SV Hundsangen e.V. 1926

28.08.2017, 07:03, Alter: 142 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 3.Spieltag

Von: rhein zeitung

                                       

 

Auch SG Hundsangen kann Wallmenroths Heimserie nicht knacken

Lukas Tuchscherers Treffer reicht nicht für einen Punktgewinn

17 Mannschaften haben sich seit dem 3. Mai 2015 inzwischen daran versucht, ein Punktspiel bei der SG Wallmenroth/Scheuerfeld für sich zu entscheiden. Und genauso wie die Kombinierten im Oberhaus des Fußballkreises Westerwald/Sieg alle Anläufe an sich abprallen ließen, entschieden sie nach dem Erfolg zum Saisonauftakt gegen den VfL Hamm vor zwei Wochen nun auch die zweite Bezirksligapartie ihrer SG-Geschichte auf eigenem Platz für sich. In die Liste der Gescheiterten reihte sich am Sonntagnachmittag die SG Hundsangen/Obererbach ein, die sich mit 1:3 (0:0) geschlagen geben musste.

Die erste Halbzeit verlief zerfahren und bot in erster Linie viel Kampf im Mittelfeld. Die besten Möglichkeiten der Einheimischen besaß Nikolai Heidrich, der das Leder zunächst knapp über das Tor setzte (28.) und später auch per Kopfball die mögliche Führung verpasste (40.). „Einmal hatten wir aber auch Glück“, musste Wallmenroths Vorsitzender André Hachenberg konstatieren und meinte damit die Großchance von Tommy Brühl, der nach einer halben Stunde frei vor Torwart Jonas Prudlo stand, aber diese Gelegenheit viel zu leichtfertig verstreichen ließ.

Im zweiten Durchgang erhöhten die Platzherren den Druck. Mertens (51.) und Heidrich (55.) vergaben zunächst noch, aber eine Co.-Produktion der beiden Offensivspieler nach einem ruhenden Ball führte das 1:0 nach sich. Der sehr agile Nils Germann schlug einen Eckstoß in den Strafraum, Heidrich verlängerte die einstudierte Variante, und Mertens wuchtete den Flugkopfball in die Hundsangener Maschen (56.).

Auch das 2:0 resultierte aus einer Standardsituation. Diesmal stand Kevin Fischbach goldrichtig und nahm Germanns Hereingabe in Empfang (68.). Dass Lukas Tuchscherer für die Gäste der Anschluss gelang, entsprach der Leistung des Neuzugangs aus der Eisbachtaler A-Jugend. Der Linksaußen war wiederholt gefährlich in Erscheinung getreten und vollendete seine dritte Möglichkeit des Nachmittags zum 1:2 (84.). Hundsangens Hoffnungen auf einen Punktgewinn zerstörte der eingewechselte Michael Leis mit dem Tor zum 3:1-Endstand (87.).

„Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir verdient gewonnen. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, fasste André Hachenberg seine Sicht der Dinge zusammen.

Deutliche Worte fand Martin Schlimm, der enttäuschte Spielertrainer der Gäste, der weiter auf den ersten Saisonsieg mit seiner Mannschaft warten muss: „Alle negativen Adjektive, die auf ,los' enden, beschreiben unser Spiel: ideenlos, mutlos, kraftlos, saftlos. Wir haben verteidigt wie Schulbuben und in den Zweikämpfen körperlos agiert. Das war wieder ein Rückschritt gegenüber der zweiten Halbzeit vom vergangenen Wochenende.“

 

SG Ellingen entscheidet das Spiel in drei Minuten

SG Ahrbach wird unter Wert geschlagen

Drei Minuten genügten der SG Ellingen/Bonefeld/Willroth, um in der Bezirksliga Ost beim Spiel gegen die SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod alle Hoffnungen des Aufsteigers auf einen möglichen Punktgewinn zunichte zu machen. Dank dreier Treffer zwischen der 79. und 82. Minute hieß es am Ende 4:1 (0:0) für Ellingen.

Die Gäste aus Ahrbach stellten sich tief in die eigene Hälfte, arbeiteten konzentriert gegen anfangs eher uninspiriert anlaufende Gegner und lauerten auf Gelegenheiten zum Kontern. Nach mehreren erfolglosen Ellinger Versuchen – Dennis Krämer setzte einen Kopfball knapp übers Tor (12.) und Florian Raasch driftete beim Dribbling im Sechzehner zu weit ab, sodass sein Abschluss geblockt wurde (24.) – war es in der 35. Minute dann auch tatsächlich der Aufsteiger, der die bis dahin beste Torchance verbuchen konnte. Christian Klatt öffnete mit einem sehenswerten Heber den Raum für Sebastian Frank, der direkt in den Lauf von Niklas Klar passte. Dessen flacher Abschluss strich allerdings knapp am Tor vorbei. So sah es lange nach dem nächsten Unentschieden für beide Mannschaften aus. Bis Fatos Prenku die SG Ellingen auf die Siegerspur brachte. Sein Treffer in der 55. Minute war der Dosenöffner für die bis dahin eher mühsame Begegnung und sorgte dafür, dass die Gäste in der Folge deutlich offensiver wurden. Die Ellinger machten weiter, wehrten geduldig die Angriffe der Gäste ab – und nutzten deren nun schwindende Konzentration eiskalt aus. In der 79. Minute machte sich Fatos Prenku in der eigenen Hälfte in Richtung gegnerisches Tor auf und legte im richtigen Moment auf Kevin Wranik ab, der nur noch einschieben musste: 2:0. Nur zwei Minuten später blieb Wranik im Zweikampf derart hartnäckig, dass sein Gegenspieler den Ball vor die Füße von Dennis Krämer „klären“ musste. Krämer zog ab und verwandelte zum 3:0 (81.). Abschließend schlug dann das Duo Prenku/Wranik noch mal zu: Flanke Prenku, Kopfball Wranik – 4:0 (82.).

Der Ahrbacher „Ehrentreffer“ durch den engagierten Niklas Klar (86.) kam für den Aufsteiger zu spät. Ahrbachs Trainer Peter Olbrich war trotz der in seinen Augen viel zu hoch ausgefallenen Niederlage zufrieden: „Wir haben 80 Minuten lang dem Gegner Paroli geboten und hatten in der ersten Hälfte sogar die Chance, in Führung zu gehen“, rückte er die Leistung seiner Elf ins rechte Licht und betonte: „Wir haben heute richtig gut gekickt.“ Auch Thomas Kahler bescheinigte dem Aufsteiger eine engagierte Leistung, freute sich aber umso mehr über die wichtigen drei Punkte: „Wir haben lange arbeiten müssen und haben uns den Sieg verdient.“

 

SG Emmerichenhain lässt fahrlässig Chancen liegen

Müschenbach holt 0:2-Rückstand auf

In der Bezirksliga Ost trotzte die SG Müschenbach/ Hachenburg der nach zwei Startsiegen als Tabellenführer angereisten SG Hoher Westerwald Emmerichenhain/Niederroßbach ein respektables 2:2 (0:1) ab.

Die Partie begann verspätet, hatte aber schon nach der ersten Spielminute Fahrt aufgenommen. Mit der ersten Spielaktion konnte Emmerichenhains Kapitän Oleg Bese, aus dem Mittefeld heraus nicht konsequent genug gestört, zum Schuss ansetzen und den Ball aus der Distanz in Müschenbachs Tormaschen setzen (1.). Für die ambitionierten Gäste war dies der Rückenwind, um ihr druckvolles Spiel aufzuziehen. „Zur Pause mussten wir hier deutlich führen, unsere Chancenverwertung war einfach ungenügend“, regte sich Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic auf. In der Tat war die Fahrlässigkeit, mit der seine Schützlinge bei drückender Spielüberlegenheit reihenweise Großchancen ausließen, letztendlich entscheidend für den Punkteverlust. David Quandel (7.) und Mario Kulmer (17.) scheiterten alleine vor dem glänzend reagierenden Lukas Hammer im Müschenbacher Tor. Elf Minuten später hätte Hammer dann aber fast das zweite Gegentor eingeleitet. Sein Aufbauspiel endete mit einem Fehlpass auf Quandel, der instinktiv aus der Distanz über den Keeper hob, aber das Spielgerät nur auf die Torlatte setzte (28.). Zwei Minuten später war Müschenbachs Torhüter dann aber wieder hellwach, als er mit einer Glanzparade einen strammen 20-Meter-Schuss von Dominik Schwertel abwehrte.

Müschenbachs einzige gefährliche Offensivaktion ließ bis kurz vor dem Pausenpfiff auf sich warten. Jannick Kessler jagte den Ball aber aus kurzer Entfernung übers Gehäuse (44.).

Fünf Minuten nach dem Wechsel markierten die Gäste mit Quandels sehenswertem 30-Meter-Direktschuss über den zu weit vor seinem Kasten stehenden Hammer das 0:2. „Emmerichenhain hat eine Stunde das Spiel bestimmt, wir haben in den letzten 30 Minuten richtig gut dagegen gehalten“, erklärte Müschenbachs Trainer Volker Heun. Der Knackpunkt war Gerrit Oettgens verwandelter Foulelfmeter (68.), der das bis dahin klar unterlegene Heun-Team wach rüttelte und zu einem fulminanten Schlussspurt ansetzen ließ. „Ein unnötiges Foulspiel, mit dieser Aktion machen wir uns alles kaputt“, war Mujakic sauer. Sein Team verlor nun mehr und mehr an Spielanteilen, und die vehement kämpfenden Gastgeber glichen durch Fabian Heinen in der 90. Minute noch aus.

 

In Friedewald gibt's Tore satt

Weitefeld und Hamm liefern sich beim 6:3 ein munteres Scheibenschießen

Wer Fußballspiele mit vielen Toren sehen will, der scheint auf dem Rasen in Friedewald an der richtigen Adresse zu sein. Eine Woche nach der 3:4-Niederlage gegen Wirges legte die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen sogar noch einen drauf, ihr zweites Bezirksliga-Heimspiel in dieser Saison gewann die Mannschaft von Jörg Mockenhaupt gegen den VfL Hamm mit 6:3. Nach turbulenten 90 Minuten standen für den Weitefelder Trainer die drei Punkte „über allem“, er wusste hinterher im Dialog mit seinem Hämmscher Pendant Philipp Höhner aber auch: „Hinten haben wir zwei noch viel Arbeit.“

Das liegt in Anbetracht der Gegentore, die beide Teams in nur drei Spielen bereits hinnehmen mussten, auf der Hand. Das wusste Philipp Höhner auch schon vor dem halben Dutzend, das seine Mannen diesmal kassierten. „Wir wollten sicher stehen“, meinte der VfL-Trainer, angesprochen auf das 5-3-2-System, mit dem er seine Elf in die Partie geschickt hatte. Doch eine defensive Ausrichtung allein verhindert bekanntlich noch keine Gegentore. Und so monierte Höhner nach einer gespielten halben Stunde treffend, dass seine Spieler nicht „wie angewurzelt rumstehen“ und „mal aufrücken“ sollten. Viel zu viel Freiraum gewährten die Gäste den Weitefeldern in Tornähe, was diese im ersten Abschnitt zu zwei Treffern nutzten. Einmal durch Dominik Neitzert, der nach einer Flanke von Maximilian Strauch einköpfte (21.), und ein weiteres Mal durch Joshua Weller, der nach einer eher harmlos anmutenden Neitzert-Hereingabe den Fuß hinhielt und den 2:0-Pausenstand markierte (44.).

Dass auch die Gastgeber Defensiv-Zweikämpfe eher verhalten führten, wurde im ersten Abschnitt nur deshalb kaum sichtbar, weil sie zumeist den Ball hatten. Als sich das aber nach dem Seitenwechsel änderte, weil der VfL mehr rackerte und bei Bällen in die Spitze endlich auch mal nachrückte, trat schließlich auch die Weitefelder Defensivschwäche zu Tage – und zwar in Form zweier Geschenke, die das Höhner-Team annahm, um innerhalb von neun Minuten auszugleichen. Erst köpfte Nick Madronte nach einem Eckball freistehend ein (48.), dann ließ sich Fabian Lohmer zu leicht von Daniel Stoll ausspielen, der anschließend für Tim Deipenbrock auflegte (57.). „Natürlich dürfen wir nicht innerhalb so kurzer Zeit das Spiel aus der Hand geben“, monierte Mockenhaupt das schludrige Abwehrverhalten seiner Mannschaft, mit dem sie einen bis dato harmlosen Gegner wieder ins Spiel gebracht hatte.

Es brauchte ein Tor aus dem Nichts, um das Spiel aus Weitefelder Sicht wieder in die richtigen Bahnen zu lenken – und eine Standardsituation. Sascha Cichowlas zog den Ball aus zentraler Position fast schon zu nah an die Torauslinie, doch das hielt Joshua Weller nicht davon ab, mit einem Kopfballaufsetzer aus spitzem Winkel für die erneute Führung der Einheimischen zu sorgen (68.). Selbstredend, dass VfL-Torwart Mert Zeycan in dieser Szene keine gute Figur abgab. Keine Minute später stellte Mario Weisang mit einer Einzelleistung auf 4:2. Die Partie war damit zwar entschieden, nicht aber der genaue Ausgang.

Der VfL drohte nach diesem Doppelschlag nun vollends auseinanderzubrechen. Abermals Mario Weisang, der einen Handelfmeter frech in die Tormitte schob (77.), und Luca Thom, der mit der ersten Aktion nach seiner Einwechslung zum 6:2 einschoss (80.), nutzten die zunehmende Verunsicherung des Gegners konsequent aus. Da aber auch die Weitefelder vor dem eigenen Tor weiterhin keine Sicherheit ausstrahlten, war der letzte Treffer dieser ereignisreichen Begegnung dem Verlierer vorbehalten. Markus Giesbrecht setzte den Schlusspunkt zum 3:6 und bestätigte damit Jörg Mockenhaupts eingangs erwähnte Einschätzung in Bezug auf das, woran sowohl er als auch Philipp Höhner mit ihren Mannschaften in den kommenden Wochen hart arbeiten müssen.

 

Trotz 1:5: Reitz attestiert Burgschwalbach Potenzial

TuS wird gegen VfB Wissen unter Wert geschlagen – Sandro Fuchs vergibt Foulelfmeter – Janosch Lauter verletzt abtransportiert

 „Kopf hoch und weiter“, tröstete Torsten Baier, Trainer der TuS Burgschwalbach, sein Team nach der klaren 1:5 (0:3)-Niederlage in der Bezirksliga gegen den konzentriert auftretenden Titelaspiranten VfB Wissen.

Rund 170 Zuschauer erwarteten ein attraktives Spiel von zwei Mannschaften, die für Offensivfußball bekannt sind. Nach einem Start auf Augenhöhe war es Fation Foniq, der einen gravierenden Abstimmungsfehler in der TuS-Abwehr ausnutzte und freistehend zum 0:1 einschob (15.). Kurze Zeit später schlug erneut Foniq zu, als er einen Steilpass erlief und vom linken Strafraumeck auf 0:2 (31.) erhöhte.

Die Burgschwalbacher hatten derweil außer einer von Julian Ohlemacher verpassten Gelegenheit in der Offensive nichts Zählbares zu verzeichnen. Ein weiterer Dämpfer musste sogar weggesteckt werden: Nach einer Flanke von links prallte der Ball von der Brust von TuS-Innenverteidiger Sascha Bremenkamp ab und fiel von dort aus in hohem Bogen hinter Luca Wischmann zum 0:3 ins Netz (41.). Baier: „So ein Rückstand ist natürlich immer schlecht, besonders gegen so einen starken Gegner.“

Nach der Pause gab es dann wieder Hoffnung für den amtierenden Kreismeister, als wie aus dem Nichts der Anschlusstreffer gelang. Ein harmlos anmutender Freistoß fast von der Mittellinie landete auf dem Kopf von Verteidiger Maximilian Janz, der nur noch zum 1:3 einnicken musste (60.).

Jede Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd wurde jedoch schon wenig später im Keim erstickt, da Hüseyin Samurkas eine ansehnliche Kombination der Gäste eiskalt vollendete und damit den alten Abstand wieder herstellte (64.).

Die Pechsträhne der Gastgeber setzte sich fort: Zuerst verfehlte Sandro Fuchs bei einem Foulelfmeter meterweit das Tor (66.) – für Thorsten Baier ein „bezeichnender“ Moment im Spiel. Dann musste der spielende Co-Trainer Janosch Lauter verletzt passen und mit einem Krankenwagen abtransportiert werden. Nach fünfminütiger Unterbrechung beruhigte sich das Spiel wieder. Beide Teams wirkten, als hätten sie sich mit dem Ergebnis angefreundet.

Den Schlussstrich setzte erneut der Ex-Betzdorfer Fation Foniq nach einem langen Schlag aus der Abwehr heraus. Mit seinem Treffer erhöhte er nicht nur das Endergebnis auf 1:5, sondern machte gleichzeitig auch seinen Dreierpack perfekt (84.).

VfB-Trainer Walter Reitz fand nach dem Spiel lobende Worte für den Gegner seiner Wissener: „Burgschwalbachs junge Mannschaft hat großes Potenzial. Am Ende ist das Ergebnis etwas zu hoch ausgefallen. Das waren blöde Gegentore für sie.“ Zur Leistung seines Teams bemerkte Reitz: „Wir haben seriös und konzentriert gespielt.“ Einzig die Passquote seiner Mannschaft fand er „steigerungsfähig“.

Vereinsportal ]  [ Impressum ]  [ Kontakt ]   © 2018 SV Hundsangen
[ Letzte Änderung: 17. Januar 2018 ]