SV Hundsangen e.V. 1926

27.08.2016, 08:34, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 3.Spieltag Teil 1

Von: rhein zeitung

 

 

Niedermowe Elfmeter lässt Westerburger jubeln

SG siegt mit 1:0 bei der FSV Osterspai

 

 

Nach dem 0:1 (0:1) am Freitagabend gegen die SG Westerburg/Gemünden haderte Nico Helbach auch mit dem nötigen Quäntchen Glück. „Wir hätten heute einen Punkt verdient gehabt“, meinte der Trainer der FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen, nachdem seine Mannschaft auch im dritten Spiel der noch jungen Saison in der Fußball-Bezirksliga Ost am Ende mit leeren Händen dastand. Anders die Westerburger, die mit nun zwei Siegen aus drei Spielen auf Kurs liegen.

Bereits zur Pause lagen die Gäste nicht unverdient in Führung, erwiesen sie sich auf dem holprigen Kamper Rasenplatz doch als die spielerisch reifere Mannschaft. Doch dass ein Mehr an Ballbesitz nicht unbedingt auch mit einem Mehr an Torchancen einhergeht, machten die Eineimischen in dieser Partie deutlich. Denn bis zur 38. Minute, als David Meuer die erste Westerburger Torchance verbuchte, waren es ausschließlich die Osterspaier, die Gefahr ausstrahlten. Die beste Gelegenheit vergab Adrian Knop, der auf Vorarbeit von Josip Topic mit einem Flachschuss an SG-Schlussmann Carsten Wolf scheiterte (14.). Nur zwei Minuten später war es dann Thomas Lemler, der mit einem Freistoß aus halblinker Position Wolf ebenfalls prüfte (16.). Auch in der Folge setzten die Gastgeber auf schnelles Umschalten mit langen Bällen auf die Außen, weitere Tormöglichkeiten blieben jedoch aus.

Stattdessen waren es die Gäste aus dem Westerwald, die das erste und einzige Mal an diesem Abend jubeln durften. Eine Minute nach Meuers erster Torannäherung verwandelte Tim Niedermowe einen Foulelfmeter sicher zum 0:1 (39.). Dass dem ein klares Foulspiel von Jan-Niklas Huss an Michel Heinen vorausgegangen war, stellte kaum jemand infrage, sehr wohl aber, ob der „Tatort“ tatsächlich innerhalb des Strafraums lag.

Ob des Rückstandes waren die FSV-Kicker nach dem Seitenwechsel darum bemüht mehr Druck aufzubauen. Das brachte ihnen zwar eine Reihe an Eckbällen ein, zwingend vor dem gegnerischen Tor wurden sie aber kaum. Die besten Möglichkeiten vergaben Nicolas Nouvortne, der nur das Außennetz traf (61.) und Josip Topic, dessen Freistoß von der Strafraumgrenze weit über den Kasten segelte (84.). Ansonsten gab es für die Helbach-Elf gegen gut stehende Gäste kaum mal ein Durchkommen, vor allem die weiten Schläge in die Spitze stellten die SG-Defensive selten vor Probleme.

So blieb es schließlich beim knappen Auswärtserfolg für die Westerburger, dessen Zustandekommen SG-Trainer Oliver Meuer jedoch nicht sonderlich vom Hocker riss: „Spielerisch war das von beiden Seiten nicht viel. Typisch, dass das einzige Tor durch einen Elfmeter gefallen ist.“

 

 

 

Nauort unterliegt in Birlenbach

Gastgeber erweisen sich als wesentlich effektiver als die Fortuna

 


Im vorgezogenen Duell der Bezirksliga-Aufsteiger legte die SG Birlenbach/Balduinstein mit einem 3:1 (1:0)-Heimsieg gegen Fortuna Nauort nach und wertete den überraschenden 2:1-Auswärtssieg in Gemünden auf.

In der weitgehend ausgeglichenen ersten Halbzeit zeigten hüben wie drüben die Abwehrreihen viel Übersicht und ließen wenig Nennenswertes der Angreifer zu. So zeigte sich nach einem Freistoß von SG-Spielertrainer Wladimir Stumpf der am zweiten Pfosten postierte Jens Berg überrascht und ließ diese Chance ungenutzt (23.). Nach exakt einer halben Stunde Spielzeit prüfte Stefan Weber den aufmerksamen SG-Schlussmann Mario Nöllge nach einem Freistoß Andreas Fundas im kurzen Eck.

Ihren ersten geradlinigen und zielstrebigen Vorstoß schlossen die Einheimischen dann gleich mit der Führung ab: Auf Vorarbeit von Stumpf und Manuel Saß verwandelte Omed Chulie aus sieben Metern entschlossen zum 1:0 (33.). Kurz darauf wäre eigentlich nach Tim Trapps fatalem Rückpass in den Lauf von Matthias Tries der Ausgleich fällig gewesen, doch Tries nahm das Geschenk nicht an (36.). Dann klärte ein Birlenbacher Abwehrspieler die Situation nach einem zu unpräzisen Kopfball Hüseyin Ünals (37.).

Wie entfesselt kamen die Fortunen aus der Kabine und schnupperten durch Waldemar Pineker (47., Nöllge lenkt den Ball über die Latte), Ünal und Andreas Funda (beide 48., beide vorbei) am Ausgleich. Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. Begünstigt durch einen Abwehrfehler der Westerwälder kam Jeffrey Steinke an den Ball und bediente den mitgelaufenen Marcel Hannappel, der Fortuna-Torwart Jürgen Ebert das Nachsehen gab (50.). Das nennt man dann wohl Effektivität pur.

Die SG agierte in der Folge mit dem Vorsprung im Rücken taktisch clever aus der Tiefe und erwies sich als sattelfest in der Deckung mit dem wie schon unlängst in Gemünden bestens aufgelegten Keeper Nöllge. Mit seinem zweiten Treffer an diesem Sommerabend stellte Marcel Hannappel nach sehenswertem Freistoß-Trick mit Stumpf auf 3:0, ehe dem früheren Wirgeser Waldemar Pineker postwendend das verdiente „Ehrentor“ für die nie aufsteckenden Nauorter gelang.

„Ich bin maßlos enttäuscht. Die ersten beiden Gegentore sind quasi aus dem Nichts gefallen“, war Nauorts Trainer Olaf Klee restlos bedient. Sein Kollege Bernd Moos zeigte sich nicht mit dem Auftritt seines Teams insgesamt, wohl aber mit dem Resultat zufrieden: „Das war ein glücklicher Sieg für uns, bei dem wir sehr effektiv waren. Wir haben keine Körpersprache gezeigt und hatten bei den immer gefährlichen Nauorter Standards oft keine Zuordnung. Es bleibt viel Arbeit.“

 

 

 

VfL Bad Ems wird in Anfangsminuten kalt erwischt

 

VfB Linz agiert schneller und druckvoller und fährt einen ungefährdeten 3:0-Erfolg ein

 

 

Der VfB Linz sorgte in seinem Bezirksliga-Gastspiel beim VfL Bad Ems frühzeitig für klare Verhältnisse bei seinem ungefährdeten 3:0 (3:0)-Sieg auf dem Rasenplatz im Stadion Silberau.

 

VfL-Trainer Kay Ludwig zeigte sich nach dem Abpfiff als fairer Verlierer: „Das Ergebnis geht absolut in Ordnung, Linz war die stärkere Mannschaft.“

Die nur rund 80 Zuschauer sahen in der ersten halben Stunde eine gnadenlos effektive Linzer Mannschaft, die mit 3:0 auf und davon zog, obwohl es den Bad Emsern in längeren Phasen gelang, die Partie optisch weitgehend offen zu gestalten.

Nach nur sechs Minuten wurde Mario Seitz sehr schön freigespielt und ließ mit seinem trockenen Schuss aus 16 Metern VfL-Torhüter Marvin Rixen keine Abwehrchance. Der musste den Ball nur vier Minuten später erneut aus dem Netz holen, nachdem Michael Fiebiger nach Andreas Schuhts Querpass erneut von der Strafraumgrenze zum 0:2 getroffen hatte. In der 17. Minute strich Fiebigers Flachschuss knapp am Pfosten vorbei, doch in der 27. Minute erhöhte er flach aus 16 Metern zum 3:0 für die Gäste.

Bis dahin hatte auf der Gegenseite nur Francisco Wink-Blas für Gefahr gesorgt. Nach einer Unachtsamkeit in der VfB-Abwehr kam er zum Schuss, scheiterte aber am glänzend reagierenden Linzer Schlussmann Sebastian Seitz (22.). Fünf Minuten vor der Pause verfehlte ein Kopfball des Bad Emser Spielführers Kay Tups knapp sein Ziel.

Die individuell überlegenen Linzer blieben aber auch nach der Pause das schnellere, spritzigere und druckvollere Team. Leonor Tolajs Schuss aus 20 Metern war etwas zu hoch angesetzt (52.), fünf Minuten später parierte Rixen Fiebigers aus dem Gewühl vor dem Tor heraus abgegebenen Versuch reaktionsschnell. Der Bad Emser Keeper verhinderte auch in der Folge einen noch höheren Rückstand seiner Mannschaft, als er gegen den eingewechselten Arjan Kuqi klärte und auch Fiebigers Nachschuss parierte (75.). In der 80. Minute strich der Ball nach einem Flachschuss von Mario Seitz am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite parierte Sebastian Seitz einen Seitfallzieher von Ernesto Victor (84.).

Der Linzer Trainer Paul Becker war zwar zufrieden, dass seine Mannschaft mit 3:0 gewonnen hatte, sah aber auch Gründe für Kritik: „Nach dem 3:0 haben wir das Fußballspielen eine Zeit lang eingestellt. Da haben wir nicht konsequent weitergearbeitet, so etwas kann auch mal schiefgehen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann inflationär mit unseren Torchancen umgegangen.“

Kay Ludwig gewann hingegen der deutlichen Niederlage noch Positives ab: „Die Linzer haben uns am Anfang mit den zwei schnellen Toren kalt erwischt. Nach einer halben Stunde und dem 0:3 haben wir aber etwas mehr Zugriff auf das Spiel bekommen. Insgesamt hat das Spiel eine Aufwärtstendenz bei uns gebracht. Ich werde die Jungs jetzt für das Rheinlandpokal-Spiel am kommenden Mittwoch aufrichten.“

 

 

 


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