SV Hundsangen e.V. 1926

22.09.2011, 08:00, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga Nachholspiele

Von: rhein zeitung

Pavelic wird zu Stahlhofens Albtraum

SC Berod-Wahlrod holt sich nach frühem 0:3-Rückstand noch einen Punkt

 

In einer rassigen und unterhaltsamen Nachholbegegnung der Fußball-Bezirksliga Ost trennten sich die FSG Stahlhofen/Holler und der SC Berod-Wahlrod mit einem 3:3 (3:1)-Unentschieden.

Die Gastgeber legten mit Volldampf los und führten nach 23 Minuten bereits mit 3:0. Schon in der 2. Minute wurde Regjep Krasniqi mit einem langen Ball auf die Reise geschickt. Er überlupfte Deniz Sakalakoglu im Beroder Tor zum 1:0. Nur drei Minuten später verfehlte Ismayil Barut aus kurzer Distanz, aber spitzem Winkel knapp das SC-Gehäuse. Der vier Minuten zuvor für den angeschlagenen Regjep Krasniqi eingewechselte Recep Barut erhöhte in der 19. Minute von der linken Seite auf 2:0, wiederum vier Minuten darauf ließ Ismayil Barut das 3:0 folgen. Er setzte sich auf der rechten Seite durch und traf im Nachschuss, nachdem Sakalakoglu zunächst noch per Fußabwehr den Einschlag verhindert hatte.

 

Trotz dieses deutlichen Rückstandes spielten die Gäste ordentlich mit und kamen nun ihrerseits zu Torgelegenheiten durch Felix Velten (28., Flanke freistehend unterlaufen) und Thomas Schäfer (33. und 43.), der zweimal am prächtig reagierenden Andrej Leinweber im FSG-Tor scheiterte. Völlig verdient war der erste Treffer des SC Berod-Wahlrod, den Mario Pavelic aus einem Strafraum-Getümmel in der 45. Minute erzielte.

 

Auch in der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer zunächst einen offenen Schlagabtausch. Doch dann machte sich bei den Gastgebern der verletzungsbedingte Ausfall ihres Spielertrainers Timo Kelterbach bemerkbar. Den Gastgebern fehlten nun ein wenig die Ideen im Spiel nach vorn, während der SC Berod-Wahlrod allmählich immer stärker wurde. In der 68. Minute gelang Mario Pavelic mit einem halbhohen Schuss von der Strafraumgrenze der Anschlusstreffer – und die Gäste setzten nun nach. In der 85. Minute scheiterte Martin Müller mit einem Fallrückzieher noch an Andrej Leinweber, doch in der 89. Minute war auch der FSG-Schlussmann machtlos, als Pavelic, der „Mann des Abends“, mit einem Kopfball aus kurzer Distanz das verdiente 3:3 gelang.

 

„Ich bin absolut stolz auf meine Mannschaft“, freute sich SC-Spielertrainer Thomas Schäfer. „Nach total verschlafenen 20 Minuten haben wir den bedingungslosen Einsatz gezeigt, den ich mir vorstelle. Für die tolle Moral sind wir verdientermaßen belohnt worden.“ Stahlhofens Vorsitzender Manfred Otto war hingegen enttäuscht: „Das Gegentor unmittelbar vor der Pause war völlig unnötig und ebenso ein Knackpunkt wie unser Bruch im Spiel durch den Ausfall von Kelterbach und Krasniqi.“

 

 

Kreuter lässt VfL Bad Ems jubeln

Kurstädter drehen beim 2:1 gegen Bruchertseifen Spieß um

 

Mit einem 2:1 (0:1)-Heimsieg im Nachholspiel gegen die SG Bruchertseifen/Eichelhardt haben sich die Fußballer des VfL Bad Ems gestern Abend auf den siebten Platz der Bezirksliga Ost vorgearbeitet.

Nachdem vor gut zehn Tagen kurz nach dem Anpfiff ein Blitzeinschlag in der Nähe des Platzes für den Spielabbruch gesorgt hatte, dauerte es bei der Neuauflage 41 Minuten, bis der erste „Einschlag“ zu verbuchen war. Die Gäste aus dem Westerwald waren von Beginn das aktivere Team. Mit schnellem und passgenauem Spiel wurde es oftmals gefährlich vor dem Gehäuse von Bastian Staudt. Bruchertseifens Marcus Meyer hatte binnen sechs Minuten gute Gelegenheiten um einen Hattrick zu erzielen (13., 17., 19.), war aber entweder einen Tick zu spät oder scheiterte am gut mitspielenden Emser Keeper. Heiko Schnabls Freistoß streifte knapp den Pfosten und ging vorbei (26.).

Der VfL Bad Ems stand tief in der eigenen Hälfte und musste sich mehr aufs Reagieren beschränken, statt selbst agieren zu können. Marco Jockel hatte die beste Möglichkeit in Hälfte eins für die Hausherren, als er nach einem völlig verunglückten Abwurf von SG-Torwart Mark Schuster frei zum Schuss kam, diesen aber verzog (16.). Später scheiterte er mit einem Kopfball (33.). Nach einem erneut zu kurzen Abschlag kam der Emser Torsten Kreuter zu einer guten Schussposition (37.)

Endlich belohnt für die Angriffsbemühungen wurde die Kombinierten in der 40. Minute. Nach einem langen Ball auf René Meyer, der die komplette Bad Emser Viererkette aushebelte, konnte sein zwei Jahre jüngerer Bruder Marcus die genaue Flanke zum verdienten 0:1 einschieben (41.). Die von Mark Odink trainierte Gäste-Elf tauchte in der Folgezeit noch häufiger, teilweise mit zwei, drei Angreifern, vor dem VfL-Tor auf.

Frank Wendlands Halbzeitansprache schien wohl ins Eingemachte zu gehen, wobei Eingemachtes in diesem Fall nichts mit Gurken oder Apfelkompott zu tun hat. „Ich habe ihnen einfach nur gesagt, was sie besser als in der ersten Halbzeit machen müssen“, so Wendland.

Der VfL startete aggressiver und motivierter in die zweite Hälfte. Doch es drohte das 0:2. René Meyer wollte es zu kompliziert machen und scheiterte mit seinem Lupfer (58.), nachdem ihn Luan Muriqi mustergültig bedient hatte.

 

Wie aus dem Nichts fiel der Ausgleich: Dennis Gilbergs linke Klebe aus knapp 20 Metern - ein Befreiungsschlag der SG war zu kurz ausgefallen - schlug unhaltbar links unten ein (61.). „Jetzt wollen sie mehr“, war von Emsern Anhängern zu hören. Die Partie nahm Fahrt auf, und fortan hatte der VfL mehr vom Spiel. Allerdings verspielten die Westerwälder leichtsinnig einen schnell vorgetragenen Konter (76.).

Bei der Führung der Kurstädter setzte sich Torsten Kreuter energisch im Strafraum durch und traf unhaltbar ins Eck (85.). Bad Ems zog sich wieder etwas zurück und verlegte sich aufs Kontern. Die besten Chancen in der hektischen Endphase vergab Micha Krohmann überhastet (89., 91.).

Wendland konnte durchatmen: „Wir waren sehr effektiv. Hinten haben wir recht ordentlich gestanden und wenig zugelassen. Ein Punkt für jeden wäre aber gerechter gewesen.“ Sein Kollege Marc Odink bilanzierte: „Wir sind selbst dran schuld. In der ersten Halbzeit müssen wir die Tore machen. Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

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