SV Hundsangen e.V. 1926

21.10.2016, 19:53, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga Vorschau 11. Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

VfL Bad Ems - SG Hundsangen/ Obererbach (So., 14.30 Uhr).

 


Vor dem Spiel gegen Hundsangen formuliert der Bad Emser Trainer Kay Ludwig ein bescheidenes Ziel: Es heißt "genug Leute zusammenbekommen." Nachdem sich auch Torwart Marvin Rixen verletzt hat, stehe er aktuell ohne Keeper und nur mit zehn Feldspielern da. "Aber wir werden auf jeden Fall antreten", verspricht der Spielertrainer.

Unter diesen Voraussetzungen bestimmt das Personal die Taktik beim VfL. Dem Gegner keine Räume lassen und ihm die Lust am Spielen nehmen - das ist Ludwigs erste Forderung. Gelinge dies nicht, werde es kritisch gegen die Hundsangener, die er auf einem guten Weg sieht, wenngleich ihnen noch Konstanz fehle. "Wir gehen ohne Erwartungen in das Spiel und wollen das Beste daraus machen", so Ludwig.


Auf der Gegenseite darf Spielertrainer Martin Schlimm mit Ausnahme Sebastian Schneiders auf einen vollständigen Kader bauen. Entscheidend sei jedoch die Form, und mit der ist Schlimm trotz guter körperlicher Verfassung nicht zufrieden, denn es mangele an der richtigen Einstellung. So vermisst er "die Bereitschaft, sich zu bewegen", Bälle haben zu wollen und die Zweikämpfe anzunehmen.

Außerdem verlangt der Übungsleiter "den Mut, Fußball spielen zu wollen", denn das Mittelfeld verstecke sich allzu sehr. Auch die Defensivleistung und die bisher kassierten 20 Gegentreffer geben Martin Schlimm zu denken, jüngst beim 2:3 gegen Montabaur habe man in gewisser Weise drei Eigentore produziert, immer wieder durch die gleichen Fehler. "Wir müssen gewinnen, sonst rutschen wir ab", mahnt er.

 


VfB Linz - SG Birlenbach/Balduinstein


Die für Sonntag, 15.30 Uhr, geplante Begegnung am Kaiserberg wurde in gegenseitigem Einvernehmen auf Dienstag, 25. Oktober, 20 Uhr, verlegte, da den Gästen mindestens sechs Akteure gefehlt hätten, weil sie beruflich unabkömmlich sind oder sich ihrem Studium widmen müssen. "Dazu sind noch einige Kranke hinzugekommen", erklärte Bernd Kuhmann, der Abteilungsleiter des SC Birlenbach, warum er beim VfB um eine kurzfristige Verlegung der Partie bat und froh sein konnte, mit seinem Wunsch nicht auf taube Ohren gestoßen zu sein.

 

 

TuS Montabaur - VfB Wissen (Sonntag, 14.30 Uhr)


Nach vier Siegen in Serie geht der TuS Montabaur als Tabellenzweiter in die Begegnung mit dem VfB Wissen. "So kann es gerne weitergehen", meint Trainer Benedikt Lauer, der seine Mannschaft zugleich vor einem "richtig schweren Spiel" sieht. Bei den Wissenern erkennt er deutliche Unterschiede zwischen der Verfassung zu Saisonbeginn und der aktuellen. Der jüngste 3:2-Sieg des TuS in Hundsangen sei nicht leicht zu erzielen gewesen. Doch Lauer hält seinen Leuten zugute, dass sie mit hohem Aufwand viele Chancen kreiert und gut gegen den Ball gearbeitet haben. Wenngleich es zuletzt zwei kurzfristige Ausfälle gab, profitiert Lauer davon, dass der Kader nahezu komplett ist. Das zahle sich im Training aus, führe aber zu Härtefällen, wenn die Aufstellung festgelegt werde.

Als letzter Vertreter aus der Bezirksliga Ost ist der VfB Wissen am Mittwochabend aus dem Rheinland-Pokalwettbewerb ausgeschieden. Mehr noch als über das respektable 0:2 gegen den Rheinlandligisten SG Mühlheim-Kärlich dürften sich die Verantwortlichen aber über die Entwicklung im Liga-Spielbetrieb ernste Gedanken machen. Der letzte Sieg datiert vom 2:1 im Derby gegen den VfL Hamm Anfang September. Aus der Reihe der Misserfolge, die sich anschlossen, sticht das 1:8-Debakel bei der SG Ellingen hervor. Zwischenzeitlich hatten es die Wissener mit hoch eingestuften Gegnern zu tun, doch genau ein solcher lauert nun erneut in Form des Tabellenzweiten TuS Montabaur. Der Rückstand auf die Kreisstädter beträgt bereits acht Punkte. Aus der Verletzten-Misere begründet sich die Schwächephase des VfB zu großen Teilen.


 

SG Müschenbach/Hachenburg - SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen


Gegen die "Mannschaft der Stunde" muss die SG Müschenbach am Sonntag antreten. Trainer Volker Heun imponiert, was der Gegner aus Elbert derzeit leistet, zumal der sich im vermeintlich schwierigeren zweiten Jahr nach seinem Aufstieg in die Bezirksliga Ost befindet. Letztlich erwartet Heun ein Kräftemessen auf Augenhöhe: "Die sind unsere Kragenweite." Mit einem Sieg könnten die Müschenbacher den Anschluss zu den Elbertern herstellen. "Die sind sehr kompakt und ausgeglichen, schwer zu bespielen", ist ihm klar. Letztlich werde die Tagesform entscheiden. Sein eigenes Team habe einige Probleme, selbst Tore zu erzielen - 15 Treffer sind es bisher.

Nach dem dritten Spieltag, so erinnert sich Elberts Trainer Michael Diel, sah mancher in seiner Mannschaft einen kommenden Absteiger und fragte, wer denn da Tore schießen solle. Diese Äußerungen sind verstummt. "Es wird schnell in die eine oder andere Richtung übertrieben", stellt Diel fest. Das imponierende 4:0 über Weitefeld sei um zwei Tore zu hoch ausgefallen, räumt er ebenso ein. Trotzdem haben die Elberter Grund, selbstbewusst zu sein. "Die Kerle haben eine breite Brust", erzählt der Trainer, der von der Abwehr erwartet, dass sie gegen Müschenbach wieder diszipliniert agiert, denn der anstehende Kontrahent sei gut organisiert, körperlich robust und laufstark. Ob der angeschlagene Christian Stera mitwirken kann, sei offen. Zuletzt hatte Diel nur fünf fitte Spieler im Training, zwei weitere absolvierten Laufeinheiten.

 


SG Ellingen - SV Fortuna Nauort


Gegen zwei der Spitzenteams hat der SV Fortuna Nauort zuletzt gut ausgesehen, nach einer knappen 2:3-Niederlage in Emmerichenhain glückte ein Punktgewinn mit dem 1:1 gegen Linz. Nun geht es zum Vorjahreszweiten SG Ellingen, der momentan nur Drittletzter ist, aber allgemein stärker eingeschätzt wird als es die Tabelle andeutet. Nauorts Trainer Olaf Klee macht da keine Ausnahme, wenngleich Ellingen die Mannschaft in der Bezirksliga ist, die er am wenigsten kennt. Das Spielsystem will er daher nicht ändern; seine Leute sollen auf den Platz bringen, was sie im Training üben. Der Punktgewinn gegen Linz stimmt den Aufsteiger optimistisch, denn er basierte auf einer guten Leistung. Die Elf scheint sich nach und nach zu steigern.

 

 

SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen - VfL Hamm


"Bei uns ging gar nichts", sagt Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt nach der ersten Niederlage in der Liga seit Ende April, die mit 0:4 bei der SG Elbert gleich heftig ausfiel. Alarmstimmung macht sich beim Tabellendritten dennoch nicht breit, denn "es lag nicht an der Einstellung", betont Mockenhaupt. Zu viele falsche Entscheidungen auf dem Platz hätten die Pleite verursacht, aber das lasse sich "reparieren". Wichtig sei jedoch, nicht in einen negativen Lauf zu geraten. An Aufstellung und Taktik werde sich nicht viel ändern wegen einer Niederlage. Niklas Utsch ist allerdings erkrankt und Mario Weisang lädiert. Womöglich werde Maik-Oliver Seibel aus München "eingeflogen", kündigt Mockenhaupt an.

Als Derby im weiteren Sinne empfindet Hamms Trainer Philipp Höhner die Partie in Friedewald. Weil seine Mannschaft auswärts noch keinen Punkt geholt hat, ist nicht nur für ihn die Favoritenrolle klar vergeben. Dennoch herrscht beim VfL nach dem jüngsten Erfolg über Bad Ems Zuversicht, "das Selbstvertrauen ist wieder ein bisschen gewachsen", und so sollen seine Leute "frech auftreten" aus kompakter Abwehr heraus. "An einem guten Tag kann in der Bezirksliga jeder jeden schlagen", hofft Höhner auf eine Überraschung und verspricht: "Wir fahren nicht dahin, um uns zu ergeben." Der Trainer ist froh, dass sein Torwart Mert Zeycan wieder spielen kann. Andreas Krieger ist wieder eine Option, er ist kürzlich im Reserve-Team aufgelaufen. Einige A-Junioren, die am Wochenende spielfrei haben, könnten das Aufgebot ergänzen.

 

 


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