SV Hundsangen e.V. 1926

17.09.2017, 19:14, Alter: 122 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 6. Spieltag

Von: rhein zeitung

Erst in Unterzahl platzt der Knoten - Emmerichenhain dreht Spiel in Hundsangen
Zu elft tat sich die SG Emmerichenhain/Niederroßbach schwer im Bezirksliga-Spiel bei der SG Hundsangen/Obererbach, doch in Unterzahl lief es dafür umso besser. Binnen acht Minuten drehten die ambitionierten Gäste das Spiel und setzten sich mit 2:1 (0:1) durch. „Wir haben gut begonnen und die erste Hälfte bestimmt“, sagte Hundsangens Trainer Martin Scherer nach der Niederlage. „Wir hätten auch das 2:0 machen können. Nach der Pause zeigte Emmerichenhain dann eine andere Körpersprache. Ausgerechnet durch den Platzverweis ist bei denen der Knoten geplatzt.“


Die Gastgeber begannen abwartend und mit einer Maßgabe: stabil stehen. Die Dreier-Abwehrreihe agierte meist als Fünfer-Riegel, der gegen die favorisierten Emmerichenhainer einen guten Eindruck hinterließ. In der Offensive versuchten sie, die Gäste durch engagiertes Angehen im Mittelfeld zu Fehlern zu zwingen, den Ball zu erobern und Konter zu entwickeln. Gegen diesen Plan fand die SG aus dem Hohen Westerwald lange Zeit kein geeignetes Mittel, wenngleich sie mit zunehmender Spieldauer mehr Ballbesitz hatte. Auch die erste Chance des Spiels ging auf das Konto der Gäste: Marko Zelenika zog aus 20 Metern ab, doch Leon Schmitt klärte zur Ecke (8.). Nach einer Balleroberung im Mittelfeld ging es auf der Gegenseite schnell. Der auf der rechten Seite starke Lukas Faulhaber bediente im Zentrum Lukas Tuchscherer, der den Ball mit links annahm und diesen dann mit rechts ins lange Eck schoss – 1:0 (14.). Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Nach dem Anstoß lupfte Zelenika über die Abwehr, doch Torjäger David Quandel verzog aus 14 Metern.
Danach beruhigte sich das Spiel etwas. Hundsangen lauerte, während Emmerichenhain versuchte, das Geschehen unter Kontrolle zu bekommen. Es blieb aber ein recht ausgeglichener Schlagabtausch, bei dem beide Teams über ihre rechte Angriffsseite viel Druck nach vorne machten und gleichermaßen zu Chancen kamen. Tuchscherer hatte Emmerichenhains Torwart Filippos Papadopoulos bereits umspielt, legte sich den Ball dann aber zu weit vor (27.). Mittelstürmer Sebastian Schneider kam gleich zu zwei Gelegenheiten, scheiterte aber jeweils an Papadopoulos, der einmal per Fuß und einmal zur Ecke klärte (35., 37.). Die besten Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen, hatten bei Emmerichenhain David Quandel, dessen Schuss auf der Linie geklärt wurde (32.), und Maximilian Stähler, der in der Schlussphase des ersten Durchgangs an Hund-sangens Torhüter Leon Schmitt scheiterte (41., 45.).
Der zweite Abschnitt begann für Emmerichenhain mit einem Dämpfer, als Julian Jung Gelb-Rot sah (52.). Doch der vermeintliche Nachteil entpuppte sich als Wachmacher: Nach Vorarbeit von Maximilian Stähler besorgte David Quandel aus sieben Metern mit seinem starken linken Fuß den Ausgleich (54.). Sieben Minuten später brachte der eingewechselte Mario Kulmer Sora Terada in Position, dessen Schuss zwar geblockt wurde. Doch Quandel war in Abstaubermanier zur Stelle und brachte die Gäste in Führung. Hundsangen reagierte, stellte defensiv auf Viererkette um und kam vorn zu Gelegenheiten. Doch weder Sebastian Schneider (71.) noch Tim Weimer (72.), Finn Schmidt (77.) oder am Ende Daniel Hannappel (87.) hatten das Glück auf ihrer Seite.
Emmerichhains Marko Zelenika hatte auf der Gegenseite Pech, dass Hannappel nach seinem Schuss den Ball noch auf der Linie klärte. „Das war ein schwieriges Spiel“, meinte nach dem Abpfiff Gäste-Coach Nihad Mujakic. „In der Pause habe ich an die Mannschaft appelliert, eine Reaktion zu zeigen. Das ist ihr in Unterzahl gelungen.“ 


SG Hundsangen/Obererbach: Schmitt - Faulhaber, Schmidt, D. Hannappel, Weimer (62. Hürter), Poppe - J. Steinebach, Brühl, N. Steinebach, Tuchscherer - Schneider.


SG Emmerichenhain/Niederroßbach: Papadopoulos - Kolb, L. H. Jung, J. Jung, Sehner (53. Kulmer) - Stähler (90. Graf), Zelenika, Bese, Göbel - Terada (83. Hayashi), Quandel.


Schiedsrichter: Sören Müller (Burgschwalbach).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Lukas Tuchscherer (14.), 1:1, 1:2 David Quandel (54., 61.).
Besonderheit: Gelb-Rote Karte für Emmerichenhains Julian Jung (52., wiederholtes Foulspiel).



 
Der VfB Wissen grüßt in der Bezirksliga Ost auch nach dem sechsten Spieltag von der Tabellenspitze. Bereits am Freitagabend setzte sich die Elf von Walter Reitz vor 350 Zuschauern im Derby gegen den VfL Hamm mit 3:1 (1:0) durch. Allerdings bot das einst prestigeträchtige Duell der beiden Lokalrivalen nicht den Glanz früherer Tage. „Es war eher ein zähes Spiel und nicht das, was man sich von einem Derby zwischen Wissen und Hamm erwartet“, sagte VfB-Coach Walter Reitz hinterher.


Die mit null Punkten und 13 Gegentreffern aus den letzten drei Partien arg gebeutelten Gäste konzentrierten sich folgerichtig zunächst darauf, defensiv sicher zu stehen. „Wir wollten über die Zweikämpfe in die Partie kommen. Denn dass Wissen spielerisch besser ist, war klar. Allerdings ist uns das erst nach der Pause gelungen“, analysierte Gästetrainer Philipp Höhner. Dennoch reichte es für Wissen in den ersten 45 Minuten nur zu einem knappen 1:0-Vorsprung, weil auch Reitz nur bedingt mit dem zufrieden war, was seine Elf im ersten Abschnitt zeigte. „Hamm hat sehr diszipliniert und gut geordnet agiert, davon sind sie auch nach dem 1:0 nicht abgewichen. Und wir haben lange Zeit nicht die richtigen Mittel dagegen gefunden“, erklärte er.
So waren die Hausherren zunächst nur aus der Distanz gefährlich. Sowohl Torben Wäschenbach (12.) als auch Lukas Becher (25.) verfehlten das Ziel jedoch knapp. In der 27. Minute traf Becher dann zur VfB-Führung. Nach einer Flanke von Maik Schnell von der rechten Seite wehrte Hamms Torwart Mert Zeycan den Schuss von Fation Foniq zunächst ab, den Abpraller versenkte Becher zum 1:0 im Netz (27.).
Im zweiten Durchgang lief es aufseiten des VfL besser, und mit ein wenig Glück wäre den Gästen fast der Ausgleich gelungen. Nach einem Freistoß von Michael Trautmann verpasste Pascal Binneweiß den Ball nur knapp (55.). Fünf Minuten später jagte Eric Neufeld den Ball aus bester Position völlig freistehend weit über das Gehäuse.
Der eingewechselte Florian Jaeger vergab zunächst zwei gute Möglichkeiten (67., 77.), traf aber später noch im dritten Versuch (86.). Zwischenzeitlich hatte Wäschenbach mit einem sehenswerten Treffer in den Winkel für das 2:0 und damit die Vorentscheidung gesorgt (78.). In der Schlussminute schloss Binneweiß einen Konter erfolgreich zum Endstand ab.
„Erst in der Schlussphase taten sich für uns Räume auf, da hatten wir dann auch noch einige gute Möglichkeiten. Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden und mit dem Spielverlauf auch. Denn so weiß ich, woran ich zu arbeiten habe“, resümierte Reitz.


Auf den VfL wartet am kommenden Spieltag ein „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen die FSV Osterspai, auf das Höhner trotz der Niederlage positiv blickt. „Auch wenn wir heute wieder drei Gegentreffer bekommen haben, haben wir hinten besser gestanden als zuletzt.“
 
 
David Röhrig schenkt Bad Ems fünf Tore ein - Wirges feiert 7:2-Kantersieg
Die Spvgg EGC Wirges etabliert sich in der engen Spitzengruppe der Bezirksliga Ost. Beim 7:2 (4:1)-Kantersieg gegen den VfL Bad Ems, immerhin als Tabellenneunter angereist, ließ das Team von Trainer Nikolai Foroutan von Beginn an nichts anbrennen und schickte dank tatkräftiger Unterstützung von Neuzugang David Röhrig, der alleine fünfmal traf, die Gäste mit einer deftigen Klatsche an die Lahn zurück.


Für VfL-Trainer Kay Ludwig, der die Partie schnell abhakte, gab es aber einen Grund für das 90-minütige Geschehen auf dem Wirgeser Kunstrasenplatz. „Krankheitsbedingt sind wir hier heute auf dem Zahnfleisch angetreten. Im Vorfeld hatten wir beim Gegner um eine Verlegung angefragt. Schade, dass dies auf taube Ohren stieß.“ Die frisch und äußerst spielfreudig aufgelegte EGC dominierte die Partie vom Anpfiff an, der Führungstreffer von Carsten Schwarz schon nach fünf Minuten passte zudem genau ins Konzept. Schon drei Minuten später hätte David Röhrig nachlegen können, scheiterte aber am Bad Emser Schlussmann Marvin Rixen. In der 14. Minute durfte Röhrig dann zum ersten Mal an seinem Sahnetag jubeln. Nach einem „Zuckerpass“ von Marvin Severin hatte der vom TuS Dehrn geholte frühere Eisbachtaler Torjäger genau den richtigen Laufweg und bugsierte das Spielgerät alleine vor Rixen unaufgeregt in die Tormaschen. Nun wurde die Dominanz der EGC noch größer. Die Gäste kamen kaum dazu, Luft zu holen, geschweige denn, gefährliche Offensiv-Aktionen zu starten. Seltene Ansätze des Ludwig-Teams waren zu harmlos und unpräzise. Quasi aus dem Nichts durften die Kurstädter dennoch den Anschlusstreffer bejubeln. Marco Lorch traf bei der ersten zwingenden Aktion seiner Mannschaft ansatzlos aus 20 Metern (27.) zum Anschlusstor. Die EGC zeigte sich aber nicht im geringsten geschockt, Röhrigs Doppelschlag (37., 38.) ließ die kurzfristig aufkeimende Bad Emser Hoffnung auf Zählbares schnell wieder sinken.
„Trotz der deutlichen Unterlegenheit haben meine Jungs sich bis zum Schluss nicht hängen lassen“, meinte Kay Ludwig nach Spielende. Als Wirges im Gefühl des sicheren Sieges in der Abwehr ein wenig zu sorglos agierte, hatte Christian Richter sogar noch den zweiten VfL-Treffer markiert (55.). Aber in den Reihen der Westerwälder stand der Spieler des Spiels, und Röhrigs Treffer in der 63. und 67. Minute bedeuteten den endgültigen K.o. für die Gäste. „David hat einen super Job gemacht“, lobte EGC-Co-Trainer Markus Neuser, „aber für Tore haben wir ihn geholt. Unsere Mannschaft war heute in allen Belangen überlegen, und wir sind sehr zufrieden. Die Mannschaft hat in keiner Spielphase zurückgeschaltet und bis zum Schluss Gas gegeben. Es hat Spaß gemacht, dabei zuzuschauen.“
Die Wirgeser ließen im Tempo keinen Deut nach, inszenierten weiter ihre schnellen Angriffe und stellten durch Carsten Schwarz, der zum zweiten Mal traf, den auch in dieser Höhe verdienten 7:2-Endstand her (87.).



 
SG Ellingen gerät spät auf die Verliererstraße
Strahlende Gesichter auf der einen, Frust auf der anderen Seite: Beim 4:2 (0:1)-Sieg der SG Westerburg/Gemünden gegen die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth feierte die Mannschaft von Trainer Dobri Kaltchev in der Fußball-Bezirksliga Ost ihren lang ersehnten ersten Saisonsieg.

 

Auf der Gegenseite hatte Gästetrainer Thomas Kahler den Sündenbock für den neuerlichen Rückschlag schnell ausgemacht. „Wenn man auswärts so verpfiffen wird, dann ist das schon beschämend. Vier Meter im abseits und ein Elfer, und dazu noch Rot – der Schiedsrichter hat durch diese Fehlentscheidungen das Spiel in die falsche Richtung geleitet“, ließ der frühere Oberliga-Torjäger seinem Ärger über die Wende kurz vor Schluss freien Lauf.
Seine Mannschaft hatte die Begegnung nach einer Viertelstunde an sich gerissen, den Anspielen in die Spitze fehlte allerdings die Präzision. Auf der Gegenseite vermisste Westerburgs alleiniger Angreifer Marvin Binge die nötige Unterstützung. Die Gästeführung resultierte aus einem „Luftloch“ im Westerburger Strafraum. Mazlum Sari erfasste die Situation zielstrebig und schoss zum 0:1 ein (20.). Viele Ballverluste beiderseits sorgten in der Folge für ein überschaubares Niveau. Die Einheimischen kamen gegen Ende der ersten Hälfte auf. Ellingens Schlussmann Philipp Krokowski sorgte gegen Marvin Binge (36.) und David Gläser (41.) dafür, dass seine Elf diese kritische Phase unbeschadet überstand.
Nach David Gläsers Schuss (46.) musste erneut Krokowski die verunglückte Abwehr seines Vordermanns Patrick Hümmerich ausbügeln. Westerburg erhöhte das Tempo und wusste auch spielerisch zu gefallen. Bei Versuchen von David Gläser (55., 63.) und Johannes Derscheid (57.) zeigte sich Ellingens Keeper als starker Rückhalt. Marvin Binges Ausgleich (65.) währte nicht lange. Im Gegenzug holte Mazlum Sari (66.) die Ellinger Führung zurück. „Danach waren wir nicht mutig genug“, sah Kahler eine weitere Ursache für die spätere Pleite. Tom Holzhäuser brachte seine Farben auf Ecke von Julian Gläser wieder heran (79.). Dann folgten die kritischen Momente, in denen Doppeltorschütze David Gläser mit starker Leistung und zwei Treffern (86., 89.) das Blatt noch drehte. „Riesenkompliment an meine Mannschaft, die einen zweimaligen Rückstand noch aufgeholt hat. Wir waren besser als der Gegner und haben uns für den Aufwand belohnt“, war Westerburgs Trainer Dobri Kaltchev vom Auftritt seiner Jungs nach dem Wechsel begeistert.



 
SG Ahrbach macht mit dem doppelten Niklas alles klar - 2:0 im Aufsteigerduell gegen Wallmenroth


Ein kurzer Hagelschauer in Hälfte eins konnte die SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod stoppen, wenn auch nur für wenige Minuten. Der Gegner war dazu über 90 Minuten nicht in der Lage. Die SG gewann das Aufsteigerduell auf dem Kunstrasenplatz in Heiligenroth gegen die SG Wallmenroth/Scheuerfeld verdient mit 2:0 (0:0). Es war bereits der dritte Sieg in Folge für die Gastgeber in der Bezirksliga Ost.
Viele Querpässe, kaum Offensivaktionen, Gefahr nur nach Standardsituationen – über weite Strecken der ersten Hälfte standen Ballbesitz und Spielkontrolle bei beiden Teams ganz oben auf der Agenda. Die Spielsysteme (4-2-3-1) hoben sich auf, Ecken und Freistöße mussten für gefährliche Bälle in Richtung gegnerisches Gehäuse herhalten.
Und da waren vor allem zwei Aktionen der Gäste so richtig zwingend: Einen Kopfball von Michael Leis nach einer Ecke parierten Ahrbachs Keeper Florian Weimer und die Querlatte im Kollektiv (22.). Bei einem gut platzierten Freistoß von Kevin Brocca tauchte Weimer ins Eck ab und parierte (37.). Zuvor gab es eine dreiminütige Unterbrechung wegen Hagels und die beste Chance der Gastgeber, als Wallmenroths Keeper Sebastian Kahlke einen Linksschuss von Markus Rausch parieren musste (22.).
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gastgeber zusehends das Kommando, weil sie Wege fanden, sich spielerisch tief in die Hälfte des Gegners zu kombinieren. Bei einer Großchance von Markus Rausch, der aus kurzer Distanz Keeper Kahlke quasi in die Arme schoss (53.), blieb das noch ungenutzt. Nur eine Minute später aber drückte Niklas Klar auf Zuspiel von Kapitän Niklas Wörsdörfer das Leder aus fünf Metern zur verdienten Führung über die Torlinie (54.).
Wer nun mit einer Großoffensive oder einem Aufbäumen des Gegner gerechnet hatte, der wurde enttäuscht. Wallmenroth investierte zu wenig, um die Ahrbacher defensiv wirklich in Gefahr zu bringen. Es blieben einige wenige Standardsituationen, die aber längst nicht mehr so zwingend waren wie in Hälfte eins. Wie es gehen kann, zeigten die Gastgeber, die auf eigenem Platz einen klassischen Konter setzten und die Partie in der 83. Minute durch den Treffer zum 2:0 von Niklas Wörsdörfer entschieden.
„Defensiv standen wir bis zum ersten Gegentreffer gut, nach vorne aber hatten wir zu wenig Durchschlagskraft und zu wenig Struktur. In der Summe haben wir heute einfach zu wenig investiert und verdient verloren“, sagte Gästetrainer Stefan Häßler. „Ich denke aufgrund der höheren Anzahl an Chancen und der zweiten Halbzeit haben wir verdient gewonnen“, sagte Ahrbachs Trainer Peter Olbrich. „Wir hatten mehr Zug zum Tor, haben die Treffer schön herausgespielt und konnten hinten die Null halten.“



 
Wallmenroth macht es unnötig spannend - Osterspaier "verzichten" auf Ausgleich
Die SG Wallmenroth/Scheuerfeld hätte durchaus einen Kantersieg herausschießen können. Doch ihr Bezirksliga-Heimspiel gegen die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen blieb spannend bis zum Schluss. Letztlich brachte der Aufsteiger einen knappen Vorsprung über die Zeit und feierte einen hochverdienten 2:1 (1:1)-Heimsieg.


Während die Gäste vom Rhein ihre liebe Not hatten, ins Spiel zu finden, zeigten die Wallmenrother von Beginn an, dass sie den Respekt vor der neuen Klasse längst abgelegt haben. Nachdem Philipp Freudenberg (3.), Michael Leis (7.) und Steven Moosakhani (10.) noch gescheitert waren, klappte es im vierten Anlauf mit dem Führungstor: Rechtsverteidiger Moosakhani spielte den langen, öffnenden Pass in die Spitze, wo Leis die SG mit einem trockenen Schuss ins lange Eck nach vorne brachte.
Die Verteidigung der Osterspaier zeigte sich nicht nur in dieser Szene konfus, sodass FSV-Trainer Nico Helbach seine Elf in der 21. Minute aufforderte: „Jeder muss einen Schritt mehr machen.“ Die Umsetzung erfolgte, aber nicht sofort. Denn das 2:0 lag in der Luft, als Gäste-Schlussmann Daniel Voß eine Flanke von Kevin Brocca durch die Hände rutschen ließ, den Ball im Nachfassen aber noch vor der Linie aufnahm (24.).
Förmlich aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich – woran der Neuling nicht unbeteiligt war. Nach einem Fehlpass landete der Ball bei Thomas Lemler, dessen Ablage Osterspais Torjäger Adrian Knop verwertete (25.). Dieser Treffer gab der FSV Sicherheit. Marvin Huss hatte sogar die Führung auf dem Fuß, verzog aber knapp (26.). Das Problem der Wallmenrother in dieser Phase ließ sich klar benennen: Sie agierten im Spielaufbau fahrig und spielten ihre Angriffe nicht konsequent zu Ende.
Das änderte sich nach der Pause, als die Gastgeber zu Chancen in Serie kamen. Osterspai hingegen hatte größte Mühe, zu seiner Linie zu finden – so wie eigentlich über die gesamte Spielzeit hinweg. „Wir sind zu keiner Zeit ins Spiel gekommen, die Mehrzahl der Zweikämpfe ging an den Gegner“, befand FSV-Trainer Nico Helbach hinterher. Doch Wallmenroth offenbarte ein großes Manko: Sie gingen fahrlässig mit ihren Chancen um, ließen mindestens sechs Hochkaräter verstreichen.
Für die Erlösung sorgte Sascha Mertens. Auf der rechten Seite eroberte er den Ball, zog in die Mitte und besorgte eher unkonventionell mit der Pike den überfälligen Führungstreffer, dessen Zustandekommen für Helbach allerdings nicht astrein war. Denn nicht nur Osterspais Trainer hatte zuvor ein Foulspiel von Mertens gesehen. Umso bemerkenswerter, dass die Gäste vom Rhein kurz darauf quasi auf ihren Ausgleich „verzichteten“.
Keine 60 Sekunden nach dem 2:1 schoss Knop zum erneuten Ausgleich ein. Es folgten Proteste, Diskussionen und letztlich eine Entscheidung, die Helbach als fairer Sportsmann akzeptierte. Da der Ball zuvor nahe der Mittellinie im Aus war, nahm Schiedsrichter Julian Jung den Treffer nach Rücksprache mit dem Osterspaier Linienrichter zurück, der seinen zuvor begangenen Fehler eingestand – und dafür ein dickes Lob von Stefan Häßler bekam. Zum Spiel selbst meinte Wallmenroths Trainer: „In der zweiten Halbzeit waren wir sehr dominant. Wenn wir vorher das blöde Gegentor nicht fangen, geht das Spiel wohl deutlicher aus.“ 

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[ Letzte Änderung: 17. Januar 2018 ]