SV Hundsangen e.V. 1926

01.09.2016, 16:19, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga Vorschau 4.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

SG Hundsangen/Obererbach - SG Weitefeld (Sonntag, 15 Uhr).

 

"Ich war fix und alle", gesteht Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm nach dem Ausscheiden aus dem Rheinlandpokal nach Elfmeterschießen gegen Eisbachtal. Blessuren gab es ebenfalls. Daniel Hannappel und Kelvin Lima sind betroffen, "und ich habe den Knöchel dick", so Schlimm. Trotzdem ist ihm bei der Aufstellung nicht bange. "Wir hatten am Mittwoch eine extrem starke Bank", berichtet Schlimm. Wer eingewechselt wurde, brachte sofort Leistung - "das ist ein Traumlos im Moment". Moral und Stimmung seien hervorragend in der Mannschaft, die gegen Eisbachtal bestens mithielt. Und Weitefeld komme als Gegner, der spielerisch stark sei, was jedoch Räume ergebe.

 

Auf Kombinationsspiel freut sich auch Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt wieder. Beim Pokalsieg in Waldbreitbach sei dies wegen "übler Platzverhältnisse" nicht denkbar gewesen, meist befand sich der Ball deswegen in der Luft. Immerhin gab es keine Verletzten bei den Weitefeldern, die nach drei ungeschlagenen Saisonspielen mit sieben Zählern auf dem dritten Tabellenplatz rangieren. Steffen Kempf und Fabian Lohmar werden in den Kader zurückkehren. Der im Pokal geschonte Sören Trippler dürfte anstelle des zweiten Torwarts Lukas Hammer zwischen die Pfosten rücken. Eventuell ist Maik-Oliver Seibel nach verbüßter Sperre dabei, zuletzt hat ihn Niklas Utsch im defensiven Mittelfeld vertreten. "Spiele in Hundsangen sind immer eine interessante Sache", sagt Mockenhaupt.

 

 


 

 

TuS Montabaur - SG Müschenbach/Hachenburg (Freitag, 20 Uhr).

 

 

Ungeschlagen und mit sieben Punkten aus drei Spielen geht der TuS Montabaur in die Partie gegen die SG Müschenbach. "Wir können zufrieden sein und wollen im Heimspiel nachlegen", sagt TuS-Trainer Benedikt Lauer und spürt Anerkennung in der Liga für die geleistete Arbeit - aber Lob bringe keine weiteren Punkte. "Wir sind gut aufgestellt dieses Jahr", erklärt Lauer zur personellen Lage. Das gilt auch für den heutigen Abend, an dem voraussichtlich lediglich Sven Baldus fehlt. Trotzdem erkennt der Trainer noch Steigerungspotenzial, etwa "mehr Überzeugung im Auftreten", die sich in Mut und Leidenschaft auf dem Platz niederschlagen soll. Die Mannschaft müsse sich Woche für Woche neu beweisen.

Eine ausgesprochen kurze Pause hat die SG Müschenbach vor ihrem Gastspiel in Montabaur, denn erst am Mittwochabend ist die Elf von Trainer Volker Heun in Bad Ems aufgelaufen im Rheinlandpokal-Wettbewerb. Dort gab es ein 3:1 dank einer "ordentlichen, couragierten Leistung gegen eine verbesserte Emser Mannschaft", die Schwung verleihen soll vor der Partie beim TuS, der für Heun "haushoher Favorit" ist. Die Kreisstädter haben aus seiner Sicht "enorm aufgerüstet" und durchweg gute Spiele in der neuen Bezirksliga-Saison gezeigt. "Wir wollen das aus einer soliden Ordnung hinbekommen", kündigt Heun an, das gelte für jeden Gegner. Zur Vorbereitung ist vor allem gepflegtes Auslaufen angesagt, damit auch in der Schlussphase die Kraft reicht. "Das muss man mal kompensieren können", sagt Heun zur Ansetzung.

 

 

Spvgg EGC Wirges II - SG Emmerichenhain/Niederroßbach


Nicht auf die Taktik, sondern auf die personelle Lage sind die ersten Fragen mittlerweile stets bezogen, wenn die Wirgeser Reserve in der Bezirksliga antreten soll. "Es sieht diese Woche besser aus", beteuert Trainer Ali Mut, denn die Rheinlandliga-Mannschaft der EGC hat spielfrei und kann Kicker abgeben. Zuletzt war die Wirgeser Zweite bei der SG Müschenbach wegen Spielermangels nicht angetreten. Jetzt setzt Ali Mut darauf, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen zu können, die es mit Emmerichenhain aufnimmt, doch "wir gehen als Nicht-Favorit ins Spiel".

Der Aufsteiger Emmerichenhain ist am Mittwoch gegen die höherklassige SG Betzdorf ausgeschieden. "Das war unglücklich, das müssen wir abhaken", fordert Trainer Nihad Mujakic. Er will nun im Training das Pokal-Erlebnis aus den Köpfen der Spieler kriegen, damit eine vernünftige Vorbereitung gewährleistet ist und der Kontrahent als punktloser Tabellenletzter nicht unterschätzt wird. Mit Verletzungsproblemen plagt sich bei der SG derzeit der Leistungsträger Keigo Matsuda herum. "Ich hoffe, dass er am Samstag wieder der Alte ist", wünscht sich Nihad Mujakic. Ansonsten sei im Kader "alles an Bord". Die Mannschaft solle nun die Wirgeser nicht auf die leichte Schulter nehmen, vor allem aber auf sich selbst blicken. Das 7:2 zuletzt über die SG Ellingen sollte Selbstbewusstsein verleihen.

 

 

SG Westerburg/Gemünden - SG Elbert/Welschneudorf


Das 0:1 gegen die SG Altenkirchen durch einen frühen Gegentreffer bedeutete am Mittwochabend das Aus im Rheinlandpokal für die SG Westerburg, und auch sonst gab es wenig Erfreuliches für die Mannschaft des Trainers Oliver Meuer. "Es gab ein paar Blessuren, wir wissen nicht wirklich, wer am Samstag spielt", erläutert er. Dreimal mussten die Westerburger notgedrungen auswechseln. So will er im Vergleich mit der SG Elbert auch nicht an die Pokalpartie anknüpfen, sondern lieber an den Auswärtssieg in der Liga bei der FSV Osterspai. Da wurde in der Abwehr gut gearbeitet und wenig zugelassen. Gegen die SG Elbert erwartet Oliver Meuer ein "absolutes Kampfspiel, wir wollen Punkte holen".

Zweimal unterlag die SG Elbert zuletzt mit 0:5 in Liga und Pokal, ein eigener Treffer ist der Mannschaft in dieser Bezirksliga-Runde noch nicht geglückt. Trainer Michael Diel will das aber nicht dramatisieren. "Wir haben Chancen. Wenn wir keine rausspielen würden, würde ich mir Gedanken machen", erklärt er und richtet die Aufmerksamkeit auf die Defensive: "Wir müssen sehen, dass wir besser verteidigen." Matthias Stera und Marcel Müller können in Gemünden am Samstag nicht mitwirken, denn sie befinden sich aktuell im Urlaub. Trotzdem ist Diel zuversichtlich, die Westerburger seien eine "stabile Mannschaft", und "in Normalform begegnen wir uns mit denen auf Augenhöhe". Allerdings dürfe sich das eigene Team keine "kollektive Auszeit" nehmen wie gegen Wissen und nicht zu körperlos agieren.

 

 

SV Fortuna Nauort - FSV Osterspai


Nauorts Trainer Olaf Klee wirkt ein stückweit ratlos vor der wichtigen Begegnung mit der FSV Osterspai. "Wir wissen im Moment nicht, was am Samstag abgeht", gesteht er. "Ich weiß nicht, was ich an Leuten zur Verfügung habe." Grund für die Malaise ist das Pokal-Aus in Almersbach und seine Umstände. Dreimal "glatt Rot" und die fälligen Sperren sowie Ausfälle durch Verletzungen, Urlaub und berufliche Verpflichtungen führen dazu, dass Olaf Klee das Erlebte "erst mal sacken lassen" will. "Aber wir werden schon elf Mann zusammenkriegen", fährt er fort. Wer das sein kann, werde sich im Training zeigen. "Wir stecken den Kopf nicht in den Sand und versuchen, das Beste aus der Situation zu machen, die wir uns selbst eingebrockt haben."

Nach drei Niederlagen gegen höher eingestufte Vereine sind bei der FSV Osterspai jetzt Punkte eingeplant vom Auftritt in Nauort. Der Aufsteiger sei noch ein "unbeschriebenes Blatt", aber keine schlechte Mannschaft, die nicht unterschätzt werden dürfe, meint Osterpais Co-Trainer Sebastian Weinand, der momentan ohne den urlaubenden Coach Nico Helbach auf dem Trainingsplatz und an der Seitenlinie steht. Nauort sollte jedenfalls der erste Gegner sein, der ebenfalls gegen den Abstieg spielt. Zu spüren bekommen hat die FSV, dass andere Mannschaften den in dieser Saison noch nicht erfolgreichen Torjäger Adrian Knop immer intensiver beschatten. Alternative Spielzüge werden gesucht. Florian Lemler könnte im Mittelfeld helfen, er läuft nach einem Muskelfaserriss wieder, Außenverteidiger Martin Paasch ist noch verletzt.

 

 

SG Ellingen/Bonefeld/Willroth - VfB Linz.


Während die Linzer mit drei Siegen in Folge einen Start nach Maß in die Meisterschaftssaison hingelegt und zudem im Wettbewerb um den Rheinlandpokal am Mittwoch den Rheinlandligisten SV Windhagen aus dem Rennen geworfen haben (2:1), steht das Team der Gastgeber (Vizemeister der Vorsaison) bereits mächtig unter Druck. Ein Sieg und zwei Niederlage sorgten für bisher nur drei Punkte. Zudem schmerzt die 2:7-Schlappe am vergangenen Sonntag beim Aufsteiger SG Emmerichenhain/Niederroßbach immer noch sehr.

Der Stachel der Enttäuschung über die klare Niederlage, aber auch über die Art und Weise, die zu der Pleite am vergangenen Sonntag geführt hat, sitzt beim Ellinger Trainer Thomas Kahler noch tief. "Ich habe meine Mannschaft vor den Stärken von Emmerichenhain gewarnt. Doch niemand hat zugehört. Dadurch konnte Emmerichenhain seine Überlegenheit in der Offensive mühelos ausspielen", sagte Kahler im Rückblick.

Durch dieses Ergebnis sind die Vorzeichen für das Derby nun verändert. "Linz hat neun Punkte aus drei Spielen geholt und zählt damit eindeutig zum Favoritenkreis auf die Meisterschaft. Dagegen haben wir zwölf Gegentore in drei Spielen kassiert. Das sind Werte für einen Abstiegskandidaten. Jetzt müssen wir den Schalter so schnell wie möglich umlegen. Meine Spieler müssen aufhören, in Träumereien aus der vergangenen Saison zu verweilen. Jetzt heißt es, alle Kräfte für einen Umschwung zu bündeln", hofft Kahler auf eine sportliche Wende. Dass die gelingen kann, dessen ist sich Kahler sicher: "Ich glaube weiter fest an meine Mannschaft. Sie muss nun auf dem Platz beweisen, was sie kann."

Personell kann Ellingen auf alle Leistungsträger zurückgreifen. Wer im Derby aufläuft, wird Kahler ("Namen zählen nicht, nur Leistung") indes erst nach der letzten Trainingseinheit am Freitag entscheiden. Natürlich werden die SGE-Verantwortlichen auch mit Sorgfalt darauf schauen, wer von den Spielern auf dem schon ab Donnerstag stattfindenden bekannten Jahrmarkt und Kirmes in Straßenhaus auftaucht. "Gefeiert werden darf erst ab Samstag, wenn wir gewonnen haben", setzt der früherer Oberligatorjäger Kahler die Priorität ganz klar im sportlichen Bereich.

Völlig entspannt ist derweil die Lage beim VfB Linz. Nach dem 2:1-Erfolg im Pokal gegen den Rheinlandligisten SV Windhagen fahren die Linzer mit breiter Brust nach Straßenhaus. VfB-Trainer Paul Becker weilte zwar beim Ellinger Meisterschaftsspiel in Niederroßbach unter den Zuschauern, doch die gezeigte Leistung der SGE war für ihn kein Maßstab für das Derby. "Der ungewohnte Hartplatz wird es allen Teams schwer machen. Der Ball springt völlig anders, und ein vernünftiger Spielaufbau ist nicht möglich. Gegen uns wird Ellingen wieder sein wahres Gesicht zeigen", vermutet Becker eine Trotzreaktion der SGE.

Dennoch will der VfB seinen Lauf fortsetzen. Im ersten Spielabschnitt lieferten sich Linz und die klassenhöheren Windhagener am Mittwochabend im Pokal einen Schlagabtausch, der die rund 300 Zuschauer auf dem Kaiserberg begeisterte. "Das war Rheinlandliganiveau von beiden Teams. Wir haben alles gegeben, aber Linz hat mitgehalten. In der zweiten Hälfte haben dann beide Teams einen Gang zurückgeschaltet. Das Spiel hat Spaß gemacht", sagte der Windhagener Trainer Martin Lorenzini trotz des Ausscheidens seiner Mannschaft.

Mit Blick auf das Bezirksligaderby hatte Becker einige seiner Spieler im Pokal zunächst geschont. Beispielsweise den schnellen Flügelmann Mario Seitz. Als es in der Schlussphase eng wurde, kam Seitz in die Partie und donnerte den Ball in der Nachspielzeit zum spielentscheidenden 2:1 in die Maschen. "Natürlich gibt das weiteres Selbstvertrauen. Ich bin gespannt, ob meine junge Mannschaft auch in Straßenhaus nach so einem großen Match noch mal Charakter zeigt. Ellingen ist ausgeruht, und wir haben 90 Minuten Pokal in den Beinen", sagt Becker. Er traut seinem Gegenüber Kahler zu, das Ellinger Team wieder aufzurichten. "Nach der 2:7-Niederlage hängen die sich doppelt rein. Die wollen richtig Kirmes feiern", erwartet Becker.

 

 

SG Birlenbach/Balduinstein - VfL Bad Ems

 

Im ersten Rhein-Lahn-Derby der Saison darf die gastgebende SG Birlenbach mit Selbstvertrauen auflaufen. Sechs Punkte und die Rückkehr der bis vor kurzem urlaubenden Routiniers Matthias Arnolds und Martin Geißler heben die Zuversicht. "Bad Ems hat bisher noch nicht viel gerissen", sagt zudem Spielertrainer Wladimir Stumpf, der Kompagnon von Trainer Bernd Moos.

"Wir können aus dem Vollen schöpfen", freut sich Stumpf. Dennoch erwartet er eine Begegnung auf Augenhöhe gegen Bad Emser, die in Birlenbach wohl mitspielen wollten. "Wir werden einen Tick offensiver spielen als auswärts, aber nicht ins offene Messer rennen", kündigt der Spielertrainer weiterhin an. Doch nicht nur auf Taktik und Technik werde es ankommen: "Wer mehr Willen hat, wird gewinnen."

Was die körperlichen Voraussetzungen für ein Lauf- und Kampfspiel anbelangt, so hat der Bad Emser Trainer Kay Ludwig beim Pokal-Aus gegen die SG Müschenbach vorgestern Defizite bei seinen Leuten erkannt. "Wir waren in Sachen Fitness unterlegen, haben gegen Ende stark abgebaut und die zweiten Bälle verloren", analysiert der Übungsleiter und fordert: "Wir müssen eine Schippe drauflegen." Zudem herrscht Personalnot in der Kurstadt. "Wir müssen da unbedingt punkten", verlangt Ludwig dennoch vor dem Derby in Birlenbach, denn die Zähler dort könnten am Ende entscheidend sein. Die SG erwartet er als "technisch nicht gut", aber ungemein zweikampfstark, "und die laufen viel". Genau bei den Dingen, die den Aufsteiger auszeichnen, sieht er Bedarf nach einer Leistungssteigerung bei der eigenen Mannschaft.


 

VFL Hamm – VFB Wissen

 

Es herrscht Vorfreude an der Sieg auf das große Derby, das betonen beide Trainer. "Das sind immer besondere Spiele, zumal unter Flutlicht", findet Wissens Coach Dennis Reder. "Wir sind auf alles gefasst, aber wir gehen mit breiter Brust da rein", erzählt Reder. Personell habe er "alles an Bord", wenn man von den Langzeitverletzten absehe, zu denen etwa Silas Honeiser und Simon Ebach gehören. Sebastian Zimmermann hat sich einen kompletten Außenbandabriss am Fuß zugezogen und werde sechs bis acht Wochen fehlen. Mario Weitershagen und Hüseyin Samurkas sollen seine Aufgaben übernehmen, was ihnen schon in Elbert gelungen ist.

Der VfL Hamm gilt als der Außenseiter, dennoch hat das Team von Trainer Jens Hanas Stärken in der Offensive und bei Standards vorzuweisen. "Wir werden uns nicht verstecken", verspricht er deswegen. Zweikämpfe zu gewinnen, könne vor einer großen Kulisse entscheidend sein. Man kenne Wissens Qualitäten und wie man damit umgehen müsse: Im Training gab es lange Gespräche darüber.

Beim VfL steht Michael Weyer wieder zur Verfügung, während Sergej Neufeld berufsbedingt aussetzen muss und Robert Kotlinski noch im Urlaub weilt. Andere Akteure sind aus den Ferien heimgekehrt, müssen ihren Fitnessstand aber zunächst noch überprüfen. Hoffnung gibt Jens Hanas, dass sein Teams die Derbys zuletzt zwar verloren hat, die Mannschaft allerdings lange gut mithielt.

 

 


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[ Letzte Änderung: 18. Juni 2018 ]