SV Hundsangen e.V. 1926

27.08.2012, 07:10, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 2.Spieltag

Von: rhein zeitung

Mit 7:1 (2:1) fertigte die SG Weitefeld-Langenbach/ Friedewald in der Bezirksliga Ost völlig verdient den überforderten Aufsteiger FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen ab. Trotz sichtbarem Klassenunterschied und der auf dem Papier beeindruckenden Torausbeute ist in Weitefeld aber noch längst nicht alles Gold was glänzt.

 

Zu wenig war der personell gebeutelte Aufsteiger ein echter Prüfstein und zu mittelmäßig war streckenweise die Leistung der heimischen SG, auch wenn das polemisch klingt. Aber gerade defensiv werden die kommenden Aufgaben, vor allem zu Hause gegen die SG Herdorf, zeigen, ob Weitefeld erneut zu den absoluten Topteams der Liga zählen wird.

Dass das Spiel gegen Osterspai auch durchaus zweistellig hätte ausgehen können, zeigt ein Weitefelder Manko im ersten Durchgang: Sie nutzen ihre Überlegenheit und ihre Chancen (3., Lopata, 28., Neitzert) bis auf zwei Male nicht konsequent. Beim 1:0 bestrafte Christian Hüsch einen individuellen Fehler von Osterspais rechtem Außenverteidiger Sebastian Weinand, der über den Ball trat. Neuzugang Hüsch traf ins lange Eck (13.).

Beim 2:0 klärten die Osterspaier und Kamp-Bornhofener einen Einwurf vor die Füße von Jens Reifenrath, dessen Flanke fand Hüsch, der in der Mitte vollkommen ungedeckt einköpfte (19.).

Es folgte die weniger überzeugende Phase Weitefelds: Im Aufbauspiel mit Fehlern, nicht konsequent aufs dritte Tor spielend und defensiv ungeordnet ließen die Westerwälder die Gäste zu Chancen kommen (24., Adrian Knop, 26., Antony Henrykowski). Eine Gelegenheit, die eigentlich gar keine war, nutzte Thomas Lemler zum Anschlusstreffer (32.).

Weitefeld vergab auch in Hälfte zunächst zwei bestens herausgespielte Möglichkeiten (50., Lopata per Kopf nach Konter). Erst der "freche Hund" Joshua Weller - Originalton Volker Heun - mit einem verwandelten Foulelfmeter brach den Bann (59.) und erhöhte nur eine Minute später nach schönem Pass von Dominik Neitzert auf 4:1 (60.).

Nun zog Weitefeld im Spiel nach vorne das Tempo an und seine Offensivabteilung, eine der Besten der Liga, lief auf Hochtouren: Ein Dreierpack des stets brandgefährlichen Lopata (66., 78., 79.) machte den Kantersieg gegen die bemitleidenswert überforderten Gäste perfekt. Dass Schiedsrichter Jens Hülpüsch pünktlich abpfiff wirkte da fast schon wie ein Akt der Nächstenliebe. "Wir müssen ganz klar anerkennen, dass wir gegen ein Kaliber wie Weitefeld momentan keine Chance haben. Da kann ich froh sein, dass wir streckenweise wenigstens mitspielen konnten", sagte Osterspais Übungsleiter Marc Mies. "Dass wir nur mit 2:1 in die Pause gehen ist lächerlich. Doch die zweite Halbzeit hat unsere nicht zu bestreitende Offensive Qualität gezeigt", freute sich Volker Heun über den Heimsieg.

 

 

Mit einer erheblichen Leistungssteigerung nach der der Pause und einem großen Kampf besiegte die SG Westerburg/Gemünden den Spitzenreiter vom ersten Spieltag, den SC Berod-Wahlrod, mit 4:2 (1:1).

 

Beide Mannschaften begannen bei Dauerregen sehr kampfstark, ohne sich aber zunächst zwingende Torgelegenheiten zu erarbeiten. Die Gäste kamen erstmals gefährlich vor das Westerburger Tor. Ein Freistoß von Martin Müller rutschte dem Kapitän Daniel Frohn nur knapp über den Scheitel, sodass Carsten Wolf im SC-Tor den Ball abwehren konnte (14.).

In der Folgezeit bemühten sich die Kontrahenten, ins Spiel zu finden. Doch zu ungenaues Zuspiel und einige Stockfehler beim Spielaufbau sorgten aber dafür, dass sie sich neutralisierten. Berods Spielertrainer Thomas Schäfer sorgte dann für das erste Ausrufezeichen. Mit einem platzierten und noch abgefälschten Freistoß von der Strafraumgrenze brachte Schäfer sein Team in Führung (27.).

Die Gastgeber ließen sich nicht hängen, eine dicke Chance hatten aber dann wieder die Beroder. Rene Pascal Nagel kam aber in aussichtsreicher Position in Rücklage und setzte den Ball über das Tor (37.).

Zum Ausgleich benötigten die Westerburger dann eine Standardsituation: SC-Torhüter Constantin Redel holte Matthias Wengenroth minimal im Strafraum von den Beinen, David Gläser verwandelte den Foulelfmeter sicher (44.). "Im zweiten Spielabschnitt sind wir ganz anders ins Spiel gekommen", beschrieb Westerburgs Trainer Oliver Meuer, warum sein Team das Spiel nach der Pause in den Griff bekam: "Nach dem Wechsel haben wir uns mit großem Kampf die nötigen Chancen erarbeitet, und Davids Doppelschlag hat uns dann auf die Siegerstraße gebracht." Meuers Bruder David stand zweimal goldrichtig, verwertete zwei tolle Hereingaben in der 53. und 58. Minute jeweils per Kopf zur 3:1-Führung. "Da haben wir die nötige Konzentration vermissen lassen", war Schäfer auf Beroder Seite in Rage, "da müssen wir nächste Woche dran arbeiten."

Die dickste Torchance vergab Christian Knabe in der 80. Minute, als er nach schönem Gläser-Zuspiel den Ball über Redel, aber auch hauchdünn am Torpfosten vorbeihob. Die Gäste legten in der Schlussoffensive noch mal kräftig nach, es reichte aber nur noch zum Anschlusstreffer durch den eingewechselten Alexander Schneider (84.). Einen strittigen Foulelfmeter für das Team von Oliver Meuer verwandelte Björn Weber in der Nachspielzeit zum 4:2-Endstand. "Ich sage es ungern, weil meine Mannschaft mehr kann", war Schäfer stinksauer, "aber unsere Niederlage ist leider verdient."

 

 

Den zweiten Sieg im zweiten Spiel holte die SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach/Raubach in der Bezirksliga Ost. Gegen den Aufsteiger SG Müschenbach/Hachenburg hieß es am Ende 5:3 (1:1).

 

Dabei waren die Gastgeber auf dem Kunstrasenplatz in Puderbach verhalten ins Spiel gestartet. Es fehlte eine Anspielstation und die vielen langen Bälle von der Mittellinie in den gegnerischen Strafraum fanden äußerst selten ihr Ziel. So war es der Aufsteiger, der sich die ersten Tormöglichkeiten erspielte, wie in der 8. Minute durch John Peter Altgeld. Doch wirklich gefährlich wurde es für die Puderbacher erst nach einem ruhenden Ball. Michael Merz trat den fälligen Freistoß, Ihsan Sönmez profitierte von der schlechten Zuordnung in der Puderbacher Abwehr und köpfte zur Müschenbacher Führung ein (20.). Glücklich war dann knapp zwanzig Minuten später der Ausgleich der Gastgeber: Der Kullerball von Henrik Sawadsky traf das Müschenbacher Tor unerwartet (39.).

Kurz nach Wiederanpfiff der Partie kam es zur spielentscheidenden Szene. Schiedsrichter Chris Schneider aus Neuhäusel entschied nach einem Freistoß in den Strafraum aus unerfindlichen Grünen auf Foulelfmeter für die Gastgeber. Selbst überrascht über diese Entscheidung trat Vadim Pucha an, doch Müschenbachs Torwart Markus Zenz wehrte den Schuss ab. Weil einige Gästespieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren, wurde der Elfmeter jedoch wiederholt, und diesmal traf Pucha zum 2:1 (51.).

Diese Szene brachte die Gäste aus dem Tritt, und nur kurze Zeit später erhöhte Daniel Seuser per Weitschuss auf 3:1. Der eingewechselte Florian Raasch brachte dann in der 75. Minute mit seinem Treffer zum 4:1 nach einem schönen Spielzug die Entscheidung.

Doch in der Schlussphase wurden die Puderbacher unkonzentriert, viele Pässe in der eigenen Hälfte kamen nicht an. So kamen die Müschenbacher wiederum durch ein Freistoßtor von Steffen Ecker in der 80.Minute auf 2:4 heran. Der ebenfalls eingewechselte Puderbacher Mergim Dobruna erhöhte auf 5:2, und in der Nachspielzeit trafen nochmals die Gäste: Gerrit Oettgen sorgte für den 5:3-Endstand.

Puderbachs Trainer Michael Roos war nach dem Sieg seiner Mannschaft erwartungsgemäß zufrieden: " Einziger Schönheitsfehler waren die unnützen Gegentore in der Schlussphase. Das 4:1 müssen wir am Ende einfach besser verwalten. Das hat mich und ich denke auch die Spieler geärgert." Marco Schnell, der Spielertrainer der SG Müschenbach/Hachenburg, konstatierte: "In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt und auch nicht unverdient geführt. Nach der 50. Minute haben wir aber den Faden verloren, und nach dem 3:1 war das Spiel gelaufen."

 

 

Nach 70 Minuten schien die Fußballwelt in Ordnung beim FV Engers, doch dann zerfiel sie binnen einer Viertelstunde in Scherben. Unterm Strich stand schließlich die zweite Niederlage des Rheinlandliga-Absteigers im zweiten Spiel der Bezirksligasaison, doch so richtig begreifen konnte das 3:5 (1:0) des FVE gegen TuS Montabaur keiner.

 

Schließlich hatten die Gastgeber die Partie lange dominiert, nach einer Stunde völlig verdient mit 2:0 geführt und auch den Anschlusstreffer der Gäste prompt mit dem 3:1 durch ihren herausragenden Antreiber Mario Schneeweis beantwortet. "Dafür finde ich keine Erklärung", stammelte FVE-Co-Trainer Achim Thelen, nachdem sein Team in der Schlussviertelstunde vier Gegentore kassiert hatte, "bis zum 3:1 war alles perfekt, wir haben alles umgesetzt, was im Training besprochen wurde. "

Die Gäste aus Montabaur waren 70 Minuten mehr oder weniger hinterhergerannt und hatten ihre liebe Mühe, gegen die munter kombinierenden Engerser weiteren Flurschaden zu verhindern. Trainer Wolfram Kohns hatte sein Team gegenüber der 0:4-Schlappe gegen Wirges II auf drei Positionen verändert und auch darüber hinaus im Wochentraining "die eine oder andere Duftmarke" gesetzt.

Doch der Erfolg stellte sich erst ein, als er den zunächst auf die Ersatzbank verbannten Hamit Dinler auf den Rasen schickte. Der staubte mit dem ersten Ballkontakt nach einer Ecke zum 3:2-Anschlusstreffer ab und sorgte mit seinen Dribblings für viel Verwirrung im plötzlich verunsicherten Engerser Defensivverbund. Prompt bereitete er auch das 3:3 und das 3:5 in der Nachspielzeit vor, beide Male vollendete der insgesamt dreimalige Torschütze Niklas Wörsdörfer. "Heute kam die Reaktion von unserer Bank", konstatierte Trainer Kohns, räumte aber ein: "Wir sollten unseren Sieg nicht überbewerten. Nach dem 0:2 wäre ich über einen Punkt schon froh gewesen. Das war so ein Spiel, nach dem sich jede Analyse verbietet; so etwas passiert in zehn Jahren vielleicht ein oder zwei Mal."

Ein schwacher Trost für die Engerser. Die verloren in der Schlussphase völlig den Faden. Sinnbildlich der fatale Stockfehler von Innenverteidiger Fatih Sallashi, den Montabaurs Sturmspitze Dominic Reusch eiskalt zum 3:4 ausnutzte. Bis dahin hatte Sallashi den TuS-Torjäger sicher im Griff gehabt.

FVE-Spielertrainer Sascha Watz-lawik, der sein Team 80 Minuten lang von der Seitenlinie angespornt hatte, griff schließlich beim Stand von 3:3 doch noch selbst ein, wollte wohl Schlimmeres verhindern. Dieser Schuss ging nach hinten los, auch der Routinier konnte die Auflösungserscheinungen in seinem Team nicht mehr aufhalten.

 

 

Nach dem ersten Kreisderby der Saison gehen die Wege der SG Miehlen/Nastätten und der SG Nievern/Fachbach in der Fußball-Bezirksliga Ost weit auseinander. Während die Kombinierten von der Lahn nach zwei Spieltagen die optimale Punktausbeute auf ihrem Konto haben, steht die Elf aus dem Mühlbachtal ohne Zähler da: Mit 1:2 (1:0) verlor die Mannschaft von Spielertrainer Rüdiger Graden am Freitagabend auf eigenem Platz.

 

Dabei waren die Einheimischen noch mit einer Führung in die Pause gegangen. Die kam allerdings eher zufällig und mit großer Hilfe der Nieverner zustande, weil Torwart Florian Lindner und Christoph Schupp sich nicht einig waren, so das Phaithun Murahan zum 1:0 einschieben konnte (23.). "Da muss ein Kommando kommen", bemängelte Gästetrainer Murat Saricicek das unentschlossene Abwehrverhalten.

Ansonsten sahen die Zuschauer im ersten Durchgang im Ehrlich viele Zweikämpfe im Mittelfeld und kaum einen schönen Spielzug. Entsprechend waren Torgelegenheiten selten, die besten vergaben auf Seiten des Auswärtsteams Bastian Schupp (6.), Felix Waldorf (20.) und Florian Panny (38.). "Da waren zwei Hundertprozentige dabei", meinte Saricicek, der sich aber vor allem über eine Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte freuen durfte.

"Da haben wir gezeigt, dass wir an uns glauben", sagte der Coach. Auch das Klischee, dass Nievern nur auf dem eigenen Hartplatz auftrumpfen kann, sieht er ein Stück weit widerlegt. Beim Ausgleich bewies Libero Timo Hoffmeyer Übersicht. Nachdem sein Freistoß abgeblockt worden war, versuchte er es zunächst mit einem hohen Anspiel und dann mit einem flachen - Waldorf war zur Stelle (53.).

Dass Hoffmeyer aus zentraler Position drei Versuche erhielt, ohne dass ihn ein Miehlener entscheidend anging, kostete Graden einige Nerven: "Da haben wir geschlafen." Generell monierte er "hergeschenkte Tore", fehlendes Timing und zu viel Hast in den Aktionen seiner durchweg jungen Nebenleute. Für die Abwehrmitte hatte er übrigens überraschend den studierenden Daniel Körfer aktiviert, um etwas mehr Erfahrung aufzubieten.

Graden selbst verzog bei der besten Gelegenheit der Platzherren nach der Pause (60.). Später besaß der eingewechselte Jannik Fischer noch eine Schusschance (84.). Druck aufbauen konnten die Miehlener und Nastättener aber nicht. Vielmehr dominierten die Nieverner und Fachbacher, bei denen Matthias Hoffmann aus spitzem Winkel scheiterte (63.) und Hoffmeyer die Latte traf (68.). Die Partie dreht endgültig Florian Panny, der bei seinem Siegtor von guter Vorarbeit Fabian Schupps profitierte (74.).

"Das war ein tolles Tor, gestern Abend haben wir das noch im Training geübt", erzählte Saricicek. Konditionelle Vorteile seiner Mannschaft macht er ebenfalls für den Erfolg geltend. Miehlen droht dagegen wie m Vorjahr früh in den Abstiegskampf zu geraten. In einer Begegnung "auf ganz unterirdischem Niveau" vermisste Graden Passgeber, die Verantwortung übernehmen, und vor allem Cleverness.

 

 

Der VfL Bad Ems wartet weiter auf den ersten Sieg der neuen Saison. Nach einem Punktgewinn zum Auftakt in der Bezirksliga Ost in Hundsangen gingen die Kurstädter diesmal gegen den nächsten Westerwälder Verein gänzlich ohne etwas Zählbares vom Feld. Zuvor hatte ihnen eine effektiv agierende SG aus Guckheim den Zahn gezogen. Beide Treffer beim 2:1 (2:0)-Erfolg der Gäste erzielte Mario Wasna, auf der Gegenseite hatte Nicholas Liefke lediglich verkürzen können.

 

Etwas mehr als eine Viertelstunde war auf der Silberau gespielt, da war Mario Wasna bereits drei Mal aufgefallen. Zwei Mal hatte sich Guckheims Stürmer lautstark über ungenaue Pässe seiner Mitspieler beschwert. Als er dann endlich mal das Leder bekam, segelte es prompt zur Führung ins VfL-Tor. Lukas Bode hatte einen Freistoß von der Mittellinie an die Strafraumkante geschlagen, der Ball war demnach eine ganze Zeit in der Luft. Dennoch passte die Zuordnung nicht in der Hintermannschaft der Gastgeber - Wasna nutzte dies und köpfte das Leder in Ruhe zum 1:0 in die Maschen (16.).

Auch die Verletzung von Kapitän Paco Lenzen, der nach 24 Minuten mit einer Knieblessur ausgewechselt werden musste, machte die Guckheimer Abwehr nicht schwammig. Neuzugang Alexander Gombert rückte für Lenzen vom Mittelfeld auf die Innenverteidigerposition in der Viererkette, der eingewechselte Tim Niedermowe stürmte fortan, Lukas Kuch ließ sich dafür in das Mittelfeld zurückfallen. Die Gäste machten in der Folge nicht unnötig viel für das Spiel, aber sie blieben effektiv. Nach starkem Zuspiel von Marcel Mittler erzielte erneut Wasna im Nachsetzen das 2:0 (42).

Die Gastgeber blieben im Spiel nach vorne hingegen zu harmlos. Ein Kopfball von Nicholas Liefke, ein Schuss von Torsten Kreuter, ein von Guckheims Keeper Lars Henning parierter Flachschuss erneut von Liefke - Bad Ems war stets bemüht, mehr aber auch nicht.

Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht viel. Ein abgefälschter Schuss von Nicholas Liefke (73.) brachte wenigstens noch den Anschlusstreffer. Doch zu mehr sollte es auch in einer etwas hektischen Schlussphase nicht reichen. Auf der Gegenseite verpasste Wasna mit einem Pfostenschuss (64.) die vorzeitige Entscheidung. Aber auch der VfL hatte Pech mit dem Aluminium, als Liefke schon nach zwei Minuten in Hälfte zwei einen Ball an die Latte setzte.

"Wir hatten zwei Unkonzentriertheiten und haben prompt zwei Tore kassiert", ärgerte sich VfL-Interimstrainer Kay Ludwig. "Nach vorne haben wir unsere Chancen nicht genutzt, sonst wäre vielleicht noch was drin gewesen."

Für Guckheims noch gesperrten Spielertrainer Stefan Schäfer war das Zuschauen "eine Katastrophe. Vor allem in einem solchen Spiel, in dem wir vorzeitig das 3:0 machen müssen. Dadurch bringen wir uns unnötig in Probleme."

 

 

Im zweiten Saisonspiel der Fußball-Bezirksliga Ost hat es den Neuling SV Rheinbreitbach erwischt - und zwar deftig. Fünf Tage nach dem 2:1 beim Mitaufsteiger Müschenbach setzte es im ersten Heimspiel gegen die SG Herdorf eine 1:5 (0:2)-Schlappe. Die Rheinbreitbachs Trainer Michael Blankenheim indes gelassen hinnahm: "Heute hat meine junge Truppe Lehrgeld gezahlt", meinte der Coach, "gegen eine solche Mannschaft fehlen uns noch die Mittel." Zumal er auf vier urlaubende Stammspieler verzichten musste.

 

Die Herdorfer kamen auf dem Rheinbreitbacher Kunstrasen besser aus den Startlöchern und gingen schon in der 5. Minute in Führung, als Florian Gerhardus einen Pass von Stefan Häßler zum 0:1 verwertete. Der gastgebende Aufsteiger kam nur schwer ins Spiel; stattdessen legten die spritziger wirkenden Gäste nach. Gerade mal eine Viertelstunde war vorbei, da versenkte SGH-Spielertrainer Dirk Sponhauer einen Freistoß zum 0:2 im Netz.

Viel mehr Chancen hatten die Herdorfer nicht bis zur Pause, brachten den Zwei-Tore-Vorsprung aber doch locker in die Kabine. Auch weil Tolgan Özdemir für Rheinbreitbach nur die Latte traf (32.) und Tim Eimermacher den Ball aus 16 Metern knapp am Tor vorbei setzte.

Dennoch wirkte das Team von Trainer Michael Blankenheim in der Schlussphase der ersten Halbzeit präsenter, hatte mehr Spielanteile und ließ die rund 150 Zuschauer auf einen besseren zweiten Durchgang hoffen.

Doch es wurde schlimmer aus Sicht der Heimmannschaft, denn nun setzte sich die Routine und die reifere Spielanlage der Herdorfer Gäste endgültig durch. Kevin Denter traf zum 0:3, Steffen Busch ließ das 0:4 folgen und wurde wenig später im Strafraum von Tim Eimermacher unfair zu Fall gebracht. Die Elfmeterchance ließ sich Herdorfs wenig beschäftigter Torwart Marvin Scherreiks nicht nehmen und machte den Fünferpack voll.

Versöhnlicher Abschluss aus Sicht des SV Rheinbreitbach: Sekunden vor dem Schlusspfiff nutzte Niclas Gettler eine Unachtsamkeit in der Gästeabwehr für den Ehrentreffer, Immerhin. Trainer Blankenheim machte seinen Schützlingen keine Vorwürfe. "Wir müssen uns mit anderen Mannschaften messen", ordnete er den siegreichen Gegner unter die Ligafavoriten ein, "aber wir lernen dazu."

Zufrieden war naturgemäß sein Herdorfer Kollege, Spielertrainer Dirk Sponhauer: "Nachdem wir vergangene Woche zwei Punkte verschenkt haben, waren wir heute von Beginn an hoch motiviert und konzentriert. Nur in der Phase vor der Pause waren wir ein bisschen nachlässig, aber das haben wir im zweiten Durchgang dann ja gutgemacht."

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[ Letzte Änderung: 23. Oktober 2018 ]