SV Hundsangen e.V. 1926

14.05.2012, 07:13, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 28.Spieltag

Von: rhein zeitug

Nein, das Meisterstück war es noch nicht, das 1:0 der SG Neitersen/Altenkirchen beim TuS Montabaur. Und das Prädikat "Meisterstück" hatte dieser Auftritt des wahrscheinlichen Titelträgers auch nicht verdient. Spielerisch, läuferisch und kämpferisch war das einfach zu wenig, und da Montabaur in jeder Beziehung mithielt, wurde das Kopfschütteln unter den 80 Fans aus beiden Lagern im Mons-Tabor-Stadion über die gesamten 90 Minuten zum Dauerzustand.


90 Minuten lebte die Partie von ihren Fehlern, denn Chancen entstanden nicht aus sinnvollem, geplanten Spielaufbau, sondern blieben mehr oder weniger dem Zufall überlassen. So auch das "Tor des Tages", das nach 38 Minuten Hin-und-her-Gekicke Markus Sander für die Gäste erzielte. Der Gästestürmer kam an der Außenlinie auf Höhe des Montabaurer Strafraumes in Ballbesitz, umkurvte vier Abwehrspieler wie Statisten und war nahezu gezwungen, freistehend aus elf Metern seine Mannschaft mit dem 1:0 ganz nahe an die Rheinlandliga heranzubringen.

Weitere Einladungen der Statistenversammlung lehnten die Gäste jedoch bis zur Pause ab, um sich in der zweiten Halbzeit dann komplett, aber erfolgreich auf die Defensivarbeit zu konzentrieren. Hier hatte Neitersen weniger Probleme mit den harmlosen Gastgebern als mit dem eigenen Spielaufbau, denn erst in der 73. Minute meldeten sich die Gäste erstmals wieder bei TuS-Keeper Florian Scheid mit einem Torschuss zurück.

Was SG-Trainer Torsten Gerhardt zwar registrierte, aber dann mit dem Erfolg in der Ablage verschwinden ließ: "Das war sicherlich kein schönes Spiel, aber wir haben unsere ganze Spielanlage auf einen Dreier ausgelegt. Wir haben unser Tor gemacht, und als dann unser Gegner nicht in der Lage war, uns zu gefährden, haben wir den Sommerfußball mitgespielt. Montabaur hat erst sehr spät die eigene Defensive aufgelöst, um nach vorne Akzente zu setzen. Und selbst da hatte unsere Defensivabteilung keine Probleme."

Wichtige Erkenntnisse ergab dieses Spiel dagegen für TuS-Trainer Wolfram Kohns: "Das war eine bittere Niederlage, die wir gegen einen Tabellenführer kassiert haben, der weder einen Torschuss, noch eine erspielte Torchance hatte. Dieses Spiel haben wir selbst entschieden - auch beim Tor haben wir nur zugesehen. Trotz oder wegen der Niederlage hat mir diese Partie wertvolle Erkenntnisse in Sachen Kaderplanung für die kommende Saison gebracht." har

Montabaur: Scheid - Malici (29. Akgün), Leisenheimer, Böhm, Bichert, Dinler, Wincek, Schenkelberg, Pineker, Stoppel, Victor (75. Kettler).

Schiedsrichter: Dirk Huster (Kasdorf).

Zuschauer: 80.

Tor: 0:1 Markus Sander (38.).

 

 

 

Hundsangen dreht nach spätem Rückstand den Spieß doch noch um


"Standesgemäß" besiegte die SG Hundsangen/ Obererbach in der Bezirksliga Ost den Tabellenletzten SG DJK Neu-stadt-Fernthal mit 2:1 (0:0). Allerdings hatte der Tabellendritte reichlich Mühe mit den bereits als Absteiger feststehenden Neustädtern, die über eine Stunde lang in Unterzahl leidenschaftlich gekämpft hatten und einen Punkt durchaus verdient gehabt hätten. "Leider wurden wir für unseren Einsatz nicht belohnt", meinte DJK-Trainer Joachim Weißenfels.

Rein spielerisch drückten erwartungsgemäß die Gastgeber der Partie ihren Stempel auf und spielten sich in der ersten Halbzeit immer wieder aussichtsreich in Position. Dabei scheiterten sie aber ein ums andere Mal am glänzend aufgelegten Gästekeeper Tobias Buslei. So versuchte sich Hund-sangens Fabian Steinebach gleich mehrmals aus der Distanz (14., 27., 43.), die größte Gelegenheit vergab Simon Fein, der allein in Richtung Buslei zulief, in ihm jedoch seinen Meister fand (39.).

Die Gäste, die durch einen totalen Aussetzer Hakan Yacicis von der 35. Minute an mit einem Mann weniger auskommen mussten, gefielen im zweiten Spielabschnitt überwiegend durch kompaktes Verteidigen. So versuchten es die Hausherren mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr über die Außen. Eigentlich ein probates Mittel - nur verpasste es die Elf von Trainer Ralf Hannappel, sich im Strafraum der Gäste zu postieren, um aus den zahlreichen Hereingaben auch Kapital schlagen zu können. Die erste dicke Chance nach dem Seitenwechsel verbuchten die Neustädter, doch sowohl Simon Kick als auch Christian Greindl verpassten die flache Hereingabe von Florian Wirths um Haaresbreite (52.). Auf der anderen Seite bot sich in der 66. Minute Janik Hannappel die Gelegenheit zum Führungstreffer. Als es dann kurze Zeit später Simon Fein fertigbrachte, den Ball im Nachsetzen aus zwei Metern glatt am Tor vorbei zu köpfen, rechnete selbst Ralf Hannappel nicht mehr mit einem Sieg seiner Mannschaft. "Spätestens da hatte ich die Hoffnung eigentlich aufgegeben", gestand der Trainer nach dem Spiel. Dabei dürfte er wohl nach dem Führungstreffer der Gäste durch Jan Marius Feldheiser (82.) nicht einmal mehr an einen Punktgewinn geglaubt haben.

Doch schließlich klappte es dann doch noch mit dem Toreschießen: So besorgte Benjamin Lüpke nicht nur den Ausgleich (85.). Nein, der eingewechselte Daniel Fonzo drehte mit seinem Tor zum 2:1-Endstand den Spieß tatsächlich noch um (90.+2).

Hundsangen/Obererbach: Gerharz - Sprenger, Leonardi, Loch, Husaj, Fabian Steinebach, Pineker (77., Fonzo), Bartsch (63., Tim Steinebach), Fein, Lüpke, Janik Hannappel (70., Werner).

Schiedsrichter: Fuat Yalcinkaya (Bendorf). - Zuschauer: 70.

Tore: 0:1 Jan Marius Feldheiser (82.), 1:1 Benjamin Lüpke (85.), 2:1 Daniel Fonzo (90.+2).

Besonderheit: Rote Karte gegen Hakan Yacici (SG DJK Neustadt-Fernthal) wegen unsportlichen Verhaltens (35.min)

 

 

Die SG Brucherseifen/Eichelhardt setzte sich gestern auf eigenem Platz mit 4:0 (1:0) gegen die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald durch. Damit wiederholten die Gastgeber ihren Derby-Sieg aus Berod vom vergangenen Sonntag mit exakt dem gleichen Resultat und kämpfen weiter um den Klassenverbleib. Die Gäste hingegen patzten im Titelrennen und fielen hinter Hundsangen auf Rang drei zurück.


Weitefeld fand schneller ins Spiel und war in der Anfangsphase überlegen. "Dann aber haben wir uns den Schneid abkaufen lassen, obwohl ich davor gewarnt hatte", ärgerte sich Weitefelds Trainer Volker Heun. Bruchertseifen gewann immer mehr Zweikämpfe und kam immer dann zu Chancen, wenn der agile Marcus Meyer auf die Flügel auswich und gefährlich in die Mitte flankte. Das 1:0 bereitete aber ein anderer Spieler vor: Jeton Murici hebelte die schlecht sortierte Weitefelder Hintermannschaft mit einem herrlichen Steilpass aus, den Fehd Mestiri entschlossen zum 1:0 aus 15 Metern nutzte (34.).

In der Nachspielzeit des ersten Abschnitts hätten die Gäste durch Nils Germann beinahe noch ausgeglichen. Sein Freistoß konnte vom ansonsten souveränen Torwart Nikolas Brendebach nur mit Mühe an die Latte gelenkt werden.

Der zweite Durchgang stand dann im Zeichen von Heiko Schnabel. Als Marcus Meyer einen Fehler von Julian Aguilar ausnutzte und in die Mitte flankte, war er zum 2:0 erstmals zur Stelle (52.). Anschließend scheiterte Schnabel zweimal aus aussichtsreicher Position an Weitefelds Schlussmann Sören Trippler (60., 62.), ehe er, erneut nach Vorarbeit von Marcus Meyer, das 3:0 besorgte (72.). Die Partie war längst entschieden, denn Weitefeld leistete kaum noch Gegenwehr. Die wenigen Gelegenheiten, wie Serdal Cans Kopfball nach einem weiten Einwurf von Jens Reifenrath, wurden alle von Brendebach zunichte gemacht.

Für Aufsehen sorgten in der Schlussphase zwei Einwechselspieler von Brucherseifen: Während Jan Kessler nur vier Minuten nach seiner Einwechslung wegen eines Foulspiels von hinten die Rote Karte sah, trug sich Benny Walkenbach nach einem sehenswerten Solo zum 4:0 noch in die Torschützenliste ein (85.).

Entsprechend begeistert zeigte sich Bruchertseifens Spielertrainer Torsten Ratzi nach dem Schlusspfiff: "Das war heute überragend, diese Mannschaft hätte sogar das Zeug dazu, ganz oben mitzuspielen. Im Moment sind aber alle erst einmal ganz heiß darauf, den Abstieg zu verhindern."

Weitefelds Trainer Volker Heun meinte dagegen: "Drei der vier Gegentore entstanden aus Stellungsfehlern unserer Hintermannschaft, was völlig untypisch ist. Wenn wir mal vor das gegnerische Tor kamen, reagierte Brendebach hervorragend. Am Ende hat Bruchertseifen verdient gewonnen. Wir werden nach dieser Niederlage, die unsere tolle Saisonleistung nicht schmälert, wieder aufstehen."

 

 

Im vorletzten Heimspiel der Saison in der Fußball-Bezirksliga Ost überrannte die SG Herdorf die Gäste des SC Berod-Wahlrod klar mit 5:1 (3:1). Das Ergebnis hätte sogar noch deutlicher ausfallen können, schließlich spielten die Gäste ab Minute 50 in Unterzahl und mit einem Feldspieler im Tor.


Zu Beginn entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, jedoch verhinderten viele Fehlpässe ein geordnetes Spiel. Die Gäste nutzten dann aber die erste Torchance zur Führung: Nach Flanke von Thomas Schäfer stand Timo Land richtig und markierte das 0:1 (8.).

Die SG Herdorf hatte an dem plötzlichen Rückstand schwer zu knabbern, Andreas Krämer beruhigte mit seinem sehenswerten Freistoßtreffer aber die Nerven (16.). Dies war der Wendepunkt des Spiels, denn fortan drückten die Gastgeber. Zunächst scheiterte Sascha Cichowlas am Pfosten (21.), kurze Zeit später jedoch überwand Kenny Scherreiks Gäste-Keeper Deniz Sakalakoglu zum 2:1 (25.).

Ab diesem Zeitpunkt hatte die SG das Spiel vollkommen unter Kontrolle, die Beroder kamen kaum noch offensiv zur Geltung. Und so erhöhte Steffen Busch noch vor der Pause auf 3:1 (33.).

Nach dem Seitenwechsel folgte der nächste der Schock für die Gäste: Für eine Notbremse im Strafraum gegen Kenny Scherreiks sah Torwart Sakalakoglu die Rote Karte (50.). Seine Position übernahm fortan Feldspieler Justin Keeler. Den Elfmeter schoss Florian Gerhardus allerdings an die Latte (51.).

In Unterzahl verpasste Schäfer dann den möglichen Anschlusstreffer (63.). Und kurz darauf fiel die Entscheidung zugunsten der Gastgeber: Kenny Scherreiks köpfte am chancenlosen Keeler vorbei zum 4:1 ein (66.).

Die Gäste stellten sich nun tief in ihre eigene Hälfte, um die Niederlage erträglich zu halten. Herdorf rannte immer weiter an, fand aber nur noch selten eine Lücke. Einmal jedoch schlugen die Gastgeber noch zu, Busch erhöhte per Kopf auf den 5:1-Endstand (90.).

Herdorfs Spielertrainer Andreas Krämer lobte seine Mannschaft ausdrücklich: "Wir haben heute richtig guten Fußball gespielt. Allerdings hätten wir hier heute gegen einen schwachen Gegner deutlich höher gewinnen können und müssen - an unserer Chancenverwertung müssen wir arbeiten." Thomas Schäfer, Spielertrainer des SC Berod-Wahlrod, zeigte sich dagegen enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft, die noch einen Punkt benötigt, um den Klassenverbleib auch rechnerisch sicher zu haben: "Nach der starken ersten Viertelstunde sind wir wie ein Kartenhaus zusammengebrochen."

 

 

Am 28. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost musste die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/DaufenbachRaubach eine 0:1 (0:0)- Heimniederlage gegen die SG Westerburg/Gemünden hinnehmen. Matthias Wengenroth sicherte den Gästen aus Westerburg durch sein spätes Tor drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Die wenigen Zuschauer am Urbacher Kunstrasenplatz hatten sich schon auf ein 0:0 eingestellt, als kurz vor Schluss der Ball nach einer insgesamt müden Begegnung doch noch den Weg ins Tor fand. Matthias Wengenroth konnte fast ungehindert von der Puderbacher zum Siegtreffer vollenden.


Zuvor hatte es lange Zeit nicht danach ausgesehen, als ob eine der beiden Mannschaften den Platz als Sieger verlassen würde. Keinem der Teams gelang es, den Gegner wirklich unter Druck zu setzten und für gefährliche Torchancen zu sorgen. Das Spiel der Puderbacher war von Fehlpässen geprägt. Doch die Gäste aus dem Westerwaldkreis wussten damit auch nicht viel anzufangen. Der letzte Pass vor dem Tor kam häufig nicht an, und die Tormöglichkeiten waren nicht zwingend. Dennoch hatten die Gäste in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Westerburgs Torjäger Björn Weber hatte nach einem Freistoß die Chance zum Führungstor, aber sein Schuss war kein Problem für den Puderbacher Schlussmann Maik Seuser (27.). Auf der anderen Seite hatte bezeichnenderweise ein Abwehrspieler, Jan-Erik Grunewald, kurz vor der Pause nach einer Ecke von Kapitän Andre Neitzert die beste Möglichkeit. Aber auch hier war der Torwart zur Stelle (43.).

Im zweiten Spielabschnitt bot sich ein ähnliches Bild: Puderbach schien nun aber konzentrierter als in Durchgang eins. Doch das half nichts, denn es sprangen kaum nennenswerte Torchancen heraus. Der Ball fand einfach nicht den Weg in Richtung Tor. Auf Seiten der Westerburger sah es ähnlich aus, ehe kurz vor Schluss Wengenroth zur Führung für die Gäste einschob (89.). In der fünfminütigen Nachspielzeit, die durch zahlreiche Verletzungspausen zustande kam, hatte der eingewechselte Puderbacher Andreas Heringer noch die Chance zum Ausgleich. Aber Westerburgs Ersatztorwart Steffen Treichel hielt die drei Punkte für seine Farben fest (90. + 3).

Michael Roos, der Trainer der Puderbacher SG, war erwartungsgemäß mit dem Auftreten und dem Spiel seiner Mannschaft nicht zufrieden: "Das hatte heute nichts mit Fußball zu tun. Es war weder Laufbereitschaft, noch Fleiß, noch Einsatz zu sehen. Wir haben das Tempo verschleppt und zu viele Fehlpässe fabriziert."

Bei Westerburg herrschte hingegen ausgelassene Feierstimmung, ist die Mannschaft von Spielertrainer Oliver Meuer doch nach dem Sieg so gut wie gerettet. Meuer war entsprechend froh über den glücklichen Ausgang: "Das war heute eigentlich ein typisches 0:0-Spiel. Wir haben am Ende durch ein Sonntagstor die drei Punkte gewonnen."

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[ Letzte Änderung: 26. September 2018 ]