SV Hundsangen e.V. 1926

12.09.2011, 10:26, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksligaspiele

Von: rhein zeitung

SG Hundsangen/Obererbach  -  SG Neitersen/Altenkirchen    0 :  1         ( 0  :  1 )

 

In einem umkämpften und intensiv geführten Spitzenspiel kassierte die SG Hundsangen die erste Saisonniederlage und büßte damit die Tabellenführung in der Bezirksliga ein. Im Duell gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen Gäste aus Neitersen erwischte die Hannappel-Elf einen guten Start und hatte durch Bersch und Lüpke erste gute Führungschancen (5., 10.). Mit zunehmender Spielzeit stellten die gut organisierten Gäste die Räume immer besser zu und ließen nur noch selten gefährliche Aktionen der Hausherren zu. Nachdem Marth und Husaj auf beiden Seiten mit guten Aktionen jeweils am Torwart gescheitert waren, hatte Neitersen Glück, als der Unparteiische nach einem Foulspiel des Gästekeepers an Fein nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Sechs Minuten vor der Pause schlug Neitersen dann eiskalt zu, als Markus Sander nach einer Abwehr von Torwart Kraft aus kurzer Distanz frei zum Torschuss kam und überlegt zur 0:1-Pausenführung vollendete. Auch nach dem Wechsel blieben die Wiedbachtaler ein unbequemer Gegner. In der 62.Minute hatte Frank Bischoff die Entscheidung auf dem Fuß, sein Schuss klatschte aber nur an den Pfosten des SG-Gehäuses. In der letzten halben Stunde allerdings stemmte sich Hundsangen mit aller Macht gegen die Niederlage. Dabei eriwes sich Gästekeeper Humberg als langer Turm in der Schlacht, als er einen 20-Meter-Knaller von Husaj aus dem Winkel fischte (76.). Nach dem Platzverweis des gerade einge-wechselten Tilhard in der 86.Minute verzweifelten die Hausherren förmlich in der Schlussminute, als Bartsch und Fein aus kurzer Distanz zweimal nur die Latte der Gäste trafen und dann erneut Torwart Humberg den Sieg und den damit verbunde-nen Sprung an die Tabellenspitze sicherstellte.

 

SG Hundsangen/O.:

Kraft - Sprenger, Loch, Fonzo (ab 36. T. Steinebach), Husaj, Pineker, D. Hannappel, Fein, Lüpke (ab 64. Bartsch), Bersch (ab 46. J. Hannappel), Steinebach

 

Schiedsrichter: Marco Huber (Eppenrod)

 

Tore:

0 : 1    M. Sander     (39.)

 

Zuschauer: 120

 

Vorschau:

Am kommenden Wochenende bestreitet die SG folgendes Meisterschaftsspiel:

Sonntag, 18.09.11    SG Nievern/Fachbach - SG Hundsangen/Obererbach 14.30 Uhr

 

 

Guckheim spielt 1 : 1

In der Bezirksliga Ost kam die SG Guckheim/Kölbingen nach früher Führung bei der noch sieglosen FSG Stahlhofen/Holler nicht über ein 1:1 (1:0)-Unentschieden hinaus.

Dabei hätte die Partie für die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Schäfer nicht besser beginnen können. Nach handgestoppten dreißig Sekunden legte Konstantin Krjutschkov im Strafraum quer auf Mario Wasna, und der ließ Keeper Christian Meyer aus elf Metern keine Chance.

Stahlhofen zeigte sich zunächst unbeeindruckt vom frühen Rückstand und kam im direkten Gegenzug zu einer guten Konterchance. Der Schuss von Ismayil Barut verfehlte das Gästetor jedoch knapp. Ansonsten dominierte die Guckheimer Mannschaft in der Anfangsphase, bis das Stahlhofener Team von Timo Kelterbach nach gut 15 Minuten erkannte, dass die Hintermannschaft der Gäste mit langen Bällen nur schwer zu überwinden ist.

In der 29.Minute passte dann Alexander Gombert auf Mentor Krasniqi, dessen Flanke Ismayil Barut fand. Der agile Stürmer der Gastgeber köpfte den Ball jedoch knapp am Tor vorbei. Fünf Minuten vor der Pause köpfte Guckheims Angreifer Krjutschkov den Ball nach einer Wasna-Flanke an die Latte und scheiterte im Anschluss mit seinem Nachschuss an Torwart Christian Meyer.

In der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, ehe Kelterbach mit einem Weitschuss, der jedoch links am Guckheimer Tor vorbei zischte, ein erstes Zeichen setzte. Nach einem harmlosen Foulspiel sah Ismayil Barut die Gelbe Karte und machte seinem Unmut darüber verbal deutlich. Schiedsrichter Michel Lehmann reagierte sofort und zückte die Gelb-Rote Karte (62. Minute). Der anschließende Freistoß von Stefan Schäfer traf allerdings nur die Latte. Guckheim drängte jetzt und kam nach einer Schäfer-Ecke durch Krjutschkov zur nächsten Chance.

Bei sehr hohen Temperaturen ging es in Stahlhofen nun rauf und runter, bis der Schiedsrichter nach einem Foul von Nils Fröhlich auf indirekten Freistoß für Stahlhofen entschied. Als der Ball freigegeben war, schoss Mentor Krasnigi den Ball direkt aus halbrechter Position in die Maschen des Guckheimer Tores. Stefan Schäfer war nach dem Spiel sauer auf den jungen Schiedsrichter: „Er zeigt indirekten Freistoß an, Stahlhofens Spieler schießt ihn direkt und wir kassieren den Ausgleich. Der Schiedsrichter hat danach seine Linie verloren. Wir haben aber heute einige klare Torchancen liegen gelassen und hätten gewinnen müssen.“

In der hektischen Schlussphase boten beide Teams den Zuschauern einen offenen Schlagabtausch. Alexander Gombert sah drei Minuten vor dem Ende noch die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels, sodass Stahlhofen die Partie am Ende sogar in doppelter Unterzahl über die Runden bringen musste. Trainer Timo Kelterbach war daher nach dem Spiel zufrieden: „ Wir haben in der ersten Minute direkt geschlafen, kamen aber Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel. Der Ausgleich war aufgrund der starken kämpferischen Leistung hochverdient.“

 

TuS Montabaur unterliegt mit 2:3

Auf der einen Seite war es ein Kampf gegen das Wetter mit wolkenbruchartigem Regen, Gewittern und zwei Spielunterbrechungen. Auf der anderen Seite wurde nach dem Ball gerutscht und wurden Versuche gestartet, auf der Westerwälder Seenplatte, auch Mons-Tabor-Stadion genannt, Fußball zu spielen. Und dann gab es auch noch ein Ergebnis im Meisterschaftsspiel der Bezirksliga Ost zwischen dem TuS Montabaur und dem SC Berod-Wahlrod: Die Gäste erwiesen sich über die gesamten 90 Minuten als die besseren Wassertreter und setzten sich nicht unverdient mit 3:2 (2:0) durch.

Dabei legten die Gäste den Grundstein zu diesem Erfolg bereits vor der Pause, als sich die Abwehr der Gastgeber individuelle Fehler in Serie leistete. „Wir hätten uns doch nicht wundern dürfen“, so TuS-Trainer Gerd Schenkelberg, „wenn wir nach 45 Minuten bereits mit 0:5 im Rückstand gelegen hätten. Wir haben Berod die Chancen förmlich aufgelegt.“

Doch nur Martin Müller nahm die Einladungen zum Toreschießen an. Treffer Nummer eins erzielte er per Heber (13.) nach einem Konter. Und das 2:0 resultierte aus einem direkt verwandelten Freistoß (21.) genau in den Winkel des Montabaurer Tores.

Was folgte waren ebenso verzweifelte wie auch fruchtlose Versuche der Gastgeber, Linie in ihr Spiel zu bringen, was jedoch auch durch zwei Spielunterbrechungen in der ersten Halbzeit erschwert wurde. Die erste erfolgte nach Blitz und Donner genau zu dem Zeitpunkt, als Montabaur erstmals ein Angriff bis zum Gästetor gelungen war (30.), die zweite folgte dann unmittelbar vor der Halbzeitpause.

Im zweiten Spielabschnitt wurde dann durchgespielt. Zunächst verpasste Berods Spielertrainer Thomas Schäfer die Entscheidung, dann machten sich in der bis dato sicheren Gästeabwehr unerklärliche Konzentrationsschwächen breit. So war es Hamit Dinler, der im Anschluss an einen Eckball daraus Kapital zum 1:2 schlug (56.), und zwölf Minuten später stand die Partie nach Tim Schenkelbergs abgefälschtem Schuss 2:2.

Genau mit diesem Treffer rückten die Montabaurer Akteure dann das Fußballspiel wieder in den Hintergrund und versuchten, ein Ergebnis zu verwalten, mit dem keiner zufrieden sein konnte. Auch der Gegner nicht, der erneut über Martin Müller einen Konter startete, den Felix Velten zum 3:2-Endstand (71.) über die Linie drückte. Sehr zur Freude von Spielertrainer Thomas Schäfer, der allerdings auch den Einbruch nach klarer Führung kritisierte: „Bis zur 56. Minute haben wir genau so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe – mit Einsatz, Wille und auch Spielkultur. Dann haben wir vergessen, dass man im Spiel die Konzentration über 90 Minuten hoch halten muss und den Gegner selbst aufgebaut. Ich denke aber, über die gesamte Spielzeit gesehen haben wir letztlich verdient gewonnen.“

Was indirekt auch Schenkelberg bestätigte, der seinen Spielern eine Art von Lethargie vorwarf: „Berod hat uns gezeigt, wie man bei solchen Witterungsbedingungen zur Sache gehen muss. Es muss einfach in die Köpfe meiner Spieler rein, dass es auch in der Bezirksliga nicht genügt, Fußball zu spielen. Um hier erfolgreich zu sein, muss ich kämpfen und mir jeden Zentimeter auf dem Weg zum Sieg hart erarbeiten. Das haben wir in Nievern und in Herdorf nicht getan, und davon war auch heute kaum etwas zu sehen.“har

Montabaur: Faller – Leisenheimer, Sprenger, Atzinger (74. Zinser), Dinler – Kettler, Wincek, Schenkelberg, Bichert – Dervishay, Pineker.

Berod-Wahlrod: Sakalakoglu – Jakobi, Henzel, Neumann (74. Ünal), Hähr – Velten (79. Keeler), Land, Kuhfeld – Müller, Pavelich – Schäfer.

Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz)

Zuschauer: 45.

Tore: 0:1, 0:2 Martin Müller (13., 21.), 1:2 Hamit Dinler (56.), 2:2 Tim Schenkelberg (68.), 2:3 Felix Velten (71.).

 

SG Weitefeld-Langenbach feiert überzeugenden Kantersieg in Oppertsau

Siegtaler Sportfreunde erleben ein 1:7-Debakel auf eigenem Platz – Gästeteam von Trainer Volker Heun wirkt wesentlich frischer und entschlossener

Nach vier Siegen in Folge hat es die Siegtaler Sportfreunde in der Fußball-Bezirksliga Ost wieder erwischt. Im Lokalduell gegen die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald setzte es auf eigenem Platz eine deftige 1:7 (0:2)-Klatsche.

Das Spiel begann mit einem kapitalen Abwehrfehler von Siegtals Innenverteidiger René Volberg. Dessen Rückpass auf Torhüter Rudolf Keller geriet viel zu kurz, Joshua Weller sprintete dazwischen und schlenzte den Ball an Keller vorbei ins linke Eck (2.).

Auch in der Folge waren die Gäste wesentlich agiler, nutzten die Fehler im Spielaufbau der Gastgeber immer wieder zu eigenen Chancen. Folgerichtig fiel bereits nach 17 Minuten das zweite Tor für die Elf von Trainer Volker Heun. Nach einem Freistoß von Martin Ermert von rechts über „Freund und Feind“ hinweg fiel der Ball Tim Müller praktisch vor die Füße, er musste aus vier Metern das Spielgerät nur noch über die Linie schieben.

Die ohnehin schon ersatzgeschwächten Gastgeber mussten zudem frühzeitig die verletzten Krämer und Volberg ersetzen, die Defensive war alles andere als sattelfest. Und auch im Spiel nach vorne lief nichts zusammen bei der Mannschaft von Trainer Heiko Bedranowsky.

Nach der Pause pfiff Schiedsrichter Marc Latsch einen fragwürdigen Elfmeter für die Gastgeber, Weitefelds Fabian Grahn hatte René Nagel gehalten. Andrzej Schindler verwandelte zum 1:2 (52.). Wer nun aber einen Sturmlauf der Gastgeber erwartete, sah sich getäuscht. Praktisch im Gegenzug stellte erneut Müller per Kopfball nach Freistoß von Ermert den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her (54.).

Damit war der Widerstand der Sportfreunde endgültig gebrochen. Der starke Dominik Neitzert schraubte nach zwei mustergültigen Kontern das Ergebnis weiter in die Höhe (69. und 71.). In der Schlussphase trafen auch noch Kevin Lopata (77.) und Jens Reifenrath (81.) nach sehenswerten Weitefelder Kombinationen und machten das Heimdebakel für die Siegtaler perfekt.

Gästetrainer Heun war anschließend rundum zufrieden: „Heute ist vieles zu unseren Gunsten gelaufen. Läuferisch und konditionell war das fast ein Klassenunterschied. Wir waren frischer und schneller am Ball und haben hinten sehr konsequent agiert.“ Sein Siegtaler Gegenüber Heiko Bedranowsky war verständlicherweise bedient: „Wir sind wieder auf dem Boden der Tatsachen zurück. Wir waren ganz schwach, nicht einer hat Normalform erreicht. Das hatte mit Fußball nichts zu tun, das war ganz lauer Sommerfußball.“

Und in der größten Not richtete er den Blick bereits wieder nach vorne: „Nächste Woche gegen Guckheim wird sich zeigen, ob wir ein Team sind.“ Die SG Weitefeld-Langenbach, inzwischen torhungrigste Mannschaft der Bezirksliga Ost, wird dann sicherlich mit einem wesentlich besseren Gefühl den TuS Montabaur in Langenbach erwarten.

Siegtaler Spfr: Keller – Bedranowsky, Volberg (36. Hüsch), Schindler, Krämer (13. Seelbach) – Kresovic, Kohl, Kindgen, Girresser – Nagel, Suicmez (65. Siozios).

SG Weitefeld-Langenbach: Trippler – Grahn, Ermert, Aguilar, Germann (69.Weisang) – Neitzert, Müller, Reifenrath, Kleinhenz (72.Heider) – Lopata, Weller (46. Ross)

Schiedsrichter: Marc Latsch (Andernach)

Zuschauer: 105

Tore: 0:1 Joshua Weller (2.), 0:2 Tim Müller (17.), 1:2 Andrzej Schindler (52., Foulelfmeter), 1:3 Tim Müller (54.), 1:4, 1:5 Dominik Neitzert (69., 71.), 1:6 Kevin Lopata (77.), 1:7 Jens Reifenrath (81.).

 

Brüderpaar bringt Miehlen um drei Punkte

Die Brüder Marvin und Kenny Scherreiks sind hauptsächlich dafür verantwortlich, dass die SG Miehlen/Nastätten gestern erneut eine Heimpleite in der Bezirksliga Ost hinnehmen musste. Beim 0:1 (0:1) gegen die SG Herdorf glänzten die beiden jungen Akteure der Gäste im Tor und im Sturm.

Der 19-jährige Kenny Scherreiks schoss bereits in der dritten Minute das entscheidende Tor. Herdorfs Spielertrainer Dirk Spornhauer bediente ihn mit einem steil gespielten Flachpass, der Angreifer war in der Mitte nicht mehr zu halten und verwandelte. „Da waren wir noch gar nicht richtig auf dem Platz“, bemängelte Miehlens Spielertrainer Rüdiger Graden das schwache Abwehrverhalten seiner Elf.

Kenny Scherreiks besaß bis zur Mitte des ersten Durchgangs noch zwei weitere Chancen und sorgte für reichlich Gefahr. Erstmal richtete sich der Blick aber nicht mehr auf Spielerbeine, sondern ging zum Himmel und vor allem zu Schiedsrichter Marco Huber. Gut 25 Minuten lang war die Partie im Ehrlich wegen eines heftigen Gewitters unterbrochen. Dann durchstanden die Akteure jedoch die Begegnung, während andernorts frühzeitig abgebrochen wurde.

Die Zwangspause unmittelbar nach dem 0:1 hob bei den Gastgebern nicht das Niveau. „Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen, es kam so gut wie kein Ball an“, monierte Graden. Die Fehlpassquote war beträchtlich. Erst mit einem Distanzschuss Phaithun Murahans (26.), einem Kopfball Lars Leibigs, der über das Tor ging (30.) und einem Freistoß Michele Saals, der auf der Latte landete (45.), näherte sich die Heim-Elf dem Ausgleich.

Nach der Pause setzten sich Steffen Busch und erneut Kenny Scherreiks in Szene. „Wir hatten gut ins Spiel gefunden und hätten nachlegen müssen“, meinte Spornhauer. Die Miehlener und Nastättener besaßen in der Schlussphase ihre besten Gelegenheiten. Julian Walter erwischte eine Ecke mit der Hüfte statt dem Kopf (74.). Ein abgefälschter Freistoß David Hübels flog knapp über die Latte (83.), und in der Nachspielzeit hob Fabian Künzel den Ball nach Kopfballablage Saals über den Torwart – aber auch über das Gehäuse.

Das Ergebnis rettete für die Herdorfer jedoch vorrangig der zweite Scherreiks auf dem Feld: Marvin, der gerade erst 17 Jahre alte Tormann, agierte souverän hinter einer Viererkette, die ihrerseits gut stand und mit Kopfballstärke überzeugte. So konnten die Hellertaler den Ausfall von gleich vier Stammkräften – unter anderem fehlte Routinier Andreas Krämer – verschmerzen. Spornhauer lobte seinen Schlussmann: „Wir haben Vertrauen in ihn und wissen, wie talentiert er ist.“ „Herdorf hat gespielt, was heute nötig war“, erkannte Graden an.

 

 

Alles läuft gegen die SG Nievern

Erfolg für die SG Puderbach in der Regenschlacht von Daufenbach: In der Fußball-Bezirksliga Ost besiegte das Team von Trainer Michael Roos die SG Nievern mit 4:0 (1:0).

Beide Teams taten sich schwer, blieb doch der Ball doch des Öfteren einfach mal liegen. Trotz der schwierigen Gegebenheiten fanden die Gastgeber besser ins Spiel. Nach einer Flanke Vadim Puchas auf Martin Pütz zappelte das Leder schon im Netz, doch Schiri Veysel Ovayolu entschied auf Abseits (21.). Aufgrund des zunehmenden Gewitters folgte kurz darauf eine 30-minütige Spielunterbrechung. Das Gewitter hatte zwar nachgelassen, nicht aber der Regen. Kurz vor der Pause bekam die SGP an der Strafraumgrenze einen Freistoß zugesprochen. Pucha zog ab, und Andreas Heringer stand goldrichtig und traf zum 1:0 (43.).

Nach dem Seitenwechsel war erneut Heringer zur Stelle und baute die Führung nach einer Unachtsamkeit in Nieverns Abwehr auf 2:0 aus (50.). Hatten die Gäste bis dahin noch nicht aufgegeben, folgten ab der 56. Minute zehn Minuten, die ihnen „das Genick brachen“. Nach einem Kopfball von Florian Panny kullerte der Ball vom Innenpfosten ins Tor, doch Puderbachs Michael Arndt rettete in letzter Sekunde. Trotz lautstarker Nieverner Proteste gab Ovayolu den vermeintlichen Treffer nicht (56.).

Ähnliches wiederholte sich in der 63. Minute, als Puderbachs Sebastian Carrillo einen Schuss von Panny von der Linie kratzte und erneut ein Treffer verweigert wurde. Zu guter Letzt sah Nieverns Keeper Dennis Preuschoff die Rote Karte, als er als letzter Mann Daniel Seuser nur mit einem Foul am Torschuss hindern konnte (66.). Für ihn streifte sich Marvin Walldorf das Torwarttrikot über und stellte sich zwischen die Pfosten der Grün-Weißen. Von da an hatten die Gastgeber leichtes Spiel. Daniel Seuser überwand Walldorf gleich zwei Mal (71. und 77.).

„Wir wissen, dass wir unsere Heimspiele gegen Mitkonkurrenten aus der zweiten Hälfte der Tabelle gewinnen müssen, und das ist uns heute gelungen“, sagte Puderbachs Coach Michael Roos. „Es war gut, dass wir nach der Unterbrechung weiterspielen konnten, denn ich wusste, dass wir heute gewinnen können.“ Nieverns Björn Wickert sagte: „Es ist alles etwas unglücklich gelaufen. Wir sind mit dem nassen Rasen gar nicht zurecht gekommen und haben nie ins Spiel gefunden, das war eine Katastrophe. Hätte der Schiri einen der beiden Treffer für uns gegeben, wäre es sicher noch mal spannend geworden.“

 

Heller Blitz gleich neben dem Kunstrasenplatz beendet Spiel in Bad Ems

Schiedsrichter bricht Partie nach drei Minuten ab – Trainer einig: richtige Entscheidung

Keine 180 Sekunden dauerte das Bezirksliga-Heimspiel des VfL Bad Ems gegen die SG Bruchertseifen, da pfiff Schiedsrichter Bernhard Lichtenberg aus Spay die Partie schon wieder ab. Unmittelbar nachdem gleich neben dem Platz ein heller Blitz für eine Schrecksekunde gesorgt hatte. Mit einer guten halben Stunde Verspätung hatte die Partie auf dem Kunstrasenplatz neben dem Stadion Silberau begonnen, nachdem schon zuvor zahlreiche Blitze ein Fußballspiel unmöglich machten.

Eine trügerische Ruhe herrschte um kurz vor 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz, als Schiedsrichter Lichtenberg und die Teams Aufstellung nahmen, um die Partie zu beginnen. Keine starken Winde, kaum Regen – die Wetterlage wirkte deutlich ungefährlicher als noch vor 14 Tagen beim Heimspiel des VfL gegen Hundsangen. Doch aus den tief hängenden Wolken über Bad Ems zuckten immer wieder Blitze gefährlich nahe über der Silberau. Einmal noch kurz vor Spielbeginn. „Allerdings in meinem Rücken“, sagte der Unparteiische. „Hätte ich den gesehen, dann hätte ich gar nicht erst angepfiffen.“

Nach drei Minuten dann beendete Lichtenberg das gefährliche Spiel mit den Naturkräften. „Die Gesundheit von Spielern und Zuschauern geht absolut vor.“ Recht hatte er, fanden auch die Trainer. „Er hat die Verantwortung, seine Entscheidung ist korrekt und nachvollziehbar“, sagten sowohl VfL-Trainer Frank Wendland als auch Gästetrainer Marc Odink. Der ärgerte sich lediglich darüber, dass man sich nicht schon früher gegen eine Austragung der Partie entschieden hatte. „Die Jungs aus Bad Ems haben dem Schiedsrichter gesagt, dass sich die Wolken hier festgesetzt haben und so schnell auch nicht mehr verschwinden werden. Wir hätten gar nicht mehr rausgehen dürfen auf den Platz.“

 

 

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[ Letzte Änderung: 13. Dezember 2018 ]