SV Hundsangen e.V. 1926

03.10.2016, 17:34, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 8.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

Drei Treffer von Torjäger Raasch reichen Ellingen

nicht zum Sieg

 


Für den neutralen Zuschauer hatte das 3:3 (2:2) zwischen der SG Hundsangen/Obererbach und der SG Ellingen/Bonefeld/Willroth in der Fußball-Bezirksliga Ost höchsten Unterhaltungswert, bei den Beteiligten wurden die Nerven äußerst stark strapaziert.


Ellingens Trainer Thomas Kahler, dessen Mannschaft nicht zum Befreiungsschlag ansetzen konnte und weiter die Rote Laterne der Tabelle hält, war nur mit dem Ergebnis nicht zufrieden: "Wir haben heute viel Leidenschaft und Qualität auf den Platz gebracht, bis zur letzten Patrone gekämpft, und letztlich hätten wir das Spiel auch gewinnen müssen."

 

 

 

Foto: Andreas Hergenhahn



Seine Mannschaft hatte gegen druckvoll beginnende Hundsangener schon nach 25 Minuten eine komfortable 2:0-Führung herausgeschossen. Beim 0:1 aus Sicht der Heimmannschaft in der neunten Spielminute agierten die Gastgeber in der Abwehr zu zögerlich, was gegen einen starken Stürmer wie Florian Raasch nicht gutgehen kann. Torjäger Raasch nutzte die Situation eiskalt aus. Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm rutschte in der 25. Minute bei einer Abwehraktion in einen Schuss von Patrick Hümmerich, seinen Handkontakt mit dem Ball wertete der Unparteiische als elfmeterwürdig. Raasch zeigte erneut keine Nerven und verwandelte sicher zum 0:2.

Die Schlimm-Elf schüttelte sich kurz, um dann bis zum Pausenpfiff mit einer Aufholjagd das Spiel auszugleichen. Der Anschlusstreffer gelang Chihiro Nogi, der eine mustergültige Flanke von Daniel Hannappel ins Netz köpfte (38.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte packte Fabian Steinebach aus fast 25 Meter den "Hammer" aus, der Ball strich ansatzlos in Ellingens Torwinkel. Ausgangspunkt war Kelvin Marciano Rodriguez, der immer wieder seine feine Technik zeigte und in dieser Situation den Torschützen bestens bediente.


Auch nach der Pause wogte die Partie hin und her. Zunächst dominierten die Einheimischen, um sich in der 52. Minute mit einer erneuten Defensivunsicherheit das dritte Tor von Raasch einzufangen (52.). Fabian Steinebach glich aber in der 73. Minute erneut aus.


"Lukas hat uns in der Schlussphase den Punkt gerettet", stellte Martin Schlimm fest. Hundsangens Torwart Lukas Litzinger hatte in der turbulenten Schlussphase in der Tat drei klare Ellinger Torchancen mit tollen Reaktionen vereitelt.



Schwere Verletzung überschattet den Müschenbacher Sieg Nauort findet erst nach 50-minütiger Unterbrechung ins Spiel

Aufsteiger Fortuna Nauort hat in der Fußball-Bezirksliga Ost sein Heimspiel gegen die SG Müschenbach/Hachenburg mit 1:2 (0:2) verloren und musste die Gäste in der Tabelle vorbeiziehen lassen. Überschattet wurde die Partie von der schweren Verletzung von Nauorts Torhüters Marc Lohrum.


Beide Teams begannen schwungvoll und hatten nach 35 Sekunden schon jeweils einen Torschuss abgegeben. Es ging zunächst hin und her, ehe Müschenbach quasi aus dem Nichts in Führung ging. In der 23. Minute flog ein weiter Einwurf in den Nauorter Strafraum und wurde von Maximilian Mies über die Torlinie bugsiert. Die Nauorter hatten bei dieser Aktion ein Foulspiel gesehen und reklamierten heftig. Ebenso vehement forderten die Gastgeber in der 35. Minute erfolglos einen Handelfmeter. Ansonsten war das Spiel des Neulings geprägt von vielen Unkonzentriertheiten und Abspielfehlern. "Die erste Halbzeit war eine Katastrophe. Da hatten wir keine Einstellung zum Spiel", ärgerte sich der Nauorter Trainer Olaf Klee. Die Gäste kombinierten stellenweise gefällig. So auch in der 40. Minute, als Stuart Dykewicz sich auf der linken Seite durchsetzte und in der Mitte Ihsan Sönmez fand, der das 0:2 erzielte.

Nach dem Seitenwechsel hatte Nauort in der 54. Minute eine Mehrfach-Chance, doch Hüseyin Ünal, Christian Kulachmetow und Waldemar Pineker brachten das Leder nicht im gegnerischen Gehäuse unter. In der 57. Minute kam es zu einem unglücklichen Zusammenprall zwischen dem Nauorter Keeper Marc Lohrum und Gästestürmer Jan Nauroth. Lohrum wurde mit Verdacht auf Schien- und Wadenbeinbruch mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die Begegnung war für 50 Minuten unterbrochen. Da die Nauorter keinen Ersatztorhüter hatten, sprang Marco Schaaf ein. Dieser hatte bis dahin im Imbiss gestanden und Würstchen gebraten.

Nach der Unterbrechung dauerte es nur 30 Sekunden, bis die Heimmannschaft durch den eingewechselten Hüseyin Ünal nach Zuspiel von Mathias Tries verkürzte. Müschenbach war nun völlig von der Rolle. "Das darf uns nicht passieren, dass wir das Heft des Handelns so aus der Hand geben beim Stand von 2:0 gegen einen Gegner, der fußballerisch limitiert ist. Wenn Nauort am Ende das 2:2 macht, dürfen wir uns nicht beschweren", ärgerte sich Müschenbachs Trainer Volker Heun.

In der Tat lag der Ausgleich in der Luft. Die größte Chance hatte Stephan Weber, der in der 85. Minute gegen die Latte köpfte. "Nach der Verletzungsunterbrechung lief es plötzlich, und wir hatten Chancen ohne Ende. Wenn du die nicht nutzt, kannst du kein Bezirksliga-Spiel gewinnen", so Klee.

 

 


Student Bej Ali Simbargov schießt FSV Osterspai

zum Dreier gegen Hamm


Aufgrund seines Studiums in Gießen kann Bej Ali Simbargov nicht mehr regelmäßig für die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen in der Bezirksliga Ost auflaufen. Jetzt wirkte er doch in zwei Begegnungen mit und bewies direkt, wie wertvoll er sein kann. Einem Treffer in Welschneudorf ließ der 21-Jährige am Sonntagnachmittag zwei Tore zum 3:2 (2:1)-Sieg über den VfL Hamm folgen.


Simbargov war es auch, der kurz vor dem Abpfiff den entscheidenden Treffer markierte. Als Adrian Knop geschossen und VfL-Tormann Sebastian Neuser pariert hatte, stand er goldrichtig und verwertete er den Abpraller. "Wir sind glücklich, dass er dabei war", sagte FSV-Trainer Nico Helbach.

Die Anfangsphase gehörte gleichfalls den Gastgebern. Sie erarbeiteten sich mehrere gute Chancen, Christoph Heymann scheiterte lediglich am Pfosten (14.). Ein Tor fiel jedoch auf der anderen Seite, denn die Osterspaier Abwehr schaffte es nicht trotz einiger Szene, einen Ball zu klären, Robin Nachtigal stocherte nach und bugsierte die Kugel mithilfe des Innenpfosten ins Netz (8.). Ansonsten fielen die Gäste im ersten Durchgang nur mit ein paar Fernschüssen in der Offensive auf. Nicht überraschend kam daher der Ausgleich, der allerdings Diskussionen provozierte. Antony Henrykowski und Neuser lieferten sich einen Zweikampf in der Luft, beim anschließenden Laufduell brachte der Keeper den FSV-Kapitän zu Fall. Simbargov verwandelten den fälligen Elfmeter (22.).

Hamms neuer Trainer Philipp Höhner hatte aber schon vorher in der Szene in der Luft ein Foul am Torwart erkannt. Zudem sei dem 3:2 ein Foulspiel im Mittelfeld vorausgegangen. In der Summe fand der Coach die Schiedsrichter-Leistung "ganz schwach". Zugleich bemängelte er den eigenen Auftritt: "In der ersten Halbzeit waren wir total neben der Spur und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen."

Die VfL-Akteure offenbarten dabei konditionelle Defizite. "Beim Fitnesszustand haben wir einiges nachzuholen", kündigte Höhner an. Helbach war dagegen zufrieden mit den ersten 45 Minuten, denn "auch nach dem Rückstand haben wir gut weitergemacht". In der Folge fiel das verdiente 2:1 durch einen Kopfball Henrykowskis nach einem langen Freistoß Thomas Lemlers (43.).

Nach dem Wiederanpfiff verlief die Partie offen. "Das hatten wir uns anders vorgestellt", gestand Helbach. Ein schöner Spielzug über Michael Weyer und Simon Langemann führte zum 2:2 durch Michael Trautmann (59.). Der hatte ein weiteres Tor auf dem Fuß, verschoss aber einen Elfer. Daniel Voß hatte Langemann gefoult und dann gehalten (75.). "In der zweiten Halbzeit waren wir am Drücker", fasste Höhner zusammen. Dass sein Trainer-Debüt nicht wenigstens mit einem Teilerfolg endete, verhinderte Bej Ali Simbargov.

 

 


SG Weitefeld macht's mit 2:5 noch gnädig

Westerwälder für SG Birlenbach eine Nummer zu groß


Die SG Birlenbach/Balduinstein muss nach der fünften Niederlage in Folge in der Bezirksliga Ost den Blick nach unten richten. Bei der 2:5 (0:4)-Niederlage gegen die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen war der Gegner für den Aufsteiger aus dem Rhein-Lahn-Kreis eine Nummer zu groß.


Dabei spielte dem aktuellen Rangfünften die frühe Führung in die Karten. Jan Mockenhaupt hatte für Mario Weisang aufgelegt (3.). Der vierfache Torschütze avancierte zum Spieler des Tages. Die Hausherren versteckten sich nicht und spielten mit. Marcel Hannappel wurde beim Abschluss abgeblockt (8.). Birlenbachs Offensivaktionen waren insgesamt zu unpräzise, während die noch ungeschlagenen Westerwälder oft den entscheidenden Schritt schneller am Ball waren. Gerade als der Neuling ordentlich drin war in der Partie, schlugen die Gäste eiskalt zu. Erneut kam die Vorarbeit bei Mario Weisangs 0:2 (29.) von Jan Mockenhaupt.

"Im Mittelfeld haben wir noch nicht den Zugriff", warnte Weitefelds Coach Jörg Mockenhaupt seine Elf vor Überheblichkeit. Auf Ecke Sascha Cichowlas schien die Begegnung nach Weisangs Kopfball zum 0:3 (33.) allerdings früh entschieden. Weisang stillte seinen Torhunger mit dem 0:4 (45.) per Foulelfmeter. Der spätere Sieger hielt das Zepter in der Hand, zumal des Weiteren bis dahin durch Sascha Cichowlas (13.), Julian Aguilar (15.) und Mario Weisang (37.) auch noch drei Alutreffer zu verzeichnen waren. Auf Freistoß Cichowlas schraubte Jan Mockenhaupt das Resultat per Kopfball in die Höhe (63.). Danach stellten die Gäste jedoch das Fußballspielen so gut wie ein. Mit ihrer schlampigen Spielart und nachlassender Konzentration bauten sie den Gegner förmlich auf. Der Klassenneuling bewies Charakter und steigerte sich auch spielerisch. Die stärkste Kombination führte durch Omed Chulie über die Stationen Wladimir Stumpf und Mathias Arnolds zum 1:5 (63.). Zwei Minuten verkürzte Arnolds selbst auf 2:5.

"Weitefeld präsentierte sich als absolute Topmannschaft und ist nicht unsere Kragenweite. Unsere Abwehr hat verteidigt wie eine Schülermannschaft. Aber auf der Leistung der zweiten Halbzeit können wir aufbauen", richtete Birlenbachs Trainer Bernd Moos den Blick nach vorne. "Wir wollten die Verunsicherung beim Gegner ausnutzen. Das ist uns in der ersten Halbzeit eindrucksvoll gelungen", bilanzierte sein Weitefelder Kollege Mockenhaupt, der mit dem Auswärtsdreier Tabellenführer SG Emmerichenhain bis auf einen Zähler auf die Pelle rückte.

 

 

Emmerichenhain schlägt Westerburg klar mit 4:0

Quandel erzielt Hattrick

Kommt die Angriffsmaschine der SG Emmerichenhain/Niederroßbach einmal auf Touren, ist sie kaum zu bremsen - auch nicht in der Bezirksliga Ost. Das wurde am Freitagabend im Derby bei der SG Westerburg/Gemünden einmal mehr deutlich, mit 4:0 (1:0) setzte sich der Aufsteiger durch. Zum Mann des Abends avancierte Torjäger David Quandel, der neben einem Hattrick in Durchgang zwei auch an fast allen anderen gefährlichen Aktionen der Gäste beteiligt war.


Diese enorme Offensivqualität hob denn auch Westerburgs Trainer Oliver Meuer nach dem Abpfiff hervor: "In der ersten Halbzeit haben wir's noch gut gemacht. Nach dem zweiten Gegentreffer waren wir dann aber absolut chancenlos."

Dabei leistete sich Torjäger Quandel zu Spielbeginn noch einen ungewohnten Aussetzer. Nachdem Westerburgs Schlussmann Niklas Leukel ihm den Ball in die Füße gespielt hatte, versagten Quandel frei vor der Kiste die Nerven, er setzte den Ball knapp am Pfosten vorbei (4.).

Fortan entwickelte sich eine muntere Partie. Beide Mannschaften hielten sich gar nicht erst mit kontrolliertem Ballgeschiebe auf, sondern überspielten das Mittelfeld mit langen Bällen in die Spitze. Dabei wirkte Emmerichenhain indes gefährlicher, vor allem das Angriffstrio mit dem technisch beschlagenen Keigo Matsuda hinter den beiden Spitzen Quandel und Mario Pavelic stellte die Westerburger einige Male vor Probleme.

Das 0:1 fiel allerdings nach einem Eckball. Eine Hereingabe Pavelics segelte durch die versammelte Horde im Strafraum, sodass Marko Zelenika am langen Pfosten nur noch den Fuß hinhalten musste, um die verdiente Gästeführung zu besorgen (27.).

Derweil waren die Gastgeber vorwiegend darum bemüht, die Räume eng zu halten. Wenn sie dann aber doch mal in die Nähe des gegnerischen Tores kamen, fehlte die Präzision. Die fehlte auch bei der dicksten Chance für die Einheimischen durch Justin Keeler (10.). Der im ersten Abschnitt auffälligste Westerburger zog nach einem sehenswerten Sololauf aus 16 Metern ab, der Schuss ging jedoch knapp daneben.

Im zweiten Durchgang rissen die Gäste das Spiel endgültig an sich, während die Gastgeber bis auf eine Halbchance durch Matthias Wengenroth (52.) und einen verschossenen Foulelfmeter Tim Niedermowes (79.) nichts Nennenswertes mehr zustande brachten. Emmerichenhain dafür umso mehr. Die Elf von Trainer Nihad Mujakic konterte den in Anbetracht des Rückstands mutiger werdenden Gegner eiskalt aus. Jeweils auf Zuspiel seines Stürmerkollegen Pavelic blieb Quandel anders als noch zu Spielbeginn konzentriert und vollendete sicher (59., 76.). So auch bei seinem dritten Streich (77.) zum 0:4-Endstand, der Mujakic zufriedenstellte. "Wir haben von Beginn an Druck gemacht, sind geduldig geblieben und haben später die Räume eiskalt genutzt", fasste Mujakic hinterher zusammen.


 

Elberter Aufholjagd führt nicht mehr zum Ausgleich


Bei einem Spiel mit unterschiedlichen Halbzeiten versäumte es die SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen, gegen den VfL Bad Ems den vierten Sieg in Folge zu holen. Die Kombinierten mussten sich nach einem umkämpften Spiel den Badestädtern mit 3:4 (1:4) geschlagen geben.


Eigentlich war die Partie bereits nach gut 20 Minuten entschieden, denn die Mannschaft aus Bad Ems führte mit 3:0. So sah es auch der Elberter Trainer Michael Diel: "Wir haben die Anfangsphase total verpennt und total unnötige Tore gefangen." Zunächst unterlief Kevin Ferdinand ein Eigentor per Kopf (4.) nach einer Emser Ecke. Gökhan Acar erhöhte vier Minuten später, als er einen Abpraller vom Torwart zum 0:2 über die Linie schob. Weil die Gastgeber sich eine Unmenge von Fehlpässen leisteten und überhaupt nicht zu ihrem Spiel fanden, war das 0:3 durch Elia Brustolon (21.) eine logische Folge. Erst allmählich schafften es die Elberter, mehr Linie in ihr Spiel zu bekommen. Sie wurden durch den Treffer zum 1:3 belohnt, als Alexander Stera einen Strafstoß sicher verwandelte. Kay Tups hatte Franz Müller an der Strafraumgrenze gefoult. Nun drängten die Elberter vehement auf den Anschluss, scheiterten aber immer wieder am Emser Torwart Marvin Rixen oder an den eigenen Unzulänglichkeiten. Stattdessen nutzte Elia Brustolon einen Konter zum 1:4 (45.+3.) per Direktabnahme.

Nach der Pause gingen die Elberter Spieler mit einer total anderen Einstellung ans Werk. Von nun an bestimmten sie die Partie, waren jedoch immer wieder anfällig bei Emser Kontervorstößen. Ein Drehschuss von Marius Otto ans Lattenkreuz hatte dann eine Signalwirkung. Michael Diel stellte um und beorderte Alexander Stera ins Sturmzentrum. Der bediente dann auch prompt seinen Bruder Christian mit einem Rückpass von der Torauslinie, den dieser unhaltbar zum 2:4 (68.) verwandelte. Elbert drängte nun unablässig, und wieder war es Christian Stera, der mit einem sehenswerten Schlenzer aus 25 Metern den Endstand zum 3:4 herstellte (77.). Nachdem die Stera-Brüder noch zweimal am Emser Torwart in aussichtsreicher Position gescheitert waren (Alexander 78., Christian 84.), blieb es bei diesem Ergebnis, trotz einer von sehr viel Hektik bestimmten Nachspielzeit von neun Minuten.

Trainer Kay Ludwig (Bad Ems) war von der Leistung seiner Elf in der ersten Halbzeit sehr angetan: "Wir hatten einen Superstart, doch am Ende wurde es noch einmal eng." Diel bescheinigte seiner Mannschaft eine gute Einstellung in der zweiten Hälfte.

 

 

Mario Seitz sichert Linz Auswärtspunkt

Wissens Dennis Trainer Reder: Das ist zu wenig


Punkteteilung im Verfolgerduell der Fußball-Bezirksliga Ost: Obwohl der VfB Wissen am Freitagabend die besseren Chancen hatte, musste er sich am Ende mit einem Punkt zufriedengeben. Der VfB Linz nutzte seine einzige richtig gute Chance zum Ausgleich und fuhr mit einem 1:1 nach Hause. "Das war ein glücklicher Punkt für uns", gestand Gästetrainer Paul Becker. "Damit kann ich leben."


Vor 225 Zuschauern entwickelte sich ein Spiel, dem es vor der Pause vor allem an einem mangelte: an Torchancen. Die Gäste zeigten die bessere Spielanlage, wirkten reifer in ihren Aktionen, ließen aber im Spiel nach vorne schlichtweg die Ideen vermissen, die es braucht, um einer Mannschaft wie Wissen Probleme zu bereiten. Die Gastgeber werden zwar unverändert von Personalsorgen geplagt und mussten auch schon in der 10. Minuten reagieren, als Lukas Deger für den angeschlagenen Torben Wäschenbach in die Partie kam, sie wirkten aber insgesamt stabil. Und der einheimische VfB war es auch, der im Dr.-Grosse-Sieg-Stadion für die erste halbwegs erwähnenswerte Offensivaktion sorgte.

Max Ebach, neben Fation Foniq die zweite Sturmspitze in der Elf von Trainer Dennis Reder, kam über die rechte Seite nach vorne und zog den Ball von der Torauslinie in die Mitte, wo Deger allerdings knapp verpasste (25.). Es war eine von mehreren vielversprechenden Aktionen des schnellen wie zweikampfstarken Ebach. Als der Wissener Stürmer sein Team kurz vor der Pause in Führung brachte, war das aber nicht das Ergebnis einer guten Einzelleistung, sondern vielmehr Folge eines schweren Patzers des Linzer Keepers Sebastian Seitz. Dieser verließ nach einem langen Pass überstürzt seinen Strafraum, kam auch mit der Brust an den Ball, konnte aber nicht entscheidend klären. Max Ebach nahm das Geschenk an und beförderte den Ball aus 18 Metern zum 1:0 über die Linie (41.). Die Rettungsversuche eines Verteidigers halfen nichts mehr. Nach der Pause drängte Wissen, gewillt, den zweiten Treffer nachzulegen. Nachdem Fation Foniq den Ball an die Unterlatte gedonnert hatte, vergaben Deger und Hüseyin Samurkas aus kürzester Distanz, beide Male klärten die Linzer auf der Linie (47.). Wenig später vergab Max Ebach nach Samurkas-Pass, als er aus zehn Metern direkt abschloss, das Tor aber verfehlte (50.). "Da hätten wir das 2:0 machen müssen", sagte Wissens Trainer Dennis Reder, der mit ansehen musste, wie die effektiven Gäste gleich ihre erste und letztlich einzige gute Chance nutzten. Nach einem Freistoß aus 25 Metern verwertete Mario Seitz aus fünf Metern und schob den Ball zum 1:1 ein (69.). "Unsere Leistung war kämpferisch in Ordnung, ein Punkt ist aber zu wenig", klagte Reder. Bitter auch: In der Nachspielzeit verletzte sich noch Hüseyin Samurkas schwer.

Vereinsportal ]  [ Impressum ]  [ Datenschutzerklärung ]  [ Kontakt ]   © 2018 SV Hundsangen
[ Letzte Änderung: 18. Dezember 2018 ]