SV Hundsangen e.V. 1926

01.04.2012, 21:04, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 22.Spieltag

Von: rhein zeitung

Vor 90 Zuschauern setzte sich Bezirksliga-Spitzenreiter SG Hundsangen/Obererbach trotz großer Personalsorgen souverän mit 4:0 (1:0) gegen die SG Nievern/Fachbach durch.


"In der ersten Halbzeit hatten wir meiner Meinung nach sogar mehr Chancen", meinte Nieverns Trainer Murat Saricicek nach der Partie und hatte damit nicht ganz unrecht. Hundsangen versuchte zwar, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken, kam jedoch zunächst zu keinen Tormöglichkeiten. Nievern hingegen verteidigte tapfer und spielte selbst ab und an gefällig nach vorne. In der 18.Minute setzte sich Fabian Schupp auf rechts durch und flankte zu Stürmer Felix Waldorf, der das Tor der Gastgeber jedoch knapp verfehlte.

Hundsangens Benjamin Lüpke prüfte in Minute 22 gleich zweimal Dennis Preuschoff im Nieverner Tor, dem die beiden Distanzschüsse jedoch keine Probleme bereiteten. Eine Minute später gingen die Gastgeber dann doch in Führung. Simon Werner staubte nach einem Schuss von Fabian Steinebach zum 1:0 ab.

Nievern ließ sich davon nur wenig beeindrucken und wurde vor allem nach Standardsituationen von Timo Hoffmeyer gefährlich. Nach 25 Minuten ging einer seiner Freistöße an den Pfosten, und nur wenige Minuten später konnten die Gastgeber das Durcheinander im eigenen Strafraum - erneut nach einem Hoffmeyer-Freistoß - erst in letzter Sekunde klären.

Ein Doppelschlag kurz nach der Halbzeitpause beruhigte dann das Spiel. In der 50. Minute zeigte der souveräne Schiedsrichter Alexander Mürtz nach einem Foul von Nieverns Keeper Preuschoff an Fabian Steinebach auf den Elfmeterpunkt. Benjamin Lüpke verwandelte souverän zum 2:0. Nur zwei Minuten später war die Partie dann endgültig entschieden. Steinebach setzte sich auf der rechten Seite durch, und der eingewechselte Dennis Melbaum verwertete die genaue Flanke zum 3:0 (52.).

"Bei den Toren haben wir unsere Qualität gezeigt", zeigte sich Hundsangens Trainer Ralf Hannappel durchaus zufrieden. Und damit hatte er recht, denn auch das letzte Tor war eine Augenweide. Der starke Benjamin Lüpke vollendete einen herrlichen Angriff der Gastgeber zum 4:0 (81.). Vorher plätscherte das Spiel so dahin, denn nach dem 3:0 konnten die Gäste nicht mehr zusetzen. Nievern fehlte es einfach an Durchschlagskraft, Gefahr für das Tor von Marvin Künzler entstand weiterhin nur nach Standardsituationen. So musste Künzler nach 63 Minuten einen Freistoß von Timo Hoffmeyer an den Pfosten lenken.

"Bei den Personalproblemen, die wir im Moment haben, muss man die Ansprüche etwas herunterschrauben. Wir haben aber heute außer Standardsituationen nichts zugelassen und deshalb verdient gewonnen", freute sich Hundsangens Trainer Ralf Hannappel über den Sieg. Sein Gegenüber Murat Saricicek wusste: "Der Doppelschlag nach der Pause hat uns das Genick gebrochen. So ist das, wenn man unten steht."

Hundsangen: Künzler - Krämer, Loch, Reiner, Sprenger - Husaj, Steinebach, Bartsch (60. Kraft), Lüpke, Werner (46. Melbaum) - Hannappel.

Schiedsrichter: Alexander Mürtz (Plaidt).

Zuschauer: 90

Tore: 1:0 Simon Werner (23.), 2:0 Benjamin Lüpke (50.), 3:0 Dennis Melbaum (52.), 4:0 Benjamin Lüpke (81.).

 

 

 

So richtig umgehen konnten beide Trainer nicht mit dem, was ihre beiden Mannschaften 90 Minuten lang im Mons-Tabor-Stadion gewerkelt hatten. Zwar rissen die Spieler des TuS Montabaur beim Stand von 1:0 nach dem Abpfiff jubelnd die Arme hoch und schlichen die Akteure der SG Weitefeld-Langenbach mit gesenkten Köpfen in die Kabine, doch eigentlich hatten die Sieger außer dem Ergebnis keinen Grund, den Erfolg zu feiern, und die Verlierer umgekehrt keinen rechten Anlass, die Köpfe hängen zu lassen.

So hielt Gästetrainer Volker Heun nach dem Spiel treffend fest: "Wir haben hier vor 90 Zuschauern doch 75 Minuten lang die Partie bestimmt. Letztlich waren wir jedoch einmal mehr im Abschluss nicht zwingend genug, den 0:1-Rückstand durch dieses kuriose Tor in der 17. Minute zu drehen."

Dieses Tor von Wjatscheslaw Stoppel war in der Tat kurios: Vor einem Freistoß auf Höhe der Mittellinie bemerkte der TuS-Mittelfeldspieler den zu weit vor seinem Tor stehenden SG-Torwart Sören Trippler, riskierte einen Kunstschuss und der senkte sich zum 1:0 ins Weitefelder Tor. "Dieser Treffer zeigt die Klasse Wjatscheslaws. Das war gewollt und perfekt in der Ausführung", lobte Montabaurs Trainer Wolfram Kohns seinen Regisseur, nannte aber insgesamt den Erfolg "glücklich und nicht verdient. Weitefeld hat hervorragend gespielt. Seit ich vor vier Wochen hier das Traineramt übernommen habe, sind wir erstmals überhaupt in Führung gegangen. Offensichtlich können wir mit so etwas noch gar nicht umgehen. Denn wir haben es auch in Überzahl nicht verstanden, die Gäste zu bremsen und selbst Impulse zu setzen. Nach der Pause hatten wir doch keine Chance mehr und zeigten enorme Defizite im Spielaufbau."

Klar, was zählt sind unter dem Strich nur die drei Punkte, aber die hielt letztlich TuS-Torwart Florian Scheid mit drei Glanzparaden - zwei davon in der fünfminütigen Nachspielzeit der Partie - für die Gastgeber fest.

Ebenso klar: Auf der Weitefelder Seite stehen drei Punkte auf der Soll-Seite, und Trainer Volker Heun kann sich für die Komplimente wenig kaufen. Dennoch fiel es ihm nicht schwer, sich nach der Partie mit der Leistung und vor allem der Einstellung seines Teams anzufreunden: "Ich denke, wenigstens einen Zähler hätten wir mit nach Hause nehmen müssen, aber letztlich waren wir vor dem gegnerischen Tor nicht konsequent genug. Selbst in Unterzahl haben wir das Spiel bestimmt und die Gastgeber in die Defensive gedrängt. Es war doch so, als hätte es die 50. Minute und den Platzverweis für Serdal Can nicht gegeben." Der hatte nach Ansicht von Schiedsrichter Torsten Moog aus Oberwesel im Zweikampf mit Viktor Bichert nachgetreten.

Montabaur: Scheid - Böhm, Ismajli,Leisenheimer, Malici - Bichert, Wincek, Dinler (33. Schenkelberg), Stoppel (90. Akgün) - Kettler, Pineker (64. Zinser).

Weitefeld-Langenbach: Trippler - Grahn, Can, Müller, Weisang - Neitzert (63. Germann), Ermert, Reifenrath (82. Hempel), Ross - Lopata, Kleinhenz (63. Schmidt).

Schiedsrichter: Thorsten Moog (Oberwesel).

Zuschauer: 90.

Tor: 1:0 Wjatscheslaw Stoppel (17.).

Besonderheit: Rote Karte für den Weitefelder Serdal Can (50.) nach grober Unsportlichkeit.

 

Nach zwei Siegen in Folge musste sich der VfL Bad Ems in der Fußball-Bezirksliga Ost gegen die SG Herdorf mit einem 2:2 (2:1)-Unentschieden begnügen. "Das Ergebnis ist leistungsgerecht. Nach der zweimaligen Führung haben wir versäumt, nachzulegen", sagte VfL-Trainer Frank Wendland, der am Rande der Partie verkündete: "Ich habe heute für die kommende Saison beim VfL-Vorsitzenden verlängert."

Herrschen somit in der Trainerfrage klare Verhältnisse beim VfL, so gab's in der Anfangsphase ziemliche Unordnung in der Emser Viererkette. Herdorf hätte seine Vorteile schon früh ummünzen können. Sascha Cichowlas hatte für Steffen Busch durch die Schnittstelle durchgesteckt (5.), aber Bastian Staudt, stärkster VfL-Akteur am Sonntagnachmittag, hatte aufgepasst. Als Herdorfs Schlussmann Marvin Scherreiks vom eigenen Mitspieler bei einem Abwehrversuch behindert wurde, war VfL-Kapitän Nicholas Liefke zur Stelle - 1:0 (7.).

Nur zwei Minuten später klingelte es auf der Gegenseite. Völlig ohne Not ließ sich Daniel Liefke im eigenen Strafraum von Kenny Scherreiks den Ball abluchsen - danach war die Textilprobe fällig. Florian Gerhardus ließ sich dieses Gastgeschenk per Strafstoß nicht entgehen. Die Gäste taten in der Folge mehr für das Spiel und bereiteten der einheimischen Hintermannschaft einige Probleme.

In der 21. Minute wäre die Partie fast gekippt. Bastian Utsch verlagerte präzise auf Steffen Busch, der mit einem strammen Schuss in Bastian Staudt seinen Meister fand. Ausgerechnet in dieser kritischen Phase hatte der VfL die richtige Antwort parat. Herdorfs Keeper Marvin Scherreiks war grundlos weit aus seinem Tor geeilt, Torsten Kreuter behielt die Übersicht und schloss den schnellen Vorstoß der Gastgeber mit dem 2:1 ab (23.). Nun gingen die Köpfe bei den Herdorfern nach unten. Bad Ems hatte mit der Führung im Rücken Oberwasser und erspielte sich weitere Chancen. Nicholas Liefke scheiterte an Scherreiks (25.), Torsten Kreuter verfehlte knapp den Kasten (34.), und abermals Liefke köpfte den Freistoß Etienne Kecskemetis zwei Minuten vor der Pause an die Latte. Die größere Anzahl an Möglichkeiten rechtfertigte den Vorsprung beim Kabinengang.

Bei ausgeglichenem Beginn in Halbzeit zwei tat sich zunächst nichts. Es dauerte bis zur 61. Minute, ehe die Akteure wieder wach gerüttelt wurden. Die Hausherren leisteten sich in der Vorwärtsbewegung einen Ballverlust, bei der Herdorfer Hereingabe stand Kenny Scherreiks plötzlich mutterseelenallein und holte den erneuten Rückstand wieder auf. Während sich Frank Wendlands Spieler gedanklich noch mit dem Ausgleich beschäftigten, lag die Herdorfer Führung in der Luft. Yigit Bünyamin hatte abgezogen (62.), doch Bastian Staudt hielt seine Farben abermals im Spiel.

Der Treffer beflügelte die Gäste, die zeitweise größere Gefahr ausstrahlten. Starke Windverhältnisse erschwerten die Aktionen, in der keiner der Kontrahenten noch ernsthaft in Erscheinung trat.

"Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, aber der erste Angriff des Gegners war drin. Danach sind wir schnell zurückgekommen, haben aber nach dem 2:1 den Faden verloren. Das Remis ist völlig gerecht", fand Herdorfs spielender Trainer Dirk Spornhauer.

Bad Ems: B. Staudt - K. Ludwig, D. Liefke (63. Wagner), Kreuter - K. Jockel, Imgrund, M. Staudt, Kecskemeti - M . Jockel, N. Liefke, Remschel.

Herdorf: M. Scherreiks - Spornhauer, Hentschel, Zok, Utsch - Gerhardus, Cichowlas, Berwanger - Busch, K. Scherreiks, Bünyamin.

Schiedsrichter: Marco Huber (Eppenrod) - Zuschauer: 90.

Tore: 1:0 Nicholas Liefke (7.), 1:1 Florian Gerhardus (9., Foulelfmeter), 2:1 Torsten Kreuter (23.), 2:2 Kenny Scherreiks (61.).

 

"Wir haben unsere Chance nicht genutzt", bilanzierte Rüdiger Graden, der Spielertrainer der SG Miehlen/Nastätten, nach 90 turbulenten Bezirksliga-Minuten. Trotz einer scheinbar vorentscheidenden 4:0-Pausenführung war seine Mannschaft am Ende nicht über ein 4:4 gegen den SC Berod-Wahlrod hinausgekommen. Am starken Wind oder am Schiedsrichter lag das nicht, räumte der Übungsleiter ein.

Vielmehr erkannte Graden Nervosität und Unerfahrenheit als Faktoren, die zum Leistungsabfall in der zweiten Halbzeit führten. "Wenn wir ein Tor fangen, beginnen wir zu zittern und die Vorgaben werden vergessen", monierte er. Angst, Hektik, taktische Fehler und zum Beispiel zu schnell ausgeführte Freistöße sind dann durch vorbildlichen Einsatz und Kampfgeist nicht wett zu machen.

Dabei hatte die SG einen glänzenden Start in die Begegnung erwischt. Großer Wille, gepaart mit einigen schönen Kombinationen zeichneten die Gastgeber aus - und bald fielen Tore. Lars Leibig traf zuerst und leitete dann mit einer Grätsche das 2:0 ein, das David Hübel auf Pass Gradens erzielte. Schöne Spielzüge führten bis zur Pause zu zwei weiteren Treffern durch Norman Wölfinger und erneut Leibig.

Dass der SC Berod-Wahlrod den tapfer gegen den Abstieg kämpfenden Miehlenern und Nastättenern wenig entgegenzusetzen hatte, lag nach Auskunft von Spielertrainer Thomas Schäfer vorrangig an einer chaotischen Anreise, aus der "Stress in der Vorbereitung" resultierte. "Das nehme ich auf meine Kappe, da habe ich als Trainer versagt", entschuldigte er den ersten Durchgang.

Schäfer hatte sich zunächst wegen Oberschenkel-Beschwerden nicht selbst aufgestellt und wechselte sich erst beim Stand von 0:2 ein. Auf ungewohnter Position im defensiven Mittelfeld ordnete er fortan das Spiel seiner Elf, was im zweiten Abschnitt zu einer erfolgreichen Aufholjagd führte. Martin Müller verkürzte zunächst mit einem Freistoßtor. Ein Standard ging auch dem Abstauber von 2:4 durch Mario Pavelic voraus.

Langsam wurde es eng für die Einheimischen, die weiter wacker rannten, aber keine Cleverness an den Tag legten. Zum entscheidenden Akteur auf Seiten des SC wurde Dennis Hähr, der längst aus der Abwehrmitte in die Offensive gerückt war. Er traf zum 3:4 - aus abseitsverdächtiger Position, wie die Miehlener meinten. Und an ihm verschuldete SG-Tormann Bastian Hofmann den Strafstoß, den Schäfer sicher verwandelte.

"Wir haben eine geile Moral gezeigt", freute sich der Elfmeterschütze nach dem Abpfiff über einen Punkt, den die Gäste lauthals feierten. Sehr schweigsam verließen dagegen die Männer Rüdiger Gradens das Feld.

Miehlen/Nastätten: Hofmann - Walter, Körfer, Engels, S. Müller - Schmidt, A. Müller - Hübel, Leibig, Wölfinger - Graden.

Berod-Wahlrod: Sakalakoglu - Ünal (33. Schäfer), Hähr, Jakobi (61. Jung), Dietrich - Hoffmann, Land - Schneider, M. Müller, Keeler - Pavelic.

Schiedsrichter: Bernhard Lichtenberg (Spay) - Zuschauer: 110.

Tore: 1:0 Lars Leibig (8.), 2:0 David Hübel (26.), 3:0 Norman Wölfinger (35.), 4:0 Lars Leibig (45.), 4:1 Martin Müller (63.), 4:2 Mario Pavelic (68.), 4:3 Dennis Hähr (84.), 4:4 Thomas Schäfer (88., Foulelfmeter).

Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Miehlens Andre Müller wegen wiederholten Foulspiels (75.).

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