SV Hundsangen e.V. 1926

09.04.2012, 19:31, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 23.Spieltag

Von: rhein zeitung

Bruchertseifen entzaubert den Tabellenführer mit 4:2 deutlich


Die SG Bruchertseifen/Eichelhardt hat im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga Ost einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenverbleib getan. Die Gäste der SG Hundsangen bleiben trotz der 2:4 (1:3)-Niederlage weiter auf Rang eins.

Die Gastgeber zeigten sich von Beginn an wenig beeindruckt vom Tabellenstand der Gäste und spielten mit mehr Ballbesitz munter nach vorne. Hundsangen hingegen kam erst nach einigen Minuten aus seiner Lauerstellung heraus und nutzte eine der ersten Chancen: Einen Abpraller verwandelte Felix Krämer zum 0:1 (10).

 

In der Folgezeit setzten die Favoriten immer wieder zu gefährlichen Kontern an, aber Bruchertseifens Torwart Ralf Schupp und seine Vorderleute verhinderten einen höheren Rückstand. Aber die Heimelf übte weiter Druck aus, und so verwandelte Jan Kessler eine Flanke von Fehd Mestiri zum verdienten Ausgleich (30.).

Mittlerweile hatte sich ein ausgeglichenes Spiel entwickelt, in dem kein Unterschied in den Mannschaftsstärken zu erkennen war. Die Gastgeber spielten weiter offensiv auf, und Luan Muriqi erzielte nach einer Flanke von Heiko Schnabel das 2:1 (37.). Und noch vor der Pause folgte die vermeintliche Vorentscheidung zugunsten von Bruchertseifen: Im Anschluss an einen Konter schoss Fehd Mestiri zum 3:1 ein (45. + 2).

 

Die SG Hundsangen musste nun reagieren und brachte nach der Pause in Dennis Melbaum einen offensiven Akteur, doch klare Tormöglichkeiten blieben auch in der zweiten Hälfte aus. Viele Fehlpässe und Fouls dominierten Mitte der zweiten Hälfte die Partie, bis Schnabel nach einem krassen Patzer von Gäste-Schlussmann Simon Gerharz das 4:1 erzielte (73.).

Kurze Zeit später schadete sich der Tabellenführer selbst: Leutrimm Husaj sah nach wiederholtem Meckern vom Schiedsrichter die Gelb-Rote Karte (81.). Der Treffer von Dennis Melbaum zum 4:2 (83.) war dann nur noch Ergebniskosmetik, an der Niederlage änderte dies nichts mehr.

Bruchertseifens Spielertrainer Torsten Ratzi zeigte sich höchst zufrieden: "Ich muss meinem Team ein großes Kompliment machen. Wir waren immer präsent und haben viel Kampf gezeigt, dabei hätten wir durchaus noch mehr Tore erzielen können. Nächste Woche in Nievern haben wir ein Sechs-Punkte-Spiel.’’ Gästetrainer Ralf Hannappel sah Gründe für die Leistung seiner Elf: "In den ersten 30 Minuten hatten wir alles im Griff, aber im Anschluss daran und vor allem in den zweiten 45 Minuten hat uns die richtige Einstellung gefehlt. Dazu kommt, dass uns momentan die Qualität durch den Ausfall von Leistungsträgern fehlt."

 

 

Neitersen verkürzt den Abstand zur Tabellenspitze


Die SG Neitersen/Altenkirchen spricht im Aufstiegskampf der Fußball-Bezirksliga Ost wieder ein Wörtchen mit. Vor der Partie hatte der Abstand auf Tabellenführer Hundsangen noch sechs Punkte betragen. Nach dem 3:2 (1:0)-Heimsieg gegen die SG Nievern sind es nur noch drei Punkte, denn der Spitzenreiter patzte in Bruchertseifen.

Auch wenn der Erfolg kein fußballerischer Leckerbissen war, demonstrierte Neitersen einmal mehr seine Heimstärke. Die Elf von Trainer Thorsten Gerhardt hatte zuvor bereits neun von elf Begegnungen auf eigenem Platz gewonnen.

Die Partie gegen die Gäste von der Lahn begann verhalten: Die Hausherren hatten optische Vorteile, Torchancen gab es in der Anfangsphase jedoch keine zu verzeichnen. Mit dem ersten gelungenen Angriff fiel dann nach 20 Minuten das 1:0: Nico Hees passte Markus Sander in den Lauf, der in die rechte Ecke zur Führung traf. Kurz darauf setzte sich Florian Tilhard auf der linken Seite schön durch, legte zurück auf Hees, der aus guter Schussposition den Ball allerdings nicht richtig traf (26.). Damit sind die Höhepunkte der ersten Hälfte auch schon erzählt.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff erhöhten die Gastgeber. Nach einem Einwurf verlängerte Hees mit dem Hinterkopf den Ball über Nieverns Keeper Dennis Preuschoff hinweg ins Tor - 2:0.

Danach wachten die Gäste auf und hatten ihre stärkste Phase. Zuerst köpfte Florian Panny noch links am Tor vorbei (52.). Zehn Minuten später zielte er genauer und sorgte nach einem Freistoß von Timo Hoffmeyer per Kopf für den Anschlusstreffer. Nur eine Minute darauf wäre sogar fast der Ausgleich gefallen. Nach einer Flanke von der linken Seite kam der eingewechselte Salvatore Mayer aus kurzer Distanz frei zum Kopfball. Neitersens Torhüter Jan Humberg lenkte den Ball aber noch an die Latte.

So war es gut für die Gastgeber, dass in diese Phase hinein das vorentscheidende 3:1 fiel: Mario Marth trat zum Freistoß an, und Tilhard köpfte den Ball in die Maschen (68.), Preuschoff machte dabei keine gute Figur. Mayers Treffer zum 2:3 aus Sicht der Gäste in der Nachspielzeit (90. + 1) blieb letztlich ohne Auswirkung auf die Punkteverteilung.

 

Thorsten Gerhardt freute sich über den Sieg zum Osterfest: "Im Großen und Ganzen sind wir froh über die drei Punkte, wir hätten das Spiel früher entscheiden können. Wir sind ja nicht dafür bekannt, dass wir den Gegner mit drei oder vier zu null nach Hause schicken, aber es ist mal ein anderes Ergebnis als ein 1:0." Sein Gegenüber Murat Saricicek ärgerte sich: "Wir hatten den Gegner nach dem Anschlusstreffer komplett im Griff und haben uns dann wieder individuelle Fehler geleistet. Solche Fehler darf man im Abstiegskampf nicht machen." Thorsten Gerhardt hat seinen Vertrag als Trainer der SG Neitersen/Altenkirchen um eine Saison verlängert. Gerhardt, seit Oktober 2010 im Verein, erklärte dazu: "Die Rückendeckung im Verein hat mich dazu bewogen, zu sagen: ,Ich mache weiter'. Es passt einfach." Die Zielsetzung soll sich nicht ändern: Die SG will wie in dieser Spielzeit bis zum Schluss die Chance auf den Aufstieg wahren. Außerdem verpflichtete die SG Andreas Gratz für die kommende Saison als Torwarttrainer; Herbert Wagner will aus beruflichen Gründen aufhören.

 

 

Weitefeld gegen Miehlen effektiv


Wenn ein Trainer nach einem 5:1 (2:0)-Erfolg nicht zufrieden ist, hat er ein Luxusproblem. Doch Volker Heun hatte Recht: Die Höhe des Weitefelder Heimsiegs gegen die SG Miehlen/ Nastätten täuschte über Schludrigkeiten im SG-Spiel hinweg, die ein stärkerer Gegner wohl bestraft hätte.

Die Mühlbachtaler nutzten zunächst ihre Chancen durch Rüdiger Graden (9.) und David Hübel (12., 13.) nicht, Weitefeld hingegen erwies sich als eiskalt. Nach einem Eckball Nils Germanns stocherte am zweiten Pfosten Tim Müller den Ball zum 1:0 ins Tor (14.).

 

Wie so oft präsentierte sich die Weitefelder Viererkette als anfällig - ein Manko, über das die Hausherren jedoch mit gefälligen Kombinationen hinwegzutäuschen wussten.

Doch auch Miehlen blieb gefährlich: Einen Kopfball Steffen Schmidts nach einer Ecke klärte Germann vor der Linie (30.). Nachdem Jens Reifenrath vorher bei einem Miehlen-Freistoß zu passiv zu Werke ging, Lars Leibig die gewährten Freiheiten aber nicht nutzen konnte (32.), war Reifenrath maßgeblich am 2:0 beteiligt: Nach Doppelpass mit Dominik Neitzert passte er in die Mitte auf Kevin Lopata, der ohne Mühe einschob (37.).

Nach der Pause hätte Fabian Künzel für Miehlen einen Trippler-Abpraller bereits zum Anschluss nutzen müssen, den besorgte dann Leibig nach einem Hübel-Freistoß (56.). Wäre Miehlen wie bei einer erneuten Chance Leibigs ein wenig cleverer gewesen (60.), hätte es so auch die verschwenderische Weitefelder Chancenverwertung bestraft: Ross (47.), Lopata (59.) und Schmidt (66.) vergaben.

 

Stattdessen jedoch luden die Gäste Weitefeld zum Toreschießen ein: Beim Doppelpack des eingewechselten Joshua Weller ging es zu schnell für Miehlen, beide Male schlief die Viererkette tief und fest (70., nach Schmidt-Freistoß; 74. nach Reifenrath-Einwurf) und ließ zudem noch Regelkenntnis vermissen: "Wer nicht weiß, dass es nach Einwurf kein Abseits gibt, dem kann ich nicht mehr helfen", ärgerte sich Graden. Lopata krönte kurz vor Schluss seine gewohnt umtriebige Leistung mit einer Einzelaktion zum 5:1-Endstand (86.).

Weitefelds Trainer Volker Heun wusste den Kantersieg dennoch einzuordnen: "Die Weller-Tore fielen zu einem günstigen Zeitpunkt. Da wir in Hälfte eins auch in Rückstand hätten geraten können, Miehlens Abwehrverhalten haarsträubend und unser eigenes Spiel von vielen Nachlässigkeiten geprägt war, besteht kein Grund in Euphorie zu verfallen."

"Der Ausgleich war drin, aber wir haben um die Gegentore geradezu gebettelt. Weitefelds Sieg ist trotzdem verdient, sie spielen schönen Kombinationsfußball und stehen zu Recht da oben", sagte Rüdiger Graden.

 

 

Ausgleich in letzter Minute schockt Gastgeber in Berod


Manche Unentschieden fühlen sich wie Siege an. Das Spiel der Fußball-Bezirksliga Ost zwischen dem SC Berod-Wahlrod und dem VfL Bad Ems endete zwar 1:1 (0:0), über die Punkteteilung freuten sich am Schluss jedoch nur die Gäste. Lange Zeit rannten sie in Unterzahl einem Rückstand hinterher, ehe ihnen in letzter Minute doch noch der Ausgleich gelang.

 

SC-Spielertrainer Thomas Schäfer war dementsprechend bedient: "Ich hatte heute nie das Gefühl, dass wir gewinnen. Nach der Führung tun wir zu wenig - wie schon gegen Montabaur. Wir hatten den Sieg nicht verdient, weil der letzte Tick gefehlt hat." Damit dürfte er vor allem die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten gemeint haben. Statt den Torabschluss zu probieren, versuchten die Hausherren mehrfach den Querpass zum Mitspieler. So vergaben die Westerwälder gegen die Lahnstädter, die nach der Gelb-Roten Karte gegen Vernatius Emeka (38.) nur noch zu zehnt spielten, reihenweise beste Torgelegenheiten.

Allerdings ließen diese lange Zet auf sich warten. Es waren bereits 55. Minuten gespielt, als sich Mario Pavelic endlich ein Herz nahm und den Ball aus 25 Metern ans Lattenkreuz hämmerte.

Berod war dem Führungstreffer nun nahe, trat vor dem Tor jedoch nicht entschlossen genug auf. So waren der SC auf die Schützenhilfe der Gäste angewiesen, deren Abseitsfalle in der 75. Minute einmal nicht zuschnappte und Schäfer so den Führungstreffer ermöglichte.

Der VfL stemmte sich gegen die drohende Niederlage und warf nun alles nach vorne. Nach einem Abwehrschnitzer foulte Berods Schlussmann Deniz Sakalakoglu den kurz zuvor eingewechselten Sebastian Renger. Den fälligen Strafstoß setzte Kay Ludwig aber neben das Tor (83.).

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Erst scheiterte Martin Müller nach feinem Pass von Schäfer an Gäste-Keeper Bastian Staudt (86.), danach bot sich auf der anderen Seite Renger die Riesenchance zum Ausgleich. Doch dessen Schuss aus kurzer Distanz konnte Sakalakoglu parieren.

Nicht symptomatischer hätte die letzte Minute der Partie laufen können. Nach einem Konter der Hausherren legte Justin Keeler uneigennützig für Müller auf, der den Ball jedoch über das verwaiste VfL-Gehäuse jagte. Im direkten Gegenzug erhielt Bad Ems einen Freistoß an der gegnerischen Eckfahne. Die Hereingabe fand Renard Remschel, der mit einem sehenswerten Drehschuss Sakalakoglu keine Chance ließ. Gästespielertrainer Frank Wendland war heilfroh: "Berod hatte ein klares Chancenplus, trotzdem war der Punkt irgendwo verdient, weil wir mit zehn Mann ein kämpferisch gutes Spiel geliefert haben."

 

 

Trainer sind mit Remis in Westerburg zufrieden


Beim Spiel der Bezirksliga Ost auf dem Hartplatz in Westerburg trennten sich die Teams der SG Westerburg/Gemünden und der FSG Stahlhofen/Holler mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden.

 

In der Partie, die in fußballerischer Hinsicht wenig zu bieten hatte, sondern vielmehr vom Kampf lebte, gingen die Gäste aus Stahlhofen nach 15 gespielten Minuten durch einen sehenswerten Treffer in Führung: Ismayil Barut, der von der Spitze der Torjägerliste der Bezirksliga Ost grüßt, trat einen Freistoß aus über 30 Metern Entfernung stramm und direkt auf den Westerburger Kasten. Das vom Wind flatternde Spielgerät schlug in der linken unteren Ecke ein und ließ Schlussmann Carsten Wolf nicht gut aussehen.

Nur eine Minute später vergab Ismayil Barut die große Chance, unmittelbar auf 2:0 zu erhöhen, wobei er das Tor nach guter Balleroberung nur knapp verfehlte. Eine weitere Großchance vergab Gäste-Angreifer Mentor Krasniqi, der nach Vorlage von Recep Barut zu früh den Abschluss suchte und scheiterte (33.). Dass die Gäste bis dahin zahlreiche Großchancen nicht ausgenutzt hatten, wurde von der Heimmannschaft eiskalt bestraft, als Matthias Wengenroth sich die Kugel 25 Meter vor dem Stahlhofener Gehäuse schnappte und per Distanzschuss platziert zum 1:1-Ausgleich einnetzte (36.).

Weitere Großchancen auf beiden Seiten blieben kurz vor der Halbzeitpause ungenutzt: Björn Weber auf Westerburger Seite und erneut Krasniqi vergaben aus vielversprechender Position (40., 44.).

In einem ausgeglichenen Spiel hatten die Gäste in den ersten 20 Minuten nach Wiederanpfiff weiterhin die besseren Gelegenheiten, die jedoch allesamt leichtfertig vergeben wurden (51., 58., 62.). Erst danach wurden die Westerburger wieder im gegnerischen Strafraum gefährlich. Spielertrainer Oliver Meuer vergab gleich mehrfach aus guter Position (65., 68., 76.) und zeigte sich nach Spielende verärgert über seine vergebenen Chancen: "Ich habe da selbst nicht wahrgenommen, wie viel Platz ich hatte. Insgesamt war das heute fußballerisch kein gutes Spiel. Das Unentschieden geht für uns aber absolut in Ordnung."

Für seinen Trainerkollegen Manfred Otto war das 1:1 trotz vergebener Chancen kein Beinbruch: "Spielerisch war das heute sicherlich zu wenig. Wir wollten einen Dreier holen und können nicht ganz zufrieden sein. Bei dem starken Wind haben wir auf dem Hartplatz aber ein Kampfspiel gesehen, das von der Spannung gelebt hat."

 

Westerburg: Wolf - Heinen, Hartmann, Neubert - Wengenroth, O. Meuer (87. Knabe), Beutgen (60. Fries), Wagener (90. Reßmann) - D. Meuer, Gläser - B. Weber.

 

Stahlhofen: Leinweber - Stera, Ismajli, Malici - Bardhaj (74. D. Ergüzel) - Ortseifen, Gombert, R. Barut, Otto - I. Barut, M. Krasniqi.

Schiedsrichter: Felix Eliah Salzmann (Hahnstätten).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Ismayil Barut (15.), 1:1 Matthias Wengenroth (36.).

 

 

Im Verfolgerduell der Bezirksliga Ost setzte sich die SG Guckheim/Kölbingen in einem temporeichen und kämpferisch geführten Spiel mit 2:0 (1:0) gegen den TuS Montabaur durch und bleibt als Tabellenzweiter erster Verfolger des Spitzenreiters SG Hundsangen/Obererbach.


Beide Teams gaben sofort Gas, kämpften um jeden Meter, ließen in der zerfahrenen Anfangsphase aber zunächst die klare Spielanlage vermissen. Torchancen blieben bis auf die größte Gästegelegenheit in der 14. Minute selten. Für TuS-Trainer Wolfram Kohns war diese allerdings die Schlüsselszene: "Der Ball musste drin sein, dann können wir mit der Führung im Rücken anders agieren." Ein strammer Schuss von Wjatscheslaw Stoppel war von der Unterkante der Torlatte nur hauchdünn ins Feld zurückgesprungen, wo es Sergei Kettler im Getümmel nicht gelang, das Spielgerät über die Torlinie zu drücken.

Auf der Gegenseite sorgte Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer, verantwortlich für alle Standards, mit einem platzierten Freistoß für Gefahr (33.). Drei Minuten später bediente Guckheims "Chef" mit einem mustergültig geschlagenen Eckball Björn Zacher, der zu frei den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 ins Netz köpfte. Im zweiten Spielabschnitt wurde das Spiel dann rassig, die Torchancen auf beiden Seiten nahmen zu, beide Teams wollten unbedingt punkten und schenkten sich nichts.

Bereits drei Minuten nach Wiederbeginn köpfte Schäfer gut, aber knapp neben das Tor. Bei den Kreisstädtern verfehlten gefährliche Torschüsse von Elver Ismajli (56.) und Tim Schenkelberg (58.) nur knapp ihr Ziel. Den kleinen Unterschied an diesem Abend machte dann Stefan Schäfer aus, als er in der 61. Minute für die Entscheidung sorgte. Aus abseitsverdächtiger Position startete er auf rechts durch, ballerte den Ball aber nicht einfach aufs Tor, sondern überwand Gästeschlussmann Florian Scheid mit einem gefühlvollen Heber ins lange Toreck zum 2:0 für die SG. Der TuS steckte auch danach nicht auf, konnte aber in der spannenden Schlussphase seine zahlreichen Torgelegenheiten nicht in Zählbares umsetzen. So traf Schenkelberg mit einem fulminanten Distanzkracher nur die Guckheimer Torlatte (63.). Der eingewechselte Ernesto Victor, der ordentlich Dampf machte, hatte kurz vor Schluss dann zweimal die Gelegenheit, seine Mannschaft heranzubringen. Zunächst strich sein 16-Meter-Schuss hauchdünn am Tor vorbei (86.), dann parierte Lars Henning prächtig (88.) und sicherte der Schäfer-Elf die Null. "Ich bin hochzufrieden", resümierte Schäfer nach Spielende. "Es freut mich für die Mannschaft. Wir haben heute alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und gezeigt, dass wir zurecht Zweiter sind. Jetzt arbeiten wir daran, dass unser Spiel gegen Hundsangen noch ein Spitzenspiel sein wird." Sein Gegenüber Wolfram Kohns machte seiner Mannschaft, die alles gegeben hatte, keinen Vorwurf: " Wir sind stabilisiert, das ist wichtig."

Guckheim/Kölbingen: Henning - Becher, Kloft, Lenzen, Schüler - T. Kuch (79. Bode), Zacher, Schneider (85. Hanke), Fröhlich - Schäfer (87. Pehl), Sehner.

Montabaur: Scheid - Malici, Ismajli (78. Akgün), Atzinger, Leisenheimer - Pineker (75. Zinser), Schenkelberg, Wincek, Bichert - Stoppel, Kettler (66. Victor).

Schiedsrichter: Sören Müller (Oberneisen).

Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 Björn Zacher (36.), 2:0 Stefan Schäfer (61.).

 

Vereinsportal ]  [ Impressum ]  [ Kontakt ]   © 2018 SV Hundsangen
[ Letzte Änderung: 16. Januar 2018 ]