SV Hundsangen e.V. 1926

23.09.2016, 06:29, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga Vorschau 7.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

 

 

 

VfB Linz - SG Hundsangen/Obererbach (So., 15.30 Uhr).

 

Mit gemischten Gefühlen reist Spielertrainer Martin Schlimm mit seiner SG Hundsangen zum Spitzenteam VfB Linz. „Wenn wir Fehler machen, verlieren wir; wenn nicht, haben wir eine Chance“, sagt der Coach voraus. Zwei eigene Patzer bei Standards haben zuletzt zur 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen Emmerichenhain geführt. Diese Schwächen begleiten die SG Hundsangen nach Schlimms Worten schon länger, worauf er nun mit Änderungen in der Aufstellung reagieren will. Auch mit der gesamten Entwicklung ist er trotz des viel besseren Tabellenstands als vor zwölf Monaten nicht ganz zufrieden: „Wir haben nicht das Maximum erreicht“, drei bis vier Punkte mehr waren demnach möglich. Immerhin sind die Spieler fit, denn „keiner jammert“.

 

 

 

 

 

VfL Bad Ems - Spvgg. EGC Wirges II (Fr., 19.30 Uhr).

 

Gegen den Tabellenletzten hat der VfL Bad Ems am heutigen Freitagabend nur ein Ziel: Ein Sieg soll her. „Das Ergebnis ist mir egal, ich lege keinen Wert auf ein Schützenfest“, betont VfL-Spielertrainer Kay Ludwig. Drei Punkte und keine Verletzten, das ist sein Wunsch für die Begegnung, die übrigens auf dem Stadionrasen ausgetragen wird. „Wir dürfen das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Ludwig; das werde „kein Selbstläufer“. Überheblichkeit und Ego-Trips am Ball will er daher nicht sehen, er setzt auf ein sauberes und konzentriertes Spiel und taktische Disziplin. Cosmin-Lorin Laurentiu wird ihm wieder zur Verfügung stehen, er könnte 1:1 Darius Werner ersetzen, der sich in Kamp-Bornhofen das Nasenbein gebrochen hat. Der Gegner Wirges II erntet derzeit keine Punkte, aber Respekt in der Liga. „Man muss ihnen das hoch anrechnen, dass sie überhaupt antreten“, betont Kay Ludwig. „Ergebnisse spielen erst mal keine Rolle – so blöd wie das klingt“, sagt Ali Mut, der Spielertrainer der EGC-Reserve. Vielmehr gehe es darum, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Zuletzt hagelte es 24 Gegentreffer in zwei Partien. Dabei betrug das Durchschnittsalter der Elf 18,2 Jahre, wenn er sich selbst außen vor lässt, hat Mut errechnet. „Das sagt alles“, meint der 39-Jährige und weist auf fehlende Erfahrung und körperliche Defizite hin. „Das ist keine einfache Zeit, aber wir beißen die Zähne zusammen“, beteuert er. Bad Ems sei immerhin als etwas leichterer Gegner einzustufen als die Vereine zuvor, dennoch sind die Kurstädter die Favoriten.

 

 

SG Ellingen/Bonefeld/Willroth - TuS Montabaur (Sa., 17 Uhr, in Straßenhaus).

 

Der TuS Montabaur hat guten Grund, selbstbewusst seine nächsten Aufgaben anzugehen. „Wir wollen in Ellingen wieder dominant auftreten und das Spiel von unserem Tor fernhalten“, kündigt Trainer Benedikt Lauer an. So solle gleich klar werden, dass der TuS bei der SG punkten wolle nach Niederlagen in den Vorjahren. Ellingen steht bislang schwächer in der Tabelle da als erwartet. Benedikt Lauer schätzt den Kontrahenten dennoch hoch ein: „Wir treffen auf eine Mannschaft, die sehr gut besetzt ist“. Womöglich sei beim Gegner durch das 13:0 in Wirges der Knoten geplatzt. Bei den Montabaurern hat Leutrimm Husaj nach einer Krankheit wieder das Training aufgenommen, bis auf kleine Blessuren gibt es keine Personalsorgen.

 

 

SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen - FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen

 

Zwei Underdogs, die zuletzt ihre Spiele gewannen, stehen sich am Sonntag in Welschneudorf gegenüber. „Das wiederholt sich jetzt jede Woche“, erklärt SG-Trainer Michael Diel. Seine Elberter bekommen es mit Mannschaften zu tun, die sie in der Tabelle hinter sich lassen wollen. Bei identischer Erwartungshaltung auf der Gegenseite ergeben sich spannende Vergleiche. Froh ist Diel, dass seine Spieler mittlerweile die Chancen nutzen, die sie sich schon länger erarbeiten. Auftrieb gibt außerdem, dass es in Birlenbach gelang, das Resultat zu drehen. Es lohne sich auch, an das 2:2 in Westerburg anzuknüpfen. Die Osterspaier hat er bei ihrem 4:3 über Bad Ems beobachtet. „Da konnte alles passieren“, findet der Trainer, für mehr als die Hälfte der Liga gelte: „Jeder kann jeden schlagen.“ Das sieht Osterspais Trainer Nico Helbach ganz genauso. „Wir wollen den Schwung mitnehmen und uns wieder Chancen rausspielen“, kündigt er zudem an. Dank zweier knapper Derbysiege hat die FSV Anschluss ans Mittelfeld gefunden. Nun geht es gegen ein Team mit ähnlichen Saisonzielen; da mache es kaum einen Unterschied, ob gerade daheim oder auswärts gespielt werde. In der Vorsaison gab es übrigens zweimal ein 2:2 zwischen SG und FSV. „Vielleicht müssen wir auswärts wieder mit einem Punkt zufrieden sein“, blickt Helbach voraus. Die jüngsten beiden Siege seien gut für das Selbstvertrauen gewesen, und personell könnte sich die Lage ganz genauso gestalten wie gegen Bad Ems. Das bedeutet, dass Josip Topic erneut fehlt, alle anderen Akteure aber dabei sind.

 

 

SG Müschenbach/Hachenburg - SG Westerburg/Gemünden

 

„Mit einem Sieg können wir die Westerburger überflügeln“, hofft Müschenbachs Trainer Volker Heun. Die Erfolge im Pokal gegen Betzdorf und in der Liga in Wissen schenken Selbstvertrauen. Trotzdem richtet Heun den Blick auch nach unten, um der Abstiegszone zu entgehen. In der Vorsaison haben die Müschenbacher alle sechs Punkte den Nachbarn aus Westerburg überlassen müssen. „Es ist an der Zeit, den Spieß einmal umzudrehen“, findet Heun. Zugleich äußert er Respekt vor dem Trainerkollegen – „die Arbeit von Oliver Meuer ist aller Ehren wert“ – und erklärt, dass die Rahmenbedingungen bei beiden Spielgemeinschaften ähnlich sind: „Wir können uns nicht oben im Regal bedienen, wir müssen zum Discounter gehen.“ Für Westerburgs Co-Trainer Steffen Dörner kommen die jüngsten Müschenbacher Siege nicht überraschend. „Das ist eine gute Mannschaft, wenn die ins Laufen kommt, holt sie ihre Punkte“, prophezeit er. Eher gegenläufig ist die Entwicklung in Westerburg, und Dörner erläutert, woran es liegt: „Die Chancenverwertung ist weiterhin unser großes Manko. Oft fehlt uns auch ein Quäntchen Glück“, bedauert er. „Es fehlen die richtige Entschlossenheit und die Durchschlagskraft“, sagt er außerdem über die Defizite in der Offensive. Chancen kreiert würden genug. Das anstehende Spiel werde über den Kampf entschieden, ist ihm klar. Dabei fehlt nach wie vor der verletzte Torwart Carsten Wolf, Jannik Schmidt sei aus privaten Gründen verhindert, genauso wie Trainer Oliver Meuer. Christian Hartmann trainiert wieder.

 

 

SG Emmerichenhain/Niederroßbach - VfB Wissen

 

Bis vor gut zwei Jahren konkurrierten die SG Emmerichenhain und der VfB Wissen in der Kreisliga A, nun sieht man sich in der Bezirksliga wieder – und das hat Spitzenspiel-Charakter. „Das ist auf beiden Seiten eine Kopfsache, das wird ein sehr interessantes Spiel“, erklärt SG-Trainer Nihad Mujakic. Für ihn ist die Richtlinie klar: Die Gastgeber wollen zu Hause verlustpunktfrei bleiben auf ihrem Hartplatz im Niederroßbach. „Sonst ist unser Sieg in Hundsangen nichts wert“, fürchtet Mujakic. Nach wie vor darf er am Sonntag auf einen breiten Kader setzen. „Bis auf Fabian Göbel sind alle fit“, berichtet er über die personelle Situation, eingeschränkt gelte dies für Keigo Matsuda.

„Das wird ein Kampf zwischen zwei Top-Mannschaften der Bezirksliga“, sagt Wissens Trainer Dennis Reder voraus. Und dass der auf einem Hartplatz ausgetragen wird, hält er eher für einen Vorteil zugunsten des Gegners, die eigenen Spieler müssten sich erst umstellen. Außerdem müsse jeder Emmerichenhain auf der Rechnung haben, das Potenzial im Kader sei enorm, obwohl die SG erst aufgestiegen ist. Im Aufgebot des VfB gibt es hingegen ein paar Fragezeichen. Sie stehen hinter den Einsatzmöglichkeiten von Tormann Marvin Scherreiks, der sich am Fuß verletzt hat, des an Leistenbeschwerden laborierenden Fation Foniq und Max Ebach, der umgeknickt ist. Einen Rückschlag erlitt Wissen jüngst beim 2:3 gegen Müschenbach. Reder zeigt sich selbstkritisch – da habe er wohl zu offensiv agieren lassen.

 

 

SG Weitefeld-Langenbach - SV Fortuna Nauort

 

Einige Verletzungssorgen beschäftigen Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt. So hat sich Dominik Neitzert eine Rippenprellung zugezogen und Mario Schönberger einen Bänderriss. Niklas Utsch hat Adduktoren-Probleme. Trotz guten Kaders werde es langsam eng hinter der ersten Elf. „Sportlich läuft es eigentlich“, freut sich Mockenhaupt trotzdem. Ihm gefällt, dass sein Team den Gegnern wenige Chancen gewährt und selten Gegentreffer kassiert. Nun sollen gegen einen Aufsteiger drei Punkte her, denn „gegen Nauort müssen wir gewinnen, wenn wir oben dranbleiben wollen“. Das sei aber immerhin eine eingespielte Mannschaft, die angekommen sei in der Bezirksliga Ost. „Wir werden uns so teuer wie möglich verkaufen“, verspricht Olaf Klee, der Trainer des SV Fortuna Nauort, und ergänzt: „Der Druck liegt eher bei Weitefeld.“ Der Aufsteiger hat bisher in ausreichendem Maße gepunktet und die Liga kennengelernt. „Wir fahren nicht mit schlotternden Knien dahin“, aber mit Respekt, berichtet Klee. Letztlich handele es sich um ein „Kann-Spiel“ für seinen Verein. Olaf Klee weiß, was auf seine Mannschaft zukommt, denn er hat den Gegner beobachtet. Dass auswärts auf einem Naturrasen gespielt wird, hält er für nicht vorteilhaft. Personell dürfte sich wenig ändern gegenüber dem 2:0 gegen Hamm. Die Spieler, die im Rheinlandpokal Rote Karten gesehen haben, sind in Weitefeld letztmals gesperrt und dürfen anschließend allesamt wieder auflaufen.

 

 

VfL Hamm – SG Birlenbach/Balduinstein (So., 14.30 Uhr).

 

Als zwei Tabellennachbarn, die beide bisher je sechs Punkte gesammelt haben, stehen sich der VfL Hamm und die SG Birlenbach gegenüber. „Wir haben uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert“, denkt VfL-Trainer Jens Hanas an das 0:2 in Nauort zurück. Damit meint er nicht allein das Ergebnis, sondern vorrangig das Auftreten auf dem Platz.

Von den älteren Spielern erwarte er mehr Führungsgeschick und weniger negative Kommentare. „Wir müssen uns als Mannschaft präsentieren“, fordert er. Außer Respekt vor dem Mitspieler verlangt er Konzentration gegen eine Mannschaft, die er stärker einschätzt als Nauort. Sehr fraglich ist der Einsatz von Daniel Krieger, Dennis Schlesinger und Eric Neufeld, Robert Kotlinski kehrt zurück.

„Wir wollen das Spiel knapp für uns entscheiden“, sagt Birlenbachs Spielertrainer Wladimir Stumpf nach drei Begegnungen, die seine SG mit jeweils einem Treffer Differenz verloren hat. Endlich sollen wieder Punkte her für den Aufsteiger, denn „es wird immer enger da unten“. Defensiv gut zu stehen und sich nicht auskontern zu lassen, lautet die Leitlinie für das anstehende Gastspiel an der Sieg.

Lauf- und Zweikampfbereitschaft setzt Stumpf an die erste Stelle, das seien die Grundtugenden in der Bezirksliga, „der Rest entwickelt sich dann“, hofft er. Nicht mitwirken in diesem Sinn kann derzeit Moritz Detrois, der beim 0:1 bei der FSV Osterspai die Rote Karte sah und gesperrt ist. Außerdem falle Jens Berg aus wegen seines Studiums. Sonst können alle Spieler die lange Fahrt nach Hamm antreten.

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[ Letzte Änderung: 17. Juni 2018 ]