SV Hundsangen e.V. 1926

20.05.2012, 22:34, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 29. Spieltag

Von: rhein zeitung

Großer Jubel in Gemünden! Durch einen 2:1 (0:0)- Heimerfolg über die Hundsangen/Obererbach brachte die SG Westerburg/Gemünden am vorletzten Spieltag der Bezirksliga Ost den Klassenverbleib endgültig unter Dach und Fach.


Der verletzte Spielertrainer Oliver Meuer war begeistert: "Es zeichnet die Mannschaft in dieser Saison wirklich aus, auch bei einem Rückstand wieder zurückzukommen. Die Freude über den Klassenerhalt überwiegt, der Sieg ist aber eine wirklich schöne Nebensache."

Nach holprigem Beginn kam Hundsangen nach 15 Minuten zur ersten Torchance: Andreas Loch setzte den Ball per Kopf aber knapp neben den Kasten. In einer insgesamt zerfahrenen ersten Spielhälfte hatten die Gäste mehr vom Spiel, konnten sich aber letztlich nicht entscheidend durchsetzen.

Auch im zweiten Durchgang waren es zunächst die Hundsangener, die sich die erste Chance herausspielten. Benjamin Lüpke vergab nach hervorragender Vorlage von Fabian Steinebach jedoch freistehend (55.).

In der Folge scheiterte Westerburgs David Meuer am glänzend reagierenden Schlussmann der Gäste, Simon Gerharz (57.). Ein Kopfball von David Gläser wurde erst in letzter Instanz auf der Hundsangener Torlinie entschärft.

Den Spielanteilen bis zu diesem Zeitpunkt entsprechend erzielten die Gäste in der 67. Minute das 0:1: Einen Pass von Felix Krämer verwertete Leutrimm Husaj aus spitzem Winkel und ließ Westerburgs Schlussmann Steffen Treichel keine Chance. Nur kurze Zeit später schlugen die Gastgeber aber zurück: Nach einer Ecke von Gläser staubte Christian Hartmann zum 1:1 ab (70.).

Wiederum wenige Minuten später wurde die sichtliche Unkonzentriertheit Hundsangens erneut bestraft, als Gläser das Spielgerät aus über 20 Metern unhaltbar in die Maschen drosch (75.).

Gästetrainer Ralf Hannappel war sichtlich angefressen: "Die Niederlage ist exemplarisch für unsere komplette Einstellung. Normal sollte eine Führung Sicherheit geben, bei uns ist es offenbar schon die ganze Saison lang anders."

Westerburg: Wolf (17. Treichel) - Neubert, Hartmann, Heinen - Reßmann, Beutgen (70. Kreckel), D. Meuer, Fries (57. Wagener)- Wengenroth, Gläser - Weber.

Hundsangen: Gerharz - Krämer, Loch, Leonardi, Sprenger - Husaj - Steinebach, Lüpke, Bartsch (65. Werner) - Fein (60. Fonzo), J. Hannappel (81. Melbaum).

Schiedsrichter: Sören Müller (Oberneisen).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Leutrimm Husaj (67.), 1:1 Christian Hartmann (70.), 2:1 David Gläser (75.).

 

 

Die vor der Saison neu gegründete SG zwischen den Sportfreunden Neitersen und der ASG Altenkirchen trägt gleich im ersten Jahr Früchte. Die SG Neitersen/Altenkirchen hat nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg im Derby der Fußball-Bezirksliga Ost gegen den SC Berod-Wahlrod den Aufstieg geschafft und kehrt nach zweijähriger Abstinenz in die Rheinlandliga zurück. Allerdings wäre die SG selbst bei einer Niederlage durch gewesen, da die Verfolger aus Weitefeld und Hundsangen patzten. Trainer Torsten Gerhardt lobte seine Spieler: "Kompliment an die Mannschaft. Einmal aufzusteigen ist schon toll, aber das noch einmal zu schaffen und den Erfolg zu bestätigen, ist etwas ganz Besonderes. Die Mannschaft ist ja zu 75 Prozent noch dieselbe wie damals."


Zu Beginn der Partie war den Hausherren ihre Nervosität allerdings deutlich anzumerken, sie waren noch nicht in den Zweikämpfen drin, und zu oft kam der Pass nicht beim Mitspieler an. Die Gäste dagegen, denen nach der vierten Niederlage in Folge noch ein Punkt fehlt, um das Thema Abstieg endgültig aus dem Weg zu räumen, gingen engagiert zu Werke und hatten die erste gute Möglichkeit. Alexander Schneider prüfte SG-Torwart Jan Humberg aus der Distanz, der wehrte aber zur Ecke ab (24.). Erst in der 35. Minute war dann von den Gastgebern etwas zu sehen. Frank Bischoff rüttelte seine Mannschaft mit einem Pfostentreffer wach. Kurz vor der Pause flog ein Freistoß von Mario Marth knapp am Tor vorbei (44.).

Kurz nach dem Seitenwechsel fiel die Vorentscheidung: Nach einem Eckball von Nico Hees erzielte Tobias Sander am langen Pfosten per Kopf das 1:0 (55.). Mit der Führung im Rücken agierte die SG wesentlich sicherer und hielt den Gegner weitestgehend von ihrem Tor weg. Zwei Möglichkeiten für den SV gab es aber doch noch: Ein Freistoß von Thomas Schäfer flog über das Tor (65.), und nach einer Hereingabe von Schäfer verpasste Schneider knapp in der Mitte (84.). Zwischenzeitlich hätte allerdings Hees schon alles klar machen können, sein Freistoß knallte aber an das Lattenkreuz (73.).

In der Schlussminute vergab der eingewechselte Florian Tilhard zunächst fahrlässig aus kurzer Distanz (90.). Zwei Minuten später vollendete er aber einen Konter zum erlösenden 2:0.

"Neitersen nutzt eine Standardsituation zum 1:0. Wir haben unsere Chancen nicht konsequent zu Ende gespielt, der letzte Pass kam oft nicht an. Torsten Gerhardt gratuliere ich zu dem Aufstieg und der geleisteten Arbeit", sagte Schäfer. Neitersens Trainer sah den Knackpunkt auf dem Weg zur Meisterschaft im Spiel gegen Hundsangen. "Hätten wir da verloren, wäre es das gewesen. Von da an haben wir sehr konzentriert gearbeitet."

Kapitän Jan Humberg freut sich, nach den Jahren 2007 bis 2010 wieder in der Rheinlandliga das SG-Tor zu hüten. "Eigentlich hatten wir das Thema Aufstieg nach den ersten beiden Spielen in diesem Jahr schon fast abgeschrieben. Wer am Ende ganz oben steht, der hat es auch verdient aufzusteigen."

 

 

Im letzten Heimspiel der Saison unterlag die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald der SG Herdorf in einem torreichen Spiel mit 4:6 (2:3). Die zweite Pleite in Folge beraubte die Gastgeber sämtlicher theoretischer Aufstiegshoffnungen.


Zu Anfang der Begegnung zeigte die Heimelf viel Einsatz, um sich die Minimalchance auf den Aufstieg noch zu erhalten: Und Kevin Lopata traf früh zum 1:0 (4.). Durch das frühe Gegentor herrschte in der Herdorfer Verteidigung Durcheinander - dies nutzte Marvin Schmidt kurz später zum 2:0 (7.). Es dauerte jedoch nicht lange, bis die Gäste ins Spiel kamen: Ein sehenswerter Freistoß von Florian Gerhardus markierte das 2:1 (10.).

Die starke Leistung der Anfangsviertelstunde war bei den Gastgebern nun verflogen, Herdorf machte weiter Druck und traf durch Andreas Krämer per Handelfmeter zum 2:2 (21.). Das weiterhin schwache Abwehrverhalten der Weitefelder ermöglichte den Gästen noch vor der Pause die erstmalige Führung durch Dirk Spornhauer per Kopf (34.).

Nach Wiederanpfiff mühten sich die Gastgeber zunächst wieder offensiv, kamen aber nicht zu Tormöglichkeiten. Herdorf bestrafte dies mit einem Konter: Kenny Scherreiks schloss zum 2:4 ab (52.). Kurz darauf sah sich Gerhardus wieder Weitefelds Torwart Sören Trippler gegenüber und markierte das 2:5 (55.).

Erst jetzt wachten die Gastgeber wieder auf, Auslöser war das 3:5 durch Thomas Ross (64.). Die SG Weitefeld suchte nun verstärkt den Abschluss, die Abwehr der Gäste stand allerdings sicher, bis Julian Aguilar nach einem Freistoß richtig stand und zum 4:5 traf (85.). In der Nachspielzeit begrub der eingewechselte Dennis Stinner dann jedoch mit seinem Treffer zum 4:6 jegliche Hoffnung bei den Gastgebern (90. + 3).

Weitefelds Trainer Volker Heun kritisierte vor allem die Abwehrleistung seines Teams: "Wir sind gut ins Spiel gekommen, dürfen aber dann nicht drei Tore in kurzer Zeit wie aus dem Nichts kassieren. Zu oft haben wir sehr kompliziert gespielt, vor allem in der Abwehr. Es ist schade, dass wir eine tolle Saison mit solchen Leistungen beenden." Auf der Gegenseite sparte auch Spielertrainer Spornhauer nicht mit Kritik: "Zu Anfang hatten wir keine gute Ordnung und haben dem Gegner zu viel Raum gelassen. Danach haben wir das Spiel aber toll gedreht, guten Fußball gespielt und verdient gewonnen, auch wenn wir am Schluss noch mal aufpassen mussten."

 

 

Mit einer deutlichen Heimniederlage hat sich die SG DJK Neustadt-Fernthal vom heimischem Publikum aus der Bezirksliga Ost verabschiedet. Das Team von Trainer Joachim Weißenfels unterlag der abstiegsbedrohten SG Nievern mit 2:4 (1:4).


"Wir wollten offensiv agieren. Die Mannschaft hatte schon verstanden, dass das heute wieder eins unsere vielen Endspiele war", gab Nieverns Trainer Murat Saricicek die Marschroute für die Partie zu Protokoll. Dass seine Mannschaft ihm durchaus zugehört hatte, zeigten die Gäste von Anfang an. Schnell wurde der Ball nach vorne gespielt, vor allem Felix Waldorf wirbelte die DJK-Abwehr immer wieder durcheinander. Bereits in der zehnten Minute musste Neustadts Tobias Buslei zum ersten Mal hinter sich greifen. Nach einem Freistoß von Matthias Hoffmann war Florian Panny zur Stelle und markierte das 0:1. Nur zwei Minuten später jubelten die Gäste erneut. Nachdem Waldorf, umringt von den DJK-Akteuren Raffael Weber, Palvinder Singh und Nicolay Dinspel, im Strafraum zu Fall kam, zeigte Schiri Jens Hülpüsch auf den Elfmeterpunkt. Timo Hoffmeyer verwandelte den Strafstoß sicher zum 0:2 (12.).

Von den Gastgebern war bis dato nicht viel zu sehen. Zwar versuchten sie immer wieder, das hohe Tempo der Gäste mitzugehen, fanden aber kein wirkliches Mittel, ihr Spiel aufzubauen. In der 30. Minute fanden sie jedoch eine Lücke, Florian Wirths konnte die Kugel an der Strafraumgrenze frei annehmen und sie mit einem gewaltigen Schuss im langen Eck zum Anschlusstreffer versenken. Die Freude darüber währte jedoch nicht lange, bereits im Gegenzug erhöhte Waldorf mit einem Schuss ins lange Eck auf 1:3 (31.). Und noch vor der Pause klingelte es erneut im Kasten der Gastgeber. Nach einer Flanke von Waldorf spitzelte Panny den Ball an Buslei vorbei zum 1:4 (37.).

"Wir haben eine sehr schlechte erste Hälfte gespielt, dabei hatten wir uns so viel vorgenommen", analysierte Weißenfels. Das zeigte seine Mannschaft immerhin ansatzweise in der zweiten Hälfte. Die Gastgeber fanden nun besser ins Spiel und suchten öfter den Weg Richtung Nieverner Kasten, ohne sich jedoch echte Chancen zu erarbeiten. Erst kurz vor dem Schlusspfiff wurde es noch einmal heiß im Gästestrafraum, als zunächst Marcel Pott mit einem Weitschuss SGN-Torwart Dennis Preuschoff prüfte (86.), ehe Schiedsrichter Hülpüsch nach einem Foul an Christian Neumann erneut auf den Elfmeterpunkt zeigte. Dinspel trat an und verwandelte sicher zum 2:4 (90.).

"Wir haben verdient verloren. Es ist auch schwer, wenn die Luft schon raus ist", machte Weißenfels seiner Elf keine Vorwürfe. Zufrieden mit Spiel und Ergebnis war hingegen Saricicek: "Das war ein wichtiger Sieg zum richtigen Zeitpunkt. Wir sind heimstark und ich bin sicher, dass wir kommende Woche vor heimischem Publikum den Klassenverbleib perfekt machen."

 

 

Die SG Guckheim/ Kölbingen musste sich am vorletzten Spieltag der Bezirksliga Ost der abstiegsgefährdeten SG Bruchertseifen/Eichelhardt mit 0:1 (0:1) beugen. Die Spieler der SG Guckheim hatten wohl noch die vor Spielbeginn durchgeführte Verabschiedung von Stefan Kloft und Michael Thoma im Kopf, da hatte es bereits geklingelt. Jeton Murici hatte den ersten Freistoß kurz entschlossen versenkt. Die Hausherren nahmen unverdrossen das Geschehen in die Hand. Die Mannschaft spielte beherzt nach vorne und erarbeitete sich mehrere Möglichkeiten.


Stefan Schäfer (15. 20.), Mario Wasna (18.) und Björn Zacher (21.) hätten den zu diesem Zeitpunkt längst fälligen Ausgleich erzielen müssen. "Wir hatten vier Hundertprozentige, da muss man einfach mehr draus machen", haderte Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer. Der engagierte Auftritt seiner Elf blieb unbelohnt, das Manko lag eindeutig im Torabschluss. Bruchertseifen hatte sich zurückgezogen, lauerte immer wieder auf Konter und kam nur sporadisch zu gefährlichen Aktionen. Die Hausherren blieben glücklos. Björn Zachers Distanzschuss (33.) rauschte drüber, auch Stefan Schäfer schien irgendwie die Seuche am Fuß zu haben (43.).

Die Gäste vergaben nach Wiederbeginn zweimal durch Marcus Meyer (46., 50.) eine höhere Torquote, nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden des agilen Stürmers erlahmte deren Angriffsspiel. Auch bei Guckheim ließ die Konzentration nach, klare Aktionen waren nicht mehr zu erkennen. Zehn Minuten vor Schluss stockte den Gästen der Atem. Guckheims Joker Lukas Kuch war gefoult worden, Spielertrainer Stefan Schäfer setzte den Strafstoß aber an den Pfosten. "Das ist ja fast wie Bayern gegen Chelsea, die bessere Mannschaft hat heute verloren", ärgerte sich der Mann hinter den Spitzen nach seinem Fehlschuss. Auch Lukas Kuch blieb bei der letzten Möglichkeit an Schlussmann Ralf Schupp hängen.

"Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, Einsatz und Einstellung haben gestimmt", meinte Schäfer abschließend. "Wir sind sehr zufrieden. Aus familiären Gründen mussten wir unseren Spielertrainer Torsten Ratzi ersetzen. Die Mannschaft hat sich geschlossen präsentiert, gut gekämpft und mit ein bisschen Glück einen wichtigen Auswärtsdreier geschafft", schwärmte Bruchertseifens Vorsitzender Wolfgang Hörter.

Guckheim: Henschel - Becher, Thoma, Kloft, Lenzen (30. Schüler, 60. Sehner) - Zacher, Schäfer, Schneider, Bode - Fröhlich (73. L. Kuch), Wasna.

Schiedsrichter: Marco Huber (Eppenrod). - Zuschauer: 100.

Tor: 0:1 Jeton Murici (1.).

Besonderheit: Stefan Schäfer schießt Foulelfmeter an den Pfosten (80.).

 

 

Neun Tore sahen die rund 100 Zuschauer beim Spiel der Bezirksliga Ost in Montabaur zu sehen. Am Ende gewann die SG Miehlen/Nastätten beim TuS mit 5:4 (2:2) und kann weiter auf den Klassenverbleib hoffen. Dabei hatten die Montabaurer bei eigener 4:2-Führung Mitte der zweiten Halbzeit sogar Chancen, den Sack frühzeitig zuzumachen, doch am Ende standen sie ohne Punkte da. "Da haben wir sehr naiv und grün gespielt", meinte Präsident Jörg Nicolaus angesichts der turbulenten Schlussphase, in der sowohl Matthias Wincek (82. Gelb-Rot wegen Meckerns) als auch Patrick Zinser (89., Rot nach Notbremse) vorzeitig zum Duschen mussten.


Die abstiegsbedrohten Gäste gingen nach einem durch Christian Böhm verursachten und von Steffen Schmidt verwandelten Foulelfmeter (3.) früh in Führung. Doch die Antwort der Montabaurer ließ nicht lange auf sich warten. Nur eine Minute später glich Elver Ismajli nach einer Ecke von Tim Schenkelberg per Kopf aus (4.), und in der 13. Minute war Schenkelberg nach einem Freistoß Winceks aus dem linken Halbfeld heraus erneut per Kopf zur Stelle und markierte die 2:1-Führung. Diesmal dauerte es aber ebenfalls kaum eine Minute, bis auf der Gegenseite der Ausgleich fiel. Nach einer flach herein gezogenen Ecke kam Steffen Schmidt aus 13 Metern frei zum Schuss und traf zum 2:2 (14.).

Innerhalb von nur zwei Minuten erspielten sich die Montabaurer Mitte der zweiten Halbzeit dann einen Zwei-Tore-Vorsprung. Nach einer schönen Kombination über Wjatscheslaw Stoppel und Schenkelberg traf zunächst Ernesto Victor (60.), dann legte Victor für Stoppel auf, der das 4:2 markierte (62.).

Es wurde aber nichts mit dem achten Heimsieg des TuS. Im Gegenteil: Zweimal Steffen Schmidt per Foulelfmeter (83., 89.), in deren Folgen Wincek und Zinser frühzeitig vom Platz mussten bedeuteten das 4:4 Spielzeit. Für den Siegtreffer sorgte Miehlens Spielertrainer Rüdiger Graden in der Nachspielzeit schließlich selbst, als er nach einem hohen Ball das Durcheinander im Montabaurer Strafraum nutzen konnte (90.+2). rem

TuS Montabaur: Faller, Zinser, Leisenheimer, Böhm, Ismajli, Dinler, Wincek, Schenkelberg, Pineker (14. Victor), Stoppel, Kettler.

Schiedsrichter: Erkan Kaya (Koblenz) - Zuschauer: 100.

 

 

Beschönigen konnte und wollte Manfred Otto, Trainer des Bezirksligisten FSG Stahlhofen/Holler, nach der 2:4-Heimniederlage gegen die SG Puderbach nichts: "Unsere letzte Chance auf den Klassenverbleib müssen wir nun mit einem Auswärtssieg am letzten Spieltag bei der SG Hund-sangen suchen. Und wir werden alles dafür tun, diese Chance zu finden und zu nutzen."

Klar, seine Mannschaft hat gestern gegen Puderbach mehr als einen Matchball vergeben. Denn die Gäste waren nun wirklich nicht die unbezwingbare Übermannschaft, sondern hatten ihren einzigen Vorteil vor 70 Zuschauern in der Effizienz. Vier ernsthafte Torschüsse, vier Tore. Und an jedem der Gästetreffer war die Stahlhofener Defensivabteilung beteiligt, die ihren Torwart Andej Leinweber bei strahlendem Sonnenschein im Regen stehen ließ.

Besonders anfällig zeigte sich die linke Abwehrseite, die bei beiden Treffern vor der Pause Pate stand: Zunächst nahm Ilir Malici den ersten Puderbacher Angriffsversuch nicht ernst und sah zu, wie Alexander Hartstang präzise auf Henrik Sawadsky flankte, der zum 0:1 einschoss (10.).

Die Schlafszenen im Abwehrbereich zogen sich dann wie ein roter Faden durch die restliche Spielzeit und sorgten für insgesamt sechs Treffer. Zunächst durfte Regjep Krasniqi den Ball freistehend über Gästetorwart Julian Schmitz zum 1:1 ins Puderbacher Tor lupfen (30.). Dann klatschte die FSG-Defensive Beifall nach einer Klasse-Parade von Leinweber und sah zu, wie Hartstang im Nachschuss für die Pausenführung sorgte (33.).

Nach der Pause verflachte die Partie dann vollends, nachdem Regjep Krasniqi seinen Lupfer (49.) zum 2:2 wiederholt hatte. Zwei Freistoßtore durch André Neitzert (84, 90+3.) ließen die Gäste dann zwar jubeln, aber deren Trainer Michael Roos konnte sich mit der Partie dennoch nicht anfreunden: "Geht die erste Halbzeit noch einigermaßen in Ordnung, so haben wir nach der Pause das Fußballspielen eingestellt und unter dem Strich dann noch glücklich gewonnen. Stahlhofen hatte einige Möglichkeiten, die wir durch Eigenfehler begünstigt haben. Aber aus diesen Möglichkeiten haben unsere Gastgeber kein Kapital geschlagen. Insgesamt war die Leistung trotz der drei Punkte auf unserem Konto nicht zufriedenstellend."

Zufrieden konnte auch Manfred Otto nicht sein, denn er muss nach der Niederlage nun alles auf die Karte Auswärtssieg in Hundsangen setzen: "Wir wollten heute alles klar machen. Das ist uns nicht gelungen. Dennoch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat gekämpft, alles gegeben und unglücklich verloren. Natürlich haben wir durch unser schwaches Defensivverhalten den Gästesieg gefördert. Wir haben durch Nachlässigkeiten und Abwehrfehler den Gästen zu den Toren verholfen, die wir vorne ausgelassen haben."

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[ Letzte Änderung: 21. Juni 2018 ]