SV Hundsangen e.V. 1926

30.09.2016, 08:31, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga Vorschau 8.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

SG Hundsangen/Obererbach - SG Ellingen/Bonefeld/Willroth

 


Die Stimmung sei eigentlich okay trotz des 1:5 in Linz, berichtet Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm. Ab der 70. Minute spielte seine SG sehr offen, was das Ergebnis in die Höhe trieb – „jeder Schuss war ein Treffer“. Mehr zu denken gibt ihm, dass seine Elf „keinen Zweikampf gewonnen hat“. Daher will Schlimm erneut die Aufstellung verändern, denn „ohne Lauf- und Zweikampfbereitschaft kann man kein Spiel gewinnen“. Und: „Wenn wir nicht 100 Prozent geben, verlieren wir gegen jeden Gegner.“ Das gilt auch für die SG Ellingen, die unerwartet schlecht in der Tabelle dasteht, aus Schlimms Sicht jedoch eine aufsteigende Tendenz aufweist. Es gebe keinen Grund, den Vizemeister zu unterschätzen.

 

 


 

Das war nicht die Woche der SG Ellingen. Zunächst verloren die Westerwälder am vergangenen Wochenende ihr Heimspiel gegen TuS Montabaur nach tollem Kampf unglücklich mit 1:2 und rutschten dadurch in der Tabelle auf den 13. Platz ab. Doch damit nicht genug, nach dem Rückzug der Spvgg EGC Wirges II wurden die bisherigen Ergebnisse dieser Mannschaft aus der Wertung genommen. Die Folge: Ellingen ist nun erst mal Letzter. "Jeder wusste, dass die Punkte gegen Wirges II Makulatur waren. Wir sind von der Spielqualität gesehen sicher nicht so schlecht, wie es derzeit aussieht. Aber wir dürfen vor der Realität der Tabelle auch nicht die Augen verschließen", ordnet der Ellinger Trainer Thomas Kahler die Lage sachlich ein. Der frühere Oberligatorjäger Kahler (Spfr Eisbachtal, SV Roßbach/Verscheid) sieht die Aufgabe in Hundsangen als neue Chance für sein Team. "Wir wussten, dass diese Saison für uns schwer werden würde. Ich habe davor gewarnt, die vielen Abgänge von wichtigen Spielern zu unterschätzen. Jetzt gilt es, alles dafür zu tun, den Bock umzustoßen." Nach der Vizemeisterschaft 2015/2016 hatte die SGE gleich zehn Abgänge aus dem erfolgreichen Kader zu verkraften.

 


 

VfB Wissen - VfB Linz (Fr., 20 Uhr).


Der VfB Linz zeigte am vergangenen Wochenende beim 5:1-Erfolg über die SG Hundsangen trotz einiger Personalprobleme eine gute Leistung. "Die Mannschaft hat nach der ersten Saisonniederlage in Montabaur richtig reagiert. Das hat mir gut gefallen", freute sich der VfB-Trainer Paul Becker. Im Laufe dieser Woche kamen noch einige gute Nachrichten dazu. Die Linzer können mit Ausnahme des langzeitverletzten Michael Krupp mit ihrem kompletten Kader an die Sieg fahren. Besonders wichtig: Im Angriff kann der VfB wieder aus dem Vollen schöpfen. Hier haben die Linzer nun auch wieder Alternativen auf der Bank, um im Notfall nachlegen zu können. Becker und sein Co-Trainer Thomas Gerolstein haben sich bei unterschiedlichen Spielbeobachtungen ein genaues Bild über die Stärken und Schwächen des früheren Regionalligisten gemacht. "Wissen hat eine Mannschaft mit Oberliga-erfahrenen Leuten. Offensiv ist der VfB sehr stark besetzt", fasst Becker die gewonnenen Eindrücke zusammen. Nach zuletzt einem Unentschieden und zwei Niederlagen stehen die Wissener bereits etwas unter Druck. Bei einer erneuten Niederlage würde der Abstand zu den führenden Teams auf mindestens fünf Punkte anwachsen. "Wir freuen uns auf dieses Spiel. Das wird ein harter Prüfstein. Doch die tolle Sportanlage in Wissen und eine große Kulisse sind die idealen Voraussetzungen für so ein Spitzenspiel. Wir wollen die drei Punkte", strebt Becker mit seinem Team den sechsten Sieg im siebten Spiel an.

 


 

SG Birlenbach/Balduinstein - SG Weitefeld-Langenbach

 


Ein herbes 1:8 hat die SG Birlenbach kürzlich in Hamm quittieren müssen. "Das spiegelt das Spiel nicht wider", erklärt Wladimir Stumpf, der das Trainer-Gespann mit Bernd Moos bildet. "Die haben ihre Tore gemacht - wir nicht. Das hätte durchaus 8:8 ausgehen können", blickt er zurück auf die vierte Niederlage hintereinander in der Liga.

"Weitefeld liegt uns vielleicht besser", hofft Stumpf, denn nun geht es gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellenviertel, was womöglich eine andere taktische Ausrichtung erlaubt: Gegner kommen lassen und dann Konter setzen. Manchmal sei die eigene Elf aber noch "zu grün". Immerhin ist die personelle Situation gut.

Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt kennt die SG Birlenbach noch aus deren früheren Bezirksligajahren. Zwischen den Auswärts- und den Heimspielen des Aufsteigers bestehe wohl ein gravierender Unterschied, vermutet er. Seine Elf ist übrigens in der Fremde bislang ohne Punktverlust. "Wir müssen über die Einstellung und das Kämpferische kommen", fordert Mockenhaupt.

Die Form stimmt jedenfalls bei den Westerwäldern, das sportliche Niveau lässt auch nicht zu wünschen übrig. Einige personelle Sorgen plagen allerdings die Weitefelder. Zwar hofft ihr Trainer, dass Niklas Utsch wieder zur Verfügung steht. Fabian Lohmar zum Beispiel droht hingegen wegen einer Knieverletzung auszufallen. "Genug Leute haben wir aber auf jeden Fall noch", beruhigt Mockenhaupt.

 


FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen - VfL Hamm


"Das ist ein weiteres Spiel aus der Serie von Spielen, in denen man punkten muss", hebt Osterspais Trainer Nico Helbach vor dem Vergleich mit dem VfL Hamm hervor. Ähnlich war die Ausgangslage vor dem 1:6 bei der SG Elbert, wobei der Trainer das Ergebnis relativiert: "Da haben wir uns wenig vorzuwerfen, außer, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben." So hielt die Elf vom Rhein die Partie lange offen bis zum 1:3. Dass sie dann noch drei Gegentreffer kassierte, hat dem Trainer natürlich nicht gefallen. Zudem muss er für ein Spiel Tobias Schneider ersetzen, der in Welschneudorf die Rote Karte sah. Jan Niklas Huss und Max Kirchner dürften dagegen wieder mitwirken können. Josip Topic und Martin Paasch brauchen noch Geduld.

Er freue sich auf die Herausforderung in Kamp-Bornhofen beteuert Hamms routinierter Spieler Robert Kotlinski, der aktuell sportliche Verantwortung übernimmt für seine Mannschaft. Nach dem Rücktritt von Trainer Jens Hanas befindet sich der VfL in einer Ausnahmesituation. Doch die Fußballer von der Sieg haben nach dem 8:1 über Birlenbach Grund, selbstbewusst die Aufgabe anzugehen.

Die Stimmung sei anfangs angespannt gewesen nach dem Abschied des Trainers, berichtet Kotlinski. "Die ganze Mannschaft steht hinter Jens", bekräftigt er weiterhin und verlangt, dass auf dem Platz "einer für den anderen kämpft". Torwart Mert Zeycan muss jedoch wohl erneut verletzungsbedingt passen. Im Vorjahr verlor Hamm mit 2:3 in Osterspai, diesmal wolle man die lange Rückreise nicht punktlos antreten.

 


SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen - VfL Bad Ems

 

Mit dem 6:1 über Osterspai hat die SG Elbert zuletzt Akzente gesetzt. "So gut waren wir gar nicht", mahnt trotzdem Trainer Michael Diel. Gegen Bad Ems müsse noch mehr investiert werden als gegen die FSV, denn "sonst werden wir das Spiel nicht gewinnen", befürchtet der Coach.

Die direkten Aufeinandertreffen der Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte belegen, dass dort die Resultate sehr offen sind. Diel sieht nun die Gelegenheit, mit einem Sieg Grundlagen für den Klassenverbleib zu schaffen. Nicht jeder kann bei diesem Unterfangen mithelfen, Lars Bode zum Beispiel ist verletzt und generell "fehlen immer drei bis vier Jungs". Dennoch gilt: "Es wird nicht gejammert."

Die kurzfristige Spielabsage in der vergangenen Woche hat den Ausstieg der EGC Wirges II aus der Bezirksliga eingeläutet, betroffen war somit zuerst der VfL Bad Ems. Das habe den Rhythmus gestört, berichtet Trainer Kay Ludwig. Außerdem habe man einiges ausprobieren wollen auf dem Platz, und "das fehlt uns jetzt" vor einem ganz wichtigen Spiel mit einem Gegner auf Augenhöhe.

In der Zentrale sieht Ludwig die Elberter sehr gut besetzt. Da gelte es, die Gegenspieler unter Druck zu setzen und gefährliche Pässe zu unterbinden. Zuversichtlich ist er aufgrund eigener Stärken: "Wenn wir das erste Tor machen, sind wir schwer zu schlagen." Was die Aufstellung anbelangt, stünden noch einige Fragezeichen hinter Spielernamen. Elia Brustolon läuft womöglich letztmals in diesem Jahr auf, ehe es ihn nach Italien zieht.


 

SG Westerburg/Gemünden - SG Emmerichenhain/Niederroßbach

 

Wir freuen uns auf das Derby“, beteuert Westerburgs Co-Trainer Steffen Dörner. Gleichwohl ist ihm bewusst, dass es seine Mannschaft heute mit einem sehr starken Gegner zu tun bekommt, er selbst zählt die SG Emmerichenhain zu den Meisterschaftsfavoriten in der Bezirksliga Ost. Einstellung, Kampf und Leidenschaft sind die Stichworte, auf deren Basis die Westerburger dennoch zum Erfolg kommen wollen. „Wir werden versuchen etwas zu holen; es fängt bei 0:0 an“, sagt Dörner, und vermutlich wären die Gastgeber auch nach 90 Minuten mit einem Punkt zufrieden. Verzichten müssen sie allerdings auf ihren Leistungsträger Marvin Binge, der sich eine Bänderverletzung zugezogen hat. Der Einsatz von Tom Holzhäuser ist fraglich, Torwart Carsten Wolf fällt noch länger aus.

„Das wird am Freitag ein interessantes Spiel“, er hoffe auf viele Zuschauer, erklärt Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic. Nur zwölf Kilometer weit muss er mit seiner Elf anreisen, hat der Übungsleiter ausgerechnet. Dabei kann er ein großes Aufgebot mitbringen. Fabian Göbel befindet sich im Aufbautraining, ansonsten scheinen die Verletzungsprobleme überschaubar zu sein.

Im Kader habe er keine 20 gleichwertigen Spieler, aber Ausfälle ließen sich insgesamt kompensieren. „Wir sind ein eingeschworener Haufen“, betont Mujakic außerdem. Euphorie trage das Team, das erkläre zu einem guten Teil, dass der Aufsteiger bereits 15 Punkte gesammelt hat. Davon sei man selbst positiv überrascht, die Qualität im Kader ist ebenfalls unbestritten in der gesamten Liga.

 

 

 

SV Fortuna Nauort - SG Müschenbach/Hachenburg

 

„Im Moment fehlt uns das nötige Glück“, findet Nauorts Trainer Olaf Klee. Wenn sich das wieder einstellt, sei ein Sieg möglich im Heimspiel gegen Müschenbach. Dem Trainer ist jedoch klar, dass die SG stärker einzustufen ist, als es die Tabelle aktuell darstellt. Letztlich erwartet er eine Begegnung auf Augenhöhe.

Personell entspannt sich die Situation beim SV Fortuna, weil zum Beispiel die Sperren aus dem Rheinlandpokal abgelaufen sind: „Wir haben ein paar Optionen mehr.“ Außerdem gewöhnen sich die Nauorter mehr und mehr an die Bezirksliga, „das taktische Verhalten wird von Mal zu Mal besser“. Jetzt wünscht sich Klee noch, dass auch spielerisch sich noch einige Fortschritte einstellen.

Die SG Müschenbach gehört zu den Vereinen, die über Nacht Punkte verloren haben durch den Rückzug der EGC Wirges II. Überhaupt findet Trainer Volker Heun die eingetretene Lage „sehr unbefriedigend“ für die gesamte Bezirksliga. „Der Druck auf uns ist noch höher geworden“, sagt er über die Auswirkungen auf seine Mannschaft, deren sportliche Leistungen zuletzt aber gut waren.

Beim jüngsten 1:1 gegen Westerburg macht Heun ein paar Abstriche. Insgesamt besteht nach drei ungeschlagenen Partien jedoch Grund, um optimistisch nach Nauort zu fahren. Den Aufsteiger hat Heun bislang noch nicht spielen gesehen. „Die Ergebnisse sind eigentlich passabel“, ist ihm aufgefallen, und der erfahrene Trainer folgert: „Die können so schlecht nicht sein“, dank Kompaktheit und Kampfgeist.

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[ Letzte Änderung: 21. Juli 2018 ]