SV Hundsangen e.V. 1926

15.05.2017, 07:11, Alter: 253 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 29.Spieltag

Von: rhein zeitung

Hundsangen macht in ersten 30 Minuten alles klar

Absteiger SV Nauort agiert zu harmlos

Eine entscheidende tabellarische Auswirkung hatte die Partie nicht mehr, dennoch wurde in der Bezirksliga Ost beim 5:0 (4:0)-Sieg der SG Hundsangen/Obererbach gegen den schon als Absteiger feststehenden SV Fortuna Nauort den 80 Zuschauern vor allem von den Gastgebern am vorletzten Spieltag beste Unterhaltung geboten.

„Wir haben zu Null gespielt und im letzten Heimspiel der Saison auch die Tore gemacht“, freute sich Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm nach Spielende. „Es wurde uns zwar relativ leicht gemacht, aber trotzdem musst du die Leistung erst einmal auf den Platz bringen.“ Schlimms Mannschaft legte sofort mächtig los und legte mit dem 1:0 durch den dreifachen Torschützen Chihiro Nogi schon nach sechs Minuten den Grundstein für den deutlichen Sieg.

„Wir wollten uns hier natürlich noch mal gut präsentieren, sind aber durch das frühe Gegentor schon auf die Verliererstraße geraten“, erklärte Nauorts Spielertrainer Jürgen Ebert, der selbst mit einigen Klasseparaden ein Debakel seines Teams verhinderte und zum besten Spieler seiner Elf avancierte. Nach Nogis glänzender Führung (Durchmarsch durch Nauorts Defensive mit feinem Torabschluss) staubte Tommy Brühl schon in der 21. Minute zum 2:0 für die SG ab. Die Gastgeber ließen nicht locker, zeigten über weite Strecken sicheren und tollen Kombinationsfußball und schenkten den tapfer dagegen haltenden Fortunen schon in der 27. Minute durch Nogi den dritten Treffer ein. Als auch Brühl mit einem flachen Linksschuss zum zweiten Mal den Ball in Nauorts Tormaschen versenkte (29.), war die Partie zugunsten der in allen Belangen überlegenen Hundsangener entschieden. „Wenn du nach einer halben Stunde schon mit vier Toren hinten liegst, geht in unserer Situation dann auch die Moral verloren“, erkannte Ebert, der mit drei Klasseparaden Schlimmeres verhinderte.

Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich das Geschehen, bis erneut Nogi mit einer sehenswerten Direktabnahme nach toller Flanke von Lukas Faulhaber den Endstand markierte (69.). Bei der Fortuna zeigte sich das ganze Dilemma in der 28. und 55. Minute, als zunächst Eugen Wagner und dann Christian Kulachmetow die klarsten Gästechancen vergaben.

 

Ellingens Florian Raasch räumt Elbert im Alleingang aus dem Weg

Michael Diels Notelf hat nicht den Hauch einer Chance

Leichtes Spiel hatte die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth gegen die SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen bei ihrem letzten Heimspiel der Saison in der Fußball-Bezirksliga Ost. Mit 5:0 (2:0) siegten sie klar und deutlich und beenden damit die Spielzeit auf dem sechsten Tabellenplatz.

Mann des Tages war Florian Raasch. Mit vier Treffern schoss der lange Stürmer den Gegner fast im Alleingang ab und hätte dabei – mit Verlaub – gut und gerne die doppelte Anzahl an Toren erzielen können. Raasch und sein Stürmerkollege Christian Weißenfels wirbelten im Doppelpack ein ums andere Mal die Elberter Defensive durcheinander, die ihnen aber auch das Fußballerleben leicht machte.

Erst einmal blitzte es so gewaltig vom Himmel, dass die Partie im Niemandsland der Liga mit leichter Verspätung beginnen musste. Es sah anfangs mal so aus, als ob beide das Spiel verhalten beginnen wollten, bis der Ellinger Kapitän Kevin Kleinmann Vollgas verlangte. Den Worten folgten Taten. Raasch auf Mazlum Sari, der zurück auf Raasch: Das war das 1:0 in der 6. Minute.

Danach folgte ein Doppelpass nach dem anderen, zumeist zwischen dem Torschützen und Weißenfels. Ein solcher führte zum 2:0 (18.), erneut durch Raasch. Es ist müßig, die Chancen der Gastgeber aufzulisten, die noch ausgelassen wurden. Zum Beispiel die von Raasch in der letzten Minute der ersten Halbzeit, die ihm locker einen Hattrick verschafft hätte.

Das letzte Aufgebot der SG Elbert konnte nur reagieren. Sofort nach dem Wiederanpfiff erstickte Weißenfels, der von einem Pressball profitierte, mit dem 3:0 jegliche aufkommende Hoffnung der Mannschaft von Trainer Michael Diel. Der wies aber jeden Vorwurf an seine Truppe weit von sich: „Ich ziehe den Hut vor meinen Jungs, die schon frühzeitig den Klassenverbleib geschafft haben. In den vergangenen Wochen hat uns die Personalmisere hart getroffen, aber wir haben die Köpfe nicht hängen gelassen.“ Gegen die Ellinger Angriffe hatte Kevin Jung im Tor der Gäste eine Menge Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Nur einmal wurde dagegen sein Gegenüber Philipp Krokowski ernsthaft geprüft, als er bei einem Kopfball von Marius Otto (65.) den Ball gerade noch aus der Ecke fischte. Dessen Vorderleute zogen dann noch einmal die Zügel an, und Raasch schraubte mit zwei weiteren Buden das Ergebnis auf 5:0 (68., 90.).

Der völlig entspannt wirkende Ellinger Trainer Thomas Kahler ließ alle seine Spieler, die im Kader standen, auflaufen und schickte sie später zum Ausklang in das neue schmucke Vereinsheim. „Das haben sie sich verdient“, sagte Kahler nach dem Kantersieg. „Die Saison war nicht immer einfach, und wir können nun in aller Ruhe planen. Den heutigen Erfolg verdanken wir unserem konzentrierten Kombinationsspiel, das eine oder andere Tor lag noch in der Luft. Aber das ist gut so, wie es ist.“

 

Seibel schockt SG Emmerichenhain

Späte Weitefelder Treffer beenden Titeltraum des starken Neulings

Als Zünglein an der Waage erwies sich die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/ Neunkhausen im Titelkampf der Bezirksliga Ost beim 2:2 (1:0)-Unentschieden im Topspiel des vorletzten Spieltages bei der SG Emmerichenhain/Niederroßbach.

Beide Spitzenmannschaften konnten auf den bisherigen Saisonverlauf stolz sein und begegneten sich mit dem nötigen Respekt. So war die Partie bis Mitte der ersten Halbzeit mit überschaubarem Risiko von der Taktik geprägt. Sascha Cichowlas verzog nach einer gelungenen Aktion nur knapp für die Gäste (2.). Sein Torhüter Sören Trippler rettete mit einer Faust nach Keigo Matsudas Versuch (6.).

Es lief nach Plan für den Aufsteiger, als Matsuda nach herrlichem Sololauf die Übersicht behielt und Dennis Besirovic zum 1:0 bediente (22.). Dies war der Brustlöser der Partie. Die Gäste zeigten zwar einige Ansätze, konnten ihre Angriffe aber selten zu Ende spielen. Für die abwehrstarken Hausherren scheiterten Sherif Rexhaj an der Latte (33.) und Florian Kolb an Schlussmann Trippler (38.). Für die Gäste geriet Dominik Neitzert beim Abschluss zu sehr in Rücklage (39.).

Mit mehr Schwung kehrte der Aufsteiger aus der Kabine zurück und rief in der ersten Viertelstunde eindrucksvoll sein Potenzial ab. Die Platzherren wirkten spielerisch abgeklärt und zeigten auch die größere Zweikampfpräsenz. Lediglich der Erfolg stellte sich zunächst nicht ein. Mario Pavelic (50., Außennetz) sowie Matsuda und Besirovic (55.) ließen die Doppelführung liegen. Erneut war es Keigo Matsuda, der auch den zweiten Treffer exzellent vorbereitete. Am langen Pfosten brachte Marko Zelenika die Überlegenheit seiner Farben zum Ausdruck (57.).

Mit einem Doppelwechsel setzte Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt ein Zeichen (60.). Erst nach dem Anschlusstor von Maik Oliver Seibel (79.) begann das große Zittern beim Klassenneuling. Zwar zwang Mario Pavelic per direktem Freistoß Weitefelds Torhüter Trippler noch zu einer Glanztat (88.). Danach warf der Rangdritte aus Weitefeld aber alles nach vorne und schaffte tatsächlich noch den Ausgleich. Neitzert hatte den Ball in den Strafraum geschlagen und fand abermals in Seibel in der dritten Minute der Nachspielzeit den richtigen Abnehmer.

„Wir hatten richtig viele Möglichkeiten. Nach dem 2:0 muss man das Ding einfach runterfahren. Und dann kriegen wir so einfache Tore. Glückwunsch an Linz“, erwies sich Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic als fairer Sportsmann. „Der Gegner war einen Tick stärker. Aber wir haben nicht aufgegeben und mit ein bisschen Glück einen Punkt erzwungen“, war Weitefelds Coach Jörg Mockenhaupt vom Charakter seiner Elf angetan.

 

Meuer köpft Westerburg zum Auswärtssieg

 „SG-Rumpftruppe“ schlägt Wissen

Die Fußballer des VfB Wissen schienen ihre Lauscher vor ihrem Heimspiel in der Bezirksliga Ost gegen die SG Westerburg/Gemünden nicht richtig gespitzt zu haben. Trainer Dennis Reder gab seinem kickenden Personal noch mit auf den Weg, Standardsituationen rund um den eigenen Strafraum zu verhindern und war entsprechend bedient, dass genau so eine Situation die Partie zugunsten der Gäste entschied. „Zumal der Freistoß völlig unnötig war“, ergänzte er kopfschüttelnd. David Meuer stieg nach einem Freistoß Justin Keelers in der 69. Minute am höchsten und erzielte den 1:0-Siegtreffer für die Spielgemeinschaft. Die Kombination Flanke Keeler, Kopfstoß Meuer hatte schon zehn Minuten zuvor für Gefahr gesorgt, da parierte Marvin Scherreiks aber noch großartig.

Die Wissener kamen in ihrem letzten Heimspiel der Saison erst nach 70 Minuten in Schwung. „Auch wenn der Akku leer ist, wollten wir ein ganz anderes Spiel zeigen. Das war eine unserer schlechtesten Saisonleistungen“, meinte Reder, der vor dem Anpfiff genauso wie die weiteren Abgänge Sebastian Zimmermann (SG Malberg/Rosenheim), Marvin Scherreiks (SG Betzdorf) und Rüdiger Schulz (eigene Reserve) verabschiedet wurde. Die Blau-Weißen wirkten lange Zeit lethargisch, ehe Philipp Schumacher (72.), Hüseyin Samurkas (74.), Cem Cakatay (79.) und Philipp Bedranowsky (82.) innerhalb kürzester Zeit den Ausgleich auf dem Fuß beziehungsweise Kopf hatten. „Am Ende haben wir mit allem verteidigt und hatten auch etwas Glück“, sagte Gästetrainer Oliver Meuer. Aber dieses Glück verdienten sich die Westerburger auch. Obwohl sie eine „Rumpftruppe“ (O-Ton Meuer) auf den Rasenplatz des Dr. Grosse-Sieg-Stadions schickten, waren sie von der ersten Minute an das agilere Team. „Wir waren direkt gut in den Zweikämpfen, ließen unsere Chancen aber aus, weil wir nicht zwingend genug agierten“, erklärte der SG-Coach nach einer Begegnung, in der beiden Teams anzumerken war, dass das Saisonende in greifbarer Nähe ist. Höhepunkte vor dem einzigen Tor des Nachmittags? Matthias Wengenroth schoss in der 32. Minute am Ziel vorbei und Westerburgs Schlussmann Carsten Wolf brachte es fertig aus 30 Metern den Westerburger Eiskoffer hinter der Seitenlinie zu treffen, als er den Ball ins Aus zu spielte, um einem Verletzten die Behandlungspause zu ermöglichen. Immerhin nahm die Partie am Ende noch Fahrt auf. Die Wissener konnten sich dafür allerdings nichts mehr kaufen.

 

Ali Uguz aus der Dritten rettet Punkt für den VfL

Bad Emser verabschieden sich mit 2:2 gegen die SG Müschenbach/Hachenburg von ihrem treuen Heimpublikum

Angekündigt wurde Ali Uguz bei seiner Einwechslung als „der Torschützenkönig der dritten Mannschaft“. Gute zehn Minuten später stand fest: Er kann es auch in der ersten Garnitur, denn da hatte Uguz gerade den 2:2-Endstand erzielt für seinen VfL Bad Ems in der Bezirksliga-Begegnung mit der SG Müschenbach/Hachenburg, in der es für beide Vereine „um nichts mehr ging“.

Ali Uguz hätte noch einen draufsetzen und den Siegtreffer schießen können, aber er verzog in der Nachspielzeit nach Vorarbeit von Stefan Fuselbach. Ein Dreier für die bereits vor dem Anpfiff geretteten Kurstädter wäre jedoch des Guten ein wenig viel gewesen und hätte den Spielverlauf nicht widergespiegelt, räumte VfL-Spielertrainer Kay Ludwig freimütig ein. „Mit dieser Punkteteilung können wir ganz gut leben“, erklärte er nach einer fairen Partie.

Ludwig war es wichtig, im letzten Heimspiel der Saison etwas auszuprobieren und diejenigen Kräfte zu belohnen, die bislang eher selten zum Einsatz gekommen waren. Uguz nutzte diese Chance bei seinem ersten Bezirksliga-Einsatz der Saison, und die Bad Emser freuten sich generell, sich die dritte Saison in Serie in der Klasse gesichert zu haben, denn das habe es zuvor noch nicht gegeben, schilderte Trainer Ludwig.

In der Partie waren gute Spielzüge zu betrachten, wenngleich die Zweikämpfe nicht immer sehr energisch geführt wurden. Nach etlichen Halbchancen köpfte Julian Bär für die Einheimischen zum 1:0 ein auf Flanke Vernatius Emekas (29.). Die Gäste besaßen Feldvorteile, ohne oft gefährlich zu werden.

Dies änderte sich erst nach Wiederanpfiff, als sich der VfL zwei Mal überrumpeln ließ. Den Ausgleich markierte Gerrit Oettgen (52.). Er profitierte von einem diagonal gespielten Ball, den Dawid Rystwej vom rechten Flügel hereinbrachte. Der Vorlagengeber machte sich erneut verdient, indem er beim 1:2 für Fabian Hüsch auflegte (64.). Dass dies dennoch nicht zum Auswärtssieg reichte, fand SG-Trainer Volker Heun enttäuschend und typisch: „Das zieht sich wie ein Roter Faden durch.“

Heun ärgerte, dass seine Mannschaft nicht in der Lage war, ihren Vorsprung auszubauen oder wenigstens zu halten, denn das verhinderte eben Ali Uguz mit einer couragierten Leistung. Regelrecht „um das 2:2 gebettelt“ habe man, monierte der Müschenbacher Trainer das eigene Auftreten in dieser Phase.

„Das ist bei uns keine Frage der Qualität, sondern der Mentalität“, analysierte Heun das Unvermögen seiner Elf, solche Partien zu gewinnen. Deshalb habe der Kader in der neuen Saison „frisches Blut“ nötig. Der beste Mann auf dem Platz war für Volker Heun am Ende der Schiedsrichter Jens Bachmann aus Hilgert.

 

Geißlers Eigentor leitet die Niederlage in Montabaur ein

SG Birlenbach/Balduinstein gerät früh auf die Verlierstraße – Wladimir Stumpf gelassen: „Mit 0:3 kannst du hier verlieren“

Die Spieler des TuS Montabaur haben ihrem scheidenden Trainer Benedikt Lauer einen gelungenen Abschied im letzten Heimspiel der Saison in der Bezirksliga Ost beschert. Gegen die bereits abgestiegenen Gäste der SG Birlenbach/Balduinstein genügte der Heimelf eine durchschnittlich Leistung zu einem ungefährdeten 3:0 (1:0)-Erfolg.

Der Spielertrainer der geschlagenen Kicker aus dem Rhein-Lahn-Kreis, Wladimir Stumpf, nahm die Niederlage entspannt hin: „Mit 0:3 kannst du hier verlieren.“ Zugleich stellte der SG-Coach nach der erneuten Pleite aber im Hinblick auf die Saison fest, „dass es mit unseren Voraussetzungen in dieser Klasse einfach nicht reicht.“

Dementsprechend agierten die Birlenbacher auch in Montabaur vom Anpfiff weg. Dagegen bestimmten die Gastgeber das Spielgeschehen und ließen den Ball zu Beginn sicher durch die eigenen Reihen laufen. Bei der frühen Führung half dem Tabellenvierten die unsichere Gäste-Abwehr. Eine flache Hereingabe von Mittelfeldmann Dennis Orentsis lenkte SG-Verteidiger Martin Geißler am zweiten Pfosten ins eigene Tor (10.).

Nur wenige Minuten später tauchte TuS-Kapitän Mario Denker völlig frei vor dem Tor auf, verpasste aber den zweiten Treffer (16.). Ein Treffer blieb Denker auch bei einem Freistoß aus knapp 20 Metern verwehrt – der Ball landete an der Latte (24.). Mit dieser Chance für das Heimteam flachte die Partie zunehmend ab. Während Montabaur die Ideen im Spiel nach vorne ausgingen, fehlten dem Tabellenletzten die Möglichkeiten, um sich in die gegnerische Hälfte zu spielen.

Das überschaubare Niveau der Partie setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort. Erst nach dem zweiten Treffer durch Montabaurs Pascal Tillmanns, der einen Foulelfmeter sicher verwandelte, kam die Lauer-Elf wieder vermehrt vor das gegnerische Gehäuse (58.). Die großen Löcher in der Birlenbacher Defensive nutzte schließlich Alexander Baldus nach feiner Vorarbeit seines Bruders Sven aus kurzer Distanz zum 3:0-Endstand (72.). In der Schlussphase ließ Montabaur noch mehrere gute Torchancen liegen.

„Wir hätten noch weitere Treffer erzielen können, aber mir war vor allem wichtig, dass wir seriös agieren. Und das haben wir“, erklärte TuS-Trainer Lauer, der aufgrund seines bevorstehenden Abschieds während der 90 Minuten mit Wehmut an der Seitenlinie coachte: „Ich habe gute Freunde hier in Montabaur gefunden und ich mag meine Spieler. Deshalb wünsche ich dem Verein für die Zukunft alles Gute.“

 

VfB Linz kehrt als Meister in die Rheinlandliga zurück

Team von Trainer Paul Becker besiegt den VfL Hamm mit 3:1 und profitiert vom 2:2-Unentschieden der SG Emmerichenhain

Der VfB Linz ist Meister in der Fußball-Bezirksliga Ost und steigt in die Rheinlandliga auf. Den Linzern gelang am vorletzten Spieltag ein 3:1 (2:1)-Heimerfolg gegen den VfL Hamm, während der Verfolger SG Emmerichenhain zu Hause gegen die SG Weitefeld trotz einer 2:0-Führung über ein 2:2 nicht hinauskam. Damit liegt der VfB vor dem letzten Spieltag uneinholbar auf Platz eins.

Als Paul Becker vor knapp zwei Jahren als Trainer zu seinem Heimatverein zurückkehrte, äußerte er seine Hauptaufgabe und seinen Wunsch kurz und knackig: „Ich möchte den VfB Linz wieder in die Rheinlandliga führen.“ Am Sonntagabend um 16.54 Uhr war es geschafft. Auf dem Linzer Kaiserberg brachen alle Dämme. Mit der jüngsten Mannschaft in der Vereinsgeschichte und einem Durchschnittsalter von 21,3 Jahren kehrt der VfB Linz in die höchste Klasse des Fußballverbands Rheinlands zurück.

„Ich bin sprachlos und von Gefühlen überwältigt, aber total stolz auf meine Mannschaft. Sie hat in den vergangenen Wochen Unbeschreibliches geleistet. Nachdem ich Mitte der zweiten Hälfte von der 2:0-Führung von Emmerichenhain gehört habe, hatte ich mich gedanklich mit einer Entscheidung am letzten Spieltag bereits abgefunden. Deshalb gilt mein erster Dank meinem Kollegen Jörg Mockenhaupt und seiner Mannschaft. Die SG Weitefeld verdient sich sportlich und charakterlich höchstes Lob. Sie hat bis zur 93. Minute gekämpft und noch den Ausgleich geschafft. Unter dem Strich sind wir aber auch verdient Meister geworden. Die Tabelle lügt am Ende einer Saison nie. Wir waren spielerisch das beste Team“, sagte Becker, der nach dem Schlusspfiff sichtlich gerührt war und das Bad in der Menge zusammen mit seinem Co-Trainer Thomas Gerolstein, der Becker seit Saisonbeginn nicht nur in der Trainingsarbeit unterstützt, genoss. „Mit Paul Becker ist wieder viel Euphorie in den Verein gekommen. Zudem hat Mirko Schopp als Manager einen tollen Job gemacht. Schade, dass er heute aus privaten Gründen nicht da sein konnte. Wir sind mittlerweile ein gutes Team im Vorstand und optimistisch, das Abenteuer Rheinlandliga stemmen zu können“, freute sich Manfred Rüddel, der 2. Vorsitzende des VfB Linz, über den Aufstieg.

Es war allerdings noch mal ein hartes Stück Arbeit für die Linzer. Nach starkem Beginn und früher Führung durch Mario Seitz (9.) per Kopfball, versäumten es die jungen VfB-Kicker trotz einer Fülle von hochkarätigen Torchancen, den Vorsprung weiter auszubauen. Im Gegenteil, es schlichen sich von Minute zu Minute viele Unsicherheiten und Abspielfehler ins Linzer Spiel ein. Die Folge war das 1:1 durch Michael Weyer fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Ronny Jäckel aus Mayen-Hausen.

Wie so oft in den vergangenen Wochen zeigte der VfB jedoch sofort die richtige Reaktion. Zuerst donnerte Kapitän Michael Krupp einen Freistoß an den Innenpfosten (41.), ehe Stürmer Michael Fiebiger noch vor dem Wechsel die erneute Führung für die Heimmannschaft markierte (42.).

Auch im zweiten Spielabschnitt hielten die Gäste dagegen. Sie versuchten aus einer starken Defensive heraus, zu Konterchancen zu kommen. Deshalb stand die Partie lange Zeit noch auf der Kippe. Erst der zweite Treffer von Fiebiger zum 3:1 sorgte für Ruhe bei den Linzern Akteuren (66.).

Von da ab schien die Spannung aus dem Spiel, ja sogar aus dem gesamten Spieltag heraus zu sein, denn die 2:0-Führung der Emmerichenhainer machte die Runde am Kaiserberg. Erst als nach 79 Minuten die Meldung vom Weitefelder 1:2-Anschlusstreffer eintraf, stieg die Spannung wieder drastisch an. Doch die Blicke der Zuschauer galten weniger dem aktuellen Spielgeschehen, sondern eher den zahlreichen Smartphones. Zumal die Partie auf dem Kaiserberg nach einer Kopfverletzung von Yannik Becker für mehrere Minuten unterbrochen war. Um 16.48 Uhr wackelte der Kaiserberg. Der 2:2-Ausgleich und der Schlusspfiff in Emmerichenhain löste Jubel und laute Gesänge („Nie mehr Bezirksliga“) aus.

Durch die lange Spielunterbrechung mussten sich Spieler und Zuschauer in Linz noch einige Minuten gedulden, ehe der Abpfiff von Jäckel für Gewissheit sorgte und endlich gefeiert werden durfte. „Wir haben nichts organisiert. Doch wir werden jetzt eine tolle Party improvisieren. Das haben wir uns verdient“, sagte Paul Becker und verschwand nach einer Bierdusche mit der Mannschaft in die Kabine, um es zunächst im kleinen Kreis ordentlich krachen zu lassen.

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[ Letzte Änderung: 22. Januar 2018 ]