SV Hundsangen e.V. 1926

29.03.2012, 17:31, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga Vorschau

Von: rhein zeitung

Westerburg kann Hundsangen mit Heimsieg Schützenhilfe leisten

 

Nach der 0:1-Niederlage in Neitersen hofft Tabellenführer SG Hundsangen/Obererbach am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga Ost durch einen Sieg gegen die SG Nievern/Fachbach den Vier-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze zumindest halten zu können. Der TuS Montabaur erwartet zur gleichen Zeit die SG Weitefeld-Langenbach, die FSG Stahlhofen/Holler empfängt die DJK Neustadt-Fernthal. Schützenhilfe könnten die Hundsangener bereits Freitagabend von der SG Westerburg erhalten, die um 19.30 Uhr die SG Neitersen/Altenkirchen auf dem Hartplatz empfängt.

 

SG Hundsangen/Obererbach - SG Nievern.

Ausgerechnet beim wahrscheinlich ernsthaftesten Aufstiegskonkurrenten in Neitersen mussten die Hundsangener die erste Niederlage nach der Winterpause hinnehmen. "Leider haben wir dabei auch den ein oder anderen Spieler verloren", macht sich Trainer Ralf Hannappel aber vor allem um die personellen Auswirkungen des Spiels Gedanken. "Die Spielerdecke wird nun bedenklich dünn", so Hannappel, der aber glaubt, dass das Team, das er am Sonntag aufstellen wird, stark genug sein wird, Nievern besiegen zu können. Denn die Gäste überraschten in dieser Saison zwar schon mit einigen guten Ergebnissen, spielten aber zu Hause wesentlich stärker als auf fremden Plätzen. Auswärts gewann die Mannschaft erst einmal. Der Klassenprimus ist aber auch Hundsangen in der Heimbilanz nicht. Nur etwa die Hälfte (22) seiner 43 Punkte holte der Spitzenreiter zu Hause. In dieser Rangliste reicht das nur zu Platz vier. Hannappel warnt davor, gegen Nievern allzu viele Standards zuzulassen. "Hier haben sie mit Timo Hoffmeyer einen echten Spezialisten."

Was es heißt, gegen eine SG Hundsangen in Bestform zu spielen, haben die Nieverner am 18. September erlebt. Zehn Minuten waren gespielt, da führte der Aufstiegsaspirant bereits mit 2:0. Am Ende stand es 6:1 für die Westerwälder - und Björn Wickert, der damalige Trainer der Elf von der Lahn, stellte die Vertrauensfrage. Inzwischen ist das Kapitel Wickert Geschichte, Murat Saricicek hat das Kommando an der Seitenlinie übernommen. Auch wenn er noch recht neu ist in der Bezirksliga, weiß Saricicek, was auf seine Mannschaft zukommen wird. "Man muss eigentlich nicht viel zu diesem Spiel sagen", sagt er. "Wir müssen an unsere Grenzen gehen und eigentlich auch darüber hinaus." Ob es ein Vorteil ist für Nievern, dass der große Favorit zuletzt bei Verfolger SG Neitersen leer ausgegangen ist (0:1), weiß der Trainer der Grün-Weißen nicht so genau. "Es mag sein, dass Hundsangen zurzeit auch ein paar personelle Probleme hat. Aber ich gehe fest davon aus, dass unser Gegner alles dafür tun wird, die Niederlage vom vergangenen Wochenende wieder wettzumachen." Apropos personelle Probleme: Mit Tobias Zaun, Stefan Driesch und Christoph Schupp hat Saricicek drei verletzte Spieler auf seiner Streichliste, zudem ist unklar, ob Stefan Deusner rechtzeitig fit wird.

 

TuS Montabaur - SG Weitefeld-Langenbach.

Die augenblicklich 31 Punkte werden den Montabaurern zwar noch nicht zum Klassenverbleib reichen, doch auch das 1:1 in Berod unterstrich, dass der neue Trainer Wolfram Kohns sein Team schnell aus der Gefahrenzone bringen möchte. Ein Sieg gegen die starken Weitefelder könnte hier ein weiterer wichtiger Meilenstein sein. Die haben am vergangenen Spieltag ihre drei Meisterschaftspunkte gegen Siegtal kampflos bekommen und konnten somit den Rückstand auf Tabellenführer Hundsangen noch einmal auf sechs Punkte verkürzen. Zumindest in einer Bilanz könnten die Gäste am Ende der Saison ganz oben stehen. Denn mit sechs Siegen stellen sie derzeit schon das zweitbeste Auswärtsteam. Gut für Montabaur: Beim TuS klappt es in dieser Saison zu Hause besser. Fünf Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen reichen in dieser Bilanz zu Platz fünf.

 

VfL Bad Ems - SG Herdorf (So., 14.30 Uhr).

Zwei Siegen in Bruchertseifen (1:0) und gegen Nievern (3:1) sowie ein respektabler Auftritt gegen Primus Hundsangen (2:4) - beim VfL Bad Ems läuft es nach der Winterpause bestens. "Das hat vielleicht auch mit unserer guten Vorbereitung zu tun", sagt Trainer Frank Wendland. "Es ist ein großer Vorteil, immer auf Kunstrasen trainieren zu können." Jetzt soll der gute Lauf gegen den Sechsten SG Herdorf fortgesetzt werden, der einen Rang und einen Punkt hinter den Kurstädtern liegt. "Dass Herdorf nicht weiter oben mitspielt, überrascht mich", sagt der VfL-Coach. "Eigentlich ist dieses Team um Routinier Andreas Krämer offensiv wie defensiv sehr gut besetzt." Das gilt sicher auch für die Bad Emser, allerdings hat Wendland über die ersten Elf wenig Alternativen. Vernatius Emeka ist am Wochenende aus privaten Gründen verhindert, Daniel Liefke angeschlagen. So hat Frank Wendland wieder mal das Vergnügen, auf der Bank Platz zu nehmen.

 

 

SG Westerburg/Gemünden - SG Neitersen.

Weil ein Spieler Neitersens am Samstag heiratet und auch mitspielende Brüder hier eingeladen sind, wurde das Spiel auf Wunsch der Gäste auf Freitag vorgezogen. "Da ist man natürlich fair", sagt Westerburgs Trainer Oliver Meuer, der es bei dieser Gefälligkeit aber auch belassen will. Denn nach dem ersten Auswärtssieg der Saison beim 1:0 in Neustadt soll es einen neuen Aufwärtstrend geben. "Wenn man sieht, wie die anderen aus dem unteren Tabellendrittel derzeit spielen, war es ein überaus wichtiger Dreier", weiß Meuer, der sein Team heute aber in der Außenseiterposition sieht, "Für uns haben die sich natürlich genau im falschen Augenblick wieder gefangen", so Meuer. Denn Neitersen, in der Winterpause noch Tabellenführer, war 2012 äußerst schlecht gestartet, hat sich nun aber mit einem Sieg gegen Hundsangen zurückgemeldet. Ein Erfolg Westerburgs wäre eine Überraschung, könnte aber auch der Grundstein einer kleinen Serie auf dem Weg zum Klassenverbleib sein. Denn danach steht mit Stahlhofen ein Gegner auf Augenhöhe an, dann bekommt die Mannschaft die drei Punkte aus dem Spiel gegen Siegtal geschenkt. Björn Weber und Kai Beutgen sind grippegeschwächt, vielleicht aber auch heute schon wieder einsatzfähig.

 

SG Miehlen - SC Berod-Wahlrod.

Zwar scheint es, als werde die SG Miehlen (14. Platz/ 18 Punkte) dem Abstieg in die Kreisliga A wohl kaum mehr entgehen können. Doch hinsichtlich der jüngsten Miehlener Ergebnisse ist sich Thomas Schäfer, Spielertrainer des SC Berod-Wahlrod (7./32), im Klaren darüber, dass die Auswärtstour in den Rhein-Lahn-Kreis am Samstag (Anstoß: 16 Uhr) ein hartes Stück Arbeit für seine Truppe wird. "Die haben schon einen kleinen Lauf", meint Schäfer. Zwei Siege aus den letzten drei Spielen und eine unglückliche Niederlage gegen Spitzenreiter Hundsangen zeigen deutlich, dass sich der Vorletzte der Tabelle noch längst nicht aufgegeben hat. "Wir müssen Miehlen von Beginn an Paroli bieten und denen unser Spiel aufs Auge drücken. Dann werden wir auch erfolgreich sein", ist Schäfer überzeugt, auch wenn sein Einsatz aufgrund von Oberschenkelproblemen fraglich ist.

 

FSG Stahlhofen/Holler - DJK Neu-stadt-Fernthal.

"Eigentlich muss man aus so einem Spiel drei Punkte holen", macht Stahlhofens Trainer und Klubchef Manfred Otto keinen Hehl daraus, was er am Sonntag von seiner Mannschaft erwartet. Schließlich liegt der Gast mit nur 15 erreichten Punkten weit abgeschlagen auf einem Abstiegsplatz. "Ich weiß gar nicht, ob die sich überhaupt noch Chancen ausrechnen", so Otto, dessen Team zwar elf Punkte mehr auf dem Konto hat, aber eben auch nur drei Punkte Vorsprung auf den Viertletzten. Zuletzt hatten die Neustädter zu Hause gegen Westerburg verloren. Gegen die wiederum spielen die Stahlhofener dann am Karsamstag. Da wird sich schon entscheiden, ob die restlichen Saisonspiele der FSG in ruhigeren Gewässern oder im Abstiegskampf verbracht werden. Zumindest personell sieht es wieder besser aus. Regjep und Mentor Krasniqi sind ins Team zurückgekehrt.

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