SV Hundsangen e.V. 1926

29.04.2017, 09:44, Alter: 358 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 27.Spieltag Teil 1

Von: rhein zeitung

 

 

 

Mario Pavelic schießt Emmerichenhain zum Heimsieg


Aufsteiger schlägt die gut verteidigende SG Elbert mit 1:0

Brand verpasst in der Endphase knapp den Ausgleich

 


Die SG Niederroßbach/Emmerichenhain bleibt im Rennen um die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga Ost. Am Freitagabend setzte sich der Aufsteiger vor 100 Zuschauern mit 1:0 (0:0) gegen die SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen durch. „Je länger es 0:0 stand, desto mehr stieg bei uns die Nervosität. Aber aufgrund der Vorteile bei den Spielanteilen haben wir verdient gewonnen“, sagte Nihad Mujakic, der Trainer des knappen Siegers.


Die Gastgeber übernahmen in der Anfangsphase die Rolle des Spielmachers, taten sich jedoch schwer, ihre gefährlichen Sturmspitzen Mario Pavelic und David Quandel in Szene zu setzen. Aus zweierlei Gründen: Einerseits fehlten beim Aufsteiger der spielerische Glanz und die Ideen, zweitens agierte die Elberter Abwehr um die robusten Innenverteidiger Marius Höber und Tobias Brand sehr solide und hielt das Zentrum gut zusammen. Die große Chance, in Führung zu gehen, bot sich dem Rheinlandpokal-Finalisten der Vorsaison in der 24. Minute trotzdem. Nachdem der flinke Japaner Keigo Matsuda einen Sololauf auf die Niederroßbacher Asche gelegt hatte, wäre Pavelic besser beraten gewesen, direkt abzuschließen anstatt eine Ballannahme zu versuchen. Denn dabei versprang ihm die Kugel – die beste Gelegenheit des ersten Abschnitts verpuffte.


Die Abwehrstärke der Elberter ließ mit zunehmender Dauer die Ungeduld in Reihen der Spielgemeinschaft vom hohen Westerwald steigen. Erst im Verlauf des zweiten Durchgangs fand der Favorit die notwendigen Mittel, die die Gäste in Bedrängnis brachten. Die Hintermannschaft war mitunter nur noch mit Befreiungsschlägen in der Lage, für Verschnaufpausen und Entlastung zu sorgen. Bei Julian Jungs Kopfball an den Pfosten (67.) hatte sein Namensvetter Kevin Jung zwischen den Elberter Pfosten noch Glück, zwei Minuten später musste er aber hinter sich greifen. Mario Pavelic schloss eine gelungene Kombination im Strafraum mit dem Führungstreffer ab, der sich aufgrund des steigenden Drucks angedeutet hatte. Die Partie wurde nun offener, was zu mehr Möglichkeiten führte. Pavelics direkt getretener Freistoß klatschte ans Aluminium (73.), dann verhinderten Kevin Jungs Fingerspitzen das 2:0 durch Quandel (80.). Aber auch Elbert gab sich noch nicht geschlagen. Trainer Michael Diel schob Lars Bode weiter nach vorne und hätte in der 84. Minute beinahe den Ausgleich bejubeln können. Der nach einem Freistoß zum Kopfball gekommene Tobias Brand verpasste knapp das 1:1. „Trotz der Niederlage haben wir eine gute Reaktion auf die Niederlage gegen Müschenbach gezeigt und den Favoriten geärgert. Die Entwicklung meines Teams macht mir großen Spaß“, bilanzierte Michael Diel.



 

1:2 gegen Westerburg: Montabaur verliert Tabellenspitze aus dem Blick


Justin Keeler schießt sein Team zum verdienten Auswärtssieg


Für den TuS Montabaur rückt der Aufstieg in die Rheinlandliga in immer weitere Ferne. Der Tabellenvierte der Fußball-Bezirksliga Ost kassierte eine schmerzhafte 1:2 (1:2)-Niederlage gegen die SG Westerburg/Gemünden, die ihrerseits nun endgültig einen Haken an das Thema Klassenverbleib machen kann. „Die Jungs haben toll gekämpft und sich den Dreier verdient“, war Gästetrainer Oliver Meuer angetan von der Leistung seiner Mannschaft, während Montabaurs Coach Benedikt Lauer sämtliche Tugenden vermisste, die man zum Gewinnen braucht. „Wir waren einfach nicht gut“, gestand er ein.


Nachdem sich die Gastgeber in den Anfangsminuten leichte Vorteile erarbeitet hatten, als Westerburg nur sporadisch zum Zug gekommen war, geriet das Spielgeschehen nach gut einer Viertelstunde erst einmal ins Stocken: Verletzungen von Montabaurs Arthur Henich und Gäste-Keeper Carsten Wolf sorgten für längere Pausen. Nach diesem Bruch im Spiel schien es so, als habe der Aufstiegsaspirant aus der Kreisstadt etwas den Faden verloren. Ganz anders die Mannschaft von Oliver Meuer: Gleich die erste Chance des Spiels nutzte Westerburg zur etwas überraschenden Führung. Die Gäste fingen den Ball ab und brachten diesen über Marvin Binge zu Justin Keeler, der keine Mühe hatte, das Spielgerät an TuS-Schlussmann Marcel Kemper vorbei ins Tor zu schieben (21.).

Und Westerburg blieb mit gutem Umschaltspiel am Drücker. Nach Flanke von Matthias Wengenroth kam Binge aus kurzer Distanz selbst zum Abschluss. Diesen Versuch konnte Kemper im Tor der Montabaurer noch parieren, seine Abwehr landete aber erneut vor Binges Füßen. Im zweiten Anlauf war dann der Pfosten im Weg (28.). Doch das 0:2 ließ nicht lange auf sich warten. Erneut war Keeler erfolgreich, diesmal hatte Tjark Benner den an der Strafraumgrenze lauernden Mittelstürmer bedient, der ins linke Ecke abschloss (32.).


Die Mannschaft von Benedikt Lauer war gefordert – und lieferte prompt die passende Antwort: Gerade mal eine Minute nach dem zweiten Westerburger Treffer verkürzte Leutrimm Husaj nach einem Freistoß des im Mittelfeld agierenden Alexander Baldus per Kopf auf 1:2 (33.). Montabaur wirkte nun bemüht, das Spiel in den Griff zu bekommen, was aber nichts an dem Eindruck änderte, dass die Kombinierten präsenter wirkten und auch die besseren Chancen hatten. So schoss etwa Matthias Wengenroth einen vielversprechenden Freistoß aus 25 Metern, der nur knapp am Tor vorbeistrich (41.). Nach dem Wechsel blieb es ein offener Schlagabtausch, in dem Montabaur aber nach wie vor Schwierigkeiten hatte, die richtigen Mittel zu finden. So blieb es bei Versuchen wie dem 20-Meter-Schuss von Mario Denker (57.) oder dem Freistoß von Dennis Orentsis (87.). Das Spiel wurde immer ruppiger, die Gelben Karten häuften sich – und Montabaur lief die Zeit davon.

 


 

Osterspai lässt Spitzenreiter lange zittern


FSV führt beim VfB Linz zur Pause mit 2:0, unterliegt am Ende aber unglücklich mit 2:3


Der Weg in die Fußball-Rheinlandliga ist steinig. Das musste der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga Ost, der VfB Linz, in seinem Heimspiel am viertletzten Spieltag erfahren. Die Mannschaft von VfB-Trainer Paul Becker siegte erst durch eine fulminante Leistung im zweiten Spielabschnitt gegen die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen knapp mit 3:2 (0:2).


In den ersten 45 Minuten war von mentaler Linzer Stärke nichts zu sehen und zu spüren. Die Gäste, die sich im Saisonverlauf schon häufiger als äußerst unangenehmer, aber erfolgreicher Außenseiter präsentiert hatten, fühlten sich in dieser Rolle auch auf dem Kaiserberg pudelwohl. Zunächst versemmelte Joschua Brack für Osterspai die Führung, als der VfB-Torhüter Ranko Becker ihm den Ball unmotiviert vor die Füße gespielt hatte (5.). Für Linz scheiterte Andreas Schuht per Kopf (19.).

Linz war nun zwar besser im Spiel, wirkte aber vielfach unkonzentriert in seinen Aktionen. Yannik Becker leistete sich ungewohnt viele Ballverluste. Die Gäste standen hinten sicher und hatten Spaß am Kontern. Als Florian Lemler flankte und der FSV-Torjäger Adrian Knop den Kopf hinhielt, führte einer dieser Konter zum 0:1 (27.). Michael Krupps Weitschuss in der 36. Minute hätte den Ausgleich für Linz bringen können, doch die Kugel flog knapp am Tor vorbei. Dafür klingelte es auf der anderen Seite erneut: Marvin Huss flankte, der Linzer Fabian Lacher hatte den Arm in der Flugbahn des Balles, und es gab einen Handelfmeter, den Florian Lemler nutzte (39.).


Nach der Pause glichen die nun wie ausgewechselt aufspielenden VfB-Akteure die Partie zunächst zum 2:2 aus. Michael Fiebiger vom Strafstoßpunkt aus und Michael Krupp trafen ins Netz des Osterspaier Tores. Und danach berannten die Linzer den Kasten der Gäste weiterhin. Dustin Friese traf die Latte (68.), Schuht den Pfosten (79.) und Krupp wiederum den Querbalken (88.), ehe der eingewechselte Benedikt Joch in der Nachspielzeit das 3:2-Siegtor markierte. Osterspais Trainer Nico Helbach haderte: „Wenn man zur Pause 2:0 führt, will man einen Punkt mit nach Hause nehmen. Wir haben das 2:2 aber nur bis zur 91. Minute gehalten. Der Linzer Sieg ist aufgrund der Vielzahl an Torchancen dennoch in Ordnung.“ VfB-Coach Paul Becker meinte: „Kompliment, wie meine Jungs zurückgekommen sind. Momentan haben wir aber auch das Quäntchen Glück, das man zum Aufstieg braucht.“

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[ Letzte Änderung: 22. April 2018 ]