SV Hundsangen e.V. 1926

30.09.2011, 09:03, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga Vorschau

Von: rhein zeitung

SG Herdorf - SG Hundsangen

Die SG Herdorf (4./16) empfängt in der punktgleichen SG Hundsangen (3./16) den hochgehandelten Titelfavoriten, der vor rund einer Woche allerdings zu Hause eine herbe 0:3-Klatsche hinnehmen musste. Vorteil oder Nachteil für die Hellertaler? "Eher ein Nachteil", meint Herdorfs Spielertrainer Dirk Spornhauer und erklärt: "Mit einem Sieg wären die eventuell selbstzufriedener gewesen. So stehen die gegen uns unter Zugzwang." Doch auch die Hellertaler setzen sich nach dem 0:1 bei der SG Puderbach unter Druck, wenngleich auch eine gewisse Vorfreude da ist. "Hundsangen ist ein guter Gegner, und daran wollen wir uns messen", verspricht Spornhauer.

 

 

SG Bruchertseifen/Eichelhardt - SG Nievern/Fachbach

Sie waren die Überraschungsteams des vergangenen Spieltags, unbestritten. Während die SG Bruchertseifen mit ihrem 3:0-Auswärtssieg dem Titelanwärter SG Hundsangen/Obererbach einen herben Dämpfer versetzte, meldete sich die SG Nievern nach drei Niederlagen und diversen Krisengesprächen mit einem 4:0 gegen Tabellenführer SG Neitersen/Altenkirchen eindrucksvoll zurück. „Natürlich hat mir als Trainer der Sieg gutgetan“, sagt Nieverns Coach Björn Wickert, der in der vergangenen Woche äußerst klare Worte gewählt und sogar seinen Ausstieg in Erwägung gezogen hatte. Balsam für die Seele des Trainers war der Coup gegen Neitersen also, aber nicht nur das. „Mein Befinden ist Nebensache“, betont Wickert. „Was zählt, ist die Mannschaft. Und als solche haben wir alle den Spaß am Fußball wiedergewonnen und das auch auf dem Platz unter Beweis gestellt.“ Nach der jüngsten Gala folgt eine Partie, von der Wickert in erster Linie eines erwartet: viel Kampf. „Beide Teams finden über den Kampf ins Spiel“, sagt der 29-jährige Übungsleiter. „Wer gewillt ist, mehr zu geben, der wird die Punkte holen.“ Matthias Hoffmann und Marvin Walldorf werden am Sonntag ihrer Mannschaft nicht helfen können, beide sind aus privaten Gründen verhindert.

 

 

SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald - VfL Bad Ems

Ein bisschen fühlt sich Frank Wendland so, wie sich Dortmunds Trainer Jürgen Klopp am Mittwochabend beim 0:3 des Deutschen Meisters in Marseille gefühlt hat. „Wir hatten gegen Berod gefühlt 80 Prozent Ballbesitz und Chancen, um zwei Spiele zu gewinnen“, sagt der Trainer des VfL Bad Ems. „Und trotzdem haben wir unglücklich 1:2 verloren.“ Dennoch, und auch da gibt es Parallelen zwischen dem BVB-Coach und dem Übungsleiter der Kurstädter, ist Aufgeben tabu, Resignation kein Thema. „Wir haben ja Chancen – und das stimmt mich zuversichtlich. Irgendwann wird der Knoten platzen.“ Sechs Törchen stehen für den Aufsteiger von der Lahn zu Buche, mindestens zehn mehr müssten es laut Wendland sein. Ein Problem, das der SG Weitefeld in der noch jungen Saison fremd ist. 21 Mal haben die Westerwälder getroffen, so oft wie kein anderes Team in der Bezirksliga. Allerdings kassierte die Mannschaft von Trainer Volker Heun auch schon 17 Gegentreffer – was nicht mal Mittelmaß ist. Spannend ist, mit welcher Formation die Bad Emser auf dem neuen Langenbacher Kunstrasen, der den Gastgebern bislang kein Glück gebracht hat, auflaufen können. Gleich ein halbes Dutzend Spieler hat Frank Wendland am Sonntag zu ersetzen.

 

 

SG Guckheim/Kölbingen - SG Miehlen/Nastätten

Der Tabellenführer empfängt den Vorletzten – wenn das mal keine klare Angelegenheit wird. Rüdiger Graden, der gemeinsam mit Michele Saal die SG Miehlen trainiert, ist Realist genug, um zu wissen, wie unwahrscheinlich eine Überraschung ist. Dennoch versucht er, das Positive in den Vordergrund zu stellen. „Es geht gegen den Spitzenreiter, da können wir befreit aufspielen“, sagt Graden. „Von uns erwartet in diesem Spiel niemand etwas.“ Was dem Miehlener Coach ähnlich große Sorgen bereitet wie die Tabellensituation ist die Tatsache, dass die Guckheimer eine eingespielte Hartplatzmannschaft sind. „Wir sind Rasen gewohnt und fühlen uns auf Rasen wohl“, sagt Graden. „Es ist unser erstes Hartplatzspiel in dieser Saison – das ist immer gewöhnungsbedürftig.“ Was indes Mut macht: Vergangenen Sonntag geriet Miehlen bereits nach fünf Minuten gegen Weitefeld in Rückstand, erkämpfte aber wenigstens noch einen Punkt. „In unserer Situation ist es schwierig, wenn schon so früh alles über den Haufen geworfen wird, was wir uns vorgenommen haben“, sagt Graden, der als Joker höchstselbst für den Ausgleich gesorgt hatte. Es soll allerdings ein „kleines Intermezzo“, so Graden, gewesen sein, keine Dauereinrichtung. „Auch wenn die personelle Situation nicht gut ist, da diesmal Daniel Körfer und Steffen Schmidt fehlen, will ich grundsätzlich an der Linie stehen und nicht auf dem Platz.“

 

SC Berod-Wahlrod - SG Puderbach

Ein Aufwärtstrend ist unverkennbar beim SC Berod-Wahlrod (8. Platz/11 Punkte). Zehn von möglichen zwölf Punkten strich der SC aus den letzten vier Partien ein. "Das neue System greift immer besser, auch wenn wir noch Luft nach oben haben", zeigt sich Spielertrainer Thomas Schäfer mit der Entwicklung seines Teams derzeit zufrieden. Den kommenden Gegner, die SG Puderbach (6./11), hält er nicht nur im Hinblick auf die Tabelle für den stärksten der drei Aufsteiger. "Das ist eine kompakte, homogene Truppe mit zwei bis drei hervorragenden Einzelspielern, welche die Mannschaft führen." Führen können wird Schäfer seine Elf hingegen aufgrund eines Rippenbruchs diesmal nur von der Seitenlinie aus. Zudem fallen in Dennis Hähr, Viktor Kuhfeld und Ingo Brandenburger drei weitere Leistungsträger aus.

 

SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald - VfL Bad Ems

So langsam wird es Zeit für die SG Weitefeld (9./10). Zeit, den ersten Sieg auf dem neuen Kunstrasen in Langenbach einzufahren. Zu mehr als drei Unentschieden und einer Niederlage reichte es in dieser Saison daheim noch nicht, was sich gegen den VfL Bad Ems (13./10) an diesem Sonntag ändern soll. "Dafür müssen wir uns im Vergleich zur Vorwoche aber gewaltig steigern", weiß Weitefelds Trainer Volker Heun, dass seine Mannschaft mit dem Punktgewinn in Miehlen gut davon gekommen ist. Im VfL sieht er nicht zuletzt auch aufgrund des Torverhältnisses (6:11) eine "nach hinten sehr kompakte Mannschaft". Heun: "Die sind körperlich nach wie vor robust, so wie schon vor zwei Jahren. Das wird kein Selbstläufer."

 

SG Neitersen/Altenkirchen - FSG Stahlhofen

Dass die erste Saisonniederlage für die SG Neitersen (2./17) derart deutlich ausfallen würde, war im voraus wohl kaum zu erahnen. Mit 0:4 ging der Favorit auf dem kleinen Hartplatz der zuvor leicht kriselnden SG Nievern unter. Entsprechend klar formuliert Trainer Torsten Gerhardt seine Erwartungen für die kommende Partie: "Nach der schlechtesten Saisonleistung hofft ein Trainer immer, dass die Mannschaft eine Trotzreaktion folgen lässt. In Nievern haben wir wirklich versagt, jetzt muss die Mannschaft Charakter zeigen." Und das gegen die FSG Stahlhofen (10./10), die der Gerhardt-Elf im April beim 3:3 nach 3:0-Führung eine "gefühlte Niederlage" beigefügt hatte. "Das ist quasi eine Standortbestimmung für uns, weil sich Stahlhofen auch auf einem Aufwärtstrend befindet", ist Gerhardt überzeugt.

 

SG Westerburg - Siegtaler Sportfreunde Oppertsau

Es gab schon schönere Tage bei den Siegtaler Sportfreunden (5./15). Gemeint ist damit die personelle Situation, die sich immer weiter zuspitzt. Zehn Verletzte haben die Oppertsauer derzeit zu beklagen, durch den Ausfall von Andrzej Schindler fehlt nun gegen die SG Westerburg (16./4) gar die komplette Abwehr inklusive Torwart. "Ein Glück, dass wir schon 15 Punkte geholt haben", meint Trainer Heiko Bedranowsky, der eine Verbesserung der momentanen Lage bis zur Winterpause ausschließt. In Valdrin Recaj musste zuletzt sogar ein Spieler fast 80 Minuten ran, der im bisherigen Saisonverlauf aufgrund eines Leistenbruchs erst vier Trainingseinheiten absolviert hatte. "Vielleicht setze ich mich selbst auf die Bank," sagt Bedranowsky, der hofft, dass die gleichzeitig als Pokalspiel angesetzte Begegnung nicht auch noch in die Verlängerung geht...

 

SG Bruchertseifen/Eichelhardt - SG Nievern

Das überraschend deutliche 3:0 über die SG Hundsangen dürfte ganz nach dem Geschmack von Marc Odink gewesen sein. Umso wichtiger ist für den Trainer nun, dass seine SG Bruchertseifen (11./10) gerade im Vergleich mit dem direkten Tabellennachbarn, der SG Nievern (12./10), nachlegt. Dass dieses Unterfangen schwer werden dürfte, belegt jüngst der beeindruckende 4:0-Erfolg der Gäste über Neitersen. Doch das interessiert Odink nur wenig: "Wir haben Heimspiel, und da zählen nur drei Punkte - Fertig, Aus, Ende."

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