SV Hundsangen e.V. 1926

07.10.2012, 21:04, Alter: 5 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 8.Spieltag

Von: rhein Zeitung

Deutlich verbessert gegenüber dem Spiel am vergangenen Mittwoch zeigte sich die SG Hundsangen/Obererbach in der Bezirksliga Ost gegen die SG Nievern/Fachbach und kam mit einem 3:0 (0:0) zu ihrem ersten Heimsieg der Saison.


"Am Anfang haben wir noch etwas Nervosität gezeigt", war Hundsangens Trainer Ralf Hannappel nach Spielende erleichtert, "dann aber den Zuschauern eindrucksvoll gezeigt, dass wir besseren Fußball spielen und auch gewinnen können."

Torchancen hatte sein Team genügend im ersten Spielabschnitt. So musste Nieverns Keeper Patrick Keul zweimal gegen Hundsangens Spielmacher Lyudmil Kirov sein ganzes Können aufbieten. Kirov hatte Keul zunächst mit einem gefährlichen Flachschuss (7.) geprüft. Den Hammer-Freistoß des Hundsangener Neuzuganges klatschte er zunächst ab (20.), den Abpraller setzte Waldemar Pineker freistehend nur an den Torpfosten.

Die Gäste, stark ersatzgeschwächt und mit einem etatmäßigen Feldspieler im Tor in den Westerwald angereist, zeigten sich bis zur Pause auf Augenhöhe und hatten, frech mitspielend, durchaus ihre Torgelegenheiten. So zwang Fabian Schupp Hundsangens Schlussmann Marvin Künzler aus spitzem Winkel zu einer Glanzparade (9.). Drei Minuten später zischte ein gefährlicher Flachschuss von Mathias Hoffmann nur minimal am Tor vorbei. So haderte Gästetrainer Murat Saricicek nach Spielende vor allem auch mit dem Start in die zweite Hälfte: "Wir halten eine Halbzeit gut mit. Wenn wir da in Führung gehen, ist hier vielleicht was drin. Dann passiert uns wieder mal ein Gegentor direkt nach dem Wechsel, und dann haben wir gegen eine erfahrene Mannschaft wie Hundsangen keine Chance mehr." Sein Team wurde nur zwei Minuten nach dem Wechsel kalt erwischt, als Benjamin Lüpke eine überlegte Vorlage von Tim Steinebach aus kurzer Entfernung zum 1:0 abstaubte.

Nun war der Bann bei den Gastgebern gebrochen. Als Nieverns Timo Hoffmeyer in der 62. Minute gegen Felix Krämer im Strafraum zu heftig einstieg, zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Routinier Kirov ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte eiskalt zum 2:0. Den Sack endgültig zu machte erneut Lüpke in der 70. Spielminute. Mit seinem trockenen Distanzschuss markierte er den 3:0-Endstand. Die Gäste, nun ohne Aussicht auf Zählbares, zeigten aber Moral und hätten beinahe durch Hoffmann den "Ehrentreffer" erzielt (86.).

Hundsangen: Künzler - Pineker, Reiner (17. F. Steinebach), Loch, Husaj - T. Steinebach ( 59. Reusch), Krämer (71. Melbaum), D. Hannappel, Kirov - J. Hannappel, Lüpke.

 

Schiedsrichter: Philipp Benner (Koblenz).

Zuschauer: 95.

 

Tore: 1:0 Benjamin Lüpke (47.), 2:0 Lyudmil Kirov (62., Foulelfmeter), 3:0 Benjamin Lüpke (70.).

 

 

Die alte Sekundärtugend Pünktlichkeit war gestern von den Zuschauern bei der Bezirksliga-Begegnung VfL Bad Ems gegen TuS Montabaur gefordert. Wer nämlich wenige Minuten zu spät kam, verpasste gleich drei Tore. So bahnte sich eine 2:7 (1:4)-Pleite für die Gastgeber an, die sich bereits nach rund zwölf Sekunden und einem Handspiel Manuel Seckers einem Strafstoß gegenüber sahen.

 

 

Den Elfmeter verwandelte Nico Weber, der auf Vorarbeit Niklas Wörsdörfers sofort nachlegte. Überhaupt avancierte der 24 Jahre alte Torschütze, der aus Heistenbach stammt und zuvor für den VfL Altendiez sowie die Eisbachtaler Sportfreunde kickte, zum Mann des Tages. Elia Brustolon verkürzte zwar mit seinem ersten Bezirksligator für den VfL nach drei Minuten, aber bis zur Pause netzte Weber noch zwei Mal ein. "Ich habe ihm gesagt, dass er auf diesem kleinen Kunstrasen aus allen Lagen schießen soll", erklärte Montabaurs junger Spielertrainer Tim Schenkelberg zu Webers Rolle. Erst nach fünf Treffern insgesamt gab sich der Stürmer zufrieden, ein Pfostenschuss erweiterte seine Bilanz. Die hohe Torausbeute sei so nicht geplant gewesen, räumte Schenkelberg noch ein, letztlich "aber gut so".

Die Westerwälder hatten sich glänzend auf das schmale und kurze Feld eingestellt, auf dem es nahezu zwangsläufig zu zahlreichen Strafraumszenen kam. "Wir hatten uns vorgenommen, früh zu stören und die Räume eng zu machen", sagte ihr 24-jähriger Spielertrainer. So hatte der TuS die Partie im Griff, wenngleich "wir nicht immer gut gestanden haben. Direkt nach dem Wiederanpfiff besaßen die Bad Emser daher die Gelegenheit, das Spiel zu wenden.

Furios wie in den ersten 45 Minuten ging es los. Micha Krohmann markierte in der 46. Minute den Anschlusstreffer. Unmittelbar danach flog ein Freistoß Etienne Kecskemetis knapp neben den Pfosten und ein Schuss des eingewechselten Kay Jockel endete an der Unterkante der Latte - Chancen genug also für den Ausgleich. "Wenn das 3:4 fällt, kippt das Spiel", meinte VfL-Trainer Frank Wendland.

Doch erneut war es Nico Weber, der für den TuS Montabaur verwandelte - diesmal einen Freistoß aus fast 40 Metern Entfernung. Für Wendland war dies einer von zwei Knackpunkten im zweiten Durchgang neben dem Platzverweis gegen seinen Spieler Renard Remschel, der nach einem Foul die Ampelkarte sah. Danach erhöhten Dominic Reusch und Niklas Wörsdörfer, die sich zunächst als Vorbereiter verdient gemacht hatten. Dass der Sieg der Montabaurer verdient war, blieb unbestritten. "Wir haben heute sehr viele Dinge gut gemacht", betonte Schenkelberg.

 

Tore: 0:1, 0:2 beide Nico Weber (1., Handelfmeter; 2.), 1:2 Elia Brustolon (3.), 1:3, 1:4 beide Nico Weber (13., 40.), 2:4 Micha Krohmann (46.), 2:5 Nico Weber (64.), 2:6 Dominic Reusch (68.), 2:7 Niklas Wörsdörfer (72.).

Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen den Bad Emser Renard Remschel (66., wiederholtes Foulspiel).

 

 

 

Lausige zehn Grad, Dauerregen, durchwachsenes Spiel und keine Tore. Das ist das kurze Fazit der Partie in der Fußball-Bezirksliga Ost zwischen der FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen und der SG Herdorf, die sich nach 90 zähen Minuten mit 0:0 trennten.

 

 

Beide Mannschaften haben innerhalb von vier Tagen zwei grundverschiedene Gesichter gezeigt, weshalb Osterspais Trainer Marc Mies nach der Partie mit dem Remis deutlich besser leben konnte als sein spielender Gegenüber Dirk Spornhauer. "Heute haben wir die Grundtugenden auf den Platz gebracht und 90 Minuten lang gekämpft. Die Jungs haben das Beste rausgeholt", freute sich Mies, dass seine Mannschaft sich von dem 0:2 bei der SG Müschenbach erholt hatte. Spornhauer, dessen Team am Tag der deutschen Einheit mit 3:0 bei der SG Hundsangen/Obererbach triumphiert hatte, war weitaus weniger zufrieden: "Wir wussten was uns erwartet, trotz der schwierigen Wetterbedingungen war das aber vor allem in der ersten Halbzeit viel zu wenig von uns."

Die Geschichte des ersten Spielabschnittes ist schnell erzählt: Klare Torchancen gab es auf beiden Seiten keine. In der 18. Minute hatte Stürmer Steffen Busch Daniel Singhateh geschickt, doch der Neuzugang kam gegen Osterspais Torwart Kai Weiler einen Tick zu spät. Ob man den Schuss von Stefan Häßler, der in Minute 36 zwei Meter am Gehäuse der Gastgeber vorbei schrammte, tatsächlich als Tormöglichkeit bezeichnen kann ist mehr als fraglich. Herdorf machte spielerisch den etwas reiferen Eindruck, aber gegen tapfer kämpfende Osterspaier kam dabei nichts herum.

Im zweiten Durchgang waren die Hellertaler dann besser in der Partie: Tristan Zok passte zu Kenny Scherreiks, dessen Hereingabe jedoch keinen Abnehmer fand (48.). Nach 55 Minuten war Weiler nach einem Schuss von Kevin Denter zur Stelle. Zwei Gelegenheiten hatten die Osterspaier, die sich während der kompletten Spielzeit aufs Kontern beschränkt hatten. Josip Topic hatte Antony Henrykowski lang geschickt, doch sein Schuss aus dem Lauf verfehlte das Tor knapp (58.).

Zwölf Minuten später konnte sich dann Herdorfs Schlussmann Marvin Scherreiks das einzige Mal in der Partie auszeichnen. Wieder war es Osterspais Stürmer Henrykowski, der allerdings aus kurzer Distanz das Nachsehen hatte.

Die Schlussphase gehörte der SG Herdorf. Kevin Denter tauchte vier Minuten vor dem Schlusspfiff frei im Strafraum der Gastgeber auf, verfehlte das Tor jedoch aus zehn Metern knapp. "Das war unsere größte Chance, da müssen wir dann einfach treffen", trauerte Dirk Spornhauer dieser klarsten Torgelegenheit hinterher. Doch seine Mannen kamen nach einem langen Ball von Tristan Zok auf Daniel Singhateh noch einmal zu einer Chance. Der Kopfball Singhatehs ging aber über das Tor. Am Ende blieb es beim torlosen Unentschieden. Osterspais Trainer Marc Mies war damit durchaus zufrieden: "Für uns zählt jeder Punkt. Wir brauchten und hatten heute Glück und müssen jetzt einfach weitermachen."

 

 

 

Die Bäume wachsen in Weitefeld doch (noch) nicht in den Himmel: Gegen Rheinlandligaabsteiger FV Engers machte sich der Ausfall vieler Leistungsträger arg bemerkbar, und durch das 1:3 (1:2) verpasste es der Tabellenführer der Bezirksliga Ost, einen direkten Konkurrenten auf Distanz zu halten.

 

 

Weitefelds Übungsleiter Volker Heun musste gegen das Team von Spielertrainer Sascha Watzlawik gehörig umbauen: Kapitän und Innenverteidiger Julian Aguilar fehlte berufsbedingt, Christian Hüsch (Rückenprobleme) fiel erst Minuten vor dem Anpfiff aus. Jens Reifenrath, eine Hälfte der Weitefelder Doppelsechs, konnte zwar zunächst spielen, musste dann aber zur Pause mit Verdacht auf Rippenprellung in der Kabine bleiben. Und vorne fehlte gleich der komplette Sturm: Neben dem weiterhin an einer Bänderverletzung laborierenden Leistungsträger Kevin Lopata, fehlte in Joshua Weller (Weisheitszahn-OP) auch der zweite etatmäßige Stürmer.

Thomas Ross und Fabian Lohmar konnten die Lücke, die das eingespielte Offensivduo hinterließ, zu keiner Zeit füllen. Wobei Letzterer Weitefeld zunächst in Front schoss. Nach einem gefährlichen Gäste-Angriff setzte die SG einen schnellen Konter über Marvin Schmidt, Fabian Grahn und eben Lohmar, der beim Grahn-Pass genau im richtigen Moment gestartet war, um nicht abseits zu stehen, und so Torwart Andreas Pütz zum 1:0 überwand (8.).

"Vor diesen Kontern hatte ich ausdrücklich gewarnt", ärgerte sich Watzlawik, dessen Team jedoch von Minute zu Minute stärker wurde. Die rheinlandligaerfahrenen Gäste verfügten über die wesentlich reifere Spielanlage, das Weitefelder Spiel wirkte ob der vielen Umstellungen zerfahren und hektisch, zudem wurden offensiv kaum Bälle gehalten. Defensiv konnte SG-Torwart Trippler zunächst im Nachfassen vor Daniel Fiege klären (22.), doch nur eine Minute später war er gegen den trockenen Schuss von Mario Schneeweis nach herausragendem Pass von Fatih Sallashi aus der eigenen Hälfte machtlos - 1:1 (23.).

Vielleicht der Knackpunkt der Partie, da waren sich beide Trainer einig, war Schneeweis’ Sonntagsschuss aus dem Halbfeld, der zehn Minuten später genau in den Winkel passte (33.) und die 2:1-Pausenführung für den FV bedeutete. Vor dem Wechsel hatte Trippler noch einen Kopfball von Matthias Daun nach einem Freistoß gut entschärft (36.), nach der Pause verstolperte er unnötig einen Ball zu genau jener Ecke, die dem 1:3 vorausging. Den Watzlawik-Kopfball am langen Pfosten konnte er zunächst noch parieren, im Nachschuss traf dann aber Henning Schäfer (50.). Auch wenn Volker Heun hier ein Aufstützen Watzlawiks gesehen hatte, musste er zugeben, dass Engers danach das Spiel routiniert nach Hause brachte und dabei dem 4:1 oft näher war als sein Team dem Anschlusstreffer. "Einen solchen personellen Aderlass wie heute können auch wir nicht einfach so auffangen. Aber diese Niederlage wirft uns nicht um."

 

Schiedsrichter: Rainer Wulftange (Wölferlingen) - Zuschauer: 60.

Tore: 1:0 Lohmar (8.), 1:1, 1:2 beide Schneeweis (23., 33.), 1:3 Schäfer (50.).

 

 

 

Durch einen 3:1-Erfolg über den SC Berod-Wahlrod hat sich die SG Guckheim/Kölbingen am achten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost vorerst an die Tabellenspitze befördert. Beim "Bruder-Duell" zwischen den jeweiligen Spielertrainern Stefan und Thomas Schäfer zeigten die Platzherren vor allem eine bessere Chancenverwertung.


 

Entsprechend zufrieden war Guckheims Stefan Schäfer nach Spielende: "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, haben nach der ersten Viertelstunde aber richtig gut gespielt. Das Gegentor in dieser Phase war ärgerlich. Insgesamt haben wir uns den Sieg aber auf jeden Fall verdient, weil Berod aus dem Spiel heraus am Ende zu wenig gelungen ist."

Tatsächlich waren die Gäste zu Beginn der Partie wacher, setzten ihre optische Überlegenheit aber nicht in klare Chancen um. Besser machten es danach die Gastgeber aus Guckheim: Tobias Kuch aus kurzer Distanz (26.) und Stefan Schäfer per Freistoß (27.) scheiterten nur knapp. In der 30. Minute war es erneut Schäfer, der lediglich am Beroder Schlussmann Constantin Redel scheiterte. Nur eine Minute später war der SC-Keeper jedoch chancenlos: Michael Sehner erzielte aus fünf Metern per Kopf die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung für Guckheim (31.).

Die Gäste aus Berod schlugen jedoch postwendend zurück: In der 35. Minute war es Alexander Schneider, der nach Vorarbeit von René Nagel den Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielte. Nach der Halbzeitpause hatte erneut die Gastmannschaft aus Berod die erste Torchance: Einen Aufsetzer von Nagel aus 30 Metern Torentfernung wehrte Guckheims Schlussmann Lars Henning zur Ecke ab.

Dass Berod seine Chancen nicht zu nutzen wusste, wurde von den Gastgebern daraufhin eiskalt bestraft: Lukas Kuch erzielte nach Vorarbeit von Tim Niedermowe per Lupfer das 2:1 (55.).

In der Folge ließen die Beroder erneut gute Chancen aus. Unter anderem Martin Müller scheiterte per Freistoß an Guckheims reaktionsschnellem Schlussmann (56.).

Wenige Minuten vor Spielschluss entschied dann der krankheitsbedingt nur eingewechselte Mario Wasna die Partie zugunsten der Guckheimer: Aus kürzester Distanz traf Wasna in die linke untere Ecke (83.). Der Beroder Schlussmann Redel war zwar zur Stelle, konnte das Leder aber nicht festhalten.

Berods Spielertrainer Thomas Schäfer war nach Spielschluss bedient und widersprach seinem Zwillingsbruder Stefan: "Wir hätten heute mindestens einen Punkt verdient gehabt. Die erste Hälfte war ausgeglichen, und danach präsentieren wir uns hinten unkonzentriert. Vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir meiner Meinung nach die eindeutig aktivere und bessere Mannschaft."

 

Schiedsrichter: Marco Huber (Eppenrod). Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Michael Sehner (31.), 1:1 Alexander Schneider (35.), 2:1 Lukas Kuch (55.), 3:1 Mario Wasna (84.).

 

 

 

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten sahen die 120 Zuschauer in der Fußball-Bezirksliga Ost zwischen dem SV Rheinbreitbach und der SG Westerburg/Gemünden. Die Gäste aus dem Westerwald führten zur Pause verdient mit 2:0, ehe der SVR nach Wiederbeginn mächtig auftrumpfte. Doch am Ende reichte es nicht. Westerburg siegte mit 2:1 (2:0) in Rheinbreitbach. Überschattet wurde die Partie von einem unglücklichen Zusammenprall zwischen SVR-Torhüter Lothar Hilkes und dem Stürmer der Gäste, Jan Niklas Jung, der mit Verdacht auf Schienbeinbruch ausscheiden musste. Dadurch war die Partie fast 30 Minuten unterbrochen.

 

Der SV Rheinbreitbach hatte sich auch ohne seinen in Urlaub befindenden Trainer Michael Blankenheim - wurde von Co-Trainer Lothar Hilkes (Senior) vertreten - viel vorgenommen. Dies klappte in den ersten 15 Minuten auch gut, der SVR kam durch Enes Özbek zu einer guten Torchance (12.). Für Aufregung sorgte ein Konter der Gäste über Jung. Als ihm der Ball etwas zu weit vom Fuß sprang, kam es zu einem folgenschweren Zusammenprall (28.) mit SVR-Keeper Lothar Hilkes (Junior). Minutenlang lag Jung im Strafraum, ehe er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Bad Honnef gebracht wurde. "Es lag eindeutig kein Foulspiel vor. Deshalb habe ich das Spiel mit einem Einwurf fortgesetzt", hatte der sehr gut pfeifende Schiedsrichter Alexander Müller die unglückliche Szene ähnlich eingeschätzt, ebenso wie die beiden Trainer Hilkes und Oliver Meuer (Westerburg).

Kurioserweise steckten die Gäste den Schock und die lange Unterbrechung besser weg und kamen durch den eingewechselten Björn Weber (44.) nach einem bösen Schnitzer von Lothar Hilkes (junior) zur 1:0-Führung. Patrick Zinser erhöhte in der 14. Minute (!) der Nachspielzeit zur 2:0-Pausenführung der Gäste, die für Rheinbreitbach noch schmeichelhaft ausfiel.

Alles was Westerburg im ersten Abschnitt noch gut gelungen war, änderte sich nach dem Wechsel. Rheinbreitbach gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe. Dies wurde nach 69 Minuten auch belohnt, als Lukas Bornheim auf 1:2 verkürzen konnte. Nun wackelte die Westerburger Abwehr gewaltig, während die guten Konterchancen fast schon fahrlässig vergeben wurden. Der Ausgleich für Rheinbreitbach lag mehrmals in der Luft, doch nicht zuletzt Westerburgs Torhüter Carsten Wolf rettete den Auswärtssieg über die Zeit.

"Wir haben uns in der Halbzeit geschworen, alles für den verletzten Jan Niklas Jung zu geben. Der Sieg ist für ihn. Wir hoffen, dass sich die Verletzung nicht noch schlimmer darstellt", war Gästecoach Meuer mit den Gedanken nur bei seinem verletzten Spieler. Auch Lothar Hilkes (senior) wünschte Jung alles Gute. Der Rheinbreitbacher Trainer ärgerte sich über die dummen Fehler bei beiden Gegentoren seines Teams. "Wenn es uns gelingt die abzustellen, kommt auch wieder Erfolg", ist er sicher.

 

 

 

Nichts zu holen gab es für die Spvgg EGC Wirges II um Trainer Stefan Waßmann beim Bezirksliga-Aufsteiger SG Müschenbach/Hachenburg. Die Mannschaft von Spielertrainer Marco Schnell krönte mit einem 1:0 (1:0) die "englische Woche" durch ihren zweiten Heimsieg in Folge. "Wir haben wochenlang drum gebettelt - heute war es dann endlich so weit", kommentierte Waßmann die erste Saisonniederlage seiner Mannschaft.

 

Zwar hatte Wirges II die gesamte erste Halbzeit mehr Ballbesitz und auch ein deutliches Übergewicht im Mittelfeld, verpasste es allerdings, diese Vorteile in zwingende Torchancen umzusetzen. Lediglich durch Standardsituationen von Torsten Hehl erzeugten die Gäste Gefahr.

In der 27. Minute rettete der Pfosten der Heimmannschaft das Unentschieden, nachdem Marvin Binge im Anschluss an eine von Hehl getretene Flanke zum Abschluss gekommen war. Fünf Minuten später bediente Binge Frank im Strafraum, der die Flanke allerdings nicht verwerten konnte (32.).

Mehr oder weniger aus dem Nichts fiel dann die Führung für die Gastgeber, von denen die restliche erste Hälfte außer bei Fernschüssen von Steffen Ecker (24.) und Michael Merz (31.) recht wenig zu sehen war. Als sich alle schon auf ein torloses Remis zur Halbzeit eingestellt hatten, passte Ecker den Ball auf die rechte Seite zu Ihsan Sönmez. Der bediente Fabian Hüsch in der Mitte mustergültig, und so stand es plötzlich 1:0 (45+1.) für den Aufsteiger.

"Das Tor fiel in einer Phase, als wir deutlich mehr Ballbesitz hatten", kommentierte Waßmann. "Allerdings muss man auch ehrlich sagen, dass uns die Ideen gefehlt haben, den Gegner noch mehr unter Druck zu setzen und zwingende Torchancen herauszuspielen."

Nicht alleine deswegen nahm Waßmann in der Pause einen Verteidiger aus dem Spiel, stellte auf eine Dreierkette um und brachte mit Fabio Scumaci und Daniel Günster neue Kräfte zur Belebung der Offensive.

Die Heimmannschaft lauerte auf weitere Kontermöglichkeiten und bot den spielerisch überlegenen Gästen vor allem kämpferisch Paroli. Ein Hackentrick im Anschluss an eine Ecke (80.) sowie ein Schuss aus 25 Metern (83.) halfen den Wirgesern ebenso wenig zum Erfolg zu kommen wie ein Pfostenschuss von Günster nach einem langen Einwurf von Schnug (86.). Glück hatte die Mannschaft von Trainer Schnell kurz vor Schluss, als Tim Labonte frei vor Torwart Markus Zenz zum Abschluss kam, aber an dessen Oberkörper scheiterte (88.).

Marco Schnell freute sich über die Rückkehr "des Quäntchen Glücks. Das war heute ein hart erkämpfter Sieg, um den wir zum Schluss noch mächtig zittern mussten. Zwar haben wir aus dem Spiel heraus wenig zugelassen, im Gegenzug unsere Kontermöglichkeiten aber auch nicht verwertet. So blieb es - vor allem auch durch die gefährlichen Wirgeser Standardsituationen - spannend."

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[ Letzte Änderung: 22. Januar 2018 ]