SV Hundsangen e.V. 1926

18.09.2016, 20:35, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 6. Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

Christian Haas sorgt für die Entscheidung

Emmerichenhain siegt auch in Hundsangen

 


Auch die SG Hundsangen/Obererbach konnte die derzeit in der Bezirksliga Ost auf der Erfolgsspur durchmarschierende SG Emmerichenhain/ Niederroßbach nicht stoppen. Trotz guter Gegenwehr und ansprechender spielerischer Leistung musste sich das Team von Spielertrainer Martin Schlimm am Ende mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Für die ambitionierten Gäste aus dem Hohen Westerwald war es der fünfte Sieg im sechsten Spiel.

 


Die Hundsangener legten forsch und druckvoll los, konnten aber ihre leichte Feldüberlegenheit zu Beginn nicht in Zählbares ummünzen. Die hochkarätig besetzte Offensivabteilung der Gäste kam erst nach einer Viertelstunde auf Betriebstemperatur, zeigte dann aber ihre ganze Gefährlichkeit. Nach einem sehenswerten Zuspiel von Mario Pavelic genau in die Schnittstelle auf David Quandel scheiterte dieser am gut reagierenden Hundsangener Schlussmann Lukas Litzinger (17.). Der Dritte im Offensivbunde, Keigo Matsuda, bediente nur drei Minuten später Pavelic, der den Ball aus kurzer Entfernung zum 0:1 ins Netz donnerte.


Die Schlimm-Elf hielt die Partie optisch weiter auf Augenhöhe, die zwingenderen Torgelegenheiten hatten aber weiter die Gäste. So tauchte Quandel frei vor Litzinger auf, schob das Spielgerät aber hauchdünn am Torpfosten vorbei (25.). Kurz vor der Pause klärte Litzinger vor Pavelic (43.). "Wir haben es versäumt, bis zur Pause das zweite Tor nachzulegen", meinte Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic. "Wir hatten die besseren Torgelegenheiten, deshalb ist unser Sieg auch verdient. Nach dem Ausgleich hat Hundsangen noch mal Druck gemacht, aber meine Jungs haben gut dagegen gehalten. Mit jetzt 15 Punkten sind wir sehr gut aus den Startlöchern gekommen."

Janik Hannappel, der eine sehr gute Leistung zeigte, leitete Hundsangens Ausgleichtreffer ein. Sein tolles Zuspiel zu Marcel Hürter nutzte dieser zu einer scharfen Flanke von der linken Seite, in der Strafraummitte brachte Sebastian Schneider den Ball im Getümmel über die Torlinie (52.). Nun machten die Gastgeber mächtig Betrieb und brachten die Gäste vorübergehend arg in Bedrängnis. Emmerichenhains Torhüter Timon Topitsch musste einen gefährlich angeschnittenen Eckball von Fabian Steinebach in letzter Sekunde aus der Gefahrenzone fausten (59.). Doch die Elf von Mujakic zeigte ihre ganze Effektivität, als Christian Haas im Strafraum-Gedränge den Ball aus kurzer Entfernung über die Torlinie bugsierte. "Wir waren mindestens 75 Minuten gleichwertig und hätten auch einen Punkt verdient gehabt. Bei den zwei Gegentreffern haben wir leider extrem geschlafen, ein solch routiniertes Team wie Emmerichenhain bestraft das gnadenlos", war Martin Schlimm enttäuscht.

Pavelic prüfte noch mal Litzinger mit einem platzierten Freistoß (80.). Als in der Nachspielzeit der eingewechselte Brasilianer Kelvin Marciano Rodriguez mit einem satten Distanzschuss in Topitsch seinen Meister fand, war Hundsangens 1:2-Niederlage besiegelt.

 

Hundsangen: Litzinger - Brühl (80. N. Steinebach), Schlimm, Leonardi, J. Hannappel - D. Hannappel, Hürter, F. Steinebach, Nogi (78. Ishiyama) - Faulhaber (70. Rodriguez), Schneider.

 

Emmerichenhain: Topitsch - Kolb, Sehner, Haas, Sarholz - Zelenika, Matsuda, Bese (77. Besirovic), Rexhaj (89. Graf) - Quandel, Pavelic (90.+1 Funk).


Schiedsrichter: Dirk Huster (Kasdorf) - Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Mario Pavelic (20.), 1:1 Sebastian Schneider (52.), 1:2 Christian Haas (66.).

 

 


SV Nauort feiert Sieg im vorgezogenen Kirmesspiel

Kulachmetow und Wagner treffen gegen Hamm


Nach dem Rückschlag durch die Niederlage bei der SG Elbert hat sich der SV Fortuna Nauort in der Fußball-Bezirksliga Ost mit einem verdienten 2:0 (1:0)-Sieg zurückgemeldet. Der Aufsteiger war gegen den zuletzt beim 4:0 gegen die SG Westerburg gnadenlos effektiven VfL Hamm keineswegs die überlegene, aber die offensiv gefährlichere Mannschaft. Daher ging der wichtige Heimsieg im vorgezogenen Kirmesspiel insgesamt auch in Ordnung. "Der Sieg war hochverdient", war Nauorts Trainer Olaf Klee sehr zufrieden nach dem Erfolg am Mittwochabend. "Das Ergebnis ist noch zu niedrig ausgefallen. Wichtig ist aber, dass wir mal zu Null gespielt haben."

 


Die Gäste von der Sieg, die am Ende bedröppelt dreinschauten, erwischten den besseren Beginn und blieben auch bis zum Pausenpfiff die optisch überlegene Mannschaft. Das eine Problem: Sie machten aus ihrem Übergewicht zu wenig, wirklich zwingend wurde es selten, wenn sich die VfL-Offensive Richtung Fortunen-Gehäuse bewegte. Ein zweites Problem: Nachdem sich das Geschehen mehr als 200 Sekunden lang ausschließlich in der Hälfte der Nauorter abgespielt hatte, ließen sich die Hämmscher kalt erwischen, als Eugen Wagner einen langen Pass spielte. Gut 30 Meter vor dem von Mert Zeycan gehüteten Gästetor nahm Christian Kulachmetow den Ball auf, führte diesen noch gut 15 Meter und schloss dann als Rechtsfuß unhaltbar mit links zur überraschenden 1:0-Führung für den Aufsteiger ab (4.).

Nach diesem Paukenschlag entwickelte sich ein verteiltes Spiel, in dem Nauort tief stand und Hamm die aktivere Mannschaft war. Vor allem Simon Langemann, der beim VfL mit Michael Trautmann das Sturmduo bildete, wusste zu gefallen. Die erste Chance der Gäste resultierte aber aus einer Standardsituation. Zunächst war Nauorts Semin Beyazoglu nach einem Pass von Waldemar Pineker an Zeycan gescheitert. Den folgenden Konter stoppte Fortunen-Keeper Marc Lohrum mit der Hand - allerdings außerhalb des Strafraums. Doppeltes Glück für die Mannschaft von Olaf Klee: Lohrum wurde nur mit einer Gelben Karte bestraft, und der fällige Freistoß, vom schussgewaltigen Michael Trautmann ausgeführt, strich am Tor vorbei (23.). Die zweite und letzte Möglichkeit der Gäste in Durchgang eins hatte Tim Deipenbrock, der aus 25 Metern abzog, aber in Lohrum seinen Meister fand (31.).

In der Schlussphase des ersten Abschnitts wurden die Einheimischen etwas lebendiger in ihren Offensivbemühungen. Eugen Wagner (39.) und Semin Beyazoglu (42.) versuchten es aus der Distanz, hatten aber ebenso wenig Erfolg wie Waldemar Pineker, dessen Schuss aus spitzem Winkel sichere Beute von Mert Zeycan war (45.).


Nach dem Wechsel dauerte es gerade einmal 15 Sekunden, bis die Nauorter unter den 60 Zuschauern um die Führung bangen mussten. Pascal Binneweiß tauchte frei vor dem Tor auf, lupfte den Ball aber über die Latte. Weitere Chancen für Hamm blieben aber Mangelware. Das Rezept, mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen, ging nicht auf, da diese meist im Nichts endeten. Für den Aufsteiger hatte das große Vorteile. Die Fortunen konnten sich auf ihr defensiv ausgerichtetes Spiel konzentrieren und geduldig auf Konterchancen warten. Die erste richtig gute Gelegenheit ließ Nauort noch ungenutzt, da Christian Kulachmetows Kopfball aus fünf Metern nach einem Freistoß von Carmelo Trono vorbeiging (65.). Acht Minuten später machte es Eugen Wagner aber besser und sorgte mit einem sehenswerten Treffer für die Vorentscheidung in der immer ruppiger werdenden Partie. Unterstützt wurde er dabei von Mert Zeycan, der aus seinem Tor stürmte, um einen langen Ball zu entschärfen - diesen jedoch verfehlte. Wagner nahm die Kugel geschickt an, legte sie gekonnt am Keeper vorbei und schob aus 25 Metern zum 2:0 ein (73.). "Das war Not gegen Elend", war Hamms Trainer Jens Hanas angefressen. "Wir hatten keine richtige Mannschaft auf dem Platz, vielleicht schweben einige schon auf Wolke sieben."



 

Christian Stera ist der Vater des Elberter Siegs

Doppel-Torschütze und Vorbereiter beim 3:2 in Birlenbach


In einer vorgezogenen Partie des 6. Spieltags der Fußball-Bezirksliga Ost kassierte die SG Birlenbach/Balduinstein am Freitagabend mit dem 2:3 (1:2) gegen die SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen die dritte Niederlage in Serie.


Während die Gäste aus der Montabaurer Kante gleich gut drin waren in der Partie, war bei den zuletzt zweimal geschlagenen Einheimischen eine gewisse Verunsicherung zu erkennen. So musste SG-Keeper Kai-Oliver Neu, der den an einem Pferdekuss laborierenden Stammtorwart Mario Nöllge vertrat, bereits nach wenigen Sekunden nach einem langen Ball gegen Alexander Gombert beherzt eingreifen. Kurz darauf ließ sich Neu auch nicht von Mario Schaafs Schuss überraschen (10.).

Die Elberter präsentierten sich laufstark und präsent in den Zweikämpfen, die Platzherren hingegen erwiesen sich als zu ungenau im Spielaufbau. Die erste nennenswerte Offensivaktion brachte dann durch Jeffrey Steinkes nicht unhaltbar scheinenden Flachschuss die Führung (23.), von der sich die SG Elbert jedoch nicht beeindrucken ließ. Im Gegenzug scheiterte Gombert an der Latte. Mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause aber drehte der Gast den Spieß um. Mit Wucht lochte der ungestörte Christian Stera aus 23 Metern beim 1:1 ein, ehe er nach Flanke Marius Ottos aus kurzer Distanz ungehindert Neu erneut das Nachsehen gab (45.).

Nach Wiederanpfiff verflachte das Spiel zusehends, die Elberter verlegten sich in der hektischer werdenden Partie überwiegend auf Sicherung des knappen Vorsprungs und erwiesen sich dabei einmal mehr als kompakte kampfstarke Einheit. Der auffällige Stera prüfte Neu im Gehäuse der Platzherren abermals mit einem Fernschuss (63.), während der SG Birlenbach die spielerischen Mittel fehlten, um in der Offensive für Gefahr zu sorgen. Da musste schon ein abgefälschter Schuss des kurz zuvor eingewechselten André Klein aus rund 20 Metern herhalten, um gegen kaum noch angreifende Westerwälder zum Ausgleich zu kommen (83.). Zu einem kleinen Erfolgserlebnis reichte es dennoch nicht, weil Gombert nach einem Eckball Steras den Ball über die Linie stocherte und zum Stimmungskiller auf dem Waldsportplatz wurde (90.). Der Rest waren zwei Ampelkarten gegen die Birlenbacher Patrick Thiesen und Mathias Arnolds, ehe der Unparteiische nach acht Minuten Nachspielzeit (!) abpfiff.

"Nach katastrophaler erster Halbzeit haben wir es später zwar besser gemacht, aber große Probleme bei Standards offenbart", resümierte Birlenbachs Trainer Bernd Moos. Kollege Michael Diel sagte: "Wir hatten das Heft in der Hand und haben uns auch vom Rückstand nicht aus dem Konzept bringen lassen. Ein verdienter Sieg für uns."


 

VfB Linz spielt länger als eine Hälfte in Unterzahl und verliert 1:3 in Montabaur


Der Spitzenreiter stolperte in der Kreisstadt - der TuS Montabaur besiegte in der Fußball-Bezirksliga Ost den Tabellenführer VfB Linz verdient mit 3:1 (1:1) und etabliert sich selbst wieder in der Spitzengruppe. Die entscheidende Spielszene ereignete sich in der 36. Minute, als der Linzer Abwehrspieler Fabian Lacher den halblinks durchstartenden Mario Denker von den Beinen holte. Durch das Verhindern einer klaren Torchance mussten die Gäste den fälligen Foulelfmeter hinnehmen (Pascal Tillmanns verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich) und kamen danach aus dem Spielkonzept, weil Lacher folgerichtig mit Rot vom Platz musste.


"Bis zu dieser Szene hatten wir das Spiel im Griff und haben nicht unverdient mit 1:0 geführt. In Unterzahl hatten wir dann gegen die Montabaurer, die ihre Qualität immer mehr durchgedrückt haben, keine Chance mehr", merkte VfB-Coach Paul Becker an. Valerian Skorobogatko hatte sich schon nach 20 Minuten trickreich im TuS-Strafraum durchgesetzt und den Ball flach zur frühen Gästeführung ins Netz befördert. So schien für das Becker-Team alles nach Plan zu laufen - bis mit der Hinausstellung von Lacher alle taktischen Vorgaben durchkreuzt wurden. "In den ersten 30 Minuten waren wir nicht so präsent", erklärte Montabaurs Trainer Benedikt Lauer, "aber in Überzahl haben wir uns über absolute Lauf- und Einsatzbereitschaft den Sieg verdient".

Nach dem Seitenwechsel lief das Spiel überwiegend in Richtung Linzer Tor, was in der 60. Minute dann auch belohnt wurde. Nachdem Arthur Henich vorher zwei Mal knapp vorbeigezielt hatte (48., 55.) zappelte der Ball nach einem Flachschuss von Dennis Orentsis zum zweiten Mal im VfB-Netz. Die Lauer-Elf dominierte nun klar das Geschehen, die Gäste setzten offensiv nichts mehr entgegen. Mario Denker tütete den 3:1-Endstand für den TuS ein (67.).


VfB Linz: Sebastian - Kyrion, Joch, Lacher, Kastert (46. Rösler) - Yannik Becker, Tolaj, Fiebiger, Kizilkan (72. Schuht) - Skorobogatko (46. Wiemer), Friese.


Schiedsrichter: Alexander Mürtz (Mendig). - Zuschauer: 90.

Tore: 0:1 Valerian Skorobogatko (20.), 1:1 Pascal Tillmanns (37., Foulelfmeter), 2:1 Dennis Orentsis (60.), 3:1 Mario Denker (67.).

Vorkommnis: Rote Karte für Fabian Lacher (VfB Linz) wegen "Notbremse" (37.)

 

 

SG Ellingen demontiert auswärts die Spvgg EGC Wirges II mit 13:0-Sieg

"Natürlich freuen wir uns über den Sieg und darüber, dass die Jungs ein bisschen Selbstvertrauen tanken konnten. Aber die Wirgeser können einem schon fast leid tun. Wir wissen schon, wie wir dieses Spiel einzuordnen haben", sagte Thomas Kahler, Trainer der SG Ellingen/Bonefeld/Willroth, der mit seiner Mannschaft durch das 13:0 (6:0) in der Fußball-Bezirksliga Ost am sechsten Spieltag den erst zweiten Dreier dieser Saison feierte.


Die Heimmannschaft von Trainer Ali Mut, der wie schon bei der 0:12-Niederlage beim VfB Linz zehn Tagen selbst 90 Minuten auf dem Platz stand und mit seinen 39 Jahren den Altersdurchschnitt der EGC-Mannschaft von 18,2 auf 21,1 Jahre anhob, erlebte ein Debakel. Ellingens Torjäger Florian Raasch eröffnete das Spiel mit einem Hattrick (10., 13., 15.), und damit war das Spiel nach einer Viertelstunde fast schon entschieden. Es folgten zwei Traumtore von Fatlind Rexhahmetaj, der beide Male dem EGC-Torwart Luca Beck keine Chance ließ, als er zwei Fernschüsse im Winkel unterbringen konnte. Kurz vor der Pause erhöhte der eingewechselte Daniel Puderbach auf den 0:6-Pausenstand. (43.).

Nach der Pause ging das Scheibenschießen munter weiter. Florian Raasch erhöhte auf 0:7 (52.), Daniel Puderbach auf 0:8 (57.). Die Wirgeser Offensivaktionen beschränkten sich auf drei Schüsse, wovon einer aufs Tor ging. Doch die Latte verhinderte beim Schuss von Elmir Azizi den "Ehrentreffer" (71.). Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste auf 0:10 erhöht. Dennis Loose (62.) und Christian Weißenfels (67.) trugen sich in die Torschützenliste ein. Florian Raasch mit seinen Treffern fünf (73.) und sechs (75.) sowie Dennis Krämer per Foulelfmeter (82.) stellten den Endstand her.

Für die EGC, die ohne Punkt und mit einem Torverhältnis von 1:38 nach sechs Spielen weit abgeschlagen am Ende der Tabelle wiederzufinden ist, stellt sich die Frage, wie lange man diese Mannschaft noch im Spielbetrieb halten kann. Nächste Woche geht es für die zweite Mannschaft der Glaschemie nach Bad Ems, wo ein ähnliches Ergebnis zu erwarten ist.

Die SG aus Ellingen dagegen feiert den ersehnten zweiten Sieg in dieser Saison und hat am kommenden Samstag ein Heimspiel gegen Montabaur. Ellingens Trainer Thomas Kahler meinte dazu: "Das wird schon schwieriger, aber ich denke, dass wir jetzt den Schwung mitnehmen können."

 


 

Wissen kassiert erste Niederlage

Müschenbacher Siegtreffer in der Nachspielzeit


Der VfB Wissen kann doch noch verlieren. Am sechsten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost setzte es im Heimspiel gegen die SG Müschenbach/Hachenburg beim 2:3 (0:0) die erste Niederlage der Saison.


In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer ein Spiel ohne große Höhepunkte. Die Gäste standen gut in der Abwehr, überließen dem VfB das Spiel und lauerten auf Konter. Die Gastgeber fanden vorne keine Mittel und kamen nicht zu Chancen. Den ersten Aufreger gab es nach genau einer halben Stunde, als Jan Nauroth nach einem Fehler der Wissener Hintermannschaft frei durch war und an Marvin Scherreiks scheiterte. Die beste Chance der Hausherren im ersten Durchgang hatte Mario Weitershagen, der in der 38. Minute nach einem weiten Einwurf von Philipp Bedranowsky aus 10 Metern abzog und an Jan Böhning im Gästetor scheiterte. Praktisch mit dem Pausenpfiff bot sich Max Ebach die Chance zum Führungstreffer, doch auch er scheiterte freistehend an Böhning.


Nach dem Seitenwechsel wurden die Zuschauer von beiden Teams dann für die schwache erste Hälfte entschädigt und bekamen Chance auf Chance zu sehen. Gerade mal zwei Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, als Jan Nauroth die Gäste nach schönem Zuspiel von Benjamin Rübsamen in Führung brachte. Die Gastgeber waren nun gefordert und schlugen nur fünf Minuten später zurück. Alexander Rosin drückte eine schöne Hereingabe von Weitershagen per Kopf aus kurzer Distanz über die Linie. Danach hatten beide Teams gute Chancen und die Gäste legten wieder vor. Till Niedergesäß brachte Lukas Kessler im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Jens Bachmann zeigte sofort auf den Punkt. Maximilian Mies ließ sich die Chance nicht nehmen, hatte aber Glück, da Scherreiks die Ecke geahnt hatte und dran war (68.). Doch wiederum nur fünf Minuten später kam der VfB zum erneuten Ausgleich, diesmal traf Rosin per Volleyschuss aus 18 Metern über Böhning hinweg.

In der Schlussphase stellte Wissens Trainer Dennis Reder dann komplett auf Offensive um und beorderte Sebastian Land nach vorne. Dadurch fehlte hinten allerdings die Ordnung und die Gäste kamen zu guten Konterchancen. Erst traf Nauroth in der 90. Minute aus kurzer Distanz nur den Querbalken, ehe er in der Nachspielzeit nach einer Hereingabe von Tim Zeiler doch noch den Siegtreffer erzielte.

Gästetrainer Volker Heun war anschließend zufrieden: "Das war ein gutklassiges Spiel, es ging rauf und runter. Es war ein offener Schlagabtausch mit den besseren Chancen für uns. Die Mannschaft hat eine sehr disziplinierte Vorstellung gezeigt." VfB-Trainer Dennis Reder war mit seiner Elf nicht zufrieden: "Wir haben zum Schluss auf drei Punkte gespielt und einen dummen Konter kassiert. Aber verloren haben wir das Spiel in der ersten Halbzeit. Das war einschläfernder Fußball von uns ohne Ideen und ohne Druck."

 

 

Westerburger und Weitefelder Serien werden fortgeführt

Die SG Westerburg/Gemünden, Senkrechtstarter der vergangenen Saison, kommt in der noch jungen Saison in der Bezirksliga Ost zu Hause auf keinen grünen Zweig. Beim 0:3 (0:1) gegen die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen standen die Vorzeichen beim späteren Verlierer schon vor dem Anpfiff denkbar schlecht. Die angeschlagenen Spieler Christian Hartmann und Nico Goliasch signalisierten beim Aufwärmen, dass ein Einsatz nicht infrage käme. Der kurzfristige Umbau der Mannschaft von Co-Trainer Steffen Dörner, der den urlaubenden Oliver Meuer vertrat, schien zunächst zu funktionieren. Bei gleichwertigen Anteilen wirkte die Heimelf in ihren Abschlüssen von Marvin Binge (3., 17.) und Steven Groß (11.) entschlossener.

 


Danach traten die Gäste mit einem Schuss von Dominik Neitzert ans Lattenkreuz in Erscheinung. Ein verunglückter Pass im Westerburger Mittelfeld ergab die Weitefelder Führung. Bei schnellem Umschalten ließ sich Maximilian Strauch nicht zweimal bitten (22.). Die führende Gäste-Elf verfügte über die klarere Spielanlage, während die Hausherren, lange Zeit ohne Druck, erst nach einer halben Stunde Fahrt aufnahmen. Den möglichen Ausgleich durch Steven Groß vereitelte Weitefelds Schlussmann Sören Trippler mit einem Reflex (30). Es folgten Chancen auf beiden Seiten. "Uns fehlte im Abschluss das Quäntchen Glück", sah Steffen Dörner, wie Matthias Wengenroths Schuss von der Unterkante des Tordreiecks zurücksprang (40.) und ein weiterer Versuch des Westerburger Kapitäns (42.) nicht zielführend endete.

Durch früheres Attackieren erarbeiteten sich die Gastgeber mehr Anteile, Möglichkeiten von Justin Keeler (52.) und David Meuer (53.) blieben ungenutzt. Danach folgte für die heimische SG der Schlag ins Gesicht. Auf Freistoß von Dominik Neitzert kam Jan Mockenhaupt beim 0:2 ungehindert zum Kopfball (58.). "Den hat er schön gesetzt", lobte Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt seinen Filius.

Westerburg bäumte sich zwar noch einmal auf. Den Aktionen nach vorne fehlten aber Qualität und Präzision.

Die konzentrierten Gäste ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Die letzte Gelegenheit, den Anschluss herzustellen, vergab Marvin Binge (87.), als er einen Haken zu viel schlug. Die Weitefelder Joker zeigten, wie es geht. Mario Weisang machte auf Zuspiel Fabian Lohmars den Deckel drauf (90.+3.).

"Nach dem 0:2 ging nichts mehr", sah Westerburgs Trainer Steffen Dörner die Felle seiner Mannschaft nach einer Stunde davonschwimmen. "In den Zweikämpfen und von den Elementen her waren wir einfach den entscheidenden Tick besser", herrschte bei seinem Gegenüber Jörg Mockenhaupt beste Laune.

 

 


FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen holt zwei Rückstände auf und siegt -

4:3 gegen den VfL Bad Ems

 


In den Schlussminuten bevölkerten alle elf Grün-Weißen bei Standards des Gegners den eigenen Strafraum, um den Sieg zu sichern. Letztlich hatte die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen am Sonntag damit Erfolg und gewann mit 4:3 (2:2) gegen den VfL Bad Ems. "Schön, dass wir uns belohnt haben", meinte Trainer Nico Helbach nach dem zweiten gewonnenen Derby in Serie. In einer wahrhaft abwechslungsreichen Partie der Bezirksliga Ost gerieten die Gastgeber zwei Mal in Rückstand, freuten sich jedoch über den ersten sowie den entscheidenden letzten Treffer im Spiel.


Das 1:0 erzielte Osterspais Kapitän Henrykowski mit einem Kopfball, nachdem Rechtsverteidiger Felix Lemler einen Freistoß noch von hinter der Mittellinie sehr weit in die Spitze geschlagen hatte (16.). Der Bad Emser Ausgleich resultierte ebenfalls aus einem Freistoß und einem Kopfball. Vorlagengeber Julian Bär und Stürmer Andreas Stoffels wählten allerdings die kurze Variante von knapp außerhalb des Strafraums (23.). Nach gut einer halben Stunde war wieder Stoffels‘ Kopf eine wichtige Station: Er verlängerte einen Abschlag von Torwart Marvin Rixen auf Elia Brustolon, der zum 1:2 verwandelte.

Eher unverhofft fiel kurz vor der Pause der Osterspaier Ausgleich zum 2:2. Christoph Heymann wollte vom rechten Flügel sicherlich flanken, doch seine Hereingabe landete im kurzen Eck des VfL-Gehäuses. "Da hatten wir riesiges Pech", fand der Bad Emser Spielertrainer Kay Ludwig, der sich generell über "dumme Gegentore" ärgerte und gestand: "Mit dem Untergrund sind wir nicht klargekommen."

Mit einfach strukturiertem Spiel gingen die Gäste jedoch erneut in Führung. Tormann Rixen machte sich als Vorbereiter verdient mit einem langen Freistoß, den Brustolon direkt abnahm und verwertete, als knapp eine Stunde vorüber war. Die Einheimischen steckten nicht auf und schafften es, das Ergebnis zu drehen - Adrian Knop sorgte mit dem dritten Kopfballtor des Tages für das 3:3 auf Flanke Felix Lemlers (70.).


Damit nicht genug: Die einsatzfreudigen Platzherren hatten einen Dreier nötig und taten einiges dafür, die Punkte am Rhein zu behalten. Der eingewechselte Marvin Huss schoss das umjubelte 4:3 nach Zusammenspiel mit Adrian Knop - ein wenig abgefälscht an den Innenpfosten des kurzen Ecks und dann ins Netz, das nötige Glück war auf Seiten der FSV in diesem wichtigen Moment (80.).

Sowohl Christoph Heymann als auch Marvin Huss trafen erstmals in der Bezirksliga. "Die haben sich ein gutes Spiel ausgesucht für ihre ersten Tore", lobte Helbach. Er war mit den fußballerischen Fortschritten seiner Elf im Vergleich zu den Vorwochen zufrieden, Florian Lemler ordnete das Mittelfeldspiel. So kam die FSV zu mehr Chancen als zuletzt und siegte laut den Worten des Trainers verdient.

Kay Ludwig hingegen bewertete die Niederlage des VfL als "ganz bitter". "Das Schönste hier war die Aussicht, mit Fußball hatte das nicht viel zu tun", bilanzierte er die 90 Minuten. Man werde die schwache Leistung und das Resultat aber abhaken, der Spielertrainer sieht seinen Verein punktemäßig im Soll - und in der Tabelle ist Bad Ems die Nummer eins im Kreis am Ende der Derbywochen.

 

 

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[ Letzte Änderung: 25. September 2018 ]