SV Hundsangen e.V. 1926

09.10.2017, 08:32, Alter: 15 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 9.Spieltag

Von: rhein zeitung

                                           

 

Hundsangen verschafft sich Luft im Tabellenkeller

Torhüter Schwarz hält Osterspai im Spiel

In der Bezirksliga Ost gelang der SG Hundsangen/Obererbach ein kleiner Befreiungsschlag in der unteren Tabellenregion. Gegen die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen, die derzeit ebenfalls in diesen Tabellengefilden rangiert, gewannen die Westerwälder mit 3:1 (2:0) und verbuchten mit diesem ersten Heimsieg drei wichtige Zähler.

Die Gastgeber gaben von Beginn an den Ton an, dominierten die Begegnung und kamen durch Lukas Tuchscherer (6.) und Tommy Brühl (8.) früh zu ersten Torgelegenheiten. Die Gäste vom Rhein beschränkten sich vornehmlich auf die Defensive und lauerten auf Konter. So richtig wollte es für die Hundsangener aus dem Spiel heraus nichts werden, so musste eine Standardsituation für den Türöffner ins Spiel herhalten. Osterspais Kapitän Antony Henrykowski holte Tuchscherer im Strafraum von den Beinen, den fälligen Foulelfmeter setzte Daniel Hannappel sicher zum 1:0 in die Tormaschen (24.).

Nun waren die Gastgeber im Spiel und hatten lediglich das Pech, dass Osterspais Torhüter Stefan Schwarz bei hochkarätigen Tormöglichkeiten von Tuchscherer (28.) und Lukas Faulhaber (29.) überragend reagierte. Die so von ihrem Schlussmann im Spiel gehaltenen Gäste boten offensiv bis zur Pause nichts Zwingendes an und kassierten in der 36. Minute den zweiten Gegentreffer. Marcel Hürter leistete, wie schon eine Minute vorher, die glänzende Vorarbeit für Luca Heinz, der in der 35. Minute knapp gescheitert war, beim zweiten Versuch den Ball aber flach zum 2:0 ins Tor beförderte.

„Die erste Halbzeit haben wir total verschlafen. Wir haben nichts von unseren Vorsätzen umgesetzt, es hat an allem gefehlt“, war FSV-Trainer Nico Helbach bedient. „In der zweiten Halbzeit konnten wir uns etwas steigern, aber insgesamt war das zu wenig.“

Seine Elf kam durch einen schönen Fallrückzieher von Florian Lemler (54.) und einen Drehschuss von Adrian Knop (60.), den Hundsangens Torhüter Leon Schmitt mit toller Faustabwehr meisterte, zunächst auch einmal zu Torgelegenheiten. Heinz' zweiter Treffer zum 3:0 in der 71. Minute bedeutete aber dann die Vorentscheidung. „In der zweiten Halbzeit haben wir den Vorsprung ein bisschen zu sehr verwaltet“, bemängelte Co-Trainer Daniel Hannappel. Das Spielniveau wurde nun von Minute zu Minute schlechter. Die Gastgeber schalteten einige Gänge zurück und hatten Glück, dass das Helbach-Team nur wenig mit dem plötzlichen Spielübergewicht anfangen konnte. Adrian Knop, Osterspais agiler Angreifer, gelang nur der „Ehrentreffer“ (90.).

 

Westerburg gibt klare Führung aus der Hand

2:2 nach 2:0 bei Aufsteiger Wallmenroth

Im fünften Heimspiel nach dem Aufstieg ließ die SG Wallmenroth/Scheuerfeld auf eigenem Platz die ersten Punkte liegen. Nach einer erfolgreichen Aufholjagd reichte es beim 2:2 (1:2) gegen die SG Westerburg/Gemünden aber immerhin noch zu einem Unentschieden.

Die Gastgeber waren direkt gut im Spiel, mussten aber einen Schreckmoment überstehen, als Sebastian Kahlke im Tor eine Bogenlampe seines Vordermanns Tim Fischbach gerade noch zur Ecke lenkte (8.). Nach einer Viertelstunde übernahmen dann die Gäste das Geschehen und kamen über den schnellen David Gläser immer wieder nach vorne. Die Führung fiel nach 25 Minuten, als Gläser mit Tempo in den Strafraum ging, Kevin Fischbach stehen ließ und flach einschob. Und die Westerburger legten nach: Gerade mal vier Minuten später spielte Kevin Fischbach einen zu kurzen Rückpass auf Kahlke. Johannes Derscheid sprintete dazwischen und ging aus dem Pressschlag mit Kahlke als Sieger hervor, sodass er mit dem Ball ins Tor laufen konnte. In dieser Phase waren die Gastgeber komplett aus dem Spiel, die Westerburger hatten alles im Griff.

Entsprechend überraschend kamen die Hausherren noch vor der Pause zum Anschlusstreffer: Einen verlängerten Einwurf wehrten die Gäste zu kurz ab, und Tim Fischbach schob aus zwölf Metern flach ein (41.). Mit dem Pausenpfiff gelang Sascha Mertens noch der vermeintliche Ausgleich, aber Schiedsrichter Jean-Luc Behrens hatte ihn im Abseits gesehen.

Direkt nach Wiederanpfiff hatte Tamas Major die Chance, um den alten Abstand für sein Team wieder herzustellen, doch er verzog freistehend. Die Einheimischen steckten nicht auf und kamen nun zu eigenen Chancen: Einen Schuss von Michael Leis klärte Christopher Keller zur Ecke (62.), die ebenfalls für Gefahr sorgte. Keller war am kurzen Pfosten aber auf der Hut. Der verdiente Ausgleich gelang in der 79. Minute. Nach einer zu kurz abgewehrten Flanke von Steven Moosakhani nahm Peter Bayer das Leder am Strafraum volley und traf ins linke Eck.

Gästetrainer Dobri Kaltchev meinte hinterher etwas enttäuscht: „Entscheidend war das erste Gegentor, das so nicht passieren darf. Wir hatten mehr herausgespielte Chancen und hätten das 3:1 erzielen müssen. Insgesamt bin ich mit der Leistung aber zufrieden.“ Sein Gegenüber Stefan Häßler war mit dem Punkt zufrieden: „Wir haben gut angefangen, hatten dann aber 20 Minuten lang keinen Zugriff. Wichtig war der Anschlusstreffer noch vor der Pause. In der zweiten Halbzeit haben wir uns den Punkt erarbeitet.“ Jens Kötting

 

Samurkas beseitigt letzte Zweifel

Wissen gelangt bei 2:0-Erfolg gegen Weitefeld spät auf die Siegerstraße

Als Hüseyin Samurkas an der rechten Außenlinie abzog und der Ball kurz darauf rund 45 Meter weiter im verwaisten Weitefelder Tor einschlug (90.+3), war der Triumph des VfB Wissen im Duell zweier hoch gehandelter Bezirksligateams perfekt. Durch das 2:0 (0:0) gegen die SG Weitefeld/Langenbach-Friedewald/ Neunkhausen bleiben die Wissener in Reichweite zur Tabellenspitze, von der die Weitefelder nunmehr ein ganzes Stück weit entfernt sind. Unabhängig vom Ausgang der Begegnung waren sich hinterher beide Trainer einig, ein Spiel auf gehobenem Bezirkliga-Niveau gesehen zu haben.

Vor der stattlichen Kulisse von 250 Zuschauern waren es die Gäste, die zu Beginn mit einem Mehr an Ballbesitz das Geschehen kontrollierten. Das verhalf ihnen gegen gut gestaffelte Weitefelder allerdings kaum dazu, gefährlich in die Nähe des gegnerischen Tors zu kommen. Erst nach knapp einer Viertelstunde setzte sich Florian Jaeger erstmals über links durch. Seine flache Hereingabe wollte Weitefelds Nikolai Mudersbach klären, schoss dabei aber seinen Mitspieler Mario Schönberger an, von dem aus der Ball ans Außennetz prallte (14.). Wäre Sören Trippler in dieser Szene wohl machtlos gewesen, war der SG-Torwart bei einem Freistoß von Torben Wäschenbach indes auf dem Posten. Die beste Wissener Torchance im ersten Abschnitt ergab sich nach einem Foul von Fabian Lohmar an Fation Foniq rund 22 Meter vor dem Weitefelder Kasten. Wäschenbach zielte aufs kurze Eck und schien damit Erfolg zu haben, doch Trippler war rechtzeitig abgetaucht und fischte den Ball aus dem unteren Eck (28.).

Und die Gastgeber? Die kamen erst danach offensiv mehr zur Geltung, waren dann aber gleich zweimal der Führung nahe. Nach einem Befreiungsschlag von Dominik Neitzert war Luca Thom vor dem herausgeeilten VfB-Schlussmann Philipp Klappert am Ball, seinen Schuss von der Strafraumkante aus klärte Mario Weitershagen aber mit dem Kopf auf der Linie (41.). Da auch ein Flugkopfball von Jan-Niklas Mockenhaupt nach einer Flanke von Mario Weisang nicht den Weg ins Tor fand (45.), ging die Partie torlos in die Pause.

Dabei blieb es bis in die Schlussphase hinein, wobei sich anhand der Chancen abzeichnete, wer dieses Duell letztlich für sich entscheiden sollte. Einer Doppelchance von Lukas Becher und Philipp Bedranowsky (60.) folgte zwei Minuten danach eine Hereingabe von Florian Jaeger, mit der er vor dem Weitefelder Kasten jedoch keinen Abnehmer fand. In der 80. Minute war es dann so weit. Der eingewechselte Hüseyin Samurkas zog von der linken Seite aus in den Strafraum und legte ab auf Lukas Becher, der mit rechts aus zehn Metern flach ins linke Eck traf.

Nachdem sich ein abgefälschter Neitzert-Schuss knapp am VfB-Kasten vorbeigedreht hatte (89.), wollten es die Gastgeber mit dem letzten Eckball der Partie endgültig wissen. Dafür eilte auch Schlussmann Trippler in den Wissener Strafraum – doch der Schuss ging nach hinten los. Die abgewehrte Ecke landete bei Samurkas, der die letzten Zweifel am Sieg der Gäste beseitigte, den Walter Reitz als verdient bezeichnete. „Wir waren leicht überlegen“, befand der Wissener Trainer, was sein Weitefelder Gegenüber Jörg Mockenhaupt etwas anders sah: „Der Wissener Sieg ist glücklich. Wenn wir das erste Tor schießen, wäre das Spiel andersrum ausgegangen.“

 

Quandel macht den Unterschied

Arbeitssieg gegen starke SG Ahrbach

Die SG Emmerichenhain/Niederroßbach hatte alles andere als leichtes Spiel gegen den starken Bezirksliga-Neuling SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod, ging aber trotzdem als Sieger vom Platz, weil einmal mehr auf Torjäger David Quandel Verlass war. Das sah auch der Gäste-Coach so. „Hier hat heute ein Spieler den Unterschied gemacht“, meinte Peter Olbrich. „Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen.“

In der ersten Hälfte versuchte Emmerichenhain immer wieder, die Initiative an sich zu reißen. Doch das war gegen den taktisch sehr diszipliniert auftretenden Aufsteiger gar nicht so einfach. Die Ahrbacher standen kompakt und lauerten auf Kontergelegenheiten. Die erste Chance des Spiels hatte David Quandel. Doch der Torjäger hatte nach Oleg Beses Pass Probleme, den Ball richtig zu verwerten. Ein bisschen geschubst, köpfte er die Kugel knapp drüber (5.). Drei Minuten später versuchte es Marko Zelenika aus der Distanz, sein 20-Meter-Schuss stellte Florian Weimer im Tor der Ahrbacher aber nicht vor Probleme. Auf der Gegenseite kam Julian Lemmerz ebenfalls aus der Ferne zum Abschluss, verfehlte den Kasten jedoch knapp (11.). Pech hatte Emmerichenhains Maximilian Stähler, dessen Schuss abgefälscht wurde und vorbei ging (23.).

War die zweite Hälfte des ersten Durchgangs recht ereignisarm, ging es nach der Pause munter los. Zunächst schoss Sora Terada Gäste-Keeper Weimer den Ball in die Arme (49.), dann schlug Quandel zum ersten Mal zu: Einen Freistoß zirkelte er aus 25 Metern mit seinem starken linken Fuß beeindruckend sicher in den Winkel (51.). Eine Portion Glück fehlte dem Torschützen wenig später bei einem Eckball, der sich direkt aufs Gehäuse drehte, von Weimer aber noch über die Latte gelenkt werden konnte (53.). Gelegenheiten zum Ausgleich boten sich Oskar Höwer, dessen Lupfer noch abgefangen wurde (56.), Markus Rausch, der über das Tor schoss (65.), und Tim Kuhn, der frei im Fünfer zum Abschluss kam, aber über das Tor schoss (81.). Für die Entscheidung sorgte David Quandel nach Julian Jungs Pass und einem Missverständnis in der Innenverteidigung der Gäste. Der Torjäger nahm den Ball an und blieb vor Florian Weimer eiskalt (90.). „Wir bestehen aber nicht nur aus David Quandel“, bemerkte hinterher sein Trainer Nihad Mujakic. „Alle in der Mannschaft arbeiten sehr gut – auch für ihn. Es war klar, dass es ein Geduldsspiel wird.“

 

Samurkas beseitigt letzte Zweifel

Wissen gelangt bei 2:0-Erfolg gegen Weitefeld spät auf die Siegerstraße

Als Hüseyin Samurkas an der rechten Außenlinie abzog und der Ball kurz darauf rund 45 Meter weiter im verwaisten Weitefelder Tor einschlug (90.+3), war der Triumph des VfB Wissen im Duell zweier hoch gehandelter Bezirksligateams perfekt. Durch das 2:0 (0:0) gegen die SG Weitefeld/Langenbach-Friedewald/ Neunkhausen bleiben die Wissener in Reichweite zur Tabellenspitze, von der die Weitefelder nunmehr ein ganzes Stück weit entfernt sind. Unabhängig vom Ausgang der Begegnung waren sich hinterher beide Trainer einig, ein Spiel auf gehobenem Bezirkliga-Niveau gesehen zu haben.

Vor der stattlichen Kulisse von 250 Zuschauern waren es die Gäste, die zu Beginn mit einem Mehr an Ballbesitz das Geschehen kontrollierten. Das verhalf ihnen gegen gut gestaffelte Weitefelder allerdings kaum dazu, gefährlich in die Nähe des gegnerischen Tors zu kommen. Erst nach knapp einer Viertelstunde setzte sich Florian Jaeger erstmals über links durch. Seine flache Hereingabe wollte Weitefelds Nikolai Mudersbach klären, schoss dabei aber seinen Mitspieler Mario Schönberger an, von dem aus der Ball ans Außennetz prallte (14.). Wäre Sören Trippler in dieser Szene wohl machtlos gewesen, war der SG-Torwart bei einem Freistoß von Torben Wäschenbach indes auf dem Posten. Die beste Wissener Torchance im ersten Abschnitt ergab sich nach einem Foul von Fabian Lohmar an Fation Foniq rund 22 Meter vor dem Weitefelder Kasten. Wäschenbach zielte aufs kurze Eck und schien damit Erfolg zu haben, doch Trippler war rechtzeitig abgetaucht und fischte den Ball aus dem unteren Eck (28.).

Und die Gastgeber? Die kamen erst danach offensiv mehr zur Geltung, waren dann aber gleich zweimal der Führung nahe. Nach einem Befreiungsschlag von Dominik Neitzert war Luca Thom vor dem herausgeeilten VfB-Schlussmann Philipp Klappert am Ball, seinen Schuss von der Strafraumkante aus klärte Mario Weitershagen aber mit dem Kopf auf der Linie (41.). Da auch ein Flugkopfball von Jan-Niklas Mockenhaupt nach einer Flanke von Mario Weisang nicht den Weg ins Tor fand (45.), ging die Partie torlos in die Pause.

Dabei blieb es bis in die Schlussphase hinein, wobei sich anhand der Chancen abzeichnete, wer dieses Duell letztlich für sich entscheiden sollte. Einer Doppelchance von Lukas Becher und Philipp Bedranowsky (60.) folgte zwei Minuten danach eine Hereingabe von Florian Jaeger, mit der er vor dem Weitefelder Kasten jedoch keinen Abnehmer fand. In der 80. Minute war es dann so weit. Der eingewechselte Hüseyin Samurkas zog von der linken Seite aus in den Strafraum und legte ab auf Lukas Becher, der mit rechts aus zehn Metern flach ins linke Eck traf.

Nachdem sich ein abgefälschter Neitzert-Schuss knapp am VfB-Kasten vorbeigedreht hatte (89.), wollten es die Gastgeber mit dem letzten Eckball der Partie endgültig wissen. Dafür eilte auch Schlussmann Trippler in den Wissener Strafraum – doch der Schuss ging nach hinten los. Die abgewehrte Ecke landete bei Samurkas, der die letzten Zweifel am Sieg der Gäste beseitigte, den Walter Reitz als verdient bezeichnete. „Wir waren leicht überlegen“, befand der Wissener Trainer, was sein Weitefelder Gegenüber Jörg Mockenhaupt etwas anders sah: „Der Wissener Sieg ist glücklich. Wenn wir das erste Tor schießen, wäre das Spiel andersrum ausgegangen.“

 

Montabaur nimmt für frühes Pokal-Aus erfolgreich Revanche

TuS rückt nach 4:2-Erfolg in Hamm auf Tabellenplatz drei vor

Pflichtaufgabe erfüllt und den Platz in der Spitzengruppe der Bezirksliga Ost gefestigt: Der TuS Montabaur hat sich beim VfL Hamm keine Blöße gegeben und ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Durch den 4:2 (1:1)-Erfolg unterstrichen die Kreisstädter ihre Aufstiegsambitionen und schoben sich an der Spvgg EGC Wirges vorbei auf den dritten Tabellenplatz. Dem Schlusslicht aus Hamm reichte eine engagierte und kämpferische Leistung nicht, um die Überraschung gegen den favorisierten Gegner zu schaffen und die achte Saisonniederlage abzuwenden.

Der schnelle Maximilian Acquah brachte Montabaur per Abstauber früh auf Kurs (7.), doch mit der ersten gelungenen Offensivaktion seines Teams sorgte Hamms Kapitän Pascal Binneweiß nach einem Konter für den 1:1-Pausenstand (44.). Nach dem Seitenwechsel war Montabaurs Jung Hun Kim bei seinem Tor zur erneuten Führung Nutznießer der starken Vorarbeit des agilen Acquah (52.). Der VfL verlor im Laufe des zweiten Durchgangs mehr und mehr die Ordnung, was der eingewechselte Mario Denker (73.) und Jay Takahashi (76.) innerhalb weniger Minuten zur Entscheidung nutzten. Aber auch nach dem klaren Rückstand gab sich die Heimelf nicht auf und verkürzte durch Simon Lange-manns verwandelten Foulelfmeter nochmals (85.).

„Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht“, erklärte TuS-Trainer Sven Baldus, dessen Team nach der frühen Führung wie erwartet das Kommando übernahm. Durch ständige Positionswechsel und hohe Laufbereitschaft schafften es die ballsicheren Gäste in der ersten halben Stunde immer wieder, den tiefstehenden Gegner zu überwinden. Einzig mit der Chancenverwertung haderte Baldus: „Das war schon in den vergangenen Wochen unser Problem.“

Die bis dahin ungefährlichen Hämmscher kämpften sich nach dem Rückstand zunehmend in die Partie und hielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten dagegen. Vielleicht wäre sogar mehr drin gewesen, hätte Artur Pleis den Abspielfehler von TuS-Keeper Marcel Kemper zur Führung genutzt (51.). Stattdessen machte Montabaur auf der Gegenseite das Tor und nahm den Gastgebern damit den Wind aus den Segeln. „Bis dahin haben wir genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte VfL-Trainer Philipp Höhner, der mit seiner Elf seit nunmehr sieben Spielen auf den zweiten Punktgewinn der Saison wartet. Bei seinem Team sei momentan scheinbar nicht mehr drin, erklärte Höhner, der zugleich aber auch Positives sah: „Von der kämpferischen Einstellung her war das ein Schritt nach vorne.“ Sein Gegenüber Baldus zeigte sich nach dem Pflichtsieg und der Wiedergutmachung für das unglückliche Pokal-Ausscheiden in Hamm vor einigen Wochen zufrieden: „Unser Erfolg war definitiv verdient.“

 

Für Diel ist 1:1 ein akzeptables Resultat

Elbert punktet in Burgschwalbach

Beim 1:1 (1:0) gegen die SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen holte die TuS Burgschwalbach zur Kirmes den ersten Heimzähler der Saison.

SG-Trainer Michael Diel war in Abwesenheit Moritz Weißenborns gezwungen, den Feldspieler Sebastian Dahlem ins Tor zu stellen. „Wir wollten das Spiel offensiv angehen, um den Ball von unserem Tor wegzuhalten“, so Diels Strategie. Davon war in der ersten Halbzeit wenig zu sehen von Seiten des Favoriten: Abgesehen von einem Lattentreffer in der 20. Minute aus dem Getümmel im Strafraum, gelang es der Märchenwald-Elf, das Spiel hauptsächlich selbst zu bestimmen. Nach einem Steilpass behauptete TuS-Torjäger Julian Ohlemacher den Ball gegen zwei Verteidiger und brachte seine Farben mit einem platzierten Abschluss in Führung (29.). Dann verfehlte Ohlemachers Weitschuss Dahlems Gehäuse knapp (42.).

Nach der Pause veränderte sich das Geschehen. Stürmer Sean Murphy schob die Kugel nach einem Fehler der Einheimischen überlegt zum Ausgleich in die Maschen (48.). Die SG übernahm in der Folge die Initiative. In der 55. Minute sah es schon nach dem 1:2 aus, doch dem Kontertor wurde aufgrund einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. Bis kurz vor Schluss hielten die Gäste den Druck hoch, konnten aber ihre Chancen nicht verwerten.

Die Partie wurde immer zerfahrener. Nach der Ampelkarte gegen Burgschwalbachs Sechser Thomas Liguori musste der Aufsteiger von der Aar in Unterzahl das Remis über die Zeit schaukeln. Beide Teams zogen das Tempo nochmals an. Besonders der TuS fehlte jedoch das letzte Quäntchen Glück, um das Spiel letztlich für sich zu entscheiden.

Michael Diel: „Das Resultat ist akzeptabel, denn die Burgschwalbacher sind eine nicht zu unterschätzende Mannschaft.“ Auch TuS-Trainer Thorsten Baier schien sich trotz der Enttäuschung über den entgangenen Dreier mit einem Punkt anfreunden zu können: „Natürlich ist es schade, dass wir die Führung nicht halten konnten, aber es hätten beide Mannschaften gewinnen können.“

 

Lorch und Emeka lassen Bad Ems aufatmen

VfL feiert wichtigen Heimsieg gegen die SG Ellingen – Spiel nach Verletzung lange unterbrochen

Noch lange nach dem Abpfiff der Bezirksliga-Begegnung zwischen dem VfL Bad Ems und der SG Ellingen saß der Spielertrainer der Gastmannschaft mit hängendem Kopf auf der Bank. Thomas Kahler, ansonsten kein Kind von Traurigkeit, brauchte einige Minuten, bevor er ein Statement zu dem Spiel abgeben konnte. Zum einen schmerzte die 0:2 (0:1)-Niederlage in einer verbissen geführten Partie auf Augenhöhe, zum anderen haderte er mit einer beispiellosen Verletzungsserie seines Teams. „Wir haben zurzeit elf verletzte Stammspieler – und jetzt kommt auch noch das Pech mit Matthias Schulz dazu.“

Was war passiert? Acht Minuten vor Spielende verletzte sich besagter Schulz schwer. Bei einem Zweikampf stürzte er so unglücklich zu Boden, dass er sich die Schulter auskugelte. Das Spiel wurde für mehr als 20 Minuten unterbrochen, bis endlich ein Krankenwagen kam und den Spieler in eine Klinik brachte.

Der Emser Trainer Kay Ludwig war sehr zufrieden mit dem 2:0-Sieg seiner Mannschaft, die damit Ellingen in der Tabelle überholen konnte. „Diese Punkte sind ganz wichtig für uns“, sagte er. „Das haben wir vor allem unserem Torwart Marvin Rixen zu verdanken, der ein großer Rückhalt war.“

Zunächst versuchten beide Teams, zu ihrem Spiel zu finden, was den Gästen etwas besser gelang. Doch der VfL-Keeper Rixen war zweimal zur Stelle. Erst klärte er gegen Florian Raasch (10.), dann entschärfte er einen Weitschuss von Pascal Schiffers (12.). Nur zwei Minuten später nutzten die Bad Emser ihren ersten gefährlichen Vorstoß zur 1:0-Führung. Darius Werner, der sehr viel Druck auf der rechten Seite machte, schlug eine weite Diagonalflanke auf Linksaußen Marco Lorch, der Daniel Buchner im Ellinger Tor aus spitzem Winkel keine Chance ließ. In der 19. Minute konnte Buchner gegen Martin Panghab klären.

Nachdem sich in der Folge lange fast alles im Mittelfeld abspielt hatte, kamen die Westerwälder zu einer Großchance. Fatos Prenku stürmte alleine auf Rixen zu und passte den Ball aus sehr aussichtsreicher Position auf Florian Raasch, der jedoch die Kugel nicht verwerten konnte (36.). Die Gäste fanden kein probates Mittel gegen die aufmerksame Emser Abwehr, sodass sich Thomas Kahler gezwungen sah zu reagieren. Er wechselte zur zweiten Hälfte sich selbst und Matthias Schulz ein, um mehr Druck auf das VfL-Tor zu entwickeln. Doch die Platzherren kamen hellwach aus der Kabine und erspielten sich einige gute Chancen, die allerdings nichts Zählbares einbrachten. Dann wurden die Gäste stärker, fanden jedoch bei einem Schuss von Fatlind Rexhahmetaj (65.) und einem Kopfball von Kevin Kleinmann (67.) in Rixen ihren Meister. Die größte Chance ließ der eingewechselte Stelian Georgiev aus, nach seinem Schuss sprang der Ball vom Innenpfosten ins Feld zurück (71.).

Nach der 20-minütigen Verletzungspause setzte Ellingen alles auf eine Karte und hatte Pech bei einem Kopfball von Raasch, den Rixen bravourös hielt (90.+19). Als alle mit dem Schlusspfiff rechneten, setzte sich Lorch noch einmal durch. Seine Flanke verwertete Vernatius Emeka zum 2:0 Endstand (90.+24).

 

 

 

 

 

 

 

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[ Letzte Änderung: 24. Oktober 2017 ]