SV Hundsangen e.V. 1926

19.03.2017, 20:28, Alter: 1 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 21.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

Doppelpack! Quandel schießt Emmerichenhain gegen Hundsangen zurück an die Spitze


Nach der Niederlage in Montabaur hat die SG Emmerichenhain/Niederroßbach im ersten Heimspiel 2017 wieder in die Erfolgsspur gefunden. Die Elf von Nihad Mujakic besiegte die SG Hundsangen/Obererbach mit 2:1 (2:1).

 


Die im sicheren Mittelfeld positionierten Unterwesterwälder verspürten laut Spielertrainer Martin Schlimm keinen Druck bei ihrem Auftritt beim Tabellenzweiten. Und so trat die Gästeelf auch selbstbewusst auf und gestaltete die 90 Minuten recht ausgeglichen. Wäre da nicht Torjäger David Quandel gewesen, der mit seinen beiden Toren letztlich den Unterschied ausmachte. Bei böigem Wind hielten die Gäste in der nicht hochklassigen Partie auf dem Hartplatz in Niederroßbach gut mit, was deren Trainer Schlimm trotz der Niederlage zu einem positiven Fazit veranlasste: „Mit unserer Leistung bin ich zufrieden. Wir haben wenig falsch gemacht und hätten einen Punkt verdient gehabt“.


Acht Spiele, acht Siege – so las sich die bisherige Heimbilanz der SG Emmerichenhain. Und die stolze Serie setzte sich fort, auch wenn Hundsangen früh durch Sebastian Schneider in Führung ging (6.). Doch schon im Gegenzug fiel der Ausgleich: David Quandel traf per Freistoß aus 18 Metern ins linke untere Eck (7). Danach hatten die Gäste mehr vom Spiel und auch die klareren Tormöglichkeiten. Doch diese blieben im Minutentakt (10., 13., 16.) ungenutzt, ehe erneut Quandel in Erscheinung trat. Der Torjäger nahm einen langen Ball auf, stürmte allein in den Strafraum und ließ Gästetorhüter Leon Schmitt keine Abwehrchance.


Kurz vor dem Wechsel hätte Quandel den Hattrick perfekt machen können, diesmal setzte er den Ball aber weit neben das Tor. Auch die Gäste hatten noch eine gute Einschussmöglichkeit, fanden aber im glänzend reagierenden Timon Topitsch ihren Meister.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Keine Mannschaft setzte sich spielbestimmend durch. Für den ersten Aufreger im zweiten Abschnitt sorgte Mario Pavelic, der einen Freistoß an die Latte setzte (59.). Chancen gab es aber noch auf beiden Seiten. Zunächst scheiterte Dennis Besirovic nach toller Vorarbeit von Pavelic und auf der Gegenseite setzte Schneider den Ball knapp neben das Tor. Das Spiel wogte hin und her. Matsuda vergab nach schönem Zuspiel von Besirovic (75.). Im Gegenzug machte es Nogi nicht besser (76.). Es blieb beim 2:1 und Nihad Mujakic zeigte sich nach dem Schlusspfiff zufrieden: „Das Spiel war nicht das Sahnehäubchen, aber man darf von uns auch nicht erwarten, dass wir als Aufsteiger alles an die Wand spielen. Wir sind keine Übermannschaft, aber unsere Heimserie hat gehalten“. Und sein Team grüßt nun auch wieder von der Tabellenspitze.

 


Emmerichenhain/Niederroßbach: Topitsch – Kolb, Sarholz, Sehner, Haas – Zelenika – Matsuda (85. Graf), Bese (46. Göbel), Rexhaj (60. Besirovic) – Quandel, Pavelic.


Hundsangen/Obererbach: Schmitt – Noll (85. Löw), J. Hannappel, Schlimm, Hürter – Brühl (74. N. Steinebach), D. Hannappel, F. Steinebach, Faulhaber (61. Marciano) – Nogi, Schneider.


Schiedsrichter: Amir Amirian (Wiesbaden) – Zuschauer: 80.

Tore: 0:1 Sebastian Schneider (6.), 1:1, 2:1 beide David Quandel (7., 29.).

 

 

 

Osterspai gewinnt wie seit 15 Jahren nicht mehr


Eine Maienblüte im März erlebt die FSV Osterspai/ Kamp-Bornhofen und avanciert in der Bezirksliga Ost zur „Mannschaft der Stunde“. Im Rhein-Lahn-Derby musste sich nun auch der VfL Bad Ems den Grün-Weißen geschlagen geben und zwar mit 0:1 (0:0). Der dritte Sieg hintereinander hat für die Gäste fast schon eine zeitgeschichtliche Dimension, denn eine solche Erfolgsserie erlebten sie auf überkreislicher Ebene zuletzt vor gut 15 Jahren in der Bezirksliga Mitte.


Seinerzeit stiegen die Osterspaier in die damalige Landesliga auf, im Sturm brillierten der heutige Trainer Nico Helbach und Achim Knop. Dessen Sohn Adrian ist aktuell der Torgarant und erzielte gestern erneut den entscheidenden Treffer. Das ärgerte VfL-Trainer Kay Ludwig gewaltig, denn gerade hatte seine Elf sich ein wenig aufgerafft: „Mitten in unserer Drangphase kriegen wir ein Tor.“ 52 Minuten waren da gespielt, vorausgegangen war eine schwache erste Halbzeit.

„Da kann man nicht über Fußball reden“, meinte Ludwig zu den ersten 45 Minuten. „Wir haben uns dem Gegner angepasst, statt spielerisch dagegenzuhalten.“

Lediglich Gökhan Acar brachte kurz vor dem Pausenpfiff auf Bad Emser Seite mal den Ball halbwegs gefährlich in Richtung FSV-Gehäuse. Die Einheimischen agierten zu pomadig und leisteten sich zahlreiche Abspielfehler.


Die Osterspaier traten mutig auf, erkämpften sich ein Eckenverhältnis von 4:0 im ersten Durchgang, ohne jedoch zu klaren Abschlüssen zu gelangen. Eine Ausnahme machte da Adrian Knop, der nach einem Freistoß Antony Henrykowskis am Bad Emser Keeper Marvin Rixen scheiterte (31.). Mehr Glück hatte er, als die Kreisstädter sich offenbar etwas mehr vorgenommen hatten als zuvor.

Der VfL kam mit mehr Elan aus den Kabinen, doch nach einem schlechten Pass in Höhe der Mittellinie enteilte zunächst Marvin Huss, der Rixen prüfte, ehe Knop per abgefälschtem Nachschuss das Tor des Tages markierte. „In der Folge hätten wir das Spiel schon vorzeitig entscheiden müssen“, fand Helbach. Gelegenheiten bestanden dazu in einer jetzt offener geführten Begegnung mit mehr Strafraumszenen.

Marvin Huss stand gleich dreifach kurz vor dem zweiten Treffer, er harmonierte auf dem rechten Flügel gut mit dem einzigen Angreifer Knop. Thomas Lemlers Schuss entschärfte der Außenpfosten bei einer Hereingabe Knops (80.). Auch der VfL machte in der Offensive zwischenzeitlich häufiger auf sich aufmerksam, aber Jan Zimmermann (58.) und Etienne Kecskemeti (67.) verzogen.

Andreas Stoffels setzte schließlich – ohne Fortune zu haben – zu einem Fallrückzieher an (78.). Alle diese Versuche des VfL hatten gemeinsam, dass die Kugel stets am Osterspaier Tor vorbei befördert wurde. Tormann Daniel Voß hatte wenig zu tun, der zweite Auswärtssieg seiner Mannschaft war zugleich die zweite Partie der Saison, in der die Kombinierten ohne Gegentreffer blieben.

Für Kay Ludwig handelte es sich um eine „dumme Niederlage“ im Abstiegskampf. Nach dem Rückstand sei es ganz schwierig geworden, noch etwas auszurichten. Ein Unentschieden wäre aus seiner Sicht verdient gewesen. Helbach bewertete den Sieg hingegen als „wirklich verdient“. „Osterspai hat das gespielt, was sie können“, erkannte Ludwig zugleich an. Das bedeutete, dass neben Einsatzwillen und langen Bällen vereinzelt individuelle Klasse auffiel – vor allem bei Knops Sololäufen.


Bad Ems: Rixen – Burdziak (71. Victor), Jaber (46. Vogt), Tups, Werner – Kecskemeti, Acar – Bär (60. Brustolon), Zimmermann, Richter – Stoffels.


Osterspai/K.-B.: Voß – M. Schwarz, Fe. Lemler, Henrykowski, Brack – Nouvortne, Fl. Lemler – Heymann (72. Machenheimer), T. Lemler (83. Schneider), M. Huss (90.+3 Gittler) – Knop.

Schiedsrichter: Julian Jung (Giesenhausen) - Zuschauer: 130.

Tor: 0:1 Adrian Knop (52.).


Nächste Aufgabe für die Bad Emser: am Sonntag, 2. April, 14.30 Uhr, gegen die SG Elbert. Nächste Aufgabe für die FSV Osterspai: am Mittwoch, 20 Uhr, gegen die SG Elbert.

 


 

VfB Linz erkämpft 2:1-Sieg im Spitzenspiel gegen den TuS Montabaur


Dank des VfB Linz bleibt es an der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga Ost weiter spannend. Denn der VfB besiegte den als Spitzenreiter angetretenen TuS Montabaur nach einer umkämpften Partie mit 2:1 (1:0).


„Die Zweikämpfe annehmen und über Kampf und Bereitschaft zum Erfolg kommen“ – so lautete die Marschroute des Linzer Trainers Paul Becker für dieses Topspiel. Und sein Team hatte gut zugehört, denn der VfB begann die Begegnung sehr laufstark und attackierte Montabaur früh, sodass die Gäste kaum zu ihrem Spiel kamen. Jedoch forderte diese Gangart früh ihren Tribut, denn bereits in der 13. Minute sah Eric Becker nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.

Das spielte den Gästen, die sich fortan mit einem Mann mehr auf dem Feld leichter taten, ihr Spiel nach vorne aufzubauen, in die Karten. Wirklich gefährlich wurde es für beide Torhüter jedoch zunächst nicht, vieles spielte sich im Mittelfeld ab. In der 38. Minute konnte Montabaur einen Angriff der Linzer nur zur Ecke klären. Alexander Kastert trat an, der Ball kam zu Mario Seitz, der es Richtung Tor schoss. Die TuS-Abwehr versuchte noch, für ihren bereits geschlagenen Torwart Marcel Kemper zu retten, doch Schiedsrichter Fuat Yalcinkaya entschied auf Tor, weil der Ball in der Luft bereits die Torlinie überquert hatte.

Wohl noch mit dem Ärger des Gegentreffers in sich, folgte kurz darauf der nächste Platzverweis, denn nach einer Tätlichkeit an Leonor Tolaj war die Partie auch für den TuS-Spieler Arthur Henich nach 40 Minuten vorzeitig zu Ende – er sah glatt Rot.

Nach dem Seitenwechsel wurde weiterhin fußballerische Magerkost, aber Kampf- und Laufbereitschaft vom Feinsten präsentiert. Montabaur drängte auf den Ausgleich, tat sich jedoch gegen die gut stehenden und immer wieder schnell und geschickt agierenden Linzer schwer. VfB-Keeper Christopher Schady durfte sein Können jedoch auch unter Beweis stellen. Er klärte souverän gegen Alexander Baldus (56., 63.) und Maximilian Acquah (75.).

Kurz vor Schluss, als alle schon ein Häkchen hinter dem Dreier für Linz gemacht hatten, machte es Montabaur wieder spannend, Schady musste doch hinter sich greifen und den Ausgleich zulassen. Nach einer Ecke von Pascal Tillmanns kam Takayuki Omi frei zum Kopfball und markierte das 1:1. Doch von Schock war bei den Gastgebern keine Spur, bereits im Gegenzug ließ Seitz seiden VfB erneut jubeln. Mit seinem zweiten Treffer machte er den Linzer Sieg perfekt (87.).

„Wir müssen uns an die eigene Nase packen, wir hatten nicht die richtige Einstellung. Wenn du in der 86. Minute einen Punkt hast, musst du den mitnehmen. Aber es hilft nichts, Mund abputzen und weiter“, zeigte sich TuS-Trainer Benedikt Lauer enttäuscht von der Darbietung seiner Mannschaft.

Dem Linzer Trainer Paul Becker waren die anstrengenden 90 Minuten an der Linie deutlich anzusehen: „Es war kein gutes Spiel. Aber wir wollten uns reinkämpfen und das haben wir gemacht. Die letzten Spiele haben wir schön gespielt, aber Punkte liegen lassen. Heute haben wir Kampf und Einsatz gefordert, und die Mannschaft hat genau das abgeliefert.


VfB Linz: Schady – Kastert, Eric Becker, Joch, Kizilkan – Mario Seitz (92. Wiemer), Yannik Becker, Krupp, Tolaj (71. Lacher) – Fiebiger (79. Kuqi), Kyrion.


TuS Montabaur: Kemper – Henrich, Schwickert (69. Noguchi), Sven Baldus, Omi – Acquah, Scumaci, Tillmanns, Obrebski (46. Orentsis) – Denker, Alexander Baldus.


Schiedsrichter: Fuat Yalcinkaya (Bendorf). – Zuschauer: 90.


Tore: 1:0 Mario Seitz (39.), 1:1 Takayuki Omi (86.), 2:1 Mario Seitz (87.).


Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Eric Becker (VfB Linz) wegen wiederholten Foulspiels (13.). Rote Karte für Arthur Henich (TuS Montabaur) wegen Tätlichkeit (40.).

 

 

 

Nach zwei Klatschen: Müschenbach bezwingt Wissen klar


Die SG Müschenbach/Hachenburg, die nach der Winterpause mit zwei Niederlagen und 0:10 Toren gestartet war, hatte gestern das erste Erfolgserlebnis im Jahr 2017 in der Fußball-Bezirksliga Ost. Gegen den VfB Wissen setzte sich die Elf von Volker Heun wie schon im Hinspiel durch und gewann mit 5:2 (2:0).


Bereits in der zweiten Minute gingen die Hausherren in Führung. Jan Nauroth schickte Tim Zeiler mit einem Steilpass auf die Reise, der legte quer, und am langen Pfosten brauchte Dawid Rystwej nur noch einzunetzen.

Das frühe 1:0 gab den Hausherren Rückenwind. Der VfB kam dagegen nur schleppend in die Partie und konnte seine fußballerischen Möglichkeiten auf dem Hartplatz nicht ausspielen. Die SG hatte zwar zunächst auch keine brandgefährlichen Torchancen mehr, war aber zweikampfstärker und ließ wenig zu. Auf Seiten der Gäste ging Gefahr meist nur von Sebastian Zimmermann aus. Der verpasste aber sowohl mit einem Freistoß (9.) als auch mit einem Distanzschuss, den SG-Torhüter Jan Böhning parierte (35.), den Ausgleich. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte foulte Lukas Deger Stuart Dykewicz. Den fälligen Strafstoß verwandelte Maximilian Mies sicher zum 2:0-Halbzeitstand.

„Man hat in der ersten Hälfte gesehen, dass wir uns was vorgenommen hatten und die Führung zur Pause war verdient“, sagte SG-Trainer Volker Heun.

Die Wissener kamen mit mehr Elan aus der Kabine und setzten die Hausherren jetzt gewaltig unter Druck. Folgerichtig gelang Alexander Rosin nach einem langen Ball von Till Niedergesäß der Anschlusstreffer (56.). Nur zwei Minuten später fiel der Ausgleich durch Max Ebach (58.). Der VfB hatte jetzt ein deutliches Übergewicht, die Partie schien zu kippen.

„Da haben wir uns wieder selbst in Bedrängnis gebracht, und direkt kam Nervosität auf“, schwante Heun nichts Gutes. Zimmermanns Distanzschuss entschärfte Böhning (63.) und Ebach schoss knapp drüber (65.). In die Drangphase der Gäste fiel dann das 3:2. Nach schöner Vorarbeit von Nauroth traf Dykewicz in die lange Ecke (67.). Davon erholte sich der VfB nicht mehr, und in der Schlussphase trafen erneut Mies (83.) und Nauroth (85.) zum 5:2-Endstand.

„Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte verloren. Wenn wir von Beginn an mit so viel Herz und Leidenschaft wie nach der Pause gespielt hätten, wäre sicherlich mehr drin gewesen“, haderte VfB-Trainer Dennis Reder. „Die Mannschaft hat heute ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Man sieht, was möglich ist, wenn die Einstellung stimmt“, resümierte Heun.


Müschenbach: Böhning – Zeuner, Walkenbach, Kunz, Bleich – Dykewicz, Hüsch, Mies, Rystwej (68. Oettgen) - Zeiler (82. Wienand), Nauroth (86. Heinen).

 

Wissen: Scherreiks – Deger (48. Bedranoswky), Schulz (82. Cakatey), Weitershagen, Simon Ebach – Zimmermann, Niedergesäß – Max Ebach, Samurkas, Schnell – Rosin.


Schiedsrichter: Matthias Vogel (Wallmenroth). - Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 Dawid Rystwej (2.), 2:0 Maximilian Mies (45.+1), 2:1 Alexander Rosin (56.), 2:2 Max Ebach (58.), 3:2 Stuart Dykewicz (67.), 4:2 Maximilian Mies (83.), 5:2 Jan Nauroth (85.).


 

VfL Hamm erweist sich in der Endphase als effektivere Mannschaft - Nauort belohnt sich im Kellerduell nicht


Abstiegskampf pur hieß es am Sonntagnachmittag in Hamm – nach entsprechend intensiven 90 Spielminuten hatte sich nur der gastgebende VfL belohnt, der den SV Fortuna Nauort in der Bezirksliga Ost mit 2:1 (0:0) bezwang und die Unterwesterwälder mit nunmehr sieben Punkten in der Tabelle weiter auf Distanz hält.


„Bis Ende Mai sind noch einige Punkte zu vergeben“, erklärte der enttäuschte Nauorter Spielertrainer Jürgen Ebert, „es ist natürlich äußerst ärgerlich, wenn wir uns hier nicht für einen guten Auftritt belohnen. Wir werden aber die Köpfe nicht in den Sand stecken.“

Seine Mannschaft hatte in der überwiegend ausgeglichenen Partie die erste Torgelegenheit, als Waldemar Pinekers wuchtiger 25- Meter-Schuss nur knapp am Tor vorbeizischte (14.). Die Hausherren stellten sich nicht hinten an: Der sehr starke Hammer Kapitän Michael Trautmann jagte zwei fulminante Distanzschüsse (16./19. per Freistoß) jeweils nur äußerst knapp über Nauorts Torlatte.

Beide Teams schenkten sich auch in der Folgezeit nichts. VfL-Keeper Mert Zeycan vereitelte zweimal glänzend die möglich gewesene Fortuna-Führung. Andreas Funda (24.) und Mathias Tries (43.) hatten jeweils das Nachsehen. Dazwischen war aber auch die VfL-Führung möglich gewesen. Bei der größten Torchance des ersten Spielabschnittes bewies Spielertrainer Jürgen Ebert im Fortunen-Gehäuse sein ganzes Können, als er einen Direktschuss von Simon Langemann mit einer klasse Faustabwehr parierte (37.).

Der VfL brachte nach dem Seitenwechsel seinen Top-Torjäger Michael Weyer (15 Treffer) ins Spiel, um in der Offensive für weitere Belebung zu sorgen. „Nach überstandener Lungenentzündung hatte es für die volle Spielzeit noch nicht gereicht“, erklärte Hamms Spielertrainer Philipp Höhner die Maßnahme. Aber erst mal erarbeiteten sich die Fortunen ein kleines Plus an Spielanteilen und auch große Torchancen. So prüfte Tries erneut Zeycan aus kurzer Entfernung (48.), nur zehn Minuten später hatte Hamms Nummer eins großes Glück, als nochmals Tries aus 16 Metern nur die Torlatte traf.

Die Gastgeber machten es effektiver, als Simon Langemann in Nauorts Drangphase von der Strafraumgrenze flach das 1:0 markierte. Weyer legte mit seinem 16. Saisontreffer in der 80. Minute abgeklärt das 2:0 nach.

„Nauort hat gut gestanden, wir haben Geduld bewiesen, das sind drei wichtige Punkte nach den Toren zum richtigen Zeitpunkt“, fasste Philipp Höhner den Sieg seines Teams zusammen. Der Anschlusstreffer von Tries (87.) nützte der Fortuna am Ende nichts mehr.

 

Hamm: Zeycan - Neufeld, S.Trautmann, Schneider, Madronte - M. Trautmann, Stoll (88. Höhner), Deipenbrock (46. Weyer),Nachtigal - Binneweiß, Langemann (89. Keller).


Nauort: Ebert - Klems, Schmidt, Tries, Schneider - M. Kulachmetow, Vangeli (62. Weiler), A. Funda, Wagner (85. M. Funda) - Pineker, Weber (75. Ünal).

Schiedsrichter: Hamid Rostamzada (Mayen) - Zuschauer: 50.

 

 

Sechs Tore, aber kein Sieger: Weitefeld und Westerburg bieten beste Unterhaltung


Wie die Fußballer der SG Weitefeld-Langenbach/ Friedewald/Neunkhausen und der SG Westerburg/Gemünden das 3:3 (0:2) in einem spektakulären Spiel in der Bezirksliga Ost bewerteten, wurde mit dem Abpfiff deutlich. Während Weitefelds Sascha Cichowlas enttäuscht auf dem Langenbacher Kunstrasen niedersank, ballte Westerburgs David Meuer vor Freude beide Fäuste.


„Das war ein Punkt, mit dem bei uns vor der Partie mit Sicherheit keiner gerechnet hatte“, sagte Gästetrainer Oliver Meuer. Sein Team hätte nach einer starken ersten Halbzeit drei Zähler mitnehmen können – genauso gut wäre jedoch auch ein Heimsieg möglich gewesen. „Wir haben in den ersten 45 Minuten alles vermissen lassen, uns nach der Pause aber deutlich gesteigert“, erklärte Weitefelds Coach Jörg Mockenhaupt die Entwicklung des Ergebnisses.

Sicher stehende Westerburger ließen die Einheimischen lange nicht zur Entfaltung kommen, um gleichzeitig gefährliche Konter vorzutragen. So zum Beispiel in der 27. Minute, als Marvin Binge Justin Keeler bediente, dieser von Torwart Sören Trippler gefoult wurde und Binge den Strafstoß sicher verwandelte. Zwei Minuten später gewann David Meuer im Mittelfeld ein Kopfballduell und legte somit Tjark Benners 2:0 vor.

Eine Hypothek, die Weitefeld nach der Pause entschlossen anging abzubauen. Westerburg konnte die Räume nicht mehr so eng machen wie zuvor und geriet gegen die nun temporeicher spielende Mockenhaupt-Elf gehörig unter Druck. Joshua Weller (68.), Luca Thom per kraftvollem Distanzschuss (77.) und der nach seiner Einwechslung sehr fleißige Mario Weisang (83.) drehten das Ergebnis.

Weitefeld sah wie der Sieger aus, aber dann pfiff Schiedsrichter Lukas Heep nach einem vermeintlichen Foulspiel von Cichowlas an Tom Holzhäuser einen Strafstoß, den selbst einige Gästespieler später als Fehlentscheidung bezeichneten. Justin Keeler war's egal, er verwandelte zum 3:3. (85.).

Damit aber noch nicht genug des Spektakels: Die Einheimischen drängten weiter und hatten jeweils nach Eckstößen von Dominik Neitzert bei Lattentreffern Wellers (89.) und Maik-Oliver Seibels (90.) Pech. „Aber“, so Jörg Mockenhaupt, „wenn man zur Pause 0:2 hinten liegt, muss man am Ende mit einem Punkt zufrieden sein.“


Weitefeld: Trippler – Seibel, Schneider (84. Kempf), Aguilar, N. Weisang - Neitzert – Schönberger (61. M. Weisang), Lohmar, Cichowlas, Thom – Mockenhaupt (46. Weller).


Westerburg: Leukel – Schmidt, Hartmann, Jung, M. Heinen – Meuer, Gläser (76. N. Heinen) – Major (81. Ebers), Benner (64. Holzhäuser) – Binge, Keeler.


Schiedsrichter: Lukas Heep (Neuwied).

Zuschauer: 180.

Tore: 0:1 Marvin Binge (27., Foulelfmeter), 0:2 Tjark Benner (29.), 1:2 Joshua Weller (68.), 2:2 Luca Thom (77.), 3:2 Mario Weisang (83.), 3:3 Marvin Binge (85., Foulelfmeter).

 

 

Torlos in Stahlhofen: Elbert und Birlenbach teilen die Punkte


Einen Achtungserfolg landete der Aufsteiger SG Birlenbach/Balduinstein beim 0:0 im Gastspiel der Bezirksliga Ost bei der SG Elbert/Welschneudorf/ Stahlhofen.


Die SG Elbert hat sich in ihrem zweiten Bezirksligajahr spielerisch kontinuierlich weiterentwickelt und ihr gestecktes Saisonziel, den frühzeitigen Klassenverbleib, schon fast in trockene Tücher gepackt. Entsprechend befreit gingen die Schützlinge von Trainer Michael Diel in die Begegnung. Die Vorgaben waren klar abgesteckt. Die Hausherren befanden sich ständig in der Vorwärtsbewegung. Die Gäste waren ganz auf Sicherheit bedacht, zogen sich nahezu komplett zurück und verdichteten die Räume. So mussten die Einheimischen oft wieder neu aufbauen, da es vorne recht eng war und gegen kompakt verteidigende Birlenbacher keine Lücken entstanden.

Lediglich Jonas Klotz bot sich nach zwölf Minuten eine Möglichkeit. Doch klärte Gästeschlussmann Mario Nöllge per Fußabwehr. In der Folge entwickelte sich durch die taktische Marschroute des Klassenneulings eine zähe Angelegenheit ohne erwähnenswerte Höhepunkte. Birlenbachs konzentrierte Defensive gab sich keine Blöße, und die Platzherren fanden kein probates Mittel, diesen Riegel zu knacken. Erst kurz vor der Pause gab es den einen oder anderen Aufreger im Strafraum.

Nach Marius Ottos Freistoß köpfte der aufgerückte Lars Bode den Ball an die Latte (38.). Auf der Gegenseite hätte Jeffrey Steinke Elberts Torwart Kevin Jung fast überrascht (43.). Im Gegenzug behauptete sich Jonas Klotz am rechten Flügel, seinen Rückpass setzte Kapitän Alexander Gombert neben das Tor.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich wenig am Geschehen. Die Gäste kamen nur sporadisch zu Vorstößen und strahlten kaum Gefahr aus. Den Hausherren fiel trotz der Überlegenheit spielerisch nichts ein. Birlenbachs Verteidiger wirkten konzentriert und leisteten sich keine Schnitzer.

Wie schon in Halbzeit eins wurde es erst in den Schlussminuten etwas turbulent vor beiden Toren. Christian Stera zielte aus der Distanz am Tor vorbei (81.). Jens Berg hatte für den Gegner nach einem Freistoß die Überraschung auf dem Fuß (82.). Nachdem auch Alexander Steras abgefälschter Schuss am Tor vorbeigestrichen war (83.), war das torlose Remis perfekt.

„Wir waren in der ersten Halbzeit sehr diszipliniert und haben tief gestanden. Das ist uns gut gelungen. Vorne fehlt uns das Selbstvertrauen“, gab sich Birlenbachs Spielertrainer Wladimir Stumpf kämpferisch. „Große Chancen haben wir uns nicht rausgespielt. Zudem waren wir zu ungeduldig“, so Elberts Trainer Michael Diel nach dem dritten Spiel seiner Elf ohne Gegentor im neuen Jahr.


Elbert: Jung - Bode, Gombert, Höber (80. A. Stera) - M. Müller, Ferdinand, Schaaf - C. Stera, Otto - M. Stera (75. Brand), Klotz.

Birlenbach: Nöllge - Saß (87. Sturm), Geißler, Berg, Trapp - Steinke, Stumpf, Chulie - Klein, Detrois - Hannappel.

Schiedsrichter: Moritz Mayer (Rhens).

Zuschauer: 90.

 

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[ Letzte Änderung: 22. Juni 2018 ]