SV Hundsangen e.V. 1926

17.09.2012, 07:36, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 6.Spieltag

Von: rhein Zeitung

Für Komplimente kann man sich nichts kaufen, und gnadenlose Effektivität zahlt sich aus. Um diese Erkenntnis, aber auch nur um diese, war der Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten SG Müschenbach/Hachenburg, Marco Schnell, nach dem 2:6 (0:2) gegen die SG Hundsangen/Obererbach reicher. Schnell ereilten schon vor Spielbeginn Hiobsbotschaften. Carsten Rein war erkrankt, und nachdem der etatmäßige Keeper Markus Zenz mit Bänderdehnung ausfiel, verletzte sich die Nummer zwei Lukas Brenner beim Aufwärmen. So kam Matthias Hoffmann nach zwei Jahren zu einem spontanen Comeback.

 

Bereits nach zehn Minuten hatte Fisnik Blakaj nach Flanke von Andreas Bleich II die Gelegenheit, den widrigen Umständen zu trotzen, doch die präzise Hereingabe verpasste Blakaj um Zentimeter. Im weiteren Verlauf bekam die Heimmannschaft das zu spüren, was ihr Spielertrainer später als "gnadenlos effektiv" bezeichnete: Langer Ball von der aktiven Hundsangener linken Seite in den Strafraum, Lyudmil Kirov hat Platz und keine Probleme, zum 0:1 zu vollstrecken (20.). In der 45. Minute war es dann Kirovs Sturmpartner Janik Hannappel, der nach einer schöner Kombination mit Fabian Steinebach zum 0:2 vollstreckte.

Im zweiten Durchgang sah es zunächst so aus, als könnten die Müschenbacher das Spiel noch mal spannend gestalten. Nach einem Foul kurz vor der Strafraumgrenze, nutzte Andreas Bleich II eine Lücke in Hundsangens Mauer zum Anschlusstreffer (52.). Doch nur zwei Minuten später war es erneut Kirov, der nach einem Pass von Leutrimm Husaj goldrichtig stand - 1:3 (54.). Die Heimelf hatte den Gegentreffer noch nicht richtig realisiert, da musste Matthias Hoffmann erneut hinter sich greifen. Nach einer der vielen gefährlichen Kirov-Ecken kam Benjamin Lüpke zum Kopfball und versenkte den Ball mithilfe des Innenpfostens zum 1:4 (55.). Im Gegenzug klärte Philipp Kraft einen über Ihsan Sönmez vorgetragenen Angriff (57.) souverän.

Nachdem ein Angriff der Gäste eigentlich schon geklärt schien, foulte Michael Merz Husaj im Strafraum. Schiedsrichter Florian Fochs blieb keine Wahl, er zeigte auf den Elfmeterpunkt. Doch Hoffmann konnte den von Lüpke schwach geschossenen Strafstoß souverän parieren und auch einen Kopfball von Andreas Loch, nach Ecke von Kirov, entschärfte der Keeper sicher (68.). Fünf Minuten später war dann allerdings auch der tapfere Torwart machtlos, als der starke Kirov keine Probleme hatte, den von Dykewicz an Krämer verursachten Elfmeter zu verwandeln 1:5 (73.).

Bei ihrem letzten Treffer zeigten die Hundsangener "all ihre Kreativität der Offensivabteilung", wie Trainer Ralf Hannappel lobte. Nach schöner Kombination über Lüpke und Dennis Melbaum trug sich schließlich auch Kapitän Daniel Hannappel (82.) in die Torschützenliste ein. Zuvor hatte der eingewechselte Fabian Hüsch nach Zuspiel von Sönmez verkürzt (78.).

 

"Heute hat unsere Kreativität, die Tore zu schießen, den Unterschied ausgemacht. Dementsprechend bin ich zufrieden und trotz unseres Sieges sicher, dass sich Müschenbach um den Abstieg keine Gedanken machen muss. Die werden ihre Punkte holen", analysierte Hannappel. Sein Gegenüber sah das Ergebnis etwas nüchterner. "Für solche Komplimente können wir uns nichts kaufen. Langsam müssen die ersten Punkte her", sagte Schnell.

Von unserer Mitarbeiterin Leonie Rein

Müschenbach/Hachenburg: Hoffmann - Rosenbauer - Bleich I, C. Hüsch -Ecker - Merz (76. Dykewicz), Mies, Bleich II (63. Dykewicz), Altgeld (67. F. Hüsch) - Sönmez, Blakaj.

Hundsangen/Obererbach: Kraft - Krämer, Benten, Loch, Lüpke - Husaj, D. Hannappel - F. Steinebach, T. Steinebach (46. Eichmann) - Kirov, J. Hannappel (74. Melbaum).

 

Zuschauer: 130.

 

Tore: 0:1 Kirov (20.), 0:2 J. Hannappel (45.), 1:2 Bleich II (52.), 1:3 Kirov (54.), 1:4 Lüpke (55.), 1:5 Kirov (73., Foulelfmeter), 2:5 Hüsch (78.), 2:6 D. Hannappel (82.).

Besonderheit: Müschenbachs Hoffmann hält Foulelfmeter von Lüpke (62.).

 

 

 

Die Spvgg EGC Wirges II verweilt weiterhin an der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga Ost. Mit einem 2:0 (2:0)-Erfolg über die SG Miehlen/Nastätten gewann die Reserve auf dem heimischen Kunstrasen die vierte der ersten fünf Partien der laufenden Saison. Die Gastmannschaft hingegen, die in der vergangen Saison erst im Entscheidungsspiel ein weiteres Bezirksliga-Jahr buchte, steht auch nach dem fünften Spieltag noch immer ohne Punktgewinn da.

 

Dem bisherigen Saisonverlauf entsprechend waren nach Spielende dann auch die Gesichter auf Seiten der Gastmannschaft. Obwohl Wirges aufgrund einer Notbremse von Felix Hummerich in der sechsten Spielminute beinahe das komplette Spiel in Unterzahl bestritt, musste Miehlens Trainer Rüdiger Graden enttäuscht feststellen: "In der ersten Hälfte hat man von unserer Überzahl überhaupt nichts gemerkt. Auch wenn Wirges eine sehr spielstarke Mannschaft ist, dürfen wir die beiden Gegentore auf keinen Fall zulassen." Positives gab aber auch zu bemerken. "In der zweiten Halbzeit haben wir dann besser gespielt. Da konnte man eindeutig sehen, dass der Wille da war, wieder ins Spiel zu kommen", fand Graden.

Das Spiel selbst begann mit dem erwähnten Paukenschlag: Nach einer Notbremse von Felix Hummerich an Miehlens Lars Leibig hatte Schiedsrichter Ruben Immig keine andere Wahl, als die Rote Karte zu zücken. Nur wenig später schlugen die Hausherren trotzdem zu: Eine präzise Flanke landete punktgenau bei Marvin Binge, der das Leder aus halbrechter Position im Strafraum zur 1:0-Führung im Miehlener Kasten unterbrachte (10.).

Auch in der Folge wussten die Gäste nichts mit ihrer Überzahl anzufangen. In der 39. Spielminute war es erneut Binge, der mit seinem zweiten Treffer auf 2:0 erhöhte: Das EGC-Talent setzte sich im Strafraum technisch stark gegen die Verteidiger durch und schob überlegt ein. Wie bereits beim ersten Gegentreffer war Gästetorhüter Bastian Hofmann chancenlos.

Gleich mehrere vielversprechende Situationen blieben in Halbzeit zwei auf beiden Seiten ungenutzt. Vor allem gegen Ende hatten die Gäste gute Chancen auf den Ausgleich, die aber leichtfertig vergeben wurden (78., 83.)

Während es für die Miehlener am Tabellenende weiterhin ungemütlich aussieht, zeigte sich EGC-Trainer Stefan Waßmann zufrieden und lobte sein Team, das trotz Unterzahl souverän auftrat: "Wir haben heute sehr gut gespielt, auch wenn wir nach der Roten Karte umstellen mussten. Alles in allem waren wir aber spielerisch und läuferisch klar überlegen, sodass man durchaus sagen kann, dass das ein hochverdienter Sieg für uns war."

 

Spvgg EGC Wirges II: Schmidt - J. Hannappel, Hummerich, Labonte, Blath - Hundhammer, Roenspies - Binge (58. Friedhofen), Frank (63. J. Hannappel), Schneider - Hehl (69. Poppe).

Schiedsrichter: Ruben Immig (Koblenz) - Zuschauer: 80.

Tore: 1:0, 2:0 beide Marvin Binge (10., 39.).

Vorkommnis: Rote Karte gegen den Wirgeser Felix Hummerich (6., Notbremse).

 

 

 

Das Meisterschaftsspiel in der Fußball-Bezirksliga Ost war, auch wenn das etwas seltsam klingen mag, gewöhnungsbedürftig. Auf jeden Fall vor der Pause, weil sich da der TuS Montabaur und der SV Rheinbreitbach 45 Minuten lang einen offenen Schlagabtausch lieferten, ohne sich zu nahe zu treten. Alle Aktivitäten endeten, abgesehen vor den drei Minuten in der Nachspielzeit, nach mehr oder weniger kontrolliertem Ballgeschiebe beim Gegner. Dass dann nach der Pause doch noch drei Tore fielen, kam für alle überraschend und ließ Montabaurs Trainer Wolfram Kohns nach den 90 Minuten festhalten: "Unser 3:0-Erfolg ist sicherlich zu hoch ausgefallen. Rheinbreitbach war stets ein Gegner auf Augenhöhe."


Wofür sich die Aufsteiger vom Rhein nun wirklich nicht viel kaufen können. Denn nach dem womöglich taktisch bestimmten und beim Stand von 0:0 auch erfolgreichen Ballgeschiebe der ersten Halbzeit reichten zehn unkonzentrierte Minuten unmittelbar nach der Pause, um den Verliererzug Richtung Rhein auf die Schiene zu setzen.

Zunächst war es Niklas Wörsdörfer (47.), der nach zwei vergeblichen Versuchen seiner Kameraden im dritten Anlauf einen Heber über Torwart Lothar Hilkes irgendwie ins Rheinbreitbacher Tor dirigierte. Dann sorgte Nico Weber (55.), ebenfalls in dritten Versuch, für die Entscheidung. Dass dann in der Schlussminute auch noch Dominic Reusch, dem der unsichere Schiedsrichter Alexander Elbert aus Holzhausen zuvor einen Treffer nach Webers Rückpass wegen angeblicher Abseitsstellung abgepfiffen hatte, zum 3:0 traf, ändert insgesamt gesehen an der Rheinbreitbacher Augenhöhe ebenso wenig wie an der Niederlage.

Die jedoch bedeutet für die Aufsteiger und ihren Trainer Michael Blankenheim "keinen Beinbruch, denn wenn uns jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir dem TuS in Montabaur Paroli bieten, dem hätte jeder von uns mit einem Fingertipp an den Kopf geantwortet".

Und für TuS-Trainer Kohns ist nach dem klaren Sieg noch nicht alles Gold, was glänzt. "Rheinbreitbach war ein spielstarker Gegner und hat bis zum Ende leidenschaftlich dagegen gehalten. Aber ich hatte in der Pause eine glückliche Hand, habe mit der Umstellung von drei auf einen Angreifer in der Spitze Räume geschaffen. Dieser Schachzug hat sich ausgezahlt. Tut mir leid für den Gegner, dem mein Respekt gilt." har

TuS Montabaur: Faller - Böhm, Leisenheimer (46. Malici), Römer, Säger, Wörsdörfer, Schenkelberg (85. Wincek), Reusch, Atzinger, Weber (89. Mattheus), Bichert.

Schiedsrichter: Alexander Elbert (Holzhausen) - Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 Niklas Wörsdörfer (47.), 2:0 Nico Weber (55.), 3:0. Dominic Reusch (89.).

 

 

Eigentlich wollte die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen in ihren Heimspielen die Grundlage für den Verbleib in der Bezirksliga Ost schaffen. Gestern ging dieser Plan gegen die SG Guckheim/Kölbingen aber gründlich schief: Beim 0:7 (0:3) bekam der Aufsteiger gnadenlos seine Grenzen aufgezeigt. "Wir waren heute nicht in der Form, gegen eine Mannschaft wie Guckheim dagegen zu halten. Der Gegner hat das schamlos ausgenutzt", erklärt der maßlos enttäuschte FSV-Trainer Marc Mies nach dem Abpfiff.

 

Am ehesten hatte seine Elf, die unlängst mit dem 1:0-Sieg in Hundsangen alle Insider der Liga sehr überrascht hatte, in der Anfangsphase Aussichten auf einen Teilerfolg. Auf Pass Adrian Knops scheiterte Antony Henrykowski am Pfosten (13.) und legte seinerseits für Florian Spengler auf, dessen Schuss Guckheims Tormann Lars Henning hielt (20.). Die Gäste nutzten ihre Chancen. Erst legte Spielertrainer Stefan Schäfer für Mario Wasna auf, der aus gut 16 Metern traf, dann profitierte Lukas Kuch von einem Pass Björn Zachers (21.) und netzte zum 0:2 ein.

Die Westerwälder feierten besonders mit dem Torschützen, der eine lange Verletzungszeit hinter sich hat. "Es freut mich für Lukas, weil er immer viel für die Mannschaft arbeitet", sagte Schäfer.

Von nun an dominierten die Guckheimer und Kölbinger mit ihrem vor einer Dreier-Abwehr aufgebotenen Mittelfeld jederzeit das Geschehen. Michael Sehner und Lukas Kuch hätten bereits erhöhen können.

Das 0:3 gelang dann jedoch Schäfer auf spektakuläre Weise, der bei einem langen Abschlag Hennings zur Stelle war. Der Spielertrainer machte nach der Pause weiter, schoss zunächst an den Pfosten (53.) und vollendete dann nach gutem Zusammenspiel mit Kuch zum 0:4 (68.). Auswechslungen und Umstellungen kosteten die Vereinigten aus dem Westerburger Land nicht ihren Rhythmus. In der Schlussphase klappte auch die Chancenverwertung besser.

So avancierte der erst 18 Jahre alte Tim Niedermowe innerhalb weniger Minuten zum Doppeltorschützen. Der Einwechselspieler verwandelte einen von Felix Lemler an Lukas Kuch verursachten Foulelfmeter (77.) und staubte bei einer Schäfer Ecke ab (79.). Schließlich leistete das Talent die Vorarbeit, als Wasna ebenfalls seinen zweiten Treffer markierte (86.). Bei der FSV erzeugten im zweiten Abschnitt lediglich Nico Helbach und Josip Topic Ansätze von Torgefährlichkeit.

"Es waren sogar noch fünf, sechs Dinger mehr drin", meinte ein rundum zufriedener Stefan Schäfer: "Das war ein richtig guter Auftritt unserer Mannschaft. Wir hatten zu keiner Zeit das Spiel nicht im Griff und waren fußballerisch das bessere Team." Endlich hätten seine Leute umgesetzt, was sie regelmäßig im Training bewiesen. Marc Mies sprach hingegen von individuellen Fehlern und davon, dass "das Gesamtgefüge zusammengebrochen ist". "Es geht bei uns nur, wenn zu 100 Prozent alles passt", kommentierte der Osterspaier Trainer weiter. Ihm sei klar, dass eine schwierige Saison bevorstehe, zur "Schießbude der Liga" dürfe die FSV aber nicht werden. Mies forderte die Bereitschaft zum Dagegenhalten ein und riet darüber hinaus zum "Abhaken" der unerquicklichen Begegnung mit der hoch eingeschätzten SG Guckheim/Kölbingen.

 

Osterspai/Kamp-Bornhofen: Wei-ler - Topic, Felix Lemler, Pottbäcker, Weinand (70. M. Reifferscheid) - May, Cebula - Knop, Helbach, Henrykowski - Spengler (56. T. Lemler).

Guckheim/Kölbingen: Henning - Fröhlich, Bode, Gombert - Zacher, Wasna - Schneider (77. Schüler), Mittler (64. Niedermowe), Sehner (55. T. Kuch) - Schäfer, L. Kuch.

Schiedsrichter: Roman Herberich (Kaub) - Zuschauer: 130.

Tore: 0:1 Mario Wasna (15.), 0:2 Lukas Kuch (21.), 0:3, 0:4 beide Stefan Schäfer (43., 68.), 0:5, 0:6 beide Tim Niedermowe (77., Foulelfmeter, 79.), 0:7 Mario Wasna (86.).

 

 

 

Im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga Ost setzte sich die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald mit 2:0 (1:0) beim SC Berod/Wahlrod sicher durch. Der Sieg der souverän aufspielenden Gäste geht in Ordnung, denn Berod präsentierte sich völlig indisponiert.

 

Weitefelds Triumph zeichnete sich schon sehr früh ab. In der vierten Minute setzte sich der dribbelstarke Sascha Blazek am linken Flügel durch und flankte in den Strafraum. Dort brachte Christian Hüsch den Ball unter Kontrolle und schoss an Berods Schlussmann Constantin Redel vorbei ins lange Eck. Weil Daniel Frohns Rettungsversuch missglückte, stand es 0:1. "Den hätte ich wegschlagen müssen", ärgerte sich der Verteidiger anschließend über sich selbst.

Mit der Führung im Rücken beherrschte Weitefeld das Spiel nach Belieben. Bei Berod dagegen lief nichts zusammen, Chancen waren eher Zufallsprodukte. So musste Weitefelds Torwart Sören Trippler in der 27. Minute eine verunglückte Flanke von René Nagel zur Ecke abwehren. Auf der Gegenseite verstolperte Christian Hüsch fünf Minuten später eine gute Gelegenheit zum 2:0.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel. Berod fand nie zu seinem Kombinationsspiel, und auch die zahlreichen Standardsituationen brachten keine Gefahr vor dem Weitefelder Tor. Eher als der Ausgleich lag das 0:2 in der Luft, doch Fabian Lohmar (60.), Joshua Weller (75.) und Kevin Lopata (82.) versäumten es, für eine vorzeitige Entscheidung zu sorgen. Diese ließ bis zur 85. Minute auf sich warten: Nach glänzender Vorarbeit von Thomas Ross am linken Flügel staubte Lopata zum 0:2 ab. Berod warf noch einmal alles nach vorne, gab dabei jedoch jegliche Kontrolle auf und durfte froh sein, sich bei Weitefelder Kontern keine weiteren Gegentore eingefangen zu haben.

Nach dem Schlusspfiff wollte Berods Spielertrainer Thomas Schäfer die desolate Vorstellung seiner Mannschaft nicht beschönigen: "Das war ohne Zweifel unsere schlechteste Saisonleistung. Weitefeld hat so gespielt, wie ich es mir von uns gewünscht hätte, nämlich flach und schnell nach vorne. Die Gäste waren uns heute in wirklich allen Belangen überlegen, und deshalb ist ihr Sieg auch absolut verdient. Wir dagegen scheinen doch noch nicht so weit zu sein, wie wir vielleicht schon glaubten."

Sehr zufrieden zeigte sich dagegen Gästetrainer Volker Heun: "Wir haben verdient gewonnen, denn Berod hatte im gesamten Spiel keine klare Torchance. Eine wichtige Rolle spielte dabei, dass es uns gelang, Thomas Schäfer fast völlig abzumelden. In den ersten 25 Minuten sind wir im Stil einer Spitzenmannschaft aufgetreten, danach haben wir ein wenig den Faden verloren. Im zweiten Abschnitt kann man meiner Mannschaft lediglich vorwerfen, nicht früher das zweite Tor gemacht zu haben."

 

 

 

 

Mit dem 1:3 (1:2) seiner SG Nievern/Fachbach gegen die SG Puderbach endete eine eindrucksvolle Serie: Erstmals unter der mittlerweile über neunmonatigen Regie Murat Sariciceks blieben die Bezirksligapunkte nicht an der Früchter Straße.


Die Anfangsminuten gehörten den Gastgebern, die durch Felix Waldorfs gefühlvolle Bogenlampe früh vorlegten (13.). Die Westerwälder reagierten wütend, bei einem satten 20-Meter-Schuss von Florian Raasch musste sich Nieverns Schlussmann Florian Lindner mächtig strecken, um den Ball per Faustabwehr zur Ecke abzuwehren (15.).

Wie schnell es im Fußball gehen kann, erlebten die Gastgeber dann in aller Deutlichkeit: Zunächst krachte ein fulminanter 30-Meter-Schuss Timo Hoffmeyers an Puderbachs Torlatte, dann glich der agile Fatlum Merovci nur zwei Minuten später auf der Gegenseite aus, nachdem er sich routiniert im Nieverner Strafraum durchgesetzt hatte.

"Wir hören nach dem Gegentor auf einmal auf unser bis dahin gutes Spiel weiter durchzuziehen," war Murat Saricicek nach Spielende auf Erklärungssuche. Bei seinem Team war plötzlich der Faden weg, die Gäste nutzen dies aus und gingen durch einen sehenswerten Treffer Vadim Puchas aus 25 Metern mithilfe des Innenpfostens in Führung (34.).

Die SG Puderbach erwischte nach dem Seitenwechsel einen Blitzstart, Dominik Hartstang überwandt Lindner mit einem lang gezogenen Heber zum 1:3. Saricicek reagierte sofort, brachte Timo Schunter und Salvatore Mayer. "Wir haben noch mal alles probiert, hatten auch etwas Pech, aber letztlich hat es dann nicht gereicht", war Nieverns Trainer enttäuscht. Seine Mannschaft machte in der Tat plötzlich wieder viel Betrieb, ließ aber einige klare Torgelegenheiten durch Mayer (59., Kopfball an die Latte) und Hoffmeyers Volleyschuss von der Strafraumgrenze (65.) liegen. Kurz vorher hatte Puderbachs Dominik Hartstang einen Kopfball von Florian Panny in letzter Sekunde von der Torlinie gekratzt (63.). Es gibt Tage, da will der Ball einfach nicht ins Tor.

"Für uns folgen zwar jetzt schwierige Spiele, da muss die Mannschaft ihren Mann stehen. Aber aus der Bahn lassen wir uns jetzt nicht werfen", schaute Saricicek nach dem Ende der Serie wieder nach vorne.

 

 

 

Die SG Herdorf bleibt auch nach dem Heimspiel gegen den VfL Bad Ems in der aktuellen Saison der Fußball-Bezirksliga Ost weiter ohne Heimsieg. Gestern musste sich das Team von Spielertrainer Dirk Spornhauer mit einem 1:1 (0:1)-Remis begnügen.


Beide Trainer waren anschließend mit dem einen Punkt nicht zufrieden. Gästetrainer Frank Wendland meinte hinterher: "Wir mussten mit 2:0 in Führung liegen, stattdessen haben wir durch einen groben Torwartfehler den Ausgleich kassiert. Trotz unserer personellen Probleme hätten wir heute als Sieger vom Platz gehen müssen. Vorm Spiel wären mit einem Punkt zufrieden gewesen, gemessen am Spielverlauf bin ich es nicht."

Auch Herdorfs Dirk Spornhauer war unzufrieden: "Das war für Bad Ems ein geschenkter Punkt, obwohl wir in der ersten Halbzeit unterirdisch schlecht gespielt haben. Das war Sommerfußball hoch drei, mit einem geschenkten Tor für Bad Ems. In der zweiten Halbzeit hat man aber gesehen, dass auch wir Fußball spielen können, wenn die Einstellung stimmt. Da waren zwei, drei Chancen dabei, mit denen wir bei konzentriertem und konsequentem Abschluss das Spiel hätten gewinnen müssen."

Damit hatten beide Trainer den Nagel auf den Kopf getroffen. In der ersten Hälfte zeigten die Gastgeber die wohl schlechteste Leistung in dieser Saison. Spornhauer dirigierte die leichtsinnige SG-Hintermannschaft immer wieder, forderte mehr "Spannung" bei den Spielern und mehr Schnelligkeit im Spiel nach vorne. Die erste echte Chance für die Hausherren sahen die Zuschauer erst in der 40. Minute, als Kenny Scherreiks nach schöner Balleroberung von Steffen Busch alleine auf Gästetorwart Bastian Staudt zulief, diesen aber nicht überwinden konnte.

Im direkten Gegenzug markierten die Gäste dann das Führungstor, bei dem die Herdorfer Hintermannschaft wieder kräftig mithalf. Die Gastgeber schafften es nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu bekommen: Zuerst scheiterte Micha Krohmann an Torwart Marvin Scherreiks, aber im zweiten Versuch traf Marco Jockel mit links ins rechte Eck (40.).

Nach der Pause agierten die Gastgeber zielstrebiger und offensiver, hätten aber in der 55. Minute beinahe den zweiten Gegentreffer kassiert. Nicholas Liefke scheiterte nach Pass von Krohmann freistehend an Marvin Scherreiks. So aber waren die Herdorfer weiter im Spiel und konnten in der 76. Minute den Ausgleich durch Steffen Busch bejubeln: Nach einem weiten Ball verschätzte sich Staudt beim Rauslaufen - und Busch lenkte den Ball per Hinterkopf über den Torwart ins Netz. In der hektischen Schlussphase hatten beide Mannschaft dann noch Chancen zum Siegtreffer, letztendlich blieb es aber beim leistungsgerechten Remis.

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[ Letzte Änderung: 21. April 2018 ]