SV Hundsangen e.V. 1926

26.09.2016, 20:37, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 7.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

 

SG Hundsangen bietet VfB Linz zu viel Raum

Tabellenführer gewinnt mit 5:1 Toren

 

 

Mit einem souveränen Heimerfolg hat sich der VfB Linz in der Bezirksliga Ost zurückgemeldet. Auf die erste Saisonniederlage in Montabaur folgte ein 5:1 (1:0)-Sieg gegen die SG Hundsangen/Obererbach.

Bereits nach zehn Minuten ging der VfB in Führung. Nach schöner Vorarbeit von Andreas Schuht versenkte Valerian Skorobogatko den Ball im Kasten der SG zum 1:0 für die Gastgeber. Es entwickelte sich eine flotte Partie nach dem frühen Treffer, auch wenn die Gäste sich schwer taten auf dem Weg nach vorne. Zu kompakt stand die Linzer Abwehr und machte die Räume clever eng. In der 20. Minute hatte Hundsangen die erste Chance, doch den Schuss von Sebastian Schneider parierte VfB-Keeper Sebastian Seitz souverän.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste zunächst besser ins Spiel. Der VfB schaltete, mit der Führung im Rücken, einen halben Gang zurück und ließ die Gäste mehr kommen. Doch ein Tor wollte nicht fallen, auch der nach der Pause eingewechselte Kelvin Marciano Rodrig vermochte nicht die nötigen Akzente zu setzen. Dafür jubelten plötzlich erneut die Gastgeber. Seinen schönen Alleingang über die rechte Seite krönte der eingewechselte Eray Kizilkan mit einem strammen Schuss ins lange Eck zum 2:0 (65.). Die Partie schien schon fast gelaufen, doch nur kurz nach dem Ausbau der Führung fiel plötzlich doch der Anschlusstreffer. Nach einer Ecke von Daniel Hannappel prallte der Kopfball von Spielertrainer Martin Schlimm an die Latte des VfB-Gehäuses, den Abpraller schnappte sich Schneider und markierte mit einem platzierten Schuss das 2:1 (67.). Die SG warf nun alles nach vorne und drängte auf den Ausgleich, öffnete damit aber Tür und Tor für den VfB. Auf der linken Seite schnappte sich Schuht das Leder, flankte quer in den Hundsangener Strafraum und fand Dustin Friese, der SG-Keeper Lukas Litzinger zum 3:1 überwand (71.). Und die Gastgeber hatten noch nicht genug. Der eingewechselte Mario Seitz passte quer auf den mitgelaufenen Skorobogatko, der mit seinem zweiten Treffer das 4:1 markierte (78.). Und auch Friese durfte sich als zweifacher Torschütze feiern lassen, mit einem Drehschuss aus gut 20 Metern stellte er den 5:1-Endstand her (80.).

Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm war bedient: „Wir waren heute die schlechtere Mannschaft, in allen Belangen. Nach dem 2:1 haben wir aufgemacht, und jeder Linzer Schuss war ein Treffer. Jetzt hängen wir wieder unten drin.“ Zufrieden war hingegen der Linzer Coach Paul Becker mit der Leistung seiner Mannschaft und dem Ergebnis: „Wir hatten das Spiel im Griff und auch mehr Spielanteile. Hundsangen hat auf unsere Fehler gewartet, das haben wir in der zweiten Hälfte abgestellt.“


 

 

Die Geduld des Neulings wird mit drei späten Toren belohnt

VfB Wissen verliert durch das 0:3 in Niederroßbach zunächst einmal den Anschluss

 

 

Die SG HWW Emmerichenhain/Niederroßbach beißt sich vorne in der Tabelle der Bezirksliga Ost fest. Beim 3:0 (0:0)-Sieg gegen den VfB Wissen schüttelte der freche Aufsteiger einen unmittelbaren Konkurrenten erst einmal ab. Immerhin hat die Mannschaft Nihad Mujakics nach nunmehr sieben Spieltagen mit Linz, Montabaur und gestern Wissen die meisten der dicken Brocken schon hinter sich und dürfte als gehandelter Geheimfavorit wohl längere Zeit vorne mitmischen.

Die Wissener haben nach nur einem Zähler aus der „englischen Woche“ erst einmal den Anschluss verpasst. Bei zähem Beginn agierten die Rivalen im Topspiel aus einer kontrollierten Defensive mit stabiler Ordnung. Entsprechend war vor beiden Toren wenig los. Für die Hausherren besaß Keigo Matsuda die erste Gelegenheit (14.) Wie in dieser Szene blieb Wissens Torwart Marvin Scherreiks auch im zweiten Duell mit dem agilen Japaner (28.) Sieger. Die Gäste spielten ordentlich mit. Außer einer Möglichkeit von Max Ebach (20.) konnte der bisherige Rangvierte seine Angriffe aber nicht zu Ende spielen. In der fairen Begegnung zeigte die SG Emmerichenhain gute Ansätze, ohne zu nennenswerten Abschlüssen zu gelangen. Dies änderte sich in ihrer stärksten Phase kurz vor der Pause. Nach Kopfball von Christian Haas rettete Cem Catakay für seinen schon geschlagenen Torhüter (41.). Erneut Matsuda kam per Kopfball auf Flanke David Quandels (44.) nicht am starken Scherreiks vorbei.

Die Hausherren nahmen das Heft in die Hand und marschierten weiter. Den Kopfball Mario Pavelics (48.) parierte Scherreiks erneut. Obwohl Florian Kolb aus kurzer Distanz das Zuspiel Pavelics nicht verwerten konnte (52.), behielten die Akteure des Neulings die Ruhe. Nach einer Reihe vergebener Chancen kam beim Pfostenschuss Matsudas auch noch Pech dazu (62.). Da die Platzelf auch aus den meisten Zweikämpfen als Sieger hervorging, dauerte es bis zur 74. Minute, ehe der VfB Wissen wieder einmal Gefahr ausstrahlte. Fation Foniq hatte für Lucas Brenner durchgesteckt, der aufmerksame SG-Torwart Timon Topitsch parierte.

Die Geduld sollte sich beim Aufsteiger auszahlen. Marko Zelenika schob nach Quandels Ecke am langen Pfosten ein (82.). Nun war der Knoten geplatzt, David Quandel per direktem Freistoß (88.) sowie Mario Pavelic (89.) nach schöner Vorarbeit Matsudas schraubten das Resultat in die Höhe.

„Wenn eine Mannschaft mitspielt, sind wir gut dabei. Wir haben Charakter bewiesen und von den Chancen her hochverdient gewonnen“, bilanzierte SG Trainer Nihad Mujakic. „Wir hatten nur eine hochkarätige Möglichkeit. Der Sieg des Gegners war durch die gute Qualität insgesamt verdient“, so sein Wissener Kollege Dennis Reder.


 

 

TuS Montabaur bringt den Sieg über die Runden

SG Ellingen mit Pech bei 1:2-Niederlage

 

 

Die SG Ellingen hat ihr Heimspiel in der Bezirksliga Ost gegen den TuS Montabaur mit 1:2 (1:2) verloren. Bei herrlichem Sonnenschein sahen 130 Zuschauer eine kämpferische Partie. Durch die fünfte Niederlage im siebten Saisonspiel befindet sich das Team von Ellingens Trainer Thomas Kahler, der Vizemeister der Vorsaison, weiterhin in der Abstiegszone.

Nach einer kurzen Phase des Abtastens waren es die Gäste aus Montabaur, die den ersten nennenswerten Angriff auf das Tor des Gegners verbuchten. Nach einer Ecke von Mario Denker schien die Situation bereinigt, doch irgendwie gelangte der Ball auf die linke Seite zu Karol Obrebski, der frei zum Flanken kam. In der Mitte lauerte der aufgerückte Ronivaldo Silva Santos, der den Ball am kurzen Pfosten aus fünf Metern links oben einköpfte zum 0:1 (8.). Doch die Gastgeber ließen sich von diesem frühen Rückstand nicht beirren und erspielten sich Chancen. TuS-Torhüter Felix Fußel klärte bei einem 25-Meter-Volleyschuss von Christian Weißenfels (12.) und eine Minute später bei Florian Raaschs Freistoß aus 30 Metern.

Danach beruhigte sich die Partie ein wenig. Nach einem langen Pass zog Montabaurs Alexander Baldus aus 18 Metern ab. Bei seinem verdeckten Schuss ließ Ellingens Torwart Philipp Krokowski den Ball nach vorne abprallen. Karol Obrebski zog auf die Grundlinie und passte mustergültig zurück an die Strafraumgrenze, wo Mario Denker lauerte und zum 0:2 abschloss (39.).

Aber Ellingen blieb dran und schaffte noch vor der Pause den Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs bekam Dennis Loose den Ball auf der linken Seite, lief in den Strafraum und legte quer auf Raasch. Der SGE-Torjäger scheiterte aus fünf Metern an Fußel. Beim Abpraller schaltete Christian Weißenfels am schnellsten und schoss den Ball mit Wucht zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie.

Im zweiten Spielabschnitt verflachte die Partie. Ellingen versuchte Druck zu machen, ohne jedoch zu viel zu riskieren. Montabaur schaffte es nun nicht mehr, an sein gutes Spiel der ersten 45 Minuten anzuknüpfen. In der dritten Minute der Nachspielzeit schlenzte der eingewechselte Mazlum Sari einen Ellinger Freistoß an den rechten Pfosten.

„Ein Punkt wäre für uns verdient gewesen“, sagte Ellingens Coach Thomas Kahler. „Man hat gesehen, zu was die Mannschaft in der Lage ist.“ Gästetrainer Benedikt Lauer war nach dem Krimi sichtlich erfreut über die drei Punkte in Straßenhaus: „Wir sind zwei Jahre hintereinander mit schmerzhaften Niederlagen nach Hause gefahren. Deshalb ist der heutige Sieg besonders erfreulich. Wir haben es leider versäumt den Sack früher zuzumachen, weil wir nach unseren beiden Toren das Fußballspielen eingestellt haben.“

 

 

Alexander Stera: Hattrick binnen zwölf Minuten

SG Elbert schlägt Osterspai unter Wert

 

 

Über fehlenden Unterhaltungswert brauchte sich beim 6:1 (1:1)-Kantersieg der SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen in der Bezirksliga Ost gegen die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen niemand zu beklagen. Bei Torchancen in Hülle und Fülle auf beiden Seiten waren sieben Gesamttore am Ende die logische Konsequenz. Dass die Gäste vom Rhein letztlich deutlich unter die Räder kamen, aber vom Ergebnis her deutlich unter Wert geschlagen wurden, lag an der Tatsache, dass die Gastgeber die Torgelegenheiten effektiv verwerteten.

Osterspai legte in beiden Hälften einen Blitzstart hin und hatte schon nach sechs Spielminuten dicke Einschussmöglichkeiten durch Nicolas Nouvortne (2.), Adrian Knop (2., 4.) sowie Florian Lemler (6.) versiebt. Für Elbert vergab auf der Gegenseite Christian Stera (10.), ehe Manuel Simon den Ball nach schöner Angriffsvariation aus halblinker Position wuchtig zum 1:0 ins lange Toreck setzte (22.). Per Foulelfmeter glichen die Gäste sechs Minuten später durch Bej Ali Simbargov nicht unverdient aus.

Auch nach dem Wechsel war Osterspai präsent, ließ aber in Person von Antony Henrykowski, der zweimal aus kurzer Entfernung am überragend reagierenden Elberter Schlussmann Kevin Jung scheiterte, wieder zwei dicke Dinger liegen (47., 48.) „Wenn du so mit deinen Chancen umgehst, kannst du trotz anständiger Leistung hier nichts holen“, ärgerte sich Osterspais Trainer Nico Helbach. Auf Seiten der Gastgeber nahm sich Alexander Gombert in der 51. Minute ein Herz und platzierte den Ball aus fast 30 Metern maßgenau zum 2:1 im rechten Torwinkel. Was folgte, war der typische Verlauf eines Spiels, in dem den einen alles, den anderen nichts mehr gelingt. Die bis dahin gleichwertigen Gäste kassierten durch Christian Stera das 3:1 (70.), verloren Tobias Schneider nach einer Notbremse mit einer Roten Karte und wurden danach von der SG Elbert regelrecht auseinandergenommen. „Das Ergebnis stimmt, damit bin ich zufrieden“, sagte SG-Trainer Michael Diel. „Unsere Leistung stimmt mich dagegen weniger positiv. Wir waren körperlich und kämpferisch bei weitem nicht so präsent wie zuletzt Woche in Birlenbach. Heute ist das gut gegangen, aber daran werden wir arbeiten müssen.“ Diels Elf machte in der Schlussphase kurzen Prozess: Alexander Stera tobte sich dabei richtig aus und besorgte mit drei Treffern (75., 79., Foulelfmeter, 86.) den 6:1-Endstand her.

 

 

 

Joker Strauch trifft doppelt

Nauort verliert bei SG Weitefeld

 

 

Die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen hat das Heimspiel gegen Aufsteiger SV Fortuna Nauort mit 3:1 (1:1) gewonnen und bleibt so das einzige noch ungeschlagene Team der Bezirksliga Ost.

Begonnen hatte die Partie für die Hausherren denkbar ungünstig. Nach einem hohen Ball aus dem Mittelfeld wollte Steffen Kempf im Strafraum per Kopf klären, doch seine Bogenlampe landete genau auf dem Schlappen von Christian Kulachmetow, der aus 14 Metern volley ins rechte Eck traf. Danach standen die Gäste sicher in der Abwehr, während Weitefeld im Spiel nach vorne nicht viel einfiel. Ein 20-Meter-Schuss von Sascha Cichowlas neben das Tor war das erste Lebenszeichen der SG (20.).

Nauort schlug die Bälle bevorzugt lang nach vorne, von spielerischem Aufbau war nichts zu sehen. Die Hausherren kamen zu zahlreichen Ecken und profitierten in der 40. Minute von einem Fehler von Gästekeeper Marc Lohrum, der im Anschluss an eine Ecke Julian Aguilars Hereingabe unterlief. Maik Oliver Seibel drückte den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie. Nur eine Minute später setzte sich Jan Mockenhaupt im Strafraum gut durch, schoss aber übers Tor. Die Nachspielzeit in Durchgang eins gehörte dann den Fortunen. Erneut nach einem hohen Ball in den Strafraum wirkte die Weitefelder Hintermannschaft ungeordnet, sodass Waldemar Pineker aus 16 Metern abziehen konnte. Der herausgeeilte Sören Trippler lenkte den Ball zur Ecke. Im Anschluss an diese traf Eugen Wagner zwar, stand dabei aber – nach Ansicht des Unparteiischen – im Abseits. Die Gäste protestierten, Schiedsrichter Christian Fritzen blieb aber bei seiner Entscheidung.

Nach der Pause kam bei Weitefeld Maximilian Strauch für den angeschlagenen Fabian Lohmar – was sich sofort bezahlt machte. Nach Pass von Jan Mockenhaupt wurden sich Michael Funda und Karsten Schneider nicht einig. Strauch spritzte dazwischen und lupfte das Leder über Lohrum hinweg ins Netz. Die Gastgeber bestimmten weiter das Geschehen, der eingewechselte Dominik Neitzert scheiterte nach schöner Kombination in der 76. Minute an Lohrum. Zehn Minuten vor dem Ende wurde es noch einmal spannend, weil Mockenhaupt die Gelb-Rote Karte sah. Die Gäste versuchten in Überzahl alles, trafen aber nicht, sondern kassierten den dritten Gegentreffer. Schneider legte sich den Ball zu weit vor, erneut Strauch schnappte sich das Leder und schoss aus knapp 35 Metern schön über den Keeper hinweg ein (86.).

Gästetrainer Olaf Klee war nach dem Spiel enttäuscht: „Mit der Leistung bin ich einverstanden, mit dem Ergebnis nicht. Wir haben viel Aufwand betrieben, viel gearbeitet – und hätten einen Punkt verdient gehabt. Aber bei allen drei Toren haben wir uns individuelle Fehler geleistet.“ Weitefelds Jörg Mockenhaupt war guter Laune: „In der Abwehr haben wir uns bei hohen Bällen dämlich angestellt. Wir haben uns aber stabilisiert und mehr fürs Spiel gemacht, daher ist das Ergebnis in Ordnung.“

 

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[ Letzte Änderung: 26. September 2018 ]