SV Hundsangen e.V. 1926

14.10.2012, 20:05, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 9.Spieltag

Von: rhein Zeitung

Tabellenführer geschlagen, die Position im Mittelfeld gefestigt: Die SG Nievern/Fachbach hat mit einem 3:0 (2:0)-Erfolg erneut unter Beweis gestellt, dass von der Früchter Straße nur schwer Punkte zu entführen sind. Jüngstes Opfer: der bisherige Spitzenreiter SG Guckheim/Kölbingen. Die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Schäfer versäumte es in einer leichten Drangphase nach der Halbzeitpause die Partie noch einmal zu drehen und ging am Ende leer aus.

 

Ein Freistoß von Timo Hoffmeyer an den Pfosten - bis auf diese Chance nach 19 Minuten verlief die erste halbe Stunde auf dem Hartplatz in Nievern ziemlich ereignisarm. Beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld, nur selten gab es sehenswerte Aktionen im Strafraum. Und so fiel auch die Führung der Gastgeber ein wenig wie aus heiterem Himmel: Florian Panny lupfte einen langen Ball an den Strafraum über den herauseilenden Guckheimer Keeper Lars Henning hinweg zum 1:0 in die Maschen (32.).

Und weil die Gäste obendrein zu viele Standardsituationen rund um den Strafraum zuließen, kassierten sie kurz vor der Pause den zweiten Gegentreffer. Timo Hoffmeyer zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern unverschämt stark über die Mauer hinweg in den Torwinkel. Der Treffer aus Minute 41 sorgte für ein beruhigendes Pausenpolster für die Gastgeber.

Guckheim reagierte in der Pause auf den Rückstand, Spielertrainer Stefan Schäfer belebte mit der Einwechslung von Tim Niedermowe für Marcel Mittler das Offensivspiel. Doch es fehlte noch immer die zwingende Torgefahr. Niedermowe hämmerte einen Freistoß aus aussichtsreicher Position in die Mauer (63.), Mario Wasna schickte das Leder wenig später in Richtung Wald (68.).

Nievern tat nicht mehr als notwendig - und notwendig war es lediglich, zu kontern. Bei einem solchen Vorstoß wurde Stefan Deusner kurz vor der Strafraumkante gestoppt, es gab erneut Freistoß. Hoffmeyer trat an, zirkelte das Leder diesmal in die Torwartecke und machte Nieverns Heimsieg perfekt (79.). "Ich habe mir gedacht, dass der Torwart nach dem ersten Freistoß wieder hinter die Mauer springt", sagte der zweifache Torschütze. "Da habe ich den zweiten Ball einfach mal ins Torwarteck gesetzt." Sprach's, und verschwand lachend Richtung Kabine. Hoffmeyer musste am Sonntag eigentlich arbeiten, sein Chef aber hatte ihn für die Dauer des Spiels freigestellt. Es hatte sich gelohnt für Nievern.

"Wir haben in allen Belangen einen Tick mehr gemacht", sagte Nieverns Trainer Murat Saricicek zufrieden. "Wir waren stark in den Zweikämpfen und haben verdient gewonnen. Einen Teil der Motivation hatte der Gästetrainer mit seinen Aussagen in der Zeitung im Vorfeld übernommen."

 

Stefan Schäfer widersprach dem: "Ich möchte das hier mal ganz klar richtig stellen: Ich habe Respekt vor jedem Gegner. Ich habe gesagt, hier oben kann man schwer Fußball spielen. Damit waren die Platzverhältnisse gemeint. Das sollte keine Spitze gegen den Gegner sein. Nievern holt nicht umsonst hier oben so viele Punkte. Wir haben immer den Anspruch, Fußball zu spielen - das war hier heute aber nicht möglich. Der Sieg für Nievern ist verdient."

Nievern/F.: Lindner - Hoffmeyer - Vogels, Baulig - M. Schupp, Deusner (86. C. Hoffmann) - M. Hoffmann (84. C. Schupp), Panny, Zaun, F. Schupp - Mayer (80. Waldorf).

Guckheim/K.: Henning - Becher, Gombert, Fröhlich - Zacher, Sehner - T. Kuch, Mittler (46. Niedermowe), Schäfer - L. Kuch, Wasna.

Schiedsrichter: Ralf Volk (Koblenz).

Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Florian Panny (32.), 2:0, 3:0 beide Timo Hoffmeyer (41., 79.).

Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Guckheims Alexander Gombert (83., Guckheim) wegen Foulspiels und Meckerns.

 

 

Der Aufwärtstrend beim Bezirksligisten FV Engers unter dem neuen Spielertrainer Sascha Watzlawik setzt sich weiter fort. Durch den 3:0 (1:0)-Erfolg über den VfL Bad Ems kam der FVE zu seinem sechsten Pflichtspielsieg in Folge und hat nun engen Kontakt zur Tabellenspitze. Dagegen müssen die stark ersatzgeschwächten Badestädter aufpassen, nicht tiefer in den Abstiegssog zu geraten.

 

Es war schon überzeugend, wie der FV Engers über 90 Minuten auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz am Wasserturm gegen Bad Ems dominierte. Nur einen Eckball (48.) und eine hochkarätige Chance durch Matthias Staudt (73.) konnten die Gäste auf ihrem Konto verbuchen. Ansonsten gab es nur Einbahnstraßen-Fußball in Richtung VfL-Tor. "Wir sind momentan personell nicht in der Lage, ordentlich nach vorne zu spielen. Deshalb haben wir auch verdient verloren, obwohl die Gegentore schon recht unglücklich waren", zog Gästetrainer Frank Wendland sein Fazit.

Damit hatte er sicherlich Recht, denn Engers vergab schon frühzeitig klar heraus gespielte Tormöglichkeiten oder scheiterte immer wieder am besten VfL-Spieler, Torwart Bastian Staudt. Der sah nur einmal nicht gut aus, als Mario Schneeweis (27.) mit einem Weitschuss die Engerser Führung erzielte. Mit Hilfe des holprigen Rasenplatzes veränderte der Ball die Richtung und schlug im Emser Gehäuse ein. "Ein wichtiges Tor. Wir haben uns von Beginn an richtig reingehängt und voll konzentriert gespielt. Es fehlt halt noch etwas die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss", sagte FVE-Trainer Sascha Watzlawik.

Dies änderte sich in der zweiten Halbzeit. Der sehr stark spielende Björn Kremer schlenzte zunächst einen Schuss geschickt ins rechte untere Eck zum 2:0 (64.), nachdem VfL-Abwehrspieler Vernatius Emeka unglücklich per Hinterkopf eine Flanke verlängert hatte. Dann unterstrich FVE-Torjäger Vitalij Karpov vier Minuten später seine derzeit gute Form, allerdings unter Mithilfe von Kay Jockel. Karpov erkämpfte sich zunächst an der Mittellinie den Ball von Jockel und donnerte das Leder unhaltbar nach einem langen Sprint zum 3:0 unter die Torlatte.

Damit war die Partie endgültig entschieden. Bad Ems hatte nicht mehr die Qualität und Kraft, die Partie zu wenden. Auf der anderen Seite nutzte Watzlawik die klare Führung in der Schlussphase, um Kräfte für das Pokalspiel am Mittwochabend gegen Hundsangen zu schonen. "Wir mussten auf drei Positionen verletzungsbedingt ändern. Doch das hat dem Spiel keinen Abbruch getan. Unser Kader ist in der Breite gut besetzt", freute sich "Watze" über den ungefährdeten Erfolg am Wasserturm.

 

 

 

Den kleinen Negativlauf der letzten Wochen erst mal gestoppt - beim 2:0 (0:0) gegen den frech aufspielenden Neuling SV Rheinbreitbach brauchte die Spvgg EGC Wirges II in der Bezirksliga Ost viel Geduld, um am Ende die drei Punkte festzuhalten.


"Das Spiel war richtungsweisend", war der Wirgeser Spielertrainer Stefan Waßmann, der selbst in der 63. Minute für den verletzten Felix Hummerich ins Geschehen eingreifen musste, nach Spiel-ende erleichtert. "Es war ein hart erkämpfter, aber letztlich verdienter Sieg. Wir hatten zum Schluss die besseren Spielanteile und den größeren Siegeswillen." Sein Team tat sich sehr schwer gegen die zuletzt viermal in Folge geschlagenen Rheinbreitbacher, die erstaunlich selbstbewusst und sehr offensiv antraten. In der sehr unterhaltsamen Partie erspielten sich beide Kontrahenten von Anfang an beste Tormöglichkeiten. So verpasste ein gefährlich gezirkelter Ball von Raphael Roenspies (23.) ebenso das Gästegehäuse wie ein abgefälschter Schuss von Daniel Günster aus kurzer Distanz zwei Minuten später. Die Gäste vom Rhein fanden im glänzend aufgelegten EGC-Schlussmann Thorsten Schmidt ihren Meister, der zweimal gegen stramme Schüsse von Enes Özbek (27./28.) prächtig klärte. Aber auch sein Kollege, SV-Keeper Ulag Bozdag, rettete vier Minuten nach der Pause sensationell gegen Marvin Binge und im Nachschuss gegen Daniel Günster.

Die EGC wurde nun druckvoller, erspielte sich ein Plus an Spielanteilen, konnte aber auch froh sein, dass die Gäste ihre brandgefährlichen Konter nicht nutzten. So parierte Schmidt erneut gegen Özbeks trockenen und sehr gefährlichen Schuss von der Strafraumgrenze (52.). "Bei einer besseren Chancenverwertung nehmen wir hier sogar was mit", meinte Rheinbreitbachs Trainer Michael Blankenheim. "Die Gegentore waren unglücklich. Aber kein Vorwurf an die Mannschaft. Wir haben gut gespielt, die Entwicklung zeigt nach oben." Das Waßmann-Team hatte zwei Unsicherheiten in der SV-Abwehr, die bis dahin glänzend gestanden hatte, eiskalt ausgenutzt. Roenspies (77.) und Günster (82.) trafen jeweils aus kurzer Distanz und im Strafraumgetümmel.

Wirges II: Schmidt - Poppe, Blath, Friedhofen, Helbach - Hummerich (63. Waßmann), Roenspies, Binge (55. J. Hannappel), Schneider (18. Schuler) - Frank, Günster.

Schiedsrichter: Jean Luc Behrens (Neunkhausen).

Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 Raphael Roenspies (77.), 2:0 Daniel Günster (82.).

 

 

 

Was die 140 Zuschauer auf dem Rasenplatz in Gemünden in der Partie der Bezirksliga Ost zwischen der SG Westerburg/Gemünden und der SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach/Raubach erlebten, das hatte mit einem Spitzenspiel reichlich wenig zu tun. Insgesamt 40 Minuten lang spielten wenigstens die Gastgeber richtigen Fußball und verdienten sich damit auch den Erfolg gegen einen Gegner, der den Sinn dieses Spiels lediglich während der zehn Anfangsminuten auf dem Rasen zu interpretieren versuchte.


In dieser Zeit lag dann auch die erste nennenswerte Chance der Gäste. Als die Puderbacher zum zweiten Mal Näherungswerte an den Westerburger Strafraum erreichten, nahm sich Florian Raasch Maradona zum Vorbild und versuchte, allerdings reichlich ungeschickt, den Ball mit der Hand in Richtung Gastgeber-Tor zu lenken. Völlig zu Recht sah Raasch dafür die Gelb-Rote Karte (72.) und versetzte damit seiner Mannschaft einen weiteren Nackenschlag, von dem sie sich nicht mehr erholte.

Den ersten Schlag hatte Westerburgs Torjäger Björn Weber den Puderbachern nach zehn Minuten versetzt, als er sträflich freistehend Gästetorwart Julian Schmitz aus 14 Metern keine Chance ließ. Was folgte, war bis zur Pause ein ausgeglichener Kampf mit offenem Visier, aber ohne jeden Durchblick - eine Art Hase und Igel-Spiel, bei dem der Ball der Igel war, der immer schon da war, wo 20 Feldspieler als Hasen gerade hinhechelten. Ein Spielchen, das sich auch nach der Pause fortsetzte, aber nun schlichen sich immer heftiger werdende Fouls und Unsportlichkeiten ein, die in Raaschs Maradona-Imitation ihren Höhepunkt fand und damit den Niedergang der SG Puderbach einleitete. Gleichermaßen dümmlich war die Verfolgungsjagd, nach der Puderbachs Jan Erik Grunewald den Westerburger David Gläser im Strafraum zu Fall brachte. Den fälligen Elfmeter verwandelte erneut Björn Weber (77.) sicher, und Matthias Wengenroth machte per direkt verwandeltem Freistoß (82.) den Sack endgültig zu. Unrühmlicher Schlusspunkt war dann noch die Rote Karte für Gästespieler Daniel Hartstang in der letzten Minute wegen groben Foulspiels, wofür auch sein Trainer Michael Roos kein Verständnis hatte.

Der gratulierte eine Minute später seinem Kollegen Oliver Meuer zum "verdienten Sieg" und konnte der Nicht-Leistung seiner Mannschaft rein gar nichts Positives abgewinnen: "Wir haben dem Gegner in jeder Beziehung in die Karten gespielt. Unser Zweikampfverhalten war schlecht, und die vielen langen Bälle wurden leichte Beute für die Westerburger Abwehr. Wir haben auch in der Höhe verdient verloren."

Zufrieden war natürlich der Westerburger Trainer Oliver Meuer: "Wir haben heute einen Gegner bezwungen, der prima in die Saison gestartet ist. Puderbach hatte nur eine Gelegenheit. Danach haben wir nicht nur nichts mehr zugelassen, sondern waren auf der anderen Seite auch effektiv. Eine Chance, ein Tor, Pausenführung. Und danach zwei Chancen, zwei Tore - und ein verdienter Sieg brachte drei Punkte auf unser Konto. Was wollen wir mehr?"

Vereinsportal ]  [ Impressum ]  [ Datenschutzerklärung ]  [ Kontakt ]   © 2018 SV Hundsangen
[ Letzte Änderung: 11. Dezember 2018 ]