SV Hundsangen e.V. 1926

16.05.2016, 16:01, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 29. Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

Hundsangen schafft mit 4:0-Sieg über Hamm den Klassenverbleib


Die SG Hundsangen/Obererbach kann für ein weiteres Jahr in der Fußball-Bezirksliga Ost planen. Mit dem souveränen 4:0-Auswärtssieg beim VfL Hamm brachten die Kombinierten den Klassenverbleib am vorletzten Spieltag in trockene Tücher. Gästetrainer Egid Hannappel bekam eine Qualität zu sehen, die er in den vergangenen Wochen häufig vermisst hatte: "Wir haben uns heute endlich einmal für die herausgearbeiteten Chancen belohnt. Gegen Windhagen, Ellingen und Linz haben wir ähnliche Möglichkeiten nicht genutzt."

Die erste Gelegenheit hatte Sebastian Schneider in der neunten Minute zwar noch vergeben, aber der SG-Angreifer ließ sich nicht entmutigen und brachte sein Team nach einer Unsicherheit von Hamms Torwart Mert Zeycan in Führung (19.). "Wir haben heute um Gegentore gebettelt", kritisierte Hamms Trainer Jens Hanas die Vielzahl leichtfertiger Fehler in der Abwehr der Platzherren. "Es war für uns ein Spiel zum Vergessen."

Der Aufsteiger blieb offensiv die Harmlosigkeit in Person und musste spätestens fünf Minuten nach Wiederbeginn erkennen, dass es wie schon in der Hinrunde nichts zu holen gibt gegen die Unterwesterwälder. Rodrigues Marciano und Schneider entfachten einen Angriffswirbel und stellten den VfL vor riesige Herausforderungen. Schneider erhöhte noch vor der Pause auf 0:2 (35.), sein Sturmpartner besorgte das 0:3 (50.). Zwei geniale Doppelpässe zwischen dem brandgefährlichen Angriffsduo fanden als Krönung den Weg in die Maschen. Schneider setzte in der 67. Minute mit seinem dritten Treffer auch den Schlusspunkt der Begegnung. Einmal haderte Rodrigues dann aber doch noch: Seinen nicht sonderlich platziert geschossenen Strafstoß parierte Zeycan ohne große Mühe (72.).

Hamm schoss in 90 Minuten nur zwei Bälle in Richtung des von Philip Kraft gehüteten Hundsanger Tores. Eric Neufeld versuchte es nach 80 Minuten halb gar von rechts und Michael Trautmanns Freistoß aus 25 Meter landete auf dem angrenzenden Naturrasenplatz. "Wir hätten noch einen Tag spielen können und kein Tor erzielt. Schade, weil wir uns so im letzten Heimspiel eigentlich nicht verkaufen wollten", sagte Trainer Hanas.

 

 

 


 

 

Wirgeser Siegtor gegen Berod fällt in Unterzahl


Für den neutralen Zuschauer war es ein Spiel mit allerhöchstem Unterhaltungswert - für die Beteiligten eine emotionale Achterbahnfahrt: Die EGC Wirges II hat sich durch den 4:3 (2:2)-Erfolg gegen den SC Berod-Wahlrod aus dem Abstiegskampf der Bezirksliga Ost verabschiedet, während die Oberwesterwälder jetzt auf die Hilfe Dritter angewiesen sind. Beide Teams wussten, dass dringend Punkte eingefahren werden mussten und legten mit offenem Visier mächtig los.

Jannik Sturm ließ die Gastgeber erstmals nach elf Minuten jubeln, als er nach einer flachen Hereingabe des stark spielenden Dawid Rystwej zwar zunächst an Berods Keeper Constantin Redel scheiterte, den Ball im zweiten Anlauf aber wunderbar ins lange Toreck drehte. Bei der EGC zeichnete sich Schlussmann Jan Böhning gleich dreimal aus: Bei Damian Henzels Kopfball aus kurzer Distanz (2.) sowie Daniel Frohns strammem Direktschuss (21.) reagierte er ebensod prächtig wie Thomas Schäfers Foulelfmeter (26.). Der Beroder Spielertrainer schüttelte sich kurz und brachte sein Team mit einem Doppelpack (28., 30.) zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient in Führung. Sein Bruder Stefan, Spielertrainer auf der Gegenseite, wollte dies aber so nicht stehen lassen und markierte nach Sturms schönem Zuspiel aus kurzer Entfernung den Ausgleichstreffer (36.).

Auch nach der Pause ging es mit Hochspannung weiter. Die Gastgeber zeigten sich jetzt spielbestimmend und belohnten sich mit der 3:2-Führung durch Sturms zweiten Treffer (66.). Die Gäste gaben sich keineswegs geschlagen, standen bei ihren Ausgleichsbemühungen aber auch mit dem Glück im Bunde. Nach einem Eckball von Berods Tim Pfeiffer ging Stefan Schäfer bei seinem Abwehrversuch sicher etwas unglücklich, aber nicht eindeutig mit der Hand zum Ball. Für Schiedsrichter Fuat Yalcinkaya, der schon den ersten Strafstoß recht großzügig für die Gäste ausgelegt hatte, stand die Entscheidung aber fest. Er zeigte zum zweiten Mal auf den Punkt und schickte Stefan Schäfer mit einer Gelb-Roten Karte in die Kabine (73.). Pfeiffer verwandelte sicher zum 3:3 und ließ die Gäste wieder hoffen. "

Es war kein Handspiel und deshalb waren beide Entscheidungen falsch", stellte Stefan Schäfer verärgert fest, freute sich dann aber über den starken Auftritt seines Teams: "Klasse, wie wir trotz einer guten Viertelstunde Unterzahl zurückgekommen sind." Yannik Haas zerstörte Berods Träume mit dem 4:3-Siegtreffer (85.) und stürzte Thomas Schäfers Team in tiefe Niedergeschlagenheit. "Wir sind brutal enttäuscht", erklärte der spielende Co-Trainer Daniel Frohn. "Wir hatten es heute in der Hand, einen Riesenschritt Richtung Klassenverbleib zu machen. Selbst eine Überzahl in der Schlussphase konnten wir nicht nutzen, da muss man sich fragen, ob es auch an Qualität fehlt."

 

 

Stuart Dykewicz und Jan Nauroth sichern Müschenbach den Punkt


Dass er auch in Spielen, in denen es für seine Mannschaft um nicht mehr allzu viel geht, keine Nachlässigkeiten duldet, hat der alte Bezirksliga-Fuchs Volker Heun die Fußballer der SG Müschenbach/Hachenburg beim 2:2 (0:1) gegen die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen deutlich spüren lassen. Nach schwacher erster Spielhälfte gestattete der Trainer der Gastgeber seiner Elf nur eine kurze Pause, lange vor dem Wiederanpfiff standen die Westerwälder schon auf dem Platz. Am Ende gab's für beide Seiten einen Punkt, was Heun versöhnlich stimmte und womit auch die Gäste vom Rhein, die Elfter bleiben, gut leben konnten.

 

"Was soll der Volker Heun darauf antworten?", fragte Volker Heun, als er darauf angesprochen wurde, warum seine Mannschaft nur so kurz in der Kabine geblieben ist - und ergänzte schelmisch: "Ich sag' da mal nichts dazu. Denn manchmal kann man auch mit wenigen Worten etwas ausdrücken."

Was dahinter steckte: Die Müschenbacher und Hachenburger hatten im ersten Durchgang mehr Probleme, als ihnen lieb war. Oder wie ihr Trainer es ausdrückte: "Das war eine Darbietung ohne Tempo, ohne Esprit, kein Vergleich zum vorangegangenen Spiel gegen Wissen." Ganz anders die Osterspaier: In einer Partie, in der die Defensivreihen das Geschehen prägten, nutzte die Mannschaft von Trainer Nico Helbach gleich ihre erste Möglichkeit. Nach einem langen Pass von Adrian Knop nahm Antony Henrykowski den Ball mit der Brust an, um dann ins lange Eck zu verwandeln (8.).

"Wir waren eigentlich direkt sehr gut drin in der Partie", sagte Osterspais Co-Trainer Sebastian Weinand. "Müschenbach war vor allem auf Ballbesitz aus und hat den Ball in der Viererkette gehalten. Doch damit sind wir ganzgut zurechtgekommen." Das belegen die drei Chancen, die die Gäste nach einer halben Stunde hatten: Nacheinander scheiterten Josip Topic und Adrian Knop an SG-Torwart Julian Schmitz und Antony Henrykowski an der guten Reaktion eines Verteidigers.

"Beide Teams waren um Kontrolle bemüht", sagte Sebastian Weinand. "Die Müschenbacher waren vor allem dann gefährlich, wenn sie zu Standards kamen." Eine dieser Situationen entschärfte Martin Imrisek dank eines guten Reflexes (33.).

Obwohl die Gastgeber gewillt schienen, in der zweiten Halbzeit mehr zu zeigen, war zunächst Osterspai am Drücker. Knop ließ einem Pfostenschuss (46.) wenig später das 0:2 folgen (49.). "Danach hätte ich nicht gedacht, dass wir noch einmal zurückkommen", sagte SG-Trainer Volker Heun, den seine Mannschaft nun aber positiv überraschte. Per Doppelschlag glichen Stuart Dykewicz (65.) und Jan Nauroth (67.) jeweils nach langen Bällen in die Spitze aus. Dabei blieb es trotz der zweier Ampelkarten gegen die Gäste, womit letztlich aber beide Seiten gut leben konnten.

 

 

Marcel Rüddel schießt den SV Windhagen fast schon zur Meisterschaft


Der VfB Wissen hat das Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga Ost gegen den Tabellenführer SV Windhagen trotz einer guten Leistung mit 0:1 (0:0) verloren. Die Gäste stehen vor dem abschließenden Heimspiel am nächsten Sonntag gegen den TuS Montabaur kurz vor der Meisterschaft und vor dem Aufstieg in die Rheinlandliga.

 

In der Anfangsphase waren die Gastgeber das spielbestimmende Team, den Gästen war anzumerken, dass der Erfolgsdruck schwer auf den Schultern lastete. Torchancen konnten sich die Wissener allerdings kaum erspielen. Bis zum Strafraum wurde gut kombiniert, doch der entscheidende Pass in die Spitze kam meist nicht an. Die einzige Halbchance hatten die Gäste , als ein 18 Meter-Schuss von Pawel Klos rechts am Tor vorbeiflog (24.). Die torlose erste Hälfte entsprach dem Spielverlauf nach 45 Minuten.

Nach dem Wechsel agierte Windhagen offensiver. Glück hatte der VfB-Keeper Marvin Scherreicks in der 48. Minute, als ein Freistoß von Klos von links gefährlich vors Tor kam, zwei Gästeakteure verpassen in aussichtsreicher Position und der Ball flog Scherreicks genau in die Arme. Sieben Minute später machte die Wissener Hintermannschaft den spielentscheidenden Fehler: Bei einem langen, hohen Ball aus dem Mittelfeld spielte ein Teil der Viererkette auf Abseits, Philipp Bedranowsky verschätzt sich bei der Ballannahme und Marcel Rüddel durfte den Ball ungehindert an- und mitnehmen. Der SVW-Flügelspieler spitzelte den ball mit der Fußspitze am herauseilenden Scherreicks vorbei flach zum 0:1 ins linke Eck.

Wer nun dachte, das die Führung den Gästen mehr Sicherheit geben würde, sah sich getäuscht. Vielmehr kämpften sich die Hausherren wieder ins Spiel zurück. Eine Flanke von Dennis Ferfort köpfte Dennis Kohl am Tor vorbei (64.). Thorben Strehlow setzte einen Freistoß über den Kasten (71.), Alexander Rosin köpfte eine Flanke von Maik Schnell ebenfalls übers Tor (72.), und einen schönen Pass von Rüdiger Schulz leitete Bedranowsky auf Kohl weiter, der jedoch das 1:1 verpasste (78.).

Die Entscheidung zugunsten der Gäste hätte in der 84. Minute fallen müssen, als Christopher Alt nach einem Wissener Ballverlust auf der rechten Seite durch war, im Strafraum quer zum freistehenden Matthias Metzen passte, der aber erst den Ball stoppte anstatt direkt zu schießen. Metzens Schuss wurde abgeblockt. Der Ball war aber noch nicht geklärt, Christopher Alt brachte das Kunststück, den Abpraller aus der Luft aus einem Meter Entfernung übers Tor zu köpfen. Das hätte sich in der Nachspielzeit fast noch gerächt, als Fation Foniq einen Abschlag von Scherreicks schön in den Lauf von Hüseyin Samurkas weiterleitete, der aber aus elf Metern frei vor dem Gästetorwart Lothar Hilkes vorbeischoss (90. + 2).

Der Gästetrainer Martin Lorenzini war nach dem Abpfiff erleichtert: Wir haben es weiterhin selber in der Hand. Wissen hat eine enorme Qualität, und wenn so wie heute der Kampf auch noch stimmt, dann ist es schwer gegen den VfB." Wissens Trainer Dennis Reder sah es genauso: "Wir haben eine starke Leistung gezeigt. Die Niederlage ist unglücklich, die Gäste hatte ich stärker eingeschätzt."

 

 

SG Ellingen besiegt VfL Bad Ems in mauem Spiel und wahrt seine minimale Chance

auf die Meisterschaft


Die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth hat sich vor dem letzten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Ost ihre theoretischen Chance auf die Meisterschaft und den Aufstieg in die Rheinlandliga bewahrt. Mit 2:0 (1:0) siegte die SGE gegen den bereits als Absteiger feststehenden VfL Bad Ems.

Bei drei Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter SV Windhagen müssen die Ellinger aber am letzten Spieltag auf einen Ausrutscher des Tabellenführers im Heimspiel gegen TuS Montabaur hoffen, um bei einem gleichzeitigen Sieg beim SC Union Berod-Wahlrod noch ein Entscheidungsspiel um den Titel zu erzwingen.

Vier Spieler gehen, einer hört auf

Vor dem Anpfiff wurde bei den Verabschiedungen Stammspieler bekannt, was seit Wochen als Gerücht bereits die Runde gemacht hatte. Stefan Zent und Fatos Prenku werden die SG Ellingen zum Saisonende verlassen. Es fehlt zwar noch die Bestätigung ihres neuen Vereins, doch beide Akteure soll es zum SV Windhagen ziehen. Zudem wechseln Tim Henk zum SV Maischeid und Alexander Klare zum VfL Oberbieber. Arthur Braun wird seine Laufbahn als Fußballer beenden.

In einer spielerisch schwachen Begegnung zeigten beide Mannschaften keine berauschende Leistung. Dafür gab es handfeste Gründe. Ellingen wirkte nach den Ereignissen der vergangenen Tage seit dem plötzlichen Tod von Torwarttrainer Jürgen Noll unmittelbar im Anschluss an die Partie in Osterspai am Sonntag zuvor noch immer gedanklich abwesend. Die Gäste von der Lahn waren mit dem letzten Aufgebot angetreten. "Ich habe nur 13 Mann zusammenkratzen können. Ich bin froh, wenn die Saison zu Ende ist", zeigte sich der Emser Spielertrainer Kay Ludwig überrascht, dass sich die Höhe der Niederlage in Grenzen hielt.

Bad Emser Angriff ist ein Lüftchen

Während der VfL in der Abwehr eine solide Vorstellung bot, wehte im Angriff nur ein laues Lüftchen. Lediglich Stürmer Marco Jockel hatte im ersten Abschnitt eine gute Einschussmöglichkeit (25.), ansonsten verbrachte Ellingens Torwart Pete Neuendorff einen äußerst geruhsamen Pfingstsamstag.

Dagegen versäumten es die Gastgeber nach dem 1:0 durch Florian Raasch (27.), schon vor dem Wechsel alles klarzumachen. Kevin Kleinmann, Christian Weißenfels und Braun vergaben hochkarätige Möglichkeiten. Dies setzte sich auch im zweiten Spielabschnitt weiter fort. Klarste Torchancen wurden zum Teil fahrlässig vergeben. Mirko Anhäuser köpfte eine Vorlage von Henk aus vier Metern neben das Tor (60.). Erst ein Zuckerpass von Weißenfels auf den schnellen Dennis Loose sorgte für die Entscheidung. Der zur zweiten Hälfte eingewechselte Loose spitzelte den Ball aus vollem Lauf unhaltbar zum 2:0 ins linke Eck (75.).

Bis zum Schlusspfiff von Schiedsrichter Ralf Skala aus Bad Breisig plätscherte die Partie vor sich hin. "Wir wollten uns mit einem Sieg von unseren Zuschauern verabschieden. Das ist uns gelungen. Alles andere haben wir nicht mehr selbst in den Händen. Doch im Fußball ist alles möglich", sieht der Ellinger Trainer Thomas Kahler noch einen winzigen Hoffnungsschimmer und glaubt solange an den Titelgewinn, wie er rechnerisch noch möglich ist. Bei den Badestädtern laufen die Planungen für die Kreisliga A schon seit Wochen. "Wir haben uns heute nicht wie ein Absteiger präsentiert und die Räume geschickt eng gemacht" war Ludwig mit der Leistung seiner Rumpfelf nicht unzufrieden.

 

 

Drumms Siegtor versöhnt Schlusslicht SG Puderbach

 

Die SG Puderbach hat ihr letztes Heimspiel in dieser Spiel der Saison mit 1:0 (1:0) gegen die SG Elbert gewonnen und mit sieben Punkten aus den jüngsten drei Spielen in der Fußball-Bezirksliga Ost noch mal Anschluss an die beiden Mitabsteiger gefunden. Für Elbert winkte im Fall eines Erfolgs in Urbach der direkte Klassenverbleib.

 

Zu Beginn sahen die 50 Zuschauer eine zerfahrene Partie. Vor allem die Gäste, für die es noch um etwas ging, taten sich schwer gegen robust agierende Puderbacher. In der achten Spielminute gab es den ersten Annäherungsversuch der Gastgeber ans gegnerische Tor. Dominik Schild spielte den Ball aus dem Mittelfeld lang an die rechte Strafraumkante. Kapitän Dominik Hartstang brachte die Kugel unter Kontrolle, und nach einem doppelten Doppelpass mit Florian Weber kam dieser mit links zum Abschluss, verzog aber deutlich. Viele leichte Ballverluste vor allem nach Einwürfen machten es den Gästen bis dahin schwer zu Chancen zu kommen.

In der 13. Minute war es Schild, der nach einer Balleroberung im Mittelfeld Tempo aufnahm und nur mit einem Foul in Strafraumnähe zu stoppen war. Dennis Bayer legte sich den Ball zurecht und flankte auf den langen Pfosten, wo Jan Erik Grunewald den Ball mit dem Kopf auf seinen Mitspieler Jan Luca Drumm querlegte. Drumm hatte aus fünf Metern wenig Mühe, um zum 1:0 zu verwandeln.

Elbert fand in der ersten Hälfte nur bei Standards offensiv statt. In der 31. Minute gab es die gefährlichste Situation. Nach einer Ecke von Alexander Stera auf den kurzen Pfosten schaltete Jonas Klotz am schnellsten und köpfte den Ball flach ins Eck. Doch der gut postierte Schlussmann Philipp Krokowski reagierte hervorragend und klärte die Gefahr im letzten Moment zur Ecke.

Nach dem Seitenwechsel war von Fußball (noch) weniger zu sehen. Die Partie wurde zunehmend ruppiger. Der Schiedsrichter Lukas Kemper musste einige Male die Gelbe Karte ziehen. Die Gäste waren weiterhin darum bemüht, irgendwie ins Spiel zu finden, kamen mit der robusten Spielweise ihres Gegners aber nicht zurecht und erspielten sich erneut nur Chancen nach Standardsituationen.

Gefährlicher waren die Jungs von Puderbachs Trainer Oliver Haag. Hartstang hatte die beste Chance. Seinen Distanzschuss aus 20 Metern konnte Torhüter Kevin Jung noch gerade so aus dem rechten Winkel fischen und zur Ecke klären (84.). Elbert machte, wie aufgeweckt von diesem Schuss, plötzlich Druck. Ein Eckball von Kapitän Marcel Müller brachte Alexander Gombert per Kopfball zwar nur zentral aufs Tor, doch Krokowski konnte den Ball nur abprallen lassen, weil ihm die Sicht versperrt war. Seine Vorderleute reagierten allerdings wachsam und sicherten den knappen Erfolg.

"Meine Mannschaft hat einen starken Willen gezeigt", lobte Haag seine junge Mannschaft nach dem Spiel. Die Gäste aus Elbert konnten aufgrund der gleichzeitigen Niederlagen von Bad Ems und Berod trotzdem den Ligaverbleib feiern. Glücklich über die Leistung war Elberts Trainer Michael Diel trotzdem nicht: "Wenn man nur 15 Minuten Fußball spielt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man dieses Spiel verliert. Das war heute alles eine Sache der Einstellung."

 

 

Neun Tore und drei Elfmeter


"Das war eine blamable Leistung meiner Mannschaft. So darf man sich nicht in einem letzten Heimspiel präsentieren", bilanzierte Montabaurs Trainer Benedikt Lauer nach der 2:7 (0:3)-Pleite seiner Elf in der Fußball-Bezirksliga Ost gegen die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen. Sein Kollege Jörg Mockenhaupt fand den Sieg verdient, wenn er auch zu hoch ausgefallen sei: "Wir haben von den schnellen Toren profitiert und haben für eine versöhnliche Auswärtsbilanz gesorgt."

 

In der Tat ging es munter los, als Dominik Neitzert kurz nach dem Anpfiff den Ball mit einem sehenswerten Diagonalschuss in den linken Winkel des Montabaurer Tores drosch. Sieben Minuten später gelang Maximilian Strauch fast eine Kopie des ersten Treffers, diesmal von der anderen Seite. Montabaur war jedoch nur kurz beeindruckt und erspielte sich in der Folge einige gute Chancen. So traf Tobias Schulz per Kopf nach einer Ecke nur die Latte des Weitefelder Tores (9.). Die Kreisstädter waren weiterhin bemüht, so zum Beispiel bei einem gefährlichen Schuss von Karol Obrebski, der nur knapp sein Ziel verfehlte (32.). Als die meisten Akteure gedanklich schon beim Pausentee waren, gelang Mario Weisang das 3:0 nach einer Flanke von Neitzert (42.).

In Durchgang zwei wurde es dann spektakulär. Montabaur hatte zunächst mehr vom Spiel und hätte in der 56. Minute zum ersten Treffer kommen können. Doch Pascal Tillmanns scheiterte mit einem Strafstoß an Torwart Deniz Sakalakoglu. Der machte es dann besser und verwandelte auf der Gegenseite einen Foulelfmeter zum 0:4 (67.). Als das Match nur noch so dahinplätscherte, forderte Mockenhaupt seine Mannen auf: "Nehmt wieder mal am Spiel teil!" Und das taten diese dann auch, allen voran Julian Aguilar, der eine Flanke als Direktabnahme zum 0:5 verwertete (71.). Nur drei Minuten später wurde dem TuS ein weiterer Foulelfmeter zugesprochen, den Mario Denker an den Posten setzte. Weitefelds Antwort war unmittelbar danach ein toller Volleyschuss von Maik Oliver Seibel, der das halbe Dutzend vollmachte (75.). Nun kam die Zeit von Montabaurs Einwechselspieler Hisato Fujiwara, der mit zwei sehenswerten Treffern das Ergebnis etwas freundlicher gestaltete (85. und 87.). Der Treffer zum Endstand von 2:7 gelang Kevin Lopata zwei Minuten vor Spielende mit einem Kopfball. Obwohl es in diesem Spiel "um nicht mehr viel ging", bekamen die Zuschauer viel geboten. Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt hatte übrigens vor dem Match viele Treffer prophezeit - und mit seiner Prognose recht behalten.

 

 

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[ Letzte Änderung: 17. Juli 2018 ]