SV Hundsangen e.V. 1926

27.03.2017, 07:15, Alter: 1 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 22.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

SG Hundsangen verlangt dem VfB Linz alles ab

Leonor Tolaj schießt Gäste auf Rang zwei

 

Der VfB Linz bleibt in der Bezirksliga Ost weiter dick im Titelrennen – nach einem harten Stück Arbeit siegte das Team von Paul Becker mit 1:0 (0:0) bei der SG Hundsangen, die dem jetzt auf Tabellenplatz zwei gesprungenen VfB alles abverlangt hatte.

 

Entsprechend groß war die Enttäuschung bei den Westerwäldern, die nach tollem Kampf und jederzeit ausgeglichenem Spiel am Ende mit leeren Händen dastanden. „Wir haben alles gegeben, die Mehrzahl der Zweikämpfe gewonnen, aber am Ende zählt halt das Ergebnis“, haderte Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm. In der bis zum Schluss spannenden und sehr intensiven Partie starteten die Gäste vom Rhein dynamisch. So musste Hundsangens Torhüter Leon Schmitt schon in der ersten Spielminute einen gefährlichen Flachschuss von Dustin Friese per Fußabwehr aus der kurzen Torwartecke bugsieren.

 

Die Schlimm-Elf setzte der Linzer Dynamik absoluten Kampfgeist entgegen und hatte ihrerseits die erste Torgelegenheit, als Niklas Noll mit einem Freistoß-Hammer der Linzer Nummer eins Sebastian Seitz sein ganzes Können abverlangte (14.). Nach etwas ruhigeren Minuten im Anschluss krachte es dann in der 29. Minute an der Hundsangener Torlatte – VfB-Spielführer Michael Krupps wuchtiger Freistoß war die Ursache. „Es war das erwartet schwere Spiel“, atmete Paul Becker nach Spielende erst mal durch. „Wir hatten auf dem Platz Schwierigkeiten unser Spiel aufzuziehen. Der Sieg war heute auch ein Stück weit glücklich, aber wir nehmen die wichtigen drei Punkte natürlich gerne mit.“ Becker bewies dazu noch ein glückliches Händchen. Dem in der Pause eingewechselten Leonor Tolaj gelang das Tor des Tages (50.), da Hundsangens Schlussoffensive letztlich nicht zwingend genug war und deshalb erfolglos blieb.

 

 

 

Umstellungen bringen TuS Montabaur auf Kurs

Verdientes 2:0 gegen die SG Ellingen

 

Selten herrschte bei Trainern so viel Einigkeit über die Leistung der eigenen Mannschaften und das Ergebnis. So resümierten Ellingens Thomas Kahler und Montabaurs Benedikt Lauer unisono: „Montabaur war die klar überlegene Mannschaft, das Ergebnis geht absolut in Ordnung.“ Der TuS Montabaur besiegte die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth in einem sehr interessanten Bezirksliga-Spiel mit 2:0 (0:0).

 

Zunächst hatten die Montabaurer leichte Vorteile, die sie jedoch nicht zählbar verwerten konnten. Dennis Orentsis scheiterte aus zwölf Metern am Ellinger Torwart Philipp Krokowski (6.) sowie mit einem Drehschuss von der Strafraumgrenze an der Latte (29.). Mitte der ersten Hälfte hatten dann die Ellinger einige gute Möglichkeiten zur Führung, die jedoch Florian Raasch (17., 23.) und Christian Weißenfels aus jeweils aussichtsreicher Position nicht verwerten konnten. Vor allem war es Thomas Kahler, der seine Mitspieler mit guten Pässen bediente. Eine taktische Umstellung bei Montabaur war dann ein Schlüssel zum Erfolg. Mario Denker ging an seine angestammte Position im Angriff, Simon Schwickert gab der Abwehr mehr Stabilität. Dies sollte sich bald auszahlen. Denker schoss eine Ecke scharf vor das Gäste-Gehäuse, wo Alexander Baldus den Ball per Fallrückzieher zum 1:0 in die Maschen setzte (50.). Die Kreisstädter machten nun noch mehr Druck nach vorne. Und so war es der schnelle Maximilian Acquah, der einen langen Pass gekonnt aufnahm, den Ellinger Torwart geschickt umspielte und dann mühelos zum verdienten Endstand von 2:0 einschob (73.).

Benedikt Lauer war hoch zufrieden: „War die erste Hälfte noch ausgeglichen, so waren wir danach sehr dominant und haben hinten nur wenig zugelassen. Entscheidend war dann, dass wir schnell den Sack zugemacht haben.“

 

 

 

Mujakic: Klare Worte nach VfB-Sieg

Wissen zeigt eine starke erste Hälfte gegen die SG Emmerichenhain

 

Der VfB Wissen hat sich für die Auswärtsniederlage in Müschenbach eindrucksvoll revanchiert. Im Heimspiel der Fußball-Bezirksliga Ost gegen die SG Emmerichenhain/Niederroßbach feierte der ehemalige Regionalligist nach guter Leistung einen verdienten 3:2 (3:0)-Heimsieg.

 

Besonders in der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer eine Heimelf, die sehenswerten Fußball bot und die nicht sattelfeste Abwehr der Kombinierten ein ums andere Mal vor große Probleme stellte. Nach guten Chancen von Maik Schnell (19.) und Max Ebach (22.) jubelten Trainer Dennis Reder und seine Spieler in der 26. Minute erstmals. Eine Flanke von Max Ebach fälschte André Sarholz leicht ab, sodass der Ball viel Drall annahm und sich über den verdutzten Filippos Papadopoulos im Gästetor hinweg ins Netz senkte. Die Gästeabwehr hatte sich noch nicht wieder sortiert, als der Ball erneut im Netz einschlug. Nach dem Anpfiff erkämpfte sich der VfB das Leder, Sebastian Zimmermann passte aus dem Mittelkreis in die Tiefe auf den durchgestarteten Alexander Rosin, der sofort in die Mitte weitergab, wo Torben Wäschenbach mitgelaufen war und aus 14 Metern vollstreckte. Eine Reaktion der Emmerichenhainer folgte nicht, stattdessen blieben die Gastgeber am Drücker. Nach einem Traumpass von Max Ebach stand Schnell in der Mitte frei und lief fast von der Mittellinie allein auf Papadopoulos zu, umspielte diesen und traf zum 3:0.

 

Nach der Pause fanden die Gäste besser ins Spiel, die nächste Großchance hatten aber in der 50. Minute die Einheimischen, als Wäschenbach aus zehn Metern an Papadopoulos scheiterte. Fünf Minuten später hätte Keigo Matsuda den Anschlusstreffer erzielen müssen, wartete aber mit dem Abschluss zu lange, sodass Mario Weitershagen gerade noch zur Ecke klärte. Aufgeschoben blieb aber nicht aufgehoben: Fabian Göbel fand mit einer mustergültigen Flanke von David Quandel, der per Kopf aus kurzer Distanz einnickte. Die Gäste warfen nun alles nach vorne und ermöglichten den Wissenern gute Konterchancen, die weder Rosin (64.) noch Max Ebach (70.) nutzen konnten. In der 72. Minute war Rosin nach einem erneuten Konter bereits an Papadopoulos vorbei, verstolperte dann aber zunächst den Ball und schoss anschließend neben das Tor. Der Rheinlandpokal-Finalist der Vorsaison kam zwar durch einen direkt verwandelten Freistoß von Quandel in der 82. Minute noch einmal heran, mehr erreichte die SG jedoch nicht mehr.

 

 

Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic ging nach dem Spiel mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: „In den ersten 45 Minuten waren wir überhaupt nicht auf dem Platz, überheblich und haben keine Laufbereitschaft gezeigt. Wie wir das zweite und dritte Tor bekommen, hat mit Bezirksligafußball nichts zu tun. In der zweiten Hälfte waren wir dann engagierter.“ Wissens Coach Dennis Reder meinte: „Die erste Hälfte war richtig gut. Wie wir die Bälle in die Tiefe gespielt haben, war klasse. In der zweiten Halbzeit haben etwas die Körner gefehlt.“

 

 

 

Der SG Weitefeld reicht eine durchschnittliche Leistung in Nauort

Von früher Führung profitiert – Der Neuling ist zu harmlos

 

Rundum zufrieden war keiner der Beteiligten beim Verlassen des Nauorter Kunstrasenplatzes. Während für den SV Fortuna Nauort nach der 1:3 (0:2)-Heimniederlage gegen die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen die Luft im Tabellenkeller der Bezirksliga Ost immer dünner wird, zeigte man sich auf Seiten der Gäste erfreut über die drei Punkte, keineswegs aber über die Art und Weise des Sieges.

Auch Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt hatte eine durchwachsene Partie gesehen: „Bei dem herrlichen Wetter hätte es für die Zuschauer sicher schönere Dinge gegeben, als hier auf den Sportplatz zu kommen.“

Dabei legte die Mockenhaupt-Elf einen perfekten Start hin und erzielte nur wenige Augenblicke nach dem Anpfiff bereits die Führung durch einen Kopfball von Jan Niklas Mockenhaupt nach einer Ecke (2.).

„Die nötige Sicherheit hat uns das aber nicht gegeben. Stattdessen waren wir weiterhin nervös“, erklärte Mockenhaupt, dessen Team zwar in der Folge den Ball in seinen Reihen behielt und optisch überlegen agierte, ohne Tempo im Spiel aber nur selten gefährlich vor das Tor der Gastgeber kam.

Der Plan des Tabellenletzten aus Nauort war durch den frühen Gegentreffer vorerst über den Haufen geworfen, durch Konter sorgten die Hausherren aber im ersten Durchgang vereinzelt für Gefahr. Bei den Vorstößen durch Philip Weiler (8.), Eugen Wagner (19.) und Kamtsikis Vangelis (37.) fehlte der Heimelf aber die letzte Überzeugung. „Unsere Nadelstiche haben wir gesetzt, aber dabei haben uns die Konsequenz und der Glaube gefehlt“, haderte Nauorts Trainer und Torhüter Jürgen Ebert, der sein Tor erst nach einer halben Stunde wieder öfter im Blickpunkt sah. Zunächst scheiterte Weitefelds Luca Thom freistehend (30.), kurz darauf zielte Mario Weisang etwas zu hoch (36.). Besser machte es kurz vor der Pause Dominik Neitzert: Bedient von seinem Teamkollegen Mario Weisang, der von einem Nauorter Ballverlust profitierte, erhöhte der Mittelfeldmann auf 2:0 für die Gäste (42.).

 

Mit der ersten Möglichkeit nach dem Seitenwechsel beseitigte Luca Thom nach einem Traumpass seines Sturmpartners Mockenhaupt alle Restzweifel an einem Erfolg der Weitefelder (53.).

„Das war ein zähes Spiel, und ich denke, dass bei uns normal noch mehr drin ist. Aber letztlich haben wir verdient gewonnen“, erklärte SG-Trainer Mockenhaupt, der zwar noch den Anschlusstreffer der Fortunen durch einen Kopfball von Stephan Weber mit ansehen (55.), um den Sieg aufgrund der Nauorter Harmlosigkeit aber nicht mehr zittern musste. Für Ebert geht der Blick nach der fünften Pleite in Folge nach vorne: „Wir wollen weiter unseren Weg gehen und dann bald wieder Punkte einfahren.“ Schließlich sind die SG Birlenbach und der VfL Bad Ems in unmittelbarer Reichweite...

 

 

Müschenbach verspielt in Westerburg ein 2:0

Mies-Abschied mit Tor und Vorlage

 

Zum Abschied stellte Maximilian Mies noch mal unter Beweis, welchen Wert er für seine Mannschaft hatte. Beim 2:2 seiner SG Müschenbach/Hachenburg im Bezirksliga-Duell bei der SG Westerburg/Gemünden war er mit einem Tor und einer Torvorlage maßgeblich daran beteiligt, dass die Gäste zur Pause mit 2:0 führten.

Dass es am Ende dennoch nur zu einem Punkt reichte, nervte Volker Heun ungemein. Doch das hinderte den Müschenbacher Trainer nach Spielende nicht daran zu betonen, welchen Verlust der unerwartete Abgang des Kapitäns für ihn darstellt: „Ich bin jetzt schon lange als Trainer dabei. In dieser Zeit habe ich allerdings selten einen Spieler gehabt, auf den man sich so verlassen kann wie auf ihn. Sowohl auf als auch neben dem Platz.“ Die Hiobsbotschaft ereilte Heun und den Rest der Mannschaft unter der Woche. Mies habe ganz kurzfristig eine Zusage für eine Stelle in Bayern bekommen, die er schon in dieser Woche antreten werde.

Dass der stämmige Mittelfeldspieler sich mit seinen Torbeteiligungen in den Minuten 17 und 37 gleich selbst ein Abschiedsgeschenk machte, dürfte nicht nur ihn gefreut haben. Jeweils nach Freistößen war der 26-Jährige am langen Pfosten lauernd mit dem Kopf zur Stelle. Während er die erste Hereingabe von Benjamin Walkenbach gleich selbst über die Linie drückte, legte er die zweite von Tim Zeiler noch einmal nach innen, wo Ihsan Sönmez völlig unbedrängt zum 2:0 einschieben durfte. Vor allem der zweite Gegentreffer war ein Spiegelbild der Lethargie, mit der die Westerburger im ersten Durchgang auftraten. „In der ersten Halbzeit war das Wetter das schönste an unserem Spiel“, fand Trainer Oliver Meuer eine nette Umschreibung für das, was seine Mannen auf dem heimischen Hartplatz darboten. „Wir haben keinen Zweikampf angenommen und sind nur hinterhergelaufen.“

Das machte seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel besser, doch eigentlich bei weitem nicht so gut, dass sie nach 54 Minuten behaupten konnte, sich den Ausgleich verdient zu haben. „Die Gegentore fielen aus dem Nichts“, befand Heun. Trotzdem stand es nach einer Koproduktion zwischen Marvin Binge und Tjark Benner, die Ersterer zum Anschlusstor abschloss (50.), und einem 25-Meter-Hammer von Michel Heinen, der vom Innenpfosten aus ins Netz prallte (54.), 2:2 – wobei es denn auch bis zum Schluss blieb.

So war das, was Westerburgs Oliver Meuer schließlich doch noch zufriedenstellte, für Müschenbachs Volker Heun eine „gefühlte Niederlage“.

 

 

 

Birlenbacher Aufholjagd wird jäh gestoppt

SG verliert das Kellerduell gegen Hamm am Ende doch klar mit 2:5

 

 

Dass von zwei Mannschaften, die auf einem holprigen Rasenplatz gegen den Abstieg kämpfen, kein Hochglanzfußball erwartet werden darf, das war bereits vor dem Bezirksliga-Duell zwischen der SG Birlenbach/Balduinstein und dem VfL Hamm klar. Und so waren sich hinterher auch beide Seiten einig. Während Hamms Coach Philipp Höhner von einem „ganz schwachen Spiel“ sprach, ging Birlenbachs Spielertrainer Wladimir Stumpf sogar noch einen Schritt weiter und sprach beiden Teams zumindest an diesem Tag die Bezirksliga-Tauglichkeit ab. Dass beim 2:5 (0:2) dennoch sieben Tore fielen, dürfte zumindest die Zuschauer entschädigt haben.

Es war der erste Auswärtssieg der Saison für die Oberwesterwälder, die mit sieben Punkten aus den jüngsten drei Partien – sechs davon gegen unmittelbare Konkurrenten – einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht haben. Davon können die Birlenbacher derweil nur träumen. Sie taumeln nach der 14. Niederlage im 21. Spiel mehr und mehr dem Abstieg entgegen.

Die neuerliche Niederlage schien bereits nach etwas mehr als einer gespielten Stunde besiegelt. Da führten die Gäste nach Treffern von Pascal Binneweis (25.) und Daniel Stoll (45.+1, 65.) mit 3:0. Vor allem im ersten Abschnitt erwiesen sich die Hämmscher als gnadenlos effektiv, machten aus drei Chancen zwei Tore. Und das jeweils nach dem gleichen Schema: Flanke von rechts, unbedrängte Ballannahme im Strafraum und rein die Kugel. „Das spielte uns natürlich in die Karten“, wusste Höhner.

 

Als die Birlenbacher Aufholjagd nach dem Seitenwechsel dann zunächst ausblieb und stattdessen Torwart Mario Nöllge das 0:3 indirekt vorbereitete, als er den Ball vor Stolls Füße fallen ließ, schien die Entscheidung gefallen. Doch Moritz Detrois mit einem Flachschuss aus rund 25 Metern ins Eck (72.) hauchte den Einheimischen noch einmal neues Leben ein.

Denn im Anschluss an dieses 1:3 tauchte Birlenbach binnen weniger Minuten öfter im gegnerischen Strafraum auf als in der gesamten Spielzeit zuvor. Allen voran Innenverteidiger Jens Berg wollte es nun wissen, blieb dabei jedoch zunächst glücklos. Nach einem Kopfball an den Innenpfosten (74.) scheiterte er kurz darauf auch noch vom Elfmeterpunkt aus an VfL-Schlussmann Mert Zeycan (76.). Dem war ein Handspiel von Pascal Binneweis vorausgegangen, der daraufhin seine zweite Gelbe in diesem Spiel sah und damit vorzeitig unter die Dusche musste. „Elfmeter ja, Gelb nein“, waren sich beide Trainer auch hier einig.

In Überzahl traf Jens Berg dann doch endlich (79.) und die aus Sicht der Gastgeber verloren geglaubte Partie wurde noch einmal spannend – allerdings nur für kurze Zeit. Manuel Plath nutzte ein Durcheinander im Birlenbacher Sechzehner zum 2:4 (82.), zwei Minuten später machte Michael Trautmann dann den Sack endgültig zu (84.).

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[ Letzte Änderung: 22. September 2018 ]