SV Hundsangen e.V. 1926

05.09.2016, 08:51, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 4.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

SG Weitefeld gewinnt Regenschlacht

Elf von Jörg Mockenhaupt dreht das Spiel in der zweiten Halbzeit

und schlägt die SG Hundsangen mit 3:1


„Der Ausgleich wäre nicht unverdient“, konstatierten Hundsangens Anhänger in der 60. Minute. Zu diesem Zeitpunkt führten die Hausherren in der Bezirksliga Ost noch durch einen verwandelten Foulelfmeter aus der 30. Minute von Chihiro Nogi gegen die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen. Nach 90 Minuten hieß es 1:3 (1:0) aus Sicht der Heimmannschaft – und auch das war nicht unverdient.


Die rund 150 Zuschauer waren gerade dabei, den Regenschirm gegen die Sonnenbrille auszutauschen, als Gäste-Stürmer Jan Niklas Mockenhaupt eine verunglückte Abwehraktion von Tommy Brühl ausnutzte und den Ball zum 1:1 in die linke untere Ecke schoss (67.) Der verdiente Ausgleich war aber erst der Anfang der Aufholjagd der SG Weitefeld. Dementsprechend zufrieden war Trainer Jörg Mockenhaupt, dessen Mannschaft eine „tolle Moral und Kampfgeist gezeigt“ habe.

In der ersten Halbzeit vergaben beide Mannschaften hochkarätige Chancen vor allem in den ersten 30 Minuten, in denen sich ein temporeiches Spiel entwickelte. Dass es bis zum Elfmeterpfiff durch Schiedsrichter Richard Kochanetzki – nach Foul an Lukas Faulhaber – immer noch 0:0 stand, lag vor allem an der Abschlussschwäche beider Mannschaften. Der Führungstreffer und der einsetzende Regen lähmten das Spiel beider Teams, und so ging es mit einem 1:0 in die Kabine. Die Gäste erwischten im zweiten Spielabschnitt den besseren Start und kamen zu guten Chancen durch Luca Thom und Mockenhaupt, die aber entweder am Torwart oder an einem Abwehrspieler scheiterten. Auf der Gegenseite vergab Neuzugang Nogi freistehend vor Torwart Sören Trippler.


Nach dem 1:1 entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem in der 82. Minute die Gästeführung durch Dominik Neitzert fiel, der den Ball nach einem missglückten Befreiungsschlag unten links versenkte. Erneut Nogi hatte die große Chance zum Ausgleich für die Gastgeber, doch sein Abschluss ging weit am Tor vorbei. Durch einen Konter, den der eingewechselte Maximilian Strauch zum 1:3 vollenden konnte, erstickte Weitefeld die letzte Hoffnung der Hundsangener auf den Ausgleich. (89.).

 


 

Erste Saisontreffer retten der SG Elbert einen Punkt

Kuriose Tore beim Remis in Gemünden

 


Die SG Westerburg/Gemünden und die SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen trennten sich in einem Spiel, das nicht in die Kategorie „Leckerbissen“ fiel, am vierten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost mit einem insgesamt gerechten 2:2 (2:0)-Unentschieden. Dabei verspielten die Gastgeber nach zwei kurios entstandenen Treffern am Ende noch eine 2:0-Pausenführung.

Recht druckvoll starteten die Gäste in die Partie, doch bereits in der achten Spielminute wurde das Engagement der SG Elbert jäh gestoppt. Einen der gefürchteten langen Einwürfe von Westerburgs Tim Niedermowe fand in Person von Christian Hartmann seinen Abnehmer. Per Kopf ließ Hartmann Elberts Torhüter Kevin Jung keine Chance und erzielte die 1:0-Führung. Auch die zweite nennenswerte Szene auf Seiten der SG Westerburg war wieder von Erfolg gekrönt. Justin Keeler hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt, und sein als gefühlvolle Flanke gedachter Ball senkte sich zur Verwunderung aller zum 2:0-Halbzeitstand ins lange Eck (27.).

Die SG Elbert kam zwar nicht wie verwandelt aus den Kabinen, doch die Mannschaft von Trainer Michael Diel ging fortan wesentlich entschlossener zu Werke und belohnte sich in der 54. Spielminute mit dem Anschlusstreffer. Der eingewechselte Marius Otto bediente Alexander Gombert, der anschließend gleich mehrere Westerburger Abwehrspieler austanzte und mit einem satten Schuss mitten ins Schwarze traf.

Von der SG Westerburg kam im zweiten Durchgang nicht mehr viel, doch hätte Justin Keeler nach einem groben Abwehrschnitzer von Elberts Tobias Brand für die Entscheidung sorgen können, doch völlig überhastet jagte Keeler die Kugel über das Tor (84.). Nur zwei Minuten später segelte eine von der Mittellinie geschlagene hohe Flanke von Elberts Marius Otto an „Freund und Feind“ vorbei zum 2:2-Entstand in Netz. Kurz vor dem Ende sahen Otto (88.) und Keeler (90.+2) noch Ampelkarten.

Wenig begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft sagte Westerburgs Trainer Oliver Meuer: „Das hatte nicht viel mit Bezirksligafußball zu tun. Wir haben zwar 2:0 geführt, doch keiner wusste so richtig, warum. Am Ende müssen wir noch froh über den einen geholten Punkt sein.“

Michael Diel, Trainer der SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen, war nicht unzufrieden mit dem Geleisteten seiner Mannschaft sowie dem einen Zähler und meinte: „Wir kamen nach den zwei kuriosen Gegentreffern wieder zurück und haben uns den einen Zähler aufgrund der zweiten Hälfte redlich verdient.“

 


 

Fünf Treffer: David Quandel überrollt die Wirgeser Reserve

Aufsteiger Emmerichenhain landet den nächsten Kantersieg

 

Eine 0:5 (0:3)-Heimniederlage musste die Spvgg EGC Wirges II in der Bezirksliga Ost gegen die SG HWW Emmerichenhain/Niederroßbach hinnehmen, was für die in allen Belangen überlegenen Oberwesterwälder nach dem 7:2 gegen Ellingen in der Vorwoche nun schon der zweite Kantersieg war. „Die Niederlage hat einen Namen“, sagte der Wirgeser Spielertrainer Ali Mut und meinte damit Emmerichenhains Topstürmer David Quandel, der die unerfahrene EGC-Elf im Alleingang abfertigte. Quandel profitierte dabei von einem wieder überragend spielenden Keigo Matsuda, der ihn bei den beiden ersten Treffern (15., 22.) glänzend in Szene setzte.

„Wir haben uns trotz eindeutigem Rückstand nie aufgegeben“, war Mut mit der Einstellung seines noch unerfahrenen Teams einverstanden. Absoluten Einsatz und Willen konnte man den Gastgebern nicht absprechen, was gegen den abgezockten Aufsteiger, der die Partie über die gesamte Spielzeit beherrschte, aber nicht ausreichte. Das Mut-Team zeigte zwar stellenweise ein flottes und ansehnliches Aufbauspiel, in der Offensive waren die Wirgeser Angriffsbemühungen aber viel zu statisch und harmlos, als dass die routinierte Gästeabwehr auch nur annähernd in Gefahr geraten wäre.

Quandel hatte in der 39. Minute den Ball zum dritten Mal im EGC-Gehäuse versenkt, sein 16-Meter- Hammer donnerte ansatzlos ins Tornetz. Sein Hattrick vor der Pause reichte ihm aber noch nicht. An Tagen, an denen einem alles gelingt, konnte sich Quandel sogar den Luxus leisten, einen vom Wirgeser Torhüter Luca Beck an Mario Pavelic verschuldeten Foulelfmeter zu vergeben. Beck machte seinen Fehler wieder gut, hielt den schwach geschossenen Strafstoß (47.) und wurde anschließend der beste Mann bei den Gastgebern. Denn die Angriffsmaschinerie der Gäste lief unbeeindruckt vom Elfmeter weiter. So verdiente sich der junge EGC-Keeper bei Großchancen von Matsuda (53., 55.) sowie Sherif Rexhaj (58.) Bestnoten. „Ohne respektlos zu sein, wir hätten sogar noch höher gewinnen können“, meinte Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic, der auch nach beruhigendem Vorsprung unter Volldampf an der Seitenlinie dirigierte. Sein Team schaltete erst nach einer Stunde einen Gang zurück, was den weiter tapfer kämpfenden Wirgesern die Gelegenheit gab, ihrerseits zu Torchancen zu kommen, die aber weiterhin nicht zwingend genug waren. Carsten Schwarz (60.) und Dalis Azizi (87.) scheiterten in aussichtsreicher Position an Gäste-Keeper Timon Topitsch, der dadurch die Gelegenheiten bekam, sein Können unter Beweis zu stellen. David Quandel hatte seinen Torhunger noch nicht gestillt. Mit seinen sehenswerten Treffern in der 77. und 90. Minute stellte er den Endstand her. „Wir müssen abwarten, wie die Saison weiterläuft, dann wissen wir, was der Erfolg heute bedeutet“, war Mujakic zufrieden.

 


 

Neuling SV Nauort feiert ersten Sieg in neuer Klasse

Waldemar Pineker bestraft Osterspai

 

Im vierten Versuch hat Neuling SV Fortuna Nauort den ersten Bezirksliga-Sieg der Vereinsgeschichte eingefahren. Nach 90 Minuten hieß es 2:1 (0:0) gegen die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen, die weiterhin ohne Punkgewinn dasteht. Dementsprechend gelöst war SV-Trainer Olaf Klee nach dem Abpfiff: „Ich bin total erleichtert, aber auch total geschafft nach dieser Woche. Wir wollten erst mal ganz klassisch hinten sicher stehen“, erklärte er den recht passiven Beginn seiner Mannschaft, die dann aber immer wieder versuchte, die schnellen Außenbahnspieler Waldemar Pineker und Semih Beyazoglu ins Spiel zu bringen. Erstmals gelang dies in der 13. Minute, als Mittelstürmer Tobias Zimmermann einen Abschlag von Torwart Marco Schaaf per Kopf verlängerte und Beyazoglu frei vor dem gegnerischen Tor auftauchte, den Ball aber knapp neben den rechten Pfosten setzte.

Mitte der ersten Hälfte wurde den Zuschauern klar, warum sich beide Mannschaften im unteren Tabellendrittel befinden. An einen klaren Spielaufbau war nicht zu denken, lange Bälle bestimmten das Geschehen. Die Abwehrspieler der SG Osterspai klärten die Bälle selbst ohne Zeitdruck und völlig unbedrängt reihenweise ins Seiten- oder Toraus.

Fußball wurde aber auch noch gespielt. In der 34. Minute trug die Heimelf den schönsten Spielzug der ersten Hälfte vor: Andreas Funda bediente Waldemar Pineker, der in den Strafraum eindrang und im Rückraum Artur Bäcker sah. Der Neuzugang aus Ingelheim schoss jedoch über das Tor. Osterspai hatte mehr Ballbesitz, war allerdings ausschließlich bei Standards gefährlich. So mussten die Nauorter kurz vor der Halbzeitpause eine Serie von vier Eckbällen überstehen. „Wir waren nicht zwingend genug“, kritisierte Osterspais Co-Trainer Sebastian Weinand. Die Gäste hatten zu Beginn des zweiten Durchgangs ihre stärkste Phase und auch ihre beste Chance aus dem Spiel heraus: Josip Topic flankte in der 48. Minute flach vors Tor, doch Adrian Knops Versuch mit der Hacke klärte der Nauorter Linksverteidiger Christian Flammersfeld zwei Meter vor der Torlinie. Ein Fehler im Spielaufbau brachte Osterspai in der 56. Minute dann auf die Verliererstraße. Alexander Klems schaltete schnell und bediente Waldemar Pineker mustergültig. Der 27-Jährige ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte das 1:0. Die Gäste erhöhten nun den Druck, mehr als die eine oder andere Kopfballgelegenheit nach Eckbällen sprang aber nicht heraus. Auf der anderen Seite bestrafte Waldemar Pineker in der 67. Minute einen weiteren Fehler der Gäste und schnürte nach Zuspiel von Semih Beyazoglu den Doppelpack. Klee verteilte ein Sonderlob: „Waldi war überragend. Nicht nur als Torschütze, sondern wie er unermüdlich gerackert hat.“ Nach dem zweiten Treffer wurden die Angriffsversuche der Gäste immer verzweifelter. Torjäger Adrian Knop versuchte es fast nur noch auf eigene Faust, erst in der Nachspielzeit gelang ihm der zu späte Anschlusstreffer.


 

 

Knoten geplatzt: VfL Bad Ems gewinnt Kreisderby

Effektive Kurstädter nutzen die Fehler der SG Birlenbach aus


Der VfL Bad Ems ist am vierten Spieltag in der Bezirksliga Ost angekommen. Gefühlte sechs Punkte nahmen die Kurstädter beim 3:2 (1:1)-Auswärtssieg bei der SG Birlenbach/ Balduinstein mit in die Kurstadt. Die Hausherren hingegen versäumten es, nach zwei siegreichen Begegnungen nachzulegen.

Dabei kam die Spielgemeinschaft denkbar gut aus den Startlöchern. Daniel Krekel gelang auf Vorarbeit Justus Roßtäuschers die frühe Führung (4.). In ihrer stärksten Phase erlangten die Gastgeber mehr Ballbesitz und kurbelten das Spiel weiter an. Hoch verteidigend wurden die Gäste schon im Ansatz gestört. Mathias Arnolds scheiterte auf Freistoß von Wladimir Stumpf am Pfosten (12.). Besaß die Heimelf in der Anfangsviertelstunde noch klare Vorteile in den Zweikampfwerten, so war es mit der Herrlichkeit nach dem Ausgleich schnell vorbei.

Elia Brustolon hatte Wladimir Stumpf den Ball stibitzt, sein Zuspiel verwertete Andreas Stoffels praktisch aus dem Nichts eiskalt zum 1:1 (17.). Dieser erste schlimme Fehler des Aufsteigers baute die Gäste so richtig auf. Cosmin-Lorin Laurentius direkter Freistoß saß (20.), der Unparteiische hatte aber eine Abseitsstellung erkannt. „Wir haben heute gegen zwölf Mann gespielt“, sah der Bad Emser Coach Kay Ludwig seine Elf nicht nur in dieser Szene benachteiligt.

Während die Kombinierten etwas von der Rolle schienen, standen die Gäste nun stabiler in der Ordnung. Dabei versuchte der VfL über Balleroberungen im Mittelfeld das Spiel schnell zu machen. Nach Laurentius Vorstoß über den linken Flügel vergab Stoffels aus dem Zentrum (43.). Im Gegenzug blieb der Emser Schlussmann Marvin Rixen Sieger im Duell mit Daniel Krekel.

„Nicht zu früh, lasst euch nicht rauslocken“, war Kay Ludwig nach der Pause erst einmal auf Kompaktheit bedacht. Dennoch glückte seinen Schützlingen vorübergehend die Wende. Erneut nach einem einfachen Fehler, diesmal von Manuel Saß, war Brustolon Wegbereiter des Treffers von Gökhan Acar (53.). Die Gastgeber setzten nach. Es traten aber einige technische Schwächen zu Tage, spielerisch ging wenig zusammen.

Birlenbachs Mathias Arnolds hatte im Angriff einen schweren Stand und wurde meist von den Bad Emsern Vernatius Emeka und Darius Werner erfolgreich gedoppelt. Immerhin kehrte nach 70 Minuten die Spannung zurück. Auf Vorarbeit Krekels kullerte der Ball von Sebastian Bapst über die Torlinie zum erneuten Ausgleich. Ein klassischer Konter sorgte für den ersten Dreier der Badestädter. Über die Stationen Acar und Brustolon vollendete Stoffels zum Siegtreffer (83.). Mit drei taktischen Wechseln nahm VfL-Trainer Kay Ludwig in den Schlussminuten das Tempo raus. Mathias Arnolds stand am Ende noch einmal dicht vor dem Ausgleich, traf aber nicht.

„Es war ein hitziges Spiel in der zweiten Halbzeit. Wir haben den Gegner mit den eigenen Waffen geschlagen und waren sehr effektiv“, beschrieb Kay Ludwig den Triumph in der Fremde. „Zwei individuelle Fehler wurden klar bestraft. Das war bitter. Durch den Ausgleich waren wir verunsichert. Ein Unentschieden war möglich. Wir liegen aber noch im Soll“, ließ Wladimir Stumpf vom Birlenbacher Trainerduo erst gar keine Panik aufkommen.



 

Das Derby geht knapp an Wissen

Hamms Trainer Jens Hanas ärgert sich über den Schiedsrichter-Assistenten


Der VfB Wissen hat das Derby in der Fußball-Bezirksliga Ost gegen den VfL Hamm in einer kampfbetonten Partie vor 470 Zuschauern mit 2:1 (2:1) für sich entschieden und damit den vierten Sieg im vierten Saisonspiel eingefahren. Hamms Trainer Jens Hanas war nach dem Spiel angefressen, aber nicht auf sein Team: „Ich rege mich über den Schiedsrichter-Assistenten auf meiner Seite auf. Die Mannschaft hat alles gegeben, aber der Siegtreffer resultierte ganz klar aus einer Abseitsposition heraus. Und in der zweiten Halbzeit hat er zwei gute Aktionen von uns gegen uns entschieden, die kein Abseits waren. Das verstehe ich nicht.“ In der Tat hatte seine Mannschaft ein richtig gutes Spiel gezeigt und dem Favoriten alles abverlangt.

Die erste Chance des Spiels besaßen die Gastgeber in der siebten Minute, als Max Ebach im Strafraum Pascal Binneweiß schwindelig spielte, dann aber aus guter Schussposition links vorbei schoss. Die Hämmscher hatten durch zwei Freistöße von Michael Trautmann (10., 17.) ihre ersten gefährlichen Abschlüsse. Die Führung des VfB fiel dann postwendend nach dem zweiten ruhenden Ball, den Marvin Scherreiks festhielt. Seinen weiten Abschlag nahm Fation Foniq auf, ging bis zur Eckfahne und flankte in die Mitte, wo Ebach vor seinem Gegenspieler an den Ball kam und diesen aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Die Freude darüber währte allerdings nicht lange, denn der VfL antwortete direkt. Einen langen Einwurf von Michael Weyer legte Artur Pleis mit der Brust für Michael Trautmann ab, der aus zehn Metern nicht lange fackelte und ins lange Eck einschoss.

Der umstrittene Wissener Siegtreffer fiel wiederum auch nur vier Minuten später. Nach einem Freistoß von Torben Wäschenbach, den Mario Weitershagen in der Mitte knapp verpasste, fischte sich Hamms Schlussmann Mert Zeycan den Ball und spielte diesen nach vorne. Die Wissener fingen das Leder im Mittelfeld ab und spielten sofort weiter auf den freistehenden Foniq, der sich mutterseelenallein vor Zeycan die Ecke aussuchen konnte und aus 14 Metern einschob. Die Abseits-Proteste der Hämmscher brachten nichts ein.

Der VfL wäre vor der Pause beinahe noch zum Ausgleich gekommen, doch Pleis scheiterte nach starkem Zuspiel von Michael Trautmann freistehend an Scherreiks. In der zweiten Hälfte ließen es beide Teams zunächst ruhiger angehen, ehe sich Ebach in der 57. Minute auf der rechten Seite durchsetzte und das Spielgerät auf Sebastian Land zurücklegte, der aber aus guter Position übers Tor schoss. Danach drückten die Gäste auf den Ausgleich, scheiterten aber zweimal am starken Scherreiks. Nach einer Stunde stieß Daniel Krieger durch und passte in die Mitte zum freien Simon Langemann, der aus 15 Metern am Wissener Torhüter scheiterte. Nur vier Minuten später tauchte Michael Weyer frei im Strafraum aus und konnte Scherreiks ebenfalls nicht überwinden.

In den letzten zehn Minuten machten die Gäste ganz auf, und die Wissener besaßen jetzt gute Chancen, verpassten es aber, das Spiel endgültig zu entscheiden. Erst mit dem Abpfiff von Schiedsrichter Matthias Vogel konnten die Einheimischen aufatmen.

Jens Hanas meinte anschließend: „Meine Mannschaft hat alles gegeben und zum Ende der ersten Halbzeit hatten wir die Chance zum Ausgleich. Auch im zweiten Durchgang habe ich von Wissen nicht viel gesehen. Es tut mir leid für die Mannschaft, die Jungs sitzen gleich in der Kabine und wissen nicht, warum sie verloren haben.“ Wissens Trainer Denis Reder war erleichtert nach dem Schlusspfiff: „Uns war klar, dass es heute nicht so leicht wird wie in den Spielen zuvor, denn Derbys sind immer etwas Besonderes. Wir haben heute den Kampf angenommen und eine kämpferisch gute Leistung gezeigt mit stellenweise auch gutem Fußball. Ich bin zufrieden mit unserer Leistung und letztendlich wurden wir dafür belohnt. Das war heute sicherlich kein Leckerbissen und für die Zuschauer nicht schön anzuschauen.“

 


 

Ex-Ellinger Seitz trifft zum 1:0-Sieg

Fußball-Bezirksliga Linz gewinnt in Straßenhaus

 

 

Der VfB Linz behält seine weiße Weste in der Fußball-Bezirksliga Ost: Mit 1:0 (1:0) gingen die Linzer am Samstagnachmittag im Neuwieder Kreisderby der Fußball-Bezirksliga Ost bei der SGEllingen/Bonefeld/Willroth als Sieger vom Platz und bauten damit ihre Serie auf vier Siege in vier Spielen aus. Die Gastgeber finden sich nach vier Spieltagen dagegen überraschend im unteren Tabellendrittel wieder. Das Tor des Tages erzielte der Ex-Ellinger Mario Seitz. Der Neuwieder Lukas Heep bot als Schiedsrichter ohne Gespann eine herausragende Leistung und hatte das Derby jederzeit sicher im Griff.

Die Sportanlage in Straßenhaus gleicht momentan einer Großbaustelle. Das in die Jahre gekommene Sportlerheim oberhalb des Kunstrasenplatzes wird modernisiert und soll in einigen Monaten in neuem Glanz erstrahlen. Von neuem Glanz ist die dort spielende Bezirksligaelf der SG Ellingen momentan weit entfernt. „Es muss sich jeder davon verabschieden, dass wir wieder eine ähnliche Runde spielen wie in der vergangenen Saison“, bringt Thomas Kahler, der Trainer des amtierenden Vizemeisters, die Verfassung seiner Mannschaft auf den Punkt. Mit nur drei Punkten und einem Torverhältnis von 6:13 aus vier Spielen kann das neue Ziel der SGE vorerst nur gesicherter Mittelfeldplatz heißen.

Dagegen legt der sportliche Konkurrent aus dem nördlichen Teil des Kreises Neuwied die Messlatte nicht nur in der Liga hoch. Drei Tage nach dem 2:1-Pokalsieg gegen den Rheinlandligisten SV Windhagen präsentierten sich die „jungen Wilden vom Kaiserberg“ (Durchschnittsalter knapp 21 Jahre) auch in Straßenhaus über 65 Minuten in sehr guter Form. Ellingen wirkte nach der 2:7-Pleite bei der SG Emmerichenhain in der Defensive zwar verbessert und legte die anfängliche Verunsicherung mit zunehmender Spieldauer ab, doch die SGE-Elf ist in der Vorwärtsbewegung nur noch ein Schatten der Vorsaison.

Besonders nach der 1:0-Führung der Linzer durch Mario Seitz nach einem herrlichen Pass von Nicolas Kyrion beherrschten die Gäste das Spielgeschehen. Der stark spielende VfB-Mittelfeldspieler Leonor Tolaj hatte gleich mehrmals per Kopf und Fuß Chancen, das Derby schon vor der Pause zu entscheiden. Zwar scheiterte der 20-Jährige einmal am glänzend reagierenden Ellinger Torwart Philipp Krokowski (34.), doch bei zwei, drei anderen guten Möglichkeiten – meistens nach Standards – fehlte ihm die Kaltschnäuzigkeit, er verfehlte das Tor um Zentimeter. „Wenn wir unsere Möglichkeiten genutzt hätten, wäre das Derby schon frühzeitig entschieden gewesen. So aber mussten wir bis zum Schlusspfiff um den Sieg bangen. Das ist aber kein Vorwurf an meine Spieler. Sie lernen von Spiel zu Spiel dazu“, bilanzierte der Linzer Trainer Paul Becker.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verfehlte Tolaj, den die Ellinger besonders bei Standards nie in den Griff bekamen, gleich zwei Mal mit seiner enormen Kopfballstärke das Tor (47. und 55.). Michael Fiebiger und Dustin Friese scheiterten mit einer Doppelchance am starken Krokowski (61.). Zudem donnerte Yannik Becker den Ball aus gut 25 Metern Torentfernung an die Latte (63.).

Wie von Paul Becker befürchtet, mussten die Gäste dem hohen Tempo nach der Pokalschlacht vom Mittwoch gegen Windhagen Tribut zollen. Während beim VfB die Kräfte schwanden, wurde Ellingenmutiger und agierte immer wieder mit langen Bällen in den Linzer Strafraum hinein. Der VfB-Torwart Sebastian Seitz vereitelte mit zwei Großtaten innerhalb von Sekunden die beiden besten Ellinger Chancen (84.).

„Das ist ein verdienter Sieg für Linz. Der VfB war bei Standards immer topgefährlich. Doch ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft nicht unzufrieden. Nach dem 2:7 hat sie heute in der Defensive nach anfänglichen Problemen aus dem Spiel heraus kaum etwas zugelassen. An der Bewegung nach vorne müssen wir weiter arbeiten. Aber ich bin optimistisch. Das wird wieder kommen“, sagte Kahler.

Dagegen musste sein Gegenüber Paul Becker zuerst mal durchatmen. „Zwölf Punkte aus vier Spielen ist nicht schlecht. Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft mit einer Vielzahl bester Möglichkeiten. Die Jungs müssen nur noch lernen, solche Spiele frühzeitig zu entscheiden. Mit etwas Pech kassieren wir in den Schlussminuten noch das 1:1 und nehmen nur einen Punkt mit. Aber unter dem Strich bleibt das Positive. Das war eine wahnsinnige Energieleistung meiner jungen Mannschaft mit drei schweren Spielen innerhalb von acht Tagen. Sie hat einen guten Charakter. Jetzt muss der eine oder andere Spieler sicherlich in den nächsten Tagen wieder seine Kraft sammeln“, sagte Becker über eine rundum gelungene Woche seines VfB Linz.

 

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[ Letzte Änderung: 22. April 2018 ]