SV Hundsangen e.V. 1926

02.10.2017, 07:50, Alter: 261 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 8.Spieltag

Von: rhein zeitung

                                            

 

VfB Wissen beißt sich in zweiter Halbzeit durch

3:1-Arbeitssieg gegen SG Hundsangen

Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende gegen die SG Emmerichenhain behält der VfB Wissen in der Bezirksliga Ost zumindest auf eigenem Platz eine weiße Weste. Die Pflichtaufgabe gegen die SG Hundsangen/Obererbach löste der VfB am Samstagabend letztlich souverän und setzte sich mit 3:1 (1:1) durch.

Für Wissens Trainer Walter Reitz zählten diesmal in erster Linie die drei Punkte. „Bei den Platzverhältnissen war heute kein schönes Spiel zu erwarten. Wichtig ist, dass wir es erfolgreich abgeschlossen haben und nach dem Rückschlag in Niederroßbach wieder zurück in der Spur sind“, lautete sein Fazit.

Nachdem es fast den ganzen Samstag geregnet hatte, war der Rasen im Dr. Grosse-Sieg-Stadion in einem entsprechend schlechten Zustand und an ein gepflegtes Kurzpassspiel nicht zu denken. Dennoch waren die Hausherren wie erwartet die tonangebende Mannschaft. Nach einer ereignislosen Anfangsphase kam der VfB in der 23. Minute erstmals gefährlich vor das Tor der Gäste, Maik Schnell traf jedoch nur die Latte. Den nächsten Angriff leitete Schnell über die rechte Seite ein. Sein Zuspiel zu Till Niedergesäß leitete dieser auf Max Ebach weiter, der aus guter Position SG-Keeper Leon Schmitt den Ball aber genau in die Arme schoss (31.). Eine Minute später setzte sich Ebach gegen Tim Weimer durch und legte zurück auf Fation Foniq, der aus zehn Metern das 1:0 erzielte (32.).

Mit dem Pausenpfiff fiel aus dem Nichts der Ausgleich. Nach einem Freistoß von Daniel Hannappel köpfte Hundsangens Spielertrainer Martin Scherer am langen Pfosten das 1:1 (45.).

„Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass es im zweiten Durchgang eine Frage des Willens und des Charakters wird“, sagte Reitz. Das zeigte seine Elf nach der Pause und biss sich gegen kämpfende, aber letztlich harmlose Gäste durch. Das 2:1 bereitete Foniq gut vor. Seinen Pass in die Schnittstelle nahm Niedergesäß direkt und vollendete zur erneuten VfB-Führung (66.). Die hatte diesmal Bestand, und Lukas Becher machte mit einem schönen Distanzschuss in die linke Ecke den Deckel drauf (75.).

„Wir haben gegen einen guten Gegner verloren, Wissen war klar besser. Wir müssen unsere Punkte woanders holen“, hakte Hundsangens Martin Scherer die Niederlage schnell ab.

 

Tore zum passenden Zeitpunkt

TuS Montabaur lässt gegen die SG Müschenbach nichts anbrennen

 „Wir wurden unter Wert geschlagen“, fand Volker Heun nach dem Spiel, das seine SG Müschenbach/Hachenburg gerade beim TuS Montabaur mit 2:4 (0:1) verloren hatte. Es sei durchaus zu sehen gewesen, dass die Gastgeber die besseren Spieler und in der Bezirksliga Ost andere Ambitionen hätten, so Heun. „Aber gerade in der ersten Halbzeit haben wir das gut gemacht. Bitter sind die Zeitpunkte, zu denen wir die Gegentore fangen.“

Montabaurs Trainer Sven Baldus erinnerte sein Team schon früh daran, was er in der Kabine bereits gesagt haben dürfte. „Draufgehen!“, brüllte er von der Seite aufs Feld. Die Botschaft kam durchaus an, doch das, was die Gastgeber aus ihrer Überlegenheit machten, ließ zu wünschen übrig. Die Anspielstationen für den ballführenden Spieler fehlten allzu oft, viele Fehlpässe waren die Folge. Und so blieb Montabaur zwar über weite Phasen das aktivere Team, konnte aber auch nicht verhindern, dass sich das spielerische Niveau der Kulisse anpasste. Gerade mal 70 Zuschauer zeigten Interesse.

Die erste Chance bekamen diejenigen, die kamen, in der 16. Minute geboten. Pascal Tillmanns spielte von seiner linken Abwehrseite aus einen langen Pass, den Jay Takahashi zwar unter Kontrolle brachte, den Ball aber über das Tor schoss. Die einzige nennenswerte Chance der Müschenbacher vor der Pause brachte zwar nichts ein, sorgte aber für Gesprächsstoff: Jan Lucca Schneider zog in den Strafraum und stürmte auf den herauseilenden TuS-Keeper Marcel Kemper zu. Trotz eines Kontakts hob der SG-Stürmer nicht ab, sondern versuchte, über Kemper zu springen. Als er wieder landete, war der Ball jedoch versprungen – und die Chance vertan (27.). Dass Montabaur noch vor der Pause in Führung ging, hatte sich Müschenbach teils selbst zuzuschreiben: Nach Max Acquahs Pass klärte die SG nicht sauber, was Fabio Scumaci aus 20 Metern bestrafte (38.). Bitter für die Gäste: Dem 1:0 vor der Pause folgte nach dem Wechsel prompt das 2:0. Gabriel Jost tauchte allein vor Lukas Hammer auf und durfte sich die Ecke aussuchen (47.). Erst nachdem Jan Lucca Schneider der Anschlusstreffer gelungen war (53.), kam Müschenbach besser zum Zug, blieb nach vorne aber weitgehend harmlos und musste ab der 67. Minute wieder dem alten Rückstand hinterherlaufen, da Jung Hun Kim aus 16 Metern einen Flachschuss versenkte, bei dem Hammer nicht gut aussah. Kurz vor dem Ende wurde es dank zweier Joker-Tore noch turbulent: Erst verkürzte Gerrit Oettgen per Freistoß (89.), dann erhöhte Antonio Brugnano wieder (89.). „Wir hatten das Spiel über 90 Minuten im Griff“, sagte Montabaurs Co-Trainer Alexander Baldus. „In der ersten Halbzeit waren wir nicht aggressiv genug. Aber nach der richtigen Ansprache in der Pause wurde es besser und hat die Laufbereitschaft gestimmt.“

 

SG Westerburg schafft den Sprung ins Mittelfeld

TuS Burgschwalbach hängt hinten fest

In einem hart umkämpften Spiel behielt die SG Westerburg/Gemünden in der Bezirksliga Ost gegen den Aufsteiger TuS Burgschwalbach knapp mit 2:1 (1:1) die Oberhand.

Die Gäste hatten sich einiges vorgenommen, zunächst gab allerdings die Platzelf den Ton an. Die SG Westerburg war vom Anpfiff weg besser in den Zweikämpfen und entwickelte mehr Biss. Die erste kritische Aktion konnte Gästeschlussmann Luca Wischmann nach einem abgefälschten Schuss Tom Holzhäusers (13.) per Faustabwehr noch bereinigen. Zwei Minuten später wurde David Gläser beim Abschluss nicht gehindert. Der verdeckte Schuss schlug unhaltbar im langen Eck zur verdienten Westerburger Führung ein.

Danach lehnte sich die führende Elf zurück und brachte den Gegner ins Spiel. Simon Biebricher verfehlte knapp das Tor (18.), und Tom Holzhäuser rettete nach einem Versuch Michael Bartels (20.).

SG-Torwart Christopher Keller konnte Julian Ohlemachers Schuss nur abklatschen (25.). Den Abpraller versenkte Bartels zum Ausgleich. Der Klassenneuling wurde in diesen Minuten mutiger, während die Hausherren sichtlich den Faden verloren hatten.

Im Schlussdrittel der ersten Halbzeit riss die Spielgemeinschaft das Geschehen wieder an sich. Kapitän Matthias Wengenroth stand völlig blank vor TuS-Torwart Wischmann (38.), blieb aber ebenso zweiter Sieger wie Tamas Major auf Zuspiel David Gläsers (40.). Die Gäste gerieten hier mächtig ins Schwimmen, sodass der Pausenstand schmeichelte.

Die Gastgeber blieben dran. Julian Gläser agierte glücklos. Nach einem Freistoß seines Bruders David wurde sein Tor wegen Abseitsstellung eines Mitspielers aberkannt (55.). Sein direkter Freistoß landete am Innenpfosten (59.), später scheiterte der SG-Sechser an der Latte (78.). Bei wechselvollem Verlauf besaß auch der Aufsteiger seine Möglichkeiten. Fabian Rosam (63.) scheiterte ebenso wie Julian Ohlemacher (65.). Thomas Liguori traf die Unterkante der Latte (71.). Niklas Biebricher zielte im Zusammenspiel mit Sandro Fuchs drüber (75.). Im Gegenzug fiel die Entscheidung durch Tamas Major.

„In der ersten Halbzeit hat der Torwart uns am Leben gehalten. Wir trauen uns einfach zu wenig zu. Die zweite Halbzeit war gar nicht so schlecht“, stand Burgschwalbachs Trainer Torsten Baier am Ende dennoch mit leeren Händen da. „Wir müssen konsequenter unsere Chancen nutzen. Das ist unser Manko. Daran arbeiten wir. Aber sonst läuft alles nach Plan“, freute sich SG-Coach Dobri Kaltchev über sieben Punkte aus den letzten drei Spielen.

Weitefelder Joker stürzt die SG Ellingen endgültig in die Krise

Justin Nagel biegt nach seiner Einwechslung einen frühen Rückstand um

Die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth ist im Abstiegskampf der Bezirksliga Ost angekommen. Nach der 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen ist für das Team von Trainer Thomas Kahler der Zug in Richtung obere Tabellenhälfte zunächst einmal abgefahren. Dabei legte die SGE einen Auftakt nach Maß hin. Nach 45 Sekunden landete ein langer Ball bei Florian Raasch, der mit einem sehenswerten Schuss die frühe Ellinger Führung erzielte (1.). Doch nicht nur das Tor sprach für einen starken Start. Generell traten die Gastgeber sehr engagiert auf, waren flink am Ball und am Gegenspieler und ließen Weitefeld kaum eine Chance, ins Spiel zu finden.

Das änderte sich nach einer Viertelstunde. Während Ellingen einen Gang zurückschaltete, kamen die Gäste immer besser ins Spiel und sorgten mit langen Bällen aus dem Mittelfeld heraus immer mal wieder für Aufregung in der Ellinger Hälfte. Einen dieser langen Bälle nutzte der kurz zuvor eingewechselte Justin Nagel, um per Kopf den Ausgleich zum 1:1 zu markieren (36.). Direkt im Anschluss hatte Raasch die erneute Ellinger Führung auf dem Fuß, sein Schuss verfehlte das Weitefelder Gehäuse jedoch knapp (38.).

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild wie vor der Pause: Ellingen machte das Spiel, während die Gäste eher etwas behäbig wieder ihren Motor anwarfen. In der 52. Minute prüfte Luan Muriqi Weitefelds Keeper Tunahan Akin, fand in ihm jedoch seinen Meister, ebenso wie Raasch (63.) und erneut Muriqi (68.). Besser machten es die Gäste, die im Mittelfeld zwar für viel Druck sorgten, aber selten gefährlich vor das Tor der SGE kamen. In der 79. Minute jedoch flankte Luca Thom in den Ellinger Strafraum, Nagel war zur Stelle und erzielte erneut per Kopfball das 2:1 für Weitefeld. Zunächst leicht geschockt, warfen die Ellinger in den Schlussminuten noch mal alles Richtung gegnerisches Tor, ohne jedoch den gewünschten Erfolg zu erzielen.

„Meine Jungs haben das gut gemacht, vor allem nach dem frühen Rückstand“, lobte Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt seine Mannschaft. „Wir sind personell arg gebeutelt, dazu musste ich früh zweimal verletzungsbedingt wechseln. Wenn dann der eingewechselte A-Jugendliche beide Tore erzielt, ist das schon ein glückliches Händchen“, freute sich Mockenhaupt.

Niedergeschlagenheit herrschte hingegen auf Ellinger Seite. „Wir haben zu wenig investiert oder uns zu sicher gefühlt. So eine richtige Erklärung habe ich noch nicht“, zeigte sich Thomas Kahler ratlos. „Wir sind jetzt mitten drin im Abstiegskampf, davor dürfen wir die Augen nicht verschließen. In den nächsten zwei Wochen geht es gegen direkte Konkurrenten, da müssen wir Punkte holen.“

 

Mit Geduld zurück an die Spitze

Wirges muss trotz Vorteilen gegen Wallmenroth lange auf 3:1 warten

Die Spvgg EGC Wirges hat nach nur einer Nacht die Tabellenführung in der Bezirksliga Ost mit jetzt 19 Punkten zurück erobert. Gegen den auswärtsschwachen Neuling SG Wallmenroth/ Scheuerfeld, der seinen guten Ligastart der Heimstärke zu verdanken hat, siegte das Team von Trainer Nikolai Foroutan mit 3:1 (1:0), stellte den Sieg aber erst in der Nachspielzeit endgültig sicher.

Die erste Halbzeit gehörte nur den Gastgebern. Die Partie lief, obwohl die beiden etatmäßigen Torjäger David Röhrig und Serkan Öztürk aus „internen Gründen“, wie es hieß, erst einmal auf der Bank Platz nehmen mussten, nur in Richtung Wallmenrother Tor. So musste Gästeschlussmann Jonas Prudlo schon nach sieben Minuten mit guter Faustabwehr gegen einen strammen Schuss von Marlin Schmidt klären. Die logische Konsequenz aus dem im weiteren Verlauf entstandenen klaren Plus an Spielanteilen war dann auch die Wirgeser Führung in der 19. Minute. Vom starken Marvin Severin ausgehend, der einen tollen Sololauf aus der eigenen Hälfte hinlegte, um kurz vor dem Strafraum noch mit viel Übersicht zu Ozan Altin zu spielen, ließ dieser mit seinem platzierten Schuss Prudlo keine Abwehrmöglichkeit.

In der Folgezeit tat sich die weiter klar überlegene EGC aber schwer, sich gegen die gut gestaffelte und tief stehende Wallmenrother Abwehr weitere klare Torchancen zu erarbeiten. Wieder war es Severin dann in der 27. Minute, der mit einer langen Hereingabe Carsten Schwarz auf rechts anspielte, der aussichtsreich den Ball aber knapp verpasste. So gingen die Foroutan-Mannen trotz drückender Überlegenheit nur mit einer 1:0-Führung in die Kabine, was den EGC-Coach veranlasste, zum Wiederanpfiff Röhrig zu bringen, um das Offensivspiel zu beleben.

Nun wurde es im Wirgeser Angriff lebhafter, und mit dem 2:0 durch Joachim Akwapay (51.) schien die Partie den sich abzeichnenden Verlauf zu nehmen. „Der Gegner ist hoch motiviert und kompakt aufgetreten – so, wie wir es erwartet hatten“, bilanzierte Nikolai Foroutan nach Spielende. „Wir haben von hinten heraus mit Geduld das Spiel gemacht, dürfen aber auf gar keinen Fall den Anschlusstreffer kassieren. Da haben wir gepennt.“ Der war postwendend mit Wallmenroths bis dahin erster zwingender Torchance gefallen. Nach einem langen Ball in den Strafraum zeigte sich die EGC-Abwehr zu sorglos, und Sascha Mertens stocherte den Ball aus kurzer Entfernung ins Netz (53.).

Für die Gäste war das ein Wachmacher, denn nun witterte der Neuling noch einmal seine Chance. Zwar vergab Röhrig, nachdem er Wallmenroths Abwehr ausgespielt hatte, eine weitere Wirgeser Torgelegenheit (62.), aber die Gäste bestimmten plötzlich das Spiel und wären um ein Haar sogar zum Ausgleich gekommen. EGC-Keeper Deniz Sakalakoglu musste sein ganzes Können aufbieten, um einen strammen Schuss von Philipp Freudenberg zu entschärfen (62.).

„Wir sind heute auf das bisher beste Team getroffen, der Wirgeser Sieg ist insgesamt natürlich verdient“, resümierte SG-Trainer Stefan Häßler nach Spielende. „Dennoch können wir erhobenen Hauptes aus diesem Spiel gehen. Wir haben in keiner Phase aufgesteckt. Auch bei gefühlten 70 Prozent Wirgeser Ballbesitz haben wir effektiv agiert, gut gestanden und unsere Sache gut gemacht.“

Sein Team warf in der Schlussphase inklusive Keeper Prudlo alles nach vorne, kassierte aber in der Nachspielzeit, als Wirges den Ball clever abfing und schnell umschaltete, den 3:1-Endstand (90.+3). Prudlo war noch nicht wieder in seinem Kasten, sodass Severin keine Mühe hatte, den Ball ins freie Tor zu befördern und seine starke Tagesleistung zu krönen.

 

Emmerichenhain profitiert von individuellen Fehlern

6:2-Erfolg in Kamp-Bornhofen

Wundersames und Kurioses gab es am Sonntag zuhauf zu sehen, als die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen der SG Emmerichenhain/Niederroßbach in der Bezirksliga Ost mit 2:6 (0:3) unterlag.

Individuelle Fehler unterliefen den Gastgebern mehrfach. Schon nach drei Minuten ging es los, als Sora Terada mit einer Bogenlampe mit ungewöhnlicher Flugbahn zum 0:1 traf. Torjäger David Quandel erhöhte nach knapp einer Viertelstunde, in dem er einen Freistoß einfach an der Mauer vorbeischoss.

Beim 0:3 hatten er als Vorbereiter und Terada als Vollender viel Freiraum (35.). Besonders Quandel und Marko Zelenika hatten weitere Chancen, während die Osterspaier nur aufhorchen ließen, als Josip Topic bei einer Ecke Thomas Lemlers mit einem Kopfball an der Latte scheiterte (25.). „Es hat gut angefangen. Beim 0:1 hatten wir das nötige Glück, was uns Sicherheit gegeben hat“, so SG-Trainer Nihad Mujakic.

Nach der Pause ging es erfolgreich weiter für die Westerwälder: Zelenika passte in den Sechzehner, zu steil für Stürmer und Verteidiger, aber FSV-Tormann Daniel Voß ließ den Ball unter seinem Körper ins Netz rollen (49.).

Als alles gelaufen zu sein schien, neigten die Gäste zu „falschen Entscheidungen“, wie Mujakic formulierte. Zwei Elfmeter binnen zweieinhalb Minuten brachten etwas Spannung. Jeweils hatte SG-Torwart Timon Topitsch an den Seitenlinien des Strafraums Adrian Knop gefoult, Florian Lemler verwandelte beide Male. Die Elfmeterpfiffe waren auch für Mujakic unstrittig: „Da muss unser Tormann noch in Neuseeland gewesen sein“, wunderte er sich. Anschließend zog Topic ab, Knop verpasste einen Kopfball, Florian Lemler setzte einen Freistoß knapp daneben. Die FSV-Spieler spürten, dass womöglich etwas drin sein könnte. Zerstört wurden die Hoffnungen, als Terada diesmal Quandel bediente, der ins lange Eck traf (86.). „Damit war die Sache erledigt“, bilanzierte Mujakic, doch noch war die Partie nicht vorüber.

So durfte sich Zelenika gleichfalls über sein zweites Tor freuen, nun war er per Kopf nach Flanke Oleg Beses erfolgreich (88.). „Ein verdienter Sieg für uns“, meinte Mujakic.

 

Selbstbewusste Ahrbacher überrollen den VfL Hamm

Nach zwölf Minuten zu sagen, ein Fußballspiel sei praktisch schon entschieden, gehört sich nicht. Doch kaum einer unter den 150 Zuschauern in Ruppach-Goldhausen wird am Freitagabend auch zu diesem frühen Zeitpunkt Zweifel daran gehabt haben, dass die SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod den Platz als Sieger verlassen wird. Im Eilverfahren legte der Aufsteiger eine 3:0-Führung vor und gewann das Bezirksliga-Heimspiel gegen den VfL Hamm am Ende mit 6:0 (4:0).

So teuer sich Hamm unter der Woche im Rheinlandpokal gegen Eisbachtal noch verkauft hatte, so verunsichert präsentierte sich das Team von Trainer Philipp Höhner nur drei Tage später. Zweikampfverhalten? Fehlanzeige. Die Köpfe? Meist unten. Ein ganz anderes Bild gab da der furios gestartete Neuling ab: In jeder Aktion war riesiges Selbstvertrauen zu erkennen. Und dieser gravierende Unterschied zwischen beiden Mannschaften drückte sich schnell auch im Ergebnis aus. Nach langem Pass von Verteidiger Jannis Meuer geriet die Hintermannschaft der Gäste ins Schwimmen, was Niklas Klar eiskalt bestrafte (8.). Niklas Wörsdörfer hätte nach einer feinen Finte selbst erhöhen können, bewies dann aber trotz Gesichtsmaske Durchblick und legte auf den einschussbereiten Klar ab, für den der zweite Treffer Formsache war (11.). Keine 60 Sekunden später der dritte Ahrbacher Streich: Markus Rausch bediente Tim Kuhn, dem aus leicht abseitsverdächtiger Position das 3:0 glückte. Das 4:0 war dann wieder ein Fall für den Mann des Abends: Von der Latte prallte der Ball zu Niklas Klar (37.) – wenn's läuft, dann läuft's. Und wenn's nicht läuft, dann sieht der Abend so aus wie der des VfL. Ein Kopfball von Markus Giesbrecht (36.), zwei Versuche von Simon Langemann (40., 63.), ein Pfostenschuss von Daniel Krieger (87.) – mehr brachte Hamm nicht zustande. Bezeichnend: Eric Neufeld rannte Tim Kuhn 15 Meter hinterher, um ihn dann doch zu foulen. Den Strafstoß verwandelte Simon Trumm (72.), ehe Kuhn selbst das 6:0 besorgte (90.). VfL-Coach Höhner ärgerten zwei kurzfristige Absagen aus „hanebüchenen Gründen“ genauso wie der Umgang mit den taktischen Anweisungen: „Da musst du dich nicht wundern, wenn du hier untergehst.“ Ahrbachs Peter Olbrich, dessen Team jetzt Tabellenführer ist, blieb bei aller Freude gelassen: „Wir wissen die Situation sehr gut einzuschätzen.“

 

Tore durch Brand und Murphy bringen Dreier

SG Elbert/W./S. bezwingt den VfL Bad Ems mit 2:1

Lange blieb am Freitagabend das kreisübergreifende Derby der Fußball-Bezirksliga Ost zwischen der SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen und dem VfL Bad Ems torlos, ehe sich die Gastgeber per Doppelschlag befreiten und sich beim 2:1 (0:0) dann doch noch den Dreier krallten und ihren vierten Saisonsieg eintüteten.

Die Partie stand im Zeichen zweier aufmerksamer Schlussmänner. Während sich jedoch Elberts Moritz Weißenborn zunächst lediglich bei einem Volleyschuss des aufgerückten Darius Werner mit einer Faustabwehr auszeichnen konnte, musste sein Gegenüber Marvin Rixen mehrfach sein Können zeigen, um Gegentreffer für die Kurstädter zu vereiteln. Christian Steras Schuss von der Strafraumgrenze (2.), zwei Gelegenheiten von Sean Murphy (15., 40.) und einen Freistoß von Marius Otto (28.) entschärfte Rixen. Das Glück des Tüchtigen stand ihm dann aber zur Seite, als Lars Bode einen von Darius Werner an Alexander Gombert verursachten Foulelfmeter an die Unterkante der Latte knallte (45.) und dem VfL somit im von beiden Seiten erfrischend offensiv geführten Spiel ein Pausenrückstand erspart blieb.

An der Ausrichtung beider Teams änderte sich auch nach Wiederanpfiff nichts. Nun rückte SG-Keeper Moritz Weißenborn in den Mittelpunkt. Der in der Eisbachtaler Jugend groß gewordene Neuhäuseler hielt seinen Kasten gegen Christian Richter (55.) und auch Marco Lorch sauber (57.), sodass nach einer knappen Stunde Spielzeit den Zuschauern außer Toren fast alles andere geboten wurde, was Bezirksliga-Fußball für so attraktiv macht.

Dann war aber doch Schluss mit der Torlosigkeit: Elberts Tobias Brand verlängerte gegen die einen Moment lang unsortiert wirkende Bad Emser Abwehr einen weiten Ball aus dem Gewühl in die Maschen und brach damit den Bann (66.). Kurz darauf erhöhte Sean Murphy mit einen Schuss der Marke „Tor des Monats“. Der Ball schlug unhaltbar für den sich vergeblich streckenden Rixen im Torwinkel ein (71.).

Der VfL versuchte alles, fand aber bei Lorchs Schuss aus kurzer Distanz erneut seinen Meister in Weißenborn (81.), ehe auf der Gegenseite Murphys Heber nur um Haaresbreite am langen Eck vorbei strich (85.). Nach Julian Bärs gefühlvollem Heber ins verwaiste Elberter Tor (89.) wurde es dann zwar nochmals turbulent, die Punkte blieben aber bei den Einheimischen.

„Unsere Jungs haben das gut gemacht. Es ist wichtig, eine Mannschaft auf Augenhöhe wie die Bad Emser auf Distanz zu halten“, freute sich SG-Trainer Michael Diel über den Dreier. Sein Kollege Kay Ludwig befand: „Das Spiel hatte keinen Verlierer verdient. Meistens gewinnt dann eben der, dem das erste Tor gelingt.“

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[ Letzte Änderung: 20. Juni 2018 ]