SV Hundsangen e.V. 1926

10.10.2016, 06:22, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 9.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

Christian Stera erzielt alle drei Tore bei Elberts Sieg in Hamm

VfL nach Führung zu harmlos

 

Taktische Feinjustierungen können sich auszahlen. In den ersten Wochen dieser Saison stellte Michael Diel, Trainer der SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen, seinen Neuzugang Christian Stera in der Sturmspitze auf und hatte das Gefühl, dass der 18-Jährige auf dem Flügel eher zur Geltung kommen könnte. Unlängst ausprobiert, für gut befunden und am Sonntag zum Sieg verholfen – der A-Jugendliche erzielte beim 3:1-Auswärtssieg der Kombinierten beim VfL Hamm alle drei Tore seines Teams. „Christian hat in der vergangenen Saison nur sieben Spiele bestritten. Deshalb ist er zu uns zurückgekehrt. Er will wieder Spaß am Fußball haben“, erklärte der zufriedene Diel. Und Tore bringen schließlich am meisten Spaß.

Den hatte aber zunächst Hamms bester Torschütze im bisherigen Saisonverlauf. Michael Weyer überlupfte SG-Keeper Kevin Jung von der rechten Seite gefühlvoll, die versuchte Rettungsaktion von Kapitän Alexander Gombert kam in dieser sechsten Minute zu spät. „Wir hatten einen sehr guten Start, haben dann aber unerklärlicherweise den Faden verloren“, beobachtete der neue VfL-Trainer Philipp Höhner bereits kurz nach dem Weyer-Tor eine Wende im Spiel. Die Gäste rissen das Geschehen an sich und ließen bis zum Abpfiff mit Ausnahme eines Freistoßes von Daniel Stoll, den Manuel Plath knapp verpasste (60.), nichts Gefährliches mehr zu. Elbert verteidigte die vielen langen Bälle auf den schnellen Weyer gut – das war beinahe die halbe Miete gegen das uninspirierte Spiel der Rot-Schwarzen. „Bei Elbert hingegen brachte fast jeder Ball in die Spitze Gefahr“, zeigte Höhner einen wesentlichen Unterschied auf. Erstmals in der 17. Minute. Jonas Klotz setzte entschlossen nach, eroberte den Ball und bereitete Christian Steras ersten Streich vor. Diese Kombination hatte nach 30 Minuten erneut durchschlagenden Erfolg. Diesmal schickte Klotz den Flügelstürmer steil, und Sebastian Neuser zwischen den Hämmscher Pfosten musste den Ball im kurzen Eck passieren lassen. Michael Diel hatte nicht viel auszusetzen am Spiel seines Teams. Höchstens, dass es nicht früher weitere Tore nachlegte. So scheiterte Klotz in am Bein von Sebastian Trautmann. (43.). Nach der Pause legte der VfL ab der 55. Minute zwar noch einmal einen Zahn zu, aber auch in dieser Phase geriet Elbert kaum in Bedrängnis. Den Knock-out versetzte Stera der Höhner-Elf sechs Minuten vor Schluss. Mario Schaaf bereitete auf der linken Seite vor, Stera zog nach innen – und sein abgefälschter Schuss trudelte ins Tor. Ein wenig Glück, aber das hatte sich der fleißige Offensivmann an diesem Nachmittag verdient.

In den letzten Minuten hätte die SG das Ergebnis noch weiter in die Höhe schrauben können, als Hamm die Hoffnung auf drei Punkte aufgegeben hatte.

 

 

Weitefeld schießt beim Pflichtsieg acht Tore

Osterspai leistet kaum Gegenwehr

 

Fünf Tore vor einer Woche in Birlenbach, jetzt acht gegen die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen – Gegner aus dem Rhein-Lahn-Kreis liegen den Fußballern der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen. „So viele Räume bekommt man in der Bezirksliga nur selten. Es war heute sehr einfach für uns, diesen Pflichtsieg zu landen“, sagte Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt nach 90 einseitigen Minuten vor 120 Zuschauern in Friedewald.

Dabei agierten die Gastgeber im ersten Abschnitt sogar noch zu kompliziert, der letzte Pass in die Spitze fand nur selten einen Abnehmer. Es mussten zwei Standardsituationen für die 2:0-Führung nach 45 Minuten herhalten. Zweimal brachte Sascha Cichowlas den Ball in den gefährlichen Bereich, wo der aufgerückte Julian Aguilar per Kopf (15.) und Maik Oliver Seibel aus vier Metern (18.) auf wenig Gegenwehr stießen. „In der ersten Halbzeit haben wir wenigstens noch versucht dagegenzuhalten“, sagte FSV-Trainer Nico Helbach. Danach ergab sich sein Team förmlich. „Der zweite Durchgang war zum Vergessen. Wir haben zu wenig Widerstand geleistet.“ Der frühe Doppelschlag in den Minuten 49 und 51 durch Jan Niklas Mockenhaupt und Sascha Cichowlas raubte den Kombinierten vom Rhein jeglichen Ansporn, sie ergaben sich und handelten sich eine böse Klatsche ein, weil die Westerwälder den Ball jetzt auch deutlich besser laufen ließen.

Ein an Freund und Feind vorbeisegelnder Freistoß Dominik Neitzerts (69.), ein 14-Meter-Schuss von Mario Weisang (80.), ein Abstauber von Joker David Floris, nachdem Osterspais Schlussmann Daniel Voß eine Flanke des ebenfalls eingewechselten Luca Thom hatte abklatschen lassen (86.), und Thom zum Abschluss noch einmal selbst aus zehn Metern (88.) sorgten für das klare Endergebnis.

Offensivaktionen der Gäste? Beinahe Fehlanzeige. Adrian Knop (5., 59.) und Florian Lemler (27.) brachten den Ball zumindest mal in Richtung des von Sören Trippler bewachten Kastens. Aber die Kugel segelte dabei jeweils vorbei oder drüber.

 

 

Westerburg verliert in Linz

Niedermowes Führungstor reicht nicht

 

Der VfB Linz hält in der Bezirksliga Ost den Kontakt zur Tabellenspitze. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte, besiegte das Team von Trainer Paul Becker die SG Westerburg/Gemünden mit 3:1 (0:1).

Die Partie begann nicht gut für die Gastgeber gegen die schnell aufspielenden Gäste aus dem Westerwald. Bereits in der elften Minute nutzte Tim Niedermowe das schwache Verhalten der Linzer Abwehr zur frühen Führung der SGW. Immer einen Schritt schneller am Ball und souverän in den Zweikämpfen, übernahmen die Gäste mehr und mehr mehr das Geschehen. „Es war sehr schwierig für uns, ins Spiel zu kommen, wir waren in den Zweikämpfen unterlegen, fasste Paul Becker die erste Hälfte zusammen.

Im zweiten Spielabschnitt präsentierte sich sein spielerisch überlegenes Team wesentlich agiler. Nach einer Ecke von Yannik Becker verlängerte Fabian Lacher auf Mario Seitz, der den Ball im Getümmel der Abwehr mit dem Fuß zum Ausgleich über die Linie drückte (55.). Fast wäre die Freude nur von kurzer Dauer gewesen, denn auf der Gegenseite zog Matthias Wengenroth einen Freistoß aus 35 Metern direkt aufs Tor, doch der Ball krachte an die Latte des VfB-Gehäuses (56.).

Die Partie wurde nun körperbetonter, unrühmlicher Höhepunkt war die Rote Karte gegen Westerburgs Justin Keeler nach einem groben Foul an Leonor Tolaj (63.). Das machte den Weg Richtung Gästetor leichter. Nach schöner Vorarbeit von Benedikt Joch nutzte Tolaj eine Unstimmigkeit zwischen Torwart Carsten Wolf und Jannik Schmidt, um den Ball auf Valerian Skorobogatko vor dem leeren Tor zu spielen, der das 2:1 markierte (72.). Den Schlusspunkt setzte erneut Skorobogatko nach Vorarbeit von Dustin Friese (89.) zum 3:1.

Für den Westerburger Co-Trainer Steffen Dörner war die Niederlage nicht unverdient, aber sie fiel zu hoch aus: „Eine halbe Stunde mit einem Mann weniger ist einfach zu viel. Nach dem Ausgleich fehlte uns mit dem Lattentreffer das Quäntchen Glück, wie so oft in letzter Zeit.“

 

 

Bei Müschenbachs 4:0 läuft ohne Walkenbach nichts

Ungefährdeter Sieg gegen Birlenbach

 

Zwei Tore, zwei Vorlagen – Im Bezirksliga-Heimspiel der SG Müschenbach/Hachenburg gegen die SG Birlenbach/Balduinstein lief ohne Benny Walkenbach nichts. Der Mittelfeldmann war beim ungefährdeten 4:0-Erfolg an allen Toren beteiligt.

Die Gastgeber übernahmen früh das Kommando und kamen bereits in der vierten Minute durch einen Kopfball von Maximilian Mies zu einer Großchance, die Mario Nöllge im Birlenbacher Kasten vereitelte. Dessen Vorderleute leisteten sich einige Fehler im Aufbauspiel und luden Müschenbach dadurch immer wieder zu Chancen ein. Doch die Hausherren scheiterten entweder an Nöllge oder an fehlender Genauigkeit im Abschluss.

So musste ein Standard herhalten: Einen Walkenbach-Freistoß köpfte Mies unhaltbar ins rechte obere Eck (24.). Mit der Führung im Rücken wuchs auch das Selbstvertrauen. Stuart Dykewicz, den Birlenbach nie in den Griff bekam, setzte sich über außen durch und fand mit einer flachen Hereingabe mit Walkenbach den passenden Abnehmer – 2:0 nach 26 Minuten.

Die Gäste fanden in der Offensive nicht statt und waren mehr damit beschäftigt, eigene Fehler in der Defensive abzustellen. In dieser Sache stellte sich in der Schlussphase der ersten Halbzeit zwar auch Erfolg ein, doch nach vorne lief für die Gäste weiterhin nichts. Dieses Bild änderte sich mit dem Wiederanpfiff. Birlenbach kam besser aus der Kabine und strahlte kurzweilig Torgefahr aus. Mathias Arnolds‘ Schuss nach flacher Hereingabe wurde gerade noch so abgeblockt (60.). Doch diese Szene wirkte mehr als Weckruf für Müschenbach als für die Gäste. Denn zwei Minuten später schlug erneut Walkenbach zu, der nach einer Kombination mit Dawid Rystwej nur noch einschieben musste. Wiederum nur drei Minuten darauf sorgte Innenverteidiger Lukas Kessler für die Entscheidung. Nach einer Ecke von Walkenbach kam er zuerst mit dem Fuß an den Ball und sorgte für das 4:0.

Ein deutliches Resultat, das Volker Heun jedoch nicht vollends zufriedenstellte. „Wir haben immer noch Leerlauf-Phasen, in denen wir zu wenig machen. Andere Mannschaften nutzen das auch mal aus“, sieht Müschenbachs Trainer trotz des unverkennbaren Aufwärtstrends immer noch einige Baustellen. Die gibt es freilich auch bei der SG Birlenbach, die seit sechs Spielen punktlos sind und in den jüngsten drei Partien 17 Gegentreffer hinnehmen mussten. Das erkannte auch Co-Trainer Bernd Moos, der mit den eigenen Fehlern, die das Team vor allem in der Abwehr gemacht habe, haderte.

 

 

Quandel bestraft starke Nauorter

Duell der Aufsteiger geht an SG Emmerichenhain

 

Beste Fußballunterhaltung bekamen 110 Zuschauer trotz ungemütlicher äußerer Bedingungen beim 3:2 (1:0)-Erfolg der SG Emmerichenhain/Niederroßbach in der Bezirksliga Ost gegen Mitaufsteiger SV Nauort geboten. Die SG Hoher Westerwald hatte dabei diesmal viel mehr Aufwand zu betreiben als erwartet, sie marschiert aber weiter in der Liga und eroberte die Tabellenspitze vom TuS Montabaur zurück.

Dass die Partie bis zur letzten Sekunde einen enormen Spannungsfaktor besaß, lag an einer tollen Leistung der Gäste, die frech und sehr kompakt auftraten und den Favoriten am Rande einer Niederlage hatten. „Leider können wir uns für das Lob für unsere Leistung nichts kaufen“, war Nauorts Trainer Olaf Klee wie sein Team nach dem Schlusspfiff niedergeschlagen. „Das tut heute richtig weh. Wir sind einfach in manchen Situationen noch zu grün, um hier nach einer guten Leistung auch etwas Zählbares mitzunehmen.“

„Am Ende musst du dann auch so einen Sieg feiern“, freute sich Nihad Mujakic, Emmerichenhains Trainer, am Ende über drei Punkte, haderte aber mit der Tatsache, dass seine Mannschaft schon nach 36 Minuten vom Unparteiischen dezimiert worden war. Waldemar Funk hatte den Nauorter Eugen Wagner im Mittelfeld sicherlich rustikal von den Beinen geholt, die Rote Karte, die Schiedsrichter Fuat Yalcinkaya dem bis dahin unbescholtenen Funk zeigte, schien aber eindeutig zu hart.

Dass am Ende für die Kombinierten aus dem Hohen Westerwald wieder ein Dreier aufs Punktekonto kam, hatte sicherlich auch mit der derzeit absoluten Torgarantie von David Quandel zu tun, der auch diesmal wieder einen Dreierpack schnürte. Wieder einmal bestens in Szene gesetzt von Keigo Matsuda, der immer wieder glänzend die Offensive ankurbelte, eröffnete der Torjäger in der 12. Minute mit dem 1:0 seine Gala. „Der Platzverweis war eine Frechheit und hat uns sehr geschadet“, regte sich Mujakic auf. Aus gutem Grund: Die Gäste wurden in Überzahl immer mutiger und kamen vor und nach Quandels zweitem Treffer (62.) durch Mathias Tries (51., 65.) zum Ausgleich und hatten gar den Sieg vor Augen. „Wenn du das Ding nicht reinmachst, wirst du dann auch bestraft“, musste Klee mit ansehen, wie Wagner nicht konsequent genug abschloss. So blieb es Quandel vorbehalten, auf der Gegenseite den Ball von der Strafraumgrenze zum 3:2-Endstand ins Netz zu donnern (89.).

 

 

 

TuS Montabaur trifft im halben Dutzend

Kreisstädter setzen sich am Freitagabend mit 6:2-Erfolg

beim VfL Bad Ems an die Tabellenspitze

 

Der TuS Montabaur hat an Freitagabend mit einem überzeugenden 6:2 (3:2)-Erfolg beim VfL Bad Ems die Tabellenführung in der Fußball-Bezirksliga Ost übernommen.

Auf dem kleinen Kunstrasen auf der Insel Silberau war bereits in Durchgang eins allerhand los. Nachdem VfL-Schlussmann Konstantin Smirnov per Fußabwehr einen aus kurzer Distanz abgegebenen Schuss von Alexander Baldus abgewehrt hatte, sah Smirnov zweimal nicht gut aus und leistete mit jeweils zögerlichem Eingreifen Hilfestellung bei zwei Montabaurer Treffern durch Kapitän Mario Denker (8., Kopfball) und Dennis Orentsis (18.). Die Ersatz geschwächt angetretenen Kurstädter ließen sich jedoch nicht einschüchtern und kamen durch ein Kopfballtor des aufgerückten Vernatius Emeka (20.) und den von Linksfuß Cosmin-Lorin Laurentiu in die Maschen gedroschenen Freistoß zum Ausgleich (35.).

Der TuS, der vorübergehend durch das frühzeitige verletzungsbedingte Ausscheiden Denkers den Faden verloren hatte, kam jedoch noch vor der Pause wieder zurück. Der von Alexander Baldus mustergültig in Szene gesetzte japanische Routinier Takayuki Omi schockte die Einheimischen mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:3 (39.). Zur Pause konnte der VfL nach vergebenen Möglichkeiten durch Orentsis, der im gut parierenden Smirnov seinen Meister fand (41.) und des für Denker ins Spiel gekommenen Max Acquah (43.) froh sein, nicht deutlicher im Hintertreffen zu liegen. Durch die schnelle Rote Karte gegen Stefan Fuselbach wurde die ohnehin knifflige Aufgabe für den VfL natürlich nicht einfacher, die Gastgeber kämpften, der TuS spielte die feinere Klinge. Mit einem aus VfL-Sicht umstrittenen Strafstoß machte dann Baldus vorzeitig alles klar, den Rest besorgten Acquah (68.) und erneut Baldus (78.), während der Bad Emser Etienne Kecskemeti beim Stand von 2:5 einen Elfmeter in den Nachthimmel knallte (70.).

VfL-Spielertrainer Kay Ludwig bilanzierte die deftige Pleite: „Das müssen wir ganz schnell abhaken und auf das nächste Spiel schauen.“ Sein Montabaurer Kollege Trainer Benedikt Lauer meinte hingegen: „Wir haben es nach unserer 2:0-Führung nicht gut gemacht, uns zum Glück aber wieder gefangen und das Spiel auch in der Höhe verdient gewonnen.“

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[ Letzte Änderung: 11. Dezember 2018 ]