hinter sich greifen.

Nach dem Seitenwechsel fanden die Gastgeber gleich wieder gut in die Partie. Zwar überzeugten sie nicht durch spielerische Klasse, wussten aber durch Laufbereitschaft und Kampf das Geschehen immer mehr in die Hälfte der Gäste zu verlagern. In der 54. Minute profitierte die DJK von einem Eigentor der Gäste, als Jan Marc Heuten das Leder unbedrängt über den eigenen Keeper in die Maschen lupfte. Nur vier Minuten später war Neustadts Abwehrspieler Florian Wirths hellwach, als er Neitersens Florian Sander am eigenen Strafraum das Spielgerät abluchste und auf 3:1 erhöhte (58.).

Doch die Gäste steckten nicht auf und wehrten sich gegen die zweite Niederlage binnen einer Woche. Nach einem Pfostentreffer profitierte Florian Tilhard davon, dass Buslei und Stefan Bischoff am Boden lagen, und köpfte ungehindert den Anschlusstreffer (65.).

Doch die Gastgeber hatten jetzt Lunte gerochen und sahen die drei Punkte in greifbarer Nähe. Nach einem schönen Zusammenspiel von Christian Neumann und Jan Meurer erzielte Yacici mit einem Schuss ins lange Eck seinen zweiten Treffer (71.). Den Schlusspunkt zum 5:2 setzte der eingewechselte Maximilian Stopperich fünf Minuten vor dem Ende.

"In der Pause hatten wir uns einiges vorgenommen, und dann kommt man raus und alles läuft beschissen. Erst das Eigentor, dann die Verletzung von Mario Marth. Was nicht heißen soll, dass der Neustädter Sieg nicht verdient ist", haderte SGN-Coach Torsten Gerhardt. Zufrieden war dagegen sein Gegenüber: "Wir hatten mehr Spielanteile und mehr Torchancen, ich denke, der Sieg geht in Ordnung. Nach der jüngsten Niederlage hatte keiner gedacht, dass heute etwas für uns zu holen ist. Aber die Mannschaft zieht gut mit und ist endlich einmal belohnt worden", freute sich Neustadts Trainer Joachim Weißenfels.

 

 

 

 

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[ Letzte Änderung: 18. Dezember 2018 ]